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DE803087C - Filzreiniger fuer Papiermaschinen - Google Patents

Filzreiniger fuer Papiermaschinen

Info

Publication number
DE803087C
DE803087C DEP21856A DEP0021856A DE803087C DE 803087 C DE803087 C DE 803087C DE P21856 A DEP21856 A DE P21856A DE P0021856 A DEP0021856 A DE P0021856A DE 803087 C DE803087 C DE 803087C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
felt
nozzle
sleeves
plate
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP21856A
Other languages
English (en)
Inventor
Frederick William Vickery
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vickerys Ltd
Original Assignee
Vickerys Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vickerys Ltd filed Critical Vickerys Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE803087C publication Critical patent/DE803087C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/32Washing wire-cloths or felts

Landscapes

  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

  • Filzreiniger für Papiermaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Reinigen des Filzes bei Papiermaschinen. Für diesen Zweck wurde bereits eine Vorrichtung vorgeschlagen, die den sich bewegenden Filz mit einer Reinigungsflüssigkeit tränkt und diese Flüssigkeit auch wieder aus dem Filz absaugt. Diese Vorrichtung weist eine den Filz berührende Platte auf, die nicht so breit ist wie der Filz und in ihrer den Filz berührenden Fläche Öffnungen zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit gegen den Filz und Öffnungen zum Absaugen des Filzes aufweist. Die Zuführungsöffnungen und die Absaugeöffnungen sind hierbei in der Bewegungsrichtung des Filzes versetzt und so angeordnet, daß der Filz einer Anzahl von schnell aufeinanderfolgenden Reinigungsdurchspülungen unterworfen wird, indem bei jeder Spülung Reinigungsflüssigkeit in den Filz eingespritzt und dann wenigstens teilweise sogleich wieder abgesaugt wird. l3ei der schon vorgeschlagenen Einrichtung sind die in der Platte vorgesehenen Öffnungen, im folgenden als Düsen bezeichnet, durch die die Reinigungsflüssigkeit in den Filz eingespritzt wird, sämtlich von gleicher Öffnungsbreite, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Filzes.
  • Es hat sich nun ergeben, daß sich eine bessere Reinigung erzielen läßt, wenn Düsen von unterschiedlicher Öffnungsweite an verschiedenen Stellen über die Länge der Anlagefläche verteilt sind. Diejenige Düsenanordnung, die bei einer bestimmten Papiersorte die beste Reinigungswirkung ergibt, ist nämlich oft bei einer abweichenden Papiersorte nicht die bestwirkende. Theoretisch müßte die erste Düse, die der Filz beim Vorbeigang an der Platte trifft, am breitesten sein, die zweite etwas enger usw., bis zur letzten Düse, doch wurde in der Praxis bei der Herstellung mancher Papiersorten gefunden, daß die Reinigungswirkung am besten ausfiel, wenn die ersten beiden Düsen die gleiche Breite hatten. In anderen Fällen können bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn die letzten beiden Düsen gleich groß sind. Bei manchen Papiersorten wiederum ist es wünschenswert, eine oder mehrere Düsen vollständig auszuschalten.
  • Die bekannte Vorrichtung, bei der die Düsen durch in der Filzberührungsplatte vorgesehene Schlitze von gleicher Größe gebildet sind, ist daher mit bester Wirkung nur beschränkt verwendbar und paßt sich den vielen Sortenänderungen nicht an, mit denen man bei der Papierherstellung rechnen muß. Dabei muß bedacht werden, daß man nicht nur den von Tag zu Tag erfolgenden Wechsel der Betriebsbedingungen der Maschine berücksichtigen darf. Tatsächlich geht vielmehr eine Papierfabrik gelegentlich auch auf ganz andere Verarbeitungen über, besonders in ungewöhnlichen Zeiten, wenn Beschränkungen für die Herstellung bestimmter Erzeugnisse oder in der Verwendung bestimmter Rohstoffe auferlegt werden, oder auch dann, wenn die Absatzmöglichkeit für ein bestimmtes Erzeugnis aufhört.
