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DE739616C - Maschine zum schrittweisen Aufzwicken und Naehen von Schuhen - Google Patents

Maschine zum schrittweisen Aufzwicken und Naehen von Schuhen

Info

Publication number
DE739616C
DE739616C DEB184856D DEB0184856D DE739616C DE 739616 C DE739616 C DE 739616C DE B184856 D DEB184856 D DE B184856D DE B0184856 D DEB0184856 D DE B0184856D DE 739616 C DE739616 C DE 739616C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
pliers
sole
movement
edge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB184856D
Other languages
English (en)
Inventor
John Hoza
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BATA AS
Original Assignee
BATA AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BATA AS filed Critical BATA AS
Application granted granted Critical
Publication of DE739616C publication Critical patent/DE739616C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D113/00Machines for making shoes with out-turned flanges of the uppers or for making moccasins

Landscapes

  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Maschine zum schrittweisen Aufzwicken und Nähen von Schuhen Die Erfindung betrifft eine Maschine zum schrittweisen Aufzwicken von Schuhen mit nach auswärts gewendetem Oberlederrand, welcher am ganzen Umfang mit der Sohle durch einfachen oder doppelten Stich zusammengenäht werden soll. Die Maschinen dieser Art besitzen eine unter der Sohle liegende ortsfeste Stütze mit einem die Sohle schrittweise vorrückenden Vorschubfuß. Die Erfindung besteht darin, daß die als -Überschieber wirkende Zange mit zwei Backen den Oberlederrand erfaßt und, unterder Sohle sich vorschiebend, den letzteren in den Winkel zwischen Leistenseite und Sohlenrand hineindrückt, wobei sie von einer schritt-,veisen, beweglichen Unterlage unterstützt wird.
  • Es sind wohl auch Aufzwick- und Nähfaschinen bekanntgeworden, bei welchen eine unter dem Sohlenrand wirkende Zange angewendet wird, doch ist deren Wirkungsweise von jener bei dem Erfindungsgegenstand verschieden. Bei diesen Maschinen zieht die Zwickzange das erfaßte Oberleder unter den Leisten bis zur Sohle, wo dann die Befestigung des Oberteiles an die Sohle erfolgen soll. Es müssen somit die beiden Teile der Zange gehoben werden, den Oberteil erfassen und diesen auf dem Leisten zur Sohle ziehen. Dies setzt aber voraus, daß die Zange ein größeres Stück Oberleder erfaßt, welches dann nach der Befestigung an die Sohle über den Sohlenrand hinausragt und nach dem Abschneiden einen unnötig großen Abfall bildet. Da ferner das Aufziehen des Oberteilleders mittels der Zange seitlich geschieht, kann ein gleichmäßiges Aufzwicken des Oberteiles nicht so leicht erzielt werden. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung hingegen bewegt sich ein Teil der Zange nur unter dem Sohlenrand hin und her und bildet eigentlich nur eine starre Unterlage der Greifzange, die sich ebenfalls unter dem Sohlenrand zusammen mit der Backe bis dicht an den Leisten bewegt. Durch Zusammenpressen dieser Backen und Ziehen wiederum dicht unter dem Sohlenrand ist eben ein Erfassen und Aufziehen des Oberteiles auch dann, wenn dieser etwas kürzer ist, möglich. Dadurch wird auch erzielt, daß ein besonderes Abschneiden des über den Sohlenrand gezogenen Oberteiles unnötig wird, da solche überzogenen Teile des Oberleders fast überhaupt nicht vorhanden sind.
  • Die Zange zwickt nicht seitlich, sondern richtig quer zum Leisten, so daß gleichmäßig und regelmäßig aufgezwickt wird.
  • Gegenüber einer anderen bekanntgewordenen Maschine hat der Erfindungsgegenstand den Vorteil, daß das Ende der Zange bis zum Leisten gelangt und die Entfernung der Zwickzange durch den Werkstückträger begrenzt ist. Um diese Stärke des Werkstückträgers oder Andrückteils kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung der Oberteil kürzer sein, was eine Werkstoffersparnis bedeutet. Während ferner bei der Maschine nach der Erfindung sich beide Backen der Zange stets unter dem Sohlenrande vorteilhaft bewegen, bewegt sich bei der genannten bekannten Anordnung nur eine Backe, die nur durch Reibung den Werkstoff vom Leisten über den Sohlenrand ziehen soll, wo er erst von der zweiten Backe erfaßt wird. Es liegt hier also ebenfalls ein offensichtlicher Unterschied gegenüber der erfindungsgemäßen Maschine vor, die viel einfacher und verläßlicher arbeitet. Die Ersparnis an Zwickmaterial ist in diesem Falle noch bedeutender. Die erfindungsgemäße Maschine ist also vollkommener und arbeitet wirtschaftlicher. Ferner weist die Reißvorrichtung nach der Erfindung insofern eine Verbesserung auf, als sie zum Zubringen des @ Rahmens, zum Abreißen des an die Sohle aufgezwickten Werkstoffes und zum Zubringen des Schuhes zum weiteren Aufzwicken, Anreißen und Nähen dient. Daraus ergibt sich auch hier ein offensichtlicher technischer Fortschritt der gesamten Vorrichtung.
  • Zusammenfassend kann gesagt werden, daß das bisherige Zubringen des Arbeitsstückes zur Nadel durch Ahle und Zange beseitigt ist und das Arbeitsstück durch die Bewegung des oberen Vorschubfußes und die besonders ausgebildete untere Stütze (Unterlage), die gleichzeitig zum Umbiegen und Anhalten des Oberteilrandes an der Sohle beim Nähen dient, zugeführt wird.
