DE8132883U1 - Druckausgleichsvorrichtung - Google Patents
DruckausgleichsvorrichtungInfo
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- B65D51/1611—Closures not otherwise provided for with means for venting air or gas whereby the interior of the container is maintained in permanent gaseous communication with the exterior by means of an orifice, capillary or labyrinth passage
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Description
Die Erfindung betrifft eine Druckausgleichsvorrichtung mit einem eine äußere Gasdurchlaßöffnung im Deckel aufweisenden
Gehäuseoberteil, einem eine innere Gasdurchlaßöffnung aufweisenden
Ventilsitz im Gehäuseunterteil und einer Dichtscheibe im Yentilraum zwischen Ventilsitz und Deckel. Solche
Vorrichtungen werden für Behälter mit gasentwickelnden Produkten, sich thermisch stark dehnenden Produkten und dergleichen
gebraucht.
Eine Druckausgleichsvorrichtung dieser Art wird in der DE-OS 26 03 712 beschrieben. In der bekannten Anordnung wird die
Dichtplatte so,elastisch gegen den Ventilsitz gedrückt, daß ein Gasauslaß erst bei einem bestimmten, im verschlossenen
Behälter herrschenden Überdruck möglich ist. Bei dünnwandigen Behältern kann der entsprechende schon aus fertigungs-Γ
) technischen Gründen in einer relativ großen Bandbreite liegende Ventilansprechdruck zu einer erheblichen, unerwünschten
Bombierung führen. Um eine solche Belastung der Behälter zu vermeiden, hat man versucht, eine permeable Absperrung mit
ständigem Druckausgleich vorzusehen. Eine solche Vorrichtung wird in der DE-AS 24 03 244 beschrieben. Die Druckausgleichseinrichtung kann hierbei jedoch als solche durch Verschmutzung
oder Verkrustung der feinporigen Kanäle in Erage gestellt
v/erden oder ganz ausfallen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckausgleichs-
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vorrichtung zu schaffen, die einen ständigen Druckausgleich ohne die Gefahr des Ausfalls in Folge von Verschmutzung gewährleistet
und zugleich eine sichere Abdichtung bei Schräglage oder Umkippen des Behälters bei möglichst geringem Aufwand
bietet.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht bei der Druckausgleichsvorrichtung
eingangs genannter Art darin, daß der Yentilraum eine geschlossene, den Deckel am Gehäuseoberteil und den Boden
des Ventilsitzes am Gehäuseunterteil verbindende, die Dichtscheibe mit zum Bilden eines mit der äußeren und inneren
Gasdurchlaßöffnung in Reihe liegenden Gasdurchlasses passendem Abstand umgebende Umfangswand besitzt, daß der Ventilsitz
aus aus dem die innere Gasdurchlaßöffnung enthaltenden Boden des Ventilraums vorspringenden, zwischen sich Gasdurchgangswege
zwischen innerer Gasdurchlaßöffnung und Umfangswand freilassenden Nocken besteht und daß die flächig geschlossene
Dicht scheibe im Ventilraum lose zwi sehen der Auflage am. Ventilsitz
und der Anlage am Deckel hin- und herbeweglich eingeschlossen ist.
Durch die bei aufrechtstehender Druckausgleichsvorrichtung
ständig offene Reihenschaltung von innerer Gasdurchlaßöffnung, den zwischen den Nocken verbleibenden Gasgangswegen, dem
Gasdurchlaß am Umfang der Dichtscheibe und der äußeren Gasdurchlaßöffnung wird erfindungsgemäß zunächst erreicht, daß
sich ein Überdruck - gegebenenfalls auch ein Unterdruck - im Behälter nicht einstellen kann. Da die Dichtscheibe im Ventilraum
frei beweglich ist, legt sie sich bei Schräglage oder bei Umkippen der Druckausgleichsvorrichtung bzw. des Behälters
gegen die Innenfläche des Deckels, derart, daß die äußere Gasdurchlaßöffnung durch den Druck des nachströmenden, insbe-
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Gondere flüssigen, Produkts gesperrt wird. Die erfindungsgemäße
Druckausgleichsvorrichtung erfüllt also zugleich die Bedingung eines Ventils einem Ansprechdruck von praktisch
null und einer sicheren Abdichtung bei Schräglage oder beim Umkippen.
Gemäß weiterer Erfindung ist es vorteilhaft, die innere Gasdurchlaßöffnung
zentral im Boden anzuordnen und die Nocken etwa radial nach außen von der inneren Gasdurchlaßöffnung
in Richtung auf die Umfangswand auszurichten. Vorzugsweise sollen die der Dichtscheibe zugewandten Oberflächen bzw.
-kanten der Hocken eine gemeinsame Ebene aufspannen, während der zwischen den Nocken verbleibende Boden des Gehäuseunterteils
schräg nach unten (bezüglich der aufrechtstehenden Vorrichtung) in Richtung auf die innere Gasdurchlaßöffnung hinlaufen
soll, um zu erreichen, daß in den Ventilraum eingedrungene Flüssigkeit von selbst wieder über die innere Gasdurchlaßöffnung
in den Behälter zurückfließen kann.
