[go: up one dir, main page]

DE819695C - Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol

Info

Publication number
DE819695C
DE819695C DE1949P0002224 DEP0002224D DE819695C DE 819695 C DE819695 C DE 819695C DE 1949P0002224 DE1949P0002224 DE 1949P0002224 DE P0002224 D DEP0002224 D DE P0002224D DE 819695 C DE819695 C DE 819695C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tetrahydrofurfuryl alcohol
bisulfate
mixture
alcohol
bisulfates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1949P0002224
Other languages
English (en)
Inventor
Norton-on-Tees Donald William Ingram (England)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE819695C publication Critical patent/DE819695C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

l. S. 175) AUSGEGEBEN AM 5. NOVEMBER 1951
ρ 2224 IVcI is q B
Die Erfindung bezieht sich auf die Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol von unerwünschten Beimengungen, insbesondere Furfurol oder Furfurylalkohol.
Bei der Herstellung von Dihydropyran durch katalytische Dehydrierung von Tetrahydrofurfurylalkohol, wie sie in der britischen Patentschrift 547 334 beschrieben ist, führt z. B. die Anwesenheit geringer Mengen Furfurol und bzw. oder Furfurylalkohol zu einer Verminderung der Aktivität des angewandten basischen Aluminiumphosphatkatalysators.
Die vorliegende Erfindung schlägt nun ein Verfahren vor, durch das der Gehalt von Furfurol und bzw. oder Furfurylalkohol in Tetrahydrofurfurylalkohol beträchtlich verringert bzw. vollkommen oder im wesentlichen vollkommen unterbunden werden kann.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung wird derart vorgegangen, daß der Tetrahydrofurfurylalkohol ao bei erhöhter Temperatur mit einem Ammonium-, Alkali- oder Erdalkalibisulfat oder mit einer Mischung derartiger Bisulfate behandelt wird, worauf die Reaktionsmischung neutralisiert und der Tetrahydrofurfurylalkohol abdestilliert wird.
Die Verwendung von Natriumbisulf at hat sich als besonders zweckmäßig herausgestellt.
Wenn in der vorliegenden' Beschreibung von Bisulfat die Rede ist, so sollen darunter, wo immer der Zusammenhang es zuläßt, auch Mischungen von Bisulfaten verstanden werden.
Die Menge des angewandten Bisulfats kann innerhalb weiter Grenzen geändert werden. Wenn ein lösliches Bisulfat verwendet wird, ist es zweckmäßig, nicht mehr zu verwenden, als bei Raumtemperatur in dem zu behandelnden Tetrahydro-
furfurylalkohol löslich ist. So wurde beispielsweise gefunden, daß bei einem einfach destillierten Tetrahydrofurfurylalkohol befriedigende Ergebnisse erzielt werden, wenn 0,5 Gewichtsprozent oder weniger Natriumbisulfat zugesetzt werden. Das Bisulfat kann als fester Stoff oder in Form einer wäßrigen Lösung, die gewühschtenfalls erhitzt werden kann, bevor sie dem zu behandelnden Tetrahydrofurfurylalkohol zugesetzt wird, verwendet werden. Es ist auch möglich, das Bisulfat an Ort und Stelle zu erzeugen, beispielsweise, indem zu dem zu behandelnden Tetrahydrofurfurylalkohol eine Mischung von Schwefelsäure und Sulfat, beispielsweise Natriumsulfat, zugesetzt wird.
Wenn bereits ein Strom erhitzten Tetrahydrofurfurylalkohols zur Verfugung steht, gewonnen beispielsweise durch ein an Furfurol ausgeführtes kontinuierliches Hydrierungsverfahren in flüssiger Phase in Gegenwart eines nickelhaltigen Katalysa-
ao tors, ist es zweckmäßig, in diesen Strom eine heiße, gesättigte, wäßrige Lösung von Natriumbisulfat einzuspritzen und die Mischung einer geeigneten Apparatur, beispielsweise zum Zwecke einer Rückflußbehandlung, zuzuleiten, bevor ihre Neutralisation und Destillation erfolgt.
Die Behandlung mit Bisulfat kann bei beliebiger erhöhter Temperatur durchgeführt werden bis hinauf zu dem Siedepunkt, den die den zu behandelnden Tetrahydrofurfurylalkohol und das Bisulfat enthaltende Mischung bei dem jeweils angewandten Druck besitzt. Vorzugsweise arbeitet man beim Siedepunkt unter Atmosphärendruck in einer Apparatur, die mit einem Rückflußkühler versehen ist.
Die Einwirkungsdauer des Bisulfats auf den Tetrahydrofurfurylalkohol hängt von der Zusammensetzung des zu verarbeitenden Alkohols, der Menge des angewandten Bisulfats und den gewählten Arbeitsbedingungen ab. Es wurde beispielsweise gefunden, daß befriedigende Ergebnisse erzielt werden können, wenn der Tetrahydrofurfurylalkohol mit 0,5 Gewichtsprozent oder weniger Natriumbisulfat 15 Minuten der Behandlung am Rückflußkühler unterworfen wird.
Nach der Bisulfatbehandlung kann die Reaktionsmischung mit einem geeigneten Alkali neutralisiert werden, beispielsweise mit einem Alkali- oder Erdalkalihydroxyd oder -carbonat. Gewünschtenfalls kann die Reaktiorismischung vor der Neutralisation gekühlt werden.
Nach der Neutralisation wird die Reaktionsmischung destilliert, um bezüglich Furfurol und Furfurylalkohol reinen oder nahezu reinen Tetrahydrofurfurylalkohol zu erhalten.
Im folgenden Beispiel ist eine Ausführungsform für die Durchführung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens angegeben.
Beispiel
Einige Proben einer Tetrahydrofurfurylalkohollösung, welche 4,9% Furfurylalkohol, 0,015% Furfurol und 2% Wasser enthält, werden V2 Stunde am , Rückflußkühler unter Zusatz verschiedener Mengen Natriumbisulfat behandelt. Danach wird die Reaktionsmischung mit einer dem angewandten Bisulfat äquivalenten Menge Natriumbicarbonat neutralisiert, filtriert und destilliert. Die folgende Tabelle zeigt die Wirkung der angewandten verschiedenen Natriumbisulfatmengen, während die Tabelle 2 die Wirkung der verschiedenen Behandlungszeiten am Rückflußkühler angibt, wenn eine Menge von 0,5 Gewichtsprozent Natriumbisulfat in der Mischung zugegen ist.
Tabelle 1
Wirkung verschiedener Mengen Natriumbisulfat
Konzentration an Natriumbisulfat in Gewichtsprozent
der Gesamtmischung
0,50
0,25
0,1
0,05
Gewichtsprozent
Furfurylalkohol im
Destillat
0,10
0,24
o,45
0,85
Tabelle 2
Wirkung verschiedener Behandlungszeiten
am Rückflußkühler
Behandlungszeit (Minuten)
5
10
15

