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DE814865C - Verfahren zur Herstellung von festen, poroesen Bau- und Isolierformlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festen, poroesen Bau- und Isolierformlingen

Info

Publication number
DE814865C
DE814865C DEP40494A DEP0040494A DE814865C DE 814865 C DE814865 C DE 814865C DE P40494 A DEP40494 A DE P40494A DE P0040494 A DEP0040494 A DE P0040494A DE 814865 C DE814865 C DE 814865C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
firing
molds
silicates
solid
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP40494A
Other languages
English (en)
Inventor
Sigismund Dr Kienow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr C Otto and Co GmbH
Original Assignee
Dr C Otto and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr C Otto and Co GmbH filed Critical Dr C Otto and Co GmbH
Priority to DEP40494A priority Critical patent/DE814865C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE814865C publication Critical patent/DE814865C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/02Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by adding chemical blowing agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von festen, porösen Bau- und Isolierformlingen Es wurde bereits ein Verfahren zur Herstellung von porösen Bau- oder Füllstoffen durch Aufblähen von Mineralien entwickelt, welche gasentwickelnde Stoffe enthielten, wobei diese Mineralien auf die Erweichungstemperatur bis zur Gasentwicklung erhitzt wurden. Insbesondere wurde ein solches Verfahren für Alaunschiefer, gegebenenfalls in Mischung mit anderen Silikaten, in Vorschlag gebracht; die Erhitzung sollte in zwei Stufen durchgeführt und das Material längere Zeit auf der ersten Erhitzungsstufe von iooo° belassen werden. Dieses Verfahren ist wegen der langen Brennzeit unwirtschaftlich und ergibt noch keine fertigen Formkörper, sondern nur Granulate von i bis 2 cm Durchmesser, aus denen Gebrauchsgegenstände erst durch weitere Verarbeitung hergestellt werden können. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung von festen, porösen Bau- und Isolierformlingen aus eisenoxydhaltigen Silikaten, insbesondere Glaukonit, Seladonit, Alaunschiefer, Obsidian, bei dem die Silikate in Formen aus Schamotte gebrannt werden und dadurch die Gestalt der umgebenden Formen annehmen. Auf diese Weise gelingt es, fertige Gebrauchsgegenstände durch einen einzigen Arbeitsvorgang in wirtschaftlicher Weise herzustellen.
  • Um eine gleichmäßige Verteilung der Porenräume zu erzielen, werden gemäß der weiteren Erfindung die Silikate vor dem Brennen einer Feinzerkleinerung unterworfen und bezüglich Korngröße und Zusammensetzung vor dem Brennen homogenisiert. Um ein Ankleben des Brenngutes an der Form zu verhindern und eine mehrmalige Verwendung der gleichen Form möglich zu machen, werden gemäß der weiteren Erfindung die Innenwände der Brennformen mit einer Mischung reinen Sandes, z. B. Fördersand, und organischen Leims, wie Knochenleim, Gelatine, bestrichen; der Mischung kann 5 bis io% feuerfester Ton beigegeben werden.
  • Statt dessen können die Innenwände der Brennformen auch mit einer Aufschlämmung von Tonerdehydrat, gegebenenfalls unter Zusatz gemahlener Schamotte, derart ausgegossen und anschließend entleert werden, daß eine i bis 2 mm dicke Schicht der Aufschlämmung an den Wänden haftenbleibt.
  • Eine weitere Verkürzung des Brenn- und Blähvorganges beruht auf einer Feststellung des Erfinders über die Umwandlungsvorgänge der Eisenoxyde. Der Blähvorgang ist nämlich auf eine Entwicklung von Sauerstoffgas zurückzuführen, welches durch die' bei i ioo bis 1200° einsetzende spontane Umwandlung von dreiwertigem in zweiwertiges Eisen in Freiheit gesetzt wird. Hierbei entsteht aus 6 Fei 03 --> 4 Fei O, + 0, Es genügt bereits die Umwandlung von einem geringen Prozentsatz des im Rohstoff vorhandenen -Eisenoxyds, um ein Produkt mit einem Raumgewicht von 0,5 bis 0,7 g/cm3 zu erzeugen. Andererseits führt eine zu starke und plötzliche Reduktion zu eurem unerwünscht hohen Prozentsatz an zweiwertigem Eisen, welches als Flußmittel wirkt und die Zähigkeit der Schmelze erheblich vermindert. Die kleinen Gasbläschen, welche .die Porenbildung verursachen, können sich dann zu großen Blasen sammeln, so daß ein technisch wertloses Produkt entsteht.
