DE8021277U1 - Walzkopf eines Schrägsalzwerkes - Google Patents
Walzkopf eines SchrägsalzwerkesInfo
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Description
• t
PATENTANWÄLTE F.W. Hi&MiftJCH !.GfeRpj MOliLEEt · O- GROSSE ■ F. POLLMEIER
05. August 1980 8.2757 pr-spi
SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT, 4000 Düsseldorf 1
Walzkopf eines Schrägwalzwerkes
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Walzkopf eines Schrägwalzwerkes. Derartige Walzköpfe sind mit einer
gegen die Walzgutachse geneigt und fliegend gelagerten, gegen das Walzgut anstellbaren kegelförmigen Walze versehen,
deren Welle im Lagerkörper in zwei Radiallagern und einem Axiallager gelagert ist, wobei das Axiallager von einer
axial wirkenden Anstellvorrichtung abgestützt ist, und die Welle drehfest jedoch längsverschieblich mit dem sie antreibenden
Kegelrad verbunden ist. Schrägwalzwerke mit Walzköpfen dieser Art sind bekannt aus der DE-AS 16 02 153.
Zur axialen Verstellung der Walzen sind bei Walzwerken und den Walzköpfen vorgenannter Art besondere Verstellantriebe
notwendig, die in bisher bekanntgewordenen Bauarten nicht voll befriedigten.
So hat ·' sich das Spiel in den Verstellantrieben wegen der
dadurch bedingten Schläge in den Lagern und Antriebsteilen beim Anstich des Walzgutes als Nachteil herausgestellt und
auch durch hohe Bearbeitungsgenauigkeit lassen sich nachteilige Folgen nicht ganz ausschliessen. Die erforderliche
hohe Bearbeitungsgenauigkeit fällt besonders ins Gewicht, wenn die Forderung gestellt ist, die axiale Verstellung
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der Walzen von deren eigenem Drehantrieb abzuleiten, einerseits um einen besonderen Antrieb einzusparen und andererseits
um über das den Walzen gemeinsame Planetengetriebe eine absolut sichere Gleichmäßigkeit der axialen Anstellung
aller Walzen ebenso wie eine Anstellung einzelner Walzen gewährleisten zu können. Derartige Verstellantriebe sind
bekannt (DE-PS 20 09 867, DE-OS 27 48 770). Sie benutzen Verstellbuchsen, die mit einem Gewinde in der Bohrung
der Walzenwelle einsitzen und sich in der das Kegelrad für den Drehantrieb der Walzenwelle tragenden Hohlwelle
axial abstützen, wozu die Walzenwelle in der Hohlwelle des Kegelrades geführt sein muß. Der verwickelte Aufbau mit
vielen Einzelteilen und verschachtelten Lagerrungen vergrößert die Gefahr auftretenden Spiels.
Ziel der Erfindung ist es, bei baulicher Vereinfachung und Verringerung des Bearbeitungsaufwandes Spielfreiheit in
dem Verstellantrieb zu haben, um somit Schläge von den Lagern und Antriebsteilen fernzuhalten. Ausgehend von einem
Walzkopf der eingangs beschriebenen, durch die DE-AS 16 02 153 bekannten Bauart wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
zwei Muttergewinde gleicher Steigung vorzusehen, in denen gemeinsam drehbare Gewindebolzen einsitzen, deren einer
das Axiallager der Walzenwelle stützt, und deren anderer über ein Axialdrucklager die Walzenwelle in Walzdruckrichtung
unter Zwischenschaltung einer in ihrer Spannung einstellbaren Feder gegen das Axiallager der Walzenwelle
verspannt.
Es empfiehlt sich, die Gewindebolzen getrieblich, mit einem
gemeinsamen Drehantrieb derart zu verbinden, daß die Gewindebolzen gleichmässige, gleichgerichtete Axialbewegungen
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ausführen und dabei axial gegeneinander beweglich gehalten sind.