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    0,38
    0,27
    0,10
    Gewichtsprozent
    Furfurylalkohol im
    Destillat
    1. Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol von Furfurol und bzw. oder Furfurylalkohol, dadurch gekennzeichnet, daß der Tetrahydrofurfurylalkohol bei erhöhter Temperatur mit einem Ammonium-, Alkalioder Erdalkalibisulfat oder mit einer Mischung derartiger Bisulfate behandelt, die Reaktionsmischung, beispielsweise mit einem Alkali- oder Erdalkalihydroxyd oder -carbonat neutralisiert no und der Tetrahydrofurfurylalkohol abdestilliert wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bisulfat Natriumbisulfat verwendet wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bisulfat oder die Mischung von Bisulfaten in Tetrahydrofurfurylalkohol löslich ist und die Menge des Bisulfats gleich oder geringer als die Menge ist, die sich im Tetrahydrofurfurylalkohol bei Raumtemperatur löst.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tetrahydrofurfurylalkohol Anwendung findet, der durch einfache Destillation aus rohem Tetrahydrofurfurylalkohol her-
    gestellt wurde, und daß diesem 0,5 Gewichtsprozent Natriumsulfat oder weniger zugefügt werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bisulfat oder die Mischung der Bisulfate in fester Form oder in Form einer kalten oder warmen wäßrigen Lösung dem Tetrahydrofurfurylalkohol zugefügt wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tetrahydrofurfurylalkohol in Form eines bei erhöhter Temperatur gehaltenen Stromes vorliegt und die erhitzte, gesättigte, wäßrige Lösung des Bisulfats oder der Mischung von Bisulfaten in diesen Strom eingespritzt wird, worauf die so erhaltene Mischung zur Weiterbehandlung einer geeigneten Apparatur zugeleitet wird, in der sie beispielsweise eine gewünschte Zeit lang einer Behandlung am Rückflußkühler unterworfen wird, bevor die Neutralisation und die Destillation erfolgt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Tetrahydrofurfurylalkohols beim Siedepunkt bei Atmosphärendruck unter Verwendung von Rückfluß erfolgt.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmischung vor dem Neutralisieren gekühlt wird.
    10.51
DE1949P0002224 1948-03-17 1949-03-16 Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol Expired DE819695C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB819695X 1948-03-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE819695C true DE819695C (de) 1951-11-05