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Eine gute Abdichtwirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei Schräg- oder Kopflage wird erreicht, wenn bei zentral
im Deckel angeordneter äußerer Gasdurchlaßöffnung die dem Ventilraum zugewandte innere Deckelfläche konkav-konisch auf
die äußere Gasdurchlaßöffnung zuläuft, insbesondere bei elastischem
Deckel wird dann ein sicherer Schutz vor Produktaustritt bei Schräg- oder Kopflage erzielt. Um hierbei schon
praktisch, von Anfang an eine gute Abdichtung sicherzustellen,
ist es zweckmäßig, den Querschnitt der inneren Gasdurchlaßöffnung groß gegen denjenigen der äußeren Gasdurchlaßöffnung
zu wählen. Der beim Umkippen des Behälters durch die innere Gasdurchlaßöffnung in den Ventilraum eintretende Produktschwall
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drückt dann die Dichtscheibe so schnell gegen die innere Deckelfläche, daß vorher praktisch Produkt nicht zur äußeren
Gasdurchlaßöffnung gelangen kann.
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Anhand der schematischen Darstellung von Ausführungsbeispielen werden weitere Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Pig. 1 ein Sprengbild im Schnitt der Druckausgleichsvorrichtung;
Fig. 2 die Draufsicht auf das Gehäuseunterteil von Fig. 1;
Fig. 5 eine in einen Behälterverschluß integrierte Druckausgleichsvorrichtung
in aufrechter Stellung;
Fig. 4 die Vorrichtung nach Pig. 3 in gekippter Stellung; und Fig. 5 den Schnitt durch eine in einen Behälterdeckel adaptierte
Druckausgleichsvorrichtung.
Gemäß Fig. 1 bis 3 besteht die erfindungsgemäße Druckausgleichsvorrichtung
im wesentlichen aus einem insgesamt mit 1 bezeichneten Gehäuseoberteil, einem insgesamt mit 2 bezeichneten Gehäuseunterteil
und einer Dichtscheibe 3. Das Gehäuseoberteil 1 besitzt einen Deckel 4 mit äußerer Gasdurchlaßöffnung 5.
Die vorzugsweise zylindrische Wandung des Gehäuseoberteils 1 kann mit ihrer Innenseite die Umfangswand 6 des Ventilraums 7
/■ bilden. Die Innenfläche 3 des Deckels 4 soll vorzugsweise
konkav-konisch, insbesondere mit einer Konizität von 3 bis 10°, in Richtung auf die zweckmäßig zentral angeordnete äußere Gasdurchlaßöffnung
5 ausgebildet werden.
Das Gehäuseunterteil 2 enthält im Boden 9, vorzugsweise zentral,
die innere Gasdurchlaßöffnung 10. Erfindungsgemäß besteht
d2r Ventilsitz aus den Oberkanten dor aus dem die innere Gaadurchlaßöffnung
10 enthaltenden Boden S des Ventilraums 7 vorspringenden, zwischen sich Gasdurchgangswege 11 (Fig. 2) zwischen
innerer Gasdurchlaßöffnung 10 und Umfangswand 6 freilassenden Hocken 12. Diese können, vorzugsweise radial und symmc-
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trisch verteilt, in Bezug auf die innere Gasdurchlaßöffnung 10 nach außen gerichtet sein. Im Ausführungsbeir-".el werden
vier Nocken 12 vorgesehen. Diese enden in einem Jmfangsring
13, der die Auflage der unteren Kante der Umfangswand 6 des
Gehäuseoberteils 1 bildet. Für ein Abfließen von in den Vcntilraura
7 eingedrungenem Produkt zurück in den jeweiligen Behälter
14 ist es vorteilhaft, den Boden 9 schräg nach unten, insbesondere mit einer Konizität von 10 bis 15°, in Richtung
auf die innere Gasdurchlaßöffnung 10 geneigt auszubilden.
In den Ventilraum 7 wird erfindungsgemäß die flächig geschlossene
Dichtscheibe 3 lose zwischen der Auflage an den Nocken (Ventilsitz) und der Anlage an der Deckelinnenfläche 8 eingeschlossen.
Die Dichtscheibe 3 soll dabei betreffend Durchmesser und Dicke so groß hergestellt v/erden, daß sie im Ventilraum
7 leicht auf und ab zu bewegen ist und einen als mit der äußeren und inneren Gasdurchlaßöffnung 5, 10 in Reihe liegender
Gasdurchlaß 15 passenden Abstand zur umgebenden Umfangswand 6 besitzt. Vorzugsweise besteht die Dichtscheibe aus elastischem
Material, wie Gummi, einem Butadienkopolymer mit Akrylnitril, Polyäthylenschaum mit geschlossenen Poren oder
dergleichen.