  • Demzufolge kann diese Überschieberzange so ausgebildet werden, daß ihre Backen den Oberteil unter dem Sohlenrand dicht beim Leisten erfassen können, wobei ihre Seitenbewegung und ihre Bewegung in Richtung zum Leisten und zurück auch während des Ganges der Maschine, d. i. während des Vörschiebens des Schuhes an dessen ganzem Umfang verläßlich gesteuert werden kann, so daß auch ein unregelmäßig zugeschnittener Oberteilrand von der Zange stets verläßlich erfaßt und aufgezwickt werden kann. Diese Steuerung der Aufzwickbewegung der Zange kann während des Ganges der Maschine bis zu ihrer gänzlichen Außerbetriebsetzung durch einen einzigen leicht zu betätigenden Hebel, vorteilweise Kniehebel, erfolgen, wobei die Zange beim Nachlassen des Hebeldruckes in einem gewählten Augenblick selbsttätig in Tätigkeit versetzt wird.
  • Die Vorschubbewegung des Werkstückes wird durch den oberen Vorschubfuß, die Unterlage und die Vorstichahle bewirkt, die zu diesem Zwecke an einem gemeinsamen Schieber angebracht sind, der von einer rocke eine seitliche Bewegung erhält. Alle diese Teile können eine kreisförmige Schwingbewegung in zum Umfang des zugebrachten Schuhes senkrechter Ebene ausführen, wobei die Schwingbewegungen der Unterlage und des Vorschubfußes aneinander gebunden sind. Die Unterlage besitzt an ihrem Arbeitsende zweckmäßig eine Öffnung zum Zuführen des Rahmens zum Sohlenrand an der Nähstelle. Dieser Rahmen dient, wie bekannt, zum Verstärken des Schuhrandes bzw. des an die Sohle angenähten Oberteilrandes.
  • Die vorliegende Bauart der Maschine mit vorschiebbarer Unterlage ermöglicht zugleich eine vorteilweise Ausbildung der Arbeitsstütze, auf welcher der Schuh vorgeschoben wird, und zwar in der .Weise, daß ihre das Eindringen der Nadel und der Ahle freigebende Öffnung bis dicht an den Stützrand verlegt werden kann, so daß die Stiche möglichst nahe beim Leistenrand oder im Scheitel des Biegungswinkels des Oberteilrandes ausgeführt werden können, wodurch eine gefällige und genaue Form des Schuhes ohne die Gefahr eines Nachlassens der Naht an irgendeiner Stelle des Sohlenumfanges, an der kein hinreichender Oberteilrand zur Verfügung stand, erzielt wird.
  • Die weiteren Merkmale der Maschine bestehen in der Ausbildung einer beweglichen Nadelführun.g,dieeinezwangsläufigeSchwingbewegung in Richtung der Nadelbahn erhält, in der Ausbildung einer Hilfsvorrichtung zum Herausschieben und Öffnen der Zange bei Beginn der Arbeit und in der Anordnung einer Sicherheitsvorrichtung für das Rißmesser, welches in der unteren Sohlenfläche die zum' Verdecken der. Stiche dienende Rille einschneidet. Ein Ausführungsbeispiel einer Doppelnähmaschine mit einer Vorrichtung zum Spannen und Aufzwicken des Oberteiles dicht vor dem Zusammennähen mit der Sohle ist in den Zeichnungen dargestellt.
  • Abb. i zeigt schematisch in perspektivischer Ansicht den Rahmenkopf mit dem Hauptantrieb für die Arbeitsteile, Abb. 2 eine vordere Stirnansicht der Arbeitsteile der Maschine, Abb. -3 eine schematische Ansicht der Arbeitsteile der Maschine in der Ausgangsstellung, Abb. 4 eine perspektivische Ansicht auf die untere Stütze (Unterlage) zum Umbiegen des Schuhoberteiles und den oberen Vorsch.ubhebel mit dem dazugehörigen Antrieb, Abb. 5 eine perspektivische Ansicht der Ü'berschieberzange mit ihrem Antrieb und der Abstellung, Abb. 6 eine Ansicht (von der linken Seite der Maschine)- der Antrieb-, Abstell- und Ausschalteinrichtung der Überschieberzange in teilweisem Schnitt, Abb.7 eine Einzelansicht der Kulissenanordnung aus Abb. 6 in teilweisem Schnitt von hinten gesehen, Abb. 8 eine Ansicht (von der rechten Seite .der Maschine) auf der Antrieb- und Ausschalteinrichtung des Rißmessers und der Vorrichtung für die Führung und die Freigabe des Fadens, Abb. 9 eine Ansicht (von der rechten Seite der Maschine) auf die Antriebseinrichtung der Nadelführung, Abb. io ein Arbeitsdiagramm der einzelnen Arbeitsteile der Maschine während einer Umdrehung der Hauptwelle, Abb. i i eine schematische Darstellung des Antriebes der Unterlage und des Vorschubfußes, .
  • Abb. 12 eine schematische Darstellung der Unterlage und der Überschieberzange sm Querschnitt des herzustellenden Schuhes, Abb.13 einen teilweisen Längsschnitt durch den fertigen Schuh an der zu Abb. 12 gehörigen Arbeitsstelle und Abb. 14 eine schematische Darstellung des Überschiebens des Schuhoberteiles am Umriß der Sohle.
  • Wie in Abb. i schematisch veranschaulicht, ist in den Lagern des Maschinenrahmens i die Hauptantriebswelle2 gelagert, die mit den entsprechenden Nocken für den Antrieb der Näh- und Aufzwickteile versehen ist. Das Schiffchen 3 der Nähvorrichtung wird in üblicher Weise durch das Kegelgetriebe 4 angetrieben, während die mit den Nocken ver- sehene Hilfswelle 5 von der Hauptwelle 2 über die drei Stirnräder 6, 6', 6" angetrieben wird. Der Großteil der zweiarmigen Hebel, welche die Bewegung von den Nocken der Hilfswelle 5 übertragen, hat eine gemeinsame Achse 7, die von den an den Maschinenrahmen i befestigten Konsolen 8 getragen wird.
