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DE807657C - Trockenzylinder mit von einem Arbeitsmittel durchstroemten Hohlmantel, insbesondere fuer Papiermaschinen - Google Patents

Trockenzylinder mit von einem Arbeitsmittel durchstroemten Hohlmantel, insbesondere fuer Papiermaschinen

Info

Publication number
DE807657C
DE807657C DEF732A DEF0000732A DE807657C DE 807657 C DE807657 C DE 807657C DE F732 A DEF732 A DE F732A DE F0000732 A DEF0000732 A DE F0000732A DE 807657 C DE807657 C DE 807657C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying cylinder
hollow jacket
jacket
cylinder according
working medium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF732A
Other languages
English (en)
Inventor
Nicolaus Fabry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF732A priority Critical patent/DE807657C/de
Priority to DEF5478A priority patent/DE859253C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE807657C publication Critical patent/DE807657C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F5/00Dryer section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F5/02Drying on cylinders

Landscapes

  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Trockenzylinder mit von einem Arbeitsmittel durchströmten Hohlmantel, insbesondere für Papiermaschinen Bei der Papierfabrikation wird die von der Sieb-und Pressenpartie kommende feuchte Papierbahn in der Trockenpartie über eine Anzahl hinter- und übereinander angeordneter Hohlzylinder geführt, die mit Dampf beheizt sind und der Papierbahn nach und nach die Feuchtigkeit entziehen. Diese Trockenzylinder bestanden anfangs aus starkem Kupferblech. Später verwendete man Gußeisen und überzog sie mit einem dünnen Kupfermantel, um eine glatte Mantelfläche zu erhalten. Nachdem die Gießereitechnik Fortschritte machte und das Gußeisen durch Zusatz von Stahl höhere Dichte und größere Härte erhielt, so daß die Mantelfläche der Zylinder sauber geschliffen und poliert werden konnte, ein Kupferüberzug sich erübrigte, wurden die gußeisernen Trockenzylinder allgemein eingeführt. Bei mangelhafter Ausführung, fehlerhafter Konstruktion oder aus ähnlichen Gründen ergab sich die Gefahr des Zerknallens der Zylinder. Hierdurch werden Leben und Gesundheit des Bedienungspersonals gefährdet und im Betrieb schwere Zerstörungen hervorgerufen. Derartige Unfälle ereignen sich trotz behördlicher Bauvorschriften und Abnahmeprüfung vor der ersten Inbetriebnahme immer wieder.
  • 1,.s sind bereits verschiedene Vorschläge gemacht worden, um den Trockenzylinder zerknallfest auszubilden. So hat man zwischen der Heizvorrichtung und der Zylinderwand besondere Wärmeübertrager eingeschaltet, oder man hat an dem von den Armkränzen getragenen gußeisernen Außenzylinder einen nachgiebigen Innenzylinder angebracht, wobei die Dampfzuführungs- und Kondenswasserableitungsrohre in dem Hohlmantel münden. Bei einer anderen bekannten Bauart wurden in dem Zylin-(lc-rinantel besondere Heizrohre eingegossen.- Man hat auch bereits hinter der Einführungsöffnung des den Trockenzylinder beheizenden Dampfstroms eine besondere Sperrwand eingebaut. Durch diese bekannten Maßnahmen wurde trotz der verwickelten Bauart keine völlige Sicherheit vor einem Zerknall des gußeisernen Trockenzylinders erreicht, so das sie sich nicht durchzusetzen vermochten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, den Trockenzylinder so auszubilden, das auch bei den ungünstigsten Betriebsverhältnissen ein Zerknall des Trockenzylinders mit Sicherheit vermieden wird. Gemäß der Erfindung werden zwei Zylinderrohre aus Flusstahl oder einem ähnlichen Baustoff an beiden Seiten zu einem geschlossenen Hohlmantel zusammengeschweißt, der mit seinen seitlichen Tragelementen, wie Armkränzen o. dgl., in solcher Weise nachgiebig verbunden ist, das er Wärmedehnungen frei ausführen kann. Hierbei ist Gußeisen in jeder Form als Baustoff für den Zylinder vollständig ausgeschieden. An Stelle von Flusstahl können auch andere, vorzugsweise korrosionsbeständige Baustoffe für die Herstellung der. Zylinderrohre verwendet werden, z. B. alterungsbeständige, mit Aluminium desoxydierte Stähle, und zwar sowohl Vollbleche als auch Stahlbleche, die mit rostfreien Stählen, wie Chromstahl oder Chromnickelstahl, plattiert sind.
