-
Elektrischer Zugschalter Die Erfindung bezieht sich auf einen aus
einem Kippschalter mit Zugantrieb bestehenden elektrischen Zugschalter, bei dem
ein an der Lagerbrücke des Kipphebels parallel zur Schaltergrundfläche geführter,
unter Wirkung einer Rückführfeder stehender Schieber eine verschwenkbare und durch
Federwirkung in ihrer Mittellage gehaltene Stoßstange trägt, die bei der mittels
eines Zuggliedes bewirkten Bewegung des Schiebers durch eine keilförmige Nase des
Kipphebels nach dessen einem oder anderem Arm abgelenkt wird und dann, auf diesen
Arm drückend, den Kipphebel im Sinne des jeweils auszuführenden Schaltvorganges
verschwenkt. Bei einem bereits bekannten Schalter dieser Art weist der mit dem Zugantrieb
ausgerüstete Kippschalter einen in einer Nut des Schaltersockels gerade geführten
Isolierstoffschaltschieber auf. Der Kipphebel, sein Zugantrieb und die die Bewegung
des Schaltschiebers vermittelnde Schnellfeder sind dabei außerhalb des Bereichs
des Schaltschiebers, nämlich unterhalb des letzteren angeordnet, wobei die Schnellfeder
an einer am Schieber befestigten, nach unten zeigenden Blechplatte angreift. Die
mechanischen Teile sind also gegenüber den elektrischen Teilen um einen großen Betrag
nach unten versetzt, woraus sich eine unerwünscht große Ausdehnung des Schalters
in der Bewegungsrichtung des Schaltschiebers ergibt. Dem angestrebten Vorteil einer
kleinen Bauhöhe steht deshalb der Nachteil einer großen Baulänge gegenüber. Der
Schalter enthält eine länglich rechteckige Grundrißfigur, und es ist unmöglich,
ihn unter einer runden Abdeckkappe der bei Aufputzschaltern üblichen Abmessungen
anzuordnen.
-
Dieser Mangel ist bei dem den Erfindungsgegenstand bildenden, aus
einem Kipphebel mit Zugantrieb bestehenden elektrischen Zugschalter dadurch beseitigt,
daß der im wesentlichen aus einem
parallel zur Schaltergrundfläche
geführten Schieber und einer von diesem getragenen, auf den Kipphebel einwirkenden
Stoßstange bestehende Zugantrieb bei einem solchen Kippschalter angewendet ist,
der eine hinter dem Kipphebel liegende, in einer Mulde des Sockels hin und her schwingende
Schaltwippe und eine unmittelbar an dieser angreifende Schnellfeder aufweist, und
bei dem die senkrecht zur Sockelgrundfläche verlaufende gemeinsame Achsenebene von
Kipphebel und Schaltschwinge mit der Quermittellinie des entweder im wesentlichen
quadratischen oder an einer oder mehreren Seiten abgeflachten runden Schaltersockels
zusammenfällt. Durch die Erfindung ist, wie leicht ersichtlich, erreicht, daß der
Zugkippschalter nicht nur eine mäßige Bauhöhe, sondern zugleich auch eine verhältnismäßig
kleine Grundfläche erhält, da seine Abmessungen in senkrechter Richtung nicht größer
zu sein brauchen, ja sogar kleiner sein können als die Abmessung in waagerechter
Richtung. Der einen Sockel von etwa quadratischer oder abgeflachter runder Form
aufweisende Schalter kann wie die üblichen als Drehschalter ausgebildeten Zugschalter
unter einer runden Abdeckkappe angeordnet werden, deren Durchmesser nicht größer
ist als der Durchmesser der bei Zugdrehschaltern üblichen Schalterabdeckung. Darüber
hinaus ist durch Einsparung an Werkstoff eine Verbilligung des Zugschalters erreicht.
Schließlich wird die Fabrikation von Zugschaltern dadurch vereinfacht und verbilligt,
daß sie die gleichen Sockel, Schaltwippen, Anschlußklemmen und Kontakte wie die
gebräuchlichen Kippschalter mit Schaltwippen aufweisen, so daß nur ihre Lagerbrücken
mit Kipphebel und Zugantrieb gesondert anzufertigen sind.
