DE816392C - Anlage zur Behandlung von Walzband o. dgl. langgestrecktem Gut - Google Patents
Anlage zur Behandlung von Walzband o. dgl. langgestrecktem GutInfo
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- DE816392C DE816392C DEB2267A DEB0002267A DE816392C DE 816392 C DE816392 C DE 816392C DE B2267 A DEB2267 A DE B2267A DE B0002267 A DEB0002267 A DE B0002267A DE 816392 C DE816392 C DE 816392C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C47/00—Winding-up, coiling or winding-off metal wire, metal band or other flexible metal material characterised by features relevant to metal processing only
- B21C47/24—Transferring coils to or from winding apparatus or to or from operative position therein; Preventing uncoiling during transfer
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
- Anlage zur Behandlung von Walzband 0. dgl. langgestrecktem Gut Bei Bandwalzwerken, soweit diese nicht gerade v ollautotnatisch arheiten, wird die Rentabilität nicht unmesentlich durch die Aufwicklung des Bandes in Ringl)unde und die Abführung der Ringe beeinflußt.
- Je kleiner der verlangte Bandquerschnitt ist, desto ungünstiger ist die Auswirkung. An sich sind schon je Walzenstraße zwei Wickelvortichtungen notwendig. Trotzdem muß aber oft die Walzung verlangsamt oder unterbrochen werden, weil die Aufwicklung mit dem Walzen nicht Schritt halten kann. Die Wickelgeschwindigkeit kann bei den bis her üblichen Anlagen kaum gesteigert werden, und das Aufwickeln erfordert eine unverhältnismäßig rolle Zahl von Bedienungsleuten; so werden l>eispielsweise bei einer üblichen Walzenstraße allein für Aufwickeln, Binden und Abstellen der Ringe bei zwei Wickelvorrichtungen neunzehn NIann Bedienung je Schicht benötigt. Die Aufstellung einer dritten Wickelvorrichtung je Walzenstraße verbietet sich, weil die Anlage schlecht ausgenutzt und die benötigte Zahl von Bedienungsleuten noch größer sein würde, so daß die Rentabilität der gesamten Herstellung des Bandes vom Walzen bis zum Abstellen noch weiter absinken würde.
- Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung einer an sich bekannten Wickelvorrichtung, darin bestehend, daß der Wickelkopf in den durch je zwei benachbarte Arme eines fortschaltbaren Drehkreuzes gebildeten Sektoren arbeitet und der fertiggewickelte Ring durch Fortschalten des Drehkreuzes aus dem Bereich des Wickelkopfes herausbewegt wird, wird der Wickelvorgang derart beschleunigt, daß die Walzung nunmehr durchlaufend mit der hierbei erforderlichen oder gewünschten Walzgeschwindigkeit durchgeführt werden kann.
- Durch eine Abschiebevorrichtung wird der Ring weiterbefördert.
- Weitere an einem Ausführungsbeispiel im einzelnen gezeigte erfindungsgemäße Anordnungen vereinfachen und beschleunigen den Vorgang des Aufwickelns, des Bindens und Abstellens der Ringe derart, daß gegenüber der benötigten neunzehnköpfigen Bedienungsmannschaft bei der vorerwähnten, bekannten, aber erfindungsgemäß abgeänderten Bandwalzanlage nur noch zehn Mann erforderlich sind.
- In den Fig. I bis 3 ist eine erfindungsgemäße Anlage im Anschluß an ein Warmbandwalzwerk in drei Ansichten dargestellt. Im einzelnen zeigt Fig. I eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Stirnansicht, Fig. 3 eine Draufsicht.
