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Vorrichtung zum Ordnen von Karteikarten Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ordnen von Karteikarten, Mustern u. dgl. nach
einem System, das es gestattet, die gewünschte Karte in Abhängigkeit von den sieJeweils
kennzeichnenden oder bestimmenden Ziffern, Buchstaben, Zeichen oder deren Zusammenstellungen
selbsttätig zu entnehmen. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung ist die Möglichkeit, die Karteikarte bzw. das Muster in den Ordner zurückzulegen,
ohne daß es notwendig ist, sich um seinen jeweiligen Platz zu kümmern, und zwar
von beiden Seiten her. Unter dem Begriff Ordnen ist also gleichermaßen das Auswählen
der Karten nach einem bestimmten Ordnungssystem als auch das Ablegen und Halten
in der Kartei zu verstehen.
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Das System ist im wesentlichen gekennzeichnet durch die Anordnung
der Karteikarten, die so erfolgt, daß alle Karten aufgehängt bleiben mit Ausnahme
der gewählten, sowie durch die Einrichtung, die in den Karteikasten diese Aufhängung
bewirkt.
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Die Karteikarten oder Kartenhalter sind mit Reihen paarweise angeordneter
Zähne oder geeigneter Haken versehen, wobei jede Reihe so viel Haken bzw. Zähne
besitzt, wie zu ihrer Betätigung notwendig sind, um jede Karteikarte bzw. jeden
Kartenhalter auszusondern, während an jeder Karte die ihrer Zuordnung genau entsprechenden
Zähne oder Haken so auszuschneiden oder zu unterbrechen sind, daß die Karte anstatt
mittels der Zähne oder Haken gehalten zu werden, durch ihrEigengewicht fällt.
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Die beiden Zähne jedes Paares sind symmetrisch zur senkrechten Achse
der Karte angeordnet, um eine gute Aufhängung zu sichern;.
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Wenn die Zuordnung der Karten nach dem Dezimalsystem erfolgt, so ist
z. B. eine Reihe von zehn Zahnpaaren für die Einer, eine ebensolche für die Zehner
und so fort, möglich. So werden demnach
bei der Karte mit dem Zuordnungsmerkmal
697 die Zähne 7 der ersten Reihe, 9 der zweiten und 6 der dritten ausgeschnitten.
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Außerdem werden die Karten stets in ihrer Gesamtheit und an der gleichen
Stelle mit symmetrisch angeordneten Ausschnitten oder Haken versehen, mit deren
Hilfe sie im allgemeinen aufgehängt werden.
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Der Ordner oder Karteikasten ist mit zwei Stützen versehen, die dieser
Aufhängung dienen, und außerdem in gleicher Weise für alle eingeordneten Teile mit
so viel Stäbchenpaaren wie Zahnpaare vorhanden sind, wobei die Stäbchen den Zähnen
gegenüber und außerhalb derselben so angeordnet sind, daß es nach Belieben mit Hilfe
einer besonderen Vorrichtung möglich ist, jedes Stäbchenpaar unter die entsprechenden
Zähne zu bringen.
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Wenn auf diese Weise in dem erwähnten Beispiel die entsprechenden
Stäbchen in die Zähne ; , 9 und 6 der ersten, zweiten und dritten Reihen eingreifen,
so fällt die Karte, die an diesen Stellen keine Haken hat, durch ihr Eigengewicht
herab.
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Zu diesem Zweck muß sich die Unterkante der Karten etwas oberhalb
des Bodens des Karteikastens befinden, und je nach dessen Abmessungen kann man das
gewählte Stück einfach mit der Hand herausnehmen. Der Boden kann auch geneigt oder
mit einem laufenden Band oder einer Rollenbahn versehen sein, die das Stück zur
Entnahmestelle bringen.
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Als Ausführungsbeispiel für die in .der Beschreibung enthaltenen Ausführungen
ist in den Zeichnungen eine der Anwendungsformen der Vorrichtung wiedergegeben.
