DE8004014U1 - Vorrichtung zur auswechselbaren halterung eines abstreifers eines werkzeugs an einem werkzeugtraeger einer metallbearbeitungsmaschine und werkzeug zur auswechslung des abstreifers - Google Patents
Vorrichtung zur auswechselbaren halterung eines abstreifers eines werkzeugs an einem werkzeugtraeger einer metallbearbeitungsmaschine und werkzeug zur auswechslung des abstreifersInfo
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Description
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Akten-Nr: 2904/6 D-3353 Bad Gandersheim, 14. Februar 1980
C. Behrens AG
Vorrichtung zur auswechselbaren Halterung eines Abstreifers eines Werkzeugs an einem
Werkzeugträger einer Metallbearbeitungsmaschine und Werkzeug zur Auswechslung des
Abstreifers
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur auswechselbaren Halterung eines Abstreifers eines Werkzeugs
an einem Werkzeugträger einer Metallbearbeitungsmaschine, insbesondere an einem/\einer Revolverschneidpresse, mit
einem an der Unterseite des Werkzeugträgers angeordneten Abstreiferschuh, in dem der Abstreifer lösbar gehalten ist,
sowie auf ein Werkzeug zur Auswechslung eines Abstreifers zur Verwendung an einer Vorrichtung dieser Art.
Die in Metallbearbeitungsmaschinen und insbesondere in Revolverschneidpressen benutzten Werkzeuge bzw. Werkzeugsätze
bestehen im allgemeinen aus Matrize, Stempel und Abstreifer. Bei Revolverschneidpressen ist es übli.ch, die
Abstreifer direkt unter die als Oberteller dienenden Revolverteller zu schrauben oder, wenn es sich um federnde
Abstreifer handelt, diese Abstreifer in sogenannten Abstreiferschuhen aufzunehmen. Auf eine solche Anordnung an
Werkzeugträgern bezieht sich die Erfindung. Bei den bekannten Abstreiferschuhen handelt es sich im allgemeinen
um Stahlplatten mit entsprechenden Ausnehmungen zur lösbaren
Aufnahme der Abstreifer. Bei den bekannten Vorrichtungen der eingangs angegebenen Art werden die Abstreifer
in den Abstreiferschuhen durch Klemmschrauben gehalten. Beim Auswechseln der Abstreifer ist somit erhebliche Mon-
JO tagearbeit und damit ein relativ hoher Zeitaufwand erforderlich.
Außerdem besteht bei diesen bekannten Anordnungen die Gefahr, daß sich die Klemmschrauben durch die Erschütterungen
beim Arbeiten der Maschine lösen und die Abstreifer herunterfallen können.
Rö/Hu
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine besondere auswechselbare Halterung der eingangs angegebenen
Art zu schaffen, die es ermöglicht, bei einfacher Bauweise der Vorrichtung die Abstreifer ohne langwierige Arbeiten
und insbesondere ohne Schrauboperationen schnell zu lösen und sicher zu befestigen, insgesamt also den Auswechslungsvorgang
wesentlich zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Dies wird nach der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen.Art vor allem dadurch erreicht,
daß der Abstreifer in einer zur Peripherie des Werkzeugträgers, insbesondere des Revolvertellers, gerichteten,
nach unten und zur Peripherie hin offenen Aufnahmeausnehmung des Abstreiferschuhs durch Einschieben in einer
Ebene senkrecht zur Werkzeuglängsachse gegen eine Anschlagwandung formschlüssig gehalten und durch ein gegen
Federwirkung in Richtung auf den Werkzeugträger oder Revolverteller auslenkbares Rastglied arretierbar ist, dessen
Rastfläche sich in der Betriebsstellung gegen eine Rastkante auf der von der Anschlagwandung abgewandten
Rückwand des Abstreifers anlegt. Hierdurch ist es möglich, durch einen einfachen Einschieb- oder Ausziehvorgang
den Abstreifer in den Abstreiferschuh einzusetzen
bzw. herauszunehmen und über die formschlüssige Halterung einerseits sowie das Rastglied andererseits sicher zu befestigen,
ohne daß es irgendwelcher zusätzlicher Montagearbeiten und insbesondere zusätzlicher Schraubarbeiten bedürfte.
