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Zerlegbare, größenveränderliche Kiste Es sind bereits zerlegbare Kisten
in Vorschlag gebract worden, die aus einem alle Kanten der Kiste bildenden Rahmen
bestehen, der aus an den Ecken lösbar miteinander verbundenen Längs-Breiten- und
Hochholmen zusammengesetzt ist und dessen Felder durch Bretter o. dgl. ausgefüllt
werden, die mit den Holmen und gegelbenenfalls auch miteinander in Feder- und Nuteingriff
stehen. Um die Glöße derartiger Kisten zu änderen, müssen, je nachdem die Änderung
in der Länge, in der Breite, in der Höher oder in mehreren dieser Richtungen erfolgen
soll, die Holme gegen Holme entspresend anderer Längen ausvetauscht werden, d. h.
es maß ein beträchtlicher Vorrat an Holmen verschiedener Abmessungen unterhalten
werden.
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In dieser Beziehung bringt das Patent 751 398 des Erfinders bereits
eine Erleichterung und Vereinfachung, indem die Hochholme und ihre Verbindungsrohre
in kleinere Stücke unterteilt sind, die je nach Bedarf in verschiedener Zahl zusammengesetzt
werden. Dieser Vorschlag bedeutet zwar schon einen wesentlichen Schritt vorwärts,
ist jedoch noch unvollkommen, indem er eine Vereinfachung, Erleichterung und Materialersparis
nur in bezug auf die Veränderungsmöglichkeit der Kisten in einer Dimension, d.h.
in der kistenhöhen, bringt.
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Eine Bollkommene Lösung hinisichtulicn der Größenveränderlichkeit
von zerlegbaren Kisten der in Frage stehanden Art Bringt nun die vorliegende Erfindung,
indem gemäß derselben alle Home des Rahmens aus in belebiger Zahl aneinandergereihten,
mit nuten zur Aufnahme der Füllbrettr o. dgl. versehene hohlen Prismen- oder Zylinderkörpern
und aus diese Körper von einem zum
anderen Ende der von ihnen gebildeten
Holme durchsetzenden und sie starr zusammenhaltenden, zugfesten und in Länge veränderlichen
Stäben bestehen. Dabei werden vorzugsweise auch diese Haltestäbe aus einer Mehrzahl
von Stabteilen, z. B. in Form von Rohrstücken, gebildet, die durch Verschrauben
oder sonstwie aneinandergesetzt werden.
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Zur Erleichterung und Vereinfachung des Zusammenbaues erhalten die
Holmteilkörper, die weningstens zwei im Winkel von 90° zueinander liegende Nuten
für die Füllbretter besitzen müssen, deren vier.
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Eine derartige Kiste kann hinsichtlich ihrer Größe in einer, zwei
oder in allen drei Dimensionen nach Belieben geändert werden. Voraussetzung ist
lediglich ein eintsprechender Vorrat an Holmteilkörpern und Haltestabeilen. In der
Prasis werden diese Einzelteile genormt und in Massenfabrikation hergestellt.
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Als Material für die Holmkörper kommt Metall, Leichtmentall oder auch
Kunststoff in Frange, und zwar werden sie vorzugsweise im Zieh- oder Walzverfahren
hergestellt werden. Für die Füllungen der Rahmentfeleder kommen Bretter oder Stäbe
aus Holz, Blech oder Kunststoff oder auch Gitter in Fiage.
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Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil für Versandkisten geeignet
und bedeutet für das Transportwesen eine Ersparnis an Material, vor allem an Holz.
Da die Kisten völlig auseinandergenommem und ihre Teile auf kleinstem Raum zusammengelegt
werden können, bringen sie anderseits für die Aufbewahrung und bei etwa notwendigem
Versand als Leergut die größtmßgliche Raumersparnis.
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Die Anwendung der Erfindung ist natürlich nicht auf Kisten beschränkt,
sondern sie empfiehlt sich mit gleichem Vorteil für alle kistenähnlichen Gebilde,
bei denen eine Größenveränderlichkeit wünschenswert erscheint, so bei den kastenartigen
Aufbauten von Transporatwagen jeglicher Art, Lastwagen, Waggons sowie Legerbehältern,
Lagergestellen, Tierkäfigen usw.
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In der Zeichnung sind eine damäß der Erfindung ausgebildete Kiste
und ihre Teile in beispielsweisen Ausführungen dargestellt, und Zwar Zeigt Abb.
1 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil einer solchen Kiste, Abb. 2 einen Schnitt
durch eine Eckverbindung in größerem Maßstab, Abb. 3 eine schaubildliehe Darstellung
der an einer Ecke zu vereinigenden Teile, Abb. 4 eine Schaubildliche Ansicht von
aufeinandergesetzten Holmteilkörpern, Abb. 5 eine der Abb. 4 eintsprechende Ansicht
von Körpern anderer Ausführung, Abb. 6 einen senkrechten Schnitt durech Körper gemäß
Abb. 5, Abb. 7 einen Längsschnitt durch aneinandergeschraubte Haltestabteile, Abb.
