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DE811828C - Grubenstempel aus Ober- und Unterstempel - Google Patents

Grubenstempel aus Ober- und Unterstempel

Info

Publication number
DE811828C
DE811828C DEP27467A DEP0027467A DE811828C DE 811828 C DE811828 C DE 811828C DE P27467 A DEP27467 A DE P27467A DE P0027467 A DEP0027467 A DE P0027467A DE 811828 C DE811828 C DE 811828C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pit
punch
stamp
friction
leg
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP27467A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Otto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP27467A priority Critical patent/DE811828C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE811828C publication Critical patent/DE811828C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/14Telescopic props
    • E21D15/28Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping
    • E21D15/32Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping by a deformable collar or clamping means applied symmetrically inside a locking ring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Grubenstempel aus Ober- und Unterstempel Die Erfindung bezieht sich auf einen Grubenstempel aus Ober- und Unterstempel, bei welchem der Oberstempel zum Absinken in den Unterstempel gebracht werden kann.
  • Die im Grubenausbau verwendeten Stahlstempel sind in der Regel mit einem Reibungsschloß ausgerüstet. Mit ihnen zusammen werden Setzvorrichtungen verwendet, um dem Stempel vor Beginn des Einwirkens des Gebirgsdruckes eine hinreichende Standsicherheit durch eine Vorspannung des Stempelkopfes gegen das Hangende von etwa 2 bis 5 t je nach der Flözmächtigkeit zu geben. Die Erzielung dieser sogenannten Setzlast stellt keine Aufgaben, da hierbei der unsichere Wert Reibung keine Rolle spielt. Die Aufgabenstellung beginnt jedoch dort, wo das Reibungsschloß durch eine zuverlässige Reibung dafür aus$chlaggebend ist, daß die von dem Bergbau gestellten Forderungen erfüllt werden.
  • So wird z. Zt. im Bergbau bei Stahlstempeln mit Reibungsschlössern verlangt, daß die Klemmkraft des Schlosses vor dem Einsinken des Oberstempels unter der Einwirkung des Gebirgsdruckes wenigstens io t beträgt. Die Größe der Klemmkraft ist bei den Grubenstempeln mit Reibungsschlössern nicht feststellbar und kann nur aus der Anzahl und der Stärke der Anschläge auf den Schloßkeil geschätzt werden. Die Klemmkraft kann daher größer oder kleiner als io t sein. Aus diesem Grunde erfolgt je nach der Art des Schlosses und der Größe sowie Gleichmäßigkeit seiner Reibung ein mehr oder weniger ruckweises Einsinken des Oberstempels. Hierbei treten andere unsichere Faktoren in Gestalt der Verlagerung des von dem eingesunkenen Stempel aufgenommenen Druckes auf die Nachbarstempel oder auf den Versatz bzw. Bruch auf. Dementsprechend werden bei der Deutung der Unterschiede zwischen den einzelnen Belastungskurven, wie sie durch die Größe des Einsinkweges und der Lastaufnahme, die Ausmaße des Druckabfalles und die Dauer des Wiederanstiegs bedingt sind, den verschiedensten, teils vom Stempel abhängigen, so der Bauart und dem Alter des Schlosses, der Steigung (Konizität) des Oberstempels usw., teils von den örtlichen Verhältnissen, so den Gebirgsverhältnissen, der Stempeldichte, der Versatzart und der Art des Verzuges, abhängigen Umständen Zugeschrieben.
  • Diese der Praxis entsprechende Beurteilung läßt erkennen, daß die mathematisch erfaßbaren Reibungsgrößen der Reibungsschlösser mit den praktischen Ergebnissen nicht übereinstimmen.