-
Bei dem eingangs erwähnten bekannten Kippschalter mit Zugantrieb tritt
der zur Bewegung des Kipphebels dienende Schieber durch eine Öffnung der Schalterkappe
nach außen, und das biegsame Zugglied ist außerhalb der Kappe am Schieber bebefestigt.
Aus diesem Grunde läßt der Schalter sich nur als Wandzugschalter verwenden. Demgegenüber
liegt beim Zugschalter nach der Erfindung der den Kipphebel bewegende Schieber ganz
innerhalb der Schalterabdeckung, und das an ihm angreifende biegsame Zugglied läuft
durch eine Öffnung der Schalterabdeckung. Infolgedessen ist es möglich, die Zugrichtung
anders zu wählen als die Bewegungsrichtung des Schiebers, indem das biegsame Zugorgan
um den Rand seiner Durchtrittsöffnung herumgebogen und beispielsweise in eine zur
Schaltergrundfläche senkrechte Richtung abgelenkt wird. Der neue Kippschalter mit
Zugantrieb kann deshalb nicht bloß als Wandzugschalter, sondern auch als Deckenzugschalter
verwendet werden. Dadurch, daß der Schieber nicht nach außen tritt, sondern das
Zugglied innerhalb der Abdeckung am Schieber angreift, ist außerdem noch die vorteilhafte
Möglichkeit gegeben, das biegsame Zugglied innerhalb der Abdeckung in Schleifenform
oder flaschenzugartig zu führen, um so eine Übersetzung der Zugkraft zu erreichen.
Der Zugschalter nach der Erfindung kann, wie im allgemeinen üblich, eine Schalteinheit
aufweisen. Er kann aber auch an einem mit zwei Mulden versehenen gemeinsamen Sockel
zwei je aus einer Schaltwippe, einer Schnellfeder, einem Kipphebel und einem Zugantrieb
bestehende Schalteinheiten haben, um damit zwei Stromkreise schalten zu können.
Dabei bietet der erfindungsgemäße Aufbau den Vorteil, daß die Grundfläche des zwei
Schalteinheiten aufweisenden Zugschalters nur unwesentlich größer ausfällt als diejenige
eines Zugschalters mit einer Schalteinheit. Für die dabei erforderliche gleichzeitige
Anordnung zweier Lagerbrücken am Sockel ist es zweckmäßig, daß die Lagerbrücken
sich in Längsrichtung der Mulden über deren Enden hinaus erstrecken und mit ihren
Endteilen am Sockel festgeschraubt sind. Es wird dann seitlich von den Brücken kein
Raum für ihre Befestigung gebraucht, während zugleich eine sichere Befestigung der
Brücken erzielt wird. Wegen dieser Vorteile empfiehlt sich diese Ausführung auch
für Zugschalter mit nur einer Schalteinheit. Weitere Eigentümlichkeiten des neuen
Zugschalters ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und den am Schlusse
stehenden Ansprüchen.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Dabei
zeigt Fig. i einen Zugkippschalter mit zwei Schalteinheiten in Vorderansicht, Fig.
2 denselben Schalter in einem auf der senkrechten Mittellinie einer Schalteinheit
geführten Schnitt, Fig. 3 eine Lagerbrücke mit Kipphebel und Zugantrieb in Seitenansicht,
wobei die im Bild vorn liegende Wand der Brücke weggeschnitten ist, Fig. 4 die Brücke
in Vorderansicht, Fig. 5 einen Längsschnitt der Brücke nach der , Linie A-A in Fig.
4, Fig. 6 einen gleichen Schnitt wie Fig. 5, jedoch bei einer anderen Stellung des
Zugantriebes, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 3, Fig. 8 einen Querschnitt
nach der Linie C-C in i Fig. 3, Fig. 9 einen Querschnitt nach der Linie D-D in Fig.