Beim Einschieben wird das Rastglied selbsttätig gegen die Federwirkung ausgelenkt und rastet dann ebenfalls
selbsttätig bei Erreichen der Betriebsstellung gegen die Rastkante ein. Zur Herausnahme des Abstreifers ist
es lediglich erforderlich, durch geeignete Maßnahmen das Rastglied in Richtung auf den Werkzeugträger oder Revolversteller
auszulenken, wonach der Abstreifer einfach aus der Aufnahmeausnehmung herausgezogen werden kann. Diese Einschieb-
bzw. Ausziehvorgänge können leicht von der Peri-
pherie des Werkzeugträgers oder Revolvertellers her ausgeführt
werden.
Zur Erreichung eines einfachen Formschlusses mit einfacher Einschieb- und Herausziehbewegung ist es zweckmäßig,
wenn in Ausgestaltung der Erfindung der Abstreifer für seinen Formschluß mit dem Abstreiferschuh mit in Einschiebrichtung
profilierten Seitenwänden versehen ist, die beim Einschieben mit den komplementär geformten Seitenwänden
der Aufnahmeausnehmung des Abstreiferschuhs in Eingriff kommen. Die Profilierungen in Einschiebrichtung bzw. in
Längsrichtung des Abstreifers und komplementär dazu der Seitenwände der Aufnahmeausnehmung können je nach dem Anwendungsfall
gestaltet werden. Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung
der Abstreifer senkrecht zur Einschiebrichtung einen sich zum Werkzeugträger oder Revolverteller hin
kontinuierlich oder stufenförmig verbreiternden Querschnitt
aufweist und die zugeordneten Seitenwände der Aufnahmeausnehmung des Abstreiferschuhs komplementär geformt sind.
Hierdurch kann eine formschlüssige Verbindung nach Art
einer Schwalbenschwanzverbindung oder auch eine stufenförmige Verbindung geschaffen werden, die eine Verbreiterung
zum Werkzeugträger oder Revolverteller hin mit sich bringt und daher eine besonders sichere Halterung des Abstreifers
ermöglicht, zugleich aber einen einfachen Einschieb- und Herausziehvorgang.
Um den zur Verfügung stehenden Platz unterhalb des Werkzeugträgers bzw. des Revolvertellers, insbesondere
des oberen Revolvertellers, für die Abstreifer optimal nutzen zu können, wird in weiterer Ausbildung der Erfindung
zweckmäßig der Abstreifer in Einschiebrichtung im wesentlichen trapezförmig miteinander zu seiner vorderen
Anschlagfläche hin nähernden Seitenwänden ausgebildet. Dies fördert auch den Auswechslungsvorgang in Bezug auf
die geschilderte formschlüssige Verbindung und stellt
sicher, daß der Form-
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Schluß erst dann endgültig erreicht wird, wenn der Abstreifer vollständig in den Abstreiferschuh eingeschoben
ist, also seine Anschlagfläche sich an der Anschlagwandung der Aufnahmeausnehmung im Abstreiferschuh
anlegt.
Eine hinsichtlich der Verriegelung des Abstreifers
im Abstreiferschuh besonders zweckmäßige Bauform wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht,
daß das Rastglied als eine im Abstreiferschuh gelagerte, federbeaufschlagte Sperrklinke ausgebildet ist. Eine
solche Sperrklinke läßt sich leicht manuell oder mit einfachen Bauteilen auslenken und führt zu einer sicheren
Verrastung an der Rastkante des Abstreif ers>. Zweckmäßig
ist dabei die Auslenkbewegung der Sperrklinke gegen den Abstreifar durch eine Anschlagnase begrenzt, die in der
Betriebsstellung auf einem Ansatz am Abstreiferschuh oberhalb der Rastkante aufliegt.
