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Luftzellenwand Zweck der vorliegenden Erfindung sind neue, gegenüber
den bekannten Luftschichtw änden sowohl technisch als auch konstruktiv und wirtschaftlich
verbesserte Luftzellenwände mit zwangsläufig geführtem Isolierstoffei.nbau u. a.
Vorkehrungen.
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Solcher Isolierstoffeinbau, welcher unter diesen letzteren Voraussetzungen
wesentlich billiger als entsprechend verstärktes Mauerwerk ist, ist bereits in verschiedenartigen
Ausführungen und hauptsächlich zur Mauerwerksdichtung bekannt, während ihm als wärmetechnischen
Faktor bisher sehr bestimmte Voraussetzungen fehlten. Mit der vorliegenden. Erfindung,
mit den in der Höhe und auch Breite wesentlich eingeschränkteren Luftzellen bzw.
durch die völlig gleichmäßige zwangsgeführte Unterteilung der gemauerten schmaleren
Wandluftschlitze, ist erst eine absolut positive und ausdauernde Wärmesteigerung
von schwächeren oder auch stärkeren Wänden zu gewährleisten.
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Gleichzeitig läßt sich mit den erheblich schmaleren Wandluftsch,litzen
dieser Luftzellenwände aber auch kubisch eine solche Mauerwerksverbilligung erzielen,
mit der dänn schon eine Isolierstoffschscht fast kostenlos einzubauen ist, wobei
die verkleinerten Luftzellen ebenfalls alle nachteiligen Konvektionseinflüsse der
bisherigen Luftschichtwände grundsätzlich beseitigen. Mit ganz neuartigen kleinsten
Dübelverankerungen zur unlöslich starren Wiederverankerung der geteilten Binderschichten,
durch welche auch die Isolierstoffschichten mit Überstand hindurchgeführt werden,
erhalten die neuen Luftzellenwände ebenfalls erhöhte Festigkeit und Tragfähigkeit.
Und schließlich werden damit zu anderen wirtschaftlichen, Vorteilen und:' neben
der
Brennstoffersparnis an Stelle des sonst nötigen und teuren dichten
Außenputzes ebenfalls dessen erheblich billigere Ausführbarkeit erzielt, somit Luftzellenwände
von technisch, konstruktiv und wirtschaftlich gesteigerter Leistungsfähigkeit, welche
die Dichtungsfrage sekundär mi't erfüllen zu ihren wesentlicheren primären Steigerungsmerkmalen.
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In den Zeichnungen werden die entscheidenden Merkmale der Erfindung
mit erläutert; es zeigt Fig. i den Schnitt mit kurzer Ansicht durch eine solche
Luftzellenwand aus zwei einen halben Stein starken oder auch schwächeren Wandschalen
mit einer dazwischen angeordneten; Isolierstoffschicht, welche durch die geteilten
Binderschichten mit Überstand zu ihrer sicherer, Isolierung und bei gleichzeitig
oberer und unterer Zwangsführung hindurchgeführt iverden4 wobei die wieder dicht
zusammengeschlossenen geteilten Binderschichten in ihren konischen od. dgl. Steinnuten
mit denkbar kürzesten Dübelankern urilöslich und starr verankert werden. In den
entsprechend vorbereiteten Stoßüberständen ergeben sich weitere untere oder auch
seitliche Zwangsführungen für die Isolierstoffschichten zu ihrer unbedingt gleichmäßigen
Luftzellenteilung.
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Fig. 2 zeigt denselben Schnitt durch eine stärkere Lufteellenwand
mit einer Isolierstoffschicht, bei welcher auch die größere Wandistärke eine noch
entsprechend höhere Wärmeleistung als die schon nach Fig. i erzielte iooo/oige Steigerung
ergibt.
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Fig. 3 zeigt denselben Schnitt durch eine Luftzellemvand mit zwei
oder noch mehr Isolierstoffschichten von höchster Wärmesteigerungsfähigkeit, wobei
dann oben auf den etwas längeren Dübelankern nur schmale und unvergängliche Abstandsleisten
ohne andere Konstruktionsänderung zwischen die Isolierstoff schichten fest eingeklemmt
zu werden brauchen.
