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DE812101C - Fetten von gegerbten Haeuten - Google Patents

Fetten von gegerbten Haeuten

Info

Publication number
DE812101C
DE812101C DE1949P0030077 DEP0030077D DE812101C DE 812101 C DE812101 C DE 812101C DE 1949P0030077 DE1949P0030077 DE 1949P0030077 DE P0030077 D DEP0030077 D DE P0030077D DE 812101 C DE812101 C DE 812101C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leather
greasing
fats
tanned
chlorinated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1949P0030077
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Kraenzlein
Nikolaus Dr Roh
Karl Dr Saurwein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DE1949P0030077 priority Critical patent/DE812101C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE812101C publication Critical patent/DE812101C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Fetten von gegerbten Häuten Das Fetten gegerbter Häute ist einer der wichtigsten Prozesse in der Zurichtung des Leders. Erst durch die Fettung, durch die die einzelnen Lederfasern mit einer als Schmier- und Gleitmittel wirkenden Schicht umgeben werden, erhält das Leder jene Biegsamkeit, Weichheit und Griffigkeit, die zu seinen charakteristischen Eigenschaften gehören. Zum Fetten gegerbter Häute hat man die verschiedensten tierischen und pflanzlichen Fette oder Öle, z. B. Talg, Tran, Degras, sulfiertes Rizinusöl, Leinöl usw., ferner Mineralöle und Polyvinyläther verwendet.
  • Es wurde nun gefunden, daß man gegerbte Häute mit besonderem Vorteil fetten kann, wenn man als Fettungsmittel flüssige alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe, deren Alkylreste etwa bis 15 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, für sich allein oder zusammen mit anderen Lederfettungsmitteln verwendet. Alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe der erwähnten Art können z. B. aus aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, Toluol, Äthylbenzol und chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit etwa 7 bis i#5 Kohlenstoffatomen im :Molekül, wie sie durch Chlorierung der bei der Fischer-Tropsch-Synthese aus den Oxyden des Kohlenstoff und Wasserstoff entstehenden oder durch weitere Hydrierung erhältlichen gesättigten Kohlenwasserstoffe erhalten werden können (im folgenden als chlorierte Kogasine bezeichnet), durch Friedel-Craftssche-Synthese in Gegenwart von Aluminium- oder Eisenchlorid, hergestellt werden. An Stelle der chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffe kann man auch die entsprechenden Olefine oder diese liefernde Verbindungen der Fischer-Tropsch-Synthese verwenden. Man kann die alkylierten aromatischen. Kohlenwasserstoffe für sich allein, in Lösung, z. B. in aromatischen Kohlenwasserstoffen, oder in Form ihrer wäßrigen Emulsionen anwenden, wobei die Fettung nach den verschiedensten Arten, z. B. durch Abölen, Schmieren auf der Tafel, Fetten im Faß, Einbrennen oder Fettlickern, durchgeführt werden kann. Die erhaltenen Fettungen sind ausgesprochen hydrophob, so daß die in der angegebenen Weise gefetteten Häute als praktisch wasserundurchlässig angesprochen werden können. Eine Verfärbung der Häute tritt infolge der hellen Farbe der alkylierten aromatischen Kohlenwa,sserstoffe' nicht ` ein, die Fettungen sind dauerhaft, geruchlos und geben dem Leder eine hohe Geschmeidigkeit.
  • Beispiel i Gegerbte Spaltlederstücke werden auf der Fleischseite mit einem alkylierten Benzol vom Siedebereich Zoo bis 25o° bei ib mm Druck, hergestellt aus Benzol und chloriertem Kogasin vom Siedebereich i8o bis 23o° nach Friedel-Crafts, mit der Bürste eingestrichen. Anschließend werden die Spaltlederstücke im Walkfaß unter Zusatz des genannten alkylierten Benzols etwa 11/Q Stunden bei 50° gewalkt, wobei auf je i m2 Spaltleder etwa i kg alkyliertes Benzol zur Anwendung ,kommt. Man erhält ein sehr weiches Leder. Ersetzt man das chlorierte Kogasin durch eine chlorierte, zuvor von Aromaten befreite Erdölfraktion vom gleichen Siedebereich, so resultiert ein Alkylbenzolderivat von ähnlichem Siedeintervall mit praktisch den. gleichen Fettungseigenschaften. ' Bei spie12 Kernstücke für Treibriemen werden im Walkfaß mit 4% Degras, 2% Talg, i % Hartfett und 7% eines alkylierten Benzols vom Siedebereich 25o bis 3oo° bei io mm Druck, hergestellt aus Toluol und chloriertem Kogasin vom Siedebereich i8o bis 230°, nach Friedel-Crafts (bezogen auf das Gewicht des zu behandelnden Leders), 5o Minuten lang bei 5o° gefettet. Nach dem Fetten werden die Kernstücke an der Luft getrocknet, sie zeichnen sich durch besonders helle Farbe und hohe Geschmeidigkeit aus.
  • Beispiel 3 Gegerbtes Rindsleder mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 60% wird so lange im Walkfaß bei 5o° mit einer wäßrigen, 45%igen Emulsion eines alkylierten Benzols mit dem Siedebereich Zoo bis 25o° bei io mm Druck (hergestellt aus Benzol und chloriertem Kogasin nach Friedel-Crafts) behandelt, bis die gewünschte Menge, z. B. i8%, vom Leder aufgenommen ist. Nach dem Trocknen an der Luft erhält man ein helles, Leder, das sehr geschmeidig und wasserfest ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Verwendung von flüssigen alkylierten aromatischen Kohlenwasserstoffen, deren Alkylreste etwa 7 bis 15 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten, zum Fetten von gegerbten Häuten.
DE1949P0030077 1949-01-01 1949-01-01 Fetten von gegerbten Haeuten Expired DE812101C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1949P0030077 DE812101C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Fetten von gegerbten Haeuten

Applications Claiming Priority (1)

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DE1949P0030077 DE812101C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Fetten von gegerbten Haeuten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE812101C true DE812101C (de) 1951-08-27

Family

ID=578516

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1949P0030077 Expired DE812101C (de) 1949-01-01 1949-01-01 Fetten von gegerbten Haeuten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE812101C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2538279A1 (de) * 1975-08-28 1977-03-10 Zschimmer & Schwarz Chemische Verfahren zur herstellung von fettungsmitteln fuer leder und pelzfelle und deren verwendung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2538279A1 (de) * 1975-08-28 1977-03-10 Zschimmer & Schwarz Chemische Verfahren zur herstellung von fettungsmitteln fuer leder und pelzfelle und deren verwendung

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