  • Die beiden Zylinderrohre sind vorzugsweise nahtlos hergestellt und werden durch Abstandsringe in zentrischer Lage zueinander gehalten und an den beiden Enden zu einem geschlossenen Hohlmantel zusammengeschweißt, in dem die Dampfzuführungsleitungen und die Vorrichtungen zur Ableitung des Kondenswassers münden. Da dieser Hohlmantel mit seinen Tragelementen nachgiebig verbunden ist, z. B. durch Verschrauben unter Einfügung von Federscheiben, kann er sich bei Erwärmung frei ausdehnen, so das keine gefährlichen Spannungen auftreten, die die Ursache eines Zerknalls bilden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar .zeigt Fig. i einen Längsschnitt und Fig.2 einen Querschnitt des dampfbeheizten Trockenzylinders einer Papiermaschine.
  • Die beiden aus Flusstahl bestehenden, nahtlos hergestellten Zylinderrohre i und 2, deren Länge der gegel>:nen Länge des Trockenzylinders entspricht, sind ineinandergeschoben und durch die beiden Stegringe 3 in gleichbleibendem Abstand voneinander gehalten, so das ein Hohlmantel 4 gebildet wird. Der Innenzylind:r 2 ist an seinen beiden Enden mit einem Ring 5 verschweißt, der seinerseits mit dem Ende des Außenzylinders i verschweißt ist. Ferner sind an der Innenseit; des Innenzylinders 2 an dessen beiden Enden gleichmäßig über den Umfang verteilt Winkelstücke 6 angeschweißt, die auch durch vollständige Winkelringe ersetzt werden können. Die Zylinder i, 2 sind an beiden Seiten von beispielsweise aus gepreßtem Stahlblech bestehenden Armkränzen 7 getragen und unter Zwischenschaltung von Federscheiben mit den Winkeln 6 durch achsparallele Schrauben verbunden, die nur so weit angezogen sind, das die Federscheiben ihre Nachgiebigkeit behalten. Der Trockenzylinder i, 2 kann daher Wärmedehnungen ungehindert ausführen. An den beiden Armkränzen 7 sind die Lagerzapfen 8, 9 z. B. durch Einpressen befestigt, sie können auch mit den Armkränzen, z. B, bei Herstellung aus Stahlguß, aus einem Stück bestehen. In dem Lagerzapfen 8 ist eine axiale Bohrung 1o für die Zuführung des Heizdampfes vorgesehen, der durch mehrere, z. B. drei radiale Rohre i i in den Hohlmantel .4 geleitet wird. Um eine ungehinderte Strömung des Heizdampfes in dem Hohlmantel 4 zu erreichen, sind die Stegringe 3 an ihrem Außenrand mit halbkreisförmigen Ausnehmungen 12 versehen, an deren Stelle auch andere Durchbrechungen vorgeseh_n sein können. Zur gleichmäßigen Dampfverteilung können in dem Hohlmantel ,4 Sprührohre oder ähnliche Vorrichtungen vorgesehen sein.
