-
Sohlenbeschneidmaschine Es sind Sohlenbeschneidmaschinen bekannt,
in denen eine Sohle durch eine Klemme gegen eine Schablone gedrückt wird und ein
Messer die Sohle in Anpassung an die Schablone beschneidet. Diese Klemmen müssen
nun in Größe ungefähr der Schablone entsprechen, da die zu beschneidende Sohle sich
sonst längs des Schablonenumrisses von der Schablone abhebt oder sich unter dem
Messerdruck verbiegt und infolgedessen nicht egal und glatt beschnitten wird. Die
Verwendung von den Schablonen in Größe entsprechenden Klemmen verteuert jedoch den
Beschneidvorgang, indem eine große Anzahl von Klemmen benötigt wird und ferner das
Auswechseln dieser Klemmen zeitraubend ist. Ein weiterer Nachteil macht sich bei
diesen Klemmen noch bemerkbar; der Klemmdruck ist auf die dicksten Sohlenteile gerichtet,
so daß die dünneren Sohlenteile, besonders wenn sie neben dem Schablonenrand liegen,
sich wiederum von der Schablone abheben. Auch läßt sich die Führung des Messers
in den bekannten Maschinen nicht wunschgemäß regeln, was den Schneidvorgang natürlich
beeinträchtigt.
-
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile zu beseitigen
und ferner eine Maschine vorzusehen, die gleichzeitig linke sowohl wie rechte Sohlen
von Sohlenpaaren beschneidet. Gemäß der Erfindung drücken Klemmteile eine Sohle
gegen jede Oberfläche einer als Schablone dienenden Matrize, und eine aus zwei Messern
bestehende Schneidvorrichtung wird zum Sohlenbeschneiden um die Matrize längs ihres
Umrisses bewegt, wobei jedes Messer sich auf einem der über den Matrizenrand vorstehenden
Klemmteile führt. _ Jeder Klemmteil besteht erfindungsgemäß' aus einem ausgehöhlten
Unterteil mit einem Flansch,
an dem eine biegsame Platte befestigt
ist, wobei die Platten unter dem Klemmdruck tellerförmig verbogen werden, so daß
der Klemmdruck, unabhängig von der Matrizengröße, längs des Matrizenumrisses auf
die Sohlenrandteile gerichtet ist. Jedes Messer besteht aus einer Schneide zum Beschneiden
einer Sohle und einer Schneide zum Abschrägen der einen Sohlenkante, wobei beide
Schneiden jedes Messers in gegen die Klemmteile anliegende Endflächen auslaufen.
Die Messer schwingen um einen waagerechten Bolzen und werden durch eine Feder auseinandergeschwungen,
welche die :Messer während des Schneidvorganges gegen die Klemmteile preßt. Der
waagerechte Bolzen sitzt in einem Bügel, der auf senkrechten Bolzen schwingbar sowie
auf denselben axial bewegbar ist, so daß die Schneidvorrichtung immer zwischen den
Klemmteilen zentriert wird, wenn die Klemmteile und die Bewegungsrichtung der Schneidvorrichtung
nicht parallel verlaufen.
-
Die Maschine hat erfindungsgemäß ferner einen Druckteil, der beim
Sohlenbeschneiden die über die Matrize vorstehenden Sohlenteile vor den Messern
gegen die Klemmteile hält, wobei der Trägerteil an dem Bügel sitzt und ferner auch
die Schneidvorrichtung zentriert. Ein ebenfalls an dem Bügel sitzender Führungsteil
tritt mit dem Matrizenrand in Eingriff und führt die Schneidvorrichtung während
des Schneidvorganges, wobei er die Messer in konstanter Schneidlage zum Matrizenrand
hält. Ein federbelasteter Preßteil verhindert ein Ausschwingen der Messerschneiden
von dem Matrizenrand.
-
Es ist bekannt, Sohlen mit einer Verstärkungsschicht aus Gemleinwand
o. dgl: zu versehen. Diese Schicht löst sich jedoch zeitweise von dem Sohlenrandteil
und biegt sich von demselben zurück, so daß sie gegebenenfalls den Matrizenrand
verdeckt. Hierdurch wird jedoch verhindert; daß der die Arbeitslage der Schneidvorrichtung
bestimmende Führungsteil sich unmittelbar an den Matrizenrand anlegen kann. Die
Maschine hat infolgedessen gemäß der Erfindung einen nachgiebig auf dem Bügel gelagerten
Pflug, der sich über den Führungsteil hinweg erstreckt und irgendwelche zurückgebogenen
Schichtteile von dem Matri`zenteii hinwegschiebt und auf Stützflächen des: vorerwähnten
Trägerteiles führt.
