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DE817155C - Haerteoel - Google Patents

Haerteoel

Info

Publication number
DE817155C
DE817155C DEN808A DEN0000808A DE817155C DE 817155 C DE817155 C DE 817155C DE N808 A DEN808 A DE N808A DE N0000808 A DEN0000808 A DE N0000808A DE 817155 C DE817155 C DE 817155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
hardening
mineral
oils
sulfur
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN808A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dipl-Ing Beuerlein
Hans Dr-Ing Seeles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority to DEN808A priority Critical patent/DE817155C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE817155C publication Critical patent/DE817155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/56General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering characterised by the quenching agents
    • C21D1/58Oils

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)

Description

  • Zum Härten von Stählen verwendet man je nach der Stahlart Wasser, öl oder Pr@ßluft und neuerdings auch Salze bzw. wässerige Lösungen von Salzen, wobei die Salze und auch die wässerigen Salzlösungen den Nachteil haben, bei Raumtemperatur zu erstarren. An ölen verwendete man früher fette öle, insbesondere Rüböl und Tran, die jedoch allmählich von den mineralischen Härteölen verdrängt wurden.
  • Hochlegierte Stähle, die in öl gehärtet werden, stellen keine großen Ansprüche an ein besonders energisches Kühlvermögen des Härteöles. je geringer jedoch die Legierungsanteile in den Stählen und je größer die Wanddicken der Werkstücke sind, welche durchgehärtet werden müssen, um so intensiver muß die Abkühlwirkung eines Härteöles sein, um den gewünschten Härteeffekt zu erzielen. Der nahebiegende Übergang auf Wasser ist in solchen Fällen meistens nicht statthaft wegen der dann gegebenen Härterißgefahr.
  • Zur Verstärkung des Abkühleffektes von Härteölen ist es wesentlich, die sogenannte Phase des Leydenfrostschen Phänomens, während der das Werkstück von einem geschlossenen Üldampfmantel isolierend umhüllt wird, abzukürzen, ferner in der zweiten Phase, in der die eigentliche Abkühlung vor sich geht, eine möglichst hohe Abkühlungsgeschwindigkeit in Grad Celsius je Sekunde zu erreichen; desgleichen ist es wesentlich, bei dem Ausklingen dieser zweiten Phase möglichst lange eine hohe Abkühlungsgeschwindigkeit im Härteöl zu behalten, damit in dem Gebiet der Martensitbildung (etwa 300° und darunter) das Härteöl noch eine ausreichend hohe Abkühlungswirkung aufweist.
  • Es ist bekannt, daß man durch bestimmte Zusätze, z. B. Lecithin, den Abkühleffekt eines mineralischen Härteöles in spezieller Richtung bezüglich Verzögerung des Ausklingens der zweiten Phase verbessern kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein besonders wirksames Härteöl dadurch erhalten wird, daß man zu Mineralölen schwefelhaltige organische Verbindungen, welche Sauerstoff mit dem Schwefel gebunden enthalten, zusetzt. Als Zusätze zu den Mineralölen sind Sulfosäuren, z. B. die bei der Behandlung von Mineralölen mit Schwefelsäure oder Oleum entstehenden öllöslichen Sulfosäuren (die sogenannten Mahagonisäuren) und insbesondere deren Salze besonders vorteilhaft. Es können auch Mischungen von Sulfosäuren mit Salzen derselben verwendet werden. jedoch kommen auch solche schwefelhaltige organische Verbindungen, in denen der Schwefel mittels Sauerstoff an die Kohlenstoffkette der Verbindung gebunden ist, wie die schwefelsauren Ester liocliniolekularer aliphatischer Alkohole und deren Salze, in Betracht.
  • Durch den Zusatz der genannten schwefelhaltigen Verbindungen zu 'Mineralölen werden Härteöle erhalten, welche über einen besonders großen Temperaturbereich, insbesondere auch im Gebiet der Martensitbildung, eine hohe Abkühlungsgeschwindigkeit gewährleisten.
  • Als Mineralölbasis werden vorzugsweise Öle niedriger Viskosität, wie leichte Spindelöle, verwendet.
  • Die TIessung der Abkühlungsgeschwindigkeit eines Härtemittels kann erfolgen nach einer vom Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf, entwickelten sogenannten Silberkugel-Methode. Diese ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Silberkugel von 20 min Durcliniesser, in deren Mitte ein Thermoelement befestigt ist, auf Soo° erhitzt und in dem zu prüfenden Härtemittel abgekühlt wird. Diese Methode gestattet es, den Temperaturverlauf kurvenmäßig darzustellen und zu jeder Kugeltemperatur die zugehörige Abkühlttngsgeschwindigkeit in 'Clsec zu ermitteln.
  • Zur Erläuterung der Erfindung ist in der graphischen Darstellung mit Kurve i der Verlauf der Abkühlungsgeschwindigkeit eines handelsüblichen mineralischen Härteöles dargestellt. Die Kurve 2 bezieht sich auf ein mit 5°,!o Lecithin versetztes Öl. Die Kurve 3 stellt den Verlauf der Abkühlungsgeschwindigkeit eines erfindungsgemäß verwendeten. 5% Sulfoseife enthaltenden Mineralöles dar. Wie aus den Kurvenbildern Hervorgeht, wird mit dein letztgenannten 01 eine holte Abkühlungsgeschwindigkeit über einen viel breiteren Temperaturbereich, insbesondere auch im Gebiet der 'Martensitbildung, als mit dem handelsüblichen Härteöl oder dem Lecithin enthaltenden 01 erhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Härteöl, bestehend aus 'Mineralöl mit einem Zusatz aus schwefelhaltigen organischen Verbindungen, die Sauerstoff finit dem Schwefel gebunden enthalten.
  2. 2. Härteöl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz Sulfosäuren, z. B. die bei der Behandlung von Mineralölen mit Schwefelsäure oder Oleurn en'tstelienden öllöslichen Sulfosiiuren, oder deren Salze verwendet sind.
  3. 3. Härteöl nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das 'Mineralöl ein -Mineral-öl niedriger Viskosität, insbesondere ein leichtes Spindelöl, ist.
DEN808A 1950-04-26 1950-04-26 Haerteoel Expired DE817155C (de)

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DEN808A DE817155C (de) 1950-04-26 1950-04-26 Haerteoel

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DEN808A DE817155C (de) 1950-04-26 1950-04-26 Haerteoel

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DE817155C true DE817155C (de) 1951-10-15

Family

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DEN808A Expired DE817155C (de) 1950-04-26 1950-04-26 Haerteoel

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