3, Fig. io einen Querschnitt nach der Linie E-E in Fig. 3, Fig. i i einen Schalter
mit etwas abgeänderter Lagerbrücke in einem der Fig.2 entsprechenden Schnitt, Fig.
12 und 13 zwei Schaltbilder.
-
Den dargestellten Beispielen ist ein Schalter mit zwei voneinander
unabhängigen Schalteinheiten zugrunde gelegt, wie sie sich z. B. bei Serienschaltern
vorfinden. Der Schalter weist zwei um eine waagerechte Achse hin und her schwingbare
Schaltglieder, sogenannte `'Wippen i aus Isolierstoff auf, die sich je in einer
muldenförmigen Vertiefung 2 eines an vier Seiten abgeflachten und somit im wesentlichen
quadratischen Sockels 3 bewegen. Die Schaltwippen sind mit an ihnen vorgesehenen
Achsstummeln in pfannenartigen Aussparungen an den Längsrändern der Mulden 2 gelagert.
Jedes Schaltglied
i hat eine dasselbe vom freien Ende her umgreifende
U-förmige Kontaktbrücke 4, mit deren Seitenteilen am Schaltersockel vorgesehene
und in die Mulden 2 eingreifende, federnde Kontakte zusammenwirken, die mit am Sockel
3 befestigten Anschlußklemmen verbunden sind. An der Vorderseite des Schalters sind
zwei in Längsrichtung über die beiden Mulden 2 sich erstreckende Brükken 5, 6 angeordnet,
die zur Lagerung und Führung der Antriebsteile dienen. Die beiden Brücken sind je
durch zwei von der Sockelunterseite her zugängliche Schrauben 7 befestigt, die in
Gewindelöcher 8 der beiderends über die Mulden 2 hinausgehenden Endteile der Brücken
eingreifen. Sie können seitliche, mit Gewindelöchern 9 versehene Lappen io zur Befestigung
der Schalterkappe i i haben.
-
Der Schalter könnte natürlich auch nur ein Schaltglied 1 aufweisen,
das sich in einer auf der senkrechten Mittellinie des Sockels 3 angeordneten Mulde
2 bewegt, wobei nur eine symmetrisch zur senkrechten Sockelmittellinie angeordnete
Brücke 5, 6 erforderlich ist.
-
Da die Brücken 5, 6 und die darin gelagerten und geführten Antriebsteile
bei allen Schalteinheiten gleich sind, genügt es, eine Brücke mit Antriebsteilen
im einzelnen zu beschreiben.
-
Die Brücke 5, 6 hat einen U-förmigen Querschnitt mit nach vorn gerichteten
Schenkeln, so daß sie im wesentlichen eine an ihrer Vorderseite und an den Enden
offene Rinne bildet. Nach Fig. i ist sie aus einem Isolierstoff geeigneter Festigkeit
durch Pressen oder Spritzen oder auch aus Metallspritzguß erzeugt, während sie nach
den Fig. 2 bis io aus einer entsprechend zugeschnittenen und gebogenen Blechplatte
besteht. In der Mitte der Brücke ist in ihren beiden Wänden 6 eine Achse 12 gehalten,
um die sich ein zweiarmiger Kipphebel 13, 14 dreht. Die Kipphebelachse 12 liegt
mit der Drehachse der Schaltwippe i in einer gemeinsamen Ebene, die senkrecht zur
Grundfläche des Sockels 3 verläuft und mit der Quermittellinie des letzteren zusammenfällt.
Der Kipphebel ist beispielsweise aus einem U-förmig gebogenen Blechstreifen gebildet.