  • Die bekannte Nähvorrichtung besteht aus der kreisförmig beweglichen gekrümmten Ahle 9 (Abb. 2 bis 4) zum Vorstechen der Löcher, der kreisförmig gebogenen Nadel io, die durch die Schutzführung ii in das von der Ahle vorgestochene Loch geführt wird, aus dem Fadenaufnehmer i2 (Abb. 3), der den Faden auf den Greifer 13 des Schiffchens 3 wirft, und schließlich aus dem Fadenspreizer i 5 (Abb. 2, 3), der mit dem Fadeneinleger 16 zusammenarbeitet, um den Faden mit dem Haken 14 der Nadel io darzubieten.
  • Damit die Naht nicht über die untere Fläche der Sohle hervorsteht, wird an der Nähstelle entlang ihres Randes eine schmale Rille mit dem sogenannten Rißmessor 17 (Abb. 2 bis 4), einem Messer mit kurzer Arbeitsschneide, eingeschnitten. Da die Sohle nicht überall gleich dick ist, muß sich das Rißmesser 17 nach Bedarf von der festen Stütze 18, auf welcher der Schuhrand beim Nähen aufliegt, entfernen oder ihr nähern. Diese Stütze 18 ist an dem Maschinenrahmen i befestigt und besitzt eine Öffnung i9 (Abb. 4), durch welche die Ahle 9 von unten und danach die Nadel io von oben in den zusammenzunähenden Schuh eindringt, die durch Zusammenwirken der schon genannten Bestandteile, d. i. der Spreizer 15 und der Einleger 16, .den oberen Faden auf- nimmt, den es nach oben zieht, wonach mit Hilfe des den Faden auf das Schiffchen aufziehenden Aufnehmers 12 zusammen mit dem unteren (Schiffchen-) Faden der Stich gebildet wird. Die Arbeitsstütze 18 ist so ausgebildet, daß die zwischen Öffnung i9 und dem Rand 21 bestehende Brücke (Abb. 4) nur ganz dünn ist und die Tätigkeit der Ahle g und der Nadel io in der nächsten Nähe des Scheitels jenes Winkels gestattet, der von der Leistenseite und der Sohlenfläche bzw. von der Biegung des Oberteilrandes gebildet wird. ' Das Rißmesser 17, das die Rille für das Versenken der Naht schneidet, besitzt eine besondere Einrichtung zum Anpassen an die veränderliche Sohlendecke, was später noch beschrieben wird.
  • Die Sohle wird während der Arbeit zusammen mit dem am Leisten vorübergehend befestigten Oberteil auf der Stütze 18 durch den Vorschubfuß 22 (Abb. 2, 4., 11, 13) vorgeschoben; der zum Zwecke des sicheren Vorschiebens einen in die Sohle eindringenden kurzen Dorn 23 besitzt. Von unten bewegt sich gegenüber dem Fuß 22 ein besonderer Fuß; die sogenannte Unterlage 2q.. die an der oberen Kante geriffelt und bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausführung mit einer Öffnung 25 für die Führung des an den Sohlenrand festzunähenden Rahmens r (Abb. 13) versehen ist. Unterlage 2d., Vorschubfuß 22 und Ahle g haben eine gemeinsame waagerechte Bewegungskomponente, da sie auf ein und demselben Schieber 28 angeordnet sind (Abb. i i), der von der seitlichen :Vocke v1 der Welle 2 über .das zugehörige Hebelsystem von rechts nach links und umgekehrt bewegt wird. Durch Begrenzung dieser Bewegung in Richtung nach rechts wird der Vorschub verkleinert und somit die Stichlänge geregelt.
  • Die andere Bewegung der Ahle 9 erfolgt in kreisförmiger Bahn, und zwar erst nach der Rückbewegung des Schiebers 28 nach links. Die zweite Bewegungsart des Vorschubfußes 22 ist ebenfalls kreisförmig, wobei der Fuß 22 um den an dem Schieber 28 befestigten Zapfen 26 ungefähr senkrecht nach oben und unten schwingt (Abb. ii). Diese Bewegung wird von der Nocke v.-, der Hilfswelle 5 über den zweiarmigen Hebel 29 (Abb. q.), die Stange 30 und den zweiarmigen Hebel 31, der um den in den Maschinenrahmen i eingeschraubten Zapfen 32 drehbar ist, abgeleitet.
  • Die zweite Bewegung der Unterlage 24 ist eine Schwingbewegung um den Zapfen 33 des am Schieber 2,8 befestigten Auges 27. Der Antrieb der Ünterlage 2.4 erfolgt durch einen von der Nocke v3 der Hilfswelle 5 gesteuerten Hebel 34. Die Unterlage hat den Zweck, einerseits beim Überschieben des Schuhoberteiles als Stütze zu dienen und ferner den durch die Überschieberzange gespannten Oberteil an die Sohle anzupressen und ihn zusammen mit dem Vorschubfuß 22 in gespanntem Zustande am Sohlenrand festzuhalten, solange der Schuhoberteil nicht durch den von Ahle und Nadel bewirkten Stich gesichert ist, andererseits dient sie als Vorschubvorrichtung, die mit dem Fuß 22 beim Zubringen des Werkstoffes nach links in Richtung der gebildeten Stiche zusammenarbeitet.