Soll die axiale Verstellung der Walzen von deren eigenem Drehantrieb abgeleitet werden, so ist die in Weiterbildung
des Erfindungsgegenstandes dadurch möglich, daß als gemeinsamer Drehantrieb eine Schiebemuffe vorgesehen ist,
die mit beiden Gewindebolzen drehfest, jedoch axial verschiebbar gekuppelt ist und ferner Kupplungszähne aufweist,
die durch Verschiebung der Muffe mit GegenkuppeIzahnen
eines an der Walzenwelle befestigten KupplungsStückes ein-
und ausrückbar sind.
Um eine ungewollte Drehung des Gewindebolzens und damit eine Veränderung der Anstellung auszuschließen, ist die
Schiebemuffe gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung mit einer, ein- und ausrückbaren Raste gegenüber dem Lagerkörper
versehen, die eingerückt die Drehung der Schiebemuffe sperrt. Zweckmäßig ist hierbei ein gemeinsames
Stellmittel derart vorzusehen, daß die Kupplung zwischen Schiebemuffe und Kupplungsstück an der Walzenwelle und
die Betätigung der Rast gemeinsam derart erfolgen, daß bei eingerückter Kupplung die Rast ausgerückt ist.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen
die Figur 1 einen Schnitt durch einen Walzkopf zu der die Figur 1a einen Ausschnitt in größerem Maßstab zeigt.
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Die Figur 2 zeigt einen der Figur 1a vergleichbaren Ausschnitt eines abgewande..en, im übrigen dem
Ausführungsbeispiel nach Figur 1 entsprechenden Ausführungsbeispiels. 5
In Figur 1 ist mit 1 eine keulenförmige Hohlwelle bezeichnet, mit deren verdickten Ende stirnseitig eine kegelförmige
Arbeitswalze 2 durch eine hier nicht näher beschriebene Befestigungsvorrichtung 4 lösbar verbunden und.
fliegend angeordnet ist. Nahe der Arbeitswalze 2 ist die Walzenwelle 1 mit einem Radiallager 3 im Lagerkörper 8 abgestützt.
Die Walzenwelle 1 durchdringt ein Antriebskegelrad 5 mit dem es durch eine Vielkeilverzahnung 6 drehfest
jedoch längsverschieblich verbunden ist. Das Antriebskegelrad 5 ist mit einem kegelförmigen Ansatz 5a verbunden und
über diesen mit einem Kegelrollenlager 7 sowie unmittelbar mit einem weiteren Kegelrollenlager 9 im Lagerkörper 8 abgestützt.
Das Antriebskegelrad 5 kämmt mit einem ebenfalls im Lagerkörper 8 gelagerten Kegelritzel 10, auf dessen
Welle 11 ein Zwischenrad 12 eines nicht dargestellten PIanetenradantriebes
des Walzkopfes befestigt ist.
Das das Antriebskegelrad 5 durchdringende Ende der Walzenwelle 1 stützt sich mit einem Absatz und einem auf dem Absatz
aufliegenden Druckring 18 über ein Axiallager, welches aus den Kegelrollen 13, einem inneren Ring 14 und
einem äusseren Ring 15 besteht, gegen einen Stützring 17 ab, der mit einem Gewinde 17a versehen einen Gewindebolzen
bildet, der in einer in das Lagergehäuse 8 eingepressten Gewinde-Hülse
19 drehbar einsitzt. In den äusseren Ring 15 des Axiallagers ist noch ein Radiallager 16 eingesetzt, welches
zusammen mit dem Radiallager 3 die Walzenwelle 1 radial stützt. Zur axialen Anstellung der Walzenwelle 1 mit
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der Walze 2 wird der Stützring 17 in der Hülse 19 gedreht.
In so weit entsprechen beide Ausführungsbeispiele einander.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 und 1a ist die axiale Verstellung der Walzen von deren eigenem Drehantrieb
abgeleitet. Hierzu ist, wie die Figur 1a als Ausschnitt aus der Figur 1 in größerem Maßstab zeigt, auf das
freie Ende der Walzenwelle 1 eine Kappe 20 aufgesetzt. Diese Kappe 20, die zugleich das Radiallager 16 auf dem Absatz .
