DE814022C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdruecken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von KieferabdrueckenInfo
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- DE814022C DE814022C DESCH74A DESC000074A DE814022C DE 814022 C DE814022 C DE 814022C DE SCH74 A DESCH74 A DE SCH74A DE SC000074 A DESC000074 A DE SC000074A DE 814022 C DE814022 C DE 814022C
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C9/00—Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
- A61C9/0006—Impression trays
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdrücken Die Erfindung bezieht sich auf zahnärztliche Abdruckmethoden zur Herstellung von Kronen, Stiftzähnen, 13 rücken, Jacketkronen usw.
- IXisher mußte man, um formgetreue Abdrücke der Zähile und Kieferteile für die Anfertigung von Kronen und brücken usw. zu erzielen, Abdrucklöffel benutzen, welche den gesamten Ober- und Unterkiefer getrennt voneinander zur Abformung brachten. Diese Al)drucklöffel wurden mit Gips oder einem anderen plastischen Abdruckmaterial beschickt und damit Ober- und Unterkiefer getrennt voneinander al)geformt. Besaß man nunmehr nach dem Ausgießen der Abdrücke und dem Ablösen der Negative die positiven Äfodelle, so mußte jetzt die Lagebeziehung der Zähne des Ol>er- und Unterkiefers, gegebenenfalls durch die sogenannte Bißnahme am Patienten, festgestellt und danach in einem besonderen Gerät, dem sogenannten Artikulator. fixiert werden. Wollte man diesen umständlichen Arheitsgang bei kleineren Objekten der zahnärztlichen Prothetik, wie Kronen, Stiftzähnen, kleineren Briicken usw., vermeiden, so ließ man ohne Abdrucklöffel, also ohne Führung, in die plastische Ahdruckmasse einbeißen und konnte damit die in Betracht kommenden Ober- und Unterkieferabschnitte ahformen und ihre Lage zueinander, die sogenannte Schlußbißstellung, festhalten. Dabei jedoch fällt die Führung durch den Ahdrucklöffel fort, die Abdruckmasse verzieht sich, Gipsteile zerhröckeln und lassen sich außerhalb des hlundes schwer zusammensetzen. Die Genauigkeit leidet also, und sie ist das wichtigste Erfordernis der zahnärztlichen Prothetik.
- Bisher mußte man also entweder ein umständliches und zeitraubendes Verfahren anwenden oder auf die erforderliche Genauigkeit verzichten.
- Diese Nachteile werden dadurch beseitigt, daß erfindungsgemäß bei zweiseitiger Fassung des Ab- druckmaterials mit einem Abdruckrahmen, dessen Haltebügel hinter der Zahnreihe durchgeführt wird, gleichzeitig Abdrücke von Zahnpartien des Ober-und Unterkiefers in Schlußbißstellung hergestellt werden.
- Das Gerät, welches zum Unterschied zu den bisher gebräuchlichen Abdrucklöffeln als Abdruckrahmen bezeichnet wird, besteht aus zwei Paaren A und B von Abdruckrahmenteilen und einem Haltebügel C (s. Abb. I und Abb. 2). Die Abb. 3 zeigt das Gerät in Arbeitsstellung. Der Haltebügel greift schwalbenschwanzförmig in die Rahmenteile ein.
- Die Rahmenteile sind auf dem Haltebügel verschiebbar. Die Dimensionen sind so bemessen, daß sie einem Mittelwert der anatomischen Formen der menschlichen Kiefer entsprechen. Durch Wölbung und Krümmung sind die Rahmenteile den Wölbungen und Krümmungen der Gaumen- und Wangenseite der Kiefer wie des Zahnbogens angepaßt.
- Durch Verschieben auf dem Haltebügel können sie der jeweiligen Kieferform und -größe angeglichen werden. Bei Verwendung von thermoplastischem Material sind die Anpassungsmöglichkeiten erhöht.
- Die Rahmenteile können dann im Munde des Patienten zweckentsprechend geformt werden. Der Haltebügel wird im Munde des Patienten hinter der Zahnreihe durchgeführt. Dadurch kann ungehindert zusammengebissen werden. Die Rahmenteile geben der in den M und eingebrachten Abdruckmasse Führung und gewährleisten so eine exakte Abformung. Sie können auch mit Vertiefungen bzw.