  • Zum Ableiten des Kondenswassers ist eine Schöpfvorrichtung 13 vorgesehen, die aus zwei oder mehreren diametral liegenden Schöpfbechern besteht, um das Gegengewicht zum Auswuchten zu ersparen. Es können auch drei gleichmäßig über den Umfang des Hohlmantels .4 verteilte Schöpfbecher vorgesehen sein. Die Schöpfbecher greifen in den Hohlmantel 4 ein und stehen in Verbindung mit einer in dem Lagerzapfen 9 der Triebseite vorg:-sehenen axialen Bohrung 14, durch die das Kondenswasser abgeleitet wird. Die Anordnung kann auch so getroffen werden, das die Dampfeinströmung und die Kondenswasserableitung an der gleichen Seite des Trockenzylinders liegen, und zwar entweder an der Führerseite oder an der Triebseite.
  • Zur Vermeidung von Wärmeverlusten ist an der Innenseite des Innenzylinders 2 eine Isolierschicht 15 angebracht. Die Armkränze 7 sind als Unfallschutz zum Verhindern des Hineingreifens in den Innenmantel beispielsweise mit einer leichten Blechverkleidung 16 versehen, an der namentlich bei Zylindern kleineren Durchmessers, z. B. den Filztrocknern von Papiermaschinen, eine Isolierschicht zur Wärmeabdämmung angebracht werden kann, die dann an der Innenseite des Hohlmantels gegebenenfalls entfällt. Zur Überwachung des Hohlmantels 4 ist an der Führerseitc dicht am Außenmantel i eine Kontrollschraube 17 angebracht, durch die die ordnungsgemäße Ableitung des Kondenswassers durch die Schöpfvorrichtung 13 nach,-,z,-prüft werden kann.
  • Von besonderer Bedeutung ist es, das die bei normalen, aus Gußeisen bestehenden Trockenzylindern vorhandenen schweren seitlichen Zylinderd-zckel vollständig fehlen, die den Seitendruck auszuhalten haben und häufig die Ursache für den Zerknall bilden. Die Druckbeanspruchung des Hohlmantels beträgt nur einen Bruchteil eines normalen gleich großen gußeisernen Zylinders. An dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die für die Druckbeanspruchung in Frage kommende schmale Stirnringfläche nur i : 12,5 der vollen Kreisfläche, entsprechend ist auch der auftretende Seitendruck um so viel geringer. Bei dein üblichen Betriebsdruck des Heizdampfes von i bis 2,5 atü ergibt sich demnach bei einem Zylinder mit Hohlmantel höchstens ein Seitendruck von 6ooo kg, gegenüber 75 000 kg bei einem Zylinder mit der bekannten Deckelausführung.
  • Die durch die nachgiebige Befestigung an seinen Traggliedern bereits erreichte Zerknallfestigkeit wird hierdurch noch bedeutend erhöht, so daß auch bei ungünstigsten Betriebsverhältnissen keine Unfälle durch Zerknall auftreten können.
  • Neben einer hohen Zerknallsicherheit hat die vorgeschlagene Bauart des Trockenzylinders außerdem den Vorteil des geringen Gewichts. Auch ergibt sich bei Verwendung des hochwertigen Werkstoffs einerseits eine geringere Windstärke bei guter Wärmeleitfähigkeit, andererseits durch die Isolierung des Innenmantels beste Ausnutzung des Heizdampfes. Der an mehreren Stellen beheizte Hohlmantel wirkt auf die Wärmeverteilung ausgleichend, so daß die äußere Zylindermantelfläche überall gleichmäßige Temperatur aufweist. Dies ist für die Papiertrocknung von besondrer Bedeutung.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Lagerzapfen nur an den Seiten vorgesehen. Müssen die Trockenzylinder einen äußeren Preßdruck aushalten, wie dies z. B. hei Glättzylindern der Fall ist, so kann eine durchgehende Achse mit angedrehtem Zapfen vorgesehen sein. An die Stelle der durchlaufenden Achse kann gegebenenfalls ein Rohr treten, in das die hohlen Lagerzapfen an den Enden eingepreßt oder in anderer Weise befestigt werden. Diese Bauart empfiehlt sich besonders bei Glättzylindern mit großem Durchmesser.
