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DE811976C - Dauermagnet und Verfahren zur Herstellung eines magnetisch anisotropen Dauermagneten - Google Patents

Dauermagnet und Verfahren zur Herstellung eines magnetisch anisotropen Dauermagneten

Info

Publication number
DE811976C
DE811976C DEP32335D DEP0032335D DE811976C DE 811976 C DE811976 C DE 811976C DE P32335 D DEP32335 D DE P32335D DE P0032335 D DEP0032335 D DE P0032335D DE 811976 C DE811976 C DE 811976C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
magnet
permanent magnet
cobalt
magnetic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP32335D
Other languages
English (en)
Inventor
Roy E Bernius
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE811976C publication Critical patent/DE811976C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F7/00Magnets
    • H01F7/02Permanent magnets [PM]
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D25/00Special casting characterised by the nature of the product
    • B22D25/06Special casting characterised by the nature of the product by its physical properties

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description

  • Dauermagnet und Verfahren zur Herstellung eines magnetisch anisotropen Dauermagneten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dauermagneten und ein Verfahren zur Herstellung eines magnetisch anisotropen Dauermagneten aus einer magnetisch härtbaren Legierung auf Eisenbasis, welche Nickel, Aluminium und Kobalt als die wichtigsten Legierungsbestandteile enthält.
  • Es ist bekannt, daß die Anisotropie solcher Magneten dadurch erhalten werden kann, daß die :Magnetlegierung während der Abkühlung zwecks magnetischer Härtung in einem Temperaturbereich, der den Curiepunkt und eine Temperatur etwa r @o@ C unterhalb dieses Punktes enthält, einem X-1agnetfeld unterworfen wird. Durch darauffolgende .Magnetisierung des 'Magnetkörpers parallel zur Richtung des während der Abkühlung verwendeten Magnetfeldes kann ein Dauermagnet erhalten werden, der in dieser Richtung, der sog. Vorzugsrichtung, einen wesentlich heeren BH""",-Wert aufweist, als wenn die Abkühlung in einem Magnetfeld unterlassen wird. Bisher wurden die günstigsten Ergebnisse mit Legierungen auf Eisenbasis erhalten, welche 16 bis 30% Kobalt, 12 bis 20% Nickel und 6 bis r r 0l0 Aluminium enthielten.
  • Bei den Prüfungen, welche zur vorliegenden Erfindung geführt haben, wurde festgestellt, daß das Energieprodukt BH"",., in der Vorzugsrichtung von Legierungen, welche in ihrer Zusammensetzung den obenerwähnten gleich oder ähnlich sind, und während der Abkühlung einem Magnetfeld unterworfen wurden, durch Anwendung des Erfindungsgedankens noch im wesentlichen :Maße verbessert werden kann. \ ach der Erfindung sind zu diesem Zweck die Kristalle des Magneten vorherrschend' derart orientiert, daß die (ioo) Richtung hauptsächlich parallel zur magnetischen Vorzugsrichtung ist, in welcher der Magnet magnetisiert ist. Nach der Wärmebehandlung im Magnetfeld kann der Körper einer Alterungsbehandlung unterworfen gewesen sein.
  • Bei einer Zusammensetzung, welche sonst durch Abkühlung in einem Magnetfeld einen BH,""-Wert von 5 ooo ooo in der Vorzugsrichtung ergibt, kann die Verwendung eines Materials mit der angegebenen Kristallorientierung einen BHmox-'#N'ert von höher als 8oooooo liefern. Wenn an Stelle einer Magnetisierung des Legierungskörpers von gleicher Zusammensetzung in Richtung der vorherrschenden Kristallorientierung dieser Körper während der Abkühlung in einer anderen Richtung, z. B. der Querrichtung, magnetisiert wird, ist das Energieprodukt von rund 5 ooo ooo der höchst erreichbare Wert. Andererseits kann bei Zusammensetzungen, welche sonst durch Abkühlung in einem Magnetfeld BHmox-Werte ergeben, die 25ooooo nicht übersteigen und aus diesem Grunde bisher für die Praxis nicht interessant waren, die Verwendung von Materialien mit Kristallorientierung BH"."-Werte ergeben, welche reichlich oberhalb dieser Grenze liegen. Es ist daher einleuchtend, daß die im allgemeinen durch Anwendung des erfindungsgemäß durchgeführten Verfahrens erhaltene Verbesserung im Energieprodukt auf die Kombination der vorherrschenden Kristallorientierung in der (ioo) Richtung und der Magnetisierung parallel zu dieser Richtung während der Abkühlung des Legierungskörpers zwecks magnetischer Härtung zurückzuführen ist.
