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Filzreiniger für Papiermaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine
Einrichtung zum Reinigen des Filzes bei Papiermaschinen. Für diesen Zweck wurde
bereits eine Vorrichtung vorgeschlagen, die den sich bewegenden Filz mit einer Reinigungsflüssigkeit
tränkt und diese Flüssigkeit auch wieder aus dem Filz absaugt. Diese Vorrichtung
weist eine den Filz berührende Platte auf, die nicht so breit ist wie der Filz und
in ihrer den Filz berührenden Fläche Öffnungen zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit
gegen den Filz und Öffnungen zum Absaugen des Filzes aufweist. Die Zuführungsöffnungen
und die Absaugeöffnungen sind hierbei in der Bewegungsrichtung des Filzes versetzt
und so angeordnet, daß der Filz einer Anzahl von schnell aufeinanderfolgenden Reinigungsdurchspülungen
unterworfen wird, indem bei jeder Spülung Reinigungsflüssigkeit in den Filz eingespritzt
und dann wenigstens teilweise sogleich wieder abgesaugt wird. l3ei der schon vorgeschlagenen
Einrichtung sind die in der Platte vorgesehenen Öffnungen, im folgenden als Düsen
bezeichnet, durch die die Reinigungsflüssigkeit in den Filz eingespritzt wird, sämtlich
von gleicher Öffnungsbreite, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Filzes.
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Es hat sich nun ergeben, daß sich eine bessere Reinigung erzielen
läßt, wenn Düsen von unterschiedlicher Öffnungsweite an verschiedenen Stellen über
die Länge der Anlagefläche verteilt sind. Diejenige Düsenanordnung, die bei einer
bestimmten Papiersorte die beste Reinigungswirkung ergibt, ist nämlich oft bei einer
abweichenden Papiersorte nicht die bestwirkende. Theoretisch müßte die erste Düse,
die der Filz beim Vorbeigang an der Platte
trifft, am breitesten
sein, die zweite etwas enger usw., bis zur letzten Düse, doch wurde in der Praxis
bei der Herstellung mancher Papiersorten gefunden, daß die Reinigungswirkung am
besten ausfiel, wenn die ersten beiden Düsen die gleiche Breite hatten. In anderen
Fällen können bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn die letzten beiden Düsen gleich
groß sind. Bei manchen Papiersorten wiederum ist es wünschenswert, eine oder mehrere
Düsen vollständig auszuschalten.
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Die bekannte Vorrichtung, bei der die Düsen durch in der Filzberührungsplatte
vorgesehene Schlitze von gleicher Größe gebildet sind, ist daher mit bester Wirkung
nur beschränkt verwendbar und paßt sich den vielen Sortenänderungen nicht an, mit
denen man bei der Papierherstellung rechnen muß. Dabei muß bedacht werden, daß man
nicht nur den von Tag zu Tag erfolgenden Wechsel der Betriebsbedingungen der Maschine
berücksichtigen darf. Tatsächlich geht vielmehr eine Papierfabrik gelegentlich auch
auf ganz andere Verarbeitungen über, besonders in ungewöhnlichen Zeiten, wenn Beschränkungen
für die Herstellung bestimmter Erzeugnisse oder in der Verwendung bestimmter Rohstoffe
auferlegt werden, oder auch dann, wenn die Absatzmöglichkeit für ein bestimmtes
Erzeugnis aufhört.
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Unter den neuzeitlichen Voraussetzungen einer hohen Bewegungsgeschwindigkeit
des Filzes tritt durch Reibung eine rasche Abnutzung der Filzberührungsplatte ein,
besonders dann, wenn der Filz schleifend wirkende Stoffe mitführt. Das Einschneiden
der Schlitze in die Platte ist kostspielig, und es ist umwirtschaftlich, eine Platte,
die eine teure Bearbeitung benötigt, schon nach kurzer Zeit wegen übermäßiger Abnutzung
auswechseln zu müssen. Daher ist anzustreben, die Filzberührungsplatte aus möglichst
hartem Werkstoff herzustellen. Indessen ist es schwierig, wenn nicht unmöglich,
feine Schlitze, wie man sie hier für die Wasserdüsen benötigt, in eine Platte aus
sehr hartem Werkstoff einzuschneiden.
