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Spitzenzwickmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Spitzenzwickmaschinen,
insbesondere zum Spitzenzwicken von Schuhwerk, dessen Spitze nach dem Zwicken durch
ein Drahtstück o. dgl. eingebunden wird.
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Bekannte Maschinen dieser Art haben Cberschieber, die zunächst durch
Hochbewegung ihres Trägers den Schuhschaft am Leisten hochwalken und dann sich längs
des Schuhs vorbewegen und aufeinander zu schwingen, wobei der Schaftrand über die
Brandsohle auf dem Leisten gewalkt wird. Zum Festhalten der Schaftspitze in der
Zwicklage wird dann von dem die Maschine bedienenden Arbeiter ein Einbindedraht
um die Schuhspitze gelegt und dieser nach dem Festziehen an dem Schuh befestigt.
Auch ist bereits vorgeschlagen worden, den Einbindedraht selbsttätig durch die Maschine
an dem Schuh zu befestigen, doch haben derartige Vorschläge zu keinen brauchbaren
Ergebnissen geführt.
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Die Erfindung bezweckt nun, die Maschine so zu verbessern, daß nach
dem Spitzenzwicken des Schafts der Einbindedraht von der Maschine selbst gegen die
Schuhspitze angelegt wird, dann stramm angezogen wird und schließlich an dein Schuh
befestigt wird.
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Gemäß der Erfindung hat die dargestellte Maschine somit eine durch
die Maschine selbsttätig eingeschaltete Drahtvorschubvorrichtung, die ein zum Einbinden
des Schafts dienendes Drahtstück um das Spitzenende des Schafts herum vorschiebt,
worauf Drahtklemmen die Drahtenden auf beiden Seiten des Schuhs erfassen. Die Klemmen
werden dann längs des Schuhs vorbewegt, um den Einbindedraht stramm gegen den Schuhschaft
zu ziehen.
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Gemäß der Erfindung hat die dargestellte Maschine somit zwei Drahtklemmen,
die die beiden Enden des Einbindedrahts auf beiden Seiten des Schuhs erfassen, nachdem
der Einbindedraht durch eine selbsttätig eingeschaltete Drahtvorschubvorrichtung
um die Schuhspitze herum vorgeschoben und dabei in die Klemmen
eingeschoben
worden ist. Dabei leitet eine Drahtführung mit einem geschlossenen Kanal den Draht
um das Spitzenende herum, und zwar von einer Drahtklemme nach der anderen. Die Drahtklemmen
und die Drahtführung sitzen auf dem Überschieberträger, durch dessen Hochbewegung
zum Hochwalken des Schuhschafts an dem Leisten die Drahtklemmen geschlossen werden
und dabei den Draht erfassen, ebenfalls der Draht durch ein Messer durchschnitten
wird und ferner die Drahtführung auf der Schuhseite geöffnet wird, so daß dann die
Drahtklemmen den Draht aus der Führung herausziehen und gegen die Schuhspitze anlegen
können.
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Zum Befestigen des an die Schuhspitze angelegten und dann strammgezogenen
Einbindedrahts an dem Schuh, hat die Maschine senkrecht schwingbare Klammervorrichtungen,
die sich selbst auf den Schuh einstellen und dann durch ein hydraulisches Getriebe
über Knickhebel so betätigt werden, daß die in den Vorrichtungen geformten Klammern
rittlings über dem Einbindedraht in den Schuh eingeschlagen werden. Dabei werden
die Klammervorrichtungen selbsttätig von der Maschine eingeschaltet, kurz bevor
in dem Arbeitskreislauf der Maschine, nach dem Einwalken des Schuhschafts durch
die Überschieber und dem Einziehen des Einbindedrahts gegen den Schuh, eine Pause
eintritt.
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Zum Befestigen des Einbindedrahts an dem Schuh hat die Maschine senkrecht
schwingbare Klammervorrichtungen, die sich selbst auf den Schuh einstellen und dann
durch ein hydraulisches Getriebe über Knickhebel so betätigt werden, daß die in
den Vorrichtungen geformten Klammern rittlings über dem Einbindedraht in den Schuh
eingeschlagen werden.
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In den Zeichhungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. i ist eine rechte Seitenansicht der Maschine; Fig. 2 ist eine
Vorderansicht des Oberteils der Maschine; Fig. 3 ist eine linke Seitenansicht des
Unterteils der Maschine; Fig. 3a ist eine senkrechte Schnittansicht eines Ventils
zum Steuern des hydraulischen Getriebes der Maschine; Fig. 4 ist eine rechte Seitenansicht
des Überschiebergetriebes, teilweise im Schnitt; Fig. 5 ist ein Grundriß der Überschieber
und der Vorrichtung zum Anlegen des Einbindedrahts an dem Schuh; Fig. 6 ist eine
Schnittansicht nach der Linie VI-VI der Fig. 5 ; Fig. 7 ist ein Grundriß eines Teils
der Vorrichtung zum Anlegen des Einbindedrahts; Fig. 8 ist ein Schaubild eines Teils
der in Fig. 7 dargestellten Drahtführung; Fig. g ist eine Schnittansicht nach der
Linie IX-IX der Fig. 7; Fig. io ist eine Schnittansicht nach der Linie X-X der Fig.
7; Fig. ii ist eine Vorderansicht der in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung; Fig.
12 ist eine Schnittansicht nach der Linie XII-X I I der Fig. i i ; Fig. 13 ist eine
Vorderansicht d^r rechten Kla7iimervorrichtung; Fig. 14 ist eine Schnittansicht
nach der Linie XIV-XIV der Fig. 13; Fig. 15 ist eine Schnittansicht nach der Linie
XV-X V der Fig. 13; Fig. 16 ist eine Schnittansicht nach der Linie XVI-XVI der Fig.
i3; Fig. 17 ist eine Schnittansicht nach der Linie XVII-XVII der Fig. 13; Fig. 18
ist eine Schnittansicht nach der Linie XVIII-XVIII der Fig. 13; Fig. 1g ist eine
Ansicht der Teile der rechten Klammervorrichtung; Fig. 20 ist ein Grundriß der Überschieber
und der Vorrichtung zum Anbringen des Einbindedrahts in ihrer Einstellung nach dem
Drahtvorschub und vor Beginn der Überwalkbewegung der Überschieber; Fig. 2i ist
ein Grundriß des auf der linken Seite des Schuhs angeordneten Teils der Vorrichtung
zum Anbringen des Einbindedrahts; Fig. 22 ist eine Vorderansicht des auf der rechten
Seite des Schuhs angeordneten Teils der Vorrichtung zum Anbringen des Einbindedrahts,
und zwar nach dem Durchschneiden des Drahts und nach Beginn der Überwalkbewegung
der Überschieber; Fig. 23 ist eine senkrechte Schnittansicht des Schuhs und der
an ihm angreifenden Maschinenteile in derselben Lage wie in Fig. 22; Fig. 24 ist
ein Grundriß ähnlich der Fig. 20, wobei jedoch die Überschieber am Ende ihrer Einwalkbewegung
eingestellt sind und der Einbindedraht teilweise unter die Überschieber eingezogen
worden ist; Fig. 25 ist eine senkrechte Schnittansicht des Schuhs und der Maschinenteile
in der in Fig. 24 dargestellten Lage; Fig. 26 ist eine der Fig. 25 ähnliche Ansicht,
wobei jedoch die Überschieber teilweise zurückgezogen und wieder einwärts bewegt
worden sind; Fig. 27 ist eine Vorderansicht des rechten Teils der Vorrichtung zum
Anlegen des Einbindedrahts, wobei die Maschinenteile die in Fig. 24 dargestellten
Lagen einnehmen; Fig. 28 ist eine Vorderansicht, teilweise im Schnitt, der Klammervorrichtung
kurz vor dem Einschlagen der Klammer; Fig. 29 ist eine Seitenansicht einer Klammerdrahtbremse;
Fig. 30 ist eine der Fig. 28 ähnliche Ansicht nach dem Einschlagen der Klammer;
Fig. 31 ist ein Grundriß des Schuhs und der an ihm angreifenden Teile der Klammervorrichtung,
wobei der Hammer am Ende seines Treibhubs eingestellt ist, und Fig.32 ist ein Schaltschema
der elektrischen Kupplungssteuerung der Maschine.
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Der Rahmenschuh wird zum Spitzenzwicken von zwei Platten 2 (Fig. 20)
eingestellt, die in Anpassung an Schuhe verschiedener Größen und Formen verstellbar
sind und sich gegen die Bodenfläche am Spitzenende der Brandsohle anlegen, so daß
sie den Schuh in senkrechter Richtung einstellen und ebenfalls durch Anliegen gegen
die Innenfläche der Brandsohlenlippe a den Schuh in seiner Längsrichtung und Querrichtung
einstellen.
Kurz nach Beginn des Arbeitskreislaufs der Maschine wird der Schuh gegen die Platten
2 durch ein Spitzenwiderlager 4 geklemmt, das in seine Klemmlage hochbewegt wird.
Weiterhin hat die Maschine eine Fersenstütze 6 (Fig. i), die gegen das Fersenende
des Schuhs zu Beginn des Arbeitskreislaufs bewegt wird. Zum Zwicken des Spitzenendes
des Schuhs hat die Maschine zwei Überschieber 8, die vorwärts bewegt und geschlossen
werden, wobei sie den Schuhschaft um das Spitzenende des Leistens umfassen, und
die dann hochgeschwungen werden und dabei den Schaft am Leisten hochwalken. Sodann
werden sie weiter vorbewegt und geschlossen, wobei sie den Randteil des Schafts
einwärts über den Brandsohlenrandteil und gegen die Brandsohlenlippe walken. Die
Lippe wird dabei gegen den Einwärtsdruck der Überschieber durch die Platten 2 abgestützt.