  • Um einen wesentlichen Vorteil, wie oben erwähnt, aus der ausgewählten ,Kristallorientierung zu erhalten, haben Dauermagneten nach der vorliegenden Erfindung einen Kobaltgehalt von io bis 400/0, vorzugsweise 16 bis 30%, einen Nickelgehalt von io bis 28'/0, einen Aluminiumgehalt von 6 bis i i % und einen Kupfergehalt von nicht mehr als 70/0. Die höheren BH.."-Werte werden mit einem Kobaltgehalt von 16 bis 300/0, insbesondere höher als 20%, sowie auch durch eine geeignete Wahl der anderen Bestandteile erhalten. Titan kann in einer Nfenge von nicht mehr als 70/0 vorhanden sein. Die Legierung kann ferner kleinere Mengen, nämlich weniger als i#4, Wolfram, Chrom, Molybdän, Vanadium, Zirkonium, Calcium, Cer und Silicium enthalten, wobei der Rest im wesentlichen Eisen und in technischen Stählen vorkommende Verunreinigungen sind.
  • Die Legierung kann die Form eines Einzelkristalls oder eines Komplexes von Kristallen haben. In letzterem Falle werden die günstigsten Ergebnisse erhalten, wenn sämtliche Kristalle in der gewünschten Kristallrichtung liegen, aber nützliche Ergebnisse sind erhältlich, wenn praktisch mehr als 5o Volumprozent und vorzugsweise mehr als 70 Volumprozent der Legierung aus in der gewünschten Richtung orientierten Kristallen besteht.
  • Die Kristallorientierung kann durch Gießen der Legierung unter Erstarrungsverhältnissen erhalten werden, durch die der Legierung im wesentlichen in nur einer Richtung Wärme entzogen wird. Parallel zu dieser Richtung wird der Legierungskörper zwecks magnetischer Härtung dem Magnetfeld unterworfen. Vorzugsweise wird der Legierung die Wärme hauptsächlich in vertikaler Richtung entzogen, so daß der Kristallwuchs nicht durch Konvektionsströme und Unterschiede in spezifischem Gewicht beeinträchtigt wird, wie es der Fall sein könnte, wenn die Richtung des Kristallwuchses waagerecht wäre.
  • Das gewünschte Ergebnis ist erreichbar durch Verwendung einer Gußform, welche in einem Ofen mit einer Temperatur von i2oo bis i5oo° C angeordnet wird, wobei die Unterseite der Form mit einer künstlich gekühlten Metallplatte in Berührung gebracht oder selbst durch eine Luftströmung oder ein anderes geeignetes Kühlmittel gekühlt wird. Durch allmähliche Herabsetzung der Wärmezufuhr zum Ofen wird die Legierung von der Unterseite der Form her in der Aufwärtsrichtung zum Erstarren gebracht. Es entstehen große Stengelkristalle, welche senkrecht zur gekühlten Seite der Form stehen mit einer (ioo) Richtung, die parallel zur Längsachse der Stengelkristalle ist.
  • Nach einem weiteren Kennzeichen der vorliegenden Erfindung wird die gewünschte Kristallorientierung dadurch erhalten, daß die Magnetlegierung in einer Form zum Erstarren gebracht wird, welche aus Flächen mit verschiedener Wärmeleitfähigkeit besteht bzw. mit solchen Flächen versehen ist, die mit der größten Wärmeleitfähigkeit senkrecht zur erforderlichen Richtung des Kristallwuchses stehen. Eine Bauart, in der dieses Kennzeichen der Erfindung verwirklicht wird, enthält eine Form aus Sand oder einem anderen hitzebeständigen Material mit Abschreckflächen aus Metall oder anderem Werkstoff entsprechender hoher Wärmeleitfähigkeit. Die Abschreck- oder Kühlflächen können massiv oder hohl sein und durch ein Strömungsmittel, wie eineWasser-oderLuftsrömung, gekühltwerden.
