[go: up one dir, main page]

DE800663C - Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Info

Publication number
DE800663C
DE800663C DEP50977A DEP0050977A DE800663C DE 800663 C DE800663 C DE 800663C DE P50977 A DEP50977 A DE P50977A DE P0050977 A DEP0050977 A DE P0050977A DE 800663 C DE800663 C DE 800663C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rhodanide
guanidine
production
hydrogen sulfide
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP50977A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Phil Grosskinsky
Helmut Dr-Ing Umbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Bergwerksverband GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bergwerksverband GmbH filed Critical Bergwerksverband GmbH
Priority to DEP50977A priority Critical patent/DE800663C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE800663C publication Critical patent/DE800663C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 27. NOVEMBER 1950
P 5°977 IVc112 0 D
Es ist bekannt, Guanidinrhodanid durch mehrstündiges Erhitzen von Ammoniumrhodanid auf Temperaturen von etwa 180 bis 190 ° herzustejlen:
NH2-HCNS
2NH1CNS ^ CNH
NH,
H, S. (1)
Man hat ferner schon vorgeschlagen, zur Verbesserung der Ausbeute diese Wärmebehandlung in einem Ammoniakstrom durchzuführen.
Dies Verfahren zeigt jedoch den Übelstand, daß sich bei der Umsetzung nach (1) verschiedene Nebenreaktionen abspielen; insbesondere reagiert ein großer Teil des Rhodanammoniums mit dem Schwefelwasserstoff unter Bildung von Schwefelkohlenstoff und Ammoniak:
H2S + NH4CNS ^ CS2+ 2 NH3 .
(2)
Beide Produkte entweichen gemeinsam mit dem bei der eigentlichen Umsetzung gebildeten Schwefelwasserstoff, wodurch die Ausbeute an Guanidinrhodanid erheblich verringert wird.
Es wurde nun gefunden, daß man die Ausbeute wesentlich erhöhen kann, wenn man die Wärmebehandlung des Ammoniumrhodanids in gi schlossen em Gefäß vornimmt. Hierbei tritt infolge der gebildeten gasförmigen Nebenprodukte eine allmähliche Drucksteigerung ein, durch welche die Reaktion (2) rückläufig gemacht wird, so daß im wesentlichen als
gasförmiges Nebenprodukt nur Schwefelwasserstoff entsteht, den man von Zeit zu Zeit durch Abblasen entfernt. Der Druck kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, beispielsweise zwischen 5 bis 50 Atm. Zur Unschädlichmachung des Schwefelwasserstoffs oder eines Teils desselben kann man in dem Reaktionsgefäß auch eine schwefelwasserstoffbindende Substanz, wie z.B. Eisenoxydhydrat, unterbringen.
Dieses neue Verfahren zeigt gegenüber dem älteren, drucklos arbeitenden nicht nur den Vorteil einer vermehrten Ausbeute, sondern es macht auch den Zusatz von Ammoniak entbehrlich. Führt man dagegen während der Druckerhitzung des Ammoniumrhodanids Ammoniak und außerdem Schwefelkohlenstoff in das System ein, so kann man, da diese sich nach (2) zu Ammoniumrhodanid — je nach dem Druck — umsetzen, den Vorrat an letzterem während des Betriebes ergänzen und auf diese Weise solchen Schwefelkohlenstoff, der in gewissen Betrieben als nicht oder nur schlecht verwendbares Nebenprodukt anfällt, über das Ammoniumrhodanid hinweg auf Guanidinrhodanid verarbeiten.
Zur Durchführung des Verfahrens haben sich mit sävirefcster Emaille ausgekleidete Metallgefäße (Eisen) am besten bewährt.
Ausführungsbeispiel
100 Gewich tsteile Rhodanammonium werden in einem druckfesten Gefäß geschmolzen und unter zeitweisem Abblasen des abgespaltenen Schwefelwasserstoffs 30 Stunden lang auf etwa 1900 erhitzt. Man erhält 75 Gewichtsteile Rohschmelze, die zu 90% aus Guanidinrhodanid, 4,5 % Ammonrhodanid und 2,7% Thioharnstoff besteht. Als Nebenprodukte entstehen 23-Gewichtsteile H2 S und je etwa ι Gewichtsteil CS2 und NH3. Die Ausbeute an Guanidinrhodanid beträgt somit 870Ai der theoretischen. Nach dem Umkristallisieren aus Wasser erhält man das Guanidinrhodanid in einem Reinheitsgrad von 98 bis 99"'«.
Führt man das Verfahren unter sonst gleichen Bedingungen ohne Druck aus, so erhält man aus 100 Teilen Ausgangsmaterial selbst bei Einleiten von Ammoniak nur 61 Teile Rohschmelze und, wenn man das Einleiten von Ammoniak unterläßt, sogar nur 52 Teile Rohschmelze; beide Rohschmelzen haben qualitativ und quantitativ etwa die gleiche chemische Zusammensetzung wie die beim Druckverfahren erhaltene Schmelze.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid durch Wärmebehandlung von Ammoniumrhodanid, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wärmebehandlung in geschlossenem Gefäß unter Druck bei zeitweiligem Abblasen des abgespaltenen Schwefelwasserstoffs durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Druckerhitzung in Gegenwart schwefelwasserstoffbindender Stoffe vornimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man während der Druckerhitzung Schwefelkohlenstoff und Ammoniak in das Reaktionsgefäß einführt.
© 2600 U.
DEP50977A 1949-08-04 1949-08-04 Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid Expired DE800663C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50977A DE800663C (de) 1949-08-04 1949-08-04 Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP50977A DE800663C (de) 1949-08-04 1949-08-04 Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE800663C true DE800663C (de) 1950-11-27