  • Es gibt jedoch Reibungselemente, z. B. in Gestalt der Reibungsfeder, bei welchen Berechnung und Praxis übereinstimmen. Die Verwendung der Reibungsfeder läßt das genaue Festlegen jeder gewünschten Klemmkraft, so von 5 t, io t usw. zu. Hierbei wird der Reibungsfedersäule mit einer größeren Endkraft von 5o bis ioo t eine entsprechende Vorspannung von 5 bis io t gegeben, so daß eine Gewähr dafür besteht, daß die Klemmkraft nicht nachläßt, wenn der Oberstempel einzusinken beginnt. Die bei den Stahlstempeln geforderte Einsinkcharakteristik verlangt einen steilen Anstieg der Klemmkraft auf 5o t bei einem Einsinkweg von wenigstens 20 mm, um ein Absetzen des Hangenden an den Setzrissen zu verhindern und die Voraussetzung für die richtige Beherrschung des Hangenden in Bruchbaubetrieben zu geben. Diesen Anforderungen läßt sich mit der Reibungsfeder gerecht werden, deren Diagramm und Federweg sich mit der Charakteristik des Einsinkwege's in Einklang bringen lassen, so daß auch der bei Bruchbau mit 5o t vorgesehene Abknickpunkt wahlweise tiefer gelegt werden kann. Von diesem Knickpunkt an erfolgt ein weiteres Einsinken des Oberstempels bis zu jeder gewünschten Höchsttragfähigkeit von 5o bis ioo t.
  • Bei Vollversatz und Blindörtern ist vielfach nur eine Tragfähigkeit von weniger als 5o t erforderlich. Die Anwendung der Reibungsfeder ist hier besonders vorteilhaft, weil sie jede gewünschte Charakteristik in einfacher Weise an ein und demselben Stempel erzielen läßt, indem lediglich der Federweg der aus einzelnen Ringen bestehenden Reibungsfedersäule verkürzt oder verlängert wird bzw. die Zahl der Federringe verringert oder vermehrt wird.
  • Bei den bekannten Grubenstempeln mit Reibungsschlössern ist eine derartige Einstellbarkeit entsprechend den jeweiligen Versatzverfahren nicht möglich.
  • Nach der Erfindung ruht der Oberstempel, ein nachgiebiges Zwischenglied enthaltend, auf einer Einsinksperre in Form einer lösbaren Bühne auf. Hierdurch ist erreicht, daß das Reibungsschloß mit seinen Unsicherheitsfaktoren in Wegfall kommt und sich durch den Einbau eines in seiner Wirkung beherrschbaren nachgiebigen Zwischengliedes eine Übereinstimmung zwischen den rechnerischen und den praktischen Ergebnissen erzielen läßt. Als Zwischenglied kann an sich jedes beliebige nachgiebige Druckübertragungsmittel Verwendung finden. Die lösbare Bühne gestattet ein einfaches und augenblickliches Rauben des Stempels, indem der Oberstempel durch Lösen der Bühne zum ungehemmten Einsinken in den Unterstempel freigegeben wird.
  • Ein besonderes zweckmäßiges Zwischenglied im Oberstempel ist nach der Erfindung eine dem Bedarfsfalle entsprechende Ringfedersäule, welche die eingangs erwähnten Vorteile auf Grund der Ringfedereigenschaften erzielen läßt.
  • Die Anwendung von Ringfedern ist bei einem Reibungsklemmschloß schon vorgeschlagen worden. Dieses Reibungsklemmschloß ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, nämlich der Vorlastungs- und Lösemechanik und der eigentlichen Klemmechanik. Erstere ist durch eine Schleppkeilanordnung gebildet, während letztere aus Ringfedern besteht. Die Schleppkeilanordnung wird durch ein Hebelwerk beim Schließen des Schlosses gegen die Klemmvorrichtung aus Ringfedern gezogen. Durch Abheben der Schleppkeilanordnung von der Klemmvorrichtung mittels des Hebelwerkes wird das Schloß gelöst. Die Ringfedern wirken hier lediglich als ein das Durchschieben durch reibenden Angriff am Oberstempel hinderndes Klemmelement. Demgegenüber bilden die Ringfedern bei der Erfindung ein nachgiebiges Stützelement, welches ohne Schlupf am Oberstempel angreift.
  • Die Vorspannung der Ringfedersäule ist bedarfsweise einstellbar. Hierzu kann ein Teller auf dem einen Ende der Federsäule einen mittels einer Mutter gegen das feststehende Federwiderlager anzuziehenden Spannbolzen aufweisen.