-
Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
-
Fig. i ist eine Vorderansicht einer die Erfindung verkörpernden Maschine;
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Arbeitsstelle; Fig. 3 ist ein Grundriß der Arbeitsstelle
in vergrößertem Maßstabe und in der Ebene der Linie III-111 der Fig. 2; Fig. 4 ist
eine Schnittansicht nach der Linie IV-IV der -Fig:3; Fig. 5 ist ein Schaubild des
oberen Messers der Schneidvorrichtung in vergrößertem Maßstabe; Fig.6 ist ein Grundriß
der Arbeitsstelle beim Beginn des Beschneidvorganges; Fig. 7 ist ein Grundriß eines
Teiles der Arbeitsstelle während des Besclineidvorganges, und zwar, wenn die Schneidvorrichtung
die inneren Ballenlinien der Sohlen erreicht hat, und Fig. 8 zeigt die Arbeitsstelle
in der Richtung der Linie VIII-VIII der Fig. 7.
-
Die Maschine hat Klemmteile io, 12 (Fig. i -und 2), die eine als Schablone
dienende Matrize P (Fig. 4) in Arbeitslage festhalten. Auf den beiden Oberflächen
der Matrize sind je Brandsohlen S vorgesehen. Der untere Klemmteil 12 sitzt auf
Pfosten 14 (Fig. i) eines Blockes 16, der mit einem Trägerteil 18 verbunden ist.
Der Trägerteil 18 ist auf einer Säule 2o befestigt, die von einem Untergestell 22
getragen wird. Das Untergestell 22 hat ferner einen überhängenden Arm 24, in dessen
Oberende ein Schlitten 26 senkrecht bewegbar ist. Mit dem Unterende des Schlittens
26 ist ein Block 28 verzapft, an dem der Klemmteil io sitzt.
-
Der Klemmdruck wird durch ein pneumatisches Getriebe 3o erzeugt, das
von einem Ventil 32 gesteuert und in bekannter Weise durch einen Trethebel 34 eingeschaltet
wird. Beim Herabziehen des Trethebels wird Druckluft durch eine Röhre 36 nach einem
Zylinder 38 des Getriebes 3o geleitet. Der Zylinder ist bei 40 mit einem Ansatz
4i des Armes 24 verzapft. Ein Kolben in dem Zylinder wird durch die Druckluft hochgeschoben
und bewegt den Klemmteil io über eine mit dem Kolben verbundene Stange 42, einen
Hebel 44 und den Schlitten 26 abwärts in seine Klemmlage. Ein Bolzen 46 verbindet
die Stange 42 mit dem Hinterende des Hebels 44. Nach dem Freigeben des Trethebels
34 werden diese Druckteile in ihre Ausgangslagen durch eine Feder 48 zurückbewegt,
die zwischen dem Zylinder 38 und einer mit Stange 42 verbundenen Stange 5o ausgespannt
ist.
-
Die Maschine hat ferner eine Schneidvorrichtung 52, die aus zwei mit
den Klemmteilen io, 12 zusammenwirkenden Messern 54, 56 besteht und von einem Arm
58 getragen wird. Der Arm 58 wird bezüglich der Klemmteile auf einem Träger 6o in
bekannter Weise ein- und.ausgeschwungen und hält die Schneidvorrichtung 52 nachgiebig
gegen den Kantenteil der Matrize P.
-
Der Träger 6o sitzt auf einem Tisch 62 (Fig. i), der sich um die Säule
2o dreht, so daß die Schneidvorrichtung während jedes Arbeitsganges der Maschine
um die Matrize herum bewegt wird und dabei einen begrenzten Überhub ausführt. Die
Säule 2o trägt ein Zahnrad 64, das mit einem Ritzel 66 auf einer Welle 68 kämmt.
Die Welle 68 bildet einen Teil eines bekannten, zwei Antriebsgeschwindigkeiten erzeugenden
Antriebes 7o. Auf der Welle 68 ist eine Riemenscheibe 72 gelagert, die von einem
elektrischen Motor oder einem anderen beliebigen Kraftantrieb über einen Riemen
gedreht wird. Beim Herabziehen eines Einschalthebels 74 wird eine Kupplung 76 über
ein Gestänge, einschließlich eines Hebels 78, in Eingriff mit der Riemenscheibe
72 bewegt und die Welle 68 sodann mit hoher Geschwindigkeit gedreht.
