DE8008576U1 - Innen- oder aussendruckbelasteter gelenkkompensator - Google Patents
Innen- oder aussendruckbelasteter gelenkkompensatorInfo
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Description
DIPL.-ING. R. LEMCKE
DR.-ING. H. J. BROMMER
KARLSRUHE 1
Witzenmann GmbH Metallschlauch-Fabrik Pforzheim Östliche Karl-Friedrich-Straße 134, 7530 Pforzheim
Innen- oder außendruckbelasteter Gelenkkompensator
Die Erfindung betrifft einen innen- oder außsndruckbelasteten, in einer Ebene oder allseits beweglichen
Gelenkkompensator für rohrförmige Durchtritte, beispielsweise
Rohrleitungen, wobei der Kompensator auf beiden Seiten endständig rohrförmige Anschlußflanschen
aufweist, die durch innerhalb oder außerhalb des Kompensators angeordnete Mittel gelenkig, ggf. kardanisch
miteinander verbunden sind, und wobei zwischen den Anschlußflanschen ein mit diesen dicht verbundenes,
allseits bewegungselastisches Element angeordnet ist.
-z-
Bei derartigen bekannten Kompensatoren ist das bewegungselastische
Element ein ringgewellter Balg aus Metall, Gummi oder Kunststoff, wobei die Materialwahl
von der Höhe des Druckes, den auftretenden Temperaturen, eventuell chemischen Einflüssen des anstehenden
Mediums etc. abhängig ist. Hat man es mit hohen Innen- oder Außendrücken zu tun, womit sich die Erfindung
nachfolgend befassen wird, so kommen lediglich Metallbälge in Frage.
Derartige Metallbälge sind verhältnismäßig teure und relativ steife Bauelemente. Aus Kostengründen versucht
man, sie so kurz wie möglich zu halten, wobei sie jedoch nur eine sehr geringe Winkelbeweglichkeit
zulassen. Ist eine größere Winkelbeweglichkeit gefordert, so müssen die Metallbälge entsprechend lang
ausgebildet werden, wodurch die Kosten des Kompensators in ganz erheblichem Maße beeinflußt werden.
Diese Beeinflussung ist vor allem auch durch den jeweils erforderlichen Balgdurchmesser gegeben, indem
Bälge größeren Durchmessers verhältnismäßig weniger Winkelbeweglichkeit zulassen und relativ teurer sind.
Aufgabe der Erfindung 1st es, einen Kompensator der vorstehend umrissenen Art so weiter auszubilden, daß
er insbesondere auch bei großen Durchmessern erhebliche Schwenkwinkel, beispielsweise von - 20°, ggf.
in alle Richtungen zuläßt und trotzdem auch bei hoher Innen- oder Außendruckbelastung vollständig sicher
abgedichtet ist. Dies soll zusätzlich in einer Form
geschehen, die bei eventuell auftretendem Verschleiß
auch in verhältnismäßig einfacher Weise einen Austausch des Dichtungselementes ermöglicht. Außerdem
soll das erfindungsgemäße Dichtungselement selbst und hinsichtlich der für seine Anbringung erforderlichen Maßnahmen einfach und damit kostengünstig sein.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich an die Anschlußflanschen je ein axial nach
außen gewölbter, zum Gelenk des Korapensators konzentrischer Kugelring anschließt, daß die Kugelringe
sich mit Abstand äquidistant um einen Winkelbetrag übergreifen, der wenigstens gleich dem maximalen Auslenkwinkel
des Kompensators gegenüber seiner gestreckten Stellung ist, daß im Raum zwischen den Kugelringen
ein U-förmiger Balg aus elastischem Material umlaufend und sich bis in den Bereich der Hälfte der gegenseitigen
Uberdeckung der Kugelringe erstreckend sowie mit seinen Schenkeln am jeweils benachbarten Kugelring
anliegend angeordnet ist, und daß der Balg mit den freien Enden seiner Schenkel an den Kugelringen festgelegt
ist, wobei der Innenquerschnitt des Balgprofils der Druckbelastung zugewandt ist.
Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es auch für einen hohem Druck ausgesetzten Kompensator möglich,
für das bewegungselastische Element nicht metallische Werkstoffe, insbesondere Gummi oder Kunststoff,
zu verwanden. Denn bezüglich der Druckaufnahme
liegt nunmehr eine Aufgabentei?ung vor zwischen dem
bewegungselastischen Element einerseits und den Kugelringen andererseits, indem das bewegungselastische
Element zum größten Teil an den Kugelringen bzw. sonstigen Wandungsteilen des Kompensator anliegt und
nur in dem kurzen Bereich der bogenförmigeH Verbindung der beiden U-Schenkel unabgestützt dem Druck j
ausgesetzt ist, der jedoch ganz erheblichen Druckbeanspruchungen standhält. Andererseits schaffen die
erfindungsgemäßen Maßnahmen einen Kompensator, der außerordentliche hohe Winkelbeweglichkeit hat, da das
bewegungselastische Element entlang den durch die Kugelringe gegebenen Wangen abrollen kann, ohne daß
sich die Verhältnisse der Beanspruchung des bewegungselastischen Elementes in irgendeiner Weise ändern
würden.
Zweckmäßigerweise kann der Balg mit den freien Enden seines U-Profils bis über die freien Enden der Flansche
aus dem Kompensator herausgeführt und dort festgelegt sein. Diese Festlegung würde für einen Rohrleitungskompensator
durch das Aneinanderschrauben der Kompensatorflanschen und der Rohrflanschen gegeben
sein.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß der Balg mit dem freien Ende eines seiner Schenkel an der
freien Kante des benachbarten Kugelringes und mit dem freien Ende des anderen Schenkels in bezogen auf die
Kompensatorachse etwa gleicher Höhe an dem diesem
ί ■ - 5-
Schenkel zugehörenden Kugelring festgelegt ist. Hier ist also das bewegungselastische Element so klein
wie möglich ausgebildet. Mit der freien Kante welches der beiden Kugelringe das zugehörende freie Ende des
bewegungselastischen Elementes verbunden wird, hängt davon ab, ob ein innen- oder außendruckbelasteter Kompensator
vorliegt.
Ein besonderer Anwendungsfall des Gegenstandes der Erfindung ergibt sich bei der Öl- und Erdgasförderung
in Seegebieten. Hier ist es bekannt, auf einem am Meeresboden angeordneten Fundamentkörper einen die
Wasseroberfläche überragenden Turm zu errichten, der gegenüber dem Fundamentkörper über ein Kugelgelenk
abgestützt ist. Dabei dient die Kugelgelenkabstützung in erster Linie dazu, den Turm mit den Meeresbewegungen
allseitig frei schwanken zu lassen, wobei Jedoch erhebliche Schwankungswinkel zugelassen sein
müssen. Außerdem hat das Kugelgelenk einen erheblichen Durchmesser von mehreren Metern, da es gleichzeitig
der Durchführung der Förderleitungen dient und im übrigen den Durchstieg von Personen zum Fundament für
Vartungsarbeiten etc. gestatten muß. Auf dieses an sich in bekannter Weise durch Gleitdichtungen abgedichtete
Kugelgelenk wirken erhebliche äußere Drücke, die trotz der geforderten hohen Schwenkwinkel sicher
abgedichtet sein müssen, insbesondere in der Weise, daß eine doppelte Abdichtung vorliegt, damit beim Ausfall
einer Dichtung die Sicherheit durch die andere Dichtung gewährleistet ist.
Dieser Fall betrifft also einen Kompensator der eingangs genannten Art in Ausbildung als außendruckbelastetes
Kugelgelenk mit einer Kugelschale und einer gegenständig auf diese aufgesetzten, die Kugelschale
weitgehend überfangenen Kugelhalbschale, deren Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser
der Kugelschale ist zur Belassung des Raumes für zwischen den Kugelschalen im Überdeckungsbereich
angeordnetes Dichtungsmaterial, wobei die Kugelschalen im Bereich ihrer einander gegenüberliegenden
Scheitel eine Öffnung mit je dem sich daran anschließenden rohrförmigen Flansch aufweisen und wobei die Kugelschalen
durch innen oder außen angeordnete Mittel kardanisch miteinander verbunden und gegeneinander
gedrückt sind.