  • Zur Förderung der gerichteten Kristallisierung kann der Form an den Stellen geringer Wärmeleitfähigkeit, z. B. durch elektrische Erhitzer, welche im Sand oder dem hitzebeständigen Material in der Nähe der Formoberfläche eingebettet sind, Wärme zugeführt werden. Die Kristallorientierung wird somit dadurch erhalten, daß der geschmolzenen Legierung in der Richtung der gewünschten Kristallorientierung Wärme entzogen wird, wobei die Wärmeverluste in einer darauf senkrechten Richtung möglichst beschränkt werden, um einen Kristallwuchs von den Wänden der Form her in der Querrichtung zu vermeiden.
  • Die Kühlflächen können gegebenenfalls leicht entfernt werden, und die Teile geringer Wärmeleitfähigkeit können zwecks Vermeidung einer Erhitzung der Kühlflächen vor der Zusammensetzung der Form und dem Gießen der Magnetlegierungen auf eine hohe Temperatur erhitzt werden. Ein geringerer Effekt entsteht, wenn die ganze Form, einschließlich der Kühlflächen, kurz vor dem Gießen erhitzt wird.
    Es wurde festgestellt, daß dasVorhandensein von
    Titan in größeren Mengen den Wuchs der Stengel-
    kristalle stört, so daß bei Verwendung des Ver-
    fahrens nach (lern zuletztgenannten Kennzeichen der
    hrfindung, bei (lern im wesentlichen Unterschiede
    in der Wärmeleitfähigkeit zur Förderung des
    Stetigelkristallnachwuchses benutzt werden, es
    sich als erforderlich erwiesen hat, nicht mehr als
    0,7% Titan enthaltende Zusammensetzungen zu
    verwenden, wobei die Zusammensetzung im übrigen
    durch den im vorstellenden im Zusammenhang mit
    der gerichteten Kristallisierung als günstig an-
    gegebenen Bereich bedingt wird. Obzwar die Richt-
    wirkung nicht so vollständig ist wie bei Verwen-
    dung der anderen vorerwähnten Verfahren, wurde
    festgestellt, daß durch den auf diese Weise erhal-
    teneit gerichteten Kristallwuchs der BHmaX-@Vert
    lief Legierungen, die ohne gerichteten Kristallwuchs
    einen I@H""c-Wert von 4oooooo bis 5oooooo er-
    geben, auf 6 ooo ooo bis 7000000 erhöht werden
    kann.
    Die Abkühlung im Magnetfeld kann während der
    Abkühlung der @laglietlegierung in der Gußform
    stattfinden. Wenn die Kühlmittel der Form aus
    Eiseil oder einen anderen magnetisch leitenden
    Werksion bestellen. i<önneti sie als Polstücke zur
    Leitung des \lagiietfeldes iai der gewünschten Rich-
    tuni; er« en(let «-erden. Auch kann die Legierung
    nach der Abkühlung in der Form und nach Ent-
    fenitinri hieraus einer neuen Erhitzung unterworfen
    \\-erden, nin darauf die magnetische Behandlung
    durchzuführen.
