DE803960C - Verfahren und Vorrichtung zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu fuellendenlangfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsueblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein staendig umlaufendes Foerderwerk zur Paketierung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu fuellendenlangfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsueblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein staendig umlaufendes Foerderwerk zur PaketierungInfo
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Description
Bei Paketierung handelsüblicher Gewichtsmengen ist eine vollkontinuelle Arbeitsweise mit automatischer
Verwiegung um so schwieriger, je grobkörniger oder langfaseriger das abzuwiegende Gut
ist. Man ist daher z. B. bei Waren, deren Güte nach dem Grad ihrer Langfaserigkeit beurteilt wird,
wie z. B. Rauchtabak, genötigt, die Beschickung der Waage von Hand durchzuführen, indem man
aus den miteinander verschlungenen faserigen Zusammenballungen eines bereitgestellten Vorrats
eine auf annähernd richtiges Gewicht geschätzte Menge herauszieht, auf die Waagschale bringt und
durch Zugaben oder Abnahmen korrigiert, bis das gewünschte Gewicht erreicht ist. Die gefüllte Waagschale
wird alsdann, nach bisherigen Methoden, von Hand abgehoben, entleert und wieder auf die
Waage zurückgesetzt, wobei die Entleerung durch Hineinschütten des Inhalts in einen der Paketierimg
dienenden Trichter oder stationären oder sich fortbewegenden-iiehälter zu geschehen pflegt und
daher eine gewisse anpeilende Aufmerksamkeit erfordert. Diese von Hand durchgeführten Vorgänge
des Abhebens, Entleerens und Zurücksetzens der Waagschale zwingen die Abwiegerin, einen beträchtlichen
Anteil ihrer Arbeitszeit für Griffe aufzuwenden, die außerhalb des reinen Abwiege-
Vorganges liegen, und verzögern daher die Aufeinanderfolge der Wiegephasen. Auch die Abwiegegenauigkeit
wird durch die wechselnden Aufgaben der Abwiegerin beeinträchtigt, zumal wenn sie
dem Rhythmus einer Paketiermaschine folgen und bestimmte ihr zugeordnete Becher fristgerecht
füllen soll. Es unterlaufen ihr daher außer ungenauen Abwiegeportionen auch Fehlfüllungen,
durch welche die Nachprüfung der individuellen
ίο Abwiegegenauigkeit irreweisend verläuft, und
neben beträchtlichen Verstreuungen auch Leergänge einzelner Becher, was bei der anschließenden
Paketierung Untergewichte, Übergewichte und Leerpackungen zur Folge hat und dadurch zu
Störungen innerhalb des Mechanismus der Paketiermaschine führt.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für ein Verfahren der regelbar selbsttätigen und güteschonenden
Anforderung des Wiegegutes an die
ao Waage und der selbsttätigen Waagschalenentleerung in eine der Paketierung dienende Füllvorrichtung.
Sie ermöglicht Arbeitserleichterung, Arbeitsspielbeschleunigung, Verbesserung der Abwiegegenauigkeit
und, bei Beschickung einer Paketiermaschine
as durch mehrere Waagen, die zuverlässige Nachprüfung
der individuellen Abwiegegenauigkeit. Sie verhindert Tabakverstreuungen und, bei Förderbecherbeschickung,
Falschfüllungen. Sie will ferner insbesondere der Verhinderung von Gewichts-Verlusten
und Güteminderungen dienen, die bisher beim Antransport und beim Lagern des Vorrats
an der Waage entstanden, z. B. bei Tabak Feuchtigkeitsverlust, Vergrusung usw., und empfiehlt daher
zunächst, das Wiegegut von dem üblicherweise oberhalb der Paketierung angelegten Vorratslager
aus durch eine Förderleitung mit Verzweigungen .für mehrere Abwiegeplätze direkt, aber durch Absperrvorrichtung
regelbar, in mit den Leitungarmen verbundene Schutzbehälter gleiten zu lassen, aus welchen die Abwiegerinnen handgerecht
Portionen auf die Waagschale bringen können. Die Erfindung empfiehlt ferner, die Waage mit
einer Waagschale auszurüsten, die so gestaltet und gelagert ist, daß sie bei Betätigung eines Hebels
♦5 eine entleerende Bewegung ausführt und danach
selbsttätig wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt, wobei die abgewogene, entleerte Portion von
einer der Paketierung dienenden Füllvorrichtung aufgefangen wird. Die Ausgangsstellung kann
durch einen verstellbaren Anschlag bestimmt werden, an den die Waagschale durch Federwirkung
oder kraft eines entsprechend gelagerten Waagschalenschwerpunktes nach jeder erzwungenen Entleerungsbewegung
zurückgesteuert wird. Damit der Waagenmechanismus nicht übermäßig beansprucht wird, sollen die durch Entleerungsbewegungen verursachten
Erschütterungen von einer am Lagerträger der Waagschale mit verstellbarem Spiel
angreifenden Sperrvorrichtung aufgefangen und durch die gleiche Sperrvorrichtung auch die Wiegeschwingungen
auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt werden.