Für eine sichere Handhabung des Abstreifers während des AuswechslungsVorgangs ist es ferner zweckmäßig, wenn
unterhalb der Rastkante des Abstreifers eine Ausnehmung zur Aufnahme eines das Rastglied bzw. die Sperrklinke in
die Freigabestellung auslenkenden Betätigungsglieds angeordnet ist. Dies fördert die Bewegung der Sperrklinke in
die Freigabestellung und kann zugleich zu einem Erfassen des Abstreifers für den AuswechslungsVorgang dienen.
Die Erfindung ist auch gerichtet auf ein Werkzeug zum Auswechseln eines Abstreifers zur Verwendung an der
geschilderten erfindungsgemäßen Halterungsvorrichtung. Dieses Werkzeug nach der Erfindung ist im wesentlichen dadurch
gekennzeichnet, daß an dem vorderen Ende oder den vorderen Enden eines Griffteils eine Auflagefläche für
die Unterseite des Abstreifers und ein gegen den Abstreifer
gerichteter Vorsprung angeordnet sind, der sich beim Anlegen an den Abstreifer gegen das Rastglied bzw.
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die Sperrklinke legt und dieses bzw. diese in die ausgelenkte Freigabestellung bewegt. Dieses Werkzeug dient
also einerseits zur Entriegelung des Rastglieds oder der Sperrklinke und andererseits zugleich zur Erfassung des
Abstreifers, so daß mit diesem Werkzeug der Abstreifer
einfach herausgezogen bzw. eingeschoben werden kann, ohne daß weitere Bedienungsvorgänge notwendig wären. Das Werkzeug
kann außerordentlich einfach gestaltet sein.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist dieses Werkzeug nach der Erfindung ergänzend dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagefläche und der Vorsprung gemeinsam an einem Ende des Griffteils angeordnet sind und
der Vorsprung als Stift ausgebildet ist, der durch eine zum Rastglied bzw. zur Sperrklinke gerichtete Bohrung im
Abstreifer hindurchtritt, und am gleichen Griffteilende
im Abstand von dem Vorsprung wenigstens ein Anschlag angeordnet ist, der sich gegen die zugewandte Rückwand des
Abstreifers anlegt. Mit dem Stift wird somit das Rastglied
in die Freigabestellung ausgelenkt, während, zwischen dem Anschlag und der Auflagefläche bei Unterstützung
durch den eingesetzten Stift der Abstreifer sicher am Werkzeug bzw. Griffteil gehalten wird und somit leicht
eingeschoben bzw. herausgezogen werden kann.
Eine andere Ausgestaltung des Werkzeugs nach der Erfindung besteht darin, daß der Griffteil aus zwei zangenartig
schwenkbar miteinander verbundenen und in Schließrichtung federbeaufschlagten Armen besteht, an deren
vorderen Enden einerseits der Vorsprung zur Betätigung des Rastglieds bzw. der Sperrklinke und andererseits
die Auflagefläche für den Abstreifer angeordnet sind, wobei in der Anlage am Abstreifer diese vorderen Enden der
Arme den Abstreifer klemmend erfassen. Durch die beiden Arme wird somit der Abstreifer zusätzlich festgeklemmt,
so daß er durch Ziehen am Griffteil aus dem Abstreifer-
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schuh entnommen oder in ihn eingesetzt werden kann.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der
nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele sowohl der Halterungsvorrichtung als auch des Werkzeugs
nach der Erfindung in Verbindung mit dem oberen Revolverteller
einer Revolverschneidpresse anhand der Zeichnung.
Es zeigen
Fig. 1 einen LSngsschnitt durch eine Ausführungsform
einer Halterungsvorrichtung nach der Erfindung mit in den
Abstreiferschuh eingeschobenem Abstreifer und der Halterung des Abstreiferschuhs am oberen Revolverteller,
Fig. 2 eine Ansicht der Halterungsvorrichtung nach Fig. 1 in Richtung des Pfeils A ohne Revolverteller,
Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie B-B in Fig. 1 einer ersten Ausführungsform der Halterungsvorrichtung
nach der Erfindung hinsichtlich der formschlüssigen Verbindung zwischen Abstreifer und Abstreiferschuh,
Fig. 4 eine weitere Schnittansicht entlang der Linie B-B in Fig. 1 mit einer anderen Aus führungs form der Halterungsvorrichtung
nach der Erfindung hinsichtlich des Formschlusses zwischen Abstreifer und Abstreiferschuh,
Fig. 5 in Seitenansicht eine erste Ausführungsform
eines Werkzeugs nach der Erfindung mit einem teilweisen Längsschnitt durch die Halterungsvorrichtung nach der Erfindung
bei angesetztem Werkzeug,
Fig. 5a die Draufsicht auf das Werkzeug nach Fig. 5,
Fig. 6 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Werkzeugs nach der Erfindung mit einem teilweisen
Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform der
Halterungsvorrichtung nach der Erfindung bei angesetztem
Werkzeug.