Die dargestellte Maschine hat keine Zwickzangen, und an deren Stelle sind Klemmen
oder Niederhalter io (Fig. 20 und 23) vorgesehen, die den Randteil des Schafts ausgespreizt
gegen die Überschieber 8 klemmen und zusammen mit diesen den Schuhschaft anziehen,
wenn dieser am Leisten hochgewalkt wird. Die Klemmen io halten den Schuhschaft gegen
die Überschieber, wenn diese den Schaft hochzuwalken beginnen, und geben den Schaft
frei, wenn die Überschieber den Randteil des Schuhschafts über die Brandsohle zu
walken beginnen.
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Die Überschieber sind auf Haltern 12 (Fig. 5) befestigt, die auf einem
Träger 14 sitzen. Die Halter 12 schwingen um eine senkrechte Achse, die ungefähr
in dem Spitzenende des Schuhs liegt, wobei die Überschieber geschlossen werden,
d. h. einwärts quer zu dem Schuh bewegt werden. Der Träger 14 ist an seinem Vorderende
von zwei Stangen 16 (Fig. 4) abgestützt, die mit dem Träger drehbar verbunden sind.
An seinem Hinterende wird der Träger weiterhin von einem Hebel i8 abgestützt, der
auf einer festen Welle 2o drehbar ist. Der obere Arm des Hebels 18 ist durch einen
Bolzen 22 mit dem Träger 14 drehbar verbunden und bildet somit ein Parallelgestänge
mit den Stangen 16 zumVorwärts-und Rückwärtsbewegen des Trägers 14. Die Stangen
16 sind an ihren Unterenden mit Armen 24 drehbar verbunden, die auf einer Welle
26 befestigt sind. Die Welle 26 ist in dem Maschinengestell drehbar gelagert. Auf
der Welle 26 ist weiterhin ein Arm 28 befestigt, der eine Rolle 30 trägt.
Die Rolle 30 läuft in einer Kurvenspur 32 in einer nicht dargestellten Kurvenscheibe,
die auf einer Welle 34 befestigt ist. Durch dieses Getriebe wird der Überschieberträger
14 um den Bolzen 22 hochgeschwungen, wobei die Überschieber den Schuhschaft hochwalken,
und weiterhin wird durch dieses Getriebe später der Abwärtsdruck der Überschieber
gegen den Randteil des Schuhschafts auf der Brandsohle erhöht. Zum Bewegen des Trägers
14 und der Überschieber in der Längsrichtung des Schuhs wird der Hebel 18 um die
Welle 2o durch eine Kurvenspur 36 geschwungen, die in eine Seite eines Zahnrads
38 auf der Welle 34 eingeschnitten ist. Der Hebel 18 trägt eine Rolle 40, die in
der Kurvenspur 36 läuft. Bei dieser Betätigung des Trägers 14 schwingen die Stangen
16 um ihre Drehverbindung mit den Armen 24. Die Halter 12 der Überschieber werden
zum Schließen der Überschieber durch Stangen 42 (Fig. 4 und 5) betätigt, die die
Halter mit einem Schlitten 44 verbinden, der auf dem Träger 14 in der Längsrichtung
des Schuhs hin und her bewegt wird. Die Stangen 42 tragen schwache Federn 46, durch
die die Überschieber nachgiebig gegen die Seiten des Spitzenendes beim Hochwalken
des Schafts angehalten werden. Durch eine Federvorrichtung 47 bekannter Bauart wird
der Schlitten 44 von einem Winkelheb21 48 aus betätigt, der auf einer in dem Träger-i4
gelagerten Welle 5o drehbar ist. Der Winkelhebel 48 ist durch zwei Stangen 52 mit
der Federvorrichtung 47 verbunden und wird von einer Kurvenspur 54 aus betätigt,
die in die andere Seite des Zahnrads 38 eingeschnitten ist und in der eine von einem
Arm 58 getragene Rolle 56 läuft. Der Arm 58 ist auf eine Welle 6o befestigt, auf
der ebenfalls ein Arm 62 befestigt ist. Der Arm 62 ist mit dem Winkelhebel 48 durch
ein Knickhebelgetriebe 64 verbunden. Wenn somit der Arm 58 im Uhrzeigergegensinn
(Fig. 4) gedreht wird, wird der Winkelhebel 48 im gleichen Sinn zum Schließen der
Überschieber im Gleichtakt mit deren Vorwärtsbewegung gedreht. Wenn die Drehung
des Arms 58 umgekehrt wird, werden die Überschieber geöffnet.
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Bereits bekannte Spitzenzwickmaschinen dieser Art kommen selbsttätig
zum Stillstand, nachdem die Überschieber ihre erste Walkbewegung ausgeführt haben,
so daß nun der Arbeiter einen Einbindedraht um das Spitzenende des Schuhs legen
kann. Die Maschine hält abermals an, wenn die Überschieber das Ende ihrer zweiten
Walkbewegung erreicht haben, so daß nun der Arbeiter den Einbindedraht an dem Schuh
befestigen kann. Auf Grund der Anordnung einer selbsttätigen Vorrichtung zum Anbringen
des Einbindedrahts fällt das erste Anhalten der Maschine in dem Arbeitskreislauf
weg, wobei in dem Arbeitskreislauf nur eine Pause an der Stelle eintritt, die dem
zweiten Anhalten der bereits bekannten Maschine entspricht.
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Auf der Unterseite des Überschieberträgers 14 sind zwei nach vorn
zeigende Platten 66 (Fig. 2 und 4) befestigt, in denen je eine Schwalbenschwanzführung
68 ausgebildet ist. Längs dieser Führung 68 ist ein Schlitten 70 in der Längsrichtung
des Schuhs hin und her beweglich. jeder Schlitten 70 trägt eine Drahtklemme
72 (Fig. 5), die auf dem Schlitten quer zum Schuh bewegbar gelagert ist. jede Klemme
72 hat eine Stange 74 (Fig. 7, 9 und io), die in der Querrichtung des Schuhs liegt,
und an ihrem Innenende eine Lippe 76 (Fig. io) hat, die eine Backe der Klemme ist.
Auf der Stange 74 ist ein Schlitten 78 beweglich, dessen Innenende gezahnt ist und
die andere Backe der Klemme bildet. Auf dem Innenende der Stange 74 der rechten
Klemme 72 ist durch eine Schraube So-eine Kappe 82 befestigt, die, mit den bereits
beschriebenen Maschinenteilen eine Führung 84 für den Einbindedraht w bildet. Der
Draht wird in einer Kurve unterhalb der Überschieber von der rechten Klemme 72 nach
der linken Klemme 72 vorgeschoben. Auf dem Innenende der Stange 74 der linken Klemme
72 ist ebenfalls durch eine Schraube 8o eine Kappe 86 befestigt, die jedoch sich
von der Kappe 82 insofern unterscheidet, als sie einen nach unten zeigenden Anschlag
88 (Fig. 21) für das Vorderende des Einbindedrahts hat. Durch diesen Anschlag 88
wird somit die Vorschubbewegung des Einbindedrahts beendet. In dem Schlitten
78
jeder Klemme 72 ist ein Schlitz 9o ausgebildet, durch den die Schraube 8o gesteckt
ist, und somit die Bewegungen des Schlittens zum Erfassen und Loslassen des Einbindedrahts
gestattet.
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Zum Leiten des Drahts von der rechten Klemme 72 nach der linken Klemme
72 dient eine Drahtführung 92 mit einem U-förmigen Teil 94, dessen nach hinten zeigender
Fortsatz 96 (Fig. 23 und 24) durch eine Schraube 98 mit dem Überschieberträger 14
befestigt ist. Der Teil 94 hat einen Kanal Zoo (Fig. 7) zum Führen des Drahts. Zum
Verschließen dieses Kanals auf der Schuhseite dient ein ebenfalls U-förmiger Teil
102 (Fig. 8 und 23) mit einem hochstehenden Flansch Zoo, der in der Normallage des
Teils 1o2 auf der Vorderseite des Kanals loo eingestellt ist. Der Teil 102 ist durch
einen Drehzapfen 1o6 mit dem Fortsatz 96 des Teils 94 drehbar verbunden. In der
Mitte des Teils 102 ist mit diesem eine Stange io8 drehbar verbunden, die durch
eine Öffnung in einem festen Konsol 11o (Fig. 4) nach unten zeigt. Zwischen diesem
Konsol und einem auf der Stange 1o8 befestigten Kragen 112 sitzt eine Fedet 114,
die den Teil Zog in der Ausgangslage des Überschieberträgers 14, die in Fig. 4 dargestellt
ist, so einstellt, daß der Kanal loo des Teils 94 geschlossen ist. Nachdem der Draht
in die Drahtführung 92 eingeschoben worden ist, ist der Draht dann in einem kleinen
Abstand von der Unterfläche der Überschieber eingestellt.
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Auf dem Vorderende des rechten Schlittens 70 ist eine Stange
116 (Fig. 7) befestigt, deren nach hinten zeigender Teil 118 als ein Mundstück zum
Führen des Drahts dient. Das Mundstück ist in der Fluchtlinie der Führung 84 zwischen
den Backen der rechten Klemme 72 in der Ausgangslage der Maschinenteile eingestellt.
Von diesem Mundstück geht eine biegsame Drahtführung 12o nach der Drahtvorschubvorrichtung,
die in Fig. 5 und 6 dargestellt ist. Diese Vorrichtung hat ein Gußstück 122, das
auf einem festen Konsol 124 befestigt ist. In dem Gußstück ist eine senkrechte Welle
126 drehbar, auf der ein Vorschubrad 128 befestigt ist. Unterhalb des Vorschubrads
128 ist auf der Welle ein Zahnrad 13o befestigt, das mit einem kleineren Vorschubrad
132 kämmt. Das Voischubrad 132 ist auf einem Bolzen 134 drehbar und hat eine Rille
136 zum Führen des Drahts. Ein dicker Teil des Bolzens 134 greift in einen Schlitz
138 in dem Gußstück 122 ein und ist auf einem Bolzen 14o drehbar, so daß das Vorschubrad
132 nach Wunsch von dem anderen Vorschubrad 128 hinweggeschwungen werden kann. Das
Rad 132 wird von einer Feder 142 nach dem Rad 128 hin geschoben. Die Feder greift
an einem Bolzen 144 an, der in dem Grußstück 122 verschiebbar ist und gegen die
Nabe des Rads 132-stößt. Die Feder 142 wird von einer Platte 146 unter Druck gehalten.
