DE8028344U1 - Anschlusstueck fuer wasserleitungen - Google Patents
Anschlusstueck fuer wasserleitungenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B7/00—Water main or service pipe systems
- E03B7/07—Arrangement of devices, e.g. filters, flow controls, measuring devices, siphons or valves, in the pipe systems
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E03C1/00—Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
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Description
Anmelderin: Stuttgart, den 13.10.1980
JUDO Wasseraufbereitung GmbH Gm 988 X/Lö Hohreuschstraße
7057 Winnenden
Anschlußstück für Wasserleitungen
Die Erfindung betrifft ein Anschlußstück zum Einfügen in den Verlauf einer Wasserleitung, mit je einem Anschluß
zur Verbindung mit der zuströmseitigen und der abströmseitigen Wasserleitung sowie mit einem seitlichen
Flansch, in dem zwei Leitungsabschnitte münden, die voneinander getrennt zu je einem der beiden Anschlüsse
führen, und mit einem einen Gegenflansch aufweisenden
Vertreter;
Kohler - Schwindling - Späth |
Patentanwälte |
Hohentwielstraße 41 I
7OOO Stuttgart 1 I
.Anschlußzwischenstück, das mit einem anzuschließenden
Gerät verbindbar ist, wobei das Anschlußzwischenstück von den Mündungen der Leitungsabschnitte im seitlichen
Flansch zu Anschlüssen für ein Gerät führende Kanäle aufweist.
Ein bekanntes derartiges Anschlußstück mit Anschlußzwischenstück (DE-GM 69 35 606) weist
die Gestalt eines Rohrabschnittes auf, wobei die beiden Leitungsabschnitte koaxial zueinander in den seitlichen
Plansch münden. Das Anschlußzwischenstück ist mit einem entsprechenden Gegenflansch und ebenfalls koaxialen
Kanälen versehen, die am anderen Ende des Gegenstückes um 90° umgelenkt werden. In diesem Bereich ist das Anschlußzwischenstück
mit einer Gewindehülse versehen, an der ein Gerät, beispielsweise eine Filtertasse, befestigbar
ist, durch die das Leitungswasser strömt.
Bei einem anderen bekannten Anschlußstück mit Anschlußzwischenstück
(DE-GM 80 00 706) ist das Anschlußstück ein in die Leitung einsetzbarer Rohrabschnitt mit seitlichem
Flansch, in den die Leitungsabschnitte nebeneinander münden. Es besteht also das Anschlußstück
praktisch aus zwei Viertelkreisbogenstücken, die in einen seitlichen Flansch münden. Das Anschlußzwischenstück
ist entweder in bekannter Weise als Abdeck- und Wasserumlenkkappe ausgebildet oder es weist, wenn es
zum Anschluß eines Gerätes dienen soll, zwei Anschlußstutzen auf, deren Eingänge gegenüber den Mündungen
der Leitungsabschnitte des Anschlußstückes im seitlichen Flansch angeordnet sind. Von den Anschlußstutzen des
Anschlußzwischenstückes aus läßt sich ein Gerät über zwischengeschaltete Schlauchleitungen in den Wasser-
strom einschalten.
