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DE8141C - Dampfkesselanlage - Google Patents

Dampfkesselanlage

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Publication number
DE8141C
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Authority
DE
Germany
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boiler
boilers
steam
boiler system
steam boiler
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Application number
DENDAT8141D
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English (en)
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Individual
Publication of DE8141C publication Critical patent/DE8141C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B5/00Steam boilers of drum type, i.e. without internal furnace or fire tubes, the boiler body being contacted externally by flue gas

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

1879.
Klasse 13.
JULIUS POHLIG in SIEGEN. Dampfkesselanlage.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1879 ab. Längste Dauer: 26. October 1891.
Diese Kesselanlage soll bei möglichst vollkommener Ausnutzung des Brennmaterials die Vortheile der einfachen Cylinderkessel mit denen der sog. Wasserröhrenkessel (mit engen Röhren) verbinden. Zu dem Ende sind einzelne cylindrische Kessel verwendet, deren Durchmesser eben grofs genug ist, dafs behufs gründlicher Reinigung oder Reparatur derselben ein Arbeiter hineinsteigen kann. Der Durchmesser wird hiernach nicht gröfser genommen als 500 bis 600 mm im Lichten, um keine zu grofse Wandstärke (Maximum 7 mm) zu bekommen. Jeder Einzelkessel wird aus einer einzigen Blechtafel gebildet, damit keine Quernietnaht ins Feuer zu liegen kommt, die Längsnaht wird durch eine gemauerte Zunge verdeckt. Die Länge der einzelnen Kessel kann deshalb nicht gröfser sein als die Länge der zur Herstellung der erforderlichen Blechtafeln dienenden Walzen (selten über 2,200 m). Die Einmauerung dieser quer zur Richtung des Gasstromes liegenden Kessel ist so angeordnet, dafs die Heizgase eine schlangenförmige Bewegung machen müssen, wodurch erzielt wird, dafs sämmtliche Kessel fast ganz vom Feuer umspült werden.
Die einfachste Anordnung dieses Systems ist durch Fig. 1 bis 4 dargestellt. Die einzelnen Kessel sind an dem einen Kopfende an ihren untersten Punkten mittelst kurzer Rohrstutzen ν mit einer gemeinschaftlichen Speiseleitung verbunden, ausgeschlossen sind die beiden Dampfsammler SS1, während oben am gegenüberliegenden Kopfende ein Stutzen vl zur Abführung des entwickelten Dampfes angebracht und seinerseits mit dem über den Kesseln liegenden gemeinschaftlichen Dampfrohr χ verbunden ist. Letzteres führt den entwickelten Dampf zunächst in den Dampfsammler S, welcher andererseits durch das Rohr R mit dem zweiten Dampfsammler S1 communicirt. Zur bequemen Abführung des Dampfes sind die einzelnen Kessel um ca. 40 mm geneigt. Zur Erkennung des jederzeitigen Wasserstandes ist jeder der beiden Kessel W und Wx mit einem Wasserstandsglas versehen. Jeder Kessel hat an dem einen Kopfende ein Mannloch. Um leicht an dieser Stelle zu dem betreffenden Kessel gelangen zu können, sind in der vorderen Langmauer entsprechende Oeffnungen angebracht, die zum Schutz gegen Abkühlung mit leicht verschliefsbaren und mit Schlackenwolle bedeckten Blechthüren versehen sind. Ebenso wird das Dampfsammeirohr * durch einen schlechten Wärmeleiter vor Abkühlung geschützt. Bei der vorbeschriebenen Anordnung ist angenommen, dafs zur Heizung die von einem Puddelofen etc. abziehenden Gase benutzt werden. Hierbei ist das erste Rohr,, sowie auch der vordere Theil des zweiten durch Mauerung vor der schädlichen Einwirkung etwaiger Stichflamme geschützt. Die Einzelkessel haben beispielsweise 600 mm äufseren Durchmesser und 1,900 m Länge, wovon 1,650 m im Feuer liegen.