- Erhöhungen oder Durchbrechungen versehen sein, um der Abdruckmasse besseren Halt zu geben.
- Aufgabenbereich des Abdruckrahmens ist die Abdrucknabme für Kronen, Brücken, Stiftzähne usw., also für zahnärztlich-prothetische Maßnahmen, die einen Seitenzahn- oder den Frontzahnbereich betreffen. Für ganze oder partielle Prothesen, bei denen in der rechten und in der linken Kieferhälfte Zahnersatz notwendig ist, eignet sich das Gerät nicht. Entsprechend diesem Aufgabenbereich sind die Rahmenteile B für das Seitenzahngebiet, die Rahmenteile A für das Frontzahngebiet zu benutzen.
- Alaun verfährt folgendermaßen: Nach dem Aussuchen der entsprechenden Rahmenteile und der Einstellung auf dem Haltebügel wird das Gerät mit Abdruckmasse beschickt und im Munde des Patienten an den gewünschten Ort verbracht. Man läßt nunmehr zusammenbeißen und die Masse erstarren (Abb. 3). Dann läßt man den Mund öffnen und kann nun das Gerät mit dem Abdruck herausnehmen. Das Ausgießen des Negativs und Abziehen vom Positiv erfolgt in üblicher Weise. Dabei bietet die Zerlegbarkeit des Löffels die Gewähr, daß das Modell beim Abziehen nicht beschädigt wird.
Claims (9)
- PATENTANSPRUCHE I. Verfahren zur Herstellung von Kieferabdrücken, dadurch gekennzeichnet, daß bei zweiseitiger Fassung des Abdruckmaterials mit einem Abdruckrahmen, dessen Haltebügel hinter der Zahnreihe durchgeführt wird gleichzeitig Abdrücke von Zahnpartien des Ober- und Unterkiefers in Schlußbißstellung hergestellt werden.
- 2. Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdrücken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abdruckrahmen verwendet wird, der aus zwei Rahmenteilen und einem Haltebügel besteht.
- 3.Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile am Haltebügel verschiebbar angebracht sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdruckrahmen zur Entnahme des Abdruckes in seine Teile zerlegbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltebügel schwalbenschwanzförmig in die Rahmenteile eingreift.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile in ihrem Querschnitt nach innen oder außen gewölbt sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile auf ihrer Fläche Erhöhungen bzw. Vertiefungen oder beides besitzen.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile auf ihrer Fläche Durchbrechungen haben.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile aus thermoplastischen Stoffen bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH74A DE814022C (de) | 1949-10-11 | 1949-10-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdruecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH74A DE814022C (de) | 1949-10-11 | 1949-10-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdruecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE814022C true DE814022C (de) | 1951-09-17 |
Family
ID=7422226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH74A Expired DE814022C (de) | 1949-10-11 | 1949-10-11 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kieferabdruecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE814022C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4141311C1 (en) * | 1991-12-14 | 1993-08-19 | Gerhard Dr. 8000 Muenchen De Bruckner | Tooth spacing and spatial structure evaluation system - uses sectional slices obtained from mould block scanned to provide digital data which is processed to reconstruct three-dimensional surface |
| FR2868941A1 (fr) * | 2004-04-20 | 2005-10-21 | Patrick Lesage | Porte-empreinte dentaire |
-
1949
- 1949-10-11 DE DESCH74A patent/DE814022C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4141311C1 (en) * | 1991-12-14 | 1993-08-19 | Gerhard Dr. 8000 Muenchen De Bruckner | Tooth spacing and spatial structure evaluation system - uses sectional slices obtained from mould block scanned to provide digital data which is processed to reconstruct three-dimensional surface |
| FR2868941A1 (fr) * | 2004-04-20 | 2005-10-21 | Patrick Lesage | Porte-empreinte dentaire |
| WO2005107633A1 (fr) * | 2004-04-20 | 2005-11-17 | Patrick Lesage | Porte empreinte dentaire |
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