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Fig.4 zeigt denselben Schnitt mit Wandaußenschalen aus größeren Stein-
oder Betonblöcken bzw. Plattenkörpern beliebiger Stärke, wobei neben den besonderen
geteilten Bindersahiohten auch die Vorkehrungen der letzteren für Zwangsführung
der Isolierstoffschichten und die. Dübelverankerungen gleich in entsprechenden Verstärkungskanten
an den ersteren auszubilden sind.
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Fig. 5 zeigt die geteilten Binderschichten .in etwa natürlicher Größe,
welche mit den durch sie hindurchgeführten Isokerstoffschichten deren Vorkehrungen
in dien Überständen, zur Zwangsführung und ihre Aufhängung mit den Dübelankemn veranschaulichen.
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Fig. 6, 6a, 7, 7a, 713 zeigen, verschiedenartige und beliebig
weiter abwandelbare Formen von Dübelankern, die sowohl als Einzel-, Doppel- oder
auch breitere Reihenanker anwendbar sind.
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Mit diesen in der Höhe und Breite wesentlich verkleinerten und völlig
gleichmäßig geteilten dichten Luftzellen werden also nicht nur jeder Feuchtigkeits-
und Frostdurchgang zur hinteren Wandhälfte strikt unterbunden, dadurch erst positive
Wärmesteigerungen selbst bei schwächeren Wänden erzielt, sondern ebenfalls die schädlichen
Konvektionswirkungen der üblichen Luftschichtwände grundsätzlich beseitigt, d. h.
ohne den sonst dazu nötigen dichten Zemenrtaußenputz. Alles das läßt sich mit irgendwelchen
willkürlich eingebauten und, sich ohne Zwangsführung so oder so verbeulenden Isolierstoffschichten
oder breiteren Luftschichten ebensowenig erzielen als die jetzt gleichfalls gewonnene
Verbilligung des Mauerwerks bzw. des fast kostenlosen Einbaus schon einer Isolierstoffschicht.
Schließlich aber hört damit auch die bisher beanstandete und zu breite Aufspaltung
der üblichen Luftschichtwände auf. Selbst bei den geteilten und wieder dicht geschlossenen,
mit wirksamsten kurzen Dübelverankerungen unlöslich und starr verbundenen Binderschichten
erhalten die neuen Luftzellenwände noch erheblich gesteigerte Festigkeit und Tragfähigkeit.
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Mit den in der IN-litte über den schmaleren gemauerten Wandluftschlitzen
p geteilten Binderschichten .a geschieht die obere Zwangsführung der ein- oder mehrmaligen
Isolierstoffschichten b. Die letzteren werden gleichzeitig mit entsprechendem Überstand
c nach oben durch die Kinderschichten zu deren sicheren Isolierung hindurchgeführt.
Die untere Zwangsführung der Isolierstoffschichten erfolgt in den schmalen Steinaussparungen
r, in welche die jedesmaligen oberen Isoliierstoffschichtcn dicht einsetzen. Ferner
kann die untere oder auch seitliche Zwangsführung der Isolierstofschichten mit in
den Überständen c vorbereiteten Auslappungeng od. dgl. Vorkehrungen, die sich leicht
herausdrücken lassen, geschehen, wenn solche Vorkehrungen nicht entsprechend besonders
aufgesetzt oder durchgesteckt werden. Damit wird die völlig gleichmäßige und zwangsläufig
geführte Unterteilung der schmaleren Wand'luftschlitze in die kleineren Luftzellen
auch ausdauernd und dicht so gewährleistet, daß sich darin keime stärkeren Feuchtigkeitsmengen
mehr niederschlagen, ansammeln. oder einfrieren können.