    Die Talfelle 1 illustriert den weiten, den be-
    schr;inlaen und (teil bevorzugten Bereich für die
    ZilsainniensetztinZ (ler zu ver«-en(lenden Dauer-
    magnc tlegierungen
    Talfelle 1
    Weit-, r B:,schr2inkt(r
    Bereich B:reich Vorzugsb°reich
    6 bis 1100 ff bis iio;'o 7,0 bis 8,50;o
    Ni io bis 2S 11 bis 210% 13,5 bis 16,5o%
    Co 10 bis 400% 16 bis 3,>0% 20,o bis 25,00%
    Cli Abis 70-o (f bis 70l0 weniger als 6,5o%
    Ti 0 bis 7% o bis 50% weniger als 2,8o%
    Fe Rest Rest Rest
    mit norma'en mit normalen mit normalen
    \'erun- N-erun- @'erun-
    reinigunIgen reinigungen reinigungen
    Die Erfindung wird all Hand der Zeichnungen
    näher erläutert, in (leiten
    Fig. i einen Längsschnitt einer Sandform mit
    eitler Ahschreckplatte darstellt, wie sie in geeig-
    iieter Weise bmiin (-,iellen einer Dauermagnet-
    legierung nach dein Prinzip der vorliegenden Er-
    findung verwendet \\-erden kann;
    Fig. 2 ist ein Schiritt in größerem Maßstab
    durch die Forni längs der Linie 11-11 in Fig. i ;
    Fig. 3 zeigt (las in der Form nach den Fig. i
    und 2 erhaltene Gußstiick mit einem von ihm ab-
    getrennten Teil zur 1?rhaltung eines Dauermagneten
    und mit anderen Trennungslinien,welche gestrichelt dargestellt sind; Fig.4 ist eine vergrößerte Vorderansicht eines Abschnitts des Gußstücks, der die Richtung des Kristallwuchses illustriert; Fig. 5 ist eine Vorderansicht eines Teils des Abschnitts nach Fig.4, der von ihm abgetrennt ist zwecks Erhaltung einer Maximalorientierung des Kristallwuchses in einer einzigen Richtung, wobei schematisch die Magnetisierung des Teils in derselben Richtung veranschaulicht ist; Fig. 6 ist eine graphische Darstellung von Entmagnetisierunggskurven von Dauermagneten mit gleicher Zusammensetzung der Legierung, die aber unter verschiedenen Verhältnissen angefertigt sind, zur Darstellung der gemäß der Erfindung erreichten besseren magnetischen Eigenschaften.
  • Das Gießen einer Legierung innerhalb der vorerwähnten Zusammensetzungsbereiche kann in geeigneter Weise in einer Sandform durchgeführt werden, wie sie mit dem Bezugszeichen io in den Fig. i und 2 angedeutet ist. Die Form io besteht aus einem unteren Teil i i und einem oberen Teil 12. Der Teil i i ist mit einem Formhohlraum 13 versehen, der rechteckig im Schnitt dargestellt ist. Eine Ofnung 14 in dem Teil 12 ist mit dem Hohlraum 13 durch einen im unteren Teil der Form in der Nähe der Oberseite des Hohlraums angebrachten Kanal 15 verbunden. Durch Kanäle 16 und 17 in den Formteilen i i und 12 ist ein Überlauf des Hohlraunis vorgesehen.
  • Die Form io kann aus feuchtem oder getrocknetem Sand oder aus einem anderen geeigneten Formmaterial angefertigt werden: Zur- 1?rhaltung eines in einer Richtung vorherrschenden Kristallwuchses im Gußstück kann eine Abschreckplatte 18 aus Eisen oder anderem Metall oder einem anderen geeigneten Werkstoff guter Wärmeleitfähigkeit unten ini Hohlraum 13 angebracht wverden. Die Platte kann auch an ein°r anderen Stelle als am Formboden angebracht \\ erden, oder eilte Form mit einem oft enen Ende kann auf der metallenen, als Abschreckplatte dienenden Bodenplatte geklemmt oder auf andere Weise befestigt werden. Es ist auch ni;;')glich, eilte der Formwände aus einem Material höherer Wärmeleitfähigkeit, wie Zirkonsand, anzufertigen.
  • lin Betrieb wird eine geschmolzene. mit i9 bezeichnete Dauermaagnetlegierung der angegebenen Zusammensetzung durch die Öffnung 14 und das Verlängerungsstück i 5 hindurch in den Hohlraum 13 gebracht, um diese mit der Legierung zu füllen. Man läßt die Form darin in hinreichendem Maße abkühlen, um eine Erstarrung der geschmolzenen 1_egiei-uiig zu bewirken. Das so erhaltene Gußstück 20 wird darauf aus der Form entfernt. Das Gußstück als Ganzes kann den weiteren, im nachstehenden zu beschreibenden Stadien des Prozesses unterworfen werden, oller aller, wie es in Fig.3 dargestellt ist, können Teile 21 vorn Gußstück abgetrennt \\ erden, um mehrere kleinere Magneten zu erhalten. Die Abtrennung des Teiles 21 und von kleineren "feilen kann am besten durch N"er@\-etidutig einer kreisförmigen, mit einem Diamanten versehenen Säge durchgeführt werden.
