-
Pumpe Die Erfindung bezieht sich auf solche Pumpen zur Förderung von
Flüssigkeiten, die nicht auf Fliehkraftwirkung beruhen, beispielsweise eine Pumpe,
wie sie in der britischen Patentschrift 392 432 beschrieben und dargestellt ist.
Um bei nicht auf Fliehkraftwirkung beruhenden Pumpen zwecks Schmierung und Abdichtung
der arbeitenden Teile eine gewisse Flüssigkeitsmenge in der Pumpe zurückzuhalten,
ist es gebräuchlich, die Einlaß- und Auslaßanschlüsse an oder nahe der Oberseite
der Pumpe anzuordnen, so daß angesaugte Luft- oder Dampfmengen leicht aus der Pumpe
ausgetrieben werden können und daß die Flüssigkeit während des Stillstandes der
Pumpe nicht aus der Pumpe abläuft. Ein Nachteil dieser Anordnung besteht darin,
daß die in dem Unterteil der Pumpe befindliche Flüssigkeit sich beim Betrieb der
Pumpe ziemlich im Stillstand befindet und daß in der Flüssigkeit etwa in Suspension
mitgeführte Stoffe sich daher im Unterteil der Pumpe ablagern können, ohne durch
den Flüssigkeitsstrom mitgenommen zu werden. Gemäß der Erfindung ist daher die Anordnung
so getroffen, daß der Stillstand und die Ablagerung von festen Stoffen im Bodenteil
einer nicht auf Fliehkraftwirkung beruhenden Pumpe verhindert wird und doch der
Einlaß und der Auslag an oder nahe der Oberseite der Pumpe aus den erwähnten Gründen
angeordnet sind.
-
Die nicht auf Fliehkraftwirkung beruhende Pumpe nach der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Unterteil der Pumpe zum Auslaß führender
Kanal vorgesehen ist und außerdem der Oberteil der Pumpe mit dem Auslaß entweder
unmittelbar
oder durch den genannten Kanal verbunden ist, derart, daß Luft oder Dampf aus dein
Oberteil des Pumpengehäuses durch den Auslaß entweichen und wenigstens ein Teil
der Flüssigkeit sowie irgendwelche festen Stoffe, die sich sonst im Unterteil der
Pumpe ansammeln würden, durch den Kanal aufwärts strömen und durch den Auslaß die
Pumpe verlassen können. lm Hinblick auf die größere Beweglichkeit von Luft oder
Dampf im Vergleich mit Flüssigkeiten kann die Durchlaßöffnung vom Oberteil der Pumpe
zum Auslaß einen kleineren Querschnitt als der vom Unterteil ausgehende Kanal besitzen,
wodurch erreicht wird, daß der größere Teil der Flüssigkeit durch den Unterteil
des Pumpengehäuses sowie den aufwärts führenden Kanal zum Auslaß gelangt, während
ein ausreichender Querschnitt für den Durchtritt der Hauptluft oder Dampfmenge,
die in die Pumpe gelangen kann, zur Verfügung steht.
-
Der vorstehend erwähnte Kanal kann entweder ein äußerlich angebrachtes
Rohr sein oder aus einem Stück mit dem Pumpengehäuse bestehen oder durch eine im
Innern des Pumpengehäuses angeordnete besondere Trennwand abgegrenzt werden.
-
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
-
Abb. i zeigt im Schnitt eine erste Ausführungsform einer Pumpe nach
der Erfindung, und Abb. 2 und 3 sind schematische Querschnitte von zwei weiteren
Ausführungsformen.
-
In Abb. 1 ist die Erfindung in Anwendung auf eine Pumpe derjenigen
Bauart veranschaulicht, wie sie in der britischen Patentschrift 592 432 beschrieben
und dargestellt ist. Die Pumpe besteht aus einem Gehäuse i als Druckkammer, das
mit einem Deckel 2 versehen ist, dessen Innenraum die Saugkammer bildet, wobei zwischen
den beiden Kammern eine Trennwand 3 eingefügt ist. Der mit 4 bezeichnete Druckanschluß
ist unmittelbar mit der Druckkammer i verbunden, während der nicht dargestellte
Sauganschluß mit dem Innenraum des Deckels 2 in Verbindung steht. Der Rotor besteht
aus einer Welle 5 mit darauf befestigten Exzentern 6 und 6°, die unter einem Winkel
gegeneinander versetzt sind, um eine gleichmäßige Förderung zu erzielen, und von
denen jeder in einer Verdrängungskammer 7 von solcher Breite und Tiefe angeordnet
ist, daß der Exzenter an den Wänden der Kammer eng anliegt. Bei der Drehung der
Welle 5 werden die Kammern 7 in einer senkrechten Ebene bewegt und dabei durch den
Druck der Flüssigkeit in der Druckkammer mit einer Platte in gleitender Berührung
gehalten, während Federn 9 dafür sorgen, daß die Berührung aufrechterhalten wird,
solange der Druck in der Druckkammer noch im Entstehen begriffen ist. In der Platte
8 sind Durchlaßöffnungen io, 11, 12 und 13 ausgebildet, von denen die Öffnungen
io und 12 unmittelbar zur Saugkammer und die Öffnungen i i und 13 in Kanäle 11°
und 13° in der Trennwand 3 einmünden. Bei einer Ausführungsform der Pumpe nach der
Erfindung enthält das Gehäuse i eine getrennt ausgebildete Scheidewand 14, die im
Innern des Gehäuses durch eine Schraube 15 befestigt ist und die sich der gebogenen
Form des Gehäuses anpaßt und selbst eine solche Querschnittsform besitzt, daß ein
Kanal 16 gebildet wird, welcher Flüssigkeit aus dem Unterteil des Pumpengehäuses
nach oben zum Druckanschluß oder Pumpenauslaß 4 gelangen läßt. Diese Scheidewand
ist an ihrem oberen Ende so ausgeschnitten oder in bezug auf die Innenfläche des
Pumpengehäuses so angeordnet, daß eine öffnung 17 zum Austritt von Luft oder Dampf
an der Oberkante der Scheidewand vorbei in den Pumpenauslaß entsteht. Die Scheidewand
ist als besonderes Teil dargestellt, doch kann sie statt dessen auch einen Teil
des Pumpengehäuses bilden. Da das Eindringen von Wasser aus dem Gehäuse in den Kanal
an beliebiger Stelle zulässig ist, braucht die Scheidewand sich nicht eng an die
Innenseite des Pumpengehäuses anschließen und kann daher beispielsweise aus unbearbeitetem
Guß bestehen, der sich der Form nach ungefähr dein Gehäuse anpaßt.
