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DE810169C - Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.

Info

Publication number
DE810169C
DE810169C DEP8843A DEP0008843A DE810169C DE 810169 C DE810169 C DE 810169C DE P8843 A DEP8843 A DE P8843A DE P0008843 A DEP0008843 A DE P0008843A DE 810169 C DE810169 C DE 810169C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electric field
chosen
food
substances
sterilization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP8843A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Knoll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DEP8843A priority Critical patent/DE810169C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE810169C publication Critical patent/DE810169C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/05Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating using irradiation or electric treatment
    • A23B2/08Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating using irradiation or electric treatment using microwaves or dielectric heating

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

  • Bei- der Sterilisation von Nahrungsmitteln ist es üblich, diese auf eine bestimmte Temperatur zu bringen, um damit die darin enthaltenen Bakterien zu töten. Es ist bekannt, daß auf diese Weise gleichzeitig gewisse für die menschliche Ernährung notwendigen Aufbaustoffe, z. B. die Vitamine, zu einem großen Teil zerstört werden. Man wendet daher bei einem Teil der zu sterilisierenden Nahrungsmittel nur eine so hohe Temperatur an, daß die bei Erhitzung leicht zerfallenden, aber für das betreffende Nahrungsmittel wesentlichen Stoffe möglichst weitgehend erhalten bleiben. Dabei nimmt man allerdings vielfach in Kauf, daß noch ein erheblicher Prozentsatz der Bakterien den Sterilisationsvorgang überlebt. So geht man beispielsweise beim Pasteurisieren der Milch praktisch nur bis zu einer Temperatur von etwa 8o ° C und erreicht damit eine Haltbarkeit der Milch von etwa 2 Tagen. Würde man mit der Temperatur höher gehen, so könnte man die Haltbarkeit mindestens verdoppeln, würde damit aber die Zusammensetzung und den Geschmack der Milch stark verändern und gleichzeitig die Vitamine vollständig zerstören. Ähnlich verhält es sich mit der Sterilisation gewisser Medikamente, insbesondere solcher, die für Injektionen bestimmt sind. Eine ganze Anzahl solcher wertvoller Medikamente ist zur Zeit gar nicht zu verwenden, weil die Medikamente den bisher üblichen Sterilisationsvorgang überhaupt nicht überleben würden, sondern vorher infolge der Wärmeeinwirkung zerfallen.
  • Die Erfindung gibt ein verbessertes Verfahren zur Sterilisation an. Bei der Sterilisation von Nahrungsmitteln wird damit eine Vergrößerung der Haltbarkeitsdauer erreicht, ohne daß gleichzeitig eine zerstörende Wirkung auf die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Aufbaustoffe ausgeübt wird. Für viele -Medikamente wird durch die Erfindung überhaupt erst eine Sterilisation möglich. Sie besteht darin, daß die Stoffe der Einwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessenAmplitude derart gewählt wird, daß sie für die zu vernichtenden Bakterien tödlich wirkt, dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, daß die unter Einwirkung des elektrischen Feldes entstehende Wärme nicht ausreicht, um in dem betreffenden Stoff noch enthaltene wärmeempfindliche Stoffe, z. B. Vitamine, zu zerstören. Zweckmäßig wird man zum Aufbau des elektrischen Feldes einen Generator vorsehen, der periodisch hinreichend kurze Impulse von einer solchen Amplitude erzeugt, daß das entstehende Feld ausreichend ist, um die Bakterien zu töten. Die Impulsfolge kann niederfrequent oder auch hochfrequent gewählt werden; die Impulsdauer kann in der Größenordnung von einer Mikrosekunde liegen; das Verhältnis Impulsdauer zu Impulsabstand kann eine oder mehrere Zehnerpotenzen betragen. Die Feldstärke ist lediglich begrenzt durch die Durchbruchsfeldstärke, die etwa bei io kV/cm liegt; sie kann durch Erhöhung des auf den zu sterilisierenden Stoff ausgeübten Druckes noch heraufgesetzt werden. Je nach der gewählten Anwendung kann es zweckmäßig sein, die Impulse einer hochfrequenten Schwingung von geeigneter Wellenlänge zu überlagern.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das mit Niederfrequenz arbeitet, ist in der Zeichnung dargestellt: Ein Impulsgenerator b wird von einem Sinusgenerator a gesteuert. Die von b erzeugten Impulse gelangen auf einen Kondensator, der aus den beiden Platten c besteht. Zwischen diesen beiden Platten befindet sich der zu sterilisierende Stoff, z. B. eine im Reagenzglas d befindliche Flüssigkeit.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln oder anderen, z. B. medizinischen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß diese der Einwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessen Amplitude derart gewählt wird, daß sie für die zu vernichtenden Bakterien tödlich wirkt, dessen zeitliche Dauer jedoch derart gewählt wird, daß die unter Einwirkung des elektrischen Feldes entstehende Wärme nicht ausreicht, um wärmeempfindliche Teilprodukte dieser Stoffe, z. B. Vitamine, zu zerstören.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbau des elektrischen Feldes ein Generator vorgesehen ist, der periodisch hinreichend kurze Impulse ausreichender Amplitude erzeugt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i unter Benutzung einer Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Impulse einem hochfrequenten Träger überlagert werden.
DEP8843A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl. Expired DE810169C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP8843A DE810169C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.

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DEP8843A DE810169C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE810169C true DE810169C (de) 1951-08-06

Family

ID=7361920

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP8843A Expired DE810169C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Sterilisation von Nahrungsmitteln o. dgl.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE810169C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1814084A1 (de) * 1968-12-11 1970-06-25 Bach Dr Jean Verfahren zum Abtoeten und/oder Inaktivieren und/oder Attenuieren von Mikroorganismen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1814084A1 (de) * 1968-12-11 1970-06-25 Bach Dr Jean Verfahren zum Abtoeten und/oder Inaktivieren und/oder Attenuieren von Mikroorganismen

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