DE816622C - Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Maeusen und anderen Kleintieren - Google Patents
Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Maeusen und anderen KleintierenInfo
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Description
(WiCBl S. 175)
AUSGEGEBEN AM 11. OKTOBER 1951
P 48258 III 145k D
Es sind Schutzzaunanlagen zur Abwehr von Kleintieren bekanntgeworden, bei welchen in entsprechendem
Abstand Blankdrähte über den Erdboden gespannt werden, die mit hochgespannten Stromstößen von den
Stromquellen elektrischer Weidezaunanlagen beschickt werden. Es hat sich gezeigt, daß solche Anlagen nur
einen mangelhaften Schutz für das zu bewahrende Gut bilden, weil sie verhältnismäßig leicht zu überspringen
sind.
Gegenstand der Erfindung bildet eine Schutzzaunanlage, die diesen Nachteil vermeidet und die sowohl
mit einer Hochspannung, wie sie Stromquellen elektrischer Weidezaunanlagen oder gleichartiger Geräte
liefern, als auch mit Strömen niederer Spannung wirksam beschickt werden können.
Im folgenden sind einige Ausführungen des Erfindungsgegenstandes
beschrieben.
In Abb. ι ist ein Drahtgeflecht ι aufgestellt, vor oder
auf dem in entsprechendem Abstand Leitungsdrähte 2 auf Isolatoren 3 gespannt sind. Wird das Drahtgeflecht
mit dem einen Pol einer elektrischen Spannungsquelle 4, z. B. für eine Weidezaunanlage, verbunden
und die isoliert angeordneten Spanndrähte werden mit dem anderen Pol verbunden, so entsteht zwischen diesen
beiden Leitern ein Potential von beliebig zu wählender Spannung. Versucht ein Tier, diese Anordnung zu
überqueren oder zu überklettern, gerät es auf jeden Fall in den Bereich der beiden Pole und somit in den
Schutzstromkreis, der von der Spannungsquelle beschickt wird. Das Tier wird nicht geneigt oder in der Lage
sein, seine Absicht auszuführen und wird gezwungen, von seinem Vorhaben abzulassen. Bei Anlegen einer
hohen Spannung kann sich bereits eine genügend große Abwehrkraft ergeben, wenn nur ein Teil dieser Zaunanlage,
und zwar der gegen Erde isolierte, mit Hochspannung beschickt wird und der zweite Pol durch
Erde gebildet wird.
Abb. 2 zeigt von oben gesehen eine Anordnung, wie der Erfindungsgedanke mit anderen Mitteln verwirklicht
werden kann. In einer Entfernung, die etwa der Stärke der abzuwehrenden Tierkörper entspricht, werden
zwei Ständerreihen aufgestellt. Diese Ständer 5 sind so gestaltet, daß sie eine Anzahl von Stromleitungen,
z. B. Drähte 6, übereinander aufnehmen können. Auch der Abstand der Leiter voneinander ist so eingerichtet,
daß die abzuwehrenden Tiere nicht zwischen den Leitungsdrähten hindurchschlüpfen können, ohne mit den
stromführenden Leitungen in Berührung zu kommen. Jede der beiden parallellaufenden Zaunanordnungen
ist mit einem Pol der Stromquelle verbunden. Hierbei ist zur Vermeidung von Stromableitungen einer hochgepannten
Schutzspannung eine Gruppe der Ständer oder es sind beide Gruppen mittels Isolatoren 7 gegen
Erde isoliert. Bei der Anwendung eines niedergespanna5
ten Schutzstromes können beide Leitungsgruppen vom Erdboden isoliert angeordnet werden.
Abb. 3 zeigt einen weiteren Weg zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens.
An den aus Leitern oder Nichtleitern bestehenden Zaunständern 8 sind aus isolierenden Stoffen bestehende
Leiterträger angebracht, die den elektrischen Leitern, z. B. Drähten, eine gute Abstandsführung verleihen.
Im Beispielsfall sind durch den Isolator 9 die Drähte 10, die von der einen Polklemme versorgt werden, so zu
den Drähten 11 geführt, die mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden sind, daß diese immer den gewünschten
Abstand bewahren und hierbei die Schutzwirkung aufrechterhalten wird. Zur Aufnahme der
mechanischen Leitungsdrahtspannungen kann eine Abspannung durch die Strebe 12 vorgesehen sein.
An Stelle des Ganzisolators 9 können auch Einzelisolatoren, z. B. Isolierbuchsen oder Isolierrollen, verwendet
werden, die an einem aus beliebigem Material gefertigten Ständer angeordnet sind.
Für die Stromzuleitung und zur Straffspannung der Drähte sind Ständer nach Abb. 4 vorgesehen. Sie bestehen
im Beispielsfall aus dem Isolatorträger 13, dem Isolator 14 und der Leitungsbrücke 15. In die entsprechenden
Löcher werden die Zaundrähte 16 eingezogen und daraufhin um das ganze Zaungehege in
gleichlaufender Weise herumgeführt. Hierbei werden sie durch die Abstandslöcher in den Isolatoren der
Abb. 3 gezogen. Ist der Ring geschlossen, dann werden sie wieder zum Ausgangspunkt an die Leitungsbrücke 15
zurückgeführt und hier in die Feder 17 eingehängt, die dem Einzeldraht die notwendige Spannung verleiht.
