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DE807513C - Bindemittel fuer Brennstoffbrikette und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Bindemittel fuer Brennstoffbrikette und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE807513C
DE807513C DEP47008A DEP0047008A DE807513C DE 807513 C DE807513 C DE 807513C DE P47008 A DEP47008 A DE P47008A DE P0047008 A DEP0047008 A DE P0047008A DE 807513 C DE807513 C DE 807513C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitch
binder
emulsifier
water
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP47008A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Otto Grosskinsky
Dr-Ing Hermann Meyer
Dr-Ing Helmut Umbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Bergwerksverband GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bergwerksverband GmbH filed Critical Bergwerksverband GmbH
Priority to DEP47008A priority Critical patent/DE807513C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE807513C publication Critical patent/DE807513C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/14Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with organic binders

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Bindemittel für Brennstoffbrikette und Verfahren zu seiner Herstellung Es ist bereits bekannt, als Bindemittel für die Brikettherstellung Teerpech zu-verwenden, Da die Wirtschaftlichkeit eines Brikettierverfahrens nicht unwesentlich von der Menge des benötigten Peches und dessen Preis abhängt, hat man versucht, diese Menge möglichst herabzusetzen. Im allgemeinen sinkt jedoch mit fallendem Pechgehalt die Festigkeit der Brikette, so daß bei den bisher üblichen Brikettierverfahren der Verminderung des Pechzusatzes praktisch eine Grenze gesetzt ist. Man hat daher versucht, andere Bindemittel zu verwenden, ohne jedoch bisher ein dem Pech gleichwertiges Material gefunden zu haben. So hat man z. B. vorgeschlagen, eingedickte Zellstoffsulfitablauge zu verwenden, doch wiesen die hiermit hergestellten Brikette zwar eine gute Druck-und Abriebfestigkeit auf, verloren aber bei Einwirkung von Nässe ihre Festigkeit dadurch, daß das Bindemittel infolge seiner Wasserlöslichkeit mehr oder weniger stark ausgewaschen wurde.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zur Erzielung gleicher Festigkeitseigenschaften mit weitaus weniger Pech auskommt oder mit derselben Pechmenge größere Festigkeiten erzielt, wenn man das Pech in Form eines wässerigen Emulsions- oder Suspensionskolloides der zu brikettierenden Kohle zumischt. Bei der Kombination von Pech mit z. B. Sulfitablauge addieren sich die festigkeitsgebenden Eigenschaften beider Stoffe. Darüber hinaus verhindert das feinverteilte Pech die Wasserlöslichlichkeit der Sulfitablauge in der brikettierten Masse, so daß mit relativ geringem Pechbedarf Brikette von hoher mechanischer Festigkeit und guter Wasserbeständigkeit erhalten werden.
  • Die Herstellung eines solchen Bindemittels erfolgt entweder durch gleichzeitiges, und zwar kaltes Mischen und Vermahlen des möglichst weitgehend vorzerkleinerten Peches mit Wasser unter Zugabe eines Stoffes mit emulgierenden Eigenschaften oder aber durch Emulgieren des geschmolzenen Peches mit Wasser und dem Emulgator, z. B. Sulfifablauge, also bei erhöhter Temperatur. Für die erstgenannte Verfahrensart eignen sich besonders solche Stoffe, die außer emulgierenden noch klebende Eigenschaften besitzen, wie Leime, Tylose, Sulfitablauge, Wasserglas usw., doch sind auch Emulgatoren ohne ausgesprochene klebende Eigenschaften verwendbar, wie z. B. gewöhnliche Natron- oder Kaliseifen, Fettalkoholsulfonate, Fettalkoholäthylenoxydanlagerungsprodukte, Alkyl- oder Alkylnaphtylsulfonate, Athanolamine, technische Eiweißprodukte, gewisse Erzeugnisse der Teerindustrie usw.
  • Das Vermischen und Vermahlen des möglichst weitgehend zerkleinerten Peches mit dem Emulgator und dem Wasser geschieht beispielsweise durch mehrstündiges Behandeln in einer Kugelmühle oder Schwingmühle bei gewöhnlicher oder zur Erhöhung der Sprödigkeit des Peches verminderter Temperatur. Sehr gut geeignet hierfür sind auch ein- oder mehrstufige Ho@mogenisiermaschinen. Auch in diesen arbeitet man bei gewöhnlicher oder verminderter Temperatur.
  • Das auf diese Weise erhaltene Bindemittel wird in bekannter Weise mit der zu brikettierenden Kohle vermischt und das Gemisch wie üblich verpreßt. Durch (las beschriebene Verfahren werden bei gleichen Festigkeiten bis zu 30% des Peches eingespart.
  • Nach der zweiten, bei erhöhter Temperatur arbeitenden Verfahrensart verrührt man das geschmolzene Pech mit dem Emulgator und Wasser, z. B. mit Sulfitablauge. Dies kann auf verschiedene Art erfolgen, am einfachsten z. B. dadurch, daß man die Mischungskomponenten mit einem hochtourigen Rührer verrührt oder das Gemisch beider Bestandteile durch eine der bekannten Homogenisiermaschinen laufen läßt.
