DE81651C - - Google Patents
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- DE81651C DE81651C DENDAT81651D DE81651DA DE81651C DE 81651 C DE81651 C DE 81651C DE NDAT81651 D DENDAT81651 D DE NDAT81651D DE 81651D A DE81651D A DE 81651DA DE 81651 C DE81651 C DE 81651C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
In der Patentschrift Nr. 49593 ist ein Verfahren beschrieben, um auf mechanischem
Wege statistische Ergebnisse zu ermitteln, Einheiten zu addiren u. dergl. mehr. Dieses
Verfahren beruht .im allgemeinen auf der Anwendung von Zählkarten oder Streifen, welche
nach den statistischen Einzelerfnittelungen in der Regel durch Lochung so vorbereitet sind,
dafs sie, in eine elektrische Stromschlufsvorrichtung gebracht, Zählwerke in bestimmter Weise
bethätigen. Die Bethätigung der einzelnen Zählwerke erfolgt beim Zusammenstellen von statistischen
Ergebnissen über Industrie, Landwirtschaft u. s. w. aufser durch die Stromschlufsvorrichtung
noch unter Benutzung einer besonderen Addirvorrichtung, Fig. 12 und 13
der Patentschrift Nr. 49593, welche im wesentlichen aus einer mit verschieden langen Stromschlufsschienen
versehenen Trommel besteht, und einer entsprechenden Anzahl von Stromschlufsbürsten,
welche an die in der einen Richtung reihenweise mit einander verbundenen Quecksilbernäpfe der Stromschlufspresse ange-.
schlossen sind, wobei die von einander isolirten Stromschlufsstifte rechtwinklig zu den Reihen
der Quecksilbernäpfchen ebenfalls reihenweise mit einander verbunden sind. Die Zählwerksmagnete liegen hier in den Leitungen der
Stromschlufspresse. Diese Anordnung zeigt den Uebelstand, dafs bei ausgelassenen Lochungen
die betreffenden Zählwerke aufser Thätigkeit bleiben, so dafs das Gesammtergebnifs der
Zählung ein falsches ist.
Diese Fehler werden nach der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, dafs die durch
die Zählkarten bethätigte Stromschlufsvorrichtung auf eine besondere, die Addirvorrichtung
bethätigende Arbeitsleitung in. der Weise einwirkt, dafs eine Zählkarte mit ausgelassener
Lochung sofort- angezeigt wird.
Fig. ι stellt schematisch die Stromschlufspresse
und ihre Schaltung dar, und zwar entspricht die Schaltung im wesentlichen der Fig. 12 der Patentschrift Nr. 49593 mit einigen
Abänderungen, welche aber nur zur Erläuterung der späteren Ausführungen dienen. Fig. 2 ist
ein Verticalschnitt durch die. Stromschlufspresse. Fig. 3 zeigt eine Zählkarte.
Die Stromschlufspresse (Fig. 2) enthält eine feste Grundplatte C4 mit von einander isolirten
Stromschlufsstellen c in Form von Quecksilbernäpfen oder gleichwirkenden Einrichtungen,
und eine bewegliche Platte C2, die im Folgen^ den »Nadelbrett« genannt werden soll, in welchem
die nachgiebigen Stromschlufsstifte c2 verschiebbar angeordnet sind.
Das Nadelbrett ist in geeigneten Führungen geführt und befindet sich für gewöhnlich in
seiner oberen Stellung. Mittelst eines Hebels oder einer anderen geeigneten Vorrichtung
kann man das Nadelbrett nach unten pressen, um seine Stifte c2 mit den Stromschlufsstellen c
zu verbinden.
Die durch die Stromschlufspresse herzustellenden Verbindungen werden durch eine
Zählkarte (Fig. 3) bestimmt und geregelt, die
mit Durchbohrungen ρ versehen ist, welche nach einem bestimmten Plan auf der Zählkarte
angebracht sind. Wird diese Karte zwischen die feste Grundplatte C1 und das bewegliche
Nadelbrett C2 gelegt, so werden bei der Abwärtsbewegung des Nadelbrettes C2 nur
diejenigen Stifte c2, welche genau über den Durchbohrungen ρ liegen, durch die Karte
hindurchtreten und mit den entsprechenden Stromschlufsstellen c der Grundplatte in Berührung
kommen, so dafs die entsprechenden Stromleitungen geschlossen werden, während sämmtliche anderen Stifte c- zurückgehalten
werden, so dafs die betreffenden Stromleitungen offen bleiben, da undurchbrochene Theile der
Zählkarte zwischen den betreffenden Stromschlufsstellen liegen.
In der schematischen Darstellung (Fig. i) sind die Stromschlufsstellen c der Grundplatte C1
durch kleine Halbkreise, die entsprechenden Stifte c2 durch kleine, verticale, starke Linien
angedeutet. Wie aus dieser Figur erkennbar, sind die in einer wagerechten Linie liegenden
Stromschlufsstellen c in Gruppen ix bis 9X
elektrisch mit einander verbunden,, ebenso sind die in einer senkrechten Linie liegenden Stifte c2
in Gruppen mit den Bezeichnungen 4 bis 24 rechtwinklig zu den Gruppen ix bis gx mit
einander verbunden. Auf diese Weise entstehen mindestens neun Stromschlufsstellen in
jeder Gruppe, derart, dafs ein Stift c2 einer jeden Gruppe 4 bis 24 über je einer Stromschlufsstelle
c einer jeden Gruppe ix bis gx
liegt.
