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Schiffslukendeckel Die Erfindung bezieht sich auf Schiffslukendeckel
aus Stahl, die gegebenenfalls mit einer w iirinedicliten Bekleidung versehen sein
können und die sich, mit Laufrollen auf seitlichen Führungen laufend, nach einem
Ende der Schiffsluke verschieben lassen, wo sie dann an einer außerhalb der Lukenöffnung
liegenden Stelle eine im wesentlichen senkrechte Lage einnehmen. Derartige Schiffslukendeckel
bestehen meist aus mehreren Einzelabschnitten, und in diesem Falle muß jeder der
Abschnitte verschoben und geschwenkt werden, damit sich die Abschnitte in der geöffneten
Stellung aneinanderlegen. Die Erfindung bezieht sich indessen sowohl auf einteilige
wie auf mehrteilige Schiffslukendeckel, und soweit in der nachfolgenden Beschreibung
der Ausdruck Abschnitt oder Deckelteil verwendet ist, kann darunter auch ein einteiliger
Deckel verstanden werden.
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Obwohl sich die Erfindung im besonderen auf Schiffslukendeckel aus
Stahl der vorstehend angegebenen Art bezieht, eignet sie sich auch für Scharnierdeckel,
deren beide Abschnitte an ihren zusammenliegenden Enden derart gelenkig verbunden
sind, daß sie sich beim Anheben faltenartig aneinanderlegen. Die Erfindung bezieht
sich schließlich auch auf Schiffslukendeckel, die mit einem Abschnitt am Ende der
Schiffsluke gelenkig gelagert sind.
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Bei Schiffslukendeckeln, deren Abschnitte in der Öffnungsstellung
eine senkrechte Lage einnehmen,
mußte man bisher jeden Abschnitt
im Bereiche seines Schwerpunktes anheben, um ihn wieder in die Schließlage zu bringen.
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Derartige Lukendeckelabschnitte sind bereits bekannt. Solche Abschnitte
können nach Freigabe selbsttätig in die Flachlage niedergehen. Sie nehmen jedoch
in der aufgerichteten Lage mehr Raum nach vorn und hinten zu ein als in genau senkrecht
zusammengeschobener Lage.
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Bei dieser bekannten Anordnung müssen die Deckelteile beim Wegräumen
von den an den Schiffsluken vorgesehenen Rollenführungen aus nacheinander um zwei
verschiedene Achsen verschwenkt werden.
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Die Erfindung sieht nun eine Anordnung vor, bei der die senkrecht
liegenden Deckelabschnitte unter Schwerewirkung selbsttätig in die Schließlage kommen.
Zur Überführung in die senkrechte Lage werden die Deckelteile aufeinanderfolgend
um mehrere, praktisch am Ende derselben liegende Drehachsen geschwenkt, so daß jeder
Deckelteil schließlich in der senkrechten Lage auf einer Drehachse ruht. Diese verläuft
in bezug auf den Schwerpunkt derart, daß der Deckelteil das Bestreben hat, zur Luke
zurückzukippen. Der Deckelteil wird in der senkrechten Lage durch einen Flaschenzug
o. dgl. festgehalten.
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In einer bevorzugten 'Ausführung ist jeder Deckelteil in der Nähe
seines Randes an beiden Längsseiten mit einem identisch angeordneten Paar Schwenkzapfen
versehen, von denen der eine derart angeordnet ist, daß bei senkrechter Lage des
betreffenden Deckelteils die beiden Schwenkzapfen außerhalb einer senkrechten Ebene
liegen, die durch den. Schwerpunkt des Deckelteils in Richtung auf die die normale
Oberseite des Deckelteils bildende Fläche verläuft.
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Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch drei Beispiele für die
Ausführung von Schiffslukendeckeln nach der Erfindung, und zwar zeigt Abb. i einen
dreiteiligen Schiffslukendeckel in der Öffnungsstellung der drei mit Laufrollen
versehenen Deckelteile, Abb. 2 den ersten dieser drei Deckelteile bei der Ausführung
seiner Schwenkbewegung aus der waagerechten Lage in die senkrechte Stellung und
umgekehrt, Abb.3 eine Einzelheit im größeren Maßstabe, Abb. 4 eine abgeänderte Ausführung
des Schwenklagers für einen Schiffslukendeckel, Abb. 5 eine ähnliche Ausführung
wie in Abb. 4 für den Fall eines Lukendeckels, der sich aus mehreren aneinander
angelenkten Abschnitten zusammensetzt.