Alle bekannten Anschlußstücke und Anschlußzwischenstücke gestatten es zwar, die Leitung in Betrieb zu nehmen und
ein Gerät erst später anzubauen, doch ist zum Anbau des Gerätes der Leitungsstrang stillzulegen. Soweit ein
solches Stillegen nicht erfolgen soll ist eine Umgehungsleitung erforderlich, die außer den Leitungsabschnitten
mindestens drei Ventile sowie Formstücke und Nippel umfaßt. Auch bei der Durchführung von Wartungsarbeiten
oder bei der Behebung von Defekten eines angeschlossenen Gerätes muß entweder die Umgehungsleitung vorgesehen und
in Betrieb genommen werden oder es muß der Leitungsstrang drucklos gemacht und außer Betrieb genommen werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Anschlußstück mit Anschlußzwischenstück zu schaffen, bei dem
ein Gerät angeschlossen, gewartet oder repariert werden kann, ohne daß es vom Rohrnetz abgetrennt werden muß, ohne
daß die Leitung drucklos gemacht werden muß und ohne daß eine gesonderte Umgehungsleitung vorgesehen werden muß.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Anschlußstück mit
Anschlußzwischenstück der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß in dem Zwischenstück ein Ventil
mit zwei Ventilgliedern untergebracht ist, die in der einen Stellung (Betriebsstellung) die beiden Kanäle
voneinander trennen und die in der anderen Stellung (Umgehungsstellung) den zulaufseitigen Kanal mit dem
ablaufseitigen Kanal verbinden.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Anschlußzwischenstückes
ist die vorstehend definierte Aufgabe gelöst. Durch Einstellen des Ventiles auf die Umgehungsstellung
läßt sich das Gerät vom Leitungsstrang abtrennen und es lassen sich Montagen, Demontagen, Wartungsund
Reparaturarbeiten an dem Gerät durchführen, ohne daß der Leitungsstrang drucklos gemacht werden braucht. Ebenso
kann eine gesonderte Umgehungsleitung aus drei Ventilen und einigen lOrmstücken entfallen, weil in der Umgehungsstellung
der zulaufseitige Kanal unmittelbar mit dem ablaufseitigen Kanal verbunden ist und dadurch der
Durchfluß durch die Wasserleitung unbehindert erfolgen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Ventil als Kolbenschieberventil mit zwsi Kolben ausgebildet.
Dabei sind bevorzugt die beiden Kolben an einer gemeinsamen Kolbenstange angebracht. Ein derartiges
Ventil ist kostengünstig herstellbar, weist eine hohe Betriebszuverlässigkeit auf und es läßt sich aufgrund
der gemeinsamen Betätigung beider Ventilglieder sicherstellen, daß nicht eines der Ventilglieder in der
Umgehungsstellung und das andere gleichzeitig in der Betriebsstellung steht.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die freie Stirnfläche des Kolbens am Ende der Kolbenstange in der
Betriebsstellung dem zulaufseitigen Kanal zugekehrt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Betriebsstellung auch ohne Arretierung zuverlässig eingehalten
wird, weil der zulaufseitige Druck um den Druckabfall größer ist als der ablaufseitige Druck und außerdem die
dem zulaufseitigen Druck ausgesetzte Fläche um den
Kolbenstangenquerschnitt größer ist als die dem ablaufseitigen Druck zugewandte Fläche. Die resultierende
Kraft (Druckdifferenz multipliziert mit Differenzfläche) wirkt im Sinne der Beibehaltung der Betriebsstellung.
Dazu trägt gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung bei, daß die Kolben-Kolbenstangeneinheit in der Betriebsstellung an einem Anschlag anliegt, der eine Bewegung
in Richtung der auf die freie Stirnfläche des Kolbens am Kolbenstangenende wirkenden Kraft begrenzt. Dieser
Anschlag ist im einfachsten Fall dadurch verwirklicht, daß der andere Kolben an einem Einschraubstopfen in der
Betriebsstellung zur Anlage kommt.
Eine besonders kompakte und einfache Bauform ergibt sich gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
dann, wenn der Ventilsitz, an dem der am Kolbenstangen- | ende angebrachte Kolben in der Betriebsstellung dicht g
anliegt, sich im mittleren Bereich einer Bohrung befindet, in deren Endbereichen sich die Ventilsitze befinden,
an denen die Kolben in der Umgehungsstellung dicht anliegen.
Um eine bequeme Umschaltung des Ventiles und damit der Betriebsweise von außen zu ermöglichen, ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Kolbenstange abgedichtet nach außen geführt und am äußeren
Ende mit einem Betätigungsglied versehen. Bevorzugt ist dabei das Betätigungsglied ein Schwenkgriff, der in
einer seiner Stellungen das Ventil in der Betriebsstellung verriegelt. Zu diesem Zweck liegt der Schwenkgriff
an einem Schraubstopfen an, durch den die Kolbenstange I hindurch nach außen geführt ist. Dabei erstreckt sich I
ein längerer Abschnitt des Schwenkgriffes parallel zur |
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Kolbenstange und liegt mit seinem Ende an den Schraubstutzen an.