Jede Gruppe ix bis 9X ist mit je einer
Bürste bl bis b9 der Addirvorrichtung B (Fig. 1)
gemäfsFig. 12 und 13 der Patentschrift Nr. 49593
verbunden, während jede der Gruppen 4 bis 24 mit einem der Zählwerke A durch die Leitung
α verbunden ist, welche zu dem Magneten dieses Zählwerkes führt, wobei die Magnete
aller Zählwerke an eine gemeinsame Rückleitung al angeschlossen sind, in welche ein
Stromerzeuger D eingeschaltet ist, und welche in eine Stromschlufsbürste b der Addirmaschine
endigt. In der Fig. 1 ist nur das zur äufsersten Rechten gelegene Zählwerk A angedeutet; von
den anderen Zählwerken ist nur der Magnet gezeichnet.
Anstatt eine andauernde Verbindung zwischen den Gruppen 4 bis 24 (den beweglichen
Stromschlufsstiften c2) und den verschiedenen Leitungen α der Zählwerke herbeizuführen
(wie man es thun könnte), endigen die ersteren zweckmäfsigerweise in Stromschlufsstellen
c3, die an dem beweglichen Nadelbrett angeordnet sind und mit Stromschlufsstellen c4
der Grundplatte in Berührung kommen, wobei diese Stromschlufsstellen aufserhalb der Zählkarte
liegen, wenn dieselbe ihre richtige Lage eingenommen hat, so dafs diese Leitungen
immer geschlossen werden, ganz unabhängig davon, ob einige Stifte derselben Gruppe durch
die Karte hindurchtreten oder nicht.
Das bewegliche Nadelbrett ist ferner zweckmäfsig mit vier Hülfsstromschlufsstellen 3, 25,
27 und 28 (Fig. 1), versehen, von denen die ersten drei mit der richtigen Lage der Zählkarte
in der Stromschlufspresse zu thun haben. Die Stifte 3 und 25 haben ihre Stellung an
der vorderen Kante des Nadelbretts gegenüber den hinteren Führungen g g (Fig. 2) und genau
vor dem Rand der in ihrer richtigen Lage befindlichen Zählkarte. Der Stift 27 befindet sich
dagegen an der einen Querseite des Brettes gegenüber der an der anderen Querseite befindlichen Führung g1 (Fig. 2) gerade neben
der Zählkarte.
Wenn nun die Zählkarte ihre richtige Lage in der Stromschlufspresse eingenommen hat,
wird sie keinen der Stifte an der Stromschlufsbildung verhindern; ist sie dagegen aus ihrer
Lage verschoben, so wird sie einem oder mehreren Stiften im Wege sein und wird eine
weitere Abwärtsbewegung derselben und damit die Stromschlufsbildung verhindern.
Die drei Stifte 3, 25 und 27 sind in demselben Stromkreis angeordnet, und alle drei
müssen die entsprechenden gegenüberliegenden Stromschlufsstellen 3% 2511 und 27s der Grundplatte
C1 treffen, um den Strom zu schliefsen. Wenn daher einer der Stifte an der Stromschlufsbildung
verhindert wird, so bleibt die Stromleitung offen, und der Apparat bleibt in Ruhe, da diese Stromschlufsstellen in der
Arbeitsleitung angeordnet sind, durch welche bei der vorliegenden Einrichtung die Addirvorrichtung
bethätigt wird.
Der Stift 28 ist ebenfalls an dem beweglichen Nadelbrett angebracht und kommt mit
der auf der Grundplatte C1 angeordneten Stromschlufsstelle 28a in Berührung; diese ist
ebenfalls in der Arbeitsleitung angeordnet in Weise, dafs sie ihre Stromleitung zuletzt schliefst
und zuerst öffnet, so dafs alle Funkenbildung in dieser Leitung an diesem einen Punkte stattfindet,
wo sie leicht übersehen und jede schädliche Wirkung verhindert werden kann.
Die Addirvorrichtung B, welche in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, dient dazu, in jeder
einer Anzahl von Leitungen, welche zu den Gruppen ix bis 9X führen, eine verschiedene
Anzahl elektrischer Stromstöfse von solcher Form, Dauer und Richtung zu erzeugen, dafs
die Zählwerke um so viele Zähne oder Einheiten vorwärts bewegt werden, als Stromstöfse
durch die Leitung gehen. In dem gegebenen Fall endigen die Stromschlufsgruppen ix
bis 9X in die Bürsten b1 bis b9, welche so angeordnet
sind, dafs sie in Zwischenräumen mit einer Anzahl von Schienen b"i0 in Berührung
kommen, welche, von einander isolirt, auf einer
drehbaren Trommel angebracht sind, die durch einen geeigneten Motor angetrieben wird und
mit einer Hemmung versehen ist, die durch einen in der Arbeitsleitung angeordneten Mag-
* neten e befhätigt wird. Eine Bürste b, welche das eine Ende der Arbeitsleitung bildet, ist so
angebracht, dafs sie mit jeder der Schienen b10 in Berührung tritt j so dafs der Strom durch
die Schiene und eine jede der Bürsten b1 bis b9 fliefst. Die Schienen b10 sind in der
Weise auf der Trommel angeordnet, dafs bei einer vollständigen Umdrehung derselben die
Bürste bl mit nur einer Schiene b10 in Berührung
kommt, die Bürste i>2 mit zwei Schienen,
b3 mit drei und so fort, indem die letzte Bürste mit neun Schienen b10 in Berührung
kommt.
Das bei einer vollständigen Umdrehung der Addirtrommel erzielte Endergebnifs ist das
folgende:
Wenn der Arbeitsstrom geschlossen ist, wird die Trommel der Addirvorrichtung in Umdrehung
versetzt. Der Strom, welcher durch die Bürste b eintritt, fliefst dann nach einander
durch die Schienen b10 zu den Bürsten bl
bis b9 , wobei eine jede der zuletzt erwähnten Bürsten eine verschiedene Zahl von elektrischen
Stromstöfsen empfängt, von ι bis 9. Wenn
nun durch die Stromschlufspresse irgend eine der zu den Zählwerken führenden Leitungen
geschlossen wird, so wird das Zählwerk um so viel Zähne fortgerückt werden, als Stromstöfse
gegeben wurden. Die Anzahl der Stromstöfse hängt aber von der Zählkarte ab, indem
dieselbe eine Verbindung einer der Bürsten b1 bis b9 mit dem betreffenden Zählwerk herstellt.