Die Halterungsvorrichtung nach der Erfindung wird zunächst
anhand Fig. 1 bis 4 beschrieben, eine weitere
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Ausgestaltung ist in Fig. 6 dargestellt.
An der Unterseite des oberen Revolvertellers 1 einer Rsvolverschneidpresse ist der Abstreiferschuh 2 gehalten,
und zwar wird er mit drei FUhrungsbolzen 3 geführt und durch Schraubenfedern 8 in der dargestellten Ruheposition
unmittelbar unter dem oberen Revolverteller 1 gehalten.
In dem Abstreiferschuh 2 ist eine zur Peripherie des Revolvertellers 1 gerichtete, nach unten und zur Periphe*
rie hin offene Aufnahmeausnehmung 9 vorgesehen. In dieser
Aufnahmeausnehmung 9 ist der Abstreifer 4 durch Einschieben in einer senkrecht zur Werkzeuglängsachse la
bzw. parallel zur Unterseite des Revolvertellers 1 verlaufenden Ebene formschlüssig gehalten, und zwar unter
Anlage seiner vorderen Anlagefläche 4a, an einer entsprechend gekrümmten Anschlagwandung 9a in der Aufnahmeausnehmung
9.
Der Formschluß zwischen dem Abstreifer 4 und dem Abstreiferschuh 2 wird dadurch erreicht, daß der Abstreifer
4 mit in Einschiebrichtung profilierten Seitenwänden 4b versehen ist, die beim Einschieben mit den
komplementär geformten Seitenwänden 9b der Aufnahmeausnehmung in Eingriff kommen. Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste
Ausführungsform dieses Formschlusses. Es ist der Abstreifer
4 in Einschiebrichtung im wesentlichen trapezförmig mit seiner vorderen Anschlagfläche 4a derart ausgebildet,
daß die bsiden Seitenwände 4b einander zur
vorderen Anschlagfläche 4a hin nähern. Gemäß Fig. 3 weist der Abstreifer 4 senkrecht zur Einschiebrichtung einen
sich zum Revolverteller hin kontinuierlich verbreiternden (Querschnitt auf und sind die zugeordneten Seitenwände
9b der Aufnahmeausnehmiing 9 des Abstreiferschuhs
komplementär geformt, so daß sich die in Fig. 3 dargestellte Schwalbenschwanzverbindung ergibt.
Es können aber auch die Seitenwände 4b gemäß Fig. 4 stufenförmig zu einem sich zum Revolverteller 1 hin verbreiternden
Querschnitt geformt sein, entsprechend sind dann die Seitenwände 9b der Aufnahmeausnehmung 9 geformt,
so daß hierüber der Formschluß erzielt ist, wie Fig. 4 zeigt.
Aus Zeichnung und vorstehender Beschreibung ergibt daß der Abstreifer leicht in den Abstreiferschuh eingeschoben
und aus diesem herausgezogen werden kann und nach dem Einschieben bis zur Anlage an der Anschlagwandung 9a
formschlüssig sicher gehalten wird.