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Fig. i zeigt eine perspektivische Ansicht einer Gruppe von Karteikarten
oder Kartenhaltern mit den Einordnungszähnen und entsprechenden Aufhängstäbchen;
Fig. a ist ein Querschnitt durch eine Gruppe von Kartenhaltern und zeigt, wie diese
mit einer Verdickung versehen sein müssen, die sie genügend auseinanderhält, damit
die Reibung des unteren Teiles, an dem die Karten befestigt sind, das Herabfallen
der gewählten Kartenhalter nicht verhindert; Fig. 3 zeigt eine schematische Gesamtansicht
der Vorrichtung mit dem geneigten Boden des Karteikastens, damit die gewählte Karte
herabgleiten kann.
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Wie Fig. i zeigt, sind die Kartenhalter bzw. Karten mit drei Reihen
von Zahnpaaren e versehen mit je io Zähnen für jede Reihe. Sie weisen außerdem Ausschnitte
g für die normale Aufhängung auf. Es ist zu beachten, daß die zusammengehörigen
Reihen, bei denen in der Zeichnung jeweils die gleichen Zähne fehlen, die beiden
äußeren, die beiden inneren und die beiden dazwischenliegenden sind, mittels welcher
die symmetrische Aufhängung jeweils gewährleistet ist.
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Die Zähne jeder Reihe sind derart ausgeschnitten, daß der am meisten
vorspringende Teil jedes Zahnes den am weitesten zurückliegenden Teil der unmittelbar
darunterliegenden nicht überragt.
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Die Aufhängevorrichtung für die Karten umfaßt die Stäbchen f, die
auf der ganzen Länge des Karteikastens waagerecht angeordnet sind und paarweise
symmetrisch in bezug auf die senkrechte Mittellinie der Karten gleichzeitig betätigt
werden können, so daß sie sich auf der ganzen Länge des Kastens unter die Zähne
e der Karten schieben bzw. darunter fortgezogen werden. Dies geschieht bei gleichzeitiger
Betätigung, d. h. paralleler Verschiebung der beiden Stützen d, ebenfalls auf der
ganzen Länge des Kastens zum Freigeben oder Halten der Karten an den Ausschnitten
g.
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Die vollständige beschriebene Einrichtung ist in einem Kasten ohne
Boden von geeigneten Ausmaßen und in ausreichendem Abstand von ihren Aufhängestellen
so unterzubringen, daß die Karten unten frei herabfallen können. Dieser Kasten kann
unten eine schiefe Ebene oder, falls erforderlich, ein laufendes Band erhalten,
damit die herabfallenden Karten den unteren Teil des Kastens erreichen.
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Die Wirkungsweise ist folgende. Im Ruhezustand liegen alle Stäbchen
f außerhalb der Zähne e, die Kartenhalter oder Karten sind waagerecht ausgerichtet
und mit Hilfe der Stützen d an den Ausschnitten g aufgehängt. Wenn die Stäbchen
f der zur gewählten Karte gehörenden Ziffern, Buchstaben oder Zeichen betätigt werden,
z. B. die in der. Fig. i mit gestricheltem Querschnitt dargestellten, so greifen
diese unter die Zähne e der Karten auf der ganzen Länge des Karteikastens. Wenn
danach die Stützen d aus den Ausschnitten g herausgezogen werden, so sind sämtliche
Karten von den Stäbchen f gehalten, die betätigt worden sind, mit Ausnahme der Karte
oder Karten, bei denen die den Stäbchen f entsprechenden Zähne ausgeschnitten sind,
bei dem gewählten Beispiel die in der Fig. i ganz vorn eingereihte Karte. Diese
fallen unter ihrem eigenen Gewicht herab, gleichgültig, an welcher Stelle sie sich
befinden. Durch die umgekehrte Betätigung werden die Karten wieder an ihren Ausschnitten
g mittels der Stützen d gehalten, und die Stäbchen f kehren an den toten Punkt zurück.
An der Vorderseite kann man die herausgenommenen Karten wieder einschieben, indem
man die Ausschnitte g mit den Stützen d in Übereinstimmung bringt und leicht nach
unten drückt.
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In diesem Beispiel sind sechs Reihen von je zehn Zähnen vorhanden,
die zur Bildung von tausend Zusammenstellungen von je drei Ziffern, Buchstaben oder
Zeichen notwendig sind.