  • Die Bühne kann nach der Erfindung durch Schwenknocken mit quer zur Stempelachse liegender Achse und lösbarer Verriegelung gegen Schwenken gebildet sein. Solche Schwenknocken sind einfach und lassen sich in raumsparender Anordnung vorsehen.
  • Hierbei können Winkelhebel mit einem zum Nocken verkürzten Schenkel vorgesehen sein, für deren anderen Schenkel eine lösbare Sperre vorgesehen ist. Diese Bühnenausbildung bietet den Vorteil, daß sie sich neben ihrer Einfachheit schnell zusammenbauen und in die Betriebsstellung bringen läßt. Außerdem läßt sie die Übertragung des Gebirgsdruckes um das Verhältnis der Hebellängen verringert auf die Sperre zu.
  • Als Sperre kann am Unterstempel ein drehbarer, nach oben offener Hohlring mit radialen Durchlässen zur Einführung der Schenkelenden vorgesehen sein. Bei dieser Ausbildung der Sperre kann durch geringfügiges Drehen des Ringes das Lösen zwecks Raubens bewirkt werden, durch einen Hebel oder durch Zugangriff mittels Seil oder Kette. Die in den Hohlring eingreifenden Hebelenden der als Bühne ausgebildeten Winkelhebel werden vorteilhaft mit reibungsmindernden Rollen ausgerüstet. Naturgemäß ist es auch möglich, eine andere geeignete Raub- oder Lösevorrichtung bzw. Sperrvorrichtung vorzusehen.
  • Die Lagerungen für die Nockenzapfen können an einem am Kopf des Unterstempels angebrachten Ring vorgesehen sein, so daß der Unterstempel in seiner Form oder in seinem Profil keiner Sonderausbildungen bedarf, um mit der Verschwzndbühne ausgerüstet zu werden.
  • Der Ober- und Unterstempel können ein beliebiges geeignetes Profil oder eine beliebige geeignete Form haben. Ebenso kann der Oberstempel mit jeder geeigneten Setzvorrichtung ausgerüstet werden. An zweckentsprechender Stelle des Oberstempels läßt sich ein Zeiger anbringen, der den Einsinkweg anzeigt. Bei Reibungsfedern ist der Einsinkweg proportional dem Weg der Reibungsfeder, so daß sich aus dem Einsinkweg jederzeit der Gebirgs,i: uck bestimmen läßt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Abb. i läßt einen Stempel irh Aufriß teilweise im Schnitt erkennen; Abb. 2 ist ein Seitenriß des Unterstempels; Abb. 3 gibt einen Schnitt nach der Linie I-1 in Abb. i wieder; Abb. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie II-II in Abb. i.
  • Der Oberstempel besteht aus dem unteren Rohrstück i, dem mittleren Rohrstück 2 und dem oberen Rohrstück 3 mit dem Stempelkopf 4. In dem unteren Rohr ist die Reibungsfeder 3 mit der Vorspannschraube 6 vorgesehen. Letztere ist an dem Teller 7 angebracht, der auf der Reibungsfeder ruht und an ihrem freien Ende mit einer Mutter versehen, die gegen die untere Federabstützung 8 wirkt. Mit der Spannschraube läßt sich jede gewünschte kleinere oder größere Klemmkraft, z. B. in dem Intervall von 5 bis io t, einstellen. Die Größe der Klemmkraft läßt sich durch Messen des von der Spannschraube zurückgelegten Weges bestimmen, da der Weg der Spannschraube proportional dem Federweg der Reibungsfeder oder deren Spannkraft ist. Das Rohrstück 2 ruht auf dem Teller 7 auf und kann beim Zusammendrücken der Feder 5 in das Rohrstück i einsinken. Es ist mit Außengewinde versehen und trägt die Mutter g, welche dazu dient, das auf dem Rohrstück 2 verschiebbare Rohrstück 3 mit dem Stempelkopf gegen das Hangende zu pressen.