Er ist an seinem nach hinten gerichteten Arm 13 mit der hinter der Brücke 5, 6 liegenden
Schaltwippe i in der bei Kippschaltern bekannten Weise durch eine sogenannte Kippspannfeder
15 gekuppelt (s. Fig. 2 und i i). Die aus einer schraubenförmigen Druckfeder bestehende
Feder 15 führt sich mit ihrem hinteren Ende in einer in der Wippe i ausgesparten
Höhlung 16, an deren Grund sie abgestützt ist. Ihr vorderes Ende ist an einem Gelenkstück
17 geführt und abgestützt, das mit dem Kipphebelarm 13 drehbar gekuppelt ist, indem
es, zwischen den beiden Wangen des U-förmigen Hebels liegend, mit zwei seitlichen
Zapfen in einen am Hebelende vorgesehenen Schlitz eingreift. Beim Verschwenken des
Kipphebels 13, 14 in der einen oder anderen Richtung wird in bekannter Weise die
Feder 15 gespannt, während gleichzeitig ihr oberes Ende in der Schwingungsrichtung
des Hebelarmes 13 verlegt wird mit der Folge, daß die gespannte Feder die Schaltwippe
in ihre der jeweiligen Schaltstellung entgegengesetzte Schalt- oder Endstellung
schwingt.
-
Die bei den gewöhnlichen Kippschaltern vorhandene Ausbildung des vorderen
Armes 14 des Kipphebels als Handhabe ist beim Schalter nach der Erfindung nicht
vorhanden. Statt dessen ist der Kipphebel 13, 14 so ausgebildet, daß er durch einen
wechselweise auf den einen und anderen Hebelarm 13 bzw. 14 wirkenden Stößel abwechselnd
in der einen und anderen Richtung gedreht werden kann. Diese Ausbildung besteht
darin, daß die beiden Arme 13, 14 des Hebels an ihrem oben liegenden Längsrand je
einen im wesentlichen dreieckigen Ausschnitt 18 bzw. i9 enthalten. Die der Hebeldrehachse
12 zugekehrten schrägen Kanten der Ausschnitte i8, i9 schließen einen symmetrisch
keilförmigen Hebelteil oder eine Keilnase 2o ein, deren Spitze auf der Quermittellinie
des Hebels liegt. Bei dem angenommenen U-förmigen Querschnitt des Hebels 13, 14
befinden sich die Ausschnitte 18, i9 natürlich in beiden Hebelwangen.
-
Es empfiehlt sich, den Kipphebel 13, 14 gegen Verschieben auf seiner
Achse 12 zu sichern, was beispielsweise durch eine am Boden 5 der Brücke 5, 6 vorgesehene
Zunge 21 (Fig. 2) oder durch zwei auf der Achse 12 sitzende Abstandsröhrchen 21x
(Fig. i) geschieht.
-
Innerhalb der ringförmigen Brücke 5, 6 befindet sich ein verhältnismäßig
langer Schieber in Form eines aus einem Blechstreifen gebogenen U-Bügels 22, 23,
der den Kipphebel 13, 14 umfaßt und so angeordnet ist, daß sein geschlossenes Ende
(bzw. sein Scheitelteil 23) oberhalb des Kipphebels, sein offenes Ende (bzw. die
freien Enden seiner Bügelschenke122) dagegen unterhalb des Hebels liegt. Der Schieber
22, 23 ist in der Brückenrinne zwangläufig geradegeführt, indem er sich einerseits
mit zwei in seinen Schenkeln oder Wänden 22 vorgesehenen Längsschlitzen 24 auf der
Drehachse 12 des Kipphebels 13, 14, andererseits mit den Enden eines seine freien
Schenkelenden verbindenden Querzapfen 25 in zwei Längsschlitzen oder -nuten 26 der
Brückenwände 6 führt. Gegebenenfalls kann noch eine zusätzliche Führung durch zwei
an den Seitenwänden 6 der U-förmigen Brücke angeordnete Leisten 27 vorgesehen sein,
auf welchen der obere Teil des Schiebers gleitet, wie dies in den Fig. 3 bis 6 und
i i gezeigt ist.