-
Der Auslaß 4 liegt oberhalb des Pumpengetriebes, so daß im Stillstand
der Pumpe Flüssigkeit im Gehäuse eingeschlossen ist, doch bei laufender Pumpe feste
Stoffe, die sich am Boden des Gehäuses ansammeln mögen, durch den von der Scheidewand
gebildeten Kanal nach oben gelangen und durch den Auslaßanschluß austreten. Die
Scheidewand bewirkt ferner, daß ein Stillstand der Flüssigkeit in dem Pumpengehäuse
verhindert wird, während außerdem, wie bereits erwähnt, Luft oder Dampf aus dem
Oberteil des Gehäuses entweichen können.
-
Bei der geänderten Ausführungsform gemäß Abb.2 ist der Kanal 16 außen
angeordnet, und zwar in Form eines äußeren Rohres 18, das den Unterteil des Pumpengehäuses
mit einem Fortsatz i9 am Auslaßstutzen 4 verbindet. Der Kanal ermöglicht das Entweichen
von festen Stoffen, während die Hauptmenge der Flüssigkeit sowie Luft oder Dampf
unmittelbar aus dem Pumpengehäuse in die Auslaßleitung gedrückt werden, wobei der
Auslaßanschluß wiederum oberhalb des Pumpengetriebes liegt.
-
In Abb.3 ist eine Anordnung dargestellt, die besonders zur Verwendung
als Flüssigkeitspumpe mit Luft- oder Gaskompressor oder als Pumpe für die Förderung
von Flüssigkeiten in einem Speicherbehälter geeignet ist. In diesem Falle ist das
Pumpengetriebe in einem Behälter 2o von verhältnismäßig großen Abmessungen enthalten,
der zugleich die Rolle des Pumpengehäuses spielt. Beispielsweise kann der Behälter
im unteren Teil die arbeitenden Teile der Pumpe, ganz oder teilweise in Flüssigkeit
getaucht, aufnehmen, während der obere Teil als Aufnahmebehälter für das gasförmige
Mittel dient. Bei dieser Anordnung ist wiederum ein äußeres Rohr 18 vorgesehen,
das einen Verbindungskanal zwischen dem unteren
Teil des Behälters
und einem Punkt oberhalb des U lüssigkeitsspiegels im Behälter, bei stillstehender
Pumpe bildet. Für das Ausströmen von Luft oder Dämpfen ist eine in das Rohr 18 mündende
Leitungsverbindung 21 von kleinem Durchmesser vorgesehen.
-
Bei den vorstehend beschriebenen Anordnungen ist der kleinste Querschnitt
des Kanals 16 einschließlich seiner Anschlußstellen an das Pumpengehäuse oder den
Behälter so bemessen, daß durch eine ausreichende Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
durch den Kanal 16 die Ablagerung von festen Stoffen verhindert wird, die andernfalls
den Kanal verstopfen und das wirksame Arbeiten der Pumpe verhindern würden.
-
Vorstehend ist die Erfindung zwar in der Anwendung auf eine Pumpe
beschrieben, wie sie die britische Patentschrift 592 432 zum Gegenstand hat und
bei der durch Drehung von einem oder mehreren Exzentern der Rauminhalt der Kammerteile
von Verdrängungskammern abwechselnd vergrößert und verkleinert wird, derart, daß
Flüssigkeit von der Saugseite der Pumpenkammer angesaugt und unter Druck in die
Druckkammer oder den Behälter gefördert wird, und zwar unter Vermittlung von Öffnungen,
die infolge der Bewegung der Verdrängungskammern in einer senkrechten Ebene geöffnet
und geschlossen werden. Doch ist die Erfindung auch auf andere Pumpenanordnungen
anwendbar, die nicht auf Fliehkraftwirkung beruhen.