-
Eine Sicherheitsvorrichtung verhindert ein Betätigen der Schneidvorrichtung,
wenn der Klemmteil
io nicht in seiner Klemm- oder Arbeitslage eingestellt
ist. In der Bewegungsbahn des Hebels 78 ist ein Hebel 8o gelagert, der bei 82 mit
einem Träger 84 an dem Untergestell 22 verzapft ist. Der Hebel 8o ist durch eine
Stange 86 mit dem Tretllebel 34 verbunden und wird bei dem Herabziehen des Trethebels
aus der Bewegungsbahn des Hebels 78 geschwungen. Um ein Beschädigen der Schneidvorrichtung
zu verhindern, falls der Klemmteil io vor dem Einsetzen einer Matrize in die Maschine
betätigt werden sollte, wird die Schwingbewegung des Hebels 44 zum Abwärtsbewegen
des Klemmteiles to durch eine Anschlagschraube 88 begrenzt. Die Schraube 88 sitzt
in einem Bügel 9o, dessen trnterenden mit dem Ansatz 41 verbunden sind.
-
Die Drehgeschwindigkeit der Welle 68 wird beim Beschneiden der stark
gewölbten Spitzen- und Fersenteile der Sohlen wie folgt vermindert: Mit dem Randteil
des Tisches 62 sind, ungefähr den Spitzen-und Fersenteilen der Matrize gegenüber,
nicht dargestellte Nocken verstellbar verbunden, die über einen Hebel 92 die Kupplung
76 außer Eingriff mit der Riemenscheibe 72 und in Eingriff mit einem Zahnrad 94
bewegen. Das Zahnrad 94 gehört zu einem die Drehgeschwindigkeit der Riemenscheibe
72 ins langsamere übersetzenden Zahnradgetriebe. Ein Ritzel 96 und ein Zahnrad 98
dieses Getriebes sitzen auf einer gemeinsamen Welle ioo. Das Ritzel 96 kämmt mit
dem Zahnrad 94 und das Zahnrad 98 mit einem Ritzel 102, das sich mit der Riemenscheibe
72 dreht.
-
Der Einschalthebel 74 wird, wie bekannt, in seiner Einschaltlage durch
eine Klinke 104 festgelegt. Die Klinke 104 wird zum Freigeben des Hebels 74 durch
eine nicht dargestellte Nocke ausgeschaltet, die ebenfalls verstellbar auf dem Tisch
62 gelagert ist, und zwar löst die Nocke die Klinke aus, wenn der Tisch etwas mehr
als eine volle Umdrehung ausgeführt hat. Da der erste Teil des Schneidvorganges
die Messer zunächst nur von den Sohlenkanten einwärts nach der Matrize bringt, ,muß
die Schneidvorrichtung einen Überhub haben, um den Beschneidvorgang der Sohlen,
um die Matrize herum, immer zu vollenden. Der Tisch hat dann eine kurze Rückwärtsbewegung,
die in Länge (lern L`berhub entspricht. Die Rückwärtsbewegung wird durch einen Schaltteil
io6 erzeugt, der mit einem Schaltrad io8 auf der Kupplung 76 zusammenwirkt und aus
dem Schaltrad ausgehoben wird, wenn der Tisch seine Ausgangslage wieder erreicht
hat. @N'enn erwünscht, kann für die Schneidvorrichtung ein immer mit gleicher Geschwindigkeit
arbeitender Antriel) verwendet werden.
-
Die Klemmteile io, 12 (Fig. t und 2) bestehen aus festen Unterteilen
i io, i 12, die größer als die größte zu verwendende Matrize sind und deren Umrisse
ungefähr dem Umriß der Matrize entsprechen, wie in Fig. 6 dargestellt. Die Innenflächen
der Unterteile i i o, i 12 sind ausgehöhlt, so daß die kandteile der l.'nterteile
Flansche 114, 116 bilden. Auf den Flanschen 114, 116 sind Platten 118, 120 aus Federstahl
befestigt. Die Oberflächen der Platten sind verchromt und bilden Gleitflächen für
die Messer 54, 56. Die Außenfläche des Unterteiles i 12 ist ebenfalls ausgehöhlt
und hat einen Flansch 122, der, wie unten ausführlicher beschrieben wird, eine Bewegung
der Messer nach außen der Platten begrenzt.