  • In Fig. ,4 ist dargestellt, auf welche Weise ein charakteristischer Kristallwuchs durch Verwendung einer Kühlplatte, wie beschrieben, erhalten .werden kann. Fig.4 zeigt eine vergrößerte Vertikalfläche des Abschnitts 21 mit einem Unterrand 22, welcher der Unterfläche des Gußstücks entspricht, die mit der Kühlplatte 18 in Berührung war. Während, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, die Erstarrung und der Kristallwuchs natürlicherweise bei den Flächen des geschmolzenen Metalls anfängt, die in der Nähe der Wand des Hohlraums liegen, und sich nach innen senkrecht zu den erwähnten Wänden fortsetzt, ist bei weitem der schnellste Kristallwuchs senkrecht zur Fläche der Platte 18, wie es durch die Oberfläche A oberhalb der Unterseite 22 angedeutet ist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Kühlplatte die Wärme dem geschmolzenen Metall schneller entzieht als die Wände des Hohlraums. Folglich stellt die Oberfläche A einen Kristallwuchsbereich in einer Richtung dar, der im Vergleich zu den Seitenflächen B und B' und der Oberfläche A' größtenteils vorherrschend ist. In den kleineren Oberflächen B und B' ist die Richtung des Kristallwuchses senkrecht zurRichtung desKristallwuchses in den Oberflächen A und A'.
  • Der ganze Abschnitt 21 kann nach dem erfindungsgemäß durchgebildeten Verfahren bearbeitet werden, oder wenn ein noch höheres Energieprodukt gewünscht wird, kann ein mit 23 (Fig. 5) bezeichneter kleinerer Teil aus dem Abschnitt 21 längs der gestrichelten Linie 23° (Fig. 4) geschnitten werden, so daß dieser Teil praktisch völlig innerhalb der Oberfläche A liegt. Bei dem kleineren Teil 23 sind sämtliche den Kristallwuchs oder die Hauptsachen der Kristalle angebenden Linien praktisch parallel zueinander.
  • Bei der darauffolgenden Bearbeitung des Gußstücks 20 oder dessen Abschnitts 21 oder des kleineren Teils 23 wird der Legierungskörper einer bei Legierungen dieser Art zwecks Erhaltung einer sog. magnetischen Härtung erforderlichen Wärmebehandlung unterworfen. Der Legierungskörper wird zu diesem Zweck auf eine Temperatur von ungefähr 1200° C oder höher erhitzt und darauf abgekühlt. Während dieser Abkühlung und während der Legierungskörper unter den Curiepunkt abkühlt, wird der Körper einem Magnetfeld unterworfen, dessen Richtung parallel zur Richtung des vorherrschenden Kristallwuchses ist. Dies ist durch den Zweikopfpfeil M in Fig. 5 angedeutet. Da bei einer Legierung im obenerwähnten Zusammensetzungsbereich der Curiepunkt in der Nähe von rund 750 bis 900° C liegt, muß derLegierungskörper wenigstens bis oberhalb der gegebenen Obergrenze erhitzt und darauf dem Magnetfeld unterworfen werden. Der Körper kühlt unter den Curiepunkt ab, vorzugsweise bis eine Temperatur von etwa 150° C unterhalb des Curiepunktes erreicht ist. Die magnetische Behandlung kann stattfinden, während das Bußstück in der Form abkühlt, oder das Gußstiick kann nach der Abkühlung aus der Form entfernt und darauf von neuem erhitzt und im Magnetfeld abgekühlt werden. Im allgemeinen wird in letzterem Falle der Legierungskörper von neuem auf eine Temperatur von rund 130o° C erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von o,5 bis 5° C je Sekunde bis auf eine Temperatur von rund 60o° C abgekühlt. Die geringere Kühlgeschwindigkeit wird am besten angewendet, während der Legierungskörper etwa vom Curiepunkt bis auf eine Temperatur von etwa 15o° C unter dem Curiepunkt abkühlt.