Um den Abstreifer 4 in der dargestellten Betriebsstellung zu halten und zu arretieren, ist der Abstreifer
durch ein gegen Federwirkung in Richtung auf den Revolverteller auslenkbares Rastglied in Form einer Sperrklinke
5 arretierbar. Die Sperrklinke 5 ist drehbar auf dem Bolzen 6 im Abstreiferschuh 2 gelagert und in einer Ausnehmung
2a im Abstreiferschuh beweglich und wird durch eine Feder, hier eine Blattfeder 7, nach unten weg gedrückt
in die dargestellte Rastlage oder Betriebsstellung. An Stelle der Blattfeder 7 können auch andere Federarten
vorgesehen werden, z.B. Biegungsfedern, Schraubenfedern,
Gummi- oder Kunststoffedern. Die Rastfläche 5b der Sperrklinke
5 liegt in der dargestellten Betriebsstellung gegen eine Rastkante 10 auf der von der Anschlagwandung
9a abgewandten Rückwand des Abstreifers 4 an, wie Fig. 1 zeigt. Ferner ist die Auslenkbewegung der Sperrklinke in
die Raststellung gegen den Abstreifer 4 durch eine Anschlagnase 11 begrenzt, die in der dargestellten Betriebsstellung
auf einem Ansatz 12 des Abstreiferschuhs oberhalb der Rastkante 10 aufliegt. Der Abstreifer 4 ist
somit im Abstreifer schuh 2 in der in Fig. 1 bis 4 dargestellten
Betriebsstellung formschlüssig gehalten und in dieser Betriebsstellung über die Sperrklinke 5 arretiert.
Soll der Abstreifer 4 aus dem Abstreiferschuh 2 entnommen
werden, so genügt es, die Sperrklinke 5 gegen die Wirkung der Blattfeder 7 nach oben zum Revolverteller 1
hin auszulenken, bis die Anschlagkante 10 freigegeben ist, wonach der Abstreifer 4 aus der Aufnahmeausnehmung 9 zur
Peripherie des Revolvertellers 1 hin herausgezogen werden kann. Ein Einschieben eines neuen Abstreifers ist außerordentlich
einfach durchzuführen. Es wird lediglich der Abstreifer 4 unter Auslenkung der Sperrklinke 5 nach oben
zum Revolverteller 1 hin in die Aufnahmeausnehmung 9 eingeschoben, bis die in Fig. 1 und 2 dargestellte Betriebsstellung
erreicht ist, wobei sich wiederum die Sperrklinke 5 hinter die Rastkante 10 gesetzt hat und den Abstreifer
4 so arretiert. Die Längsrichtung des Abstreiferschuhs 2 bzw. des Abstreifers 4 und damit die Einschiebrichtung
ist zweckmäßig radial gegenüber dem Revolverteller 1 gerichtet. Unterhalb der Rastkante 10 des Abstreifers
4 ist ferner eine Ausnehmung 16 zur Aufnahme eines das Rastglied bzw. die Sperrklinke 5 in die Freigabestellung
auslenkenden Betätigungsglieds angeordnet, wie im folgenden noch beschrieben werden wird.
Fig. 5 und 5a zeigen ein einfaches Werkzeug oder Hilfswerkzeug für die Verwendung bei der beschriebenen
erfindungsgemäßen Halterungsvorrichtung zum Entnehmen und auch einsetzen eines Abstreifers in den Abstreiferschuh.
Das Werkzeug weist einen Griffteil 13 auf, an dessen vorderem Ende einerseits eine Auflagefläche 13a
und andererseits ein gegen den Abstreifer 4 gerichteter Vorsprung in Gestalt eines Stiftes 14 angeordnet sind.
Wie Fig. 5 zeigt, legt sich beim Auswechseln eines Abstreifers 4 an der Halterungsvorrichtung nach der Erfindung
die Auflagefläche 13a gegen eine entsprechende schräge Fläche 4c des Abstreifers 4 an, und es ist der
Stift 14 in die Bohrung 16 eingeführt und hat dabei die
Sperrklinke 5 nach oben ausgelenkt, wie Fig. 5 zeigt. Am
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Griffteil 13 sind ferner noch zwei Anschlagstifte 15 vorgesehen, die sich gegen die zugewandte Rückwand des Abstreifers
4 anlegen, wie ebenfalls Fig. 5 zeigt. Die Anlagestifte 15 verhindern ein seitliches Ausschwenken bzw.