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Die Erfindung ist darauf gerichtet, die Filzreinigungsvorrichtung
hinsichtlich der Filzberührungsplatte so auszubilden, daß sie sich mit unterschiedlichen
Düsengrößen in einem großen Bereich von unterschiedlichen Betriebsbedingungen mit
bester Wirksamkeit verwenden läßt.
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Erfindungsgemäß werden die Düsen durch Hülsen gebildet, die abnehmbar
in Schlitze der Filzberührungsplatte des Filzreinigers eingesetzt sind. Durch Verwendung
einer Anzahl von Hülsen mit Düsenöffnungen unterschiedlicher Größe kann der Filzreiniger
bestens auf unterschiedliche Betriebsbedingungen eingestellt werden. Hierfür ist
es lediglich notwendig, die Filzberührungsplatte von dem sie tragenden Gehäuse abzunehmen,
irgendwelche nicht gewünschte Düsen auszuwechseln und die Platte wieder anzubringen.
Sollen einzelne Düsen ganz wegfallen, so werden für sie an Stelle der Düsen gleich
große Verschlußstücke in die Platte eingesetzt, die die nicht benötigten Schlitze
der Platte ausschalten. Durch die Verwendung auswechselbarer Hülsen ist man in der
Lage, für die Filzberührungsplatte ein Material jeglicher Härte zu benutzen, das
jedenfalls beträchtlich härter sein kann als die Platte in der bisherigen Ausführung,
weil nunmehr die Düsenschlitze nicht in der Platte, sondern in den Hülsen liegen
und die zur Aufnahme dieser Hülsen bestimmten Öffnungen der Platte verhältnismäßig
groß sind und sich leichter fertigen lassen.
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Vorzugsweise sind die die Düse enthaltenden Hülsen an ihren hinteren
Enden mit Bunden versehen, die in dazu passende Ausnehmungen der Plattenhinterfläche
oder der Oberfläche des die Platte aufnehmenden Gehäuses passen. Diese Bunde bestehen
zweckmäßig aus zusammendrückbarem, nachgiebigem Stoff, z: B. Gummi, und sind so
bemessen, daß sie bei in die Platte eingesetzten Hülsen noch etwas über die Hinterfläche
der Platte hervorstehen, so daß sie, wenn die Platte an dem sie aufnehmenden Gehäuse
festgezogen wird, z. B. mit Bolzen und Muttern, mit ihren überstehenden Rändern
unter Druck gesetzt werden und eine verläßliche Abdichtung zwischen dem Teil des
Gehäuses, der an die Saugleitung anzuschließen ist, und demjenigen Gehäuseteil herstellen,
dem das Wasser oder eine sonstige Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Die Hülsen
können ganz aus Gummi bestehen. Sie können aber auch aus dem gleichen Werkstoff
wie die Platte hergestellt sein, z. B. aus Metall oder erhärtender plastischer :Masse,
und können hinter ihrem Bund eine Dichtung aus Gummi o. dgl. tragen, die etwas hinter
der Platte hervorsteht, wenn die Hülsen eingesetzt sind. Es können auch von den
Hülsen unabhängige Dichtungsringe zur Herstellung der Abdichtung benutzt werden.
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Die Verschlußstücke werden vorzugsweise aus dem gleichen Werkstoff
wie die Platte hergestellt, z. B. aus Metall oder plastischer Masse, und mit Gummidichtungen
versehen, die entweder an den Verschlußstücken fest angebracht sind oder getrennte
Teile bilden.
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Werden die Hülsen in bevorzugter Weise ganz aus Gummi oder anderem
federnden Stoff gefertigt, so können sie mit ihren Düsenöffnungen in der erforderlichen
Größe sehr genau modelliert werden. Sind dann die äußeren Abmessungen der Hülsen
etwas größer als die Abmessungen der Plattenschlitze, so passen sich die nachgiebigen
Hülsen kleineren Ungenauigkeiten in den Abmessungen der Schlitze an. Die Schlitze
brauchen daher nicht mit besonders hoher Genauigkeit hergestellt zu sein. Hierdurch
wird das Einschneiden der Schlitze in eine Platte aus hartem Kunstharz beträchtlich
vereinfacht, das als Plattenwerkstoff bevorzugt wird.