8 eine Ansicht von durch Stfte Verbundenen Stabteilen, Abb. 9 einen Querschnitt
durch einen Holmkörper mit unterschnittenen Nuten und Abb. 10 cinen Längsschnitt
durch einen Längs-oder Breitenholm mit besonderer Eckgestaltung.
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Die Kiste besteht aus einem alle Kanten bildenden Rahmen und den Füllungen
für die Rahmenflder. Jeder Rahmenholm ist aus einer Anzahl von hohlen, im Querschnitt
viereckigen oder runden Einzelkörpern a zusammegnesetzt, durch die aus mehreren
Teilen b zusammengesetzte Stäbe hindurchgehen, die die Teilkörper jedes Holmes zusammenhalten
und die gebildeten Holme miteinander verbinden.
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Gemäß Abb. 1 bis 4 bestehen die Holmteilkörper a aus im Querschnitt
quadratischen Rohrstücken, die auf allen vier Seiten Nuten c zur Aufnahme der Füllungen
besitzen. In der gezeigten Ausführung bestehen die Füllungen aus durch Feder und
Nut ineinandergreifenden Brettern d. Von den Holmteilkörpern a haben die die Ecken
bildenden Körper zweckmäßig die anderthalbfache Länge der Breite der verwendeten
Bretter, während alle anderen Körper, d. h. die Zwischenkörper, eine der Bettbreite
entsprechende Länge baben. Heierdurch ergibt sich, daß die Stoßfugen der Bretter
b versetzt zu den Stoßfugen der Holmkörper a liegen, wie aus Abb. I ersichtlich
ist.
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Bei der Ausführung nachch Abb. 5 und 6 bestehen die Holmkörper a aus
aylindrischen Rohrstücken, bei denen die Nuten c durch aufgeschweißte Leisten gebildet
sind. An einem Ende laufen die Körper a hier konisch zu, während das andere Ende
entsprechend konisch ausgedreht ist. Zufolge des auf diese Weise bewirkten ineinandergreifens
der Körper a ergibt sich eine besonders wirksame Starrheit der von ihnen gebildeten
Holme.
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Die durch die Holme hindurchgehenden Haltestäbe sind Voll-oder Hohlstäbe,
deren Stabteile b durch Verschraube, wie in Abb. 7 gezeigt, oder unter Überlappung
durch Stifte und Löcher, wie in Abb. 8 gezeight, miteinander zu den gewünschten
Längen verbunden werden.
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Von den Holmteilkörpern a sind die Endlörper der Längs- und Breitenholme
derart unterschnitten, daß sie sich uberlappende Zapfen e bilden. Die Zapfen sind
mit Löchern f zur Durchführung der Haltestäbe b der Hochholme versehen. Auf die
nach außen vorstehenden Enden der haltestäbe der Hochholme werden Muttern g aufgeschraubt.
An einem Ende, beispeilsweise am Deckelende, dient hierzu der Gewindezpfen des letzten
Stabteiles (Abb.2). Am unteren Ende besitzt der letzte Stabteil noch Außengewinde
zum Aufschrauben einer entsprchenden Mutter oder aber eine festen Kopf h (Abb.8).
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Zum Festlegen der Enden der Haltestäbe der Längs- und Breitenholme
dient an einem Ende eine Stiftschraube i mit Kopf, die in das Innengewinde des letzten
Haltestabteiles eingeschraubt wird (Abb. 2). und am anderen Ende eine entsprechende
Mutter, Als Widerlager für den Kopf der Schraube i bzw. für die letztgenannte Mutter
dienen am Grund der Zapfen e vorgeschene Querwände k mit entsprechenden Versenklöchern
m zur Aufnahme der Köpfe bzw. Muttern. Um die Schrauben i bzw.
entsprechende
Muttern einsetzen zu können, sind die Zapfen e der Holmendkörper mit halbzylindrischen
A usnehmungen n versehen.
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Die Teile der Holmendkörper, welche die Zapfene und die die Widerlagerwände
k bilen, werden zweckmäßig als gesonderte Formastücke hergestellt, die an die eigentilichen
Körper angeschweiöt werden.
