DE818330C - Spitzeisen, insbesondere fuer Presslufthaemmer - Google Patents
Spitzeisen, insbesondere fuer PresslufthaemmerInfo
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Description
- Spitzeisen werden bekanntlich im großen Umfange im Untertagebetrieb verwendet, und zwar insbesondere in Preßlufthämmern. Diese Spitzeisen werden im allgemeinen weniger dadurch unbrauchbar, daß sie sich abnutzen, als vielmehr dadurch, daß sie zu Bruch gehen, und tatsächlich ergibt es sich, daß gerade diese Werkzeuge in außerordentlich hohem Maße der Bruchgefahr unterliegen. Das starre Spitzeisen, das aus gehärtetem Stahl besteht, ist vielfach Prellschlägen ausgesetzt, die dann entstehen, wenn das Spitzeisen in Gestein oder fester Kohle einen besonders starken Widerstand findet. Diese Prellschläge sind insbesondere dann verderblich, wenn sie nicht in Achsrichtung, sondern schräg vom Werkzeug aufgenommen werden müsse. Auch: spielt offenbar die metallurgisch erforderliche Härtung sowie das nach Aufarbeiten der. Spitzeisen erforderliche Nachhärten eine Rolle und führt im Verein mit den erwähnten schlagartigen Beanspruchungen dazu, daß die Eisen etwa in der Mitte durchbrechen.
- Ein durchgebrochenes Spitzeisen ist nicht mehr verwendbar, so daß den Benutzern durch diese Erscheinung ein erheblicher Schaden erwächst; ganz abgesehen von dem Arbeitsausfall, der dadurch hervorgerufen wird, daß der Hauer sich ständig reue Spitzeisen besorgen muß, die häufig schon bei der allerersten Benutzung zu Bruch gehen.
- Der Erfinder will diesem Übelstand dadurch steuern, daß er Spitzeisen, insbesondere für Preßlufthämmer, so ausbildet, daß das Eisen in der bruchgefährdeten Zone unterteilt ist. Auf diese Weise e:atsteht ein Ober- und Unterteil des Eisens, und es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß infolge dieser Maßnahme die Bruchgefahr auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
- Vorzugsweise wird die Verbindung zwischen Ober-und Unterteil durch einen Konus vermittelt, und zwar derart, daß vornehmlich das Oberteil mit einem entsprechend ausgebildeten, in die Bohrung passenden konischen Ansatz versehen wird. Es entsteht auf diese Weise eine Art konische Reibungskupplung, die in der Achsrichtung wirkt und die Prellschläge in einer für das Werkzeug unschädlichen Form vom Oberteil zum Unterteil überleitet.
- Im allgemeinen bleiben die beiden Teile, einmal ineinandergesteckt, infolge der Ausbildung der Kupplung fest miteinander verbunden, und zwar insbesondere auch deshalb, weil das Werkzeug sich erwärmt und so der Paßsitz in der Kupplung verbessert wird. Es kann jedoch sein, daß bei Beginn der Arbeit, wenn das Werkzeug noch nicht warm ist, oder auch infolge von Verschleiß bei längerem Gebrauch die Kupplung nicht selbsttätig erhalten bleibt, und es wird daher zusätzlich vorgeschlagen, sowohl den konischen Ansatz als auch die Wandung im Oberteil miteinander übereinstimmend radial zu durchbohren. In diese Bohrung kann alsdann ein Haltestift, gegebenenfalls konischer Form, eingeführt werden. Um unter Umständen sicherzustellen, daß der Stift eingeführt werden kann, wird die Bohrung im konischen Ansatz in Achsrichtung schlitzförmig gestaltet.
- Gemäß der Erfindung gestaltete Spitzeisen haben infolge der praktisch beseitigten Neigung zu Brüchen eine erhebliche Lebensdauer, und es kann daher auch zu ihrer Herstellung kostspieligerer Werkstoff verwendet werden, was wiederum dazu führt, daß die Abnutzung des Werkzeugs geringer wird, so daß ein Aufarbeiten und erneutes Härten weniger erforderlich wird.
- In der Zeichnung ist ein Oberteil i und ein Unterteil 2 eines Spitzeisens gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt. Wie ersichtlich, ist das Oberteil i mit einer konischen Bohrung 3 und das Unterteil 2 mit einem konischen Ansatz 4 versehen, die ineirandergesteckt und gegebenenfalls durch einen Stift gesichert werden, der durch die Bohrung 5 bzw. 6 eingeführt wird. Die Bohrung 6 im konischen Ansatz 4 kann in axialer Richtung schlitzförmig sein, um unter allen Umständen sicherzustellen, daß der Stift eingeführt werden kann.
- Die Arbeitsflächen 7 können mit Stahl oder mit Hartmetall bewehrt werden.
- Die Verbindungsstelle zwischen dem Oberteil i und dem Unterteil 2 befindet sich dort, wo ungeteilte Spitzeisen infolge der auftretenden Prellschläge zu brechen pflegen. Die Unterteilung wirkt so, daß die schlagartigen Beanspruchungen sich in dieser Zone nicht auswirken können, sondern die auftretenden Kräfte von einem Teil zum anderen Teil in unschädlicher Form übergeleitet werden, mit dem Ergebnis, daß Brüche solcher zweiteiligen Spitzeisen gemäß der Erfindung praktisch unterbunden werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Spitzeisen, insbesondere für Preßlufthämmer, - dadurch gekennzeichnet, daß das Eisen in der bruchgefährdeten Zone unterteilt ist, derart, eaß ein Ober-,und Unterteil gebildet wird.
- 2. Spitzeisen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Konusverbindung zwischen Ober- und Unterteil, wobei vorzugsweise das Oberteil mit einer konischen Bohrung, das Unterteil mit eir:cm konischen Ansatz versehen ist.
- 3. Spitzeisen nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch übereinstimmende Radialschlitze oder Bohrungen im Ober- und Unterteil zur Einführung eines zusätzlichen Haltestiftes.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP25254A DE818330C (de) | 1948-12-18 | 1948-12-18 | Spitzeisen, insbesondere fuer Presslufthaemmer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP25254A DE818330C (de) | 1948-12-18 | 1948-12-18 | Spitzeisen, insbesondere fuer Presslufthaemmer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE818330C true DE818330C (de) | 1951-10-25 |
Family
ID=7370012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP25254A Expired DE818330C (de) | 1948-12-18 | 1948-12-18 | Spitzeisen, insbesondere fuer Presslufthaemmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE818330C (de) |
-
1948
- 1948-12-18 DE DEP25254A patent/DE818330C/de not_active Expired
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