-
Innerhalb des Schiebers 22, 23 ist zwischen dessen geschlossenem Ende
und dem Kipphebel eine. in Höhe der Kipphebelachse 12 liegende Stoßstange (Stößel)
angeordnet, die gleichfalls von einem zu einem U-Bügel 28, 29 gebogenen Blechstreifen
gebildet ist. Die U-förmige Stoßstange 28, 29 führt sich seitlich mit etwas Spiel
an den Wänden 22 des Schiebers, während sie mit ihrem geschlossenen oberen Ende
29 an der Stirnwand 23 des letzteren anliegt. Sie ist dabei an ihrem oberen Endteil
im Schieber derart beweglich gehalten, daß sie mit ihrem dem Kipphebel 13, 14 zugekehrten
Ende nach vorn und hinten ausschwenken kann. Dieses Halten geschieht durch zwei
aus dem oberen Endteil des Schiebers 22, 23 vor und hinter der Stange 28,
29
losgeschnittene Stege 6o, die um etwas mehr als die Blechstärke einwärts verkröpft
sind. Die Stege bilden so an jeder Schieberwand 22 eine kurze Längsnut, die sich
in Richtung auf den Kipphebel erweitert und den Endteil der Stange 28, 29 mit einem
die erwähnte Schwenkbewegung erlaubenden Spiel umfaßt. An dem dem Kipphebel 13,
14 benachbarten unteren Ende der Stoßstange sind die Schenkel des die letztere bildenden
Blechbügels durch einen Querstift 30 verbunden, der bestimmt ist, mit dem
Kipphebel zusammenzuwirken.
-
Zwischen den Schenkeln oder Wänden 28 der U-förmigen Stoßstange 28,
29 ist eine schraubenförmige Druckfeder 31 angeordnet. Diese ist mit ihrem oberen
Ende am Scheitelteil 29 der Stange abgestützt, wobei sie gegen Abgleiten nach vorn
und hinten durch zwei in ihr Ende eingreifende Randlappen 32 des genannten Scheitelteils
gesichert ist. Ihr unteres Ende stützt sich an einem festen Anschlag 33 ab, der
von einer am Boden 5 der rinnenförmigen Brücke 5, 6 vorgesehenen Zunge gebildet
ist, die zwischen die Schenkel der Stoßstange greift. Der Anschlag 33 trägt einen
in das Ende der Feder 31 eingreifenden Zapfen 34, der ein Abgleiten der letzteren
verhindert. Die vorgespannte Feder 31 übt auf die Stoßstange 28, 29 und unter deren
Vermittlung auf den Schieber 22, 23 einen nach oben gerichteten Druck aus, wodurch
Schieber und Stoßstange gewöhnlich in der in Fig. i bis 5 und 7 gezeigtenEndlage
(Ruhestellung) gehalten sind. Die durch die Feder bewirkte Bewegung der Teile in
diese Stellung wird durch Anschlagen des Querstiftes 3o an den Anschlagteil 33 begrenzt.
Der Druck des oberen Federendes auf den Scheitelteil 29 des die Stange 28, 29 bildenden
Blechbügels hat zugleich zur Folge, daß diese Stange in der Ruhestellung parallel
zur Grundfläche des Schalters gehalten wird. Der Schieber und mit ihm die Stoßstange
können entgegen der Feder 31 durch ein biegsames Zugorgan 35 nach unten verschoben
werden. Das z. B. aus einer Kordel bestehende Zugorgan ist mit einem Ende an der
Brücke 5, 6 befestigt, indem dieses Ende durch ein Loch 36 im Boden 5 der Brücke
hindurchgesteckt und geknotet ist. Die Kordel ist dann in Schleifenform um eine
Rolle 37 geleitet, die auf dem die Schenkelenden des den Schieber 22, 23 bildenden
Bügels verbindenden Zapfen 25 drehbar sitzt, worauf sie durch ein Loch 38 in der
Schalterkappe i i nach unten aus dieser herausgeführt ist. Durch Zug am außenliegenden
Teil der Kordel 35 wird der Schieber 22, 23 nach links bewegt (Fig. 6), wobei die
Bewegung entweder durch Anschlag des oberen Endes der Führungsschlitze 24 des Schiebers
an die Kipphebelachse 12 und/oder durch den Kipphebel 13, 14 begrenzt werden kann,
der in seinen Endlagen mit seinem Arm 13 an den Endkanten eines im Boden 5 der Brücke
5, 6 für den Hebelarm 13 vorgesehenen Durchtrittsschlitzes anschlägt.
