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Es ist bereits bekannt, einzelne Abmessungen von Ventilen, vor allem
Längenabmessungen, mit Hilfe geeigneter, mit Meßuhren zusammenwirkender Geräte zu
prüfen.
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Vollen Aufschluß über die maßgerechte Herstellung eines Ventils ergibt
jedoch nur die Prüfung der Einbaulänge und der Gesamtlänge des Ventils sowie der
Rundung zwischen Teller und Schaft, der Tellerhöhe und des Schafthalses. Die Prüfung
aller dieser Maße erforderte bisher mehrere verschiedenartige Geräte, in welche
das Ventil nacheinander eingelegt werden mußte.
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Gemäß der Erfindung wird nun eine Vorrichtung geschaffen, bei der
auf einer waagerechten Meßplatte mit .Ließuhren zusammenwirkende Anschläge derart
angeordnet sind, daß durch Betätigung eines Hebels in einem einzigen Prüfgang alle
eingangs angeführten Maße des auf Böckchen gelagerten und mit der schaftseitigen
Tellerfläche an einen festen Anschlag angelegten Ventils geprüft werden. Im Bereich
der Rundung zwischen Ventilteller und Schaft und des Schafthalses ist je ein der
Form dieser Teile angepaßter nachgiebiger Anschlag, der freien Stirnfläche des Ventiltellers
gegenüber ein mit dem Betätigungshebel der Vorrichtung verbundener ebenfalls verschiebbaret
Anschlag vorgesehen, während der Anschlag am freien Schaftende vom Fühlhebel einer
Meßuhr unmittelbar gebildet wird. Mit Außnahme des zuletzt genannten wirken alle
Anschläge mit den zugeordneten Meßuhren über doppelarmige Hebel zusammen.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung in der Ansicht von oben.
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Auf der Meßplatte I sind Lagerböckchen 2 zum Auflegen des Ventils
im Bereich desVentilschaftes 3 und ein fester Anschlag 2a zum Anlegen der schaftseitigen
Tellerfläche des Ventils vorgesehen. Gegenüber dem Ventilteller 4 befindet sich
ein Endanschlag 5, der in einer Führung 6 gelagert und mit dem Betätigungshebel
7 verbunden ist. Im Bereich der Ventilrundung 8, zwischen Teller 4 und Schaft 3,
sitzt ein Anschlag 9, der die Rundung umgreift und dem Verlauf der Rundung genau
angepaßt ist. Ein weiterer Anschlag 10 sitzt im Bereich des Schafthalses I I . Auch
dieser Anschlag umgreift den Schafthals I I, und seineAusnehmung ist genau dem Schafthals
bzw. seinem Übergang in das Ende I2 des Schaftes angepaßt. Die Stirnfläche des Schaftendes
I2 stößt an denFühlhebel I3 einerMeßuhr I4.
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Die Anschläge 5, 9 und I0 wirken über doppelarmige Hebel I5, I6, I7,
die durch Federn in Anlage an den Anschlägen gehalten sind, mit Meßuhren 18, 19,
20 zusammen.
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Der Anschlag 5 gleitet in seiner Führung 6 in Richtung der Ventilachse.
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Auch die Anschläge g und 10 sind in der Richtung der Ventilachse
verschieblich. Zu diesem Zweck ist das eigentliche Anschlagstück g bzw. I0 auf einem
Rähmchen 2I bzw. 22 befestigt oder in einem Stück mit dem Rähmchen 2I bzw. 22 hergestellt.
Das Rähmchen selbst gleitet mittels einer Schwalbenschwanzführung o. dgl. in auf
der Meßplatte befestigten Führungsschienen 23 bzw. 24.
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Die Meßuhren sind auf der Meßplatte I in Haltern nach Art des dargestellten
Halters 25 verstellbar und feststellbar angebracht.
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Außerdem werden auch Hebel, Einstellschrauben o. dgl. zum Einstellen
der Meßlage der einzelnen Anschläge in irgendeiner an sich bekannten Weise angeordnet.
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Beim Prüfen wird der Betätigungshebel 7 im Sinne des Pfeiles x verschwenkt,
dadurch wird der Endanschlag 5 nach links in die Führung 6 eingezogen. Nun kann
das Ventil anstandslos in die Böckchen 2 eingelegt bzw. an den festen Anschlag 2a
angelegt werden. Der Hebel wird dann losgelassen und von der Anschlagfeder gegen
das Ventil gepreßt. Dadurch werden wiederum die zu prüfenden Ventilstellen mit den
entsprechend eingestellten Anschlägen 9, IO und I3 in Berührung gebracht.
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Die Wahl der Prüfstellen ist so getroffen, daß die vier Maße: Tellerhöhe,
Übergang Schaft-Teller, Einbaulänge, Gesamtlänge, mit nur vier Meßstellen geprüft
werden können, und zwar prüft die Meßuhr I8 die Tellerhöhe, 19 die Rundung des Übergangs,
20 die Einbaulänge und 14 die Gesamtlänge.
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PATENTANSPROCHE I. Vorrichtung zum Prüfen von Ventilen, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Messung der Tellerhöhe, der Rundung zwischen Teller und Schaft, der Einbaulänge
und der Gesamtlänge des auf Böckchen (2) gelagerten und mit der schaftseitigen Tellerfläche
gegen einen festen Anschlag angelegten Ventils auf einer waagerechten Meßplatte
(I) mit Meßuhren zusammenwirkende Anschläge angeordnet sind, und zwar im Bereich
der Rundung zwischen Teller und Schaft des Ventils sowie im Bereich des Schafthalses
der Form dieser Teile angepaßte nachgiebige Anschläge (9, Io), ferner der freien
Stirnfläche des Tellers gegenüber ein Endanschlag (5) und ein am freien Ende des
Ventilschaftes von einer Meßuhr unmittelbar gebildeter Anschlag, und daß diese Anschläge
durch Betätigung eines Hebels (7) über doppelarmige Hebel mit den Meßuhren zusammenwirken.