Für diesen Fall ist es nach der Erfindung'zweckmäßig,
daß mit dem Außenmantel der Kugelschale in einem Abstand von der Vorderkante der Kugelhalbschale, der
mindestens dem Überdeckungsbereich von Kugelschale und Kugelhalbschale entspricht, ein die Kugelhalbschale
mit Abstand und äquidistant bis über die Hälfte des Uberdeckungsbereiches von Kugelschale und Kugelhalbschale
überfangender erster Kugelring verbunden ist, daß mit dem Außenmantel der Kugelhalbschale jenseits
des Überdeckungsbereiches von Kugelschale und Kugelhalbschale ein den ersten Kugelring mit Abstand
und äquidistant bis zur Höhe dessen Verbindung mit der Kugelschale überfangender zweiter Kugelring verbunden
ist, daß einerseits mit der freien Kante des
zweiten Kugelringes, andererseits mit der Befestigungsstelle des ersten Kugelringes an der Kugelhalbschale
der U-förmige Balg aus elastischem Material mit den freien Enden seiner Schenkel befestigt ist
und daß der Balg sich um ias Kugelgelenk umlaufend in den Raum zwischen erstem und zweitem Kugelring bis
in den Bereich der Hälfte deren gegenseitiger Uberdeckung erstreckt sowie mit seinen Schenkeln an dem
jeweils benachbarten Kugelrrng anliegt.
Für die Ausbildung des Balges ist es vorteilhaft, ihn als gewebeverstärkten Kunststoffbalg vorzusehen,
wobei zweckmäßigerweise das Gewebe auf der der Druckbeaufschlagung abgewandten Seite des Balges angeord- \
net ist oder in das Kunststoffmaterial des Balges \ eingebettet ist. '
Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsformen der Erfindung, die auf der Zeichnung dargestellt sind. In der Zeichnung
zeigen:
j Fig. 1 einen allseits beweglichen, innendruck-
belasteten Gelenkkompensator für eine Rohrleitung, teilweise geschnitten;
Fig. 2 den Gelenkkompensator gemäß Fig. 1 mit
verschiedenen Ausbildungen und Anordnungen des U-förmigen Balges gemäß der Erfindung
und
Fig. 3 ein doppelt abgedichtetes Kugelgelenk nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen allseits beweglichen Gelenkkompensator mit auf beiden Seiten endständigen Anschlußstutzen
1 und 2, die über Jeweils um 180° versetzt angeordnete Anker 3, 4 bzw. 5, 6 und einen zwischen
diesen in der Längsmitte des !Compensators drehbar angeordneten Ring 7 in bekannter Weise kardanisch allseits
schwenkbar miteinander verbunden sind..
Zwischen die Rohrstutzen 1 und 2 sind über Flansche bzw. 9 nach außen gewölbte Kugelringe 10 bzw. 11 eingesetzt,
die zum auf der Kompensatorachse 12 liegenden Schwenkpunkt konzentrisch sind und sich äquidistant
übergreifen, wobei zwischen ihnen ein Spalt 13 einer gewissen Breite gebildet ist. Die Kugelringe
und 11 übergreifen sich um einen Betrag, der wenigstens den maximalen Winkelbetrag betrifft, um den der
Kompensator auslenkbar sein soll.
In den Spalt 13 ist umlaufend als Dichtungselement ein ü*-förmiger Balg 14 eingesetzt, der mit seinen
Profilschenkeln an den durch die Ringe 10 bzw. 11 gebildeten Wandungen anliegt und in den Spalt 13 sich
um einen Betrag hineinerstreckt, der größer ist als der halbe Auslenkwinkel des Kompensators. Bei diesem
Fall eines innendruckbelasteten Kompensators ist der Balg mit seinem einen freien Schenkel an der freien
Kante des Kugelringes 11 befestigt, während er mit seinem anderen freien Schenkel an der Innenwand des
Kugelringes 10 etwa in radial gleicher Höhe festgelegt ist.