  • Die Überschieberzange 35, 36 (Abb. 2, 5. 12) hat den Zweck, den Oberteilrand zu spannen, damit auf der Schuhoberfläche keine Krümmungen und Falten entstehen. Es geschieht in der Weise, daß der Zange eine seitliche und eine Vor- und Rückbewegung erteilt wird, wobei sie fortschreitend Punkt für Punkt des Oberteilrandes erfaßt und diesen über die Unterlage 24 spannt. Die Zange besteht aus zwei Armen, dem oberen, 35, und dem unteren, 36, der mittels des Zapfens 37 (Abb. 5) an den Rahmen 38 des oberen Armes angelenkt ist. Sie hat zwei Bewegungsmöglichkeiten: erstens kann sie um den Zapfen 39 schwingen,. und zweitens kann sie vermittels des Schlittens .4o in der im Rahmen i ausgefrästen Führung vor- und zurückgehen. Die Länge der beiden Bewegungen ist nach Bedarf regelbar und kann während des Nähens durch das Knie des Arbeiters mittels des Kniehebels 67 (Abb.7) gesteuert werden. Die Schwingbewegung der Zange .um den Zapfen 39 vermittelt die seitliche Nocke 41 der Nockenscheibe h (Abb. 5), auf deren gekrümmter Seitenfläche die am Hebel 43 befestigte Rolle .1.2 mehr oder weniger anliegt, wobei der@Hebel 43 um den festen Zapfen 44 beweglich ist und mit seinem anderen Ende vermittels des durch den Zapfen 4.5 angelenkten Schlittens .46 dem Hebel 38 der Zange die Bewegung erteilt.
  • Die Feder 47 (Abb. 5) hält den Hebel .43 in Eingriff mit der Seitennocke4i der Nockenscheibe k. Hingegen wird diese Bewegung von dem Anschlagbolzen 4.8 begrenzt, der einen Kopf .19 besitzt und in die Gabel 5 i des Hebels 43 eingreift. Wie ersichtlich, bringt die Feder .47, wenn der Bolzen .f8 aus seinem Lager 52 nach vorn verschoben wird, die Rolle 4.2 längere Zeit in Eingriff mit der gekrümmten Fläche der Seitennocke.li, bis die Rolle 42 schließlich während der ganzen Umdrehung auf der Fläche .li der Nocke verbleibt. Umgekehrt gelangt beim Rückgehen des Bolzens in das Lager 52 die Nocke mit der Rolle q.2 nur auf einem kleineren Teil der Bahn in Eingriff, bis schließlich bei einem gewissen Hineinschieben des Bolzens -8 das Zusammenwirken der Nocke mit der Rolle aufhört. Die Zange tritt bei dieser Einstellung etwas aus der Mittellage der Schwingun-, gen heraus, es bleibt aber ihr veränderbarer Schwingungshub von rechts nach links um den Zapfen 39 bestehen.
  • Der Bolzen 48 besitzt an seinem hinteren Ende ein viergängiges Gewinde 53, das in der am Maschinenrahmen i befestigten Mutter 5.1 läuft. Das Herausschieben des Bolzens erfolgt also durch Schraubenübertragung, indem der Bolzen 4.8 mit seinem Gewinde 53 in der Mutter 5.4 mittels Hebels 55 gedreht wird, an dessen Zapfen 56 die Stange 57 angelenkt ist, welche unten mittels des Zapfens 58 mit dem Hebel 59 (Abb. 5 und 6) verbunden ist. Dieser Hebel 59 ist mit einem Gewicht 6o versehen und auf dem in Lagern des Rahmens drehbaren Zapfen 61 aufgekeilt. Auf demselben Zapfen 61 ist auch der zweiarmige Hebel 62 aufgekeilt, dessen einer Arm durch den Zapfen 63 mit der Stange 64 dreh- und verschiebbar verbunden ist, welche durch die Führungen 65 und 66 im Ständerteil des Ma-#;chinenrahmens i hindurchgeht und an der Stirnseite mit einer Ouerstütze 67 versehen ist, die zur Steuerung durch das Knie des Arbeiters dient.
  • Gleichzeitig mit dieser Steuerung der Zangenbewegung in Richtung der Vorschubbahn wird auch die Vor- und Rückbewegung der Zange oder die Größe der Anspannung des Schuhoberteiles in der Richtung senkrecht zur Leistenseite gesteuert. Der Schlitten 40 mit dem'Gelenkzapfen 39 der Zange (Abb. 5,6) ist mit der Kulisse-68 verbunden, welche um den Drehzapfen 69 schwingt und an den Antrieb von der Nocke v,, der Welle a über den zweiarmigen Hebel 7o angeschlossen ist, der eine Rolle 71 besitzt, durch die Feder 88 (Abb.5) abgefedert ist und um den festen Zapfen 7a schwingt. Das andere Ende des Hebels 70 ist mittels des Zapfens 73 mit der gegabelten Stange 74 drehbar verbunden, die am anderen Ende einen Bolzen 75 besitzt, der bei Einschalten der Maschine in ein am oberen Ende der Kulisse 68 ausgebildetes Auge 76 gelangt. Der Bolzen 75 wird von einer Feder 5o, die sich gegen den Hebel 9i und die Stange 74 stützt, in das Auge-76 gedrückt. Die Regelung des Hubes des Schlittens 40 und damit auch der Bewegung der Zange in Richtung zum Leisten und zurück erfolgt durch Verschieben des Blockes 77 in der Kulisse 68 (Abb. 6, 7), der einen Querzapfen 69 besitzt, dessen eines Ende durch eine Stange 8o, die in mit dem Maschinenrahmen i fest verbundenen Führungen 78, 88a läuft, lotrecht geführt wird. Diese Verschiebung vermittelt die an der Führungsstange 8o angeschlossene Stange 81; die unten mittels des Zapfens 82- mit einem Arm des schon genannten zweiarmiger- Hebels 62 verbunden ist, der durch Druck auf die Kniestütze 67 betätigt wird.. Gegen den Kniedruck wirkt hier die Last des Gewichtes 6o, die sonst die genannte Kniestütze 67 in der nach außen gerückten Lage hält.