-
Unter dem Klemmdruck geben die Mittelteile der Platten 118, 12o nach,
so daß die Platten eine tellerartige Form annehmen und ihr Klemmdruck infolgedessen
auf die Sohlenrandteile längs des Matrizenumrisses gerichtet ist. Da die Platten
sich ferner infolge ihrer Nachgiebigkeit den Veränderungen in den Sohlendicken anpassen,
wird längs der Sohlenumrisse ein gleichmäßiger Klemmdruck ausgeübt und diese Sohlenteile
alle gleich stark gegen die Matrize gedrückt.
-
Die Messer 54, 56 sind an Trägern 124, 126 befestigt, die in der Höhenrichtung
der Maschine um einen waagerechten Bolzen 128 (Fig.3 und 4) schwingen, wobei eine
Feder 130 die Träger und somit die Messer auseinander zu schwingen sucht. Der Bolzen
128 ist, durch eine Stellschraube 132 in einem Loch einer Stange 134 befestigt,
die mit einem Bügel 136 verbunden ist. Der Bügel 136 schwingt um senkrechte
Bolzen 138, 140 eines bügelförmigen Ansatzes 142 des Armes 58 und bewegt sich auch
frei längs der Bolzen 138, 140, d. h. in der Höhenrichtung der Maschine, wobei eine
Feder 144 auf dem Bolzen 14o das Gewicht des Bügels und der von ihm getragenen Teile
so weit ausgleicht, daß das Messer 56 in Ruhelage nur leicht auf dem Klemmteil 12
aufsitzt.
-
Mit dem Bügel 136 ist ferner eine Stange 148 verbunden. An dem Vorderende
der Stange 148 ist durch eine Schraube i5o ein dünner Führungsteil 152 befestigt,
der mit dem Randteil der Matrize P in Eingriff tritt und in Höhe ungefähr der Höhe
der Matrize entspricht, so daß er ferner die über die Matrize vorstehenden Sohlenteile
abstützt. Das freie Ende des Führungsteiles liegt gegen einen Finger 154 an dem
Außenende der Stange 134 an. Der Führungsteil ist, wie aus Fig.4 ersichtlich, zwischen
den Messerträgern mit ihren Messern 54, 56 und der Matrize angeordnet.
-
Jedes Messer hat eine Schneide 156 (Fig. 5) zum Beschneiden der Sohle
und eine schräg zur Schneide 156 verlaufende Schneide 158 zum Abschrägen der einen,
neben dem entsprechenden Klemmteil liegenden Sohlenkante. Die Schneiden laufen in
Endflächen 16o, 162 aus, die in derselben Ebene liegen und sich auf den Platten
118, 120 führen, wenn die Klemmteile io, 12 in ihrer Arbeitslage sind. Wie aus Fig.4
ersichtlich, wird jede Sohle ungefähr längs des Matrizenrandteiles beschnitten,
wobei die Messer durch die Feder 130 stark gegen die Klemmteile gedrückt werden.
Der abgeschnittene Sohlenrandteil wird, wie in Fig. 7 dargestellt, nach innen abgelenkt,
und die durch Schrägschnitte abgeschnittenen Kantenteile werden je durch V-förmige
Nuten 163 (Fig. 5) zwischen den Schneiden 156, 158 entfernt.
-
Während des Schneidvorganges wird der Bügel t36 durch den Führungsteil
152 und durch einen Stütz- oder Trägerteil 164 (Fig. 3 und 8) an dem
Außenende
der Stange 148 längs der Bolzen 138, 140 verschoben, wenn immer die Klemmteile und
die Bewegungsrichtung des Ansatzes 142 nicht parallel sind und die Schneidvorrichtung
somit immer zwischen den Klemmteilen zentriert. Der Trägerteil hat waagerechte,
in der Ebene der Endteile des Führungsteils 152 liegende .Stützflächen, welche
die über die Matrize vorstehenden Sohlenteile vor den Schneiden gegen die Klemmteile
i o, 12 drücken und somit verhindern, daß die Sohlen sich während des Schneidvorganges
von den Klemmteilen abheben. Ferner hat der Trägerteil abgeschrägte Stützflächen
166, deren Wirkung unten ausführlicher beschrieben wird.