Die Platte ist bei 148 an dem Gußstück 122 drehbar befestigt, so daß die Feder ausgeschaltet
werden kann, wenn das Vorschubrad 132 von dem Rad 128 hinweggeschwungen werden soll.
Eine in das Gußstück eingeschraubte Schraube 15o hat einen Querteil 152,
der die Platte 146 in ihrer Normallage hält. Der Querteil wird durch die Schraube
über einen Schlitz 154 der Platte 146 eingestellt, wenn die Platte freigegeben werden
soll. Auf einem Flansch 156 der Welle 126 ist ein Ratschenrad 158 befestigt, in
das zwei zueinander versetzte Klinken 16o eingreifen. Die Klinken sind auf einem
Träger 162 drehbar befestigt und werden von einer Feder 164 gegen das Ratschenrad
gehalten. Der Träger 162 ist auf einem Lager 166 drehbar, das auf das Unterende
der Welle 126 aufgeschraubt ist. Mit dem Träger 162 ist ein Ritzel 168 fest verbunden.
In das Ritzel 168 greift eine Zahnstange 17o ein, die von einem Anguß 172 (Fig.
1) und einer festen Platte 174 geführt wird. Bei der Vorwärtsbewegung der Zahnstange
werden die Vorschubiäder zum Vorschieben des Drahts gedreht, und bei der Rückwärtsbewegung
der Zahnstange wird der Klinkenträger 162 rückwärts gedreht. Um dabei eine Rückwärtsbewegung
der Welle 126 zu verhindern, liegt ein Bremsband 176 gegen eine auf der Welle befestigte
Bremstrommel 178 an. Der Draht läuft durch Führungen 18o und 182 nach den Vorschubrädern
hin und wird von einem Haspel 184 abgewickelt. Der Haspel sitzt auf einem Arnn 186,
der an dem Gußstück 122 befestigt ist. Die Zahnstange 170 wird von einem Hebel 188
(Fig. 1) betätigt, der von einer Kurvenscheibe 19o auf der Welle 34 über eine Rolle
192 geschwungen wird. Eine an dem Hebel 188 angreifende Feder 194 schwingt den Hebel
wieder zurück, wobei die Rückwärtsbewegung der Zahnstange 17o durch das Anschlagen
eines Bolzens 196 gegen den Anguß 172 begrenzt wird. Die Kurvenscheibe 19o ist so
geformt, daß der Draht zu Beginn eines Arbeitskreislaufs in die Führung 92 eingeschoben
wird. Nachdem der Drahtvorschub durch das Anstoßen des Drahts gegen den Anschlag
88 der linken Klemme 72 beendet «-orden ist, gleiten die sich noch weiter drehenden
Vorschubräder auf dem Draht.
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Der in die Drahtführung 92 und zwischen die Backen der Klemmen 72
vorgeschobene Draht wird mit den Überschiebern nach oben bewegt, wenn der Träger
14 hochschwingt und dabei den Überschiebern ihre Hochwalkbewegung erteilt. Auf Grund
dieser Hochbewegung des Überschieberträgers 14 erfassen die Klemmen 72 gegdn Ende
dieser Bewegung den Draht.
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Die Stange 74 jeder Klemme ist an ihrem Außenende auf einer Welle
198 (Fig. 7 und lo) zwecks senkrechter Schwingbewegung drehbar befestigt. Die Welle
198 ist in einem Schlitten Zoo drehbar gelagert, der von dem Schlitten
70 geführt wird und sich quer zu dem Schuh bewegt (s. Fig.9). Diese Bewegungen
der Stange 74 und des Schlittens 200 werden weiter unten noch genauer beschrieben.
In einer Aussparung in dem Außenende der Stange 74 sitzt eine Nocke 202, die auf
der Welle 198 befestigt ist und an dem Außenende des Schlittens 78 der Klemme angreift.
Eine Feder 204, die diese Nocke mit einem Bolzen 2o6 des Schlittens 78 verbindet,
hält den Schlitten zurückgezogen, so daß der Draht sich zwischen den Backen der
Klemmen hindurch bewegen kann, wenn diese in ihrer Anfangslage (Fig. lo) eingestellt
sind. Auf jeder Welle 198 ist ein Arm 2o8 befestigt, der gegen Ende der Aufwärtsbewegung
des Trägers 14 gegen einen Anschlag 210 stößt. Der Anschlag wird von einer Stange
212 getragen, die an dem Maschinengestell befestigt ist (Fig. 2 und lo). Durch den
Angriff des Anschlags 21o an dem Arm 208 wird die Welle 198 gedreht, wobei
die Nocke 202 den Schlitten 78 einwärts schiebt und somit der Draht gegen die Backe
76 geklemmt wird. Nach dem Festklemmen des Drahts kann der Anschlag
210
gegen den Widerstand einer Feder 214 nach oben nachgeben. Die Feder sitzt zwischen
dem Anschlag 210 und einem Ansatz 216 der Stange 212. Der Anschlag ist längs einer
Führung in der Stange 212 beweglich.
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Weiterhin wird auf Grund der Aufwärtsbewegung des Trägers 14, und
zwar gegen Ende dieser Bewegung, das in die Drahtführung 92 und in die Klemmen 72
eingeschobene Drahtstück, das zum Einbinden der Schuhspitze verwendet werden soll,
von dem Draht durch ein Messer 218 abgeschnitten. Das Messer ist vor der rechten
Klemme angeordnet und ist um einen Bolzen 220 (Fig. 7 und ii) drehbar, der durch
eine Schraube 222 in dem Schlitten 7o befestigt ist. In der Anfangslage der Maschinenteile
liegt das Außenende des Messers auf einem Trägerteil 224, der an der rechten Stange
212 verstellbar befestigt ist (s. Fig. 2 und ii). Dabei wird das Innenende des Messers
so eingestellt, daß es nicht den Einschub des Drahts in die Klemme 72 verhindern
kann. Gegen Ende der Aufwärtsbewegung des Trägers 14 stößt das Außenende des Messers
gegen einen Anschlag 226 (Fig. io) an der Stange 212, wobei das Messer geschwungen
wird und den Draht durchschneidet (s. Fig.22). Das abgeschnittene Drahtstück wird
nun an beiden Enden durch die Klemmen 72 festgehalten.
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Durch die Aufwärtsbewegung des Trägers 14 wird ebenfalls der Teil
102 der Drahtführung 92 um den Bolzen io6 gedreht und dabei von der Vorderseite
des Kanals ioo in der Führung 94 hinwegbewegt (s. Fig. 23). Dies erfolgt durch das
Anstoßen einer Feder 228 (Fig. 4), die auf einem Kragen 23o auf dem Unterende der
Stange io8 sitzt, gegen die Unterseite der Konsole iio. Die Feder 114 hält den Teil
102 in seiner Arbeitslage bis gegen Ende der Aufwärtsbewegung des Trägers 14, worauf
durch das Anstoßen der Feder 228 gegen die Konsole iio die Aufwärtsbewegung der
Stange io8 beendet wird und der Teil io2 die in Fig. 23 dargestellte Lage einnimmt,
während der Träger 14 seine Aufwärtsbewegung fortsetzt. Ein Herausfallen des Einbindedrahts
aus der Führung 94 wird jedoch durch eine Federklemme 232 verhindert, die an der
Führung 94 befestigt ist und an dem Spitzenende des Schuhs vor der Führung eingestellt
ist. Der hochstehende Flansch 104 des Teils zog ist an dieser Stelle ausgeschnitten,
wie bei 234 in Fig. 23 dargestellt ist.
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In zeitlicher Anpassung an die Vorwärts- und Schließbewegungen der
Überschieber, durch die der Randteil des Schuhschafts über den Randteil der Brandsohle
und gegen die Brandsohlenlippe gewalkt wird, werden die Klemmen 72 in der Längsrichtung
des Schuhs vorwärts bewegt, wobei sie den Einbindedralit einwärts unter die Überschieber
und gegen den hochstehenden Randteil des Schuhschafts ziehen. Weiterhin werden die
Klemmen quer zu dem Schuh einwärts bewegt, um die Drahtenden in den Winkel zwischen
dem Randteil der Brandsohle und der Lippe zu schieben (Fig. 24 und 27). Beim Herausziehen
des Einbindedrahts aus der Drahtführung 92 wird der Mittelteil des Drahts von der
Federklemme 232 nach oben abgelenkt und gegen die Unterseiten der Überschieber bewegt
(s. Fig. 25). Die soeben erwähnten Vorwärts- und Einwärtsbewegungen der Klemmen
erfolgen auf Grund der Vorwärtsbewegungen der Schlitten 70: Dabei erfolgen die Vorwärtsbewegungen
der Klemmen unmittelbar auf Grund der Vorwärtsbewegungen der Schlitten. Jeder Schlitten
70 wird von einem Arm 236 gesteuert, der an seinem Oberende einen Schlitz
238 (Fig. 3) hat. In dem Schlitz liegt der Kopf einer Schraube 240 (Fig. 5 und 7),
die in den Schlitten eingeschraubt ist. Die beiden Arme 236 sind an ihren Unterenden
auf einer Welle 242 befestigt, die in festen Lagern 244 und 246 (Fig. i und 2) drehbar
ist. Auf dem linken Ende der Welle ist ein Arm 248 (Fig.3) befestigt, der nach hinten
zeigt und eine Rolle 250 trägt. Die Rolle läuft in einer Kurvenspur 252,
die in einer Seite einer Kurvenscheibe 254 auf der Welle 34 eingeschnitten ist.