  • Beim Einführen des Werkstückes in die Maschine muß, die Zange zunächst den Schuhoberteil erfassen. Während der Arbeit treten dann Stellen am Werkstück auf, bei welchen die Arbeit der Zange verstärkt oder abgeschwächt werden muß, und schließlich Stellen, bei welchen die Zange ganz außer Tätigkeit zu setzen ist. Für die zuletzt genannte Ausschaltung der Zange dient die besonders ausgebildete bogenförmige Bahn 83 (Abb. 5, 6) für den Leergang der Kulisse 68, in welche der Antriebsbolzen 75 geschoben werden kann, so daß er sich in der Bahn 83 untätig bewegt. Gleichzeitig wird die Zange durch den Druck einer Feder 84 aus der Arbeitsstellung zurückgeschoben. 'Diese Feder 84 ist in einer Ausnehmung des Rahmens i unter dem Schlitten 40 untergebracht und stützt sich mit dem einen Ende gegen einen Ansatz 85 des Rahmens i und mit dem anderen Ende gegen einen Ansatz 86 am unteren Teil des Schlittens 4o ab.
  • In die ausgeschaltete Lage wird diese Vorrichtung dann gebracht, wenn der Zug der Zange während des Arbeitsvorganges am Umfang :des Schuhes allmählich vermindert und schließlich unnötig wird und die Zange ausgeschaltet werden kann. Dies wird dadurch erzielt, daß der Block 77 der Kulisse 68 beim Nachlassen des Druckes auf die Kniestütze 67 unter Einwirkung des Gewichtes 6o nach unten gleitet, wodurch der Hub des Schlittens 4o kleiner wird, bis schließlich das ausschaltende Auge 87 (Abb. 5), das in den Zapfen 69 eingehängt und so mit der Stange 81 an die Knieregelung angeschlossen ist, den Bolzen 75 in die Bahn 83 für den Leergang zieht, wodurch der Spannhub der Zange außer Betrieb gesetzt ist.
  • Die Spann- und Vorschubbewegung der Zange, d. i. die Längs- und Ouerbewegung ,der Backen 97, 98, sind aneinander gebunden, und ihre Längen werden durch die Kniestütze 67 gleichzeitig gesteuert. Bei Ausschaltung der eben beschriebenen Längsbewegung wird auch mittels des Bolzens 48 durch die genannte Schraubenübertragung die Rolle 42 außer Eingriff mit der treibenden Seitennocke 41 gebracht, wodurch auch die Seitenbewegung der Zange völlig aufhört.
  • Das Öffnen und Schließen der Zange besorgt die Steitennockp, vi (Abb. 5 und 6) der Nockenscheibe h, mit welcher die von der Feder 89 angedrückte Rolle 9o des zweiarmigen Hebels 9i in Berührung steht, der um den festen Zapfen 72, schwingt. Dieser Hebel 9i bewegt die an seinem vorderen Ende kugelig gelagerte und in ihrer Länge durch die rechts-links-gängige Mutter 94 verstellbare Stange 93, die mit dem anderen, in ähnlicher Weise mit Kugelgelenk 96 versehenen Ende den Arm 36 der Zange bewegt, Die Kugelgelenke 95 und 96 gestatten eine gegenseitige räumliche Lagenveränderung dieser Teile.
  • Wie aus dem Arbeitsdiagramm in Abb. io ersichtlich, ist die Zange bei der sogenannten Nullage der Maschine geschlossen, so daß eine Hilfsvorrichtung vorgesehen sein muß, welche sie in die Spannlage, d. i. in eine Lage, bringt, bei welcher der Oberlederrand in die Backen 97 und 98 eingeführt werden kann. In dieser Lage wird die Zange von einem Daumen. 99 (Abb. 8) vorgeschoben, der sich gegen deni aus dem Körper des Schlittens 4o seitlich herausragenden Anschlag ioo abstützt. Der Daumen 99 ist in einen; Arm, des um den festen Zapfet- ioi drehbaren dreiarmigen Hebels ioa eingesetzt, dessen zweiter Arm mittels des drehbaren Zapfens 1o3 mit einer Stange 104 verbunden ist, die unten über einen Schwinghebel 107 mit dem mit einem Tritt io6 ausgestatteten Fußhebel io5 verbunden ist (Abb. 6, 8). Durch Niederdrücken des Fußhebels io5, io6 wird der Daumen 99 gegen den Anschlag ioo des Schlittens .Io geschwungen und schiebt den Schlitten mit der Zange nach vorn. Dieses Herausschieben ist bei beliebiger Lage der Übersetzungshebel durch die federnde Befestigung der Kulisse 68 am Schlitten .to möglich.
  • Wie aus Abb. 6 ersichtlich, ist die Kulisse 68 mit ihrem unteren Ende an ein zylindrisches Stück io8 angelenkt, durch dessen Bohrung ein Bolzen zog lose hindurchgeht, der eine Absetzung i io besitzt und mit seinem Gewinde i i i in den Schlitten 40 eingeschraubt ist. Außerdem ist er mit einem Gewinde 112 und einer Stellmutter 113 versehen. Gegen diese Mutter stützt sich die Feder 11.. ab, deren anderes Ende das Stück io8 gegen die Absetzung i io drückt. Daraus ist ersichtlich, daß dadurch bei beliebiger Lage der Kulisse ein Hinausschieben der Zange in Richtung nach außen möglich ist. Diese Vorrichtung hat aber auch den Zweck, einen übermäßig starken Zug der Zange, d. i. ein Cberspannen des Schuhoberteiles, zu begrenzen. Läßt sich der Oberteil bei zu großem Hub der Zange nicht weiterspannen, dann gibt die genannte Sicherungsfeder i i-. nach, wodurch ein weiteres Vorgehen der Zange verhindert wird.
  • In ähnlicher Art abgefedert geht auch das seitliche Verschieben des Oberleders durch die Zange vor sich, indem ihr seitlicher Hub von der beschriebenen Feder .I7 abgefedert wird (Abb. 5).