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An sich ist es nicht erwünscht, daß der umlaufende Filz der Papiermaschine
mit Gummi in Berührung kommt, und dies könnte auf den ersten Blick der Verwendung
von Gummihülsen entgegenstehen. Ist die Einrichtung jedoch in Betrieb, so wird der
Filz durch den Druck der aus den Gummihülsen gegen ihn vorspritzenden Flüssigkeit
etwas gelüftet, so daß er den Hülsenrand nicht berührt.
| An Stellen, wo eine Diise verschlossen wird, ist |
| dies aber nicht der Fall, und darum sollen die Ver- |
| schlußstücke vorzugsweise aus dein gleichen Ma- |
| terial wie die Platte bestehen. |
| Die Zeichnungen zeigen Beispiele für die Aus- |
| führung der Filzreinigutigsvorrichtung nach der |
| Erfindung. und zwar zeigt |
| Fig. i die Ansicht der Reinigungsvorrichtung |
| von der dem Filz zugekehrten Anlagefläche der |
| Filzberührungsplatte her, |
| Fig.2 einen Längsschnitt durch das Gehäuse |
| nach Linie 11-1I von Fig. 1. |
| Fig.3 und 4 Querschnitte durch das Gehäuse |
| nach den Linien 111-111 und IV-IV von Fig. 2, |
| Fig. 5 einen Teil der vorn Gehäuse abgenommenen |
| Filzberührungsplatte allein iin Längsschnitt, |
| Fig.6 die schaubildliche Ansicht einer Düsen- |
| hülse, teilweise aufgeschnitten dargestellt, |
| Fig. 7 die schaubildliche Ansicht eines Ver- |
| schlußstückes, |
| Fig.8 den Querschnitt eines abgeänderten Filz- |
| reinigers. der mit einer Einrichtung zum Reinigen |
| der Düsen und mit |
| unterschiedlicher |
| Art ausgestattet ist. |
| Fig. 9 einen Längsschnitt nach Linie IX-IX von |
| Fig. 8; |
| Fig. to bis 12 zeigen Gehäusequerschnitte wie |
| Fig. 8, jedoch bei Anwendung unterschiedlicher |
| Mittel zum Reinigen der Düsen, und |
| Fig. 13 in schaubildlicher Ansicht und teilweise |
| aufgeschnitten eine der nach Fig.8 bis 12 ver- |
| wendeten Düsenhülsen. |
| In der Ausführung nach Fig. i bis 7 weist der |
| Filzreiniger ein Gehäuse 2o auf, das in eine Saug- |
| kammer 21 und eine Wasserkammer 22 geteilt ist |
| (s. besonders Fig. 3 und 4). Von der Wasserkammer |
| 22 ist eine Anzahl von Querkanälen 23 (s. auch |
| Fig. 2) abgezweigt, die durch die Saugkammer 21 |
| hindurchgeführt sind und in Schlitzöffnungen 24 |
| enden. Die Sangkammer 2 1 ist an einem Ende mit |
| einem Hauptansclilußsttitzen 25 und am anderen |
| Ende mit einem zusätzlichen Anschlußstutzen bzw. |
| Anschlußrohr 26 ausgestattet. Ein Wasserzufüh- |
| rungsrohr 27 mündet in die `Wasserkammer 22 ein. |
| Das Gehäuse 20 weist zwei Führungsansätze 28 |
| (Fig. 2) auf. mit denen es sich an Führungsstangen |
| führen kann, die sich quer zur Längsrichtung des |
| zu reinigenden Filzes erstrecken und an denen der |
| Filzreiniger mittels eines geeigneten Getriebes quer |
| zu dem Filzstreifen hin und her bewegt wird. |
| An dem Gehäuse 20 ist mittels Schrauben 29 |
| (s. besonders Fig. 3) eine den Filz berührende |
| Platte 30 befestigt. Sie kann aus Metall hergestellt |
| sein, soll vorzugsweise jedoch aus hartem Kunst- |
| harz bestehen. Die Platte 30 enthält eine Anzahl |
| von quer liegenden Schlitzen 31, die im Bereich der |
| Mündungen 24 der Kanäle 23 liegen. Die Schlitze |
| 31 der Platte sind verhältnismäßig breit und können |
| daher ohne besondere Schwierigkeit eingeschnitten |
| bzw. eingefräst werden, selbst wenn die Platte aus |
| sehr hartem Werkstoff besteht. In der Platte 3o be- |
| findet sich außerdem eine Anzahl von Saug- |
| öffnungen, die mit der Saugkammer 21 in Ver- |
| bindung stehen. Einige von diesen Saugöffnungen |