Auch die Bewegungsstrecke beim Umschalten in die Umgehungsstellung
kann durch den Schwenkgriff begrenzt werden. Hierzu genügt es, den Schwenkgriff zu verschwenken,
bis er mit seiner kurzen Abmessung parallel zur Kolbenstange sich erstreckt. Nach dem Verschieben der Kolbenstange
liegt er als Anschlag an den Schraubstutzen an
und begrenzt die Umschaltbewegung (die allerdings nicht verriegelt ist, was aber nicht erforderlich ist, da
keine Kraft aufgrund einer Flächen- oder Druckdifferenz auf das bewegliche Ventilglied wirkt).
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Mündungen der Leitungsabschnitte im Flansch des Anschlußstückes
und der Kanäle im Flansch des Anschlußzwischenstückes jeweils konzentrisch zueinander und es
beträgt die Teilung der die Flansche miteinander verbindenden Schrauben nicht mehr als 90°. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß unabhängig davon, ob das Anschlußstück
in eine vertikale oder eine horizontale Leitung eingebaut ist, das Anschlußzwischenstück stets eine
gewünschte Lage einnimmt, beispielsweise mit horizontaler oder auch mit vertikaler Ausrichtung der Kolbenstange
und entsprechend mit horizontal nebeneinander oder vertikal übereinander angeordneten Anschlüssen für
ein anzuschließendes Gerät. Dadurch kann unabhängig vom Leitungsverlauf ein Gerät beispielsweise stets in senkrechter
Lage montiert werden.
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Die an das Anschlußzwischenstück angeschlossenen Geräte werden im Hauptstrom, also von der gesamten die Leitung
durchströmenden Wassermenge durchflossen. Wird nun aus der Leitung eine große Menge Wasser gezapft,
so kann sich der durch das Gerät bedingte Druckabfall ungünstig auswirken, wenn der Strömungswiderstand
durch das Gerät zu hoch ist bzw. zu hoch geworden ist. Um damit verbundene Nachteile, nämlich zu geringer Druck
an der Zapfstelle, zu vermeiden, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zwischen dem zuströmseitigen
Kanal und dem abströmseitigen Kanal im Anschlußzwischenstück ein Überdruckventil angeordnet.
Wird, nun der Druckabfall zwischen den beiden Kanälen zu groß, dann öffnet das Überdruckventil und bildet einen
Nebenschluß zu dem Gerät, so daß nicht mehr das gesamte Wasser das Gerät durchfließen muß, sondern ein Teil durch
das Überdruckventil hindurchströmt und das Gerät umgeht. Dadurch können durch zu hohen Druckabfall im Gerät bei
hohen Zapfmengen auftretende Druckabfälle begrenzt werden.
Das Überdruckventil kann beispielsweise in einer die beiden Kanäle voneinander trennenden Wand angeordnet
sein. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform dagegen ist das Überdruckventil in dem am Ende der Kolbenstange
befindlichen Kolben untergebracht und als federbelastetes Rückschlagventil ausgebildet. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß das Überdruckventil sehr einfach, nämlich an dem herausgenommenen Kolben montiert
und ggfls. auch gewartet oder ausgewechselt werden kann und daß keinerlei zusätzliche Bearbeitung einer Kanalzwischenwand
erforderlich ist, die sich im allgemeinen schlecht zugänglich innerhalb des Anschlußzwischenstückes
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befindet. Die Feder des Rückschlagventiles ist bevorzugt so dimensioniert, daß bei einem bestimmten Differenzdruck
von z.B. 1,5 bar das Überdruckventil öffnet.
Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit den Ansprüchen.