-
Je nach der Stellung des Kipphebels 13, 14 liegt die Spitze seiner
keilförmigen Nase 20 vor oder hinter dem Querstift 3o der in ihrer Ruhelage befindlichen
Stoßstange 28, 29. Das dem Hebel zugekehrte Ende der Stange wird infolgedessen durch
die Nase 20 stets nach demjenigen Arm des Hebels 13, 14 hin gelenkt, der für die
jeweilige Umschaltung der Schaltwippe i im gleichen Sinne wie Stoßstange 28, 29
und Schieber 22, 23 bewegt werden muß. Bei der in Fig. 2 in vollen Linien sowie
in Fig. 3 bis 5 und 7 gezeigten Stellung des Kipphebels läuft der Stift
30 bei der durch Zug an der Kordel 35 bewirkten Abwärtsbewegung von Schieber
und Stoßstange an den vorderen Schrägkanten er Nase 2o entlang in die Aussparung
ig des voreren Armes 14 hinein, wobei die Stange 28, 29 nach vorn verschwenkt wird.
Sobald der Stift am Grunde i9 des Ausschnittes angekommen ist, nimmt die Stange
den Kipphebel mit, der so entgegen dem Uhrzeiger verschwenkt wird (Fig.6), was in
bekannter Weise eine Bewegung der Schaltwippe i aus der in vollen Linien gezeichneten
Stellung in die gestrichelte Stellung zur Folge hat. Befindet sich der Kipphebel
in der in Fig. 2 in gestrichelten Linien angedeuteten Stellung, dann wird das untere
Ende der Stange durch die Nase 20 nach dem hinteren Arm 13 des Kipphebels gelenkt,
so daß sie in den Ausschnitt 18 des Hebelarmes 13 eintritt und dann den Kipphebel
im Uhrzeigersinne dreht mit dem Erfolg, daß die Schaltwippe i wieder in die in vollen
Linien gezeigte Stellung geschwenkt wird. Schieber 22, 23 und Stoßstange 28, 29
kehren nach jeder Ausführung eines Schaltvorganges unter Wirkung der Feder 31 in
die gezeichnete Ruhestellung zurück, ohne dabei den Kipphebel und die Schaltwippe
zu beeinflussen.
-
Dadurch, daß das Zugorgan 35 in Form einer Schleife um die am Schieber
22, 23 gelagerte Rolle 37 geleitet ist, ist der Weg des Zugorgans doppelt so groß
wie der Weg des Schiebers. Es ist also eine Übersetzung von 2 : i vorhanden, wodurch
die Bedienung des Schalters erleichtert wird. Um eine größere Übersetzung und damit
eine noch leichtere Bedienung zu erzielen, kann nach Fig. i i am unteren Ende der
Brücke 5, 6 eine ortsfeste Umlenkrolle 39 mit senkrecht zur Schaltergrundfläche
stehender Achse angeordnet sein. Das Zugorgan 35 wird dann von seinem Festpunkt
36 zunächst einmal um die Rolle 37 am Schieber 22, 23, dann um die ortsfeste Rolle
39, hierauf ein zweites Mal um die Rolle 37 des Schiebers tierumgeleitet und danach
durch die Öffnung 38 der Schalterkappe i i nach außen geführt. Wie ersichtlich,
erzielt inari hier eine flaschenzugartige Wirkung und damit eine mehrfache Übersetzung
der aufgewendeten Kraft. Natürlich muß dann das Zugorgan 35 einen entsprechend längeren
Weg machen.
-
Um die senkrecht zur Sockelgrundfläche angeordnete Umlenkrolle 39
anbringen zu können, ist nach Fig. i i die U-förmige Brücke 5, 6 mit einer Decke
40 versehen, wobei die Rolle 39 in Löchern des Bodens und der Decke der Brücke lagert.
