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DE803297C - Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des 1,8-Naphthyridins - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des 1,8-Naphthyridins

Info

Publication number
DE803297C
DE803297C DEP50679A DEP0050679A DE803297C DE 803297 C DE803297 C DE 803297C DE P50679 A DEP50679 A DE P50679A DE P0050679 A DEP0050679 A DE P0050679A DE 803297 C DE803297 C DE 803297C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
naphthyridine
amino
preparation
mixture
new derivatives
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP50679A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cilag AG
Original Assignee
Cilag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cilag AG filed Critical Cilag AG
Application granted granted Critical
Publication of DE803297C publication Critical patent/DE803297C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des 1, 8-Naphthyridins Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung neuer Verbindungen der allgemeinen Formel worin R1 ein Alkoxy- oder Alk@7lthioradikal ist, wobei ein Wasserstoffatom der Alkylgruppe durch eine Alkoxy- oder eine Dialkylaminogruppe ersetzt sein kann, R2 einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest bedeutet und R3 die Amino-, eine Alkylamino-, Dialkylamino- oder Acylaminogruppe ist oder die gleiche Bedeutung wie R1 hat. Es wurde gefunden, daß diese Derivate des Kaphthyridins eine überraschend gute Wirksamkeit gegen Kleinorganismen, z. B. Bakterien, Protozoen, wie Amöben, besitzen und daher als Desinfektionsmittel sowohl für Gegenstände als auch für den lebenden Körper, insbesondere als Wund-und Darmdesinfizienzien, wertvoll sind. Sie können in Form von Pulvern, Lösungen oder zu Sprays, Emulsionen, Suspensionen, Pasten, Salben, Pudern usw. verarbeitet, zum Einreiben, Einnehmen, Injizieren, Versprühen, Imprägnieren usw. verwendet werden. DasVerfahren zurDarstellungderneuenN'aphthyridinderivate der oben erwähnten allgemeinen Formel ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel worin 1 ein Halogenatom, R2 ein Alkyl-, Aryl- oder Aralkylradikal und 1 ein Halogenatom, die Amino-, eine Alkylamino-, Dialkylamino- oder Acylaminogruppe bedeuten, zweckmäßig in Gegenwart eines Kondensationsmittels mit einem aliphatischen Alkohol oder Thioalkohol umsetzt, in welchem ein Wasserstoffatom der Alkylgruppe durch eine Alkoxy- oder Dialkylaminogruppe ersetzt sein kann. Als Kondensationsmittel wird vorteilhaft ein Alkalialkoholat oder Alkalithioalkoholat des jeweils zum Umsatz benützten Alkohols bzw. Thioalkohols verwendet. Beispiel i i0,5 g Natrium werden in 2,51 abs. n-Butanol aufgelöst und der heißen Lösung Bog 2-Chlor-4-methyl-7-amino-i,8-naphthyridin zugefügt. Das Gemisch wird 3 Stunden am Rückflußkühler gekocht, dann erkalten gelassen. Die Reaktionslösung wird mit Wasser bis zur neutralen Reaktion gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der aus 2 n-Butoxy-4-methyl-7-amino-i, 8-naphthyridin bestehende Rückstand wird aus Essigester umkristallisiert. Ausbeute 76 g, entsprechend 95 % d. Th. Das neue Naphthvridinderivat bildet hellgelbe Kristalle, die bei 159 bis 16i°C schmelzen und in Methanol, Aceton und Chloroform sehr gut löslich sind.
  • Beispiel e 100 g 2, 7-Dichlor-4-methyl-l, 8-iiaphthyridin werden langsam in eine Lösung von 27 g Natrium in 11 n-Butanol eingetragen. Die Lösung erwärmt sich von selber bis zum Sieden und wird noch 24 Stunden weitergekocht. Das ausgeschiedene Natriumchlorid wird abgenutscht und mit Benzol ausgewaschen. Die vereinigten Filtrate werden bis zur neutralen Reaktion mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das Lösungsmittel wird verdampft und der aus 2, 7-Bis-(n-butoxy)-4-methyl-i, 8-naphthyridin bestehende Rückstand im Hochvakuum destilliert. Ausbeute 130g, entsprechend 96 % d. Th. Das so erhaltene Naphthyridinderivat bildet ein hellgelbes, unter einem Druck von 0,o15 mm bei 168 bis i69°C siedendes Öll. Es ist unlöslich in Wasser, mit den üblichen organischen Lösungsmitteln aber mischbar.