  • Das erforderliche Öffnen der Zange zum Erfassen des Schuhoberteiles bei dem eben beschriebenen gleichzeitigen Herausschieben der Zange nach vorn vermittelt eine aus Abb. 5, 6 und 8 ersichtliche Hilfsvorrichtung. Der Antriebshebel 91 besitzt an seinem hinteren Arm einen Zapfen 115, der sich beim Betrieb der Maschine in dem Auge 116 einer Zugstange 92 bewegt, die am -Zapfen 103 der schon genannten vom Trethebel io5 betätigten Stange io.I angelenkt ist. Beim Niederdrücken des Trittes io6 erfaßt das Auge 116 den Zapfen i 15 des Hebels 91 und schwenkt diesen um den festen Drehzapfen 72 gegen .den Druck der Feder 89, so daß die Rolle 9o mit der Nocke v4 außer Eingriff gelangt. Durch die Bewegung der Stange 93 öffnen sich die Backen 97, 98 der Zange bei gleichzeitigem Herausschieben derselben in Richtung nach außen durch den sich gegen den Anschlag ioo des Schlittens d.o abstützenden Daumen 99. Wie schon gesagt, wird die Naht in eine Rille versenkt, welche das Rißmesser, das an dem beweglichen Hebel i i- mittels der Schraube i18 (Abb. 2. 8) befestigt ist, in die untere Fläche der Sohle einschneidet. Die sich den Unregelmäßigkeiten der Sohlendicke anpassende Bewegung des Rißmessers wird durch eine sogenannte Sicherheitsvorrichtung ermöglicht. In Abb.8 ist eine solche Vorrichtung bei der beschriebenen Maschine schematisch dargestellt. Der zweiarmige Hebel 117, der am Ende des einen Armes das Messer 17 trägt, schwingt um einen festen Zapfen iig und wird von einem mit dem Schlitz 12r des Hebels 117 in Eingriff stehenden und an der Stange 122 befestigten Stift 120 betätigt. Die Stange 122 ist in der Führung 123, 12.1 beweglich und unten mit einem zweiarmigen Hebel 1:25 verbunden, der um einen festen Zapfen 126 drehbar und durch eine Druckfeder 135 abgefedert und am anderen Arin mit einer Stange 127 gelenkig verbunden ist. Diese Stange ist mit einem um den festen Zapfen 129 drehbaren zweiarmigen Hebel 128 verbunden, dessen Arm 130 in der Nähe des Zapfens derart seitlich herausgebogen ist, daß er in einem gewissen Abstand mit dem Arm des ebenfalls auf dem Zapfen 129 drehbar gelagerten Hebels 131 in Eingriff steht. Der Hebel 131 ist durch eine Stange 132 mii dem Arm 133 des Hebels io2 verbunden, der um den festen Zapfen ioi schwingen kann, welcher von der über die zugehörige früher beschriebene Hebelübertragung 107, 105 zum Fußhebel io6 führenden Stange 104 gesteuert wird. Durch den Tritt io6 wird somit das Herausschieben und Öffnen der Zange und durch die beschriebenen Hebel auch das Hochheben des Rißmessers 17 während der Ruhelage der Maschine zum Festspannen des Werkstoffes bewirkt. Die übrigen Werkzeuge, die Ahle, die Nadel, die Unterlage und der Vorschubhebel, befinden sich eben in der Ruhelage in vorbereiteter Stellung und behindern das Festspannen nicht (Abb. 3).
  • Das Rißmesser 17 hält zusammen mit der Stütze 18 des Werkstückes den Sohlenrand während des ganzen Arbeitsvorganges und hebt sich nur dann, wenn der Schuh durch Niederdrücken des Trittes io6 aus der Maschine herausgenommen wird. Während einer Umdrehung wird das Rißmesser während des Vorschubes der Sohle entsichert und nach erfolgtem Vorschub wieder gesichert, so daß es, indem es beim Vorschub der Sohle nur durch die Feder 135 angedrückt wird, stets die durch die Sohlendicke an der entsprechenden gerade bearbeiteten Stelle gegebene Lage einnimmt. Seine abwechselnde Entsicherung und Sicherung vermittelt die Nocke vß, auf welcher sich die Rolle 137 eines zweiarinigen Hebels 136 abrollt, der um einen festen Zapfen 138 schwingbar und durch die Druckfeder 135 abgefedert ist. Diese Feder federt, wie früher beschrieben wurde, gleichzeitig auch den Hebel 125 ab. Der Hebel 136 ist mit einer scharfkantigen Rolle 139 versehen, die wechselweise in die Rillen der Sicherungsmutter 140 eingreift, welche ein Gewinde von hoher Steigung besitzt. Die Mutter sitzt auf der Schraubenspindel 141 der Stange 122, die bei der Bewegung des Rißmessers 17 eine entsprechende lotrechte Bewegung in der Führung 123, 124 ausführt. Gegen diese Führung stützt sich auch die Mutter 14o ab, so daß sie sich bei der genannten Bewegung der Stange 122 drehen muß. Verhindert das Rädchen 139 durch Eingreifen in die Rillen der Mutter 140 deren Drehung, dann kann sich auch die Stange 122 axial-nicht bewegen, und das Rißmesser ist unbeweglich gesichert.
  • Mit der der Dicke des bearbeiteten Werkstoffes entsprechenden Lage des Rißmessers hängt auch die Lage des Hebels 125 .der Stange 127 und des Hebels 128 zusammen. Der Hebel 128 -ist ferner mit Leitrollen 142, 143 für .die Führung des oberen Fadens n versehen, der mit seinem zwischen den Rollen 142 und 143 befindlichen Teil der Einwirkung des sogenannten Lockerungshebels 144 ausgesetzt ist. In dieser Weise wird der Faden in Abhängigkeit von der Sohlendicke zugeführt, wie dies erforderlich ist, damit .der Stich gerade in der Mitte des Loches erfolgt.