Es leuchtet ein, dafs die Stromschlufsstellen aus jeder Gruppe ix bis 9X mit den Stiften
von einer oder mehreren der Gruppen 4 bis 24 in Verbindung gebracht werden können, so
dafs dadurch Ströme durch einen oder mehrere der Zählwerksmagnete geschickt werden, und
dafs jede Gruppe von Stromschlufsstellen ix
bis 9X durch ihre Verbindung mit der Addirvorrichtung
eine Anzahl elektrischer Stromstöfse erhält und weiterschickt, die dem entsprechenden
Werthe der Gruppe entspricht. Angenommen, dafs nur die drei Gruppen 4, 5 und 6 bethätigt werden (wobei die Anzahl der
Stromschlufsstellen 4 bis 24 für irgend eine gegebene Reihe von Berechnungen beliebig
sein kann), und dafs die Zahl, die registrirt oder addirt werden solle. 562 sei. Die Zählkarte
wird dann in der fünften Reihe von oben entsprechend der Gruppe 4 durchbohrt sein,
in der sechsten Reihe der Gruppe 5 und in der zweiten Reihe der Gruppe 6. Nachdem
die Karte dann in der richtigen Weise auf die Grundplatte gelegt und das Nadelbrett nach
unten geprefst ist, werden die entsprechenden Stromleitungen geschlossen, und fünf Stromstöfse
werden durch den Zählwerksmagneten gesendet, welcher zu der Gruppe der Stromschlufsstifte
4 gehört, sechs Stromstöfse durch die Gruppe 5 und zwei durch die Gruppe 6,
wobei jedes Zählwerk um eine Anzahl von Zähnen fortbewegt wird, die den Durchlochungen
in der betreffenden Reihe der Zählkarte entspricht.
Wenn die Zählkarte nicht genau auf ihren richtigen Platz gelegt ist, so dafs bei dem
Niederdrücken des Nadelbretts von den Stiften 3, 25 und 27 einer oder mehrere auf die Karte
treffen, so wird dadurch verhindert, dafs die Arbeitsleitung geschlossen wird und die Addirvorrichtung in Bewegung kommt. Dieser Umstand
wird dem die Vorrichtung Bedienenden natürlich auffallen und ihm anzeigen, dafs die
Karte nicht ihre richtige Lage eingenommen hat.
Auf diese Weise wird die eine Ursache zur Erzeugung von Fehlern vermieden) nämlich
jenen, welche von der unrichtigen Lage der Zählkarten herrühren, in welcher die verschiedenen Reihen der Zählkarten nicht den
entsprechenden Stiftreihen des Nadelbretts entsprechen. Wenn ferner die Lochungen auf der
Zählkarte mit vollster Genauigkeit gemacht wären, würde das Verfahren, so weit es bis
jetzt beschrieben ist, für die meisten Zwecke genügen.
Bei der praktischen Handhabung hat sich aber herausgestellt, dafs aus Mangel an Sorgfalt
oder Genauigkeit der Beamten beim Lochen der Zählkarten verschiedene Ungenauigkeiten
entstehen.
So können unter anderem Lochungen ausgelassen werden, oder die Karte kann gekrümmt
in die Presse eingeführt werden, oder die
Lochungen können aufserhalb ihrer richtigen Lage erfolgen, so dafs einzelne Stifte, welche
nach unten gehen sollten, aufgehalten werden, wodurch ein Fehler in der Angabe entsteht.
Ferner können einzelne Stifte des Nadelbretts zerbrochen oder verbogen sein, so dafs
das Schliefsen einer oder mehrerer Stromleitungen verhindert wird, was nach den Löchern
der Karte erfolgen sollte.
Praktische Erfahrung hat bewiesen, dafs diese Schwierigkeiten nicht nur in der Einbildung,
sondern thatsächlich bestehen, und dafs durch dieselben schwere Rechenfehler entstehen, wo
es doch auf äufserste Genauigkeit ankommt. Das Auslassen von Lochungen, welche hätten
sollen gemacht werden, das Vorhandensein von zerbrochenen oder verbogenen Stiften wird bei
der Werthangabe einen entsprechenden Minderbetrag herbeiführen, da die betreffenden Werthe
nicht registrirt worden sind.
Um diese angegebenen Uebelstände zu beseitigen und so die Fehler zu vermeiden,
welche durch die Unachtsamkeit der die Zähl-
karte herstellenden Person entstehen, ist das beschriebene System in entsprechender Weise
verbessert worden, und zwar besonders in der Richtung, dafs das Registriren von Karten verhindert
oder doch kenntlich gemacht wird, welche nicht wenigstens in jeder Reihe ein Loch enthalten, um irgend welche Aufzeichnung
zu machen.
Die Vorrichtung, welche dazu bestimmt ist, Zählkarten zu entdecken, auf denen nicht jede
Reihe mit wenigstens einer Lochung versehen ist, oder mit anderen Worten, um Karten zu
entdecken, welche mit unvollständigen Angaben versehen sind, beruht darauf, dafs in jeder
Reihe mindestens ein Loch vorhanden ist, ganz abgesehen davon, ob dasselbe einem Werth
entspricht oder nicht. Dies Vorhandensein eines Loches in jeder Verticalreihe der Zählkarte ist
die Voraussetzung, ohne welche die Karte die Addirvorrichtung nicht richtig bethätigen kann.