  • Beispiel 3 1g,6 g Natrium und 21 abs. Toluol werden unter Rückfluß turbiniert. In das Gemisch läßt man ioog 2-Diäthylaminoäthanol eintropfen. Nach 4stündigem Rühren werden nochmals 459 2-Diäthylaminoäthanol zugetropft, dann wird das Gemisch bis zur vollständigen Lösung des Natriums weitergekocht. Zur Lösung fügt man unter Turbinieren und Kochen portionenweise 15o g 2-Chlor-4-methyl-7-aminoi, 8-naphthyridin und kocht 24 Stunden mit aufgesetztem Rückflußkühler. Das ausgeschiedene Kochsalzwird abgenutschtund mit Benzol gutausgewaschen. Die Filtrate werden mit Wasser ausgeschüttelt und getrocknet, das Lösungsmittel wird verdampft und der hinterbleibende Rückstand aus einer Mischung von Benzol und Petroläther umkristallisiert. Das so in einer Menge von 1519 = 71 % d. Th. erhaltene 2 - (2'- Diäthylaminoäthoxy) - 4- methyl- 7 - amino-i, 8-naphthyridin schmilzt bei 123 bis i24° C, ist sehr leicht löslich in verdünnten Säuren, mit Ausnahme von Petroläther gut löslich in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln, schwer löslich in Wasser. Beispiel 4 23,6 g Natrium werden in siedendem Toluol unter starkem Turbinieren verteilt und dann 121 g 2-Diäthylaminoäthanol langsam zugegeben. Nach 3stündigem Kochen werden Zoo g 2, 7-Dichlor-4-methyl-i, 8-naphthyridin, in 50o ccm heißem Toluol gelöst, zugetropft, worauf das Gemisch 24 Stunden am Rückflußkühler weitergekocht wird. Das entstandene Kochsalz wird abfiltriert, das Filtrat mit Wasser gewaschen und getrocknet. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand im Hochvakuum rektifiziert. Dasso erhaltene 2, 7-Bis-(2'-diäthylaminoäthoxy)-4-methyli, 8-naphthyridin ist ein schwach gelbes 01 vom Sdp o,oo8 2o2 bis 2o4° C. Es ist in `'Wasser schwer löslich, gut löslich aber in den meisten organischen Lösungsmitteln. Ausbeute 125 g.
  • Beispiel 5 139 Natrium werden in 1,31 abs. Äthanol gelöst und zu dieser Lösung 76g 2-Diäthylaminoäthanthiol getropft. Dem zum Sieden erhitzten Gemisch werden in kleinen Portionen Zoo g 2-Chlor-4-methy1-7-aminoi, 8-naphthyridin zugefügt. Die Mischung wird 7 Stunden unter Turbinieren gekocht, dann das ausgefallene Kochsalz abgenutscht und dieses mit abs. Äthanol ausgewaschen. Die vereinigten Filtrate werden eingedampft, der Rückstand wird in 112 n-Essigsäure gelöst, die Lösung filtriert, mit konzentrierter Natronlauge neutralisiert, dann mit gesättigter Sodalösung versetzt und mit Chloroform extrahiert. Die dabei erhaltene Lösung wird gewaschen, dann zur Trockene eingedampft und der Rückstand aus abs. Äthanol umkristallisiert. Das so in einer Menge von 104 g gewonnene 2-(2'-Diäthylaminoäthylmercapto)-4-methyl-7-amino-i, 8-naphthyridin schmilzt bei i82 bis 184° C und ist in verdünnten Mineralsäuren und organischen Säuren sehr gut löslich.
  • Beispiel 6 3o g Natrium werden in i 1 abs. Äthanol gelöst und zu der noch warmen Lösung 1759 2-Diäthylaminoäthanthiol zugegeben. Dem zum Sieden erhitzten Gemisch werden in kleinen Portionen 1339 2, 7-Dichlor-4-methyl-i, 8-naphthyridin zugefügt, wobei sich sofort Kochsalz abscheidet. Nach 8stündigem Kochen und Turbinieren läßt man erkalten und arbeitet das Reaktionsgemisch wie in Beispiel 5 beschrieben auf. Das dabei erhaltene 2, 7-Bis-(2'-diäthylaminoäthyimercapto) - 4 - methyl -1, 8 - naphthyridin schmilzt bei 64 bis 65°C, ist unlöslich in Wasser und Laugen, leicht löslich in verdünnten Mineralsäuren und in organischen Lösungsmitteln. Aus Petroläther läßt es sich besonders gut umkristallisieren. Die Ausbeute beträgt 70 o% d. Th.