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Und dadurch ist auch die hintere Luftzelle d bzw. die Hinterwand f
technisch fast unabhängig von der vorderen Luftzelle e gemacht worden, so daß erstere
nunmehr solchen beständigeren Wärmekoffer bilden, der auch positiv Wärmeleistungen
zu verbürgen vermag. Die geteilten und nach dem Isolierstoffsohichteneinbau wieder
dicht zusammengepreßten Bi.nderschichten aerhalten für die äußerst kleinen Dübelverankerungen
k, Klammern od, ähnJ. Dübelanker solche schwalbenschwanzförmigen cd,. dgl. konischen
Steinnuten, Langlöcher' oder andere zweckmäßige Vorkehrungen h, die sowohl seitlich
als auch oberhalb an den Binderschiehtsteinen a anzuordnen sind und in welchen sich
die Dübelanker k, entsprechend vermörtelt, beliebig seitlich verschieben lassen.
Dadurch sind die geteilten Binderschichten trotz der durch sie hindurchgeführten
Isolierstoffschichten so starr und fest wieder zu verbinden, als wenn sie aus einem
Stückhergestellt wären.
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Als Isolierstoffschichten können sowohl übliche Asphaltpappen als
besonders auch solche mit weißen oder rückstrahlenden, glitzernd kaschierten Oberflächen
spiegelnde dünne Metallfolien und ähnlich geeignete Stoffe verwendet werden. Statt
solcher
weicheren oder elastischeren Stoffe sind aber ebenfalls
dünne härtere Stoffe, wie Rollglas, Eternit, dünne Platten aus Kork, Glaswolle od.
dgl. zweckmäßigen Isolier- und Wärmestoffen, auch mit entsprechenden rückstrahlenden
Kaschierungen zu verwenden. In beiden Fällen lassen sie sich in kürzeren oder längeren
Bahnen und auch in Rollenform einbauen. Zum schnelleren Einbau bzw. zu ihrem erleichterten
Überschieben über die Dübelanker erhalten die Isolierstoffschiehten in der bestimmten
Ankerhöhe kleine Reihenlöcher oder schmale Schlitze, vorgeritzte Markierungen od.
ähnl. zweckmäßige Vorkehrungen, welche ebenso für den Einbauvon mehrfachenIsolierstoffschichten
anzuordnen sind, wobei die schmalen Abstandstreifen absolut sicher auf den Dübelankern
ruhen.
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Für die besonderen Binderschichten a sind ebenfalls bei größeren Stein-,
Beton- oder Plattenkörpern d'ie Verankerungsvorkehrungen h gleich in kleinen entsprechenden
Verstärkungskanten an solcher größeren Körpern selbst auszubilden, wodurch sich
ihr Zusammenbau mit den Isolierstoffschichten weiter vereinfachen läßt. Sonst aber
sind die besonderen Binderschichten a in beliebigen Längen und Stärken berstellbar.
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Ebenso brauchen die unbegrenzt abwandelbaren kleinen Dübelanker nicht
auf Einzelanker beschränkt zu werden, sondern können ebenso als doppelte oder breitere
Reihenanker verwendet werden.
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Der Wandaufbau geht in derselben Weise wie bei den bisherigen Luftschichtwänden
vor sich. Nachdem eine Wandseite mit der halben Binderschicht bei innen glatt abgestrichenem
Fugenmörtel hochgemauert ist, werden die kleinen Dübelanker, an den entsprechenden
Stellen eingemörtelt, in die Stein, nuten h fest hineingedrückt, dann sogleich die
Isolierstoffschichten über die entsprechend dazu auf einer Seite vorbereiteten Dübelanker
geschoben, deren besondere Ausbildung auch ihr Abwehen verhindert. Darauf wird die
andere Wandseite in gleicher Höhe nachgeholt, die zweite Binderschichthälfte, ebenfalls
an richtiger Stelle vermörtelt, über die vortretenden Dübelanker geschoben und fest
an die Isolierstoffschicht angepreßt. Die Luftzellen sind damit dicht geschlossen,
worauf der weitere Aufbau in ununterbrochener Weise weiter vor sich geht.