Die Abwiegerin wird nun ihre Aufmerksamkeit auf den reinen Abwiegevorgang konzentrieren
können, und neben verbesserter Abwiegegenauigkeit werden durch Verkürzung ihres Arbeitsspieles auch
erhöhte Paketierleistungen möglich sein, für die der bisherige Arbeitsumfang der Abwiegerin stets engpaßbildend
wirkte. Ungünstigstenfalls, das ist bei primitivster Paketierung ohne jegliche mechanische
Hilfsvorrichtungen, wird die Abwiegerin noch den Hebel betätigen müssen, der die Entleerung
bewirkt, was praktischerweise z. B. durch Fußpedäl geschehen könnte. Doch schon bei Anwendung einfachster
Paketierungshilfsvorrichtungen läßt sich von diesen die Entleerungsbewegung durch
zwischengeschaltete Übertragungsglieder mitbewirken. Bei Anwendung der gebräuchlichen
Paketierungsmaschinen aber kann eine mit dem Antrieb des Förderwerkes gekuppelte Steuerung,
z. B. eine Nockensteuerung, vermittels eines den Hub übertragenden Gestänges die Entleerungsbewegung der Waagschale in dem Augenblick auslösen,
da bestimmte Becher des Förderwerkes den Schüttbereich der Waagschale passieren und somit
die ausgeschütteten Portionen auffangen. Die erforderlichen freien Wiegeschwingungen lassen sich
trotz des eingeschalteten Antriebsgestänges dadurch gewährleisten, daß Gestänge und Waagschale mit
einem bestimmten Spiel, z. B. durch gabelartige Gestaltung der ineinandergreifenden Teile, verbunden
sind, so daß sich die Waagschale in ihrer Ausgangsstellung von der Berührung mit dem
nockengesteuerten Gestänge lösen kann. In dieser Weise läßt sich längs einer Seite oder beiderseits
des Förderwerkes eine beliebige Anzahl Waagen zur selbsttätigen Entleerung so anordnen, daß jeder
Becher eines Förderwerkes pro Umlauf einmal gefüllt wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungbeispiel, bei dem als Abwiegegut Rauchtabak angenommen
wurde. Angenommen wurde ferner, daß einer Paketiermaschine mit vorgeschaltetem Förderwerk
vier je von einer Arbeiterin bediente Waagen zugeordnet sind. Die Abb. 1, 2 und 3 stellen die Anlage
in Ansicht, Schnitt nach A-B und Seitenansicht dar, wobei letztere zur Verdeutlichung der die
Entleerung bewirkenden Antriebsteile in etwas größerem Maßstabe gehalten ist (die Paketiermaschine
ist nicht mitgezeichnet, weil jede beliebige Paketiereinrichtung verwendet werden kann). Die
Beschickung aller vier Abwiegeplätze geschieht über einen gemeinsamen Beschickungsschacht 10
(Abb. 1). Der Schacht führt von dem im darüberliegenden Stockwerk angelegten Vorratslager aus
durch den Fußboden und verzweigt sich unterhalb desselben zu zwei Rohrleitungsarmen 12 und 12",