Es zeigen in vereinfachter und schematisierter Darstellung unter Weglassung aller für das Verständnis der Erfindung
nicht erforderlichen Einzelheiten:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Anschlußstück mit angeflanschtem Anschlußzwischenstück in
Umgehungsstellung, mit
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine abgewandelte Ausführung von Fig. 1 in Betriebsstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung umfaßt ein Anschlußstück 1 und ein daran angeflanschtes Anschlußzwischenstück
2. Das Anschlußstück 1 weist einen zulaufseitigen Anschluß 5 und einen ablaufseitigen Anschluß 4 auf, die
mit Gewinden versehen sind und zum Einbau des Anschlußstückes in einen Leitungsstrang dienen. An dem zulaufseitigen
Anschluß 3 schließt ein Leitungsabschnitt 5
an, der nach Umlenkung um 90° zentral in eine Trennfläche 7 eines seitlichen Flansches 6 mündet. Ein an
dem ablaufseitigen Anschluß 4· anschließender Leitungsabschnitt 8 bildet einen hierzu konzentrischen Ringkanal,
der ebenfalls in der Trennfläche 7 mündet. Das Anschlußstück 1 ist vorzugsweise einstückig aus Rotguß
hergestellt.
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Das Anschlußzwischenstück 2 weist einen dem seitlichen Plansch 6 entsprechenden Gegenflansch 9 auf, in dessen
Oberfläche ein zentraler Kanal 10 und ein den zentralen Kanal 10 umgebender Ringkanal 11 münden. Die beiden
Flansche 6 und 9 sind mittels Schrauben und Muttern unter Zwischenlage einer Dichtung 14 dicht miteinander
verbunden. Der zentrale Kanal 10 ist mit einem Anschlußstutzen
15 und der Ringkanal 11 mit einem Anschlußstutzen 16 verbunden. Die Achsen der beiden Anschlußstutzen
15 und 16 stehen dabei senkrecht zur Trennfläche 7. Eine Längsbohrung 17 ist in das Gehäuse des
Anschlußzwischenstückes 2 eingearbeitet. In den Endbereichen der Längsbohrung 17 münden die Anschlußstutzen
15 und 16 in die Längsbohrung 17· Im mittleren Bereich
münden der zentrale Kanal 10 und der Ringkanal 11 in die Längsbohrung 17· Dabei sind im Verlauf der Längsbohrung
17 drei Ventilsitze 18, 19 und 20 eingearbeitet. Der Ventilsitz 19 befindet sich etwa im mittleren Bereich
der Längsbohrung 17 zwischen dem Übergang des zentralen Kanals 10 in die Längsbohrung 17 und dem Übergang
des Ringkanals 11 in die Längsbohrung 17. Dagegen befindet sich der Ventilsitz 18 zwischen dem Übergang
des zentralen Kanales 10 in die Längsbohrung 17 und dem
Anschlußstutzen 15, wogegen der Ventilsitz 20 im Übergang von dem dem Ringkanal 11 zugeordneten Bereich der
Längsbohrung 17 zum Anschlußstutzen 16 angeordnet ist.
In der Nähe des Anschlußstutzens 16 ist die Längsbohrung 17 einseitig nach außen durch das Gehäuse hindurchgeführt
und mit einem Gewinde 21 versehen, in das ein Stopfen 22 abgedichtet eingedreht ist. Der Stopfen 22
ist mit einer zentralen Bohrung versehen, in der eine Kolbenstange 23 längs verschiebbar geführt und durch
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% einen O-Ring 24 abgedichtet ist. Die Kolbenstange 23
trägt zwei jeweils mit einem Ü-Ring 25 bzw. 26 versehene
Kolben 27 bzw. 28. Der Kolben 28 befindet sich am Ende der Kolbenstange 23 und es ist der Abstand der Kolben
s| und 28 voneinander gleich dem Abstand der Ventilsitze
18 und 20 voneinander. Der Abstand des Ventilsitzes 19 von der inneren Stirnfläche des Stopfens 22 ist eben-
\ falls gleich dem Abstand der beiden Kolben 27 und 28
■ voneinander.
Ij Am äußeren Ende der Kolbenstange 23 ist eine Achse 29
vorgesehen, um die ein Schwenkgriff 30 schwenkbar ist.
