DE810169C - Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.Info
- Publication number
- DE810169C DE810169C DEP8843A DEP0008843A DE810169C DE 810169 C DE810169 C DE 810169C DE P8843 A DEP8843 A DE P8843A DE P0008843 A DEP0008843 A DE P0008843A DE 810169 C DE810169 C DE 810169C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electric field
- chosen
- food
- substances
- sterilization
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001954 sterilising effect Effects 0.000 title claims description 8
- 235000013305 food Nutrition 0.000 title claims description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000004659 sterilization and disinfection Methods 0.000 claims description 7
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 7
- 230000005684 electric field Effects 0.000 claims description 6
- 241000894006 Bacteria Species 0.000 claims description 5
- 229940088594 vitamin Drugs 0.000 claims description 4
- 229930003231 vitamin Natural products 0.000 claims description 4
- 235000013343 vitamin Nutrition 0.000 claims description 4
- 239000011782 vitamin Substances 0.000 claims description 4
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 claims description 2
- 229940079593 drug Drugs 0.000 description 4
- 239000003814 drug Substances 0.000 description 4
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 3
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 3
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 3
- 239000004566 building material Substances 0.000 description 2
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 230000002498 deadly effect Effects 0.000 description 1
- 230000001066 destructive effect Effects 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 238000002347 injection Methods 0.000 description 1
- 239000007924 injection Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 235000016709 nutrition Nutrition 0.000 description 1
- 230000035764 nutrition Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B2/00—Preservation of foods or foodstuffs, in general
- A23B2/05—Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating using irradiation or electric treatment
- A23B2/08—Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating using irradiation or electric treatment using microwaves or dielectric heating
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
- Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
Description
- Bei- der Sterilisation von Nahrungsmitteln ist es üblich, diese auf eine bestimmte Temperatur zu bringen, um damit die darin enthaltenen Bakterien zu töten. Es ist bekannt, daß auf diese Weise gleichzeitig gewisse für die menschliche Ernährung notwendigen Aufbaustoffe, z. B. die Vitamine, zu einem großen Teil zerstört werden. Man wendet daher bei einem Teil der zu sterilisierenden Nahrungsmittel nur eine so hohe Temperatur an, daß die bei Erhitzung leicht zerfallenden, aber für das betreffende Nahrungsmittel wesentlichen Stoffe möglichst weitgehend erhalten bleiben. Dabei nimmt man allerdings vielfach in Kauf, daß noch ein erheblicher Prozentsatz der Bakterien den Sterilisationsvorgang überlebt. So geht man beispielsweise beim Pasteurisieren der Milch praktisch nur bis zu einer Temperatur von etwa 8o ° C und erreicht damit eine Haltbarkeit der Milch von etwa 2 Tagen. Würde man mit der Temperatur höher gehen, so könnte man die Haltbarkeit mindestens verdoppeln, würde damit aber die Zusammensetzung und den Geschmack der Milch stark verändern und gleichzeitig die Vitamine vollständig zerstören. Ähnlich verhält es sich mit der Sterilisation gewisser Medikamente, insbesondere solcher, die für Injektionen bestimmt sind. Eine ganze Anzahl solcher wertvoller Medikamente ist zur Zeit gar nicht zu verwenden, weil die Medikamente den bisher üblichen Sterilisationsvorgang überhaupt nicht überleben würden, sondern vorher infolge der Wärmeeinwirkung zerfallen.
- Die Erfindung gibt ein verbessertes Verfahren zur Sterilisation an. Bei der Sterilisation von Nahrungsmitteln wird damit eine Vergrößerung der Haltbarkeitsdauer erreicht, ohne daß gleichzeitig eine zerstörende Wirkung auf die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Aufbaustoffe ausgeübt wird. Für viele -Medikamente wird durch die Erfindung überhaupt erst eine Sterilisation möglich. Sie besteht darin, daß die Stoffe der Einwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessenAmplitude derart gewählt wird, daß sie für die zu vernichtenden Bakterien tödlich wirkt, dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, daß die unter Einwirkung des elektrischen Feldes entstehende Wärme nicht ausreicht, um in dem betreffenden Stoff noch enthaltene wärmeempfindliche Stoffe, z. B. Vitamine, zu zerstören. Zweckmäßig wird man zum Aufbau des elektrischen Feldes einen Generator vorsehen, der periodisch hinreichend kurze Impulse von einer solchen Amplitude erzeugt, daß das entstehende Feld ausreichend ist, um die Bakterien zu töten. Die Impulsfolge kann niederfrequent oder auch hochfrequent gewählt werden; die Impulsdauer kann in der Größenordnung von einer Mikrosekunde liegen; das Verhältnis Impulsdauer zu Impulsabstand kann eine oder mehrere Zehnerpotenzen betragen. Die Feldstärke ist lediglich begrenzt durch die Durchbruchsfeldstärke, die etwa bei io kV/cm liegt; sie kann durch Erhöhung des auf den zu sterilisierenden Stoff ausgeübten Druckes noch heraufgesetzt werden. Je nach der gewählten Anwendung kann es zweckmäßig sein, die Impulse einer hochfrequenten Schwingung von geeigneter Wellenlänge zu überlagern.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das mit Niederfrequenz arbeitet, ist in der Zeichnung dargestellt: Ein Impulsgenerator b wird von einem Sinusgenerator a gesteuert. Die von b erzeugten Impulse gelangen auf einen Kondensator, der aus den beiden Platten c besteht. Zwischen diesen beiden Platten befindet sich der zu sterilisierende Stoff, z. B. eine im Reagenzglas d befindliche Flüssigkeit.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln oder anderen, z. B. medizinischen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß diese der Einwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessen Amplitude derart gewählt wird, daß sie für die zu vernichtenden Bakterien tödlich wirkt, dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, daß die unter Einwirkung des elektrischen Feldes entstehende Wärme nicht ausreicht, um wärmeempfindliche Teilprodukte dieser Stoffe, z. B. Vitamine, zu zerstören.