Der Arm 248 ist durch eine Feder 256 mit einem Bolzen 258 verbunden, der durch eine
Konsole 26o des Maschinengestells geschraubt ist. Mittels einer Flügelmutter 262
kann der Bolzen zum Verändern der Vorspannung der Feder 256 verstellt werden. Ein
Teil f der Kurvenspur 252 wirkt so auf den Arm 248 ein, daß die Vorwärtsbewegung
des Trägers 14 vor dem Hochwalken des Schafts ausgeglichen wird und nicht die Schlitten
verstellt. Ein anderer Teil g der Kurvenspur gleicht die weitere Vorwärtsbewegung
des Trägers 14 aus, während der die Überschieber den Schaftrand einwärts über die
Brandsohle walken. Hinter dem Teil g ist die Kurvenspur bei h verbreitert, so daß
der Arm 248 von der Feder 256 zum Vorwärtsbewegen des Schlittens 7o mit Bezug auf
den Überschieberträger 14 geschwungen werden kann, wobei die Klemmen 72 den Einbindedraht
nachgiebig unter die Überschieber einziehen.
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Die Einwärtsbewegungen der Klemmen quer zu dem Schuh finden während
deren Vorwärtsbewegungen statt und werden von Winkelhebeln 264 (Fig. 5, 7 und 12)
erzeugt. Jeder Winkelhebel ist um einen senkrechten Bolzen 266 drehbar, der von
dem Schlitten 70 getragen wird. Der eine Arm des Winkelhebels trägt einen Bolzen
268, der durch einen Bogenschlitz 270
(Fig. 7 und 9) in dem Schlitten
70 und in einen Querschlitz 272 des die Klemme tragenden Schlittens 200 gesteckt
ist. Der andere Arm des Winkelhebels 264 liegt anfänglich gegen.eine gehärtete Platte
274 an, die gegen das Vorderende des Trägers 14 stößt und die Klemme 72 in ihrer
zurückgezogenen Lage (Fig. 7) hält. Wenn der Schlitten 70 längs der Platte 66 vorwärts
bewegt wird, nimmt er den Winkelhebel 264 mit, wobei die Klemme 72 durch eine Feder
276 einwärts auf den Schuh zu bewegt wird, soweit dies der Winkelhebel zuläßt. Die
Feder 276 verbindet einen Bolzen278 des Schlittens 7o mit der Welle i98 in dem Schlitten2oo.
Ein Schlitz 28o (Fig. 9) in dem Schlitten 70, durch den der Schaft 198 gesteckt
ist, ermöglicht die Einwärtsbewegung der Klemme durch die Feder 276. Die Einwärtsbewegung
der Klemme hört auf, wenn diese gegen den Schuh stößt, wobei das Ende des Einbindedrahts
in den Winkel zwischen dem Randteil und der Lippe der Brandsohle eingeschoben worden
ist (s. Fig. 27). Zum senkrechten Einstellen der Klemme ist diese, wie bereits erwähnt,
um die Welle 198 drehbar. Eine Feder 282 (Fig. io) zwischen der Stange 74 der Klemme
und dem Schlitten 200 ist bestrebt, die
Klemme um die Welle 198
hochzuschwingen. Anfänglich wird die Klemme jedoch gegen den Widerstand dieser Feder
vor dem Kanal ioo. der Drahtführung 92 durch ein Blöckchen 284 eingestellt, das
auf der Innenseite des Schlittens 7o befestigt ist und mittels eines Fortsatzes
286 (Fig. ii) über eine Rolle 288 greift, die auf einem Bolzen 29o der Stange 74
sitzt. Bei der Einwärtsbewegung der Klemme wird die Rolle 288 unter dem Fortsatz
286 herausbewegt. Sodann wird die Hochbewegung der Klemme federnd durch einen Hebel
292 gesteuert, der um einen Bolzen 294 in dem Schlitten 7o drehbar ist. Die Unterseite
296 des Innenendes des Hebels 29e greift an der Rolle 288 an, nachdem die Rolle
sich unter dem Fortsatz 286 herausbewegt hat. Zwischen dem Außenende des Hebels
292 und dem Schlitten 70 sitzt eine Feder 298, gegen deren Widerstand der
Hebel unter -dem Aufwärtsdruck der Rolle 288 hochschwingen kann. Die Feder 298 sitzt
auf einem Schraubenbolzen 3oo, der die Feder so einstellt, daß das Innenende der
Klemme die in Fig. 27 dargestellte Lage am Ende seiner Einwärtsbewegung einnimmt.
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Wie Fig. 25 erläutert, in der die Maschinenteile ihre Lagen am Ende
der ersten Einwärtswalkbewegung der Überschieber einnehmen, wird gegebenenfalls
der Einbindedraht zunächst nur teilweise unter die Überschieber durch die Feder
256 eingezogen. Wenn dann die Überschieber teilweise zurückgezogen werden, wird
der Einbindedraht weiter einwärts gegen den hochstehenden Schaftrand gezogen, so
daß bei der darauffolgenden zweiten Einwärtsbewegung der Überschieber, die unter
erhöhtem Druck stattfindet, der Einbindedraht fest gegen den Schuhschaft angepreßt
wird (s. Fig. 26). Nachdem somit der Einbindedraht an dem Schuh angelegt worden
ist und seine beiden Enden von den Klemmen in dem Winkel zwischen Randteil und Lippe
der Brandsohle eingestellt worden sind, wird der Arbeitsgang der Maschine unterbrochen,
während die Überschieber mit vollem Druck gegen den Schaft pressen, so daß nunmehr
der Einbindedraht an dem Schuh befestigt werden kann.
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Zum Befestigen des Einbindedrahts an dem Schuh hat die Maschine zwei
Vorrichtungen zum Einschlagen von Befestigungsmitteln, im vorliegenden Falle Klammern.
Die Vorrichtungen schlagen die Klammern rittlings des Drahts in den Schuh ein. Die
beiden Klammervorrichtungen sind im Vorderteil der Maschine angeordnet und sind
einander gleich. Jede Klammervorrichtung hat eine Schiene 302 (Fig. 18 und
i9), die in der Querrichtung des Schuhs liegt und an ihrem Vorderende eine Führung
304 für ein Kreuzstück 3o6 hat. Das Kreuzstück ist auf eine Welle 3o8 ausgebildet,
die in einem festen Lager 31o drehbar ist. Somit können die Schiene und die von
ihr getragenen Maschinenteile senkrecht um die Welle 308 schwingen, und ebenfalls
kann die Schiene sich quer zu dem Schuh bewegen. Auf der Schiene302 ist eine Platte
3i2 (Fig. 13 und 17) verschiebbar angeordnet, die von zwei Schrauben 314 festgehalten
wird. Die Schrauben greifen durch Schlitze 316 der Platte. An ihrem Außen= ende
hat die Plätte 312 einen nach unten zeigenden Arm 318 (liig 17 und 18), der an dem
Lager 31o angreift und an dem ebenfalls eine ' Schraube 32o angreift. Die Schraube
320 sitzt in einem Träger 322, der auf der Unterseite der Schiene 3o2 befestigt
ist. Das Außenende der Schiene ist mit dem Maschinengestell durch eine Feder 324
verbunden, die bestrebt ist, die Schiene einwärts zu bewegen, wobei diese Einwärtsbewegung
durch das Anschlagen der Schraube 320
gegen den Arm 318 der Platte 312 beendet
wird. Da
der Arm 318 an dem Lager 31o angreift und da die Platte
312 auf der Schiene 302 verschiebbar ist, wird durch Drehung der Schraube
32o die Schiene quer zum Schuh verstellt.
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In einer Führung 326 (Fig. i9) in dem Innenende jeder Schiene
302 ist ein Klammermundstück 328 (Fig. 18) beweglich. Das Mundstück hat einen
kleinen Block 330 und eine an dem Block befestigte Platte 332. Auf der Platte
332 ist ein Block 334 befestigt, der. als Klammerbieger wirkt und durch Einwärtsbewegung
nach dem Schuh hin eine Klammer über einen Biegedorn 336 formt, der durch einen
Schlitz 338 (Fig. IS) der Platte 332 gesteckt ist. Ein dicker Teil des Biegedorns
ist in einer auf der Schiene befestigten Kappe 340 gleitbar gelagert und greift
in einen Schlitz 342 der Platte 332 ein. Eine Feder 344 schiebt den Biegedorn so
weit nach innen als dies die Platte 332 ermöglicht. In dem Zwischenraum zwischen
dem Block 330 und dem Klammerbieger 334 sitzt ein kleiner Block 346 (Fig.
15 und 19), der in der Anfangslage der Maschinenteile dem Biegedorn gegenüber eingestellt
ist und einen Schlitz hat, in den der Biegedorn eingreift. Zwei Federn 348 zwischen
dem Block 346 und der Platte 332 sind bestrebt, den Block von dem Biegedorn hinwegzubewegen
und ihn in einem Schlitz 330 (Fig. 18) einer Platte 352 zu halten. Die Platte
352 ist durch zwei Schrauben 354 (Fig. 13) auf einer Seite der Schiene
302 befestigt. In dieser Einstellung , des Blockes 346 besteht ein Zwischenraum
zwischen ihm und der Platte 332, durch den der Klammerdraht vorgeschoben wird. Der
Draht wird durch ein Mundstück 356, das von der Schiene 302 getragen wird,
vorgeschoben und dann bei der Bewegung des Klammermundstücks 328 nach dem Schuh
hin durch ein Messer 358 abgeschnitten, das an dem Klammerbieger 334 befestigt ist.
Sobald das abgeschnittene Drahtstück in die Form einer Klammer gebogen worden ist,
wird der Biegedorn 336 durch das Anstoßen der Platte 332 gegen das Innenende des
Schlitzes 342 nach außen bewegt; so daß nun der Hammer 36o zum Einschlagen der Klammer
sich längs seiner in den Teilen 330 und 334 ausgebildeten Führung bewegen
kann. Gleichzeitig wird der Block346 durch das Anschlägen gegen das eine Ende des
Schlitzes 35o gegen den Widerstand der Federn 348 einwärts geschoben, so daß der
Zwischenraum zwischen dem Block 346 und der Platte 332 ausgefüllt wird und somit
die Klammer ohne Unterbrechung geführt wird.
