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DE808854C - Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen - Google Patents

Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen

Info

Publication number
DE808854C
DE808854C DEP47013A DEP0047013A DE808854C DE 808854 C DE808854 C DE 808854C DE P47013 A DEP47013 A DE P47013A DE P0047013 A DEP0047013 A DE P0047013A DE 808854 C DE808854 C DE 808854C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cavity
fusible
fusible conductor
filling
low voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP47013A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Siemoneit
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP47013A priority Critical patent/DE808854C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE808854C publication Critical patent/DE808854C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

  • Hohlraumschmelzkörper für elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen Zum Schutz von Hoch- und Niederspannungsanlagen und Leitungen gegen Kurzschluß und unzulässig hohe Belastung werden in erster Linie Schmelzsicherungen eingebaut, in welchen ein aus Silber oder aus Silber-Kupfer-Legierung bestehender massiver Schmelzdraht in Abhängigkeit vom Strom I und von der Zeit t zum Abschmelzen kommt, wodurch eine elektrische Abtrennung des gefährdeten Anlageteils von der Spannungsquelle bewirkt wird. Der Schmelzpunkt für Silber liegt bei 96o° C, bei einer Legierung mit Kupfer zwischen 96o und 1083° C.
  • Beim Erreichen des Schmelzpunktes unterliegt der Abschmelzvorgang selbst keiner weiteren mechanischen, magnetischen oder elektrischen Beeinflussung. Das Metall fließt lediglich unter dem Einfluß der Schwerkraft ab oder zerstäubt durch den Lichtbogen, bis etwa vorhandenes Füll- oder Isoliermittel wie Quarzsand und 01 die Strombahn unterbricht. Das Temperaturgefälle zwischen Schmelzleiter und Halte- oder Kontaktteilen ist sehr hoch, über goo° C. Dadurch wird sehr schnell Wärme vom Schmelzleiter zu den Halte- und Kontaktteilen abgeleitet, da der Schmelzleiter ein sehr guter Wärmeleiter ist. Bei Abschmelzzeiten über o,i Sek. gilt daher die Meyersche Formel nicht mehr (C = Materialkonstante, q = Querschnitt in cmE, l = Strom in Amp.). Unter dem Einfluß dieses flohen Wärmegefälles ergeben vielmehr die Messungen an Sicherungen der gleichen Größe wesentliche Streuungswerte für die It-Kurve. Da man nun bestrebt ist, eine möglichst gleichlaufende; sich der Jt-Kurve der Leitung anpassende Jt-Kurve der Schmelzsicherungen zu erreichen, kann es leicht vorkommen, daß bei den erwähnten Streuungen und bei voller Ausnutzung der höchstzulässigen Strombelastung die Auslösewerre der Sicherungen die zulässigen Werte für die Leitungen überschreiten und dadurch die Isolation Schaden nehmen kann.
  • Die Ursache ist in erster Linie in dem großen Wärmegefälle zwischen Schmelzleiter und Halterung. zu suchen, andererseits aber auch durch den unbestimmten Zustand des Schmelzleiters zwischen 500 und 96o' C bedingt.
  • Die Erfindung basiert auf diese Erkenntnisse und verlegt den Abschmelzvorgang auf eine wesentlich niedrigere Temperatur. Dadurch wird das Wärmegefälle zwischen Schmelzleiter und Halte- und Kontaktteilen wesentlich herabgesetzt, etwa auf 50o° C. Es ist bekannt, daß fast sämtliche Metalle bei höheren Temperaturen ihre Festigkeit verlieren. Diese Temperaturgrenze liegt bei Silber und Kupfer um 500° C. Durch Legierung mit anderen Metallen kann diese noch weiter herabgesetzt werden.
  • Unterwirft man nun den Schmelzleiter einer zusätzlichen mechanischen Belastung durch Einhau einer Feder beliebiger Form, so wird er sich bei Erreichen dieser kritischen Temperatur leicht ausziehen lassen. Dadurch wird der Querschnitt wesentlich vermindert und zum Abschmelzen kommen. Diese Lösung erfordert jedoch einen großen technischen Aufwand in der Konstruktion und verteuert sie sehr.
  • Gibt man jedoch dem Schmelzleiter eine rohrförmige oder auch beliebig ausgebildete Hohlraumform und sorgt maikonstruktiv für einen absolut sicheren Abschluß dieses mit Luft oder Gas gefüllten Hohlraumes, so wird diese eingeschlossene Luft oder das Gas in gleichem Maße wie der Schmelzleiter erwärmt. Nach dem auch für Luft gültigen Gasgesetz ist PXh=RXT Da V und R konstant sind, ist l eine Funktion der absoluten Temperatur T. Bei 500° C ist somit Psoac) in der Annahme von P.,° = i atü Der Hohlraum steht also bei 500° C unter einem inneren Druck von 2,64 atü. Da bei dieser Temperatur die Festigkeit des Schmelzleiters gleich Null ist, reißt der Hohlraumkörper auf. Er wird gesprengt. Verbleibt noch ein Rest der Wandung infolge des nun erfolgten Druckausgleichs, so schmilzt er infolge der sehr großen Querschnittsverminderung sofort ab. Eine Gefährdung des Sicherungskörpers kann durch den Druckausgleich nicht erfolgen, da das Volumen des Hohlraumes im Verhältnis zum Sicherungskörperinhalt sehr klein ist und der Druckanstieg nicht größer als bei den bisherigen Ausführungen 'wird. Außerdem wird das unmittelbar anlagernde Füll- oder Isoliermittel durchwirhelt und in den aufgerissenen Schmelzleiterraum einströmen. Sicherungen mit solchen ILohlraumsohmelzkörpern haben flinken Auslösecharakter. Füllt man in den Hohlraum eine nichtleitende Flüssigkeit, wie destilliertes Wasser öder Isolieröl, so arbeitet die Sicherung mit trägem Auslösecharakter, da die Füllflüssigkeit bei länger andauernder Überlastung größere Wärmemengen aufnehmen kann, bei kurzer Auslösezeit durch Kurzschluß jedoch flink arbeitet durch Verdampfung der unmittelbar dem Schmelzkörper anlagernden Flüssigkeit.
  • Durch Füllung mit einer leicht verdampfbaren, aber nicht brennbaren und nicht leitenden Flüssigkeit oder Paste kann der Hohlraum schon bei wesentlich niedrigeren Temperaturen gesprengt werden, ohne daß die Schmelztemperatur und der vorher geschilderte kritische Punkt der Festigkeit erreicht . werden. Der Sprengpunkt liegt hierbei genau fest, da.er im Schnittpunkt der Festigkeitskurve.mit der Druckkurve liegt.
  • Eine Ausführung des Schmelzkörpers als dünnwandiges Rohr zeigt die Abbildung in vergrößertem '-#,Iaßstab. Die Halterung ist dabei durch Zusammendrücken der Rohrenden und festes Einspannen durchgeführt. Gegebenenfalls kann Verlöten erforderlich werden, um absolut sicheren Abschluß des Hohlraums zu erhalten. Der Schmelzkörper kann gegossen, gezogen oder aus Folienstreifen mit Falzung oder Lotung hergestellt werden. Dabei können auch andere Materialien wie Kupfer, Messing o. dgl. verwendet werden; wodurch eine wesentliche Verbilligung erreicht wird.