  • Analog den Ausführungsbeispielen können gewonnen werden aus: 2-Chlor-4-benzyl-7-amino-i, 8-naphthyridin und 3-Diäthylamino-n-propanol das 2-(3'-Diäthylaminon-propoxy)-4-benzy1-7-amino-i, 8-naphthyridin,
    2-Chlor-4-phenvl-7-;iniino-i,8-iiaphthvridin und
    2-Äthoxyäthanol das 2-(2'-Äthoxyäthoxy)-4-phenyl-
    7-amino-i, 8-naplithy-ridin,
    2, 7-Dichlor-4-ätliyl-1, 8-naphtiiyridinund 3-Diäthyl-
    amino - n - butanol das 2, 7 -Bis - (3' - diäthylamino-
    n-butoxy)-4-äthyl-i, 8-naphthyridiii,
    2-Chlor-4-n-propyl-7 -diätliylamino-i, 8-naphtliv-
    ridin und 4-Diäthy-lamino-n-butanthiol das 2-(4'-Di-
    äthylamino-n-butylmerc<ipto)-4-n-propyl-7-diäth_vl-
    amino-i, 8-naphthyridin,
    2-Brom-4- (2'-phenyläthyl)-7-n-valeroylamino-i, S-
    naphthyridin und 2-n-Butoxyäthanthiol das 2-(2'-
    n-Butoxy äthylmercapto) -4-(2'-phenyläthy l)-7-n-vale-
    roylamino-i, 8-naphthyridin,
    2-Jod-4- tert.butyl-7-(2'-butylamino)-i, 8-naphthy-
    ridin und 3-Di-n-butylaminopropanthiol das 2-
    (3'-Di-n-butylaminopropylmercapto) - 4- tert.butyl - 7 -
    (2'-butylamino)-i, 8-naphthy-ridin,
    2,7-Dibrom -.4 - (i'-plienyläthyl) -1, 8 -naplithyridin
    und 2-Di-tert.butylaminoäthanthiol das 2,7-Bis-
    (2,'- di - tert.butylaminoäthylmercapto) - 4 - (i'-phenyl-
    äthyl)-i, 8-n@iphthvridin und
    2-Jod-4-n-butyl-7-@icetylamino- i, 8-naphtliyridin
    und 4-Diätliy-lamino-2, 3-buten-i-ol das 2-(4'-Diäthyl-
    amino-2', 3'-buten-1'-oxy)-4-n-butyl-7-acetylamino-
    i, 8-naphthyridin.
    Die neuen Naphthyridinderivate können auch in
    Form ihrer Salze, z. B. als quaternäre Salze, als
    N Alkylalkylsulfon;ite, als N-Alkvl;ilkoxvsulfoiiate,
    als N-Alkylhalogenide usw., isoliert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des i, 8-Naphthyridins, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel worin X ein Halogenatom, R2 ein Alkyl-, Arvl-oder Aralkvlradikal und Y ein Halogenatom, die Amino-, eine Alkylamino-, Dialky-lamino- oder Acylaminogruppe bedeuten, zweckmäßig in Gegenwart eines Kondensationsmittels mit einem aliphatischen Alkohol oder Thioalkohol umsetzt, in welchem ein Wasserstoffatom der Alkylgruppe durch eine Alkoxy- oder Dialkylaminogruppe ersetzt sein kann, wobei als Kondensationsmittel vorteilhaft ein Alkalialkoholat oder Alkalithioalkoholat des zum Umsatz jeweils benützten Alkohols bzw. Thioalkohols verwendet wird.
DEP50679A 1948-08-31 1949-08-02 Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des 1,8-Naphthyridins Expired DE803297C (de)

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DEP50679A Expired DE803297C (de) 1948-08-31 1949-08-02 Verfahren zur Darstellung neuer Derivate des 1,8-Naphthyridins

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