DE81736C - - Google Patents
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- DE81736C DE81736C DENDAT81736D DE81736DA DE81736C DE 81736 C DE81736 C DE 81736C DE NDAT81736 D DENDAT81736 D DE NDAT81736D DE 81736D A DE81736D A DE 81736DA DE 81736 C DE81736 C DE 81736C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41M—PRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
- B41M9/00—Processes wherein make-ready devices are used
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- Printing Methods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei. '/.;
-Cylindern von Druckpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Dezember 1894 ab.
■ In Druckereien ist es üblich, den Ueberzug auf dem Prefsdeckel in seiner Dicke durch
Einlegen bezw. Entfernen von Papierblättern derart herzurichten, dafs der Druck aller Lettern
der Form ein gleichmäfsig starker ist und so gute und gleichmäfsige Arbeit erzielt wird.
Die Arbeit dieses Zurichtens ist eine sehr zeitraubende und soll durch vorliegende Erfindung
vereinfacht werden.
Die Erfindung besteht zunächst in folgendem Verfahren: 1. die Druckplatte bezw. den Druckcylinder
mit einem plastischen Material, z. B. Papiermache, zu beziehen und eine Anzahl Papierblätter darüber zu legen; 2. mit der geschlossenen,
fertig in die Presse eingesetzten Form einen Druck gegen diesen Ueberzug auszuführen
und den Druck, welcher vorzugsweise gröfser sein soll als der für das Drucken benöthigte, so lange zu unterhalten, bis das
plastische Material sich gesetzt hat, bezw. diesen Druck mehrmals zu wiederholen und dann ein
oder mehrere Blätter der Papierlage zu entfernen.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein Grundrifs einer Tiegeldruckpresse mit dem
darauf angehefteten Ueberzug. Fig. 2 ist ein Schnitt durch den letzteren und zeigt in Ansicht
eine Letternreihe mit in vergröfsertem Mafsstab dargestellten Unregelmäfsigkeiten, die
durch die Typen eingedrückt worden sind. Fig. 3 ist ein Schnitt durch den fertigen Ueberzug,
zum Druck bereit.
Bei Ausführung dieser Erfindung wird, ein Ueberzug zunächst auf der Platte oder dem
Cylinder in folgender Weise befestigt: Platte oder Cylinder C erhält zuerst eine dünne
Lage A des plastischen Materials, als welches Papiermache verwendet werden kann.
Dasselbe mufs möglichst fest und steif sein, dennoch aber nachgiebig genug, um unter dem
Druck der Lettern zu weichen. Dann werden mehrere Blätter Papier B darüber gelegt und in
gewöhnlicher Weise durch die üblichen Bügel fest und straff angezogen. Hierauf wird, ■ nachdem
die Form D in die Presse eingelegt worden ist, ein scharfer Druck gegen den beschriebenen
rohen Ueberzug auf der Prefsplatte ausgeführt. Jeder Buchstabe in der Form wird hierbei gleich scharf zeichnen, denn die
mehr hervorstehenden Typen der Form senken sich tiefer in die nachgebende Masse des Ueberzuges
ein, als die tief liegenden Lettern. Wie bereits beschrieben , ist hierbei vorzuziehen,
einen Ueberdruck zu geben, der stärker ist als der ^gewöhnliche Pressendruck, damit sich
alle Typen etwas eindrücken.
Bei Plattenpressen bleiben dieselben einige Zeit unter diesem Druck stehen, bei Cylinderpressen
wird ein gleiches Resultat erzielt, indem die Presse unter der betreffenden Druckstellung
eine gewisse Zeit läuft. Nachdem die plastische Unterlage sich gesetzt hat, werden
ein oder mehrere Blätter der Papierdecke fortgenommen, und die Presse ist zum Drucken
fertig. Mit dem Abnehmen dieser Blätter entfernt man auch die scharfen Ecken in der
Fläche, die durch das Eindrücken der Lettern entstanden sind; die Tiefen in der Unterlage,
der Ungleichmäfsigkeit der Lettern entsprechend, werden aber nicht geändert und das zu bedruckende
Papier wird während des Bedrückens nicht in den Tieflagen verbogen.
Der vorbeschriebene Ueberzug besteht danach aus einer erhärteten Unterlage, welche mit
mehreren Papierdeckblättern versehen ist, in welche die Form mit Ungleich hohen Lettern
dementsprechend ungleiche Tiefen eingedrückt hat.
Durch diese Erfindung wird eine Schwierigkeit beseitigt, welche bei Anwendung von
Typenzeilen entstand, die bekanntlich viel unregelmäfsiger ausfallen als gewöhnlicher Letternsatz.
Den Unregelmäfsigkeiten der Typenzeilen kann durch das übliche Unterlegen von Papier
nicht abgeholfen werden und die Herrichtung des Ueberzuges für solche Lettern ist eine
aufserordentlich schwierige und zeitraubende Arbeit, und schliefslich ist das Resultat kein
zufriedenstellendes.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung eines zugerichteten Ueberzuges auf den Druckplatten oder-Cylindern von Druckpressen, dadurch gekennzeichnet, dafs man auf das Druckorgan eine Schicht plastischer Masse und auf diese einige Papierblätter aufträgt, diesen Ueberzug unter einem den gewöhnlichen Betriebsdruck übersteigenden Druck gegen die Form prefst und darauf einige der oberen Papierlagen entfernt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE81736T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81736C true DE81736C (de) |
Family
ID=5639583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81736D Active DE81736C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81736C (de) |
-
0
- DE DENDAT81736D patent/DE81736C/de active Active
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