Dabei beträgt der mögliche Schwenkwinkel des Schwenkgriffes 30 nur oqO und ist durch einen entsprechenden
Wandabschnitt 31 des Schwenkgriffes 30 begrenzt. In der äußeren Endlage der Kolbenstange 23 befindet sich der
Kolben 28 im Bereich des Ventilsitzes 19 und der Kolben 27 unmittelbar vor der inneren Stirnfläche des Stopfens
22. In dieser äußersten Endlage läßt sich der Schwenkgriff 30 in die in der Zeichnung dargestellte Position
verschwenken, in der der längere Wandabschnitt 31 an der Kolbenstange 23 anliegt. Damit ist die Position der
Kolbenstange in dieser Stellung, der Betriebsstellung, eindeutig fixiert. In dieser Betriebsstellung fließt
das Wasser vom zulaufseitigem Anschluß 3 über den Leitungsabschnitt 5 zum zentralen Kanal 10 und von hier
durch den Ventilsitz 18 durch zu einem Anschluß 15' und von hier zu einem nicht näher dargestellten Gerät.
Von dem Gerät fließt das Wasser zu einem Anschluß 16' und von hier durch den Ventilsitz 20 zum Ringkanal 17
und weiter zum Leitungsabschnitt 8 und zum ablaufseitigen Anschluß 4.
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Ist ein Gerät nicht an die Anschlußstutzen 15 und 16 angeschlossen
oder soll dieses Gerät vom Wasserstrom abgetrennt werden, dann wird der Schwenkgriff 30 um 90° verschwenkt,
bis der kürzere Wandabschnitt 31 an der Kolbenstange
23 anliegt und es wird nunmehr die Kolbenstange mit den Kolben 27 und 28 verschoben, bis die flache Seite
des Schwenkgriffes 30 an der äußeren Oberfläche des Stopfens 22 zur Anlage kommt. Dabei befindet sich gleichzeitig
der Kolben 27 im Bereich des Ventilsitzes 20 und der Kolben 28 im Bereich des Ventilsitzes 18. Damit sind
die Anschlußstutzen 15 und 16 von den Kanälen 10 und 11
getrennt, die ihrerseits über den nunmehr offenen Ventilsitz 19 miteinander verbunden sind. Es kann nunmehr das
Wasser unmittelbar vom zulaufseitigen Anschluß 3 über den Leitungsabschnitt 5 und den zentralen Kanal 10 zum
Ringkanal 11 und von hier zum Leitungsabschnitt 8 und zum ablaufseitigen Anschluß 4 strömen. In dieser Umgehungsstellung
des Ventilgliedes 23, 27, 28 läßt sich das Gerät montieren, warten oder überholen, ohne daß
der Leitungsstrang, in dem sich das Anschlußstück 1 befindet, drucklos gemacht oder abgeschaltet werden braucht
(Fig. 1)
Der Kolben 28 kann in gleicher Weise wie der Kolben 27,
nämlich als flache Scheibe mit einem in eine Umfangsnut eingesetzten U-Ring ausgebildet sein. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dagegen der Kolben 28 mit einer axial größeren Erstreckung versehen
und an seiner freien Stirnseite ist eine Vertiefung 32 eingearbeitet, in die ein ringförmiger Ventilsitz
33 eingeschraubt ist. Am Grunde der Vertiefung 32 stützt sich eine Schraubendruckfeder 34- ab, die
einen Ventilteller 35 gegen den Ventilsitz 33 drückt. Von der Vertiefung 32 führen Bohrungen 36 axial durch
den Kolben 28 hindurch.