In den Fig. 5 und 6 ist eine Combination der vorbeschriebenen Querkessel mit zwei gewöhnlichen Siederöhren dargestellt, welche Anordnung sich in den Fällen empfehlen würde, wo man es bei nicht durchaus feuerbeständigen Blechen mit heftiger Stichflamme zu thun hat. Hier würde es sich empfehlen, die Gase zuerst und so lange parallel zu der Heizfläche zu führen, bis man sicher ist, dafs der Kessel nicht mehr verbrennen kann; dann leitet man dieselben direct auf die Querkessel.
Bei der in Fig. 7 bis 11 dargestellten Kesselanlage sind die einzelnen Querkessel in zwei Etagen übereinander gelegt, eine Anordnung, welche überall da Anwendung finden dürfte, wo es an dem nöthigen Raum fehlt, um die Kessel sämmtlich hinter einander legen zu können. Hierbei stehen nur die unteren Kessel mit der Speiseleitung in directer Verbindung, während die oberen nur zum Theil mit Wasser gefüllten Kessel ihr Speisewasser (mit dem unten entwickelten Dampf gemeinschaftlich) durch die Dampf- und Wasserröhren DD erhalten. Die Stutzen ζ der Speiserohrleitung sind für gewöhnlich durch Deckel verschlossen und werden nur dann benutzt, wenn ein Kessel der unteren Lage ausgewechselt werden mufs und nicht sofort ein neuer an dessen Stelle gelegt werden kann. Alsdann wird ein zu diesem Zweck in Reserve gehaltenes Rohr ζ y, Fig. 7 und 11, eingeschaltet und der über dem ausgewechselten liegende Kessel direct gespeist.
Auch hier ruhen die einzelnen Kessel auf eisernen E-förmigen Tragbalken, welche eine sichere vom Mauerwerk unabhängige Lagerung der Einzelkessel ermöglichen und so das etwaige Auswechseln der Kessel erleichtern. Ebenso sind auch hier die vorderen Kesselköpfe durch Blechthüren, die mit schlechten Wärmeleitern versehen sind, leicht zugänglich gemacht.
Um die Oberfläche der Kessel sowie die Feuerzüge von Rufs und Plugasche etc. bequem reinigen zu können, sind an geeigneten Stellen Putzthüren angeordnet.
Die Vortheile der vorbeschriebenen Kesselanlagen sind nach Ansicht des Erfinders folgende:
1. Grofse Wasser- und Dampfcapacität, die je nach der Verwendung der Kessel beliebig geändert werden kann.
2. Gröfstmögliche Ausnutzung des Brennmaterials, indem einmal nur dünne Bleche zur Verwendung kommen, dann aber auch durch die Art der Einmauerung die Heizgase nicht parallel zu den Kesseln, sondern so geführt werden, dafs möglichst fortwährend neue Gastheilchen mit der Heizfläche in Berührung kommen.
3. Die Feuerluft bestreicht den Dampfraum, trocknet und überhitzt den entwickelten Dampf, wodurch dessen Nutzeffect wesentlich erhöht wird.
4. Etwaiger Wassermangel wirkt hier weniger gefährlich als bei den meisten anderen Kesseln, weil vorkommendenfalls nur die hinten gelegenen Kessel davon betroffen werden, also Stellen, an denen die Heizgase bedeutend abgekühlt sind und ein Erglühen nicht mehr leicht zu befürchten ist. Für diesen Fall empfiehlt es sich, die einzelnen aufeinander folgenden Kessel nach hinten hin immer ansteigen zu lassen.
5. Grofse Dauer der Kessel bei einfacher Construction.
6. Bequemes Reinigen der Kessel sowohl von aufsen als von innen.
7. Billige und bequeme Reparatur während des Betriebes, denn wenn irgend ein Kessel defect werden sollte, so kann er leicht ausgewechselt werden, wodurch höchstens ein Stillstand von einigen Stunden herbeigeführt wird.
8. Billige Anlagekosten; denn bei gleicher Heizfläche wird ein solcher Kessel nicht wesentlich theurer als ein einfacher Bouilleurkessel.
9. Die Kessel eignen sich für jeden Betrieb und für jedes Brennmaterial, dürften sich aber ganz besonders für gröfsere Kräfte und für Gasfeuerung bei Eisenhüttenwerken etc. empfehlen.
10. Eine nach diesem System ausgeführte Kesselanlage kann bei etwaiger Betriebsvergröfserung nach Belieben vergröfsert werden, ohne den Betrieb selbst zu stören.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die ganze Construction des hier beschriebenen Kesselsystems.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT8141D Dampfkesselanlage Active DE8141C (de)

Publications (1)

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DE (1) DE8141C (de)

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