Die Decke 4o besteht aus einer zweiten Blechplatte, die mit der die U-förmige Brücke
4, 5 bildenden Platte durch Verzapfen, Verhaken, Nieten o. dgl. verbunden ist. Sie
kann sich entweder nur über den unteren
Endteil oder, wie gezeigt,
über den größten Teil der Länge der Brücke 4, 5 erstrecken und im letzteren Falle
die Gewindelöcher 41 für die Befestigungsschrauben 42 der Schalterkappe i i enthalten.
Es sei hier noch bemerkt, daß zwischen der Brücke 5, 6 und dem Schaltersockel 3
eine Platte 43 aus schalldämpfendem Stoff, wie Gummi, eingeschaltet werden kann,
die als Anschlag für die Schaltwippe i dient (Fig. 2 und i i).
-
Da der Schalter wahlweise als Wand- und Deckenzugschalter verwendbar
sein soll, wird die Austrittsöffnung 38 für das biegsame Zugglied 35 zweckmäßig
an der Grenze von Mantel und Decke der Kappe so angeordnet, daß ihre Achse schräg
zur Schaltergrundfläche verläuft (Fig. 2). Dadurch wird das beim Deckenzugschalter
nötige Abbiegen des Zuggliedes in eine zur Grundfläche des Schalters etwa senkrechte
Richtung erleichtert. Gegebenenfalls kann die Öffnung 38 für den Austritt des Zuggliedes
35 sich aber auch im Mantel der Abdeckkappe i i befinden, wobei ihre Achse parallel
zur Sockelgrundfläche liegt, wie dies in Fig. i i veranschaulicht ist. Die Durchgangsöffnung
38 ist vorzugsweise sowohl nach außen als auch nach innen unter starker Anrundung
erweitert, um ein Scheuern der Zugschnur an Kanten zu vermeiden. Eine zweckmäßige
Ausführung besteht darin, daß die Durchlaßöffnung 38 mit einer deren Wandungsverlauf
angepaßten Hülse oder Büchse aus Metall oder Kunststoff ausgekleidet ist. Diese
Hülse überdeckt einen etwa beim Pressen der Kappe i i am Rande der Öffnung entstandenen
Grat und bietet dem Zugglied 35 eine glatte Gleitfläche dar. Sie kann vorzugsweise
in der Öffnung 38 leicht drehbar angeordnet sein. In Fig. i i ist eine aus Blech
gezogene Büchse 44 gezeigt, die am äußeren Ende einen wulstartig gekrümmten Flansch
hat und durch Bördeln ihres inneren Endes an der Kappe i i drehbar gehalten ist.
Da man beim Bedienen des Zugschalters die Hand selten genau geradlinig abwärts bewegt,
sondern meist zugleich eine kleine Schwenkbewegung nach links oder rechts ausfuhrt,
so verlagert sich die Zugschnur 35 während des Schaltvorganges in der Durchgangsöffnung
38 etwas. Dabei nimmt sie die leicht drehbare Büchse 44 mit, die dadurch jedesmal
eine mehr oder weniger kleine Winkeldrehung macht. Das hat zur Folge, daß der Teil
der Büchsenwandung, auf dem die Zugschnur gleitet, dauernd wechselt, wodurch das
Einschleifen einer Rille vermieden und erreicht ist, daß die Wandung der die Zugschnur
führenden Büchse dauernd rund und glatt bleibt, was eine schonende Behandlung der
Schnur zur Folge hat. In Fig. i i ist weiter noch gezeigt, daß der zur Abstützung
der Rückführfeder 31 dienende Anschlag 33 aus einem besonderen Blechstreifen bestehen
kann, der an Boden 5 und Decke 4o der Brücke 5, 6 befestigt ist.