  • Das Rohrstück i führt sich mit einer Verlängerung io im Unterstempel ii. Beim Angriff des Stempels am Hangenden ruht es auf den zu locken 12 verkürzten Schenkeln der Winkelhebel 13 auf. Die Drehzapfen 14 der Winkelhebel sind in Augen 15 an einem Ring 16 gelagert. Letzterer ist auf den Kopf des Unterstempels aufgesetzt und mit ihm verschweißt. Die Enden der anderen Schenkel 17 der Winkelhebel greifen in einen nach oben offenen Hohlring 18 am Unterstempel und übertragen den Gebirgsdruck um das Verhältnis der Hebellängen verringert auf diesen Hohlring. Zur Reibungsminderung sind die Enden mit Rollen ig versehen. Radialdurchlässe 20 lassen das Einschwenken der Schenkelenden in den Hohlring zu und ebenso das Herausschnellen der Enden aus dem Hohlring beim Rauben. Ein Hebel 21 gestattet das Drehen des Ringes zum Schließen oder Lösen. Zur lösenden Ringdrehung mittels eines Seilzuges 22 oder einer Kette kann auch noch ein Zapfen 23 vorgesehen sein. Dieser Seilangriff kann so ausgebildet sein, daß auch der Stempel nach seinem Zusammensinken weggezogen werden kann.
  • Die Drehung zum Lösen braucht nur wenige Winkelgrade zu betragen. Beim Lösen schnellen die Hebelschenkel 17 nach oben und geben die Nocken 12 den Oberstempel frei, so daß letzterer in den Unterstempel absinkt.
  • Die Hebelschenkel 17 zur Übertragung des Gebirgsdrucks auf den drehbaren Hohlring 18 können mehr oder weniger lang sein, wie es gerade am geeignetsten ist. Wo es die Entfernung der Grubenstempel voneinander zuläßt, können sich die Hebelschenkel bis fast auf die ganze Länge des Unterstempels erstrecken, so daß zum Rauben nur eine ungewöhnlich geringe Lösekraft erforderlich ist. Bei besonderer Dichte der Grubenstempel sind die Hebelschenkel entsprechend kurz.
  • Durch die mehrfache Unterteilung des Grubenstempels ergibt sich eine bequeme Transportmöglichkeit, die dadurch noch verbessert werden kann, daß die Winkelhebel 13 sich durch Herausschlagen ihrer Drehzapfen abnehmen und mit den anderen Teilen gesondert transportieren lassen. Der Zusammenbau des Stempels an der Verwendungsstelle ist leicht und einfach.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Grubenstempel aus Ober- und Unterteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberstempel, ein nachgiebiges Zwischenglied enthaltend, auf einer Einsinksperre in Form einer lösbaren Bühne aufruht.
  2. 2. Grubenstempel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Zwischenglied im Oberstempel durch eine dem Bedarfsfall entsprechende Ringfedersäule gebildet ist.
  3. 3. Grubenstempel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung der Ringfedersäule einstellbar ist.
  4. 4. Grubenstempel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teller auf dem einen Ende der Federsäule einen mittels einer Mutter gegen das feststehende Federwiderlager anzuziehenden Spannbolzen aufweist.
  5. Grubenstempel nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bühne durch Schwenknocken mit quer zur Stempelachse liegender Achse und lösbarer Verriegelung gegen Schwenken gebildet ist.
  6. 6. Grubenstempel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Winkelhebel mit zum Nocken verkürztem einen Schenkel das Auflager des Oberstempels bilden, während für den anderen Schenkel der Winkelhebel eine lösbare Sperre vorgesehen ist.
  7. 7. Grubenstempel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Unterstempel ein drehbarer, nach oben offener Hohlring mit radialen Durchlässen zur Einführung der Schenkelenden vorgesehen ist. B. Grubenstempel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Hohlring eingreifenden' Schenkelenden mit reibungsmindernden Rollen versehen sind. g. Grubenstempel nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lageraugen für die N ockenzapfen an einem am Kopf des Unterstempels angebrachten Ring vorgesehen sind.
DEP27467A 1948-12-28 1948-12-28 Grubenstempel aus Ober- und Unterstempel Expired DE811828C (de)

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