Pendeln des Abstreifers 4 beim Auswechselvorgang. Ist das Werkzeug in der in Fig. 5 dargestellten Weise an die
Halterungsvorrichtung angesetzt, dann kann der Abstreifer 4 leicht durch Ziehen am Griffteil 13 aus dem Abstreiferschuh
herausgezogen werden. Ein erneutes Einsetzen eines anderen Abstreifers wird in sinngemäß umgekehrter Weise
durchgeführt.
In Fig. 6 ist eine andere Ausführungsform sowohl des
Werkzeugs nach der Erfindung als auch eine angepaßte andere Ausführungsform des Abstreifers 4 dargestellt. Das
Werkzeug kann als eine Art Spannzange aufgefaßt werden. Dazu ist der Griffteil 25 aus zwei zangenartig schwenkbar
miteinander verbundenen und in Schließrichtung durch die Feder 21 beaufschlagten Armen 18 und 19 gebildet.
Das vordere Ende des feststehenden Armes 18 trägt einen Vorsprung 23, der in der dargestellten Betriebsstellung
in eine unterhalb der Rastkante 10 liegende Ausnehmung 4d des Abstreifers 4 eindringt und dabei die Sperrklinke 5
in die dargestellte Freigabestellung nach oben auslenkt. Das vordere Ende des beweglichen Armes 19 trägt eine Auflage-
oder Greiffläche 24, die sich gegen eine entsprechende
Anlagefläche am Abstreifer 4 anlegt. Durch die Spannkraft der Feder 21 wird in der dargestellten Betriebsstellung
des Werkzeugs 25 der Abstreifer zwischen dem oberen Arm 18 und dem unteren Druckarm 19 festgeklemmt,
so daß er durch Ziehen am Griffteil 25 aus dem Abstreiferschuh 2 entnommen werden kann. Das Einschieben
eines neuen Abstreifers erfolgt sinngemäß in umgekehrter Weise.
Zu dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 5a wird
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bemerkt, daß zur Erleichterung des Eindringens des Stiftes 14 in die Bohrung 16 des Abstreifers 4 diese
Bohrung 16 mit einer taschenförmigen Ausfräsung 17 versehen
ist.
Die Erfindung ist vorstehend anhand einer Anordnung an einem Revolverteller für Revolverschneidpressen erläutert
worden, sie ist jedoch für entsprechende Anordnungen von Abstreifern an Werkzeugträgern an anderen
Metallbearbeitungsmaschinen geeignet.
Patentanwälte Dlpl.-lng. Horst Rose
pißl.-lng. Peter Kosel
Claims (10)
1. Vorrichtung zur auswechselbaren Halterung eines
Abstreifers eines Werkzeugs an einem Werkzeugträger einer Metallbearbeitungsmaschine, insbesondere an einem Re
volverteller einer Revolverschneidpresse, mit einem an der Unterseite des Werkzeugträgers angeordneten Ab
streiferschuh, in dem der Abstreifer lösbar gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (4) in einer
zur Peripherie des Werkzeugträgers (1) gerichteten, nach unten und zur Peripherie hin offenen Aufnahmeausnehmung (9)
des Abstreiferschuhs (2) durch Einschieben in einer Ebene senkrecht zur Werkzeuglängsachse (1a) gegen eine Anschlagwandung
(9a) formschlüssig gehalten und durch ein gegen Federwirkung (7) in Richtung auf den Werkzeugträger auslenkbares
Rastglied (5) arretierbar ist, dessen Rastfläche (5b) sich in der Beiriebsstellung gegen eine Rastkante (10)
auf der von der Anschlagwandung (9a) abgewandten Rückwand
des Abstreifers (4) anlegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstreifer (4) für seinen Formschluß mit dem Abstreiferschuh (2) mit in Einschiebrichtung profilierten
Seitenwänden (4b) versehen ist, die beim Einschieben mit dem komplementär geformten Seitenwänden (9b) der Aufnahmeausnehmung
(9) des Abstreiferschuhs (2) in Eingriff kommen.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (4) senkrecht zur Einschiebrichtung
einen sich zum Werkzeugträger (1) hin kontinuierlich oder stufenförmig verbreiternden Querschnitt
aufweist und die zugeordneten Seitenwände (9b) der Aufnahmeausnehmung (9) des Abstreiferschuhs (2)
Rö/Hu
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-13-komplementär geformt sind (Fig. 3 und 4).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, $>
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (4) in Eini|
Schiebrichtung im wesentlichen trapezförmig miteinander 05 zu seiner vorderen Anschlagfläche (4a) hin nähernden
! Seitenwänden (4b) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastglied als eine im
Abstreiferschuh (2) gelagerte (6), federbeaufschlagte (7) Sperrklinke (5) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslenkbewegung der Sperrklinke (5) gegen den Abstreifer (4) durch eine Anschlagnase (11)
begrenzt ist, die in der Betriebsstellung auf einem Ansatz (12) am Abstreiferschuh (2) oberhalb der Rastkante
(10) aufliegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Rastkante (10)
des Abstreifers (4) eine Ausnehmung (16, 4d) zur Aufnähme
eines das Rastglied bzw. die Sperrklinke (5) in die Freigabestellung auslenkenden Betätigungsglieds (14, 23)
angeordnet ist.
