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Pneumatische Förderanlage, insbesondere für Mühlen
l)ie Erfindung heziellt
sich auf eine pneumatische Förderanlage, insbesondere für Mühlen, Bäckereien und
andere STährmittell)etriebe, bei der die einzelnen Förderrohre hinter den die Hauptmenge
des Fördergutes passagenweise abscheidenden, vorzugsweise als Fliebkraftabscheider
gebauten Hauptabscheidern an ein gemeinsames Fördergebläse und vorzugsweise ein
als Tuchfilter gebautes, ebenfalls gemeinsames Nachfilter angeschlossen sind. Bei
bekannten Förderanlagen dieser Art gelangt das von den Hauptabscheidern nicht abgeschiedene
Restfördergut l)ZW. Staubgut über das Gebläse zum Nachfilter. Ein solches Nachfilter
mußte deshalb bisher, insbesondere bei Großmühlen mit einer hohen Passagenzahl,
verhältnismäßig groß gebaut werden und erforderte wegen der relativ hohen Abscheideleistung
hohle Herstellungskosten und im Betrieb eine umfangreiche Wartung. Vor allem aber
bedeutet die im Nachfilter abgeschiedene Restmenge einen nicht unbeträchtlichen
Ausbeuteverlust von an sich hochwertigem Mahlgut.
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Die Erfindung bezweckt, diesen Ausbeuteverlust mit einem möglichst
geringen Aufwand an Geld und laufender Wartung herabzumindern, und erreicht dies
im wesentlichen dadurch, daß die Luftableitungsrohre mehrerer, etwa gleichwertiges
Fördergut abscheidender Hauptabscheider gruppenweise zusammengefaßt und jede Gruppe
für sich über einen besonderen Zwischenabscheider an das Gebläse angeschlossen sind.
Durch diese gruppen weise Zusammenfassung wird das in den Abluftleitungen der Hauptabscheider
noch enthaltene Fördergut in den Zwischenabscheidern in verschiedene Gütegruppen
getrennt. Es gestattet also die
getrennte Wiederrückführung- in
die jeweils am besten geeigneten Mahlgutpassagen und belastet anderseits nicht das
Nachfilter. Hierbei ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung sogar möglich,
das Fördergut aus den Abscheidezellen der Zwischenabscheider selbsttätig, d. h.
ohne Bedienungspersonal, den Mahlgutpassagen wieder zuzuleiten. Die den Ausheuteverlust
verringernde Anordnung hat demnach noch den besonderen Vorteil, daß die Bedienungsarbeit
für den Nachfilter erheblich abnimmt bzw., daß man ein kleineres und billigeres
Nachfilter verwenden kann als bisher.
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Die Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf ein in der Zeichnung
schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel beschrieben.
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Bei einer pneumatischen Mahlgutförderanlage einer Mühle seien Förderrohre
I, 2, 3 solchen Mahlgutpassagen zugeordnet, deren Mahlgut sich verhältni smäß ig
wenig voneinander unterscheidet und das deshalb als gleichwertig oder nahezu gleichwertig
anzusehen ist. Ähnliches gelte auch für die Förderrohre 4, 5, 6 und die ihnen zugeordneten
Passagen. Jedoch weise das Fördergut in den Förderrohren I, 2, 3 einen erheblichen
Güteunterschied gegenüber dem Fördergut in den Förderrohren 4, 5,6 auf.
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Mit 7 bis 12 sind Zyklone oder Fliehkraftabscheider bezeichnet, in
deren Abscheidezellen die Förderrohre I bis 6 in an sich bekannter Weise tangential
einmünden.
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Die Fliehkraftabscheider 7, 8, 9 sind ebenso wie die Fliehitraftabscheider
IO, II, I2 zu je einer Gruppe dadurch zusammengefaßt, daß ihre zentralen Luftableitungsiohre
13, I4, I5 bzw. 16, 17, 18 in gemeinsame Rohre 26 bzw. 27 münden. Die Rohre 26,
27 münden ihrerseits tangential in die Abscheiderzellen je eines Fliehkraftabscheiders
38 bzw. 39, welche im folgenden Zwischenabscheider genannt werden.