Family

ID=7384772

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP50977A Expired DE800663C (de) 1949-08-04 1949-08-04 Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE800663C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2700056A (en) * 1949-08-03 1955-01-18 Grosskinsky Otto Procerss for producing guanidine thiocyanate
DE963421C (de) * 1953-09-29 1957-05-09 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid
DE1019291B (de) * 1956-01-25 1957-11-14 Bergwerksverband Gmbh Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2700056A (en) * 1949-08-03 1955-01-18 Grosskinsky Otto Procerss for producing guanidine thiocyanate
DE963421C (de) * 1953-09-29 1957-05-09 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid
DE1019291B (de) * 1956-01-25 1957-11-14 Bergwerksverband Gmbh Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE800663C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid
DE2114769C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Katalysators für die Ammoniaksynthese
DE1249275B (de) Verfahren zur Herstellung von Nitrilo - tris - methylenphosphonsaure
DE971237C (de) Verfahren zur Herstellung von als hochaktiver Fuellstoff fuer Kautschuk und andere Elastomere geeigneten Erdalkali- oder Erdmetallsilicaten
DE1272906B (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxysulfid
DE555540C (de) Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen
DE949571C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat, insbesondere fuer Duengezwecke
DE914852C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid
DE940823C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfamat
AT332879B (de) Verfahren zur herstellung von melon
DE1112727B (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrachlorkohlenstoff durch Erhitzen von Phosgen
DE729069C (de) Herstellung von Cadmiumrot
DE2163711C3 (de) Verfahren zur Herstellung sulfathaltiger, basischer Aluminiumchloride
DE832882C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfamid
DE2720911A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-hexyl-carboran
DE131245C (de)
DE717911C (de) Verfahren zur Aufspaltung von komplexe Metall-Cyan-Verbindungen enthaltendem Cyanschlamm
DE956046C (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylamin und kernalkylsubstituierten Diphenylaminen
DE812549C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinsalzen
DE2443277C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylamin
DE509935C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanwasserstoff bzw. Cyanprodukten durch Oxydation von Rhodanammonlaugen mit Salpetersaeure
DE602999C (de) Verfahren zur Herstellung von Ameisensaeure durch Umsetzen von Natriumformiat mit Salpetersaeure
AT58408B (de) Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen.
DE2119537C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff
DE125388C (de)