8. Werkzeug zum Auswechseln eines Abstreifers zur Verwendung an einer Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem vorderen Ende oder den vorderen Enden eines Griffteils (13, 25) eine Auflagefläche
(13a, 24) für die Unterseite des Abstreifers (4) und ein gegen den Abstreifer gerichteter Vorsprung (14,
23) angeordnet sind, der sich beim Anlegen an den Abstreifer gegen das Rastglied bzw. die Sperrklinke (5)
legt und dieses bzw. diese in die ausgelenkte Freigabestellung bewegt.
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-14-
9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflagefläche (13a) und der Vorsprung (14) gemeinsam an einem Ende des Griffteils (13) angeordnet sind
und der Vorsprung als Stift (14) ausgebildet ist, der durch eine zum Rastglied bzw. zur Sperrklinke (5) gerichtete
Bohrung (16) im Abstreifer (4) hindurchtritt, und am gleichen Griffteilende im Abstand von dem Vorsprung
(14) wenigstens ein Anschlag (15) angeordnet ist, der siel gegen die zugewandte Rückwand des Abstreifers (4) anlegt
(Fig. 5, 5a).
10. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß der Griffteil (25) aus zwei zangenartig schwenkbar
miteinander verbundenen und in Schließrichtung federbeaufschlagten (21) Armen (18,19) besteht, an deren
-j5 vorderen Enden einerseits der Vorsprung (23) zur Betätigung
des Rastglieds bzw. der Sperrklinke (5) und andererseits die Auflagefläche (24) für den Abstreifer
(4) angeordnet sind, wobei in der Anlage am Abstreifer diese vorderen Enden den Abstreifer klemmend erfassen.
Patentanwälte Dipl.-lng. Horst Rose
Dipl.-Ing. Peter Koss!
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808004014 DE8004014U1 (de) | 1980-02-15 | 1980-02-15 | Vorrichtung zur auswechselbaren halterung eines abstreifers eines werkzeugs an einem werkzeugtraeger einer metallbearbeitungsmaschine und werkzeug zur auswechslung des abstreifers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19808004014 DE8004014U1 (de) | 1980-02-15 | 1980-02-15 | Vorrichtung zur auswechselbaren halterung eines abstreifers eines werkzeugs an einem werkzeugtraeger einer metallbearbeitungsmaschine und werkzeug zur auswechslung des abstreifers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8004014U1 true DE8004014U1 (de) | 1985-05-09 |
Family
ID=6712895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19808004014 Expired DE8004014U1 (de) | 1980-02-15 | 1980-02-15 | Vorrichtung zur auswechselbaren halterung eines abstreifers eines werkzeugs an einem werkzeugtraeger einer metallbearbeitungsmaschine und werkzeug zur auswechslung des abstreifers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8004014U1 (de) |
-
1980
- 1980-02-15 DE DE19808004014 patent/DE8004014U1/de not_active Expired
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