  • Unter den neuzeitlichen Voraussetzungen einer hohen Bewegungsgeschwindigkeit des Filzes tritt durch Reibung eine rasche Abnutzung der Filzberührungsplatte ein, besonders dann, wenn der Filz schleifend wirkende Stoffe mitführt. Das Einschneiden der Schlitze in die Platte ist kostspielig, und es ist umwirtschaftlich, eine Platte, die eine teure Bearbeitung benötigt, schon nach kurzer Zeit wegen übermäßiger Abnutzung auswechseln zu müssen. Daher ist anzustreben, die Filzberührungsplatte aus möglichst hartem Werkstoff herzustellen. Indessen ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, feine Schlitze, wie man sie hier für die Wasserdüsen benötigt, in eine Platte aus sehr hartem Werkstoff einzuschneiden.
  • Die Erfindung ist darauf gerichtet, die Filzreinigungsvorrichtung hinsichtlich der Filzberührungsplatte so auszubilden, daß sie sich mit unterschiedlichen Düsengrößen in einem großen Bereich von unterschiedlichen Betriebsbedingungen mit bester Wirksamkeit verwenden läßt.
  • Erfindungsgemäß werden die Düsen durch Hülsen gebildet, die abnehmbar in Schlitze der Filzberührungsplatte des Filzreinigers eingesetzt sind. Durch Verwendung einer Anzahl von Hülsen mit Düsenöffnungen unterschiedlicher Größe kann der Filzreiniger bestens auf unterschiedliche Betriebsbedingungen eingestellt werden. Hierfür ist es lediglich notwendig, die Filzberührungsplatte von dem sie tragenden Gehäuse abzunehmen, irgendwelche nicht gewünschte Düsen auszuwechseln und die Platte wieder anzubringen. Sollen einzelne Düsen ganz wegfallen, so werden für sie an Stelle der Düsen gleich große Verschlußstücke in die Platte eingesetzt, die die nicht benötigten Schlitze der Platte ausschalten. Durch die Verwendung auswechselbarer Hülsen ist man in der Lage, für die Filzberührungsplatte ein Material jeglicher Härte zu benutzen, das jedenfalls beträchtlich härter sein kann als die Platte in der bisherigen Ausführung, weil nunmehr die Düsenschlitze nicht in der Platte, sondern in den Hülsen liegen und die zur Aufnahme dieser Hülsen bestimmten Öffnungen der Platte verhältnismäßig groß sind und sich leichter fertigen lassen.
  • Vorzugsweise sind die die Düse enthaltenden Hülsen an ihren hinteren Enden mit Bunden versehen, die in dazu passende Ausnehmungen der Plattenhinterfläche oder der Oberfläche des die Platte aufnehmenden Gehäuses passen. Diese Bunde bestehen zweckmäßig aus zusammendrückbarem, nachgiebigem Stoff, z: B. Gummi, und sind so bemessen, daß sie bei in die Platte eingesetzten Hülsen noch etwas über die Hinterfläche der Platte hervorstehen, so daß sie, wenn die Platte an dem sie aufnehmenden Gehäuse festgezogen wird, z. B. mit Bolzen und Muttern, mit ihren überstehenden Rändern unter Druck gesetzt werden und eine verläßliche Abdichtung zwischen dem Teil des Gehäuses, der an die Saugleitung anzuschließen ist, und demjenigen Gehäuseteil herstellen, dem das Wasser oder eine sonstige Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Die Hülsen können ganz aus Gummi bestehen. Sie können aber auch aus dem gleichen Werkstoff wie die Platte hergestellt sein, z. B. aus Metall oder erhärtender plastischer :Masse, und können hinter ihrem Bund eine Dichtung aus Gummi o. dgl. tragen, die etwas hinter der Platte hervorsteht, wenn die Hülsen eingesetzt sind. Es können auch von den Hülsen unabhängige Dichtungsringe zur Herstellung der Abdichtung benutzt werden.
  • Die Verschlußstücke werden vorzugsweise aus dem gleichen Werkstoff wie die Platte hergestellt, z. B. aus Metall oder plastischer Masse, und mit Gummidichtungen versehen, die entweder an den Verschlußstücken fest angebracht sind oder getrennte Teile bilden.