deren jeder in Richtung auf einen der beiderseits längs des Förderwerkes stehenden Abwiegetische 13
verläuft. Die jeweilige Stellung der schwenkbaren Leitklappe 11 bestimmt, welcher der beiden Rohrleitungsarme
jeweils beschickt wird. Auf jedem der beiden Abwiegetische ist ein Schrein 14 montiert,
in den je einer der beiden Rohrleitungsarme 12 mündet. Es sitzen sich also zu beiden Seiten längs ias
des Förderwerkes 42 je zwei Abwiegerinnen gegen-
über (Abb. 2), zwischen sich den gemeinsamen Abwiegetisch 13 mit dem auf seiner Platte leicht auswärts
bzw. seitwärts montierten Schrein 14. Für jede Abwiegerin ist in handgerechter Lage oberhalb
des Schreines eine in Führungen schiebbare Absperrgabel 15 angebracht, die, waagerecht in den
Rohrquerschnitt geschoben, zunächst verhindert, daß sich das in die Rohrleitung geschüttete Wiegegut als Drucksäule auf den Schreinboden preßt,
von wo es zum Nachteil seiner Langfaserigkeit für den Abwiegebedarf herausgezupft werden müßte.
Die Säule des Wiegegutes ruht daher zunächst auf den Absperrgabeln 15, und jede Wiegerin reguliert
die Füllung ihrer Schreinhälfte jeweils durch mehr oder weniger weites Zurückziehen ihrer Gabel (in
Abb. 2 vorn links zurückgezogen, die übrigen drei sperrend dargestellt) und sperrt danach die Säule
wieder ab. Jede Abwiegerin kann ferner ihre Schreinhälfte vermittels eines Schottes 16 beliebig
weit öffnen oder schließen (in Abb. 1 links geschlossen, rechts geöffnet veranschaulicht), wobei
der als Klemmhebel 17 ausgestaltete Griff des Schottes dieses in der jeweils bewirkten Lage festhält.
Vor jeder der vier Abwiegerinnen ist in versenkter Lage des Abwiegetisches, auf einem genau
fixierten Stand des Tischgerüstes, eine Zeigerwaage 18 (Abb. 1) in Stellung gebracht. Auf jeder
der Waagen ist ein zweischenkeliger Lagerträger 19 mit angeflanschten Kugellagern 20 (Abb. 3)
montiert. In diesen lagert eine Welle 21, auf welcher zwei an den beiden Waagschalenschenkeln
22 befestigte Flansche 23 verkeilt sind, so daß die in den Kugellagern drehbare Welle 21 die starr
mit ihr verbundene Waagschale 24 bzw. 24' usw.
mitdreht. Die Ausgangsstellung der Waagschale wird durch einen am Lagerträger 19 befestigten
verstellbaren Anschlagbolzen 25 (Abb. 1) bestimmt, an den die Waagschale durch Wirkung einer Drehfeder
26 (Abb. 3) gezogen wird. Die durch Entleerungsbewegungen verursachten Erschütterungen
werden durch zwei am Waagerahmen befestigte verstellbare Sperrschlitze 27 (Abb. 1) aufgefangen,
in welche die Grundplatte des Lagerträgers 19 mit begrenztem Spiel hineinfaßt.