Bei der praktischen Ausführung müssen die Karten demnach mit weiteren Feldern versehen
werden (unter Feldern sind auf der Karte vorher angegebene Flächen zu verstehen, auf welchen
die Lochungen stattzufinden haben), von denen eins für jede Reihe ο bezeichnet (Fig. 11,
12 und 13). Dieses Feld ο mufs jedesmal
durchlocht werden, auch wenn in der betreffenden Reihe kein weiterer Werth anzugeben
ist. Wenn z. B. auf der Karte 60 angegeben werden soll, mufs das sechste Feld in der Zehnerreihe durchlocht werden, und da
in der Einerreihe keine Zahl anzugeben ist, mufs in dieser Reihe das o-Feld durchlocht
werden, anstatt dafs wie bisher die Reihe ausgelassen wird. ___
Ebenso mufs aber auch das o-Feld der Hundertergruppe durchlocht werden.
Ferner mufs in dem Nadelbrett eine weitere Gruppe .ox von Stromschlufsstiften angeordnet
werden (Fig. 4) und jede der Gruppen 4 bis 24 mit einer entsprechenden Hülfsstromschlufsstelle
versehen werden. Diese Erweiterungen der Stromschlufspresse haben auf die Thätigkeit der
Zählwerke keinen unmittelbaren Einflufs, sie wirken vielmehr nur auf die Arbeitsleitung ein,
welche die Addirvorrichtung bethätigt.
Die Arbeitsleitung E enthält eine Anzahl von Relaisstromschlufsstellen r (Fig. 4) hinter einander geschaltet, für jede der Gruppen 4 bis 24
eine. Diese Relaisstromschlufsstellen werden durch Relaismagnete R bethätigl, welche mit
den erwähnten Gruppen 4 bis 24 elektrisch verbunden sind,, in der Weise, dafs für jede
der erwähnten Gruppen ein Relaismagnet und eine Relaisstromschlufsstelle verhanden ist.
Um die Addirvorrichtung in Bewegung zu setzen, mufs die Arbeitsleitung geschlossen sein.
Dies kann aber nur stattfinden, wenn sämmtliche Relaisstromschlufsstellen r geschlossen
sind; wenn daher der Strom auf einen oder mehrere der Relaismagnete nicht einwirken
kann, so bleibt die Arbeitsleitung an einem oder an mehreren Punkten unterbrochen und
die Addirvorrichtung wird nicht in Umdrehung versetzt, wenn auch das Nadelbrett nach unten
geprefst wird. Um die Relaisströme zu schliefsen, mufs also in jeder Reihe der Karte mindestens
ein Loch vorhanden sein, und das Auslassen eines Loches in einer Reihe wird an dem
Stehenbleiben der Addirvorrichtung sofort erkennbar werden.
Es ist nothwendig, dafs die Stromschlufspresse so mit der Batterie verbunden ist, dafs
beim Niederdrücken des Nadelbretts jede Stiftgruppe ox bis 9X in der Lage ist, durch die
Löcher der Zählkarte mit den Stromschlufsstellen der Gruppen 4 bis 24 in Verbindung
zu treten. Dies kann dadurch bewirkt werden, dafs die Addirvorrichtung mit einer weiteren
Schiene b11 versehen wird, welche so angeordnet
ist, dafs, wenn die Addirvorrichtung sich in ihrer Ruhelage, also in Anfangsstellung befindet,
die verschiedenen Bürsten b° bis b9 auf
der Schiene bu aufliegen und mit der Batterie durch die Bürste b verbunden sind.
Wenn nun eine in der richtigen Weise gelochte Karte mit einem einzigen Loch in jeder
Reihe, wie in Fig. 11 dargestellt, in der richtigen Lage auf die Grundplatte gelegt und das
Nadelbrett nach unten geprefst wird, wird von jeder der Gruppen ox bis 9X (Fig. 4) ein Stift
durch das Loch der Karte hindurchtreten und Stromschlufs bilden mit der einen oder der
anderen Stromschlufsstelle einer jeden Gruppe 4 bis 24, so dafs alle Relaismagnete R erregt
und alle Relaisstromschlufsstellen r geschlossen werden.
Dadurch wird die Arbeitsleitung E geschlossen, der Antriebsmagnet erregt, die Hemmung
der Addirvorrichtung ausgelöst und die Addirvorrichtung durch ihren Elektromotor in
Umdrehung versetzt.
Sollte jedoch eine Karte in die Vorrichtung gebracht werden, bei welcher in einer oder in
mehreren Reihen Löcher ausgelassen sind, wie dies in Fig. 12 bei der letzten Abtheilung dargestellt
ist, oder sollte irgend ein über einem Loch stehender Stift zerbrochen oder verbogen
sein, so würden beim Herunterdrücken des Nadelbretts ein oder mehrere Relais unbethätigt
bleiben, so dafs die Arbeitsleitung an einem oder an mehreren Punkten geöffnet wäre;
der Antriebsmagnet würde daher nicht erregt und die Addirvorrichtung würde nicht bethätigt
werden. Sobald die Arbeitsleitung durch die Relaisstromschlufsstelle geschlossen ist und
die Addirvorrichtung anfängt, sich zu drehen, wird die Schiene bu, durch welche alle
Gruppen ox bis o.x mit der Batterie in Verbindung
stehen , mit den Bürsten b° bis b9
aufser Eingriff gebracht, so dafs alle Leitungen
durch die Vorrichtung geöffnet' werden. Bei der fortgesetzten Drehung der Addirvorrichtung
werden dann die Stromstöfse in den mit den Schienen b' bis b9 verbundenen Leitungen erzeugt,
indem die Schiene b° erst wieder in Berührung gebracht wird, wenn1 die Addirvorrichtung
ihre Anfangsstellung wieder eingenommen hat.