  • Werden die Hülsen in bevorzugter Weise ganz aus Gummi oder anderem federnden Stoff gefertigt, so können sie mit ihren Düsenöffnungen in der erforderlichen Größe sehr genau modelliert werden. Sind dann die äußeren Abmessungen der Hülsen etwas größer als die Abmessungen der Plattenschlitze, so passen sich die nachgiebigen Hülsen kleineren Ungenauigkeiten in den Abmessungen der Schlitze an. Die Schlitze brauchen daher nicht mit besonders hoher Genauigkeit hergestellt zu sein. Hierdurch wird das Einschneiden der Schlitze in eine Platte aus hartem Kunstharz beträchtlich vereinfacht, das als Plattenwerkstoff bevorzugt wird.
  • An sich ist es nicht erwünscht, daß der umlaufende Filz der Papiermaschine mit Gummi in Berührung kommt, und dies könnte auf den ersten Blick der Verwendung von Gummihülsen entgegenstehen. Ist die Einrichtung jedoch in Betrieb, so wird der Filz durch den Druck der aus den Gummihülsen gegen ihn vorspritzenden Flüssigkeit etwas gelüftet, so daß er den Hülsenrand nicht berührt.
    An Stellen, wo eine Diise verschlossen wird, ist
    dies aber nicht der Fall, und darum sollen die Ver-
    schlußstücke vorzugsweise aus dein gleichen Ma-
    terial wie die Platte bestehen.
    Die Zeichnungen zeigen Beispiele für die Aus-
    führung der Filzreinigutigsvorrichtung nach der
    Erfindung. und zwar zeigt
    Fig. i die Ansicht der Reinigungsvorrichtung
    von der dem Filz zugekehrten Anlagefläche der
    Filzberührungsplatte her,
    Fig.2 einen Längsschnitt durch das Gehäuse
    nach Linie 11-1I von Fig. 1.
    Fig.3 und 4 Querschnitte durch das Gehäuse
    nach den Linien 111-111 und IV-IV von Fig. 2,
    Fig. 5 einen Teil der vorn Gehäuse abgenommenen
    Filzberührungsplatte allein iin Längsschnitt,
    Fig.6 die schaubildliche Ansicht einer Düsen-
    hülse, teilweise aufgeschnitten dargestellt,
    Fig. 7 die schaubildliche Ansicht eines Ver-
    schlußstückes,
    Fig.8 den Querschnitt eines abgeänderten Filz-
    reinigers. der mit einer Einrichtung zum Reinigen
    der Düsen und mit
    unterschiedlicher
    Art ausgestattet ist.
    Fig. 9 einen Längsschnitt nach Linie IX-IX von
    Fig. 8;
    Fig. to bis 12 zeigen Gehäusequerschnitte wie
    Fig. 8, jedoch bei Anwendung unterschiedlicher
    Mittel zum Reinigen der Düsen, und
    Fig. 13 in schaubildlicher Ansicht und teilweise
    aufgeschnitten eine der nach Fig.8 bis 12 ver-
    wendeten Düsenhülsen.
    In der Ausführung nach Fig. i bis 7 weist der
    Filzreiniger ein Gehäuse 2o auf, das in eine Saug-
    kammer 21 und eine Wasserkammer 22 geteilt ist
    (s. besonders Fig. 3 und 4). Von der Wasserkammer
    22 ist eine Anzahl von Querkanälen 23 (s. auch
    Fig. 2) abgezweigt, die durch die Saugkammer 21
    hindurchgeführt sind und in Schlitzöffnungen 24
    enden. Die Sangkammer 2 1 ist an einem Ende mit
    einem Hauptansclilußsttitzen 25 und am anderen
    Ende mit einem zusätzlichen Anschlußstutzen bzw.
    Anschlußrohr 26 ausgestattet. Ein Wasserzufüh-
    rungsrohr 27 mündet in die `Wasserkammer 22 ein.
    Das Gehäuse 20 weist zwei Führungsansätze 28
    (Fig. 2) auf. mit denen es sich an Führungsstangen
    führen kann, die sich quer zur Längsrichtung des
    zu reinigenden Filzes erstrecken und an denen der
    Filzreiniger mittels eines geeigneten Getriebes quer
    zu dem Filzstreifen hin und her bewegt wird.