-
Beim Beschneiden der Sohlen schwingt die Schneidvorrichtung in Anpassung
an die Sohlenform (konkav und konvex gewölbte Sohlenteile) um die Bolzen
130, 14o hin und her, wobei die Schneidlage der Messer zur Matrize konstant
bleibt. Eine Feder 168 (Fig. 2), die den Bügel 136 mit dem Ansatz 142 verbindet,
dämpft die Schwingbewegungen der Schneidvorrichtung aus ihrer Normallage. Zeitweise
treffen die Messer beim Schneidvorgang auf besonders harte oder feste Sohlenteile
auf. Um zu verhindern, daß die Schneidvorrichtung hierdurch an der Matrize, und
zwar um das Vorderende des Führungsteils 152 nach vorn geschwungen wird, ist ein
Preßteil 170 (Fig. 3 und 8) vor der Schneidvorrichtung vorgesehen. Der Preßteil
hat einen Stiel 172, der vorzugsweise gleitbar in einem Loch 174 der Stange 148
gelagert ist, obwohl, wenn erwünscht, der Stiel auch in der Stange festgelegt sein
kann. Ist der Stiel beweglich gelagert, so wird der Preßteil durch eine Druckfeder
176 nach außen geschoben. In ihrer Normallage liegt die mit der Matrize in Eingriff
tretende Preßteilfläche in gleicher Flucht mit der entsprechenden Fläche des Führungsteils
152 und wird in dieser Normallage durch die vorerwähnte Schraube i5o gehalten, die
in eine Nut 178 des Preßteils eingreift. Die Feder 176 dämpft jegliche Vorschwungbewegungen
der Schneidvorrichtung und bewegt dann die Schneidvorrichtung sofort wieder in ihre
Normallage zurück.
-
Gegebenenfalls ist jede Sohle mit einer Schicht R aus Gemleinwand
bedeckt oder bezogen. Zeitweise verzieht sich diese Schicht in Falten, oder sie
hebt sich von der Sohlenkante ab und biegt sich dabei zurück, so daß sie die Matrizenkante
bedeckt. Da die Matrizenkante jedoch die Arbeitslage der Schneidvorrichtung bestimmt,
kann hierdurch der ganze Schneidvorgang beeinträchtigt werden. Die Maschine hat
nunmehr einen keilförmigen Pflug (Fig. 7 und 8), dessen Oberflächen gegen die Sohlen
anliegen und dessen Ende sich an der Matrize führt. Der Pflug ist mit der Stange
148 bewegbar durch Schrauben 182 verbunden, die sich durch Längsschlitze des Pfluges
erstrecken und in die Stange 148 eingeschraubt sind. Eine Feder 184 schiebt den
Pflug über einen Kolben 186 nach der Matrize hin. Der Kolben ist in dem Stiel 172
des Preßteils 170
bewegbar und liegt gegen einen Ansatz 188 an dem Außenende
des Pfluges an. Der Pflug bewegt die um- oder zurückgebogenen Teile der Gemleinwand
auseinander und führt dieselben auf die Schrägflächen 166 des Trägerteils 164 auf,
wodurch diese Teile glattgestrichen und dann mit der Sohle zum Beschneiden gegen
die Klemmteile gehalten werden. Ferner erstreckt sich der Pflug i 8o über den Führungsteil
152 und den Preßteil17o hinaus und läuft in eine stumpfe Spitze aus, so daß er,
wie in Fig. 7 dargestellt, beim Umlaufen eines konvex gewölbten Teils der Matrize
mit demselben in Eingriff bleibt.
-
Um zu verhindern, daß die Messer 54, 56 von den Platten i 18, 12o
herabgeschoben werden, tritt der Bolzen 140 mit dem Flansch 122 des Klemmteils 12
in Eingriff.. Die Einwärtsbewegung der Messer bezüglich der Klemmteile wird durch
einen Schutzteil igo begrenzt, der in Form der Matrize entspricht, jedoch viel kleiner
als die Matrize ist. Der Schutzteil igo ist auf den Pfosten 14 gelagert, und das
Unterende des Ansatzes 142 tritt mit demselben in Eingriff, wodurch auch ein Anschlagen
dieses Ansatzes gegen die Pfosten verhindert wird.