  • Es ist ersichtlich, daß bei der verwickelten Bauart der Maschine und der Notwendigkeit, alle Arbeitswerkzeuge möglichst nahe beieinander arbeiten zu lassen, damit auch ein Schuh mit tiefem Gelenk an der Arbeitsstelle gedreht werden kann, die Anordnung der Antriebsvorrichtung bei der Führung der Nadel sehr schwierig ist. Dies gelingt durch das folgende in Ab'b.9 schematisch veranschaulichte Hebelsvstem, welches seinen Antrieb durch die Nocken v., und v$ der Hilfsnockenwelle 5 vermittels -der beiden Rollen 145 und 146 des Hebels 147 erhält, der um die feste Achse 7 schwingt: Der vordere Arm des Hebels 14@ ist durch eine Stange 148 mit einem zweiarmigen Hebel 149 verbunden; der um einen festen Zapfen 15o schwingt und mit seinem Zahnsegment 151 in das Zahnsegment 152 des die Führung ii tragenden zweiarmigen Hebels 153 eingreift. Dieser Hebel ist auf der Achse 154 drehbar gelagert, um welche in kreisförmiger Bahn auch die auf dem Tragarm i55 befestigte Nadel io schwingt. Die Nadelführung führt während einer Umdrehung die im Diagramm VI in Abb. io veranschaulichte Bewegung aus.
  • Der Arbeitsvorgang der Maschine kann in mehrere Abschnitte geteilt werden. Vor Arbeitsbeginn befindet sich die Maschine in der sogenannten Nullage, in welche sie stets von der vom Fußhebel betätigten Kupplung eingestellt wird. Der zu nähende Schuh wird mit dem Sohlenrand auf die Stütze i8 aufgelegt, wobei zunächst der Fußhebel 1o5 niedergedrückt wird, so daß sich die Zange öffnet und vorschiebt. Die untere Backe 98 der Zange gelangt unter das Oberleder s (Abb. 12), und die obere Fläche der Backe 97 der Zange schiebt sich zwischen Schuhoberteil und Sohle. Mit diesem Arbeitsvorgang der Zange hat sich gleichzeitig auch das Rißmesser 17 gehoben. Durch Nachlassen des Druckes am Fußhebel los schließt sich die Zange, erfaßt so den Schuhoberteilrand unter der Sohle und geht zurück. Ebenso geht auch das Rißmesser 17 wieder nach unten und dringt in die Sohle ein. Auf dem Diagramm VIII in Abb. io ist dieses Festklemmen des Oberteiles mit der Zange durch den punktierten Abschnitt zc schematisch angedeutet.
  • Nun wird der ':Motor der Maschine ange-, lassen, und ihre Teile beginnen bei jeder Umdrehung der Hauptnockenwelle gemäß dem Arbeitsdiagramm in Abb. i o, das nun näher beschrieben wird, zu arbeiten. Auf der waagerechten Achse sind .die Grade der Umdrehung der Hauptnockenwelle 2, beginnend von der Nullausgangsstellung, von o bis 36o° aufgetragen. Auf der senkrechten Achse ist für jedes Werkzeugzsein Hub aufgetragen.
  • Das Arbeitsdiagramm I veranschaulicht den Verlauf der Seitenbewegung oder den Hub des Schiebers 28 (Abb. ii), der sich von rechts nach links bewegt und die Ahle 9, die Unterlage 24 und den Vörschubfuß mit dem Dorn 23 trägt.
  • Das Arbeitsdiagramm II veranschaulicht die zweite Bewegungsart der Unterlage 24, d. i. eine Bewegung zum Zwecke des Einbiegens und Anhaltens des Oberteilrandes.
  • Das Arbeitsdiagramm III zeigt den Hub des Vorschubfußes 22, das Arbeitsdiagramm IV die Arbeit der Ahle 9, das Arbeitsdiagramm V diejenige der Nadel io, das Arbeitsdiagramm VI den Hub der Nadelführung i i, das Arbeitsdiagramm VII den Stand des Rißmessers 17, dessen Entsicherung und Sicherung während einer Umdrehung.
  • Das Arbeitsdiagramm VIII veranschaulicht das Öffnen und Schließen der Zange 97, 98 während einer Umdrehung.
  • Das Arbeitsdiagramm IX zeigt die Ausschaltbewegung der Zange.
  • Aus dem Diagramm I ist ersichtlich, daß sich in der Nullage, d. i. die Ausgangslage, der Schieber 28 und damit auch die Unterlage, die Ahle und der Vorschubdorn rechts befinden, wobei die Ahle und Unterlage unten, der zum Erfassen der Sohle eingestellte Vorschubdorn oben liegen und das Rißmesser entsichert ist.
  • Die Sohle liegt auf der Arbeitsstütze 18 auf und wird nur durch das Rißmesser 17 festgehalten. Während dr T'inclreliun geht zunächst die Stütze 2.4 nach oben und drückt gemäß Abb. 12, 13 den Schuhobzrteil s an die Sohle p, wonach die Sohle durch den Zubringehebel 23, der von oben nach unten geht, gegen die Unterlage geklemmt wird. Die Zange 97, 98 hält inzwischen abgefedert den angespannten Oberteilrand so lange, bis er durch den Fuß 2-2 und die Unterlage 2.t fest angehalten wird, wonach sie sich öffnet und nach dem Verschub von rechts nach links offen zurückgeht, um den Schuhoberteil neuerdings zu erfassen. Das Spannen des Oberteiles mittels -der Zange geschieht (siehe Diagramm) in der Zeit, wennUnterlage 24und Zubringefuß 22 die Sohle freigegeben haben und diese nur durch die Stütze i8 und das Rißmesser 17 gehalten wird, während der Schuhoberteil s schon durch die Tätigkeit der Nadel gesichert ist.
  • Die Bewegung der Zange, die zum Schuhumfang parallel oder in der Vorschubbahn der Sohle erfolgt, hat ihren Arbeitshub in Richtung von rechts .nach links, d. i. im Sinne des Vorschubes, so daß der Schuhoberteil am Sohlenrand eingedrückt (aufgenominen) wird, während er durch den Axialzug der Zange in der Richtung vom Leisten oder in senkrechter Richtung zur Vorschubbahn auf der oberen gewölbten Seite des Leistens gespannt wird.