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Der zusammenbau der Kiste aus den in den Abb. 1 bis 8 gezeigten Teilen
findet beispielsweise wie folgt statt. Zunächst werden die Längsholme des Bodens
und Deckels gebildet, indem auf einen Haltestab aus einer bestimmten Anzahl von
Stabteilen die Holmteilkörper a aufgereiht werden, und zwar zwei Engkörper mit Zapfen
e und mehr oder weniger Zwischenkörper je nach der gewünschten Holmlänge, Damit
diese sich leicht in übereinstimmender Lage aneinanderschließen lassen, besitzen
sie an den Enden ineinanderpassende Vorsprünge und Ausnehmungen, z. B. Stifte und
Bohrungen. Nach dem Aufreihen werden die Schrauben i bew. Muttern ein- bzw. aufgesetzt.
Einer der Stabendteile kann auch einen festen Kopf haben.
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Die Schrauben bzw. Muttern werden dann fest angezogen, so daß sich
ein fester Holm gewünschter Länge ergibt. Hierauf werden die Breitenholme für Boden
und Deckel in gleicher Weise gebildet. Unter Einfügung der Füllbretter wird der
Boden fertig zusammengesetzt und dadurch zusammengehalten, daß die Hajtestäbe der
Hochholme, die am Ende des unteren Stabendteiles einen Kopf oder eine Mutter besitzen,
von unten durch die Löcher f der Zapfen e eingeführt werden. Auf die Haltestäbe
werden dann Holmkörper a zur Bildung der Hochholme bis zur gewünschten Höhe aufgeschoben
und die Bretter für die Seitenwände eingesetzt. Zuletzt wird der in gleicher Weise
wie der Boden gebildete Deckel auf die oberen Enden der Hochholmhaltestöbe aufgesetzt,
und es werden die Muttern g aufgeschraubt und fest angezogen, womit sich eine feste
starre Kiste ergibt.
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An den Muttern g und den Holmendkörpern können Löcher bzw. Ösen o
zum Durchziehen einer Plombierungsschnur vorgescehen sein. Am Boden können zwischen
diesen und den Köpfen oder Muttern der Hochholmhaltestöbe die Lagerstützen von laufrollen
oder die Enden von Gleitschienen cingeklemmt werden.
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Soll die Kiste in einer oder mehreren Dimensionen verkleinert werden,
so nimmt man eine entsprechende Zahl von Holmkörpern und Stabteilen heraus; sell
sie vergrößert werden, so fügt man eine entsprechende Zahl von Holmkörpern und Stabetelen
zu. Zum Versand der Kiste als Leergut werden di Teile auseinandergenommen und auf
kleinstem Raum Zusammengelegt. Zweckmäßig lößt men den Deckel und den Boden durch
Einstezen von Schrauben, Stiften o. dgl. in die Zapfenlöcher f zusammen, baut nur
die Seitenwöndge ab und legt deren Teile zwischen Boden und Deckel.
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Von den Nuten c der Hoilmkörper lassen sich die bei fertiger Kiste
außen liegenden Nuten in vorteilhafter Weise zur Anbringung von Verstörkungen verwenden,
wobei die Nuten zweckmößig einen unterschnittenen, beispielsweise schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt erhalten, wie dies durch Abb. 9 veranschaulicht ist. Wie hier gezeigt,
können Verstörkungsstangen p, die sich in einer oder in zwei sich kreuzenden Richtungen
außen über die Kistenwände erstrecken, mit entsprechend geformten Endstücken q in
die Nuten c eingesetzt werden.
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Ebenso lassen sich auf diese Weise doppelgitterige Tierkäfige bilden.
Außerdem lassen sich die Stangen p als Griffe zum Tragen der Kiste verwenden.
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Nach einer besonders einfachen Ausführung der Endkörper a der Längs-
und Breitendolme können, wie in Abb. 10 gezeig, die Zapfen e auch von entsprechend
geformaten Köpfen der Schrauben i bzw.
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Muttern i' gebildet werden, die den Abschluß der Haltestäbe b der
Längs- und Breitenholme bilden.
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Dabei erfolgt das Zusammendbauen, Zerlegen oder Verändern der Kiste
praktisch in der gleichen Weise, wie mit Bezug auf die Ausführung nach Abb. 1 bis
8 beschrieben.
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PATENTASPRÜCHE: 1. Zerlegbare, größenveränderliche Kiste aus einem
alle Kanten der Kiste bildenden, von an den Ecken lösbar miteinnander verbundenen
Längs-, Breiten- und Hochholmen zusammengesetzten Rahmen, dessen Felder durch Bretter
o. dgl. gefüllt sind, die mit den Holmen und gegebenenfalls auch miteinander in
Feder- und Nuteingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, daß alle Hoime des Rahmens
aus in beliebiger Zahl aneinandergereihten, mit Nuten zur Aufnahme der Füllbretter
o. dgl. versehenne hohlen Prismen- oder Zylinderkörpern (a) sowie diese Körper von
einem zum anderen Ende der von ihnen gebildeten Holme durchsetzenden und sie starr
zusammenhaltenden, zugfesten und in Länge veränderlichen Stäben (b) bestehen.