Fig. 2 zeigt einen Kompensator ähnlich Fig. 1 ohne die Gelenkverbindung der die Kugelringe 15, 16 einstückig
verbunden tragenden Anschlußflansche 17, 18 im Schnitt. Dabei ist der Balg 19 auf der rechten
Seite ähnlich Fig. 1 befestigt, wobei nur zur leichteren Befestigung des mit dem Kugelring 15 verbundenen
Schenkels des Balges 19 dort der Kugelring 15 eine frei nach innen vorstehende Verlängerung 20
aufweist.
Die linke Hälfte von Fig. 2 zeigt einen Balg 21, der mit seinen Schenkeln bis aus den Rohrstutzen 17, 18
heraus auf die Anschlußflansche 22, 23 geführt ist, wo er beim Anschluß der nicht dargestellten Rohrenden
festgeklemmt und damit festgelegt wird. Auch hier liegt ein Kompensator mit Innendruckbelastung vor.
Die anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Kompensatoren erlauben eine sehr große Winkelbeweglichkeit,
ohne daß über den Winkelbewegungsbereich eine Änderung der Belastung des Balges 14 bzw. 21 stattfindet.
Der Balg liegt mit seinen Schenkeln an den Kugelringen an und ist dadurch gegen den auf ihn einwirkenden Druck
dort abgestützt. Lediglich der kurze, bogenförmige Übergang zwischen den Schenkeln muß dem Innendruck
allein standhalten, wobei Jedoch wegen der Kürze dieses bogenförmigen Überganges eine erhebliche Druckbelastung
auch bei gummielastischem Material möglich ist.
1)13
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Fig. 3 zeigt ein Kugelgelenk mit einer Kugelschale 30, auf die eine Kugelhalbschale 31 aufgesetzt ist. Zwischen
den beiden Kugelschalen bleibt im Überdeckungsbereich ein freier Spalt, der mit einer Dichtung 32
gefüllt ist.
Die Kugelschalen 30 und 31 haben im Bereich ihrer einander gegenüberliegenden Scheitel eine Öffnung 33
bzw. 34, an die sich je ein Flansch 35 bzw. 36 anschließt.
Die Kugelschalen sind kardanisch über ein Kugelgelenk 37 miteinander verbunden, an dem einerseits
eine Stange 38 und andererseits Stützen 39 angelenkt sind, die ihrerseits gegen jeweils benachbarte
Bauteile 40, 41 in nicht dargestellter Weise abestützt sind und dadurch die Kugelschalen 30 und 31
gegeneinander drücken. Im dargestellten Beispiel sind die benachbarten Bauteile ein Sockel 40 und ein über
das Kugelgelenk darauf abgestützter Fuß 41 eines Arbeitsturmes zur ErOd- bzw. Erdgasgewinnung.
Mit dem Außenmantel der Kugelschale 30 ist ein Kugelring 42 verbunden, wobei der Abstand von der Unterkante
der Kugelhalbschale 31 so gewählt ist, daß er mindestens dem halben Überdeckungsbereich zwischen
Kugelschale 30 und Kugelhalbschale 31 entspricht und
somit der Kugelhalbschale 31 die genügende Schwenkbewegungsfreiheit
läßt.
Mit der Kugelhalbschale 31 ist ein Kugelring 43 verbunden, wobei dessen Verbindungsstelle mit der Kugel-
·ι ι
ι·
ι·
halbschale 31 oberhalb des Uberdeckungsbereich.es zwischen Kugelschale 30 und Kugelhalbschale 31 liegt.
Auch die in Verbindung mit der vertikalen Bemessung des Kugelringes 42 zu dem Zweck, dem Gelenk die erforderliche
Bewegungsfreiheit zu lassen.