  • Das richtige Verhältnis der beiden Bewegungskomponenten der Zange ist in der Maschine im voraus ständig eingestellt. Bei in üblicher Weise zu nähendem Schuh kann folgendermaßen vorgegangen werden: Der am Leisten vorübergehend angelegte Schuhoberteil mit Sohle wird ungefähr an der Stelle A (Abb. 1.4) in die Maschine eingesetzt. Der Vorschub des Schuhes erfolgt in der Richtung des Pfeiles a, während das Nähen in der Richtung des Pfeiles b fortschreitet. Die Notwendigkeit des Spannens und Aufzwickens des Oberteiles tritt hinter der Schuhspitie ungefähr an der Stelle B auf. Hier beginnt der Arbeiter mit dem Knie den Hebel 67 aus seiner z. B. auf der Stange 64 durch eine Marke bezeichneten Nullage herauszudrücken und zwickt nach Bedarf ungefähr bis zu der Stelle C auf, von wo das Aufzwicken wieder abnimmt, indem er den Kniehebel vermöge des Gewichtes 6o zurückgehen läßt, bis er endlich an der Stelle D vom Knie abgleitet, so daß das Gewicht 6o die Zange außer Tätigkeit setzt. Vor Beginn der Arbeit, d. i. in der Nullage der Maschine, ist der Kniehebel 67 stets his zu der durch eine Marke auf der Stange 64. bezeichneten Lage zu verschieben, wo der Antriebsdaumen 75 (4bb. 6) der Kulisse 68 beim Herausschieben des Ausschaltauges 87 eben :n das Auge ; 6 der Nullbahn 83 gelangt ist, um die Zange in den Betrieb zu schalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum schrittweisen Aufzwicken und Nähen von Schuhen mit nach .auswärts gewendetem Oberlederrand, mit einer unter der Sohle liegenden ortsfesten Mütze und einem über die Sohle angreiienden, die Sohle schrittweise vorrückenden Vorschubfuß, dadurch gekennzeichnet, daß die als Überschieber wirkende Zange mit zwei Backen (97, 98) den Oberlederrand erfaßt und, unter der Sohle sich vorschiebend, ihn in den Winkel zwischen Leistenseite und Sohlenrand mit Unterstutz:ung einer schrittweise beweglichen unteren Stütze (Unterlage 2.4) hineindrückt.
  2. 2. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Öffnung (25) für das Zuführen des V erstärkungsrahinens (y) zum Oberteilrand verseheneUnteilage (24) gleichzeitig zum Niederdrücken des Oberteiles gegen, die Sohle dient.
  3. 3. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (2), der Vorschubfuß (22) und die Vorstichahle (9) auf einem gemeinsamen Schieber (28) angebracht sind, der von der Seitennocke (v,) der Hauptantriebswelle (2) eine verstellbare seitliche Bewegung erhält, wobei die andere Bewegung der Unterlage und des Vorschubfußes im Kreisbogen erfolgt und von den Nocken (z" bzw. v>) der Hilfswelle (5) erfolgt. d.. Schub Aufzwick- und -Nähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Überschieberzange geeignet ist, mit ihren Backen (97, 98) den Oberteilrand unter dem Sohlenrand ganz dicht beim Leisten zu erfassen, ferner neben der Schließ- und Öffnungsbewegung einerseits von der Rille (d.1) der auf der `'Felle befindlichen Nockenscheibe (k) eine zwangsläufige Seitenbewegung um den Zapfen (59) und-andererseits durch den Schlitten (4o) eine Bewegung in Richtung zum Leisten und zurück zu erhalten, wobei diese beiden Bewegungen während des Ganges der Maschine durch einen gemeinsamen Betätigungshebel, z. B. einen Kniehebel (67), bis zur völligen Ausschaltung der Zange regelbar sind. 5. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Bewegung der Zange von einem gefederten Hebel (43) gesteuert wird, der eine Rolle (42) besitzt, die in eine Antriebsnocke eingreift und mit einem mit dem Kniehebel (67) in Verbindung stehenden Anschlagbolzen zusammenarbeitet. 6. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwickbewegung der tTberschieberzange in Richtung zum Leisten und zurück durch Verschiebung des Blockes (77) in der Kulisse (68) mittels der Stange (8o), der Zugstange (8i) und des vom Kniehebel (67) betätigten Hebels (62) gesteuert wird. 7. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Ansprüchen i und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausschalten der Zange während,des Ganges der Maschine die bogenförmige Bahn (83) der Kulisse (68) dient, in welche der Antriebsdaumen (75) gelangt, was bei Abnahme des Drukkes auf den Kniehebel (67), d. i. bei Verkleinerung des Hubes des Schlittens (4o), geschieht, die vermittels des Ausschaltauges (87) erfolgt, das durch den Zapfen (69) mit der zu den übertragungs, teilen des Kniehebels (67) führenden Stange (8i) verbunden ist. B. Schuh-Aufzwick-. und -Nähmaschine nach Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Offnungs- und Schließbewegung der Zange von der Stirnnocke (v4) der auf der Hauptantriebswelle (a) befindlichen Nockenscheibe (h) abgeleitet wird. 9. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach Ansprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Überschieberzange vermittels des Daumens (99), der mit einem Anschlag des Schlittens (4o) zusammenarbeitet und über den Hebel (io2), die Stange (io4) und den Hebel (1o7) von dem Tritthebel (io6) betätigt wird, bei jeder beliebigen Lage der Antriebs- und Übertragungsvorrichtung der Zange geöffnet und in die anfängliche Nullage zum Erfassen des Oberteilrandes geschoben werden kann. io. Schuh-Aufzwick- und -Nähmaschine nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwickbewegung der Zange durch die Sicherungsfeder (1i4) und die Seitenbewegung der Zange durch die Sicherungsbewegung der Feder (47) abgefedert ist.
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