  • Zweckmäßig vermischt man das Bindemittel noch heiß mit dem zu brikettierenden Brennstoff und verarbeitet das Gemisch sofort zu Briketten. Man kann aber auch das Bindemittel nach der Homogenisierung unter Rühren abkühlen und nach Bedarf weiter verarbeiten. Die letztere Verfahrensart hat gegenüber der ersteren den Vorteil, daß die Emulsion durch das Erstarren des Peches stabil wird und ohne Gefahr der Entmischung aufbewahrt werden kann, daß also der Emulgierprozeß von der Brikettierung zeitlich unabhängig ist. Demgegenüber hat die Heißverarbeitung wieder den Vorteil, höhere Festigkeitseigenschaften bei der Brikettierung zu liefern. Die Homogenisiertemperaturen richten sich nach der Art des Peches, insbesondere nach dessen Ernveichungspunkt; im allgemeinen liegen sie zwischen 8o und i5o°, wobei man gegebenenfalls im geschlossenen Gefäß arbeitet. Das Verhältnis von Pech zu Sulfitablauge wird je nach den gewünschten Festigkeitseigenschaften der herzustellenden Brikette gewählt, meist wird es zwischen 2:1 und 1:2 schwanken.
  • Ausführungsbeispiele i. Zoo Gewichtsteile Pech von o bis o,6 mm Korngröße und 7r° Erweichungspunkt «erden mit 250 Gewichtsteilen Wasser und i Gewichtsteil eines Fettalkoholäthylenoxydanlagerungsproduktes in einer Kugelmühle, welche etwa zur Hälfte ihres Volumens mit Stahlkugeln von 5 bis io mm Durchmesser gefüllt ist, gemahlen. Nach 8 Stunden Mahldauer wird das Gut als homogene breiige Masse erhalten.
  • 12 Gewichtsteile dieser Masse werden mit 88 Gewichtsteilen einer Magerkohle von o bis 6 mm Körnung im Dampfknetwerk durchgeknetet und das Gemisch bei einem Druck von 16o atü und einer Temperatur von ioo bis mo- verpreßt. Die erhaltenen Preßlinge weisen eine Druckfestigkeit von durchschnittlich 51 kg, !qcm auf, während Brikette mit derselben, nicht emulgierten Pechmenge Druckfestigkeiten von durchschnittlich nur 44 kg/qcm ergeben.
  • 2. Zoo Gewichtsteile Pech von o,oi mm Korngröße und 71° Erweichungspunkt werden mit ioo Gewichtsteilen einer Buchenholzsulfitablauge voll 33° Be und 8o Teilen Wasser in einer Kugelmühle mit 5 bis io mm großen Stahlkugeln gemahlen, wobei nach 8stündiger Mahldauer eine homogene breiige Masse entstanden ist. 14 Gewichtsteile dieser 'Masse werden mit 86 Gewichtsteilen einer Magerkohle von o bis 6 mm Körnung im Dampfknetwerk durchgearbeitet und das Gemisch bei einem Druck von 16o atü und einer Temperatur von ioo bis iio° verpreßt. Die erhaltenen Preßlinge weisen eine Druckfestigkeit von durchschnittlich 53 kg/qcm auf, während Brikette mit derselben, nicht emulgierten Pechmenge Druckfestigkeiten von durchschnittlich 42 kg/qcm ergeben.
  • 3. In einem mit schnellaufendem Rührer (140o Umdrehungen) ausgestatteten, dicht verschlossenen Behälter werden gleiche Teile eines bei 71° erweichenden, vorzerkleinerten Peches und einer Buchenholzsulfitablauge von 33° B6 auf 12o° erwärmt und bei dieser Temperatur 15 Minuten lang gerührt. Dann läßt man, soweit möglich unter Rühren, abkühlen und erhält beim Öffnen des Gefäßes das Pech -Sulfitablauge-Gemisch als halbfeste homogene Masse.
  • 8 Gewichtsteile dieser Masse werden mit 92 Gewichtsteilen einer Magerkohle von o bis 6 mm Körnung im Dampfknetwerk durchgeknetet und das Gemisch bei einem Druck von 16o atü und ioo bis iiojC verpreßt. Die erhaltenen Preßlinge weisen eine Druckfestigkeit von 44 kg/qcm auf. Wie Parallelversuche zeigten, hätte man zur Erreichung derselben Druckfestigkeiten lediglich mit Pech als Bindemittel 5,30/0 Pech anstatt der in der Emulsion enthaltenen Menge anwenden müssen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bindemittel für Brennstoffbrikette, gekennzeichnet durch ein inniges Gemisch von Pech, Wasser und einem Emulgator, wobei der Emulgat )r z. B. eingedickte ZAlstoffsulfitablauge, außer emulgierenden Eigenschaften Klebevermögen besitzen kann.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung des Bindemittels nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zu emulgierende Pech möglichst weitgehend vorzerkleinert und nach Zufügen des Emulgators und gegebenenfalls - von Wasser in einer Feinzerkleinerungsapparatur zu einem Suspensionskolloid weiter verarbeitet wird, wobei entweder das Vorzerkleinern und/oder das Weiterverarbeiten in das Suspensionskolloid bei einer Temperatur durchgeführt wird, die unter Zimmertemperatur liegt oder als Bindemittel eine durch Verrühren von auf oder über Schmelztemperatur gehaltenem Pech mit Wasser und einem Emulgator hergestellte Emulsion verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion in heißem Zustand mit dem zu brikettierenden Gut vermischt und das Gemisch anschließend verpreßt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die heiße Emulsion unter Rühren der Abkühlung überlassen, in kaltem Zustand dem zu brikettierenden Gut beigemischt und das Gemisch verpreßt wird.
DEP47008A 1949-06-26 1949-06-26 Bindemittel fuer Brennstoffbrikette und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE807513C (de)

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DE807513C true DE807513C (de) 1951-06-28

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