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Das Mundstück 328 und der Klammerbieger 334 werden von einem Knie-
oder Knickhebel 362, 364 samt einem Kniebolzen 366 betätigt. Der Knickhebel
ist an einem Ende mit dem Mundstück und dem Klammerbieger durch einen Bolzen 368
drehbar befestigt. Der Bolzen hat eine Querbohrung (Fig. 18), durch die sich der
Hammer 36o bewegt. An seinem anderen Ende ist der Knickhebel mittels eines 8o1-zens
370
mit einem Block 372 drehbar verbunden. Der Block ist auf der Schiene 302
verschiebbar gelagert, und an ihm greift eine Feder 374 an, die in einem auf dem
Außenende der Schiene befestigten Gehäuse 376 sitzt. Diese Feder hält den Block
372 gewöhnlich gegen einen Anschlag 378 (Fig. 18) auf der Schiene 302. Der
Knickhebelteil 364 greift auf einem Exzenterteil des Bolzens 370 an, und
der Bolzen kann in dem Block 372 verdreht werden. Er wird in eingestellter Lage
durch eine Mutter 380 festgeklemmt. Der Knickhebel 362, 364 wird durch ein
hydraulisches Getriebe betätigt. Dieses Getriebe besteht der Hauptsache nach aus
einem Kolben 382 (Fig. 2), der in einem auf dem Maschinengestell befestigten Zylinder
384 senkrecht beweglich ist. Der Kolben greift durch ein Verbindungsstück 386 an
dem Knickhebelteil 362 an. Das Verbindungsstück ist an seinem Oberende auf einem
Bolzen 388 (Fig. 4 des Kolbens drehbar und ist durch einen Schlitz in dem Unterende
des Kolbens gesteckt. Beim Einfließen von Druckflüssigkeit in das Oberende des Zylinders
384 wird der Kolben 382 gegen den Zug einer Feder 39o nach unten bewegt und somit
die Bewegung des Knickhebels 362, 364 in seine Strecklageeingeleitet. DabeiwerdendasMundstück328
und der Klammerbieger 334 nach innen, d. h. auf das Werkstück zu, bewegt. Jedoch
tritt kurz darauf das Messer 358 mit dem aus dem Drahtmundstück 356 hervorgeschobenen
Drahtstück in Eingriff, wobei der Widerstand des Drahtstücks gegen das Messer zunächst
die Weiterbewegung des Knickhebels in seine Strecklage verhindert. Bei der fortgesetzten
Abwärtsbewegung des Kolbens werden somit die Schiene 302
und die von ihr getragenen
Maschinenteile nach unten um die Welle 308 geschwungen, und somit wird ein
die Klammerschenkel umnietender Amboß 392, der auf dem Innenende der Schiene befestigt
ist, gegen die Brandsohle herabbewegt. Die Schiene wird von der Schraube
320 so eingestellt, daß der Amboß weiter einwärts als die Brandsohlenlippe
a auf die Brandsohle aufgesetzt wird. Der Schuh verhindert nunmehr eine weitere
Abwärtsbewegung der Schiene 302, so daß dann die Bewegung des Knickhebels
in seine Strecklage wieder aufgenommen wird und dabei das Messer den Draht durchschneidet.
Ebenfalls bewegt sich der Klammerbieger weiter einwärts und formt eine Klammer über
dem Biegedorn. Auch bewegt sich das Mundstück 328 weiter einwärts nach dem Schuh
hin, bis es in dem Winkel zwischen dem Randteil und der Lippe der Brandsohle liegt
(s. Fig. 28). Das Mundstück hat in seinem Vorderende eine Rille 394 (Fig. Z9), in
der der Einbindedraht liegt, wenn das Mundstück in seiner Arbeitslage eingestellt
ist. Bei dieser Bewegung des Mundstücks und des Klammerbiegers in die Arbeitslagen
wird die Schiene 302 gegen den Zug der Feder 324 auswärts bewegt, wobei der
Amboß 392 gegen die Innenseite der Brandsohlenlippe angelegt wird (s. Fig. 28).
Zu diesem Zweck ist an einem Teil 396 (Fig. 13) des Maschinengestells ein
Hebel 398 drehbar, dessen Unterende mit einem nach oben zeigenden Arm 40o auf dem
Innenende der Platte 312 in Eingriff tritt. Das Oberende des Hebels 398 ist durch
ein Verbindungsstück 402 mit einem Bolzen 404 (Fig. 4 des Kolbens 382 verbunden.
Die Verbindung zwischen dem Verbindungsstück 402 und dem Hebel 398 besteht aus einem
Bolzen 4o6 auf dem Hebel, der durch einen Schlitz 4o8 des Verbindungsstücks gesteckt
ist, wobei an dem Bolzen eine von dem Verbindungsstück getragene Feder 41o angreift.
Somit wird die Schiene 302 durch Verbindungsstück 402 und Hebel 398 über
Platte 312 und Schraube 32o auswärts bewegt, und nachdem der Amboß 392 gegen die
Innenseite der Brandsohlenlippe angelegt ist, gibt die Feder 41o nach, so daß sich
das Verbindungsstück 402 während der fortgesetzten Abwärtsbewegung des Kolbens 382
nur leer um den Bolzen 406 schwingt. Fig. 13 zeigt, daß das Unterende des
Hebels 398 anfänglich in einem Abstand von der Platte 312 und dem Arm 400 steht,
so daß die Auswärtsbewegung der Schiene 3o2 nicht stattfindet, ehe der Amboß 392
auf die Brandsohle aufgesetzt worden ist. Nach dem Einklemmen des Schaftrands und
der Brandsohlenlippe zwischen dem Mundstück 328 und dem Amboß 392 wird durch die
fortgesetzte Bewegung des Knickhebels 362, 364 in seine Strecklage der Block 372
(Fig. 16 und 18) gegen den Druck der Feder 374 auswärts verschoben. Die Bewegung
des Knickhebels in seine Strecklage endet durch den Anschlag eines Teils 412 auf
der Schiene 302
gegen den Knickhebelteil 364 (s. Fig. 28).
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Damit die Klammer rittlings über dem Einbindedraht in den Schuh eingeschlagen
wird, muß somit der Einbindedraht genau, in bezug auf die Klammerführung, in dem
Mundstück 328 eingestellt werden. Zu diesem Zweck hat jede Klammervorrichtung einen
Finger 414 (Fig. 13 und i8), an dessen Innenende eine Lippe 416 ausgebildet ist.
Die Lippe bewegt sich einwärts über den Schaft auf den Brandsohlenrandteil unter
den Einbindedraht. An seihem Außenende ist der Finger auf dem Bolzen 368 befestigt,
durch den das Mundstück und der Klammerbieger betätigt werden. Der Bolzen ist durch
einen Schlitz 418 des Fingers gesteckt. In einer Höhlung des Fingers sitzt eine
Feder 42o, die gegen einen auf dem Bolzen 368 befestigten Anschlag 422 lagert. Das
Innenende des Fingers wird weiterhin von einem Bolzen 424 getragen, der in dem Mundstück
328 sitzt und in einen Winkelschlitz 426 des Fingers eingreift. Anfänglich wird
der Finger von den Bolzen 368 und 424 zurückgezogen gehalten, so daß zwischen seiner
Lippe 416 und dem Amboß 392 genügend Abstand vorhanden ist. Bei der Einwärtsbewegung
des Mundstücks und des Klammerbiegers bewegt der Bolzen 368 über die Feder 42o den
Finger 414 einwärts gegen den Schuh. Bei dem Widerstand des Schuhs gegen die fortgesetzte
Bewegung des Fingers bewegt sich der Bolzen 424 längs des Winkelschlitzes 426, während
das Mundstück 328 sich weiter einwärts bewegt, wobei der Finger von der Feder 429
weiter nach innen gedrückt wird. Die Lippe 416 des Fingers wird somit unter den
Einbindedraht geschoben und hebt den Einbindedraht hoch, so daß dieser genau auf
das Mundstück 328 eingestellt ist.
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Der Hammer 36o jeder Klammervorrichtung ist auf einer Stange 428,
befestigt, die sich in der bereits erwähnten Führung 304 der Schiene 302
hin und her bewegt. Der Hammer wird von einem zweiten Knie-oder Knickhebel 430,
432 samt eines Kniebolzens 434
betätigt. Der Knickhebelteil 43o
ist mit der Hammerstange 428 durch einen Bolzen 436 verbunden, der durch einen Schlitz
438 (Fig. 18 und i9) der Schiene 302 gesteckt ist. Der ändere Knickhebelteil
432 ist mit dem bereits erwähnten gleitbaren Block 372 durch einen Bolzen 44o verbunden.
Der Knickhebel 430, 432 wird ebenfalls durch ein hydraulisch betätigtes Getriebe
bewegt. Dieses Getriebe besteht der Hauptsache nach aus einem Kolben 442 (Fig. 2),
der sich in einem Zylinder 444 senkrecht bewegt. Der Kolben 442 ist durch ein Verbindungsstück
446 mit dem Knickhebelteil 430 verbunden. Der Kolben wird gegen den Zug einer Feder
448 nach unten bewegt, wenn Druckflüssigkeit in den Zylinder 444 von dem Zylinder
384 aus durch eine Verbindung 45o einfließt. Dies findet statt, nachdem der Kolben
382 sich so weit abwärts bewegt hat, daß er die Verbindungsleitung 450 öffnet. Ebenfalls
ist der Kolben 442 anfänglich über der Verbindungsleitung 45o eingestellt, und er
wird zum Öffnen dieser Leitung durch die bereits erwähnte Abwärtsbewegung der Schiene
302 nach unten bewegt. Dabei wirkt die Schiene auf den Kolben über den Knickhebelteil
43o ein, da der Bolzen 436 zu dieser Zeit gegen das Außenende des Schlitzes 438
liegt. Durch den Widerstand der Feder 448 gegen die Abwärtsbewegung der Schiene
302 wird erreicht, daß das Messer 358 durch den Knickhebel 362, 364 gegen
den Draht angedrückt wird, ehe die Schiene 302 ihre Abwärtsbewegung beginnt. Nachdem
die Zylinder 384 und 444 miteinander in Leitungsverbindung stehen, muß jedoch noch
die Betätigung des Hammers verhindert werden, und zwar bis der Knickhebel 362, 364
in die Strecklage bewegt worden ist und somit das Formen der Klammer und die Einwärtsbewegung
des Mundstücks 328 beendet ist. Somit wird vorübergehend die Bewegung des Knickhebels
430, 432 in seine Strecklage, selbst nach dem Einfließen der Druckflüssigkeit in
den Zylinder 444, verhindert. Zu diesem Zweck ist auf einem Bolzen 454 der Schiene
302 ein Anschlag 456 drehbar, der in der Bewegungsbahn des Bolzens 436 liegt
und gegen den der Knickhebelteil 43o stößt. `Eine Feder 458 auf einem Träger 460,
der auf einer Deckplatte 462 auf der Vorderseite der Schiene 3o2 befestigt ist,
greift an einem Schwanzstück 464 des Anschlags 456 an und hält ihn in dieser Lage.