  • Der Temperaturbereich zwischen der Curietemperatur und etwa 15o° C unter dem Curiepunkt ist ein Teil des Temperaturbereichs, der während der Kühlung der Legierung zwecks magnetischer Härtung durchlaufen wird. Die Zeitdauer, während der die Temperatur der Legierung in diesem Bereich zwischen dem Curiepunkt und der Temperatur 15o° C unter dem Curiepunkt bleibt, muß wenigstens 30 Sekunden sein, jedoch rund das Zehnfache oder 300 Sekunden zur Erhaltung der günstigsten magnetischen Eigenschaften betragen. Da es bekannt ist, daß sich durch ein geeignetes Anlassen eine Verbesserung der magnetischen Eigenschaften von Nickel-Aluminium-Kobalt-Eisen-Legierungen ergibt, wird die Legierung vorzugsweise anschließend angelassen. Diese Behandlung besteht z. B. darin, daß die Legierung während 6 bis 12 Stunden auf einer Temperatur von etwa 60o° C gehalten wird.
  • Nachdem der Legierungskörper der vollständigen Wärmebehandlung unterworfen worden ist, wird er in der Regel zwecks Erleichterung seiner Bearbeitung entmagnetisiert werden. Bei jeder darauffolgenden Magnetisierung aber muß der Legierungskörper in der gleichen Richtung wie zuerst, das ist parallel zur Richtung des vorherrschenden Kristallwuchses, magnetisiert werden.
  • Einige spezifische Beispiele, wie die Erfindung durchgeführt werden kann, sind folgende: Beispiel 1 Rechteckige Probestücke von 22 mm2 und 35 mm Höhe werden in einer zweiteiligen Sandform gegossen, welche derart eingerichtet ist, daß die eine Hälfte der vertikal laufenden, einander zugeordneten Kanäle in jedem Formteil an den voneinander abgewandten Seiten mit Sand und die übrigen Kanäle entsprechend mit Stahlabschreckplattenverschlossen sind, welche die Ober- und Unterflächen der Formhohlräume bilden. Nach der Erstarrungder Legierung werden die Gußstücke bis auf 130o° C erhitzt und gleichzeitig in einem parallel zur Längsachse der Probestücke gerichteten Magnetfeld von 3ooo Gauß abgekühlt, worauf die Gußstücke während 72 Stunden bei 585° C einer Alterungsbehandlung unterworfen werden. Die magnetischen Eigenschaften werden nach Abtrennung von o,5 mm von jeder Seite der Probeblöcke bestimmt und sind in der Tabelle 1I angegeben, welche einen Vergleich zwischen den normalen Sandgußstücken und den Gußstücken mit durch die Wirkung der Kühlplatten erzeugten orientierten Kristallen ermöglicht
    Tabelle 1I
    Zusammensetzung
    Al % N i 0/0 Co 0/0 Cu 0/0 Ti 0/0
    @,i i3,3 24,3 2,9 -
    7.6 14,3 25,0 3,2 0,5
    6,8 11,4 26,7 4,9 -
    8,9 16.o 35,o 4,7 -
    9,o 15,0 15,3 4,5 -
    9,5 2 0 .3 19,9 2,2 -
    Sandgußstücke
    Remanenz BHM"X Koerzitivkraft
    12,85O 5,50 X1o6 630
    12,400 4,80X l06 655
    11,400 2,35X106 320
    10,150 2, I O X l06 345
    9,60o 2,50X 106 565
    8,750 1,90X 106 6o5
    Beispiele mit orientierten Kristallen
    1Zemanenz BHmax Koerzitivkraft
    13,050 6,o5Xios 700
    12,80o 5,80X 106 715
    13,500 3,90X 108 495
    11,400 3,45 X 108 490
    11,65o 4,20X 108 685
    8.950 2,50X I06 715
    Beispiel 11 Zylindermagneten mit einem Durchmesser von 22 mm und einer Höhe von i9 min werden in einer Form gegossen, welche aus senkrechten Sandwänden und waagerecht angebrachten wassergekühlten Stahlabschreckplatten an der Ober- und Unterseite des Formhohlraums besteht. Die senkrechten Sandwände werden mittels eines im Sand in einem Abstand voil 3 mm von der Formoberfläche eingebetteten elektrischen Widerstandserhitzers auf etwa iooo° C erhitzt. Die Magneten werden aus einer aus 7,9% Aluminium, 13,10/0 Nickel, 25,6% Kobalt, 4,0% Kupfer und dem übrigen Teil Eisen bestehenden Legierung gegossen und