Befindet sich das Ventilglied in der Betriebsstellung (Fig.2)
und wird stromab vom ablaufseitigen Anschluß 4 so viel Wasser gezapft, daß der Druckabfall in dem angeschlossenen,
nicht dargestellten Gerät eine bestimmte Größe
überschreitet, also ein bestimmter Differenzdruck zwischen dem zentralen Kanal 10 und dem Ringkanal 11 auftritt, dann reicht die auf den Ventilteller 35 ausgeübte Kraft aus, um diesen entgegen der Wirkung der
Schraubendruckfeder 34 von dem Ventilsitz 33 abzuheben. Dadurch kann Wasser unmittelbar vom zentralen Kanal 10 nicht nur über das Gerät sondern außerdem auch durch
den Spalt zwischen Ventilteller 35 und Ventilsitz 33
sowie die Bohrungen 36 hindurch zum Ringkanal 11 fließen. In der Umgehungsstellung des Ventilgliedes dagegen ist das Ventil 33, 35 ohne Punktion, da der durch die
Bohrungen 36 hindurch auf dem Ventilteller 35 wirkende Druck die durch die Schraubendruckfeder 34 erzeugte
Schließkraft noch erhöht.
überschreitet, also ein bestimmter Differenzdruck zwischen dem zentralen Kanal 10 und dem Ringkanal 11 auftritt, dann reicht die auf den Ventilteller 35 ausgeübte Kraft aus, um diesen entgegen der Wirkung der
Schraubendruckfeder 34 von dem Ventilsitz 33 abzuheben. Dadurch kann Wasser unmittelbar vom zentralen Kanal 10 nicht nur über das Gerät sondern außerdem auch durch
den Spalt zwischen Ventilteller 35 und Ventilsitz 33
sowie die Bohrungen 36 hindurch zum Ringkanal 11 fließen. In der Umgehungsstellung des Ventilgliedes dagegen ist das Ventil 33, 35 ohne Punktion, da der durch die
Bohrungen 36 hindurch auf dem Ventilteller 35 wirkende Druck die durch die Schraubendruckfeder 34 erzeugte
Schließkraft noch erhöht.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel begrenzt ist, sondern Abweichungen
davon möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Insbesondere können einzelne der
Erfindungsmerkmale für sich oder zu mehreren kombiniert Anwendung finden.
Claims (12)
1. Anschlußstück zum Einfügen in den Verlauf einer Wasserleitung mit je einem Anschluß zur Verbindung mit
der zuströmseitigen und der abströmseitigen Wasserleitung sowie mit einem seitlichen Flansch, in dem
zwei Leitungsabschnitte münden, die voneinander getrennt zu je einem der beiden Anschlüsse führen, und
mit einem einen Gegenflansch aufweisenden Anschlußzwischenstück, das mit einem anzuschließenden Gerät
verbindbar ist, wobei das Anschlußzwischenstück von den Mündungen der Leitungsabschnitte im seitlichen
Flansch zu Anschlüssen für ein Gerät führende Kanäle aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Anschlußzwischenstück
(2) ein Ventil (18, 19, 20, 23, 27, 28) mit zwei Ventilgliedern (27 und 28) untergebracht
ist, die in der einen Stellung (Betriebsstellung) die beiden Kanäle (10 und 11) voneinander
trennen und die in der anderen Stellung (Umgehungsstellung) den zulaufseitigen Kanal (10) mit dem ablauf
seitigen Kanal (11) verbinden und mindestens einen der Anschlüsse (15 und 16) für das Gerät dicht
von dem zugeordneten Kanal abtrennen.
2. Anschlußstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil als Kolbenschieberventil mit zwei
Kolben (27 und 28) ausgebildet ist.
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3. Anschlußstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kolben an einer gemeinsamen Kolbenstange
(23) angebracht sind.
4-. Anschlußstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die freie Stirnfläche des Kolbens (28) am Ende der Kolbenstange (23) in der Betriebsstellung dem zulauf
seitigen Kanal (10) zugekehrt ist.
5. Anschlußstück nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Kolbenstangeneinheit (23, 27
28) in der Betriebsstellung an einem Anschlag anliegt, der eine Bewegung in Richtung der auf die freie Stirnfläche
des Kolbens (28) am Kolbenstangenende wirkenden Kraft begrenzt.