-
Ungefähr am Ende der Schneidbewegung der Schneidvorrichtung 52 um
die Matrize herum tritt der Bolzen 140 mit einem bei 194 an dem Block 16 schwingbar
gelagerten Steuerteil 192 in Eingriff und schwingt denselben gegen den Druck einer
Feder 196 einwärts aus seiner in Fig. 6 dargestellten Normallage. Bei der darauffolgenden
Rückwärtsbewegung der Schneidvorrichtung (nach rechts der Fig. 6) zum Ausgleichen
.des Überhubes der Schneidvorrichtung bewegt sich der Bolzen 140 zunächst an einer
Abflachung 198 des Steuerteils 192 entlang, bis der Bolzen gegen einen Absatz am
Ende dieser Abflachung schlägt. Während der weiteren Rückwärtsbewegung der Schneidvorrichtung
schwingt dieselbe den Steuerteil 192 dann um den Drehbolzen 194 und wird dadurch
von der Matrize hinweg in ihre Ausgangslage ausgeschwungen.
-
Der Arbeitsgang der Maschine ist wie folgt: Eine Matrize mit einer
Sohle auf jeder Oberfläche wird so auf dem unteren Klemmteil 12 eingestellt, daß
die Sohlenkanten gegen die Messer 54, 56 anliegen. Der sich über die Messer hinaus
erstreckende Pflug i8o liegt unmittelbar neben der Matrizenkante, wenn nicht gegen
dieselbe an, und bei seinem Eintreten zwischen den Sohlen hat der Pflug die gegebenenfalls
zurückgebogenen Teile der Gemleinwandschichten auseinandergeschoben. Der Trethebel
34 wird nun herabgezogen und der Klemmteil io abwärts in Sohlenklemmlage bewegt,
in welcher die Sohlenrandteile um die Matrize herum festgeklemmt sind. Die Messer
54, 56 werden während der Abwärtsbewegung des Klemmteils gegen den Druck der Feder
13o aufeinander zu geschwungen, wobei die Schneidvorrichtung sich längs der Bolzen
138, 14o abwärts bewegt und zwischen den Klemmteilen zentriert wird.
-
Der Hebel 74 wird darauf zum Einschalten des Schneidvorganges herabgezogen
und die Schneidvorrichtung durch den Arm 58 nach der Matrize hin bewegt, wobei die
Messer 156 zunächst durch die Sohlen nach der Matrize hin schneiden und
sich
dabei in einer bogenförmigen Bahn (Steuerteil 192) bewegen. Der Trägerteil 164 tritt
mit dem über die Matrize vorstehenden Sohlenteile in Eingriff und stützt hierbei
die vor den Messern liegenden Sohlenteile ab. Der Pflug 18o gibt nach, wenn der
Führungsteil 152 in Eingriff mit der Matrizenkante tritt, und die Schneidvorrichtung
stellt sich dann so ein, daß der Führungsteil flach gegen den Matrizenrand anliegt.
Das Beschneiden der Sohlen in Anpassung an die Matrize setzt nun ein. Da beide Messer
unter der Wirkung der Feder 130
stehen, kann sich die Schneidvorrichtung frei
in der Höhenrichtung der Maschine bewegen, und der Druck der Messer gegen die Klemmteile
wird bei jeglicher Änderung in der Sohlendicke ausgeglichen. Infolge ihrer schwingbaren
Lagerung kann die Schneidvorrichtung sich während ihrer Bewegung um die Matrize
herum jeglicher Änderung in der Matrizenform unter der Führung des Teils 152 anpassen,
wobei die Schneidwirkung der Messer immer längs der Matrizenkante gerichtet ist.
Die Feder 168 dämpft hierbei die Schwingbewegungen der Schneidvorrichtung, so daß
der Führungsteil 152 keine Kippbewegungen bezüglich des Matrizenrandteils ausführt.
Die Schneiden 156 sind bezüglich der Achse der Bolzen 138, 140 etwas versetzt, so
daß der Schneidhub immer, besonders beim Beschneiden von konvex gewölbten Sohlenteilen,
nach innen, d. h. nach dem Matrizenrand, gerichtet ist und die Messer infolgedessen
nicht von der Matrize hinweg schneiden. Der Preßteil 170 verhindert hierbei ein
Ausschwingen der Schneidvorrichtung und eine dadurch entstehende Kippbewegung des
Führungsteils bezüglich der Matrize. ' Die Schneidvorrichtung führt am Ende des
Schneidvorganges einen Überhub aus, und zwar bewegt sie sich über den Punkt hinaus,
an dem der Führungsteil 152 zuerst mit der Matrize in Eingriff trat. Darauf wird
die Schneidvorrichtung zurückbewegt und durch den Steuerteil 192 in ihre Ausgangslage
von der Matrize hinweg ausgeschwungen.