der Walzenwelle 1 in axialer Richtung festlegt, ist auch drehfest mit der Walzenwelle 1 verbunden und mit einer
Stirnverzahnung 21 versehen. Mit der Stirnverzahnung 21 der Kappe 20 wirkt eine Stirnverzahnung 22 an einer Schiebemuffe
23 zusammen. Die Schiebemuffe 23 ist bei 24 drehfest jedoch axial verschieblich mit dem Stützring 17 für das
Axiallager (13, 14, 15) der Walzenwelle 1 verbunden. In Ausnehmungen des Stützringes 17 sind Druckfedern 25 eingesetzt,
die auf einen Flansch der Schiebemuffe 23 einwirken und die Stirnverzahnung 22 der Schiebemuffe 23 ausser Eingriff
mit der Stirnverzahnung 21 der Kappe 20 halten, über
einen Ringkolben 26, der in einem Zylinderkörper 27 einsitzt und mit einem über die Rohrleitung 28 zugeführten
hydraulischen Druckmittel beaufschlagbar ist, kann die Stirnverzahnung 22 der Schiebemuffe 23 in die Stirnverzahnung
22 der Kappe 20 gegen die Kraft der Druckfedern 25 eingerückt werden sodaß der Stützring 17 sich zur axialen
Verstellung der Walzenwelle 1 mit dieser dreht. Damit die Schiebemuffe 23 und mit ihr der Stützring 17 keine ungewollte
Drehung ausführen können, ist die Schiebemuffe^mit einer Aussenverzahnung 29 versehen, in die eine Rast 30
unter der Wirkung einer Feder 31 einrastet. Der Federteller ist als Kolben 32 ausgeführt, der in einer Bohrung des den
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Lagerkörper 8 abschliessenden Deckels 35 einsitzt. Mit der Beaufschlagung des Ringkolbens 26 über die Rohrleitung 28
wird zugleich über die Rohrleitung 33 der Kolben 32 beaufschlagt und damit die Rast 30 entriegelt.
5
Der Deckel 35 ist mit einem Muttergewinde 36 versehen, in dem ein mit einem Gewindebolzenteil versehener Lagereinsatz
37 einsitzt, der bei 38 drehfest jedoch axialverschieblich mit der Schiebemuffe 23 verbunden ist, sodaß .
sich der Lagereinsatz 37 zusammen mit dem Stützring 17 dreht, wobei die Gewinde am Lagereinsatz 37 und am Stützring 17
gleiche Steigung aufweisen und sich somit gleichsinnig und gleichmäßig axial bewegen. In den Lagereinsatz 37 ist ein
Lager 39 eingesetzt, das auf einem Zapfen 40 der Kappe 20 aufsitzt. Der Zapfen 40 ist mit einem Gewinde für eine
Mutter 41 versehen, mit der eine Feder 42 gegen das Lager 39 verspannt werden kann. Die Kraft der Feder 42 wirkt
einerseits über den Zapfen 40, die Kappe 20, die Walzenwelle 1, den Druckring 18, das Axiallager (13, 14, 15) auf
den Stützring 17 und andererseits über das Lager 39 auf den Lagereinsatz 37, wodruch die Walzenwelle 1 in Walzdruckrichtung
über das Axiallager (13, 14, 15) und den Stützring 17 gegen das Lagerkörper 8 spielfrei vorgespannt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 wird die axial Verstellung der Walzen von besonderen Antrieben vorgenommen.
Hierzu ist an jedem Walzkopf eine Schnecke 45 vorgesehen und die Schnecken 45 aller Walzköpfe eines Walzwerkes sind
mechanisch miteinander kuppelbar oder der Gleichlauf ihrer einzelnen Antriebsmotore ist durch elektrische Synchronschaltung
erreichbar. Die Schnecke 45 ist gemeinsam mit dem von ihr angetriebenen Schneckenrad 46 in dem Deckel
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des Lagergehäuses 8 gelagert. Die Bohrung des Schneckenrades 46, die mit einer Vielkeil-Innenverzahnung 48 versehen
ist, nimmt den mit einer entsprechenden Vielkeil-Aus senver zahnung versehenen Lagereinsatz 49 drehfest jedoch
axialverschiebbar auf. Der Lagereinsatz 49 ist mit einer weiteren Aussenverzahnung versehen, mit der er ebenfalls
drehfest und axialverschieblich in eine Innenverzahung 50 des Stützrings 17 eingreift, sodaß über die
Schnecke 45 und das Schneckenrad 46 der Lagereinsatz 49 und der Stützring 17 gemeinsam gedreht werden. Der Lagereinsatz
49 ist mit einem Gewinde 51 versehen als Gewindebolzen ausgeführt und sitzt in einem entsprechenden Muttergewinde
des Deckels 47 des Lagergehäuses 8 ein. Die Steigung des Gewindes 51 ist gleich der des Gewindes des Stützringes