Die Kugelringe 42 und 43 überfangen die Kugelschalen äquidistant und haben zwischen sich einen größeren
Abstand. Dieser erlaubt die Anordnung eines U-förmigen Dichtungsbalges 44, der in den Raum zwischen Kugelring
42 und Kugelring 43 eingesetzt ist. Seine freien Enden sind einerseits mit der Befestigungsstelle des
Kugelringes 42 an der Kugelschalge 30 und andererseits mit dem freien Ende des Kugelringes 43 verbunden.
Die Verbindung kann beispielsweise über umlaufende Befstigungsringe 45 und 46 gegeben sein, die an den
angegebenen Stellen einerseits mit dem Kugelring und andererseits mit dem Kugelring 43 unter Zwischenlage
des Dichtungsbalges 44 verschraubt sind.
Der Dichtungsbalg 44 stützt sich im wesentlichen, nämlich mit den Schenkeln seines U-förmigen Profils,
unter der Wirkung des in diesem Falle anstehenden Auflendruckes gegen die Kugelringe 42 und 43 ab, so
daß nur der die Schenkel verbindende, bogenförmig verlaufende Teil allein den Außendruck zu tragen hat.
Bei Schwenkbewegungen des Kugelgelenkes kann der Dichtungsbalg 44 sich zwischen den Kugelringen 42 und
abrollen, ohne die Schwenkbewegungen des Kugelgelenkes zu behindern oder durch die Schwenkbewegungen eine
nennenswerte zusätzliche Beanspruchung zu erfahren.
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- 12 -
Zweckmäßigerweise ist bei allen beschriebenen Ausführungsformen
der Dichtungsbalg aus gewebeverstärktem Kunststoff hergestellt, wobei das Gewebe auf der außandruckabgewandten
Seite des Balges angeordnet sein kann oder aber in das Balgmaterial eingebettet ist.
Bei einem Defekt des Dichtungsbalges 44 läßt sich dieser von außerhalb des Kugelgelenkes lediglich
durch Fortnahme der Ringe 46 und 46 in einfacher Weise entfernen und durch einen neuen Dichtungsbalg ersetzen,
der vor dem Aufbau des im Zusammenhang mit Fig. 3 erwähnten Arbeitsturmes um den Flansch 6 in
Reserve gelegt worden ist. Damit sind weitere Montagearbeiten am Kugelgelenk oder im Bereich des Kugelgelenkes
nicht erforderlich.
Claims (7)
1. Innen- oder außendruckbelasteter, in einer Ebene oder allseits beweglicher Gelenkkompensator für rohrförraige
Durchtritte, beispielsweise Rohrleitungen, wobei der Kompensator auf beiden Seiten endständig rohr-
förmige Anschlußflansche od. dgl. aufweist, die durch innerhalb
oder außerhalb des Kompensators angeordnete Mittel gelenkig, ggf. kardanisch miteinander verbunden
sind, und wobei zwischen den Anschlußflanschen ein mit diesen dicht verbundenes, allseits bewegungselastisches
Element angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß sich an die Anschlußflansche (1, 2; 17, 22, 18, 23; 35,
36) je ein axial nach außen gewölbter, zum Gelenk des
Kompensators konzentrischer Kugelring (10, 11; 15,
16; 42, 43) anschließt, daß die Kugelringe sich mit Abstand äquidistant um einen Winkelbetrag übergreifen,
der wenigstens gleich dem maximalen Auslenkwinkel des Kompensators gegenüber seiner gestreckten Stellung
ist, daß im Raum (13) zwischen den Kugelringen ein U-förmiger Balg (14, 19, 21, 44) aus elastischem
Material umlaufend und sich bis in den Bereich der Hälfte der gegenseitigen Uberdeckung der Kugelringe
erstreckend sowie mit seinen Schenkeln am Jeweils benachbarten Kugelring anliegend angeordnet ist, und
daß der Balg mit den freien Enden seiner Schenkel an
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den Kugelringen festgelegt ist, wobei der Innenquerschnitt des Balgprofils der Druckbelastung zugewandt
ist.
2. Kompensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Balg (21) mit den freien Enden seines
U-Profils bis über die freien Enden der Flansche (17,
22, 18, 23) aus dem Kompensator herausgeführt und dort festgelegt ist.
3. Kompensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Balg (14, 19, 44) mit dem freien Ende eines seiner Schenkel an der freien Kante des benachbarten
Kugelringes (11, 16) und mit dem freien Ende des anderen Schenkels in bezogen auf die Kompensatorachse
etwa gleicher Höhe an dem diesem Schenkel zugehörenden Kugelring (10, 15) festgelegt ist.
4. Kompensator nach Anspruch 1 in Ausbildung als außendruckbelastetes
Kugelgelenk mit einer Kugelschale und einer gegenständig auf diese aufgesetzten, die Kugelschale weitgehend überfangenden Kugelhalbschale, deren
Innendurchmesser geringfügig gröer als der Außendurchmesser der Kugelschale ist größer als der Außendurchmesser
der Kugelschale ist zur Belassung des Raumes für zwischen den Kugelschalen im Überdeckungsbereich
angeordnetes Dichtungsmaterial, wobei die Kugelschalen im Bereich ihrer einander gegenüberliegenden
Scheitel eine Öffnung mit je dem sich daran anschließenden, rohrförmigen Flansch aufweisen und
wobei die Kugelschalen durch innen oder außen angeordnete Mittel kardanisch miteinander verbunden und
gegeneinander gedrückt sind, dadurch gekennzeichnet,
- 3
daß mit dem Außenmantel der Kugelschale (30) in einem f
Abstand von der Vorderkante der Kugelhalbschale (31), j
der mindestens dem Überdeckungsbereich von Kugelschale \
und Kugenhalbschale entspricht, eindie Kugelhalbschale j
mit Abstand äquidistant bi " über die Hälfte des Über- |
deckungsbereiches von Kugelschale und Kugelhalbschale f
überfangender ersten Kugelring (42) verbunden ist, Ϊ
daß mit dem Außenmantel der Kugelhalbschale (31) Jen- \
seits des Überdeckungsbereiches von Kugelschale und j
Kugelhalbschale ein den ersten Kugelring mit Abstand |
und äquidistant bis zur Höhe dessen Verbindung mit |
der Kugelschale überfangender zweiter Kugelring (43) \
verbunden ist, daß einerseits mit der freien Kante I
des zweiten Kugelringes, andererseits mit der Befe- \
stigungsstelle des ersten Kugelringes an der Kugel- J
schale der U-förmige Balg (44) aus elastischem Mate- \
rial mit den freien Enden seiner Schenkel befestigt ;,
ist und daß der Balg sich um das Kugelgelenk umlau- i
fend in den Raum zwischen erstem und zweitem Kugel- \
ring bis in den Bereich der Hälfte deren gegensei- ■
tiger Überdeckung erstreckt sowie mit seinen Sehen- ,
kein an dem jeweils benachrten Kugelring anliegt. |
5. Kompensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- \
net, daß der U-förmige Balg ein gewebeverstärkter \
Kunststoffbalg ist. \
6. Kompensator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe auf der der Druckbeaufschlagung
-U-
abgewandten Seite des Balges angeordnet ist.
7. Kompensator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe in das Kunststoffmaterial des
Balges eingebettet ist.
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Priority Applications (1)
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| DE19808008576 DE8008576U1 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Innen- oder aussendruckbelasteter gelenkkompensator |
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| DE19808008576 DE8008576U1 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Innen- oder aussendruckbelasteter gelenkkompensator |
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| DE8008576U1 true DE8008576U1 (de) | 1980-07-03 |
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| DE19808008576 Expired DE8008576U1 (de) | 1980-03-28 | 1980-03-28 | Innen- oder aussendruckbelasteter gelenkkompensator |
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1980
- 1980-03-28 DE DE19808008576 patent/DE8008576U1/de not_active Expired
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