    An dem Gehäuse 20 ist mittels Schrauben 29
    (s. besonders Fig. 3) eine den Filz berührende
    Platte 30 befestigt. Sie kann aus Metall hergestellt
    sein, soll vorzugsweise jedoch aus hartem Kunst-
    harz bestehen. Die Platte 30 enthält eine Anzahl
    von quer liegenden Schlitzen 31, die im Bereich der
    Mündungen 24 der Kanäle 23 liegen. Die Schlitze
    31 der Platte sind verhältnismäßig breit und können
    daher ohne besondere Schwierigkeit eingeschnitten
    bzw. eingefräst werden, selbst wenn die Platte aus
    sehr hartem Werkstoff besteht. In der Platte 3o be-
    findet sich außerdem eine Anzahl von Saug-
    öffnungen, die mit der Saugkammer 21 in Ver-
    bindung stehen. Einige von diesen Saugöffnungen
    32 liegen quer zur Längsrichtung der Platte 30.
    Der zu behandelnde Filz bewegt sich von links
    nach rechts über die Platte, wie sie in Fig. i dar-
    gestellt ist. und die am Ende des Gehäuses befind-
    liche quer liegende Saugöffnung 132, die der Filz
    zuletzt anläuft, ist breiter gehalten als die übrigen
    Saugschlitze. Andere Saugöffnungen 33 sind schräg
    liegend angeordnet, und demjenigen Ende jeder
    schräg liegenden Saugöffnung, das von dem Filz
    zuerst berührt wird, liegt auf der anderen Seite
    eine kurze Queröffnung 34 gegenüber. Die schrägen
    Öffnungen 33 und die kurzen Öffnungen 34 haben
    Erweiterungen 35, die sich in Längsrichtung der
    Platte erstrecken und jeweils paarweise die Schlitz-
    öffnungen 31 zwischen sich einfassen. Die erste
    Schlitzöffnung 31 ist hierbei von den Erweiterungen
    35 von zwei kurzen Queröffnungen 34 eingefaßt.
    In die Schlitze 31 sind Gummihülsen 36 abnehm-
    bar eingesetzt. Die Hülsen 36 sind mit Düsen-
    öffnungen 41 von geeigneter Größe versehen. Nach
    der in Fig. 2 wiedergegebenen Ausführung werden
    die Düsenöffnungen, die zum Zuleiten des Wassers
    gegen den Filz dienen, vom linken zum rechten
    Ende der Platte hin zunehmend enger werden. Die
    äußeren Abmessungen der Hülsen 36 sind etwas
    größer als die Abmessungen der sie aufnehmenden.
    Plattenschlitze 31, so daß sich die Hülsen beim
    Einschielen in die Schlitze fest an die Schlitz-
    wandungen anpressen und etwaige Ungleichmäßig-
    keiten ausgleichen, die bei der Herstellung der
    Plattenschlitze entstehen können. Jede Hülse 36 hat
    an ihrem hinteren Ende einen flanschartigen Bund
    37, der sich um den ganzen Hülsenumfang erstreckt.
    Sind die Hülsen in die Plattenschlitze 31 einge-
    schoben, so liegen ihre Bunde 37 teilweise in Aus-
    nehmungen, die sich an der Innenfläche der Platte
    befinden, aber so kurz sind, daß die Hülsen noch
    etwas über die Innenfläche der Platte 30 hervor-
    stehen, wie sich aus Fig. 5 entnehmen läßt, solange
    die Platte noch nicht befestigt ist. Wird die Platte
    an dem Gehäuse angebracht und mit den Schrauben
    29 festgezogen, so werden die Hülsen an ihren
    Bunden 37 unter Druck gesetzt und legen sich ge-
    mäß Fig. 2 abdichtend an die Mündungen der
    Wasserzufiihrungsleitungen 23 an, die auf diese
    Weise gegen die Sangkammer 21 abgedichtet sind.