Die gleichen Sperrschlitze begrenzen gleichzeitig die freien Wiegeschwingungen auf das erforderliche
Mindestmaß. Einer der beiden auf der Waagschalenwelle 21 verkeilten Flansche ist als einarmiger
Hebel und an seinem freien Hebelende als Gabel 28 ausgebildet. In diese Gabel greift die an
dem freien Ende eines anderen Hebels 29 befestigte Rolle 30 zwecks Erzwingung der Entleerungsbewegung. Der Rollendurchmesser ist um ein bestimmtes
Maß kleiner als die Gabelschlitzbreite, und wenn der rollentragende Hebel seine Arbeitsbewegung beendet, dann hat er die Waagschale nur
bis nahe an ihre Ausgangsstellung zurückbegleitet, und die restliche Rückführungsbewegung bis zum
Anschlagbolzen 25 wird ausschließlich von der Drehfeder bewirkt. Damit bewirkt die Drehfeder
gleichzeitig, daß die bis dahin in Rollenberührung gewesene Gabelflanke sich von der Rolle löst. Den
Grad der Lösung bestimmt die Stellung des verstellbaren Anschlagbolzens, der so fixiert wird, daß
in der Ausgangsstellung der Waagschale bei Wiegeschwingungen die mitschwingenden Gabelflanken
nicht in Berührung mit der zwischen ihnen stehenden Rolle kommen. An den beiden freien Enden
einer am Förderwerkgerüst gelagerten Welle 31 (Abb. 3) ist je einer der geschilderten rollentragenden
Hebel 29 verkeilt, so daß die beiden auf einer Seite längs des Förderwerkes angeschlossenen
Waagschalen 24 und 24' ihre Entleerungsbewegung gleichzeitig durchführen. Der auf der Mitte der
gleichen Welle 31 verkeilte einfache Hebel 32 ist an eine mit zwei Kreuzgelenken und einem Spannschloß
versehene Zugstange 33 angelenkt. Um den Festpunkt 34 (Abb. 3) ist ein doppelarmiger Hebel
35 drehbar gelagert. Einer seiner Arme ist in Bolzenverbindung mit dem unteren Kreuzgelenk
der Zugstange 33, der andere Arm trägt eine Rolle 36, die durch eine Zugfeder 37 in steter Berührung
mit dem Nocken 38 gehalten wird. Die andere Seite des Förderwerkes ist spiegelgleich der vorstehend
geschilderten ausgerüstet, nur ist die Nockenstellung um i8o° dagegen versetzt. Beide Nocken,
38 und 38', sind, durch Doppelstellschrauben verstellbar, auf der gleichen Welle 39 befestigt, auf
der ein in die endlose Förderkette greifendes Kettenräderpaar 40 verkeilt ist, und machen daher
mit diesem die gleichen Umdrehungen. "Die Zähnezahl der Kettenräder 40 entspricht der Kettengliederanzahl
von vier Becherteilungen, so daß pro Nockenumdrehung vier Becher einen bestimmten
Punkt passieren. Die Becheranzahl des endlosen Forderwerkes ergibt durch vier geteilt eine ganze Zahl.
Die unter den Trichtern 41 vorbeistreichenden Becher 1, 2, 3, 4, i«, 2", 3", 4°, i*, 2b, 3*, 4*, ic, 2C
usw. werden daher wie folgt beschickt: Waagschale 24 entleert' sich in gleichmäßig nacheinander folgenden
Zeitabständen in die Becher 1, i°, 1*, ic usw.,
Schale 24' in 4, 4° 4b, 4C usw., Schale 24" in 3, 3",
3'', 3C usw. und Schale 24'" in die Becher 2, 2a, 2*, 2C
usw. Die Hübe des Nockens 38 lösen also die gleichzeitige Entleerung der Schalen 24 und 24' in die i°5
Becher 1 und 4, i" und 40, i6 und 4* usw. aus, und
die Hübe des dagegen um i8o° versetzten Nockens 38' bewirken die gleichzeitige Entleerung der Schalen
24" und 24'" in die Becher 3 und 2", 30 und 2b, 3*
und 2C usw. (vgl. Abb. 2, welche die Entleerung der
Schalen 24" und 24'" in die Becher 3 und 2a zeigt
und in Abb. 1 die Entleerungsstellung der Schale 24'"). Die automatische Entleerungsbewegung beansprucht,
entsprechend der innerhalb von 900 des Nockengrundkreises verlaufenden Unrunde, ein
Viertel der Zeit des ganzen Arbeitsspieles. Während dieses Zeitviertels soll die Abwiegerin den Griff
zum Schrein vollführen und die zum Abwiegen der nächsten Portion herausgezogene Menge bereithalten,
um sie nach vollzogener Entleerungsbewegung sogleich in die Waagschale fallen zu
lassen. Zum Abstimmen auf die genaue Gewichtsmenge stehen ihr dann drei Viertel der Gesamtzeit
des Arbeitsspieles zur Verfügung.