werden nach der Erstarrung der Schmelze auf 1300° C erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von i,i° C je Sekunde in einem Magnetfeld von 3000 Oersted parallel zur Zylinderachse gekühlt. Die Magneten werden ferner während 72 Stunden einer Alterungsbehandlung bei 585° C unterworfen. Untersuchungen an dem Magnetkörper ergeben einen BH"",.,-Wert von 61ooooo Gauß-Oersted, eine Remanenz von 13 40o Gauß und eine Koerzitivkraft von 72o Oersted. Untersuchungen mit Magnetkörpern derselben Legierung, welche gemäß dem normalen Gußverfahren in einer Sandform angefertigt sind, ergeben einen BH.""-Wert von 5 200 ooo bei einer Remanenz von 12 700 Gauß und einer Koerzitivkraft von 66o Oersted. Beispiel III Eine geschmolzene Magnetlegierung wird in eine Sandform eingefühi:t, deren Hohlraum im Querschnitt ioo mm2 und deren Tiefe 120 mm ist und die eine schwere Stahlabschreckplatte von 15 mm Stärke enthält, welche waagerecht längs des Bodens des Hohlraums angebracht ist. Nach Erstarrung der Legierung werden rechteckige Probeblöcke von 35X 35X 1 O mm aus dem Mittelteil des Gußstücks geschnitten, so daß eine der 35X Io-mm-Seiten von der waagerechten gekühlten Seite des Gußstücks gebildet wird. Die Probeblöcke werden auf 1300° C erhitzt und mit einer Geschwindigkeit zwischen i,o und 1,5° C je Sekunde in einem Magnetfeld von 3ooo Gauß abgekühlt, in der Weise, daß die Richtung des Felds senkrecht zur Kühlfläche des ursprünglichen Gußstücks steht. Nach der Kühlung werden die Probeblöcke während 72 Stunden einer Alterungsbehandlung bei 585° C unterworfen. Die magnetischen Probeergebnisse für verschiedene Zusammensetzungen sind in der Tabelle III angegeben.
    Tabelle 111
    Zusammensetzung
    A1 0/e Ni 0/e Co 8/e Cu 0/0 Ti 0/e
    8,4 13,8 24,3 3,2 -
    9,2 14,2 28,8 2,9 -
    8,1 15,3 25,6 3,6 0,5
    7,5 14,7 28,8 - -
    Magnetische Eigenschaften
    Remanenz B,. BH... Koerzitivkraft H,
    13,550 8,05X-106 725
    12,350 7,65 X 1o6 800
    11,950 7,25 X 106 645
    13,750 6,70X 106 645
    In der Fig. 6 sind die drei Kurven C, D und E Entmagnetisierungskurven für Dauermagnetlegierungen gleicher chemischer Analyse. Diese Analyse ist wie folgt: A1 8,21%, Ni 14,3%, CO 24,35°./o, Cu 3,18 0/0,C 0,03 %, Fe Rest.
  • Bei der Dauermagnetlegierung gemäß der Kurve C st das beschriebene, erfindungsgemäß durchgeführte Verfahren benutzt, jedoch mit dem Unterschied, daß das Magnetfeld während der Kühlung senkrecht zur vorherrschenden Richtung des Kristallwuchses ist. Das Ergebnis ist ein Energieprodukt BH"." von 5 050 ooo. Die Kurven D und E sind Kurven von zwei Beispielen von gemäß den oben beschriebenen Vorzugsverfahren bearbeiteten Dauermagnetlegierungen und ergeben Energieprodukte von 7400000 und 7875ooo. Die mit diesen Beispielen erhaltenen magnetischen Werte sind in folgender Tabelle angegeben.
    Tabelle IV
    Beispiele
    C D E
    B, 13000 13450 13400
    H, 595 735 738
    BH"" X 106 5,05 7,4 7,875
    Im Vergleich zum Beispiel C ergeben die Beispiele D und E ein wenigstens um 50% größeres Energieprodukt. Dies zeigt deutlich die besseren magnetischen Eigenschaften, welche durch Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten werden.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRUCHF: i. Magnetisch anisotroper Dauermagnet auf Eisenbasis mit Nickel, Aluminium und Kobalt als den wichtigsten Elementen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristalle des Magneten vorherrschend derart orientiert sind, daß die (ioo) Richtung hauptsächlich parallel zur magnetischen Vorzugsrichtung ist, in welcher der Magnet magnetisiert ist.