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Ein Gebläse 20 ist saugseitig an die zentralen Luftableitungsrohre
2I, 22 der Zwischenabscheider 38, 39 und druckseitig über eine Leitung 23 an ein
als Tuchfilter ausgebildetes Nachfilter 24 angeschlossen.
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Die Zuleitung des Fördergutes aus den einzelnen Abscheidern 7 bis
12 zu den einzelnen Passagen, Mahlgängen, Sichtern o. dgl., die im allgemeinen über
Schleusen 28 erfolgt, ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Es ist jedoch mit
gestrichelten Linien 25 schematisch angedeutet, daß das Fördergut, welches sich
in dem Zwischenabscheider 38 abscheidet, z. B. in das Fördergut von etwa gleicher
Güte führende Förderrohr 3 selbsttätig zurückgeleitet werden kann. Für das sich
im Zwischenabscheider 19 absetzende Fördergut gilt das Entsprechende. Jedoch ist
hier die Rückleitung 36 Ibeispielsweise in das Mahlgutfallrohr des Hauptabscheiders
1 1 geführt.
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Die schematische Zeichnung zeigt in anschaulicher Weise, daß das
einzige Gebläse 20 seine Saugwirkung sowohl über den Zwischenabscheider 38 und die
Abscheidergruppe 7, 8, 9 auf das Fördergut in den Förderrohren 1, 2, 3 ausübt als
auch über den Zwischenabscheider 39 und die Abscheidergruppe IO, II, I2 auf das
Fördergut in den Förderrohren 4, 5, 6. Da die Förderrohre 1,2, 3 unter sich etwa
gleichwertiges Mahlgut führen, dessen Hauptanteil in den ersten oder Hauptabscheidern
7, 8, 9 abgeschieden wird, kann auch durch die Luftableitungsrohre 13, 14, 15, 26
kein Mahlgut von wesentlich anderer Qualität in den Zwischenabscheider 38 gelangen,
so daß sich das in der Abscheiderzelle des Zwischenabscheiders38 ansammelnde Fördergut
unbedenklich zu solchem Mahlgut zurückgeführt werden kann, dessen Qualität demjenigen
in den Förderleitungen I, 2,3 entspricht. Es kann also, um beim Beispiel der Mühle
zu bleiben, das hochwertige Mahlgut aus dem ZRischenahscheider 38 ohne Ausbeuteverlust
dem Mahlprozeß an einer ihm gemäßen Stelle wieder zugeleitet werden. Entsprechendes
ist grundsätzlich auch für das in dem Zwischenabscheider 39 sich sammelnde Fördergut
möglich, das z. B. dann eine wesentlich schlechtere Qualität hat, wenn die Förderleitungen
4,5, 6 entsprechend schlechteres Mahlgut führen.
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Soweit nun in den den Hauptabscheidern 7, 8, 9 nachgeschalteten Zwischenabscheidern
38, 39 noch nicht alles Fördergut sich abscheidet, gelangt es über das Gebläse20
in den Nachabscheider24. Hier vermischt sich das gute Fördergut der Förderrohrgruppe
1, 2, 3 mit dem minderwertigeren Fördergut der Förderrohrgruppe 4,5, 6 als sogenanntes
Staubgut, wodurch die ganize im Tuchfilter 24 sich niederschlagende Menge zu einem
min!derwertigeren Gemisch wird. Das ist aber kein besonderer Nachteil mehr, weil
es sich dabei im Verhältnis zur Gesamtfördermenge nur noch um einen verschwindend
kleinen Anteil handelt, also um einen Verlust, der gegenüber dem Vorteil, daß man
mit einem einzigen Gebläse sowohl Förderleitungen mit hochwertigem und solche mit
minderwertigem Inhalt betreiben kann, nicht ins Gewicht fällt. Man könnte also eher
auf das den minderwertigen Inhalt abscheidende Nachfilter 24 als beispielsweise
auf den Zwischenabscheider 38 verzichten. Vor allem aber wird ein ganz erheblicher
Vorteil gegenüber solchen bekannten Anlagen erreicht, bei denen die Zwischenabscheider
38, 39 fehlen und die nicht unbeträchtlichen Verlustmengen der Hauptabscheider als
uneinheitliches Gemisch im entsprechend groß zu bemessenden Tuchfilter anfallen.