Die dargestellte Anordnung von vier Waagen ist nur ein Beispiel, und es läßt sich innerhalb gewisser
Regeln eine beliebige Anzahl Waagen einerseits j oder beiderseits längs des Förderwerkes, gleichmäßig
oder ungleichmäßig auf beide Seiten verteilt, einander genau gegenüber oder gegeneinander
versetzt anordnen. Dafür lassen sich bei Gewährleistung der pro Förderwerkumlauf einmaligen |
Füllung jedes Bechers u. a. folgende Formeln aufstellen :
Kettenräder: Zähnezahl = Anzahl der Waagen · Anzahl der Kettenglieder pro Becherteilung.
Bei Anordnung einer Waagenreihe einerseits des Förderwerkes (Entleerung gleichzeitig): Abstand
von Waage zu Waage = Becherteilung.
Diese Formel gilt auch für beiderseitige Anordnung in einzeln oder reihenweise gegeneinander
versetzter Folge.
Bei Anordnung je einer Waagenreihe beiderseits des Förderwerkes gegeneinander unversetzt (Entleerung
in reihenweiser Abwechselung): Abstand
ao von Waage zu Waage = 2 Becherteilungen.
Versetzung der beiden Entleerungshübe gegeneinander = 3600 : Anzahl der Waagen.
Über die durch diese Formeln gegebenen Hinweise hinaus gibt es aber noch weitere Möglich-
»5 keiten der Waagenanordnung, deren eine die
Zeichnung als Beispiel zeigt. Der Abstand von Waage zu Waage entspricht hier dem Maß von
drei Bechefteilungen, und die beiden Entleerungshübe werden durch zwei um i8o° gegeneinander
versetzte Nocken ausgelöst. Wie aber auch die Waagenanordnung sein möge, so gilt zwecks Ermöglichung
einer zuverlässigen Kontrolle der individuellen Wiegegenauigkeit stets die Bedingung:
Die Becheranzahl des endlosen Förderwerkes muß einem ganzzahligen Vielfachen der Waagenanzahl
entsprechen, damit jeder Becher das Kennzeichen der Waage erhalten kann, von der allein er dann
zwangsläufig bei jedem Förderwerkumlauf einmal gefüllt wird.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu füllenden langfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsüblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein ständig umlaufendes Förderwerk zur Paketierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Waagschalen einer beliebigen Anzahl sinngerecht längs des Förderwerkes einer Paketiermaschine angeordneter Waagen durch Wirkung eines aus rotierenden Teilen der Paketiermaschine hergeleiteten Steuerungshubes periodisch und in Phase mit dem jeweils richtigen Auffangstand der Förderbecher in diese so entleert werden, daß die pro Förderwerkumlauf einmalige Füllung jedes Bechers gewährleistet ist, wobei die Entleerungsbewegung bei längs einer Seite des Förderwerkes angeordneter Waagenfolge wie auch bei beiderseitiger gegeneinander versetzter (einzeln oder reihenweise) Waagenanordnung für alle Waagen gleichzeitig durch Wirkung eines Steuerungshubes erfolgt, während bei beiderseitiger gegeneinander unversetzter Anordnung von Waagen oder Waagenreihen (Ausführungsbeispiel) diese phasenverschoben entleert werden, und zwar durch Wirkung zweier gegeneinander versetzter Steuerungshübe.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Waage montierte Waagschale vermöge ihrer Gestaltung und Lagerung bei Betätigung eines Hebels eine entleerende Bewegung ausführt und danach selbsttätig ihre Ausgangsstellung wieder einnimmt.3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein verstellbarer Anschlag (25), an den die Waagschale nach jeder Entleerungsbewegung zurückkehrt, eine jeweilig fixierte, doch unter Umständen, z. B. bei Gefährdung der freien Wiegeschwingungen, verstellbare Ausgangsstellung bewirkt.4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Waagschale, je nach vorliegenden Verhältnissen, entweder unter der Wirkung einer Feder (26) oder eines entsprechend gestalteten Waagschalen - Schwerpunktes steht und kraft dieser Wirkung nach jeder Entleerungsbewegung wieder ihre Ausgangsstellung einnimmt.5. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Lagerträger (19) der Waagschale mit bestimmtem Spiel angreifende Sperrvorrichtung (27) die durch Entleerungsbewegungen entstehenden Kippmomente und Erschütterungen auffängt und gleichfalls die Wiegeschwingungen auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt. i°°6. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an handbewegten Teilen einer einfachen Paketiereinrichtung, der die Waage zugeordnet wurde, z. B. einem Klapptrichter oder Preßstöpsel o. a., ein hub- i°5 übertragendes Gestänge angegliedert ist, durch welches die Entleerungsbewegung ,der Waagschale zu einem Zeitpunkt ausgelöst wird, in dem die Paketiereinrichtung die entleerte abgewogene Portion zweckentsprechend auffängt, no7. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit rotierenden Teilen einer Paketiermaschine, der die Waage zugeordnet wurde, z. B. mit in das Förderwerk (42) greifenden Kettenrädern (40) eine "5 Steuerung, z. B. eine Nockensteuerung (38, 38') gekuppelt ist, welche vermittels eines angegliederten, den Steuerungshub übertragenden Gestänges (29 bis 37) die periodische Wiederholung der Waagschalen-Entleerung in Phase mit dem jeweils richtigen Stand des Bechers erzwingt, der die entleerte, abgewogene Portion auffangen soll.8. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Waagschale und das hubübertragende Gestänge, die Entleerungauslösend, mit einem bestimmten Spiel miteinander geschaltet sind, z. B. durch gabelartige Gestaltung der ineinandergreifenden Teile, und sich die Waagschale in ihrer Ausgangsstellung von der Berührung mit dem Gestänge gelöst hat und freie Wiegeschwingungen ausführen kann.g. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß vom Vorratslager oberhalb der Paketierung eine durch Absperrvorrichtungen regelbare Förderleitung in einen zur handgerechten Entnahme von Abwiegeportionen angeordneten Schutzbehälter ausmündet.10. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Abwiegeplätze von einer gemeinsamen im Vorratslager oberhalb der Paketierung angeordneten Beschickungsstelle aus beliefert werden, deren Öffnung der Beginn einer Förderleitung ist, welche sich verzweigt und mit jedem ihrer Zweige (12 und 12") in einen Schutzbehälter (14) mündet, aus dem die Abwiegerinnen handgerecht Portionen auf die Waagschalen (24 bis 24'") bringen können, wobei die Zuleitung des Wiegegutes durch Leitklappe (11) und Schieber (15) regelbar ist und jede Abwiegerin ihren Zufluß wie auch den Grad der Öffnung ihres Schutzbehälters (mittels 16 und 17) selbst regelt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 4000 3.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET95A DE803960C (de) | 1949-10-29 | 1949-10-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu fuellendenlangfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsueblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein staendig umlaufendes Foerderwerk zur Paketierung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET95A DE803960C (de) | 1949-10-29 | 1949-10-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu fuellendenlangfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsueblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein staendig umlaufendes Foerderwerk zur Paketierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE803960C true DE803960C (de) | 1951-04-12 |
Family
ID=7542858
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET95A Expired DE803960C (de) | 1949-10-29 | 1949-10-29 | Verfahren und Vorrichtung zum Zubringen eines von Hand in Wiegeschalen zu fuellendenlangfaserigen Gutes, insbesondere von Tabak, Abwiegen desselben in handelsueblichen Gewichtsmengen und zum Entleeren der Wiegeschalen in ein staendig umlaufendes Foerderwerk zur Paketierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE803960C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120351B (de) * | 1958-11-11 | 1961-12-21 | Hesser Ag Maschf | Abfuellvorrichtung fuer schuettbare Fuellgueter aller Art |
-
1949
- 1949-10-29 DE DET95A patent/DE803960C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120351B (de) * | 1958-11-11 | 1961-12-21 | Hesser Ag Maschf | Abfuellvorrichtung fuer schuettbare Fuellgueter aller Art |
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