Wenn bei dieser Anordnung das Nadelbrett niedergeprefst bliebe, bis die Schiene bu wieder
mit allen Bürsten in Verbindung stände und die Leitungen durch die Stromschlufspresse
geschlossen wären, würde die Hemmung ein zweites Mal ausgelöst und der beschriebene
Arbeitsvorgang des Apparates würde sich wiederholen. Um eine derartige Doppelregistrirung
durch dieselbe Karte zu vermeiden, ist die Hemmung mit einem zweiten Anschlag versehen,
um die Addirvorrichtung zum Stillstand zu bringen, gerade bevor die Schiene b]1 in
die Stellung gebracht wird, in welcher sie die Stromleitungen der Stromschlufspresse schliefst.
Dieser zweite Anschlag wird beim Schliefsen der Arbeitsleitung durch eine Zweigleitung f
bethätigt, welche durch einen auf der Trommel der Addirvorrichtung angebrachten oder sonstwie
gleichzeitig mit derselben bewegten Stromschlufsblocky1
geschlossen wird, der mit zwei Bürsten f2, in welche die Zweigleitung endigt,
in Berührung kommt.
Dieser zweite Anschlag dient dazu, die Addirvorrichtung so lange festzustellen, als die
Arbeitsleitung durch die Zweigleitung f geschlossen bleibt und bis das Nadelbrett wieder
gehoben ist, wodurch die Arbeitsleitung unterbrochen und der Addirvorrichtung gestattet
wird, bis zur zweiten Hemmung vorzugehen, wenn die Schiene bn wieder mit den Bürsten ox
bis 9X in Berührung kömmt, es wird jedoch
kein Strom durch die Leitungen fiiefsen, da das Nadelbrett sich in seiner erhöhten Stellung
befindet. Während dieser Bewegung ist die Zweigleitung / wieder geöffnet, um erst geschlossen
zu werden, nachdem die Addirvorrichtung in Bewegung gesetzt ist und nahezu in ihrer Endstellung angekommen ist.
Die durch die Stromschlufspresse fliefsenden Ströme werden dazu benutzt, das Ingangsetzen
der Addirvorrichtung zu veranlassen, wobei es in erster Linie von der Zählkarte selbst abhängt,
ob die Addirvorrichtung in Bewegung versetzt wird oder nicht.
Nachdem so Vorkehrung getroffen ist für das Ingangsetzen der Addirvorrichtung, erfolgt das
Registriren der auf der Zählkarte vermerkten Angaben auf folgende Weise:
In die Verbindungsleitung einer jeden der Gruppen 4 bis 24 ist ein zweiter Relaismagnet
R1 eingeschaltet. Jeder dieser Relaismagnete bethätigt eine Relaisstromschlufsstelle r einer
Leitung, in welcher ein Stromerzeuger r3, ein Zählwerksmagnet r4 und eine Stromschliefsvorrichtung
r5 angeordnet ist. Zweckmäfsigerweise werden die verschiedenen Relaisstromschlufsstellen
mit ihren Zählwerksmagneten parallel geschältet mit einem einzigen Stromerzeuger
r3 und Stromschliefsvorrichtung r5 in der Weise, dafs, wenn die Stromschliefsvorrichtung
den Strom schliefst und eine oder mehrere der Relaisstromschlufsstellen geschlossen
sind, der Zählwerksmagnet bezw. Magnete der geschlossenen Relaisstromschlufsstelle bezw. der
Stromschlufsstellen erregt werden und das Zählwerk bezw. die Zählwerke für jede Stromschliefsung
einmal bethätigt werden.
Da die Relaismagnete R1 in denselben Stromleitungen
mit den Relaismagneten R angeordnet sind, welch letztere die Bewegung der Addirvorrichtung
veranlassen, so ist Vorkehrung getroffen, um die Bewegungen der Zählkarte zu verhindern, wenn die Leitungen durch die
Stromschlufspresse geschlossen sind, um die Addirvorrichtung in Bewegung zu setzen, und
zwar wird dies durch die Stromschliefsvorrichtung r5 bewirkt, welche die verschiedenen
Zählwerksmagnete mit dem Stromerzeuger verbindet, wenn ihre Relaisstromschlufsstellen geschlossen
sind.
Zu diesem Zweck ist die Stromschliefsvorrichtung r5 in Gestalt eines leitenden Streifens
so angeordnet, dafs sie gemeinsam mit der Addirtrommel bewegt wird, und sie ist zu der
Schiene bu so gelegen, dafs, wenn diese mit den Bürsten b° bis b9 in Berührung steht, die
Leitung des Stromerzeugers r3 offen sein wird und kein Strom durch die Zählwerksmagnete
fliefsen kann, auch wenn ihre Relaisstromschlufsstellen
geschlossen sind: Nachdem die Addirvorrichtung in Bewegung gesetzt ist und die Schiene δ11 ihre Stellung verlassen hat und
bevor die Schienen b'° der Addirvorrichtung in Thätigkeit getreten sind, um Stromstöfse
durch die Stromsehlufspresse zu schicken, tritt die Stromschliefsvorrichtung r5 in Wirkung,
schliefst die zur Batterie r3 führenden Leitun1
gen und hält diesen Strom geschlossen, so lange die Schienen b10 der Addirtrommel in
Thätigkeit sind. Hierdurch wird die Batterie r3 mit den verschiedenen Zählwerksmagneten verbunden,
so dafs beim jedesmaligen Schliefsen der Relaisstromschlufsstelle ein Stromstofs durch
den Zählwerksmagneten gesendet wird.
Die Stromschliefsvorrichtung r5 öffnet den Strom oder unterbricht die Verbindung mit der
Batterie, nachdem die letzte Schiene b10 der
Addirvorrichtung unter den Bürsten b° bis b9
hinweggegangen ist und bevor die letzteren mit der Schiene b11 wieder in Berührung kommen.