| 32 liegen quer zur Längsrichtung der Platte 30. |
| Der zu behandelnde Filz bewegt sich von links |
| nach rechts über die Platte, wie sie in Fig. i dar- |
| gestellt ist. und die am Ende des Gehäuses befind- |
| liche quer liegende Saugöffnung 132, die der Filz |
| zuletzt anläuft, ist breiter gehalten als die übrigen |
| Saugschlitze. Andere Saugöffnungen 33 sind schräg |
| liegend angeordnet, und demjenigen Ende jeder |
| schräg liegenden Saugöffnung, das von dem Filz |
| zuerst berührt wird, liegt auf der anderen Seite |
| eine kurze Queröffnung 34 gegenüber. Die schrägen |
| Öffnungen 33 und die kurzen Öffnungen 34 haben |
| Erweiterungen 35, die sich in Längsrichtung der |
| Platte erstrecken und jeweils paarweise die Schlitz- |
| öffnungen 31 zwischen sich einfassen. Die erste |
| Schlitzöffnung 31 ist hierbei von den Erweiterungen |
| 35 von zwei kurzen Queröffnungen 34 eingefaßt. |
| In die Schlitze 31 sind Gummihülsen 36 abnehm- |
| bar eingesetzt. Die Hülsen 36 sind mit Düsen- |
| öffnungen 41 von geeigneter Größe versehen. Nach |
| der in Fig. 2 wiedergegebenen Ausführung werden |
| die Düsenöffnungen, die zum Zuleiten des Wassers |
| gegen den Filz dienen, vom linken zum rechten |
| Ende der Platte hin zunehmend enger werden. Die |
| äußeren Abmessungen der Hülsen 36 sind etwas |
| größer als die Abmessungen der sie aufnehmenden. |
| Plattenschlitze 31, so daß sich die Hülsen beim |
| Einschielen in die Schlitze fest an die Schlitz- |
| wandungen anpressen und etwaige Ungleichmäßig- |
| keiten ausgleichen, die bei der Herstellung der |
| Plattenschlitze entstehen können. Jede Hülse 36 hat |
| an ihrem hinteren Ende einen flanschartigen Bund |
| 37, der sich um den ganzen Hülsenumfang erstreckt. |
| Sind die Hülsen in die Plattenschlitze 31 einge- |
| schoben, so liegen ihre Bunde 37 teilweise in Aus- |
| nehmungen, die sich an der Innenfläche der Platte |
| befinden, aber so kurz sind, daß die Hülsen noch |
| etwas über die Innenfläche der Platte 30 hervor- |
| stehen, wie sich aus Fig. 5 entnehmen läßt, solange |
| die Platte noch nicht befestigt ist. Wird die Platte |
| an dem Gehäuse angebracht und mit den Schrauben |
| 29 festgezogen, so werden die Hülsen an ihren |
| Bunden 37 unter Druck gesetzt und legen sich ge- |
| mäß Fig. 2 abdichtend an die Mündungen der |
| Wasserzufiihrungsleitungen 23 an, die auf diese |
| Weise gegen die Sangkammer 21 abgedichtet sind. |
| Die Hülsen 36 können bei Bedarf leicht aus der |
| Platte 30 herausgenommen und durch andere |
| Hülsen mit unterschiedlicher Düsengröße ersetzt |
| werden, wenn bei veränderten Arbeitsbedingungen, |
| z. B. leim Herstellen einer anderen Papiersorte |
| oder bei der Verwendung anderer Rohstoffe, die |
| Wasserzuführung geändert werden muß, um den |
| Filz finit bester Wirksamkeit, d. h. mit gering- |
| möglichem Wasserverbrauch, zu reinigen. Fig.5 |
| zeigt eine abgeänderte Düsenausführung. In diesem |
| Falle ist einer der Plattenschlitze 31 durch ein Ver- |
| schlußstück 38 abgeschlossen, das gemäß Fig. 7 |
| einen Flansch 39 von gleicher Größe wie die Bunde |
| 37 der Düsenhülsen 36 aufweist und aus dem |
| gleichen Werkstoff wie die Platte 30 besteht. Die |
| hintere Stirnfläche dieses Verschlußstückes trägt |
eine Gummidichtung 4o, die sich gegen die Mündung des zugeordneten
Wasserzuführungskanals 23 legt und diesen gegen die Saugkammer 21 ab-(lichtet. Die
Gummidichtung 40 ist vorzugsweise an dem Körper des Verschlußstückes fest angebracht,
doch kann bei Bedarf auch eine gesonderte Dichtung benutzt werden.