  • Gemäß der weiteren Erfindung erfolgt daher das Brennen in einer oxydierenden Atmosphäre, vorzugsweise in einer solchen mit einem Luftüberschuß von 30 0/0 oder mehr. Ein solcher Luftüberschuß ist schon beim Aufheizen zweckmäßig, um das ursprünglich in dem Rohstoff vorhandene zweiwertige Eisen zu dreiwertigem zu oxydieren.
  • Es ist bekannt, daß beim Brennen eisenoxydhaltiger Tone in reduzierender Atmosphäre Bläherscheinungen auftreten, und es wurde als Mittel zur Vermeidung des dabei unerwünschten Aufblähens die Anwendung einer oxydierenden Atmosphäre empfohlen. Die Lehre der Erfindung ist aus dieser Übung offensichtlich nicht zu entnehmen.
  • Beispiel Glaukonitischer Ton vom Uelsener Höhenzug, Grafschaft Bentheim, mit folgender Zusammensetzung: 66,o % Si 02, 1 i,o % A1203, 14,0 %Fe203 + Fe O, o,6 % Ca O, 2,3 % Mg O, 6,1 %K, O und 7,9% Glühverlust wird in einer Schleudermühle homogenisiert und zerkleinert. Diese Masse wird in eine Schamotteform gefüllt, deren Wände mit einem Überzug aus 70 % gemahlener Schamotte und 30 0/0 Tonerdehydrat versehen sind, und dann in einem Tunnelofen mit stark oxydierender Atmosphäre 6 Stunden lang bei Segerkegel 8 gebrannt. Das Brennprodukt wird an der Oberfläche glattgeschliffen. Der so hergestellte Formstein besitzt ein Raumgewicht von o,6 bis 0,7 g/cm3 und eine Druckfestigkeit von 50 bis 70 kg/cm2 bei einer Porengröße von i bis 2 mm.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von festen, porösen Bau- und Isolierformlingen aus eisenoxydhaltigen Silikaten, insbesondere Glaukonit, Seladonit Alaunschiefer, Obsidian, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikate in Formen aus Schamotte gebrannt werden und dadurch die Gestalt der umgebenden Formen annehmen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikate vor dem Brennen einer Feinzerkleinerung unterworfen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikate vor dem Brennen bezüglich Korngröße und Zusammensetzung homogenisiert werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennen in oxydierender Atmosphäre erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftüberschuß während des Brennens 30 0/0 und mehr beträgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände der Brennformen mit einer Mischung reinen Sandes (Fördersand) und organischen Leims, wie Knochenleim, Gelatine u. a., mit oder ohne einen Zusatz von 5 bis io % feuerfestem Ton bestrichen werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände der Brennformen mit einer Aufschlämmung von Tonerdehydrat, gegebenenfalls unter Zusatz gemahlener Schamotte, derart ausgegossen und anschließend entleert werden, daß eine i bis 2 mm dicke Schicht der Aufschlämmung an den Wänden haftenbleibt. Angezogene Druckschriften: Kerl, Handbuch der gesammten Thonwaarenindustrie 1907,. S. 1247 u. 1248.
DEP40494A 1949-04-23 1949-04-23 Verfahren zur Herstellung von festen, poroesen Bau- und Isolierformlingen Expired DE814865C (de)

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DE814865C true DE814865C (de) 1951-09-27

Family

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1571592B1 (de) * 1964-08-28 1971-01-14 Hitachi Chemical Co Ltd Verfahren zur Sinterung von Bornitrid unter Pressformung
DE102013002518A1 (de) 2013-02-13 2014-08-14 Josef Hacker Schleuderanlage für Bienenhonigwaben

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1571592B1 (de) * 1964-08-28 1971-01-14 Hitachi Chemical Co Ltd Verfahren zur Sinterung von Bornitrid unter Pressformung
DE102013002518A1 (de) 2013-02-13 2014-08-14 Josef Hacker Schleuderanlage für Bienenhonigwaben

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