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Der Schiffslukendeckel nach Abb. i bis 3 setzt sich aus drei Abschnitten
oder Deckelteilen 1, 2 und 3 zusammen. Jeder dieser drei Deckelteile ist auf jeder
Seite mit je zwei Laufrollen 4 und 5 versehen, mit denen er auf seitlichen Führungen
des Schiffslukenrandes gleiten kann. Am Ende 6 der Schiffsluke befindet sich der
Aufnahmeraum S, in dem sich die Deckelteile beim Öffnen der Schiffsluke in eine
senkrechte Lage einschwenken lassen. Der Deckelteil i, der in der Schließstellung
des Deckels dem Aufnahmeraum S am nächsten liegt, ist länger als die beiden anderen
Teile 2 und 3, und der mittlere Deckelteil e ist länger als der letzte Deckelteil
3, der in der Schließstellung des Deckels von dem Aufnahmeraum S am weitesten entfernt
ist.
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Der Deckelteil i, der bei geschlossener Schiffsluke dem Ende 6 des
Schiffslukenrandes zunächst liegt, kann mit Hilfe seiner beiden Laufrollen 5, 5
in die aufgerichtete Stellung ausschwingen. An den Enden der seitlichen Rollenführungen
befindet sich auf jeder Seite ein Widerlager 7. Sobald der Deckelteil i gegen dieses
Widerlager stößt, führt er um seine Laufrollen 5 eine Schwenkung nach oben aus.
An den Enden des Deckelteils i, die dem Aufnahmeraum S zugekehrt sind, befinden
sich auf jeder Seite zwei Schwenkzapfen 8 und 9, die bei waagerechter Lage des Deckels
senkrecht übereinanderliegen, bei senkrechter Stellung des Deckelteils jedoch in
einer annähernd waagerechten Ebene liegen.
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Obwohl nachstehend die Arbeitsweise nur für die eine Seite jedes Deckelteils
beschrieben ist, spielt sich selbstverständlich infolge der gleichachsigen Anordnung
der Schwenkzapfen 8, 8 und 9, 9 derselbe Vorgang auch auf der anderen Seite ab.
Sobald der Deckelteil i beim Hochschwenken um seine Laufrollen 5 in die Schräglage
nach Abb. 2 gelangt ist, legt er sich mit seinen Schwenkzapfen 8 in ortsfeste Gegenlager
io, die so dicht wie möglich über den Deckplanken D liegen. Sobald er sich auf den
Gegenlagern io abstützt, hebt er sich mit der Laufrolle 5 von dem Anschlagt' ab
und dreht sich dann um den Zapfen 8 weiter nach oben, bis er in die nahezu senkrechte
Lage il kommt. In dieser Stellung legt sich der Zapfen 9 in eine Lagerpfanne i i,
die auf den Deckplanken oder einem Tragsockel etwas höher liegt als das Gegenlager
io für denZapfen 8. Beim weiteren Schwenken nach oben dreht sich der Deckelteil
i nunmehr um den Zapfen 9 in die senkrechte Stellung 12, und zwar hebt er sich bei
dieser restlichen Schwenkbewegung mit dem Zapfen 8 ein wenig von dem Gegenlager
io ab, wie dies aus Abb. 3 zu ersehen ist. Da sich nun der Schwerpunkt des Deckelteils
i in einer Ebene befindet, die zwischen den Zapfen 8 und 9 liegt, hat der Deckelteil
i das Bestreben, selbsttätig unter Schwerewirkung auf die Rollenführungen zurückzuklappen,
woran er jedoch durch einen nicht dargestellten Flaschenzug, eine Deckeltalje o.
dgl. verhindert wird. Der Abstand zwischen dem Ende 6 der Schiffsluke und dem Gegenlager
io für den Drehzapfen 8 ist so groß bemessen, daß sich auch die beiden anderen Deckelteile
2 und 3 in senkrechter Lage in, dem Aufnahmeraum 8 unterbringen lassen.
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Der mittlere Deckelteil 2 trägt an seinem hinteren Ende zwei Zapfen
8a und 9a, mit denen er sich beim Hochschwingen zunächst an einem Gegenlager ioa,
dann an einer Lagerpfanne i ja abstützt. Diese Lagerpfannen liegen höher als die
Gegenlager io, i i des Deckelteils i, und demgemäß ist der Abstand der Drehzapfen
8a, 9a von den hinteren
Laufrollen 5 des Deckelteils 2 auch kürzer
als der entsprechende Abstand zwischen den zugeordneten Teilen des Deckelteils i.