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbau des elektrischen Feldes ein Generator vorgesehen ist, der periodisch hinreichend kurze Impulse ausreichender Amplitude erzeugt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i unter Benutzung einer Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Impulse einem hochfrequenten Träger überlagert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8843A DE810169C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8843A DE810169C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810169C true DE810169C (de) | 1951-08-06 |
Family
ID=7361920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP8843A Expired DE810169C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE810169C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1814084A1 (de) * | 1968-12-11 | 1970-06-25 | Bach Dr Jean | Verfahren zum Abtoeten und/oder Inaktivieren und/oder Attenuieren von Mikroorganismen |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP8843A patent/DE810169C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1814084A1 (de) * | 1968-12-11 | 1970-06-25 | Bach Dr Jean | Verfahren zum Abtoeten und/oder Inaktivieren und/oder Attenuieren von Mikroorganismen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69634367T2 (de) | Verfahren zur desinfektion oder sterilisation von lebensmitteln wie fleisch und planzlichen produkten, von futtermitteln, von maschinen und geräten für die lebensmittel- und futtermittelproduktion, sowie eine technische anlage zur durchführung dieses verfahrens | |
| WO1993013674A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur abtötung von mikroorganismen | |
| DE1492349A1 (de) | Vorrichtung zur elektrohydraulischen Sterilisierung | |
| DE810169C (de) | Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. | |
| DE4221487C2 (de) | Verfahren zur Entkeimung mittels Druck und Ultraschall | |
| DEP0008843DA (de) | Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. | |
| DE3153067T (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abtöten von Organismen in einem Wirtsmaterial | |
| DE730936C (de) | Verfahren zum Toeten von Bakterien und anderen Kleinlebewesen, beispielsweise zwecks Sterilisierung von Lebensmitteln | |
| DE3836155A1 (de) | Elektrodenvorrichtung fuer hochfrequenzelektroden | |
| EP3287157B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur sterilisation eines dialysators | |
| DE944229C (de) | Verfahren und Anordnung zum Entkeimen von Daermen und anderen schlauchfoermig geschlossenen Huellen | |
| DE722365C (de) | Verfahren zur Entkeimung von insbesondere fluessigem Gut, beispielsweise Milch, im elektrischen Hochfrequenzfeld | |
| AT112466B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Haltbarmachung und Entkeimung von flüssigen Nahrungsmitteln, wie Milch u. dgl. | |
| DE60001094T2 (de) | Verfahren zur Desinfektion von Nahrungsmitteln | |
| DE831490C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Inaktivieren von Enzymen | |
| DE730197C (de) | Verfahren zum Sterilisieren | |
| DE4206978A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur abtoetung von mikroorganismen | |
| CH275614A (de) | Kurzwellentherapie-Elektrodeneinrichtung. | |
| Wessely et al. | Untersuchungen über α-Amino-N-Caxbonsäureanhydride. III.(Zur Kenntnis höhermolekalarer Verbindungen.) | |
| DE914926C (de) | Vorrichtung zum Entkeimen von gefuellten Gefaessen, Behaeltern u. dgl. und zur Sterilisierung oder Konservierung ihres Inhaltes im elektrischen Wechselfeld | |
| Tamamushi | DIE ZWEIDIMENSIONALE ZUSTANDSGLEICHUNG UND, DER BAU VON GRENZFLÄCHENSCHICHTEN | |
| DE894041C (de) | Einrichtung und Verfahren zum Behandeln von Stoffen mit Ultraviolett-Strahlen, insbesondere zum Sterilisieren und Vitaminisieren | |
| DE267287C (de) | ||
| DE885954C (de) | Verfahren zur Behandlung von Milch mit Ultraviolettstrahlen | |
| DE2300677A1 (de) | Anordnungen und verfahren zur entkeimung von lebenden zellen |