    Die Hülsen 36 können bei Bedarf leicht aus der
    Platte 30 herausgenommen und durch andere
    Hülsen mit unterschiedlicher Düsengröße ersetzt
    werden, wenn bei veränderten Arbeitsbedingungen,
    z. B. leim Herstellen einer anderen Papiersorte
    oder bei der Verwendung anderer Rohstoffe, die
    Wasserzuführung geändert werden muß, um den
    Filz finit bester Wirksamkeit, d. h. mit gering-
    möglichem Wasserverbrauch, zu reinigen. Fig.5
    zeigt eine abgeänderte Düsenausführung. In diesem
    Falle ist einer der Plattenschlitze 31 durch ein Ver-
    schlußstück 38 abgeschlossen, das gemäß Fig. 7
    einen Flansch 39 von gleicher Größe wie die Bunde
    37 der Düsenhülsen 36 aufweist und aus dem
    gleichen Werkstoff wie die Platte 30 besteht. Die
    hintere Stirnfläche dieses Verschlußstückes trägt
    eine Gummidichtung 4o, die sich gegen die Mündung des zugeordneten Wasserzuführungskanals 23 legt und diesen gegen die Saugkammer 21 ab-(lichtet. Die Gummidichtung 40 ist vorzugsweise an dem Körper des Verschlußstückes fest angebracht, doch kann bei Bedarf auch eine gesonderte Dichtung benutzt werden.
  • Statt aus Gummi können die Düsenhülsen 36 wie die Verschlußstücke auch aus dem Plattenwerkstoff hergestellt sein und je in der gleichen Weise wie die Verschlußstücke einen harten Flansch und eine Gummidichtung aufweisen, die nach Bedarf fest angebracht ist oder lose eingesetzt wird.
  • Die bei Fig.8 bis 13 verwendeten Düsenhülsen 136 weichen von den Hülsen 36 nach Fig. i bis 7 etwas ab. Sie bestehen ebenfalls aus Gummi, sind aber etwas länger und liegen mit ihrem gesamten Bund 137 unter der Hinterfläche der Platte. Hier ist das Gehäuse 2o im Bereich der Mündungen der Wasserkanäle 23 mit Ausnehmungen versehen, die die Bunde 137 aufnehmen. Die Ausnehmungen sind jedoch in ihrer Tiefe niedriger als die Bunde 137, so claß die Bunde beim Ansetzen und Festziehen der Platte 3o am Gehäuse unter den notwendigen Dichtungsdruck kommen. Weiterhin weisen die Hülsen hier nicht über ihre Länge einen gleich-'mäßigen Spaltquerschnitt auf, wie dies bei den Schlitzen 41 der Hülsen 36 der Fall ist, sondern ihre 'Mündungen erweitern sich von innen nach außen, wie dies in Fig.9 dargestellt ist. In dieser Ausführung können die Düsen bei etwaigem Zusetzen leichter gereinigt werden, und zwar ist das Gehäuse des Filzreinigers hier 'mit beweglichen Gliedern ausgestattet, die von innen her in die Düsen vordringen können und eingedrungene Verunreinigungen, die die Düsen versperren und den engen Hinterteil der Düsen verstopfen, entweder vollständig herausstoßen oder wenigstens ablösen, so daß sie von dem Wasser in den sich erweiternden Teil der Düsen mitgeführt und ausgespült werden können.
  • Bei dem Gerät nach Fig.8 und 9 bestehen die Düsenreiniger aus schmalen Armen 42, die an einer in dem Gehäuse 2o drehbar gelagerten Welle 43 befestigt sind. Normalerweise befinden sich die Arme in ihrer Grundstellung, die in Fig. 8 in ausgezogenen Linien dargestellt ist. Wird jedoch die Welle 43 mit Hilfe einer Kurbel gedreht, die auf einen äußeren Vierkant 44 der Welle geschoben wird (s. Fig. 9), bewegen sich die Arme 42 mit ihren Enden nach oben in die strichpunktiert eingezeichnete Stellung in Fig. 8 und stoßen dabei die Verunreinigungen nach außen, die sich in dem verengten Düsenhals angesammelt haben können.