Eine gute Funktion der erfindungsgemäßen Druckausgleichsvorrichtung
mit beweglicher Dichtscheibe 5 wird erreicht, wenn der Querschnitt der äußeren Gasdurchlaßöffnung 5 klein gegen
denjenigen der inneren Gasdurchlaßöffnung 5 ist. Insbe andere
ist es günstig, wenn die äußere Gasdurchlaßöffnung 5 einen Querschnitt von weniger als etwa 20 mm2 bzw. bei kreisförmigem
Querschnitt einen Durchmesser von weniger als etwa 5 mm hat,
* * ι · · ι ι ι
t · β
■ Oft 4
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In Fig. 4 wird dargestellt, wie sich die Dichtscheibe 3 beim Kippen des Behälters 14 von der Anlage an den den Ventilsitz
"bildenden Hocken 12 weg an die Innenfläche S des Deckels 4 bewegt hat und dabei die äußere Gasdurchlaßöffnung 5 dicht
verschließt.
In Fig. 5 wird eine erfindungsgemaße Druckausgleichsvorrichtung
schematisch dargestellt, die im Gegensatz zu den Vorrichtungen
nach den vorhergehenden Figuren nicht in den Deckel 16 integriert sondern bei an eine Deckelöffnung 17
angepaßter Außenform auf den vorhandenen Verschluß adaptiert worden ist.
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1 = Gehäuseoberteil
2 = Gehäuseunterteil
3 = Dichtscheibe
4 = Deckel (1)
h 5 = äußere Gasdurchlaßöffnung
t ' J β - Umfangswand (7)
7 = Ventilrauin
; S = Innenfläche (4-)
/■ 9 = Boden
10 = innere Gasdurclilaßöffnimg
11 = Gasdurchgangsweg
12 = Nocken
; 13 = Umfangsring
14 = Behälter »
15 = Gasdux'chlaß
16 = Behälterdeckel
17 = Öffnung (16)
Claims (9)
1. Druckausgleichsvorrichtung mit einem eine äußere Gasdurchlaßöffnung
(5) im Deckel (4) aufweisenden Gehäuseoberteil (1),einem eine innere Gasdurchlaßöffnung (10) aufweisenden
Ventilsitz im Gehäuseunterteil (2) und einer Dichtseheibe (3) im Veiitilrauia (7) zwischen Ventilsitz und Deckel (4)f dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilraum (7) eine geschlossene, den Deckel (4) am Gehäuseoberteil (1) und den Boden (3) des
Ventilsitzes am Gehäuseunterteil (2) verbindende, die Dichtscheibe (3) zum Bilden eines mit mit der äußeren und inneren
Gasdurchlaßöffnung (5, 10) in Reihe liegenden Gasdurchlasses (15) passendem Abstand umgebende Umfangswand (6) besitzt, daß
der Ventilsits aus aus dem die innere Gasdurchlaßöffming (10)
enthaltenden Boden (9) des Ventilraums (7) vorspringenden, zv/ischen sich Gasdurchgangswege (11) zwischen innerer Gasdurchlaßöffnung
(10) und Umfangswand (6) freilassenden Nocken (12) besteht und daß die flächig geschlossene Dichtscheibe (3)
im Ventilraum (7) lose zv/ischen der Auflage am Ventilsitz und der Anlage am Deckel (4) hin- und herbeweglich eingeschlossen
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Gasdurchlaßöffnung (10) zentral im Boden (9) angeordnet
ist und daß die Nocken (12) von der Durchlaßöffnung (10) radial nach außen auf die Umfangswand (6) hingerichtet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vier radial nach außen laufende, symmetrisch verteilte Nocken
(12) vorgesehen sind.
Patentanmeldung
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4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) zwischen den
mit ihren Oberkanten im wesentlichen eine Ebene aufspannenden Nocken (12) schräg in Richtung auf die innere Gasdurchlaßöffnung
(10) hin abfällt.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß sich die äußere Gasdurchlaßöffining
(5) etwa zentral im Deckel (4) befindet und daß die dem VentilrauH (7) zugewandte, innere Deckelfläche (3) konkav-konisch
auf die äußere Gasdurchlaßöffnung (5) zuläuft.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadiirch gekennzeichnet, daß die Uofangswand (6) kreiszylindrisch
und die Dichtscheibe (3) kreisförmig ausgebildet sind.
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7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der inneren
Gasdurchlaßöffnung (10) groß gegen den Querschnitt der äußeren Gasdurchlaßöffnung (5) ist.
S. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Gasdurchlaßöffnung (5) einen Querschnitt von weniger als etwa 20 mm bzw. bei
kreisförmigem Querschnitt einen Durchmesser von weniger als etwa 5 mm hat.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 Dis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtscheibe (3) aus elastischem
Material, wie Gummi, einem Butadienkopolymer mit Akrylnitril oder Polyäthylenschaum mit geschlossenen Poren
besteht.
ι ι
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19818132883 DE8132883U1 (de) | 1981-11-10 | 1981-11-10 | Druckausgleichsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19818132883 DE8132883U1 (de) | 1981-11-10 | 1981-11-10 | Druckausgleichsvorrichtung |
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| DE8132883U1 true DE8132883U1 (de) | 1982-10-21 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19818132883 Expired DE8132883U1 (de) | 1981-11-10 | 1981-11-10 | Druckausgleichsvorrichtung |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8132883U1 (de) |
-
1981
- 1981-11-10 DE DE19818132883 patent/DE8132883U1/de not_active Expired
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