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Der letzte und kürzeste Deckelteil 3 entspricht in seiner Ausführung
den Deckelteilen i und 2, weist jedoch nur einen Drehzapfen 9b auf, der sich beim
Hochschwenken dieses Deckelteils in eine Lagerpfanne i ib legt. In seiner öffnungsstellung
liegt dieser Deckelteil 3 nämlich so dicht am Ende 6 der Lukenöffnung, daß er den
größten Teil seiner Schwenkbewegung aus der waagerechten in die senkrechte Lage
um die Laufrolle 5 und den Anschlag 7 vollziehen kann. Sobald sich der Drehzapfen
9b gegen die Lagerpfanne 1Ib stützt, hebt sich der Deckelteil 3 mit seiner Laufrolle
5 von dem Anschlag 7 ab. Da alle Deckelteile in der senkrechten Öffnungslage das
Bestreben haben, in die waagerechte Schließlage zurückzufallen, so vollzieht sich
das' Schließen des Deckelteils selbsttätig, sobald man die nicht dargestellte Verriegelung
des Deckels aufhebt oder das Zugkabel des Deckels (Deckeltalje) nachläßt. Die an
beiden Seiten des Aufnahmeraumes S befindlichen Gegenlager bzw. Lagerpfannen io,
II, Ioa, Ija und iib sind vorzugsweise an nicht dargestellten Konsolen oder Trägern
angebracht, die auf dem Deck D oder an den Enden des Lukenrandes abgestützt sind.
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Abb.4 zeigt einen Lukendeckel, der mit seiner am Lukenrande 6 gelegenen
Kante scharnierartig gelagert ist. Die Gelenkstellen sind hierbei durch Achsen 12
gebildet, die in der Nähe des unteren Deckelrandes je über eine seitliche Fläche
des Deckelteils 15 hervorstehen. Die Zapfen 12 führen sich je in einer Schlitzführung
13, die an dem Ende 6 des Lukenrandes befestigt ist. Wird der Deckel oder der so
gelagerte Deckelabschnitt mit einem nicht dargestellten Zugkabel angehoben, so dreht
er sich um die Achsen 12, die hierbei zunächst am Hoden der Schlitzführungen 13
verbleiben. Kommt der Abschnitt 15 dann in eine nahezu senkrechte Lage, die in Abb.4
mit gestrichelten Linien bei 151 eingezeichnet ist, so legt er sich mit seiner Hinterkante
gegen einen Nocken 14, der sich hinter den Schlitzführungen 13 auf jeder Seite des
Deckels befindet und mit seiner Oberkante etwas höher liegt als der Drehzapfen 12
am Boden der Schlitzführungen. Dreht man den Deckel in der Öffnungsrichtung noch
weiter, bis er in die senkrechte Lage kommt, die bei 152 in ausgezogenen Linien
dargestellt ist, so vollzieht sich diese Drehung auf den Nocken 14, wobei sich die
Zapfen 12 vom Boden der Schlitzführungen 13 abheben. Die Nocken 14 sind oben vorzugsweise
irgendwie gerundet. In der senkrechten Stellung liegt der Schwerpunkt des geöffneten
Deckelteils in einer senkrechten Ebene, die zwischen den Nocken 14 und den Drehzapfen
12 liegt. Wird der Deckelabschnitt 15 dann durch Nachlassen des Zughebels freigegeben
oder in anderer Weise entriegelt, so fällt er mit den Drehzapfen 12 selbsttätig
unter Schwerewirkung auf den Boden der Schlitzführungen 13 zurück und klappt dann
unter Weiterdrehen um die Zapfen 12 in die waagerechte Schließlage. Bei dieser Ausführung
treten die Nocken 14 wirkungsmäßig an die Stelle der Zapfen 9, 9a und 9b der Deckelteile
i bis 3 nach Abb. i.
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Die Lagerung nach Abb. 4 eignet sich auch für Lukendeckel, die gemäß
Abb. 5 aus zwei Abschnitten 15a und 15b bestehen. In diesem Falle sind die beiden
Deckelteile an ihren zusammenliegenden Kanten, die nach dem Hochschwenken oben liegen,
gelenkig verbunden, und der Nocken 1.4 kann durch einen Anschlag ersetzt sein, an
dem sich der auf den hinteren Deckelteil umgeklappte vordere Deckelteil I5b beim
Hochschwenken mit einer verlängerten Vorderkante abstützt, so daß sich die Zapfen
12 in den Schlitzführungen 13 beim Weiterdrehen beider Deckelteile in die senkrechte
Lage anheben. Die Nocken 14 können sich zusammen mit den Schlitzführungen 13 gemäß
Abb. 4 an Trägern oder Konsolen 16 befinden, die am Lukenrande 6 befestigt werden,
oder sie können gemäß Abb. 5 unmittelbar auf dem Deck D befestigt sein.