Bei 18 wird die Anschlußleitung der Stromquelle angeklemmt. Genau so wie es mit der einen Leitungsgruppe gemacht wird, wird auch der Anschluß der
gegenpoligen Leitungen durch einen zweiten Anschlußständer herbeigeführt.
Abb. 5 zeigt eine andere Ausführung der Leitungsträger, wobei der Leiter an Stelle durch Löcher, ösen
oder Ringe eingefädelt einfach in Schlitze I9 eingeschoben wird.
Abb. 6 zeigt eine weitere Form, wie der Anschluß des Schutzzaunes an einem Ständer an die Stromquelle
erfolgen kann. Die Drähte der einen Gruppe werden in die tieferen Schlitze 20 eingeführt und berühren am
Ende der Schlitze eine Leitungsbrücke 21, die an den einen Pol der Spannungsquelle angeschlossen wird.
Daraufhin wird die bisher heruntergeklappte Leitungsbrücke 22 in ihre Endlage 23 gebracht und mit dem
anderen Pol der Stromquelle verbunden. Die dann in die kurzen Schlitze 24 eingeführten Drähte kommen
mit der Leitungsbrücke in leitende Berührung und bilden so den Gegenpol zu der Drahtgruppe der tiefen
Schlitze 20. Bei 25 und 26 befinden sich die beiden Anschlußklemmen .
Abb. 7 zeigt in schematischer Darstellung von oben gesehen den Aufbau im geschlossenen Ring und den
in Abb. 6 beschriebenen Anschlußständer. Zur Erzielung der erforderlichen Straffheit der einzelnen
Leitungsdrähte sind beispielsweise Zugfedern 27 vorgesehen, die an einer beliebigen Stelle des ganzen
Ringes angeordnet sein können. An Stelle der Drähte können Metallbänder vorgesehen werden, so daß diese
Bänder in nur geringer Anzahl bei gleicher Zaunhöhe erforderlich sind. Diese Bänder können mit in regelmäßigen
Abständen wiederkehrenden Löchern versehen sein, mittels welcher sie an dem Ständer isoliert
oder kontaktgebend befestigt werden.
Claims (6)
1. Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Mäusen und anderen Kleintieren,
wobei Stromleiter verschiedenen Potentials so aneinandergeführt sind, daß nach Art der abzuwehrenden
Kleintiere ein Durchschlüpfen nicht möglich ist, ohne in den Bereich der elektrischen
Abwehrspannung zu gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß in geeignetem Abstand vor einer
liegend oder sonstwie angeordneten leitenden Schutzfläche (Blech oder Drahtgeflecht) ein oder
mehrere Leiter angeordnet sind, so daß zwischen beiden ein wirksames Spannungsfeld besteht.
2. Schutzzaunanlage, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Schutzfläche eine Anzahl von
Leitungen so geführt ist, daß sich aus benachbarten Leitern entgegengesetzter Polarität ein wirksames no
Schutzfeld ergibt.
3. Schutzzaunanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Leiteranordnungen entgegengesetzten
Potentials durch Stützen oder Träger aus leitendem Material so geführt werden, daß
überall der gewünschte Abstand gewahrt wird. Hierbei können sowohl die Ständer der einen Gruppe
als auch die Ständer der anderen Gruppe auf Isolatoren angeordnet oder durch Isolatoren voneinander
getrennt sein.
4. Schutzzaunanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolatoren der stromführenden
Leitungen in geeignetem Abstand gemeinsam von Trägern entsprechender Festigkeit beliebigen Materials getragen werden.
5. Schutzzaunanlage nach Anspruch 2 und 4, da-
durch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung je einer Leitungsgruppe durch eine gemeinsame Leitungsbrücke
erfolgt, die in einem Teil vom Träger selbst und im anderen Teil von einer isoliert geführten
Stromschiene gebildet werden kann.
6. Schutzzaunanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Leitergruppen an je eine
isolierte Leitungsbrücke angeschlossen sind.
7. Schutzzaunanlage nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Leiter an einen
Pol einer Hochspannungsquelle angeschlossen werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1718 10.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP48258A DE816622C (de) | 1949-07-08 | 1949-07-08 | Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Maeusen und anderen Kleintieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP48258A DE816622C (de) | 1949-07-08 | 1949-07-08 | Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Maeusen und anderen Kleintieren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE816622C true DE816622C (de) | 1951-10-11 |
Family
ID=7382938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP48258A Expired DE816622C (de) | 1949-07-08 | 1949-07-08 | Schutzzaunanlage mit elektrischer Leitung zur Abwehr von Ratten, Maeusen und anderen Kleintieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE816622C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE935941C (de) * | 1953-11-26 | 1955-12-01 | Hans Stassinet | Elektrischer Schwachstrom-Insektenfaenger |
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-
1949
- 1949-07-08 DE DEP48258A patent/DE816622C/de not_active Expired
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