- Das von der Walze kommende Band I soll aufgewickelt werden in Ringbunde 2, die zwischendurch noch abzubinden sind. Die Wickelvorrichtung 3 von an sich bekannter Ausführung besitzt einen Wickelkopf 4, der sich im vorliegenden Falle um eine vertikale Achse in Pfeilrichtung dreht und der zum Einführen des Wickelbandes aus dem angehobenen Zustand in die dargestellte Lage abgesenkt wird. Dieser Wickelkopf 4 dreht sich in dem durch zwei Arme des Armkreuzes 5 gebildeten Sektor. Nach dem Aufwickeln des Bandes wird das Armkreuz um go0 verdreht, wodurch das gewickelte Band seitlich abgeschoben wird. Die Krümmung der Arme ist so gewählt, daß der gewickelte Ring praktisch ohne besondere Führungen in die gewünschte Richtung auf die Rutsche 6 hin geschoben wird. Der auf der Rutsche abgleitende Ring 2 wird am Rutschenende von einem Anschlag 7 zunächst festgehalten. Der Ausschnitt 8 in der Rutsche ermöglicht das Durchstecken eines Bindedrahtes zum Binden des Ringes. Durch Anlüften des Ringes von Hand fällt der Ring in etwa vertikaler Lage auf die Gleitbahn 9, die aus zwei Schienen besteht. Diese Gleitbahn führt zum sogenannten Ahstellbahnhof, wo die Ringe vertikal stehend gestapelt werden zum üblichen Abtransport mittels eines Kranes. Das Armkreuz 5 erhält seinen Antrieh von dem Zylinder Io über eine Zahnstange 11 und ein Ritzel 12, welches in einer Drehrichtung die Welle des Armkreuzes 5 mitnimmt, in der anderen Richtung aber Freilauf besitzt. Die Steuerung des Zylinders IO erfolgt durch den Bedienungsmann der Wickelvorrichtung, wobei die Steuerung für die Wickelvorrichtung und die Steuerung für den Antriebszylinder IO miteinander derart gekuppelt sein können, daß nach Stillsetzen der Wickelvorrichtung und nach Anheben des Wickelkopfes automatisch das Armkreuz 5 um go" verdreht wird.
- Das Fortschieben der von der Rutsche 6 herabgeglittenen Ringe 2 auf der Gleitbahn g wird durch einen Preßluftzylinder I3 bewirkt, dessen Kolbenstange 14 an ihrem vorderen Ende eine T-förmige Stoßplatte 15 trägt. Die Betätigung des Zylinders I3 erfolgt selbsttätig durch den auf eine Kontaktvorrichtung 16 auffallenden Ring 2. Am Ende der nach hinten aus dem Arbeitszylinder 13 herausragenden Kolbenstange 14 befindet sich ein Endanschlag I7, der mit einem Anschlag I8 zusammenarbeitet und den Rückwärtslauf der Stoßplatte 15 veranlaßt.
- Im Bereich des Wickelkopfes 4 ist ein Leitblech 19 vorgesehen, welches das Einführen des von der Walze kommenden Bandes I erleichtert und den Wickelsektor des Armkreuzes 5 nach außen hin wenigstens so weit abschließt, daß mit erhöhter Wickelgeschwindigkeit gefahren werden kann, ohne gegen Ende des Wickelvorganges die Geschwindigkeit herabsetzen zu müssen, da auch das Ende des Walzbandes an der Leitvorrichtung 19 Führung findet und nicht, wie es bisher war, herumschlagen kann.
- Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Aufrichtung des in horizontaler Lage gewickelten Ringes in die vertikale Lage zum Abschieben auf der Gleitbahn g durch die Rutsche 6. Dies setzt voraus, daß zwischen Hüttenflur 20 und der Gleitbahn g eine Höhendifferenz vorhanden ist. Ist diese nicht vorhanden, muß an Stelle der Rutsche 6 eine besondere Vorrichtung treten, die den Ring 2 hochkantet. Eine solche Vorrichtung könnte beispielsweise aus einem Winkelhebel bestehen, dessen Drehachse unter dem Hüttenflur angeordnet ist und der zwei Arme besitzt, die durch Schlitze hindurchgreifen und den Ring seitlich erfassen. Der Antrieb dieser Aufrichtevorrichtung könnte durch den Arbeitszylinder 13 erfolgen, dessen Kolbenstange einen gegenüber der Stoßplatte 15 voreilenden Anschlag hat zur Umstellung des Winkelhebels.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Anlage zum Aufwickeln von Walzband o. dgl. langgestrecktem Gut, insbesondere von warmgewalztem Band, im Anschluß an das Walzwerk und zum Stapeln der Ringe nach gegebenenfalls vorgenommener Bindung auf einer Gleitbahn (Abteilbahnhof) in für den Abtransport geeigneter, aufrechter Stellung, gekennzeichnet durch ein schrittweise fortgeschaltetes Drehkreuz (5) und eine bekannte Wickelvorrichtung (3), deren Wickelkopf (4) das Gut in dem zwischen benachbarten Armen des Drehkreuzes (5) liegenden Sektor wickelt und der nach dem Wickeln aus dem Bereich des Drehkreuzes (5) zurückgezogen wird, worauf das weiterschaltende Drehkreuz (5) den gewickelten Ring aus dem Bereich des Wickelkopfes (4) herausbringt und den Ring entweder, bei Wickelung um eine vertikale Achse, erst einer den Ring hochkant stellenden Vorrichtung zuführt oder den Ring, bei Wickelung um eine horizontale Achse, unmittelbar in den Bereich einer Abschiebevorrichtung bringt, durch die der Ring aufrecht stehend auf einer Gleitbahn (g) (Abstellbahnhof) zum Stapel abgeschoben wird.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein ortsfestes gebogenes Leitblech (I9) zum Abschluß am äußeren Umfang des den je- weiligen Wickelraum hildenden Drehkreuz sektors.
- 3. Anlage nach Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme des Drehkreuzes (5) gekrümmt sind.
- 4. Anlage nach Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Drehkreuzes von einem hydraulisch oder pneumatisch betätigten Kolben mit gezahnter Kolbenstange und einem mit Freilauf in einer Drehrichtung ausgerüstetem Zahntrieb erfolgt.
- 5. Anlage nach Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Hochkantstellen des Ringes durch eine Rutsche (6) gebildet ist.
- 6. Anlage nach Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutsche (6) einen Anschlag (7) besitzt zum Abfangen des Drahtringes in einer zum Binden des Ringes geeigneten Höhenlage.
- 7. Anlage nach Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutsche seitlich einen Ausschnitt (8) aufweist zum Durchstecken des Bindedrahtes.
- 8. Anlage nach Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Rutsche (6) eine Kontaktvorrichtung (I6) angeordnet ist, durch deren Verstellung beim Auftreffen des Ringes die Fortschiebevorrichtung (I3, I5) gesteuert wird.
- 9. Anlage nach Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Drehkreuzes (5) derart mit der Steuerung des Wickelkopfes (4) gekuppelt und/oder verriegelt ist, daß das Drehkreuz (5) nur bei zurückgezogenem Wickelkopf fortschaltet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB2267A DE816392C (de) | 1950-02-26 | 1950-02-26 | Anlage zur Behandlung von Walzband o. dgl. langgestrecktem Gut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB2267A DE816392C (de) | 1950-02-26 | 1950-02-26 | Anlage zur Behandlung von Walzband o. dgl. langgestrecktem Gut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE816392C true DE816392C (de) | 1951-10-11 |
Family
ID=6952665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB2267A Expired DE816392C (de) | 1950-02-26 | 1950-02-26 | Anlage zur Behandlung von Walzband o. dgl. langgestrecktem Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE816392C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970640C (de) * | 1953-07-14 | 1958-10-09 | Siemag Siegener Maschb Ges Mit | Vorrichtung zum automatischen Stapeln von Bunden |
-
1950
- 1950-02-26 DE DEB2267A patent/DE816392C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970640C (de) * | 1953-07-14 | 1958-10-09 | Siemag Siegener Maschb Ges Mit | Vorrichtung zum automatischen Stapeln von Bunden |
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