Wenn der Knickhebelteil 362 sich dem Ende seiner Streckbewegung nähert, schlägt
ein kleiner Block 466 auf dem Knickhebeltefl 362 gegen den Anschlag 456 und schwingt
diesen abwärts gegen den Widerstand der Feder 458 aus der Bewegungsbahn des Bolzens
436 und des Knickhebelteils 43o (Fig. 28) heraus. Dadurch wird der den Hammer betätigende
Knickhebel 430, 432 freigegeben, so daß nun der Hammer betätigt wird. Die Bewegung
dieses Knickhebels endet durch das Anstoßen seines Teils 430 gegen den Anschlag
412 (s. Fig. 30).
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Es ist bereits erwähnt worden, daß nach dem Einklemmen des hochstehenden
Schaftrands und der Brandsohlenlippe zwischen dem Mundstück 328 und dem Amboß 392
bei einer Weiterbewegung des das Mundstück betätigenden Knickhebele in seine Strecklage
der Block 372 (Fig. 18) auswärts gegen den Widerstand der Feder 374 bewegt wird.
Dieser Block nimmt somit eine Lage ein, die von der jeweiligen Lage des Mundstücks
abhängt, und diese wiederum bestimmt sich nach der Dicke der Werkstückteile zwischen
dem Mundstück und dem Amboß. Da der Knickhebeltei1432 ebenfalls mit dem Block 372
verbunden ist, wird somit der Knickhebel 430, 432 von dem das Mundstück betätigenden
Knickhebel 362, 364 verstellt, so daß die Länge des Arbeitshubs des Hammers nach
der jeweiligen Lage des Mundstücks bemessen wird. Das Vorderende des Hammers ist
somit am Ende des Arbeitshubs des Hammers immer genau mit Bezug auf das Mundstück
328 eingestellt. Dadurch wird verhindert, daß der Hammer die Klammer zu tief in
das Werkstück einschlägt, wodurch gegebenenfalls der Einbindedraht durchschnitten
werden könnte. Durch die Verstellung des Exzenterbolzens 370 (Fig. 18) kann
die gegenseitige Lage des Mundstücks und des Hammers am Ende des Arbeitshubs verstellt
werden, wodurch die Einschlagtiefe der Klammer verstellt wird. Wie Fig. 31 zeigt,
wird die Klammer vorzugsweise so tief eingeschlagen, daß der Klammersteg den Einbindedraht
etwas nach innen biegt, so daß dieser den Schuhschaft fest umspannt. Der Amboß 392
hat eine Aushöhlung 468 (Fig. i8), die die Klammerschenkel so nach dem Fersenende
des Schuhs hin und in die Brandsohlenlippe umbiegt (s. Fig. 3i), daß durch einen
ZugandemEinbindedraht die Klammer nicht gelockert werden kann.
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Gleichzeitig mit dem Einschlagen der beiden Klammern zum Verankern
des Einbindedrahts, werden die Klemmen 72 geöffnet und geben die beiden Enden des
Einbindedrahts frei. Zu diesem Zwecke ist auf dem Knickhebelteil 362 eine Platte
470 (Fig. 13) verschiebbar, auf der der bereits erwähnte Block 466 durch eine Schraube
472 befestigt ist, wobei die Schraube durch einen Schlitz 474 des Knickhebelteils
gesteckt ist. Auf einem Bolzen 476 auf der Platte 470 ist ein Arm 478 drehbar, und
zwischen dem Arm 478 und dem bereits erwähnten Bolzen 370 ist eine Feder
48o ausgespannt, die den Arm so einstellt, daß sein Schwanzteil 482 gegen die Platte
47o anliegt und die Schraube 472 gegen das eine Ende des Schlitzes 474 gehalten
wird. Bei der Betätigung des Knickhebels 430, 432 stößt der Knickhebelteil 430 gegen
den Block 466 und verschiebt die Platte 47o einwärts auf den Schuh zu. Auf diese
Weise wird das Innenende des Arms 478 gegen einen hochstehenden Finger 484 (Fig.
28) bewegt, der an der Nocke 202 ausgebildet ist. Wie bereits beschrieben, steuert
die Nocke die Backe 78 der Klemme 72. Durch das Anschlagen des Arms 478 an dem Finger
484 wird die Nocke so gedreht, daß die Feder 204 nunmehr die Backe 78 zurückziehen
kann und den Einbindedraht freigibt (s. Fig. 30). Die Drehbefestigung des Arms 478
auf der Platte 47o ermöglicht es dem Arm, sich über den Finger 484 hinaus nach oben
zu bewegen.
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Beim Freigeben des Einbindedrahts durch die Klemmen 72 schwingt die
Feder 256 (Fig. 3) den Arm 248 und bewegt die beiden Arme 236 weiter nach vorn.
Dies ist dadurch ermöglicht, daß die Rolle 25o auf dem Arm 248 zu dieser Zeit in
den verbreiterten Teil der Kurvenspur 252 einläuft. Dadurch werden die Schlitten
70 und Klemmen 72 weiter nach vorn bewegt. Aus diesem Grunde hat die Kurvenspur
252 eine Ausbiegung i, die auf den Arm 248 einwirkt, wenn die Welle 34 abermals
in Drehung versetzt wird. Auf Grund der Vorwärtsbewegungen
der
Schlitten 70 werden die Klemmen ebenfalls in der Querrichtung des Schuhs
zurückgezogen. Zu diesem Zwecke ist längs einer Führung 486 (Fig. 9) in jeder Platte
66 ein Schlitten 488 in der Längsrichtung des Schuhs beweglich, wobei der Hub des
Schlittens durch den Eingriff eines Bolzens 49o auf der Platte 66 in einen Schlitz
492 des Schlittens 488 begrenzt wird. Auf dem Schlitten ist eine Kurvenfläche 494
(Fig.12) ausgebildet, die den Winkelhebel 264 schwingt und dabei den die Klemme
tragenden Schlitten Zoo auswärts bewegt, so daß die Klemme auf Grund der Vorwärtsbewegung
des Schlittens von dem Schuh hinwegbewegt wird. Das Vorderende des Winkelhebels
erstreckt sich über die Nockenfläche 494 hinaus, wobei die eine Seite des Hebels
gegen einen.Ansatz 496 des Schlittens 488 anliegt (s. Fig. 12). Bei der Rückwärtsbewegung
des Schlittens 70 wird der Schlitten 488 auf Grund des Reibungseingriffs
des Winkelhebels 264 mit dem Ansatz 496 mitgenommen, bis er von dem Bolzen 49o angehalten
wird. Somit wird jede Klemme bei ihrer Rückwärtsbewegung in die Ausgangslage von
dem Schuh entfernt gehalten. Ehe die Schlitten 70 ihre Rückwärtsbewegungen beenden,
werden die Vorderenden der Winkelhebel 264 von den Ansätzen 496 hinwegbewegt, da
die Schlitten 488 angehalten werden, jedoch gelangen dabei die Winkelhebel in Eingriff
mit den Platten 274, so daß die Klemmen weiterhin in der zurückgezogenen Lage gehalten
werden.
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Die Drähte W, aus denen die Klammern hergestellt werden, sind auf
zwei Haspeln 498 (Fig. 2) aufgewikkelt, die auf festen Konsolen 5oo drehbar sind.
Jeder Draht läuft über Führungsrädchen 502 durch eine Führung 504, auf der
ein Winkelhebel 5o6 (Fig. 29) drehbar ist. Der Winkelhebel dient als eine Drahtbremse
und verhindert eine Rückwärtsbewegung des Drahts. Zu diesem Zwecke greift an dem
Winkelhebel eine Feder 5o8 an. UnterhalbderBremseläuftderDrahtdurcheine biegsame
Leitung 51o in das Mundstück 356 ein. Die Leitung 510 ist mit dem Mundstück . durch
eine Schraube 512 (Fig. 15) befestigt. Wie bereits erwähnt worden ist, wird bei
Beginn der Bewegung des Knickhebels 362, 364 in seine Strecklage das Messer 358
zunächst gegen den Draht am Unterende des Mundstücks 356 bewegt. Danach wird die
Schiene 3o2 nach unten bewegt, um den Amboß 392 auf die Brandsohle aufzusetzen.
Bei dieser Abwärtsbewegung der Schiene wird auf Grund des Angriffs des Messers an
dem Draht das während des nächsten Arbeitsgangs verarbeitete Drahtstück abgezogen.
Nach Befestigung des Einbindedrahts an dem Schuh wird jede Klammervorrichtung durch
die Federn 390 und 488 nach Ausfluß der Druckflüssigkeit aus den Zylindern
384 und 444 hochgeschwungen. Da eine Hochhebung des Drahts durch die Bremse 5o6
verhindert wird, wird somit bei der Hochbewegung der Klammervorrichtung der Draht
zwischen den Klammerbieger 334 und den Biegedorn 336 vorgeschoben, bis das Vorderende
des Drahts gegen die Führung 326 (Fig. i9) der Schiene 302 stößt. Das Ende
des Klammerdrahts wirkt somit als ein Anschlag, der die Hochbewegung der Klammervorrichtung
beendet, wodurch ebenfalls Gewähr geboten wird, daß die zum Formen der Klammer nötige
Drahtlänge abgezogen worden ist. Jedoch kann der Draht nicht eher zwischen den Klammerbieger
und den Biegedo:ri eingeschoben werden, als bis der Hammer und der Klammerbieger
zurückgezogen worden sind. Das Anstoßen des Drahtendes gegen die Oberseite des Messers
358 oder gegen die Oberseite des- Klammerbiegers 334 verhindert die Aufwärtsschwingbewegung
der Klammervorrichtung, bis daß der Hammer und der Klammerbieger zurückgezogen worden
sind.