6. Anschlußstück nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilsitz (19)| an dem
der am Kolbenstangenende angebrachte Kolben (28) in der Betriebsstellung dicht anliegt, sich im mittleren
Bereich einer Bohrung (17) befindet, in deren Endbereichen sich die Ventilsitze (18 und 20) befinden,
an denen die Kolben (27 und 28) in der Umgehungsstellung dicht anliegen.
7. Anschlußstück nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (23) abgedichtet
nach außen geführt und am äußeren Ende mit einem Betätigungsglied versehen ist.
8. Anschlußstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied ein Schwenkgriff (30) ist,
der in einer seiner Stellungen das Ventil in der Betriebsstellung verriegelt.
9. Anschlußstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkgriff (30) in einer anderen Stellung
die Bewegung des Ventiles in Richtung auf die Umgehungsstellung nach Erreichen dieser Stellung als
Anschlag begrenzt.
10. Anschlußstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der Leitungsabschnitte
(5 und 8) im Flansch (6) des Anschlußstückes (1) und der Kanäle (10 und 11) im Flansch (9)
des Anschlußzwischenstückes (2) jeweils konzentrisch zueinander sind, und daß die Teilung der die Flansche
(6 und 9) miteinander verbindenden Schrauben (12, 13) nicht mehr als 90° beträgt.
11. Anschlußstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zuströmseitigen
Kanal (10) und dem abströmseitigen Kanal (11) im Anschlußzwischenstück (2) ein Überdruckventil (33,
34-, 35) angeordnet ist.
12. Anschlußstück nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Überdruckventil in dem am Ende der Kolbenstange
(23) befindlichen Kolben (28) untergebracht
und als federbelastetes Rückschlagventil ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808028344U DE8028344U1 (de) | 1980-10-24 | 1980-10-24 | Anschlusstueck fuer wasserleitungen |
| AT0369381A AT374528B (de) | 1980-10-24 | 1981-08-25 | Anschlussstueck zum einfuegen in den verlauf einer wasserleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808028344U DE8028344U1 (de) | 1980-10-24 | 1980-10-24 | Anschlusstueck fuer wasserleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8028344U1 true DE8028344U1 (de) | 1981-02-12 |
Family
ID=6719973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19808028344U Expired DE8028344U1 (de) | 1980-10-24 | 1980-10-24 | Anschlusstueck fuer wasserleitungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT374528B (de) |
| DE (1) | DE8028344U1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3311763A1 (de) * | 1983-03-31 | 1984-10-04 | EPE Eppensteiner GmbH, 6834 Ketsch | Zweiwegeventil |
| DE10039496A1 (de) * | 2000-08-12 | 2002-02-28 | Judo Wasseraufbereitung | Anschlusszwischenstück für Wasserleitungen mit Bypass |
| DE102007010436A1 (de) | 2007-03-01 | 2008-09-04 | Judo Wasseraufbereitung Gmbh | Anschlusszwischenstück mit Bypass |
| ITPE20100008A1 (it) * | 2010-03-16 | 2011-09-16 | Technoservice Di Vespasiani Lanfranco | Modulo di scambio in linea sotto lavello per montaggio di sistemi di filtraggio dell'acqua denominato sf012 |
| DE102021121780A1 (de) | 2021-08-23 | 2023-02-23 | Hans Sasserath Gmbh & Co. Kg. | Anschlussanordnung mit Absperrung |
-
1980
- 1980-10-24 DE DE19808028344U patent/DE8028344U1/de not_active Expired
-
1981
- 1981-08-25 AT AT0369381A patent/AT374528B/de not_active IP Right Cessation
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| ITPE20100008A1 (it) * | 2010-03-16 | 2011-09-16 | Technoservice Di Vespasiani Lanfranco | Modulo di scambio in linea sotto lavello per montaggio di sistemi di filtraggio dell'acqua denominato sf012 |
| DE102021121780A1 (de) | 2021-08-23 | 2023-02-23 | Hans Sasserath Gmbh & Co. Kg. | Anschlussanordnung mit Absperrung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA369381A (de) | 1983-09-15 |
| AT374528B (de) | 1984-05-10 |
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