Nachdem die Addirvorrichtung in der oben beschriebenen Weise in Bewegung gesetzt ist,
schliefst jeder Relaismagnet i?1 seine Relais1
stromschlufsstelle so oft, als Stromstöfse von
der Addirvorrichtung durch die Leitung geschickt werden, welche durch die Stromschlufspresse
mit dem betreffenden Relaismagneten geschlossen ist; die Zahl der durch irgend einen der Relaismagnete R1 geschickten Stromstöfse
hängt ganz von der Lage des betreffenden Loches auf der Zählkarte ab, durch welches
irgend ein Stift der Gruppen ix bis o,x
mit irgend einer Stromschlufsstelle der Gruppen 4 bis 24 verbunden wird.
Bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung werden die Stromstöfse,
welche die Zählwerksmagnete direct bethätigen, von der Addirvorrichtung durch die Leitungen
der Stromschlufspresse geschickt; bei der zweiten Ausführungsform werden die Stromstöfse ebenfalls
durch die Leitungen der Stromschlufspresse geschickt, aber anstatt unmittelbar auf
die Zählwerksmagnete einzuwirken, bethätigen sie Relais, durch welche ein Localstrom geöffnet
oder geschlossen wird, in welchem die Zählwerksmagnete angeordnet sind. Es ist jedoch
vorzuziehen, eine Addirvorrichtung anzuwenden, bei welcher die Leitungen durch die
Stromschlufspresse geschlossen bleiben, und bei welcher durch Relais Localströme geschlossen
werden, durch welche eine bestimmte Zahl von Stromstöfsen geschickt wird, um die Zählwerksmagnete
zu erregen.
Eine derartige Vorrichtung ist in den Fig. 5 bis 9 dargestellt, während Fig. 10 schematisch
die Schaltung zeigt.
Auf einer Welle B1 ist eine Trommel aus leitendem Material angebracht, mit einer treppenförmig
abgestuften Platte B'2. Auf derselben Welle, aber isolirt von derselben und isolirt
von einander, ist die Platte r5 und ein Stromunterbrechungsrad B3 angeordnet.
Unabhängig und isolirt von einander sind auf einer Stange B5 Bürstenhalter B* angebracht,
von denen jeder mit einer Stellschraube und einer Feder versehen ist, um die Bürstenhalter
in der richtigen Lage feststellen zu können. An diesen Bürstenhaltern sind die Bürsten b, b° bis b9 befestigt. Aufserdem sind
noch zwei Paar Bürsten &12 und &13 vorhanden,
von denen bn die Enden des Zweiges/
der Arbeitsleitung bilden, während die Bürsten b13
mit den Enden der Zählwerksleitungen verbunden sind.
Das Stromunterbrechungsrad B3 ist mit neun Zähnen oder Vorsprüngen versehen. Die leitende
Platte B2 der Trommel ist in ihrer Bewegungsrichtung von verschiedener Breite, so
dafs die verschiedenen Bürsten mit der leitenden Platte während einer längeren oder einer
kürzeren Zeit in Verbindung stehen; so wirkt die Bürste b° auf den schmälsten Theil 0 der
Platte ein, die Bürste b1 auf den nächst breiteren
Theil o1 u. s. w. durch die ganze Gruppe mit Ausnahme der Bürsten b9 und b, welche
beide mit dem breitesten Theil o9 in Berührung kommen.
Für den Antrieb der Addirvorrichtung wird zweckmäfsigerweise ein Elektromotor B6 benutzt,
welcher beständig rotirt und daher beständig seine Kraft abgeben kann.
Dieser Elektromotor ist mit der Welle der Addirvorrichtung durch ein geeignetes Rädergetriebe
und eine Reibungskupplung verbunden, als welche in diesem Falle das Rad B7
dient, dessen Nabe sich gegen einen auf der Trommel angebrachten Flantsch B8 legt, gegen
welchen es von einer Feder B9 geprefst wird,
so dafs, wenn die Addirvorrichtung festgestellt ist, das Rad B1 fortfahren wird, sich zu drehen,
indem es beständig bereit ist, die Addirtrommel mitzunehmen, sobald dieselbe freigegeben
wird.
Um eine gleichmäfsige Drehung des Elektromotors herbeizuführen, ist derselbe mit einem
Regulator versehen, der im wesentlichen aus einer Anzahl von federnden Armen B11 (Fig. 5
und 6) besteht, die in ihrer Mitte mit Gewichten versehen sind. An ihrem einen Ende
sind diese Federn an einem festen Kopfstück!?12 befestigt, mit ihrem anderen Ende dagegen an
einem Kopfstück B 13, welches auf der mit dem
Rädergetriebe verbundenen Welle B14 verschiebbar
ist. An diesem Kopfstück ist eine Scheibe B15 aus Isolationsmaterial befestigt,
welche, wenn die Regulatorgewichte nach aufsen geschleudert werden, mit einem Arm B16
in Berührung kommt, der in die Arbeitsleitung eingeschlossen ist und so bethätigt wird, dafs
er den Strom unterbricht oder schwächt, so dafs die Geschwindigkeit des Motors verringert
wird, bis der Strom wieder geschlossen wird.