17. In den Lagereinsatz 49 ist ein Lager 39' eingesetzt, das auf einem Zapfen 40' der Kappe 20' aufsitzt.
Der Zapfen 40' ist mit einem Gewinde für eine Mutter 41' versehen, mit der eine Feder 42" gegen das Lager 39' verspannt
werden kann. Die Kraft der Feder 42' wirkt einerseits über den Zapfen 40', die Kappe 20', die Walzenwelle
1, den Druckring 18, das Axiallager (13, 14, 15) auf den Stützring 17 und andererseits über das Lager 39' auf den
Lagereinsatz 49, wodurch die Walzenwelle 1 in Walzdruckrichtung über das Axiallager (13, 14, 15) und den Stützring
17 gegen den Lagerkörper 8 spielfrei vorgespannt wird.
Claims (5)
1. Walzkopf eines Schrägwalzwerkes mit gegen die Walzgutaxe
geneigt und fliegend gelagerter, gegen das Walzgut anstellbarer kegelförmiger Arbeitswalze, deren Welle im
Lagerkörper in zwei Radiallagern und einem Axiallager gelagert ist, wobei das Axiallager von einer axialwir- .
kenden Anstellvorrichtung abgestützt ist und wobei die Welle drehfest jedoch längsverschieblich mit dem sie antreibenden
Kegelrad verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in zwei Muttergewinden (19, 36 / 19, 51) gleicher Steigung gemeinsam drehbare Gewindebolzen (17, 37 / 17,
49) einsitzen, deren einer (17) das Axiallager (13, 14,
15) der Walzenwelle (1) stützt, und deren anderer (37 / 49) über ein Axialdrucklager (39 / 39') die Walzenwelle
(1) in Walzdruckrichtung unter Zwischenschaltung einer in ihrer Spannung einstellbaren Feder (42 / 42') gegen
das Axiallager (13, 14,15) der Walzenwelle (1) verspannt,
2. Walzkopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewindebolzen (17, 37 / 17, 49) getrieblich mit einem gemeinsamen Drehantrieb (23 / 49) derart verbunden
sind, daß die Gewindebolzen (17, 37 / 17, 49) gleichmäßige, gleichgerichtete Axialbewegungen ausführen
und dabei axial gegeneinander beweglich gehalten sind.
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3. Walzkopf nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Drehantrieb eine Schiebemuffe (23) vorgesehen ist, die mit beiden Gewindebolzen (17, 37) drehfest,
jedoch axial verschiebbar gekuppelt ist und ferner
Kupplungsζahne (22) aufweist, die durch Verschiebung
der Muffe (23) mit Gegenkuppelzähnen (21) eines an
der Walzenwelle (1) befestigten Kupplungsstückes (20) ein- und ausrückbar sind.
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10
4. Walzkopf nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schiebemuffe (23) mit einer ein- und ausrückbaren Raste (30) gegenüber dem Lagerkörper (8) versehen
ist, die eingerückt die Drehung der Schiebemuffe (23) sperrt.
5. Walzkopf nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung (21, 22) zwischen Schiebemuffe (23) und Kupplungsstück (20) an der Walzenwelle (1) und die
Betätigung der Rast (30) gemeinsam derart erfolgen, daß bei eingerückter Kupplung (21, 22) die Rast (30) ausgerückt
ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3030062 | 1980-08-08 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE8021277U1 true DE8021277U1 (de) | 1981-12-17 |
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ID=1327082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8021277U Expired DE8021277U1 (de) | 1980-08-08 | Walzkopf eines Schrägsalzwerkes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8021277U1 (de) |
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