-
Der erfindungsgemäß ausgebildete Zugschalter kann bei Vorhandensein
nur einer Schalteinheit wahlweise als einfacher Ein- und Ausschalter oder als Wechselschalter
ausgebildet werden. Hat er zwei voneinander unabhängige Schalteinheiten, dann kailn
er beispielsweise als Serienschalter ausgebildet sein, oder er kann, was eine besonders
zweckmäßige Ausführungsform ist, so eingerichtet werden, daß die eine Schalteinheit
einen Ein- und Ausschalter, die andere Schalteinheit dagegen einen Wechselschalter
bildet. Beim Serienschalter trägt der Sockel 3 drei Anschlußklemmen 45, 46, 47,
voll denen eine 45 mit den Kontaktbrücken 4 der beiden Schaltwippen i in dauernder
Verbindung steht. Diese Verbindung ist, wie an sich bekannt, über die an den Schenkelenden
der U-förmigen Kontaktbrücken 4 sitzenden metallischen Achsstummel der Wippen in
der Weise bewirkt, daß der äußere Achsstummel der linken Wippe in einer metallischen
Auskleidung seiner Lagerpfanne gleitet, die durch das Ende eines an der Klemme 45
befestigten Blechstreifens 48 gebildet ist, und daß die einander zugekehrten Achsstummel
beider Wippen durch eine metallische Auskleidung 49 ihrer gemeinsamen Lagerpfanne
leitend verbunden sind. Die beiden anderen :lnschlußklemmen 46, 47 sind je mit einer
Kontaktfeder 5o, 51 verbunden, von denen die eine 5o ani oberen Ende der linken
Mulde 2 des Sockels und die andere 51 am oberen Ende der anderen Sockelmulde liegt.
Die in Fig. i gezeigte Klemme 54 mit Kontakt 55 fehlt beim Serienschalter (vgl.
das in Fig. 12 gezeigte Schaltbild). Befinden sich die beiden Schaltwippen in der
oberen Endstellung, wie in Fig. 12 gezeigt, dann hat jede Wippe einen Lampenstromkreis
52, 53 eingeschaltet. Durch Bewegen der Wippen in die entgegengesetzte Endlage findet
das Ausschalten statt. Da beide Wippen einen eigenen Zugantrieb haben, kann jeder
Stromkreis 52, 53 unabhängig vom anderen ein- und ausgeschaltet werden.
-
Soll der Schalter teils als Ein- und Ausschalter, teils als Wechselschalter
eingerichtet sein, wie in Fig. i angenommen, dann wird am Schaltersockel 3 eine
vierte Anschlußklemme 54 mit einer Kontaktfeder 55 angeordnet, die der rechten Schaltwippe
zugeordnet ist und am unteren Ende der diese Wippe enthaltenden Mulde 2 liegt. Während
die linke Schalteinheit einen einfachen Ein- und Ausschalter für einen Lampenstromkreis
52 bildet, stellt die rechte Schalteinheit nunmehr einen Wechselschalter dar, der
im Zusammenwirken mit einem an anderer Stelle angeordneten zweiten Wechselschalter
56 beliebiger Bauart einen zweiten Lampenstromkreis 53 steuert, der wahl- und wechselweise
von der einen und anderen Stelle aus ein- und ausgeschaltet werden kann (vgl. hierzu
das in Fig. 13 gezeigte Schaltbild).
-
Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die dargestellten
und beschriebenen Beispiele, vielmehr sind mancherlei Abänderungen derselben und
andere Ausführungsformen möglich. Insbesondere können auf Wunsch mit dem neuen Zugschalter
noch andere Schaltungsarten als oben angegeben ausgeführt werden. Der Zugschalter
kann ferner statt unter einer Aufputzkappe auch in einer Wand-oder Unterputzdose
angeordnet werden, in welchem Falle die Austrittsöffnung 38 für das Zugorgan 35
in der zweckmäßig gewölbten Abdeckplatte der
Dose anzubringen ist.
Die Schwenkbarkeit der Stoßstange 28, 29 könnte statt in der beschriebenen Weise
auch dadurch erreicht werden, daß die Stange mit zwei in der Höhe ihres oberen Endes
angebrachten seitlichen Zapfen in zwei Löchern der Seitenwände 22 des Schiebers
22, 23 drehbar lagert.