Die Hemmvorrichtung besteht aus einem auf der Welle Bx angeordneten Arm B17, der mit
zwei Anschlagstiften B1S B™ versehen ist, die
in verschiedener Entfernung von der Welle und gegen einander versetzt angebracht sind. Ein
mit einem Stift B21 versehener Arm B20, der in einer Richtung durch die Federn B22 (Fig. 5)
und in der anderen Richtung durch den in die Arbeitsleitung eingeschalteten Elektromagneten
B23 bewegt wird, ist in der Weise angeordnet, dafs sein Anschlag B21 abwechselnd
mit den Anschlägen B18 B19 in Berührung kommt, d. h. wenn der Arm B20 durch den
Elektromagneten B23 nach der einen Richtung bewegt wird, legt sich sein Anschlag B21 gegen
den Anschagstift B18 (Fig. 9) und stellt dadurch die Welle fest; wenn dagegen die Arbeitsleitung
unterbrochen wird, der Elektromagnet nicht mehr erregt wird und die Feder den Arm B20 zurückzieht, wird ein Anschlag B21
von dem Anschlag B18 entfernt und in den Bereich des mehr nach der Welle gelegenen
Anschlags B19 gebracht, worauf die Welle
unter dem Einflufs des Elektromotors eine kleine Drehbewegung machen wird, bis der
Anschlag B19 gegen den Anschlag B21 des
Armes B20 trifft, in welcher Stellung er verbleibt,
bis der Magnet Βΐ3 durch Schliefsen der Arbeitsleitung wieder erregt wird, um die
Addirvorrichtung wieder in Bewegung zu setzen.
Die vordere Kante ο der leitenden Platte B2 (Fig. io) übernimmt hier die Functionen der
Schiene Bu der in Fig. 4 dargestellten Addirvorrichtung,
d. h. sie verbindet die Batterie durch die Bürste b mit einer jeden der Bürsten b°
bis b9, so dafs jede der Gruppen ox bis 9X
mit einem der Relais R durch die Oeffnungen der Zählkarten verbunden werden kann, um
die Arbeitsleitung zu schliefsen und die Addirvorrichtung in Bewegung zu setzen. Der
schmälste Theil der Platte B'2 ist so breit, dafs
er mit der Bürste b° aufser Berührung kommt, bevor die Bürsten b13 von dem ersten Zahn
des Stromunterbrechungsrades B3 getroffen werden. Der durch die Bürsten b° gehende
Strom wird daher unterbrochen, bevor der erste Stromstofs durch die Leitung des Zählwerks
gesendet wird.
Die durch die Bürsten b1 bis b9 fliefsenden
Ströme bleiben so lange geschlossen, als die genannten Bürsten auf der leitenden Platte B2
schleifen, und die Ströme werden nach einander nach dem Passiren eines jeden Zahnes
des Stromunterbrechungsrades B3 unterbrochen, d. h. die Bürste b1 bleibt in Verbindung mit
der leitenden Platte während des Passirens des ersten Zahnes, die Bürste b2 hat während des
Passirens von zwei Zähnen Verbindung und so fort durch die ganze Gruppe, wobei die Bürste b
so lange Verbindung hat, bis das Ende der Platte erreicht ist.
Hieraus geht hervor, dafs die Stromschlufsstellengruppe ix (Fig. 10) mit der Batterie verbunden
ist, während ein Stromstofs durch die Zählwerksleitung gesendet wird, worauf diese
Gruppe ausgeschaltet wird, und diejenigen Relais, die mit diesen Gruppen durch die
Löcher der Zählkarte in Verbindung stehen, veranlafst werden, die localen Ströme zu
unterbrechen, wodurch verhindert wird, dafs der nächste Stromstofs von der Batterie r3
durch diese locale Leitung geschickt wird.
Diejenigen Leitungen, welche durch die Stromschlufspresse geschlossen sind und die
Bürsten b2 enthalten, bleiben geschlossen, und ihre Relais werden durch die localen Zählwerksleitungen
geschlossen gehalten, während zwei Strömstöfse durch die Zählwerksleitung geschickt werden und die durch die Relais beeinflufsten
Localleitungen unterbrochen werden. Auf diese Weise wird nach dem Passiren eines
jeden Zahnes des Stromunterbrechungsrades B3 eine der Bürsten bl b9 von der Batterie ausgeschaltet
werden, und die Relais, welche in der Zeit in leitender Verbindung stehen, werden
veranlafst, ihre localen Zählwerksleitungen zu öffnen und so das Hindurchfliefsen einer
gröfseren Zahl von Stromstöfsen zu verhindern, als für die betreffende Gruppe ix bis o,x bestimmt
ist, welche dadurch ausgeschaltet wird, dafs ihre Bürsten b1 bis b9 von der leitenden
Platte B2 herabgleiten.
Die Platte r5 ist in der Weise angeordnet,
dafs sie mit den Bürsten bn in Berührung kommt, bevor das Stromunterbrechungsrad eine
volle Umdrehung gemacht hat, und sie wirkt in der Weise, dafs sie den Elektromagneten B23
der Arbeitsleitung veranlafst, die Bewegung der Trommel der Addirvorrichtung zu unterbrechen
, wenn das Stromunterbrechungsrad seine Umdrehung vollendet. Die Addirtrommel wird demnach gehemmt, sobald eine vollständige
Aufzeichnung stattgefunden hat, und bleibt stehen, bis der Arbeitsstrom durch Heben
des Nadelbretts unterbrochen wird, worauf die Addirtrommel die kurze Bewegung bis
zum zweiten Anschlag JS19 macht, um für eine neue Bethätigung bereit zu sein. Die Bürsten b12
sind von der Platte r5 herabgeglitten, demgemäfs
entspricht die ausgezogene Stellung I (Fig. 9 a) der Anfangslage der Trommel. Sind
alle Relaisstromschlufsstellen r geschlossen, so wird der Ankerhebel B20 durch den Elektromagneten
B23 in die Stellung II (Fig. 9 a) angezogen. Der Anschlag B21 giebt den Anschlag
jB19 frei, und die Trommel rotirt. Während
der Drehung der Trommel werden einzelne Relaisstromschlufsstellen r unterbrochen,
und demnach giebt der Elektromagnet B'23 seinen Ankerhebel B20 frei, bis kurz vor Ende
der Drehung die Platte r5 den Strom der Localbattterie wieder schliefst, der Ankerhebel
S20 in die Stellung III (Fig. 9) gelangt,
und der Anschlag B2i den Anschlag .B18 des
Arms B11 trifft. Wird dann der Localstrom durch Heben des Nadelbretts wieder unterbrochen,
so läfst der Elektromagnet B23 seinen
Ankerhebel B20 wieder los, derselbe gelangt in die Stellung IV (Fig. 9) und fängt mit seinem
Anschlag B21 den Anschlag £19 (Stellung I,
Fig. 9 a).