  2. 2. Dauermagnet nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er io bis 40% Kobalt, io bis 28% Nickel, 6 bis i i 0% Aluminium, o bis 70./0 Kupfer und o bis 7% Titan enthält.
  3. 3. Dauermagnet nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er 6 bis i i % Aluminium, ii bis 21% Nickel, 16 bis 30°/o Kobalt, bis 7% Kupfer, bis 5% Titan und im übrigen hauptsächlich Eisen mit Verunreinigungen enthält, daß der Magnet magnetisch anisotrop ist mit einem BH,R Wert in der Vorzugsrichtung von wenigstens 7000000, wobei die Kristalle des Magneten gleichfalls vorherrschend in der Vorzugsrichtung orientiert sind.
  4. 4. Dauermagnet nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er 7 bis 8,50% Aluminium, 13,5 bis 16,5% Nickel, 2o bis 25% Kobalt, weniger als 6,5% Kupfer, weniger als 2,8% Titan und im übrigen hauptsächlich Eisen mit Verunreinigungen enthält und daß der Magnet magnetisch anisotrop ist mit einem BH.". ,-Wert in der Vorzugsrichtung von wenigstens 7000000, wobei die Kristalle des Magneten gleichfalls vorherrschend in der Vorzugsrichtung orientiert sind.
  5. 5. Dauermagnet nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er 8% Aluminium, i4@io Nickel, 24% Kobalt, bis 3% Kupfer und im übrigen hauptsächlich Eisen mit Verunreinigungen enthält und daß der Magnet magnetisch anisotrop ist mit einem BH",."-Wert in der Vorzugsrichtung von wenigstens 7000000, wobei die Kristalle des Magneten gleichfalls vorherrschend in der Vorzugsrichtung orientiert sind.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung eines magnetisch anisotropen Dauermagneten nach Anspruch i oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung mit einer vorherrschenden Kristallorientierung in der (ioo) Richtung parallel zu dieser Richtung dem zur magnetischen Härtung verwendeten Magnetfeld unterworfen wird, worauf der Magnetkörper schließlich von einem Feld parallel zu derselben Richtung magnetisiert wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung verwendet wird, die io bis 40% Kobalt, io bis 280%, vorzugsweise zwischen i i und 20% Nickel, 6 bis i i % Aluminium, o bis 70!o Kupfer, o bis 70/0 Titan und im übrigen hauptsächlich Eisen und Verunreinigungen enthält. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung verwendet wird, die 16 bis 30% Kobalt enthält. g.
  9. Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung unter Erstarrungsverhältnissen gegossen wird, durch die die Wärme in praktisch nur einer Richtung der Legierung entzogen wird und der Legierungskörper parallel zu dieser Richtung dem zur magnetischen Härtung verwendeten Magnetfeld unterworfen wird. io.
  10. Verfahren nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß der Legierung die Wärme hauptsächlich in vertikaler Richtung entzogen wird. i i.
  11. Verfahren nach Anspruch g oder io, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung in einer Form zum Erstarren gebracht wird, welche aus Flächen verschiedener Wärmeleitfähigkeit besteht bzw. mit Flächen versehen ist, welche mit der höchsten Wärmeleitfähigkeit senkrecht zur erforderlichen Richtung des Kristallwuchses stehen.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung in einer Sandform o. dgl. mit Abschreckflächen aus Metall oder anderem Metall entsprechender Wärmeleitfähigkeit zum Erstarren gebracht wird. .
  13. 13. Verfahren nach Anspruch i i oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Form an den Flächen niedriger Wärmeleitfähigkeit Wärme zugeführt wird in einer Richtung, die senkrecht zur Richtung steht, in der Wärme entzogen wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 7, 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung verwendet wird, die bis 0,7% Titan enthält.
  15. 15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Gießen des Legierungskörpers ein Teil, in dem die Kristalle hauptsächlich in derselben Richtung orientiert sind, von dem Gußstück abgetrennt und zur Anfertigung des Magneten verwendet wird.
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