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Die Druckflüssigkeit, vorzugsweise 01, die die Klammervorrichtungen
betätigt, wird von einer dauernd arbeitenden Pumpe 516 (Fig. i) aus einem Olsumpf
518 durch ein Paßstück 520 und eine Röhre 522 in eine Leitung 524 (Fig. 3
und 3a) in einem an dem Maschinengestell befestigten Ventilgehäuse 526 geliefert.
Ein federbelastetes Überströmventil 528 (Fig. i) auf dem Paßstück 520 bestimmt
den Höchstdruck des Öls. Mit Leitungen 530 und 532 in dem Ventilgehäuse stehen
Röhren 534 und 536 in Verbindung, die nach den Oberenden der Zylinder 384 und 444
führen. Zwischen der Röhre 536 und jedem Zylinder 444 ist ein Rückschlagv entil
538 eingebaut, das gewöhnlich geschlossen ist, so daß der Kolben 442 nur durch die
aus dem Zylinder 384 durch die Leitung 45o einströmende Druckflüssigkeit betätigt
werden kann. Der Zweck des Ventils 538 ist, den Ausfluß von Öl aus dem Oberende
des Zylinders 444 oberhalb der Leitung 45o bei der Rückbewegung der Maschinenteile
in die Ausgangslage zu gestatten. In dem Ventilgehäuse 526 sitzt ein Ventil 540
mit zwei Ausnehmungen 542 und 544 und ebenfalls mit einer Leitung 546 auf seinem
Umfang, die mit der Ausnehmung 542 in Verbindung steht. In der Ausgangslage des
Ventils, die in Fig. 3 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, steht die Leitung
524, in die 01 eingepumpt wird, durch die Ausnehmung 542 und die Leitung
546 des Ventils mit einer Leitung 548 (Fig. 3a) in Verbindung, durch die das
01 in eine Röhre 55o (Fig. 3) eingepumpt wird. Diese Röhre 550 versorgt
die Schmiervorrichtung der Maschine mit 01. Ebenfalls stehek die Leitungen
530 und 532 durch die Ausnehmung 544 des Ventils mit einer Leitung 552 und
einer Röhre 554 in Verbindung, die das 01 nach dem Sumpf 518 zurückleitet,
so daß die Zylinder 384:und-444 leerlaufen können. Nach Drehung des Ventils-in die
in Fig. 3a dargestellte Lage steht die Leitung 524 in Verbindung mit den Leitungen
530 und 532, und folglich wird das Drucköl in die Röhren 534 und 536 eingepumpt,
wobei die Klammervorrichtungen von dem Drucköl in der Röhre 534 betätigt werden
und die Rückschlagventile 538 durch das Drucköl in der Röhre 536 geschlossen gehalten
werden.
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An einem Drehzapfen oder Stiel 556 (Fig. 3) des Ventils 540 ist ein
Arm 558 befestigt, der durch eine Feder 56o so eingestellt wird, daß das Ventil
die in Fig. 3 dargestellte Lage hat, in der die Zylinder 384 und 444 offenstehen.
Diese Lage des Ventils wird von einem Bolzen 562 (Fig. i und 3a) bestimmt, der an
einem Flansch 564 des Ventils angreift. Auf dem Ventilstiel 556 ist ebenfalls ein
Arm 566 befestigt, der mit einem nach oben zeigenden Lenker 568 verzapft ist. Durch
einen Schlitz 570 in dem Oberende des Lenkers ist eine Schraube 572 gesteckt,
die auf einem auf einem festen Bolzen 576 drehbaren Arm 574 sitzt. Auf der bereits
erwähnten Kurvenscheibe 254 sitzt ein Bolzen 578, der gerade vor
der
Pause in dem Arbeitskreislauf gegen den Arm 574 schlägt und dabei durch Abwärtsschwingen
des Arms 574- das Ventil 54o dreht, so daß das Drucköl in die Röhren 534
und 536 eingepumpt Wird. Dabei liegt die Schraube 572 gegen das Unterende des Schlitzes
570
an. Ehe die Pause in dem Arbeitskreislauf eintritt, bewegt sich der Bolzen
578 über.'den Arm 574 hinaus, wonach das Ventil durch eitle Klinke 58o an einer
Rückwärtsdrehung verhindert wird. Die Klinke 58o greift in eine Kerbe 582 (Fig.
3) des Arms 558 ein und wird durch eine ari ihrem Schwanzstück 586 angreifende Feder
584 belastet. Nach dem Einschlagen der Klammern wird das Ventil 54o durch die Feder
56o in seine Ausgangslage zurückgedreht, so daß nunmehr die Druckflüssigkeit wieder
aus den Zylindern 384 und 444 ausfließen kann. Jedoch muß zunächst die Klinke 58o
aus der Kerbe 582 ausgehoben werden. Diesem Zweck dient ein Kolben 588, der in einem
Zylinder 590
gegen den Widerstand einer Feder 592 beweglich ist und dessen
Stange 594 gegen das Schwanzstück 586 der Klinke stößt. Zum Betätigen des Kolbens
588 fließt in den Zylinder 59o Drucköl durch eine Leitung 596 ein, die mit der Leitung
532 und der Röhre 536 in Verbindung steht. Die Feder 492 ist jedoch so stark, daß
der Kolben 588 nur bei Erhöhung des Oldrucks in den Röhren 534 und 536 betätigt
wird, wobei diese Druckerhöhung nach dem Einschlagen der Klammern und dem Stillstand
der Kolben 442 eintritt.
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Der mehrfach erwähnte Arbeitsgang der Maschine entspricht einer Umdrehung
der Welle 34. Zum Drehen dieser Welle kämmt mit dem Zahnrad 38 ein Schneckenrad
622 (Fig. i), das auf einer Welle 624 befestigt ist. Die Welle 624 hat eine bereits
bekannte Kupplung 626; einschließlich eines Teils 628, der durch einen Riemen
630 von einem Motor 632 aus gedreht wird, und eines zweiten Kupplungsteils
634, der auf der Welle 624 nicht drehbar, jedoch in ihrer Längsrichtung verschiebbar
ist. Eine Feder 636 ist bestrebt, den Kupplungsteil 634 in Reibungseingriff mit
dem Kupplungsteil 628 zu schieben, wobei die Welle 624 gedreht wird. Der Kupplungsteil
634 wird jedoch von einem Bügel 638 ausgeschaltet-gehalten. Der Bügel ist auf einer
Welle 640 drehbar. und greift an dem Kupplungsteil 634 an. Eine von dem- Bügel 638
getragene Klinke 642 greift an einem Block 644 an, der auf einem Arm 646 sitzt.
Der Arm ist an seinem Oberende mit einem Arm 648 eines auf dem Maschinengestell
drehbaren Winkelhebels 650 verzapft: Der andere Arm 652 des Winkelhebels
trägt eine Rolle 654, die mit einer auf der Welle 34 befestigten, nicht dargestellten
Kurvenscheibe zusammenwirkt. Eine Feder 656 ist, bestrebt, den Arm 646 nach hinten,
d. h. nach rechts der Fig. i zu schwingen. In der in Fig. i dargestellten Lage der
Maschinenteile wird die Klinke 642 von dem Block 644 hbchgehoben, und der Kupplungsteil
634 ist ausgeschaltet. Die Maschine wird durch Schwingung des Arms 646 nach vorn
angelassen, durch die die Klinke 642 ausgelöst wird und die Feder 636 somit die
Kupplung einschalten kann. Zum Unterbrechen des Arbeitskreislaufs und ebenfalls
zum Anhalten der Maschine wird der Arm 646 nach oben und nach unten durch die den
Winkelhebel 650 steuernde Kurvenscheibe bewegt, so daß der Block 644 die
Klinke 642 wieder hochhebt. An Stelle des Trethebels, der gewöhnlich zum Steuern
solcher Kupplungsgetriebe vorgesehen ist, wird der Arm 646 durch ein Solenoid 658
betätigt. Der Anker 66o des Solenoids ist durch einen Lenker 662 mit dem Unterende
des Arms 646 verbunden. Das Solenoid wird zum Anlassen der Maschine durch einen
Schalter 664 (Fig. 32) einschließlich eines Knopfs 666 (Fig. 32) eingeschaltet.
Die Wiedereinschaltung der Kupplung nach der Pause in dem Arbeitskreislauf wird
durch das Hochschwingen der Klammervorrichtungen in ihre Ausgangslagen eingeleitet.
Zu diesem Zwecke ist mit jeder Klammervorrichtung ein Schalter 668 (Fig. 2, 3 und
32) verbunden, der gegen Ende der Hochbewegung der Klammervorrichtung geschlossen
wird. Aus dieseln Grunde ist auf cjer Welle 308 (Fig. 18) jeder Klammervorrichtung
ein Arm 67o befestigt, der einen ' federbelasteten Bolzen 672 (Fig. 13) trägt. Der
Bolzen greift an dem Schalter 668 an. Dadurch, daß das Wiedereinschalten der Kupplung
durch die Aufwärtsbewegung der Klammervorrichtungen in ihre Ausgangslagen eingeleitet
wird, und zwar gerade bevor diese Vorrichtungen ihre Ausgangslagen erreichen, wird
somit ein Zusammenstoß der verschiedenen Maschinenteile oder Getriebe verhindert.