  • Bei der Ausführung nach Fig. io sind die Arme 142 bei 47 einzeln an dem Gehäuse gelagert und mit Gabelköpfen 45 ausgestattet, die je einen Exzenternocken 46 der Welle 43 übergreifen. Beim Drehen der Welle werden die Arme 142 mit ihren Köpfen, die je mit einer Spitze 5o versehen sind, in die Düsen eingeschwenkt.
  • Bei der Ausbildung nach Fig. i i sind die Düsenreiniger 242 mit ihren unteren Enden einzeln bei -19 je an einem Hebel 48 gelenkig gelagert, der seinerseits an der Welle 43 befestigt ist. In der mit ausgezogenen Linien dargestellten Normallage liegen die Reiniger 242 mit einem aufwärts gerichteten Ende 5o an dem einen Ende des Düsenschlitzes. Wird die Welle 43 gedreht, so bewegen sich die Reiniger mit ihren Enden 5o durch den Düsenschlitz, bis sie in der strichpunktierten Lage am anderen Ende des Düsenschlitzes anstoßen. Dabei lösen sie eingedrungenen Schmutz ab, der von d _#m Wasser ausgespült wird.
  • Bei Fig. 12 bestehen die Reiniger aus Stangen 342, die am Gehäuse verschiebbar gelagert sind. Jeder Düse ist hier eine Stange zugeordnet, die mit einem aufwärts gerichteten Ansatz 59 in den verengten Düsenhals ragt und an ihrem anderen Ende zu einem Griff 51 abgebogen ist, der außerhalb des Gehäuses liegt. Zum Reinigen der Düsen werden die Stangen einzeln in ihrer Längsrichtung hin oder her geschoben.
  • Werden bei diesen Ausführungen der Filzreiniger auch Verschlußstücke zum Ausschalten einzelner Düsen verwendet, so weisen diese in ihrer hinteren Stirnfläche einen engen Schlitz auf, in den sich der Kopf des Düsenreinigers einlegen kann, so daß, wenn die Düsenreiniger von einer gemeinsamen Welle aus angetrieben sind, ihre Bewegung nicht durch die Verschlußstücke behindert wird. Solche Düsenreiniger sind normalerweise nur für besonders enge Düsen notwendig. Sie können daher nach Bedarf entweder bei allen Plattenschlitzen 31, die zur Wasserzuführung dienen, angeordnet sein oder nur bei denjenigen Schlitzen, die unter normalen Betriebsbedingungen entsprechend enge Düsen aufzunehmen haben.
  • Die Erfindung löst in einfachster und bester Weise die Aufgabe einer zeitweiligen Veränderung der Düsengrößen. Die Platten und Düsenhülsen können im Wege der Serienherstellung billig gefertigt werden, und mit ihnen läßt sich der Düsenreiniger schnell und leicht den wechselnden Betriebserfordernissen anpassen.
  • Es wäre nicht zweckmäßig, die Filzberührungsplatte mit Schlitzen unterschiedlicher Größe für die Aufnahme der Düsenhülsen auszustatten. Man müßte dann eine größere Anzahl von Platten mit Schlitzöffnungen unterschiedlicher Weite vorrätig halten. Da die Erfindung das Einschneiden von engen Schlitzen in die Platte in Fortfall bringt. kann die Platte aus äußerst hartem Werkstoff gefertigt werden. Die Schlitzöffnungen 31 für die Aufnahme der Düsenhülsen sind verhältnismäßig breit, und die Herstellung von Hülsen mit engen Düsenöffnungen, die in die Schlitze einzusetzen sind, bereitet keine Schwierigkeit, da diese Hülsen, wenn sie aus Gummi oder plastischer Masse bestehen, in Formen gepreßt bei der Herstellung aus Metall gegossen werden können.
  • Eine Veränderung hinsichtlich der die Düsen durchfließenden Wassermengen könnte natürlich auch durch Anordnung von Wasserventilen in den Wasserzuführungsleitungen erreicht werden, die im Innern des Gehäuses liegen, gegebenenfalls auch durch auswecliselbare Zwischenstücke unterschiedlicher Weite. die man in die Wasserleitungen einsetzt. Dies wäre jedoch umständlich und herstellungsmäßig teuer und hatte überdies den Nachteil, daß das Wasser mit unterschiedlichen Drücken aus den einzelnen Düsen ausströmen würde. Bei dem Filzreiniger nach der Erfindung findet keine Drosselung des \\'asserdruckes bei der Zuleitung des Wassers zu den Düsen statt, und das Wasser strömt aus allen Düsen unter dem gleichen Druck, aber in unterschiedlichen Mengen, die durch die Öffnungsgröße der Düsen bestimmt sind.