Claims (3)

  1. PATEN TANSPRIl'CHE: i. Hohlraumschmelzkörper für elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter einen derart abgeschlossenen, mit Luft oder Gas gefüllten rohrförmigen oder sonst beliebig geformten Hohlraum bildet, daß die Füllung vom Schmelzleitermaterial mit erwärmt wird und beim Erreichen der Grenztemperatur für die Festigkeit der Hülle durch den Druckanstieg im Hohlraum die Schmelzleiterhiille aufreißt, so daß die Abtrennung der gefährdeten Anlagesteile bei wesentlich.niedrigeren Schmelzleitertemperaturen bewirkt wird als bei üblichen Einmetallschmelzleitern aus gleichem Metall.
  2. 2. Hohlraumschmelzkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung des Schmelzleiterhohlraums aus destilliertem Wasser oder Isolieröl besteht.
  3. 3. Hohlraumschmelzkörper nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung des Schmelzleiterhohlraums aus einer leicht verdampfbaren, nicht brennbaren und nicht leitenden Flüssigkeit oder Paste besteht, die den Hohlraum durch den Überdruck des sich bildenden Dampfes sprengt, bevor ein Abschmelzen des Schmelzkörpers eintritt.
DEP47013A 1949-06-26 1949-06-26 Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen Expired DE808854C (de)

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DEP47013A DE808854C (de) 1949-06-26 1949-06-26 Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen

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DEP47013A DE808854C (de) 1949-06-26 1949-06-26 Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE808854C true DE808854C (de) 1951-07-19

Family

ID=7382106

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DEP47013A Expired DE808854C (de) 1949-06-26 1949-06-26 Hohlraumschmelzkoerper fuer elektrische Schmelzsicherungen in Hoch- und Niederspannungsanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE808854C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0282025A3 (en) * 1987-03-11 1989-04-05 Kabushiki Kaisha Toshiba Semiconductor device with fuse function

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0282025A3 (en) * 1987-03-11 1989-04-05 Kabushiki Kaisha Toshiba Semiconductor device with fuse function

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