Family

ID=33307036

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1949P0002224 Expired DE819695C (de) 1948-03-17 1949-03-16 Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE819695C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE819695C (de) Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol
DE700036C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrahydrofuranen
DE1283823B (de) Verfahren zur Gewinnung von Adipinsaeuredinitril
DE863050C (de) Verfahren zur Abscheidung von Acrylsaeure oder Methacrylsaeure aus waessrigen Loesungen
DE851194C (de) Verfahren zur Herstellung von monomerem ªŠ-Caprolactam
DE520939C (de) Verfahren zur Darstellung von Allylalkohol
DE392130C (de) Verfahren zur Umnitrierung wasserfeuchter Nitrozellulose
DE740425C (de) Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer Kondensationsprodukte aus Ketonen
DE585428C (de) Verfahren zur Herstellung von Benzanthron
DE767901C (de) Verfahren zur Herstellung eines Kupfer-Nickel-Katalysators zum Haerten von fetten OElen
DE817718C (de) Praeparieren von Tabak und Tabakerzeugnissen
DE499732C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,8-Cineol (Eucalyptol)
DE839502B (de) Verfahren zur Entfernung von Furfurol oder Furfurylalkohol aus Mischungen mit Tetrahydrofurfurylalkohol
DE723498C (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Oxyaldehyden und Oxyketonen
DE1172687B (de) Verfahren zur Reinigung von Dioxolan
DE952801C (de) Verfahren zur Befreiung technischer, geringe Mengen Acetylenalkohole als Beimengung enthaltender Produkte von diesen Beimengungen
DE513574C (de) Verfahren zum Konzentrieren waesseriger Loesungen von Essigsaeure oder Ameisensaeure
DE576388C (de) Verfahren zur Darstellung von Camphen
DE886198C (de) Verfahren zur Herstellung und Abtrennung von Natronseifen aus aldehydhaltigen Kohlenwasserstoff-Gemischen
DE408663C (de) Verfahren zur Herstellung geruchloser Naphthensaeuren und ihrer Seifen
DE877604C (de) Verfahren zum Konzentrieren von Essigsaeure
DE1048567B (de)
DE851193C (de) Verfahren zur Herstellung von Schaeumeroelen fuer Flotationszwecke aus Rohsulfatterpentinoel
DE1793712C3 (de)
DE955052C (de) Verfahren zur Reinigung von ª‰-Isopropylnaphthalin