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Statt aus Gummi können die Düsenhülsen 36 wie die Verschlußstücke
auch aus dem Plattenwerkstoff hergestellt sein und je in der gleichen Weise wie
die Verschlußstücke einen harten Flansch und eine Gummidichtung aufweisen, die nach
Bedarf fest angebracht ist oder lose eingesetzt wird.
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Die bei Fig.8 bis 13 verwendeten Düsenhülsen 136 weichen von den Hülsen
36 nach Fig. i bis 7 etwas ab. Sie bestehen ebenfalls aus Gummi, sind aber etwas
länger und liegen mit ihrem gesamten Bund 137 unter der Hinterfläche der Platte.
Hier ist das Gehäuse 2o im Bereich der Mündungen der Wasserkanäle 23 mit Ausnehmungen
versehen, die die Bunde 137 aufnehmen. Die Ausnehmungen sind jedoch in ihrer Tiefe
niedriger als die Bunde 137, so claß die Bunde beim Ansetzen und Festziehen der
Platte 3o am Gehäuse unter den notwendigen Dichtungsdruck kommen. Weiterhin weisen
die Hülsen hier nicht über ihre Länge einen gleich-'mäßigen Spaltquerschnitt auf,
wie dies bei den Schlitzen 41 der Hülsen 36 der Fall ist, sondern ihre 'Mündungen
erweitern sich von innen nach außen, wie dies in Fig.9 dargestellt ist. In dieser
Ausführung können die Düsen bei etwaigem Zusetzen leichter gereinigt werden, und
zwar ist das Gehäuse des Filzreinigers hier 'mit beweglichen Gliedern ausgestattet,
die von innen her in die Düsen vordringen können und eingedrungene Verunreinigungen,
die die Düsen versperren und den engen Hinterteil der Düsen verstopfen, entweder
vollständig herausstoßen oder wenigstens ablösen, so daß sie von dem Wasser in den
sich erweiternden Teil der Düsen mitgeführt und ausgespült werden können.
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Bei dem Gerät nach Fig.8 und 9 bestehen die Düsenreiniger aus schmalen
Armen 42, die an einer in dem Gehäuse 2o drehbar gelagerten Welle 43 befestigt sind.
Normalerweise befinden sich die Arme in ihrer Grundstellung, die in Fig. 8 in ausgezogenen
Linien dargestellt ist. Wird jedoch die Welle 43 mit Hilfe einer Kurbel gedreht,
die auf einen äußeren Vierkant 44 der Welle geschoben wird (s. Fig. 9), bewegen
sich die Arme 42 mit ihren Enden nach oben in die strichpunktiert eingezeichnete
Stellung in Fig. 8 und stoßen dabei die Verunreinigungen nach außen, die sich in
dem verengten Düsenhals angesammelt haben können.
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Bei der Ausführung nach Fig. io sind die Arme 142 bei 47 einzeln an
dem Gehäuse gelagert und mit Gabelköpfen 45 ausgestattet, die je einen Exzenternocken
46 der Welle 43 übergreifen. Beim Drehen der Welle werden die Arme 142 mit ihren
Köpfen, die je mit einer Spitze 5o versehen sind, in die Düsen eingeschwenkt.
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Bei der Ausbildung nach Fig. i i sind die Düsenreiniger 242 mit ihren
unteren Enden einzeln bei -19 je an einem Hebel 48 gelenkig gelagert, der seinerseits
an der Welle 43 befestigt ist. In der mit ausgezogenen Linien dargestellten Normallage
liegen die Reiniger 242 mit einem aufwärts gerichteten Ende 5o an dem einen Ende
des Düsenschlitzes. Wird die Welle 43 gedreht, so bewegen sich die Reiniger mit
ihren Enden 5o durch den Düsenschlitz, bis sie in der strichpunktierten Lage am
anderen Ende des Düsenschlitzes anstoßen. Dabei lösen sie eingedrungenen Schmutz
ab, der von d _#m Wasser ausgespült wird.