In den Stromkreis der beiden Schalter 668 ist ein weiterer Schalter 674 (Fig. 3
und 32) eingebaut, der durch eine Nase 676 auf dem Umfang der Kurvenscheibe 254,
kurz vor der Pause in dem Arbeitskreislauf, geschlossen wird, so daß beim Schließen
der Schalter 668 der Klammervorrichtungen das Solenoid erregt wird. Die Kurvenscheibe
wirkt auf diesen Schalter über einen drehbar gelagerten Arm 678 ein. Nach Wiederaufnahme
des Arbeitskreislaufs wird der Schalter 674 sofort dadurch geöffnet, daß der Arm
678 von der Kurvenscheibe 256 freigegeben wird, wobei der Arm 646 die Kupplung ausschalten
kann und die Maschine am Ende des Arbeitskreislaufs anhalten kann, obwohl die beiden
Schalter 668 von den Klammervorrichtungen geschlossen gehalten werden. In dem Stromkreis
der Schalter 668 und 674 ist ebenfalls noch ein Schalter 68o eingebaut. Der Schalter
hat einen Finger 682 (Fig. 3), gegen den ein auf einer Stange 6o6 befestigter Bolzen
684 anstößt und somit das Solenoid ausschaltet, obwohl der Schalter 674 von der
Kurvenscheibe 254 geschlossen ist. Dies findet statt, wenn die Stange 6o6 von Hand
so verschoben wird, daß die Klammervorrichtungen ausgeschaltet bleiben. Aus Fig.
32 ergibt sich, daß, obwohl der Schalter 674 gewöhnlich offen ist, das Solenoid
durch den Knopf 666 wieder eingeschaltet werden kann.
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Die Arbeitsweise der Maschine ist wie folgt. Der Arbeiter setzt den
zu zwickenden Schuh so in die Maschine ein, daß die Platten 2 gegen das Spitzenende
der Brandsohle zu liegen kommen, und läßt dann die Maschine durch Bedienung des
Schalterknopfs 666 an, wobei das Solenoid 658 erregt wird und die Kupplung einschaltet.
Das Spitzenauflager 4 bewegt sich hoch und klemmt den Schuh gegen die Platten 2,
ebenfalls bewegt sich die Fersenstütze 6 gegen den Schuh. Nach dem Einklemmen des
Schuhs werden die Überschieber8 vorgeschoben und geschlossen, um den Schaft am Leisten
hochzuwalken, wobei die Überschieber durch den Träger 14 hochbewegt werden. Wenn
dann die Überschieber das Einwärtswalken des Schaftrandteils
über
die Brandsohle beginnen, wird der Randteil des Schafts von dem Niederhalter io (Fig.
20) in ausgespreizter Verfassung gehalten, wobei der Niederhalter in seine Klemmlage
gegen die Überschieber abwärts bewegt wird und dann von den sich hochbewegenden
Überschiebern angehoben wird. Nach dem Einwärtswalken des Schaftrandteils über den
Randteil und gegen die Lippe der Brandsohle werden die Überschieber wieder teilweise
zurückgezogen und geöffnet, wobei ihr Druck gegen den Schaftrand ebenfalls etwas
nachgelassen wird. Sodann werden die Überschieber abermals vorwärts bewegt und geschlossen,
und ebenfalls wird ihr Druck gegen den Schaftrandteil erhöht. An dieser Stelle wird
der Arbeitskreislauf der Maschine selbsttätig unterbrochen.
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Zu Beginn des bereits beschriebenen Teils des Arbeitskreislaufs wird
der Einbindedraht von seiner Vorschubvorrichtung durch die rechte Klemme 72, die
Drahtführung 92 und die linke Klemme 72 bis gegen den Anschlag 88 (Fig. 21) vorgeschoben.
Da die beiden Drahtklemmen 72 und die Drahtführung 92 auf dem Träger 14 sitzen,
bewegen sie sich mit den Überschiebern bei deren Hochwalkbewegung aufwärts. Gegen
Ende dieser Hochwalkbewegung der Überschieber werden dann die Klemmen 72 zum Erfassen
des Drahts geschlossen, und das Messer 218 (Fig.22) schneidet den Draht unmittelbar
vor der rechten Klemme durch. Weiterhin wird die Drahtführung 92 durch das Hinwegbewegen
des Teils io2 geöffnet (Fig. 23). Sodann werden die Klemmen längs des Schuhs vorbewegt
und ziehen den Einbindedraht einwärts unter die Überschieber. Während dieser Vorwärtsbewegungen
werden die Klemmen ebenfalls quer zum Schuh einwärts bewegt, um die Enden des Einbindedrahts
in den Winkel zwischen dem Randteil und der Lippe der Brandsohle einzuschieben (Fig.
24 und 27). Dabei werden die Höhenlagen der Klemmen in der beschriebenen Art und
Weise durch die Hebel 292 bestimmt. Wie Fig. 25 erläutert, wird vorzugsweise der
Einbindedraht zunächst nur teilweise unter die Überschieber eingezogen, und zwar
wenn die Überschieber ihre erste Einwalkbewegung beendet haben. Der Einbindedraht
wird dann nach dem Zurückziehen der Überschieber und dem vorübergehenden Nachlassen
des Überschieberdrucks in seine endgültige Lage eingezogen, so daß nach der zweiten
Einwärtswalkbewegung der Überschieber diese den Einbindedraht fest gegen den Schuhschaft
anpressen (Fig. 26). In der darauf eintretenden Pause des Arbeitskreislaufs wird
der Einbindedraht somit von den Überschiebern in seiner Endlage festgehalten, während
seine Enden ebenfalls noch von den Klemmen festgehalten werden.
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Kurz vor der Unterbrechung des Arbeitskreislaufs wird die Druckflüssigkeit
in die beiden Zylinder 384 (Fig. 2) eingelassen, so daß die Kolben 382 die Bewegung
der Knickhebel 362, 364 der Klammervorrichtungen einleiten. Dabei werden die Klammerformer
334 (Fig. i9) und die Messer 358 vorgeschoben, wobei die Messer sich gegen den Draht
anlegen. Eine Abwärtsschwingbewegung der Klammervorrichtungen zu dieser Zeit wird
von den Federn 448 verhindert. Diese Federn sind jedoch so schwach, daß darauf die
Klammervorrichtungen bei der weiteren Bewegung der Kolben 382 abwärts bewegt- werden,
während die Vorwärtsbewegung der Klammerformer und Messer durch den Widerstand des
Drahts gegen die Bewegung des Messers unterbrochen wird. Somit wird ein Drahtstück
an der Bremse 5o6 vorbei abgezogen, die eine Rückwärtsbewegung des Drahts verhindert.
Auf diese Art und Weise werden ebenfalls die beiden Ambosse 392 der Klammervorrichtung
auf die Brandsohle aufgesetzt. Durch den Widerstand des Schuhs gegen eine weitere
Abwärtsbewegung jeder Klammervorrichtung werden dann die Knickhebel 362, 364 in
ihre Strecklage weiterbewegt, wodurch der Draht durchschnitten wird und die Klammerbieger
die Klammern über die Biegedorne formen. Die Klammermundstücke 328 werden dann in
Eingriff mit dem Schuhschaft in den Winkel zwischen Randteil und Lippe der Brandsohle
bewegt (Fig. 28). Gleichzeitig werden die Schienen 302
von den Hebeln 398
auswärts bewegt, so daß die Ambosse 392 gegen die Innenseite der Brandsohlenlippe
bewegt werden und somit die Lippe und der Schaftrand zwischen den Klammermundstücken
und Ambossen eingeklemmt werden. Die Weiterbewegung -der Knickhebel 362, 364 bewirkt
nun eine Auswärtsbewegung der Blöcke 372 (Fig. 18) gegen den Widerstand der Federn
374, so daß diese Blöcke eine Lage einnehmen, die der Lage der Klammermundstücke
entspricht.
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Bei der Abwärtsbewegung der Klammervorrichtungen werden die Kolben
442 nach unten gezogen, so daß sie die Leitungen 450 (Fig. 2) freigeben. Ebenfalls
werden die anderen Enden dieser Leitungen von den Kolben 382 bei deren Abwärtsbewegung
geöffnet, so daß die Druckflüssigkeit nunmehr von den Zylindern 384 in die Zylinder
444 fließen kann. Jedoch wird die Betätigung der Hämmer noch von den Anschlägen
456 (Fig. 13) verhindert, bis diese von den Knickhebelteilen 362 (Fig. 28) verschoben
worden sind, worauf die Hämmer von den Knickhebeln 430, 432 betätigt werden. Die
Klammern werden somit rittlings über dem Einbindedraht in das Werkstück eingeschlagen,
und ihre Schenkel werden von den Ambossen 392 (Fig. 21) nach dem Fersenende des
Schuhs hin umgenietet.
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Ehe die Hämmer ihren Arbeitshub beenden, werden die Klemmen 72 geöffnet
und lassen die Enden des Einbindedrahts los. Daraufhin werden die Klemmen längs
des Schuhs vorbewegt und in der Querrichtung des Schuhs zurückgezogen. Sie verbleiben
in der zurückgezogenen Lage, während sie längs des Schuhs in ihre Ausgangslagen
zurückbewegt werden.
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Nach dem Einschlagen der Klammern werden die Zylinder 384 und 444
zum Ausfließen der Druckflüssigkeit geöffnet. Die Klammervorrichtungen werden in
ihre Ausgangslagen zurückbewegt, und sobald die Klammerbieger 334 und die Messer
358 über die Unterenden des Klammerdrahts hinaus zurückbewegt worden sind, werden
die Klammervorrichtungen um die Wellen 3o8 wieder nach oben geschwungen. Dabei bewegt
sich jede Klammervorrichtung längs des Klammerdrahts nach oben, dessen Aufwärtsbewegung
durch die Bremse 5o6 verhindert wird. Somit erhalten die Klammervorrichtungen ein
neues Drahtstück, aus dem die nächste Klammer geformt wird. Die Aufwärtsbewegung
jeder Klammervorrichtung wird durch Anschlag gegen das Ende des Klammerdrahts beendet.
Kurz
bevor die Klammervorrichtungen das Ende ihrer Hochbewegung erreichen, betätigen
sie die Schalter 668 und erregen das Solenoid 658, das dann die Kupplung wieder
einschaltet und den Arbeitsgang der Maschine fortsetzt. . Dabei werden sämtliche
Maschinenteile, die noch nicht ihre Ausgangslage erreicht haben, in diese Lagen
zurückbewegt.