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Gamasche Gegenstand der Erfindung ist eine Gamasche, die insbesondere
für Schwerarbeiter, wie Bergleute, Holzfäller, Maurer, Zimmerer, Land- und :Metallarbeiter,
Verwendung finden soll und gegenüber den bisher bekannten Gamaschen aus Leder oder
irgendwelchen Tuch-, Filz-oder Asbeststoffen den Vorteil hat, daß sie in der Herstellung
billiger und im Gebrauch haltbarer ist und den mit ihr bekleideten Beinen einen
besseren Schutz bietet.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Gamasche aus Leichtmetall-Blechen,wieAluminium
oder Legierungen derartiger Leichtmetalle, wie Duraluminium, hergestellt wird, und
zwar kann sie, je nach der Dicke der verwendeten Metallbleche in einem Stück gedrückt
oder aus mehreren vorgeformtenTeilenzusammengebautwerden.
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Die erfindungsgemäße Gamasche ist in der Zeichnung in einigen Ausführungsformen
beispielsweise veranschaulicht.
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Gemäß Abb. i bis 3 besteht die Gamasche aus den beiden der Form des
Unterschenkels entsprechend vorgeformten Seitenblechen i und 2, die längs der gradlinig
verlaufenden Vorderkante durch ein Scharnier 3 miteinander verbunden sind, so daß
die beiden Seitenbleche i, 2 um dieses Scharnier nach vorn aufgeklappt werden können.
An dem Seitenblech i sind ferner oben und unten je ein Riemen 4 und am Seitenblech
2 in entsprechender Höhe je eine Schnalle 5 angebracht, durch welche die Gamasche
am Unterschenkel befestigt werden kann. Um den Seitenblechen eine größere Festigkeit
zu geben, sind deren obere und untere Kante 6 bzw. 7 nach außen umgebördelt; auch
können diese Kanten durch Aufkleben eines Gummistreifens o. dgl. verstärkt werden.
Das eine Seitenblech (i) ist ferner in seiner Breite so bemessen, daß es im geschlossenen
Zustand der Gamasche das andere Seitenblech (2) hinten etwas überlappt.
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Gemäß Abb. 4 und 5 ist die hintere, der Wadenform entsprechend geschweifte
Kante des Seitenbleches 8` bei 9 hakenförmig nach außen umgebogen, und die
Hinterkante
des zweiten Seitenbleches io ist mit einem den' Haken 9 umgreifenden Gegenhaken
ii versehen.
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An der Vorderkante ist ferner das Seitenblech io mit einem Riemen
12 und das. Seitenblech 8 mit einer Schnalle 13 ausgestattet.
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Für den Gebrauch der Gamasche werden die beiden Seitenbleche 8 und
io nach dem Anlegen an den Unterschenkel bei 9 und ii ineinandergehakt, und nach
dem Schließen der beiden Seitenbleche werden sie durch den Riemenverschluß 12, 13
in Stellung gehalten. Auch hier ist die Breite der beiden Seitenbleche so bemessen,
daß sie sich im geschlossenen, Zustande vorn etwas überlappen.
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Sollen die Gamaschen in Betrieben benutzt werden, in denen die Unterschenkel,
wie' beispielsweise in Metallgießereien, gegen verspritztes flüssiges Metall besonders
geschützt werden müssen, so können die Seitenbleche der Gamaschen aüeh noch mit,
einem feuerfesten Überzug 14, beispielsweise aus Asbest o. dgl., versehen werden.
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Gemäß Abb. 6 und 7 ist die hintere Kante des einen Seitenbleches 15
nach außen umgebogen und längs dieser Kante mit einigen Ausschnitten 16 versehen.
Andererseits ist die hintere Kante des zweiten Seitenbleches 17 in Höhe der genannten
Ausschnitte 16 mit einer entsprechenden Anzahl von Zungen 18 ausgestattet.
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Für den Gebrauch der Gamasche werden die beiden Seitenbleche durch
Einsetzen der Zungen 18 in die Ausschnitte 16 aneinander befestigt, und nach dem
Anlegen der Gamasche an den Unterschenkel werden die Bleche vorn durch einen Riemenverschluß
o. dgl. miteinander verbunden.,
Anstatt die Gamasche, wie beschrieben, aus
zwei miteinander zu verbindenden Seitenblechen herzustellen, kann sie bei genügend
dünnem Blech auch aus einem Stück hergestellt werden, in welchem Falle eine mehr
rohrförmige, vorn oder hinten offene Gamasche erhalten wird. Diese Gamasche braucht
für ihren Gebrauch nur leicht aufgebogen zu werden; nach dem Anlegen an den Unterschenkel
schließt sie sich infolge der Elastizität des Metallbleches von selbst wieder. Anstatt
die Seitenbleche durch Riemen und Schnallen zu verschließen, kann natürlich auch
jeder andere Verschluß, wie Ketten- oder Schieberverschluß, benutzt werden, auch
kann natürlich die scharniermäßige Verbindung der beiden Seitenbleche eine andere
sein, als sie zeichnerisch dargestellt ist.
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Die Dicke der zur Herstellung der neuen Gamasche benutzten Metallbleche
ist beliebig und richtet sich einerseits nach den Eigenschaften des verwendeten
Metalles und andererseits nach dem jeweiligen Verwendungszweck der Gamasche. Im
allgemeinen dürfte jedoch eine Dicke der Metallbleche von i mm für leichte Gamaschen
genügen, während für schwerere Gamaschen, wie für Holzfäller, Gießereiarbeiter u.
dgl., Bleche bis zu etwa 2 mm benutzt werden können.
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Die neuen Gamaschen können durch Lackieren oder Eloxieren in jeder
beliebigen Farbe und Größe hergestellt werden.
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In geringerer Höhe ausgeführt, können die neuen Gamaschen auch als
Hosenschutz für Radfahrer benutzt werden. Eine derartige Radfahrergamasche ist in
Abb. 8 dargestellt. Sie besteht aus den beiden halbkreisförmig gebogenen Seitenblechen
i9 und 2o, die in der beschriebenen Weise mit einem Scharnier 21 und mit einer Schnalle
22 versehen sind. Da derartige Gamaschen in der Höhe nur bis zum Ansatz der Wade
zu reichen brauchen, benötigen die Seitenbleche keine Ausbuchtung für die Wade.
Derartige Radfahrergamaschen sind daher erfindungsgemäß sehr einfach herzustellen
und gegebenenfalls auch in einem einzigen Stück, in welchem Falle sie einfach aus
einem vorn oder hinten oder an der Seite der Länge nach geschlitzten Rohre bestehen.