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Bei Fig. 12 bestehen die Reiniger aus Stangen 342, die am Gehäuse
verschiebbar gelagert sind. Jeder Düse ist hier eine Stange zugeordnet, die mit
einem aufwärts gerichteten Ansatz 59 in den verengten Düsenhals ragt und an ihrem
anderen Ende zu einem Griff 51 abgebogen ist, der außerhalb des Gehäuses liegt.
Zum Reinigen der Düsen werden die Stangen einzeln in ihrer Längsrichtung hin oder
her geschoben.
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Werden bei diesen Ausführungen der Filzreiniger auch Verschlußstücke
zum Ausschalten einzelner Düsen verwendet, so weisen diese in ihrer hinteren Stirnfläche
einen engen Schlitz auf, in den sich der Kopf des Düsenreinigers einlegen kann,
so daß, wenn die Düsenreiniger von einer gemeinsamen Welle aus angetrieben sind,
ihre Bewegung nicht durch die Verschlußstücke behindert wird. Solche Düsenreiniger
sind normalerweise nur für besonders enge Düsen notwendig. Sie können daher nach
Bedarf entweder bei allen Plattenschlitzen 31, die zur Wasserzuführung dienen, angeordnet
sein oder nur bei denjenigen Schlitzen, die unter normalen Betriebsbedingungen entsprechend
enge Düsen aufzunehmen haben.
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Die Erfindung löst in einfachster und bester Weise die Aufgabe einer
zeitweiligen Veränderung der Düsengrößen. Die Platten und Düsenhülsen können im
Wege der Serienherstellung billig gefertigt werden, und mit ihnen läßt sich der
Düsenreiniger schnell und leicht den wechselnden Betriebserfordernissen anpassen.
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Es wäre nicht zweckmäßig, die Filzberührungsplatte mit Schlitzen unterschiedlicher
Größe für die Aufnahme der Düsenhülsen auszustatten. Man müßte dann eine größere
Anzahl von Platten mit Schlitzöffnungen unterschiedlicher Weite vorrätig halten.
Da die Erfindung das Einschneiden von engen Schlitzen in die Platte in Fortfall
bringt. kann die Platte aus äußerst hartem Werkstoff gefertigt werden. Die Schlitzöffnungen
31 für die Aufnahme der Düsenhülsen sind verhältnismäßig breit, und die Herstellung
von Hülsen mit engen Düsenöffnungen, die in die Schlitze einzusetzen sind, bereitet
keine Schwierigkeit, da diese Hülsen, wenn sie aus Gummi oder plastischer Masse
bestehen, in Formen gepreßt bei der Herstellung aus Metall gegossen werden können.
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Eine Veränderung hinsichtlich der die Düsen durchfließenden Wassermengen
könnte natürlich auch durch Anordnung von Wasserventilen in den Wasserzuführungsleitungen
erreicht werden, die im Innern des Gehäuses liegen, gegebenenfalls auch
durch
auswecliselbare Zwischenstücke unterschiedlicher Weite. die man in die Wasserleitungen
einsetzt. Dies wäre jedoch umständlich und herstellungsmäßig teuer und hatte überdies
den Nachteil, daß das Wasser mit unterschiedlichen Drücken aus den einzelnen Düsen
ausströmen würde. Bei dem Filzreiniger nach der Erfindung findet keine Drosselung
des \\'asserdruckes bei der Zuleitung des Wassers zu den Düsen statt, und das Wasser
strömt aus allen Düsen unter dem gleichen Druck, aber in unterschiedlichen Mengen,
die durch die Öffnungsgröße der Düsen bestimmt sind.
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Bei manchen Papierfabriken sind die Arbeitsbedingungen so, daß sich
für die Reinigung des Filzes keine beste Wirksamkeit erzielen läßt und sich entgegenwirkende
Faktoren zu einer bestmöglichen Abstimmung gebracht werden müssen. Die Betriebsbedingungen
lassen sich manchmal bei der Einrichtung und Ausstattung des Werkes auch nicht voraussehen.
Die Erfindung ermöglicht es, den Reiniger hinsichtlich der Gestalt und der Verteilung
der Düsen so einzurichten, daß auch im Falle von sich widersprechenden Betriebsverhältnissen
eine bestmögliche Wirksamkeit erzielt wird.