Es war bisher nur eine einzige leitende Platte B2, eine einzige Platte r5, ein Stromunterbrechungsrad
mit nur einer Reihe von neun Zähnen und nur ein einziger Arm B20 mit seinen beiden Anschlägen Bw B19 beschrieben,
es ist jedoch klar, dafs diese Theile alle doppelt angebracht werden können, wie
in Fig. 5 bis 9 auch dargestellt ist.
Die in Fig. ι ο dargestellten Relaismagnete R3
dienen mittelst der Stromschlufsstellen r6 zur Bethätigung besonderer Controlzählwerke R5,
welche überlochte Karten kenntlich machen, wie dies näher in einer besonderen' Erfindung
vom gleichen Tage auseinandergesetzt ist.
Die beschriebene Einrichtung läfst sich natürlich
auch bei solchen Zählkarten anwenden, deren Felder in anderer Weise zu Gruppen zusammengestellt sind; nur müssen dann die
Verbindungen der Anordnung der Gruppen entsprechend gemacht werden, wie leicht einzusehen
ist.
Wenn bisher stets nur von gelochten Zählkarten die Rede gewesen ist, so versteht es
sich von selbst, dafs die Felder, wie in der Patentschrift Nr. 49593 angegeben, auch in anderer
Weise als durch Lochung bezeichnet sein können. Ebenso können andere Stromschlufsvörrichtungen
als Stifte und Quecksilbernapf verwendet werden. Der Begriff »Lochung« soll also sämmtliche gleichwerthige Einrichtungen
umfassen und ist in dieser Beschreibung nur der Einfachheit halber gewählt, weil gewöhnlich
die Zählkarten oder Streifen gelocht werden.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:1; Zur Ausübung des durch D. R. P. Nr. 49593 bekannt gewordenen Verfahrens zur mechanischen Ermittelung statistischer Ergebnisse eine durch Zählkarten oder Streifen beeinflufste Stromschlufsvorrichtung mit einer Anzahl von einander unabhängigen Stromwegen, die mit der Stromschlufsvorrichtung zusammenhängen und Relaismagnete enthalten, deren Stromschlufsstellen hinter einander in eine Arbeitsleitung derart eingeschaltet sind, dafs letztere nur dann geschlossen wird, wenn in jeder Verticalreihe oder Abtheilung der Zählkarte ein Feld vorhanden ist, das den Schlufs sämmtlicher unabhängiger Stromwege bewirkt.
- 2. In Verbindung mit einer Einrichtung nach Anspruch 1. eine Addirvorrichtung, welche durch einen Motor getrieben werden kann, für gewöhnlich aber durch eine Hemmung angehalten wird, deren Elektromagnet in die Arbeitsleitung eingeschaltet ist j derart, dafs bei angezogenem Anker die Addirvorrichtung in Thätigkeit tritt;
- 3. In Verbindung mit der Hemmung nach Anspruch 2. eine Stromschlufsvorrichtung; welche durch die Addirvorrichtung so bethätigt wird, dafs letztere nach einer-gewissen Drehung angehalten wird , beim Oeffnen der Arbeitsleitung aber eine kleine Drehung ausführt und dann von neuem gehemmt wird.
- 4. Die besondere Auführungsform der zu 2. und 3. angegebenen Addirvorrichtung mit doppelter Hemmung, bestehend aus einer durch einen Motor angetriebenen Trommel mit Stromschlufsschienen oder getreppten Platten (B'1) und Stromunterbrecher (Bs), ferner. Stromschlufsstreifen (r&) und Armen (B") mit Anschlägen (B1S Bi9), die in der Bahn des Anschlags ^B2V des Ankerhebels (B20) liegen.
- 5. Bei einer Einrichtung nach Anspruch 1. eine Stromschlufsschiene (b 11^5 welche in der Anfangsstellung der Trommel (B) die Verbindung sämmtlicber unabhängiger Stromwege mit einer Stromquelle vermittelt.
- 6. Bei einer Einrichtung nach Anspruch 1. Relaismagnete (R1) in den unabhängigen Stromwegen, welche besondere locale Stromwege beeinflussen-, in welche Elektromagnete (r*) der Zählwerke eingeschlossen sind.
- 7. In Verbindung mit der durch Anspruch 6. gekennzeichneten Einrichtung ein Stromschlufsstreifen (r5) und eine Anzahl ungleich langer, von einander isolirter Schienen oder eine abgetreppte Platte (B2) und ein Stromunterbrecher (Bs), welche an der Trommel der Addirvorrichtung angeordnete Theile es ermöglichen, eine bestimmte Anzahl Strom1 stöfse durch die verschiedenen Zählwerkselektromagnete zu senden.
- 8. In Verbindung mit der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Einrichtung eine Reihe hinter einander geschalteter Relaiselektromagnete (R), deren Anker die unabhängigen Stromwege (bei r) schliefsen, wenn das Vorhandensein eines Loches in jeder Reihe oder Abtheilung controlirt werden soll, und eine zweite Reihe hinter einander geschalteter Relaiselektromagnete (O), deren Anker die Zählwerksleitungeri schliefsen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE81651T |
Publications (1)
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| DE81651C true DE81651C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT81651D Active DE81651C (de) |
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| DE (1) | DE81651C (de) |
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- DE DENDAT81651D patent/DE81651C/de active Active
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