  • Der Zylinder kann außer mit Dampf auch mit jedem anderen Heizmittel betrieben werden. Er kann auch mit einer elektrischen Heizvorrichtung versehen werden, die z. B. in Form von Widerstandskörpern an der Innenseite des Hohlmantels unterhalb der Isolierschicht angebracht wird und ihre Wärme auf den Innenmantel abgibt, der sie mittelbar an den Außenmantel überträgt. Diese elektrische Heizung läßt sich gegebenenfalls auch als Zusatzheizung verwenden.
  • Der Hohlmantel kann zur Verwendung als Kühlzylinder auch mit 'kaltem Wasser oder einer anderen, z. B. durch elektrische Kühlelemente oder in anderer Weise unterkühlten Kälteflüssigkeit gespeist werden, um beispielsweise am Ende der Trockenpartie die fertig getrocknete, noch überhitzte Papierbahn herunterzukühlen. Wegen seiner verhältnismäßig geringen Mantelstärke ist er in gleicher Weise als Trocken- oder als Kühlzylinder verwendbar. Er kann auch zum Trocknen und Glätten von Tuchen, Geweben, Stoffbahnen und ähnlichen Erzeugnissen gebraucht werden.
  • Für Spezialpapiere wird der Außenmantel zweckmäßig unter Verwendung von plattierten oder korrosionsfesten Vollblechen vollkommen rostsicher hergestellt. Man kann auch die mit Dampf oder Kondenswasser in Berührung kommenden Stellen im Innern des Hohlmantels mit einem korrosionsfesten oder rostschützenden Überzug aus Kupfer, Zink oder einem anderen Nichteisenmetall versehen. Dieser Überzug kann zweckmäßig vor dem Zusammenbau des Zylindermantels nach dem bekannten Metallspritzverfahren oder in anderer Weise aufgebracht werden. Für die seitlichen Tragglieder können statt der im Ausführungsbeispiel vorgesehenen, aus Blech gepreßten Armkränzen u. dgl. auch solche verwendet werden, die durch Schweißen hergestellt wurden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Trockenzylinder mit von einem Arbeitsmittel durchströmtem Hohlmantel, insbesondere für Papiermaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vorzugsweise nahtlose Zylinderrohre (i, 2) aus Flußstahl o. dgl. an beiden Seiten zu einem geschlossenen Hohlmantel (4) zusammengeschweißt sind, der mit seinen seitlichen Tragelementen, wie Armkränzen (7) o. dgl., nachgiebig verbunden ist, derart, daß er Dehnungen frei ausführen kann.
  2. 2. Trockenzylinder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenmantel (i) zumindest an seiner Oberfläche aus korrosionsfestem Werkstoff hergestellt ist.
  3. 3. Trockenzylinder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Tragelemente (7) des Hohlmantels (4) an den Außenseiten durch Blechscheiben (16) o. dgl. verkleidet sind, die als Unfallschutz oder zur Wärmeabdämmung dienen.
  4. 4. Trockenzylinder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlmantel (4) an den mit dem Arbeitsmittel, z. B. Heizdampf oder Kondenswasser, in Berührung kommenden Stellen mit einem korrosionsfesten Überzug versehen ist.
  5. 5. Trockenzylinder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden den Hohlmantel (4) bildenden Zylinderrohre (i, 2) in gleichmäßigem Abstand voneinander durch zwei oder mehr Stegringe (3) gehalten sind, die mit Ausnehmungen (12) für den ungehinderten Strom des Arbeitsmittels durch den Hohlmantel versehen sind.
  6. 6. Trockenzylinder nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite des Hohlmantels (4) und/oder an der Verkleidung (16) der seitlichen Tragelemente (7) eine wärmedämmende Isolierschicht (15) angeordnet ist.
  7. 7. Trockenzylinder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlmantel (4) mehrere symmetrisch zueinander angeordnete Schöpfvorrichtungen (13) zum Ableiten des Kondenswassers eingreifen.
DEF732A 1950-01-31 1950-01-31 Trockenzylinder mit von einem Arbeitsmittel durchstroemten Hohlmantel, insbesondere fuer Papiermaschinen Expired DE807657C (de)

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