  • Bei manchen Papierfabriken sind die Arbeitsbedingungen so, daß sich für die Reinigung des Filzes keine beste Wirksamkeit erzielen läßt und sich entgegenwirkende Faktoren zu einer bestmöglichen Abstimmung gebracht werden müssen. Die Betriebsbedingungen lassen sich manchmal bei der Einrichtung und Ausstattung des Werkes auch nicht voraussehen. Die Erfindung ermöglicht es, den Reiniger hinsichtlich der Gestalt und der Verteilung der Düsen so einzurichten, daß auch im Falle von sich widersprechenden Betriebsverhältnissen eine bestmögliche Wirksamkeit erzielt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Filzreiniger für Papiermaschinen, bestehend aus einem unter (lein umlaufenden Filz be-"vegten Gehäuse. (las an seiner Anlagefläche mit Öffnungen zum Zuführen und Absaugen von Reinigungsflüssigkeit versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsdüsen für die Reinigungsflüssigkeit durch in die Filzberührungsplatte (3o) des Gehäuses (2o) eingesetzte Düsenhülsen (36, 136) gebildet sind.
  2. 2. Filzreiniger nach :\nspruch i, dadurch gekc@i»iz(-iclinet, daß die I)ü:enhülseii (36, 1 16) mit Dichtungen aus Gummi o. dgl. ausgestattet sind, die beim Festziehen der Filzberührungsplatte (30) unter Druck kommen und die Flüssigkeitsleitungen (23) gegen den sie umgebenden Absaugeraum (21) des Gehäuses (2o) abdichten.
  3. 3. Filzreiniger nach Anspruch 2, dadurch gek:ennzeichnet, daß die Dichtungen an den Hülsen (36, 136) befestigt sind.
  4. Filzreiniger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen (36, 136) aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff bestehen und die Dichtungen durch überstehende Bunde (3. 13;) der Hülsen gebildet sind.
  5. 5. Filzreiniger nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Düsenschlitze (141) von innen nach außen erweitern und den Düsen sie hintergreifende. in den verengten Düsenhals eingreifende keinigungsvorrichtungen (42, 1,42, 242, 342) zugeordnet sind.
  6. 6. Filzreiniger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenreiniger (42, 142, 242) innerhalb des Gehäuses (20) schwenkbar gelagert und von einer gemeinsamen Welle (43) aus angetrieben sind.
  7. 7. Filzreiniger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenreiniger (42, 142, 242, 342) mit in Richtung des Düsenschlitzes (141) verschiebbaren und diesen durchsetzenden Spitzen (5o) versehen sind. . Filzreiniger nach Anspruch i bis j, gekennzeichnet durch den Düsenhülsen mit gleichen Außenabmessungen nachgestaltete, gleichfalls finit Dichtungen (4o) versehene düsenlose Verschlußstücke (38, 39), vorzugsweise aus (lern Plattenwerkstoff gefertigt.
DEP21856A 1947-11-18 1948-11-16 Filzreiniger fuer Papiermaschinen Expired DE803087C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB803087X 1947-11-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE803087C true DE803087C (de) 1951-02-26

Family

ID=10516264

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP21856A Expired DE803087C (de) 1947-11-18 1948-11-16 Filzreiniger fuer Papiermaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE803087C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141525B (de) * 1960-02-10 1962-12-20 Doerries A G O Vorrichtung zum Reinigen der Filze von Papier-, Karton- oder dergleichen Maschinen
DE1155318B (de) * 1956-07-31 1963-10-03 Bird Machine Co Vorrichtung zum Reinigen von laufenden Papiermaschinen-Filzen oder -Sieben

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155318B (de) * 1956-07-31 1963-10-03 Bird Machine Co Vorrichtung zum Reinigen von laufenden Papiermaschinen-Filzen oder -Sieben
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