DE807362C - Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen - Google Patents
Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen ZugwagenInfo
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- DE807362C DE807362C DEP44381A DEP0044381A DE807362C DE 807362 C DE807362 C DE 807362C DE P44381 A DEP44381 A DE P44381A DE P0044381 A DEP0044381 A DE P0044381A DE 807362 C DE807362 C DE 807362C
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- adjusting lever
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C3/00—Undercarriages or running gear of vehicles; Axle supports
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
- Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen Es ist bekannt, bei mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen, insbesondere Gespannwagen, eine Drehschemellenkung des Vorderachsgestells anzuwenden. Dabei ruht das Wagenkastengestell mit seinem Führungskranz auf dem Lenkkranz des Vorderachsgestells. Führungskranz und Lenkkranz bilden den Drehschemel mit Kugellagern, der leicht drehbar ausgebildet ist. Bei einer derartigen Ausbildung besteht der Nachteil, was sich besonders ungünstig bei Gespannwagen auswirkt, daß die Deichsel seitlich ausschlägt, dadurch auf die Zugtiere drückt und schließlich dadurch auch das Fahren mit dein Gespannwagen erschwert. Nfan hat schon versucht, diese Nachteile dadurch zu beheben, daß man keine Kugellager zwischen Lenk- und Führungskranz anwendet, sondern daß man im Gegenteil die beiden Teile mit Reibung gegeneinander arbeiten läßt, indem man Reibungsmittel, z. B. Leder, Filz o. dgl., zwischen den beiden Teilen anordnet. Dieses hat aber auch wiederum zum Nachteil, daß die Lenkung des Fahrzeuges erheblich erschwert wird.
- Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, diesen Übelstand zu beseitigen. Es soll einerseits eine möglichst leicht laufende Drehsehemellenkung erzielt werden, andererseits soll es möglich sein, besonders bei schlechtem Pflaster und bei Kurven den Lenkkranz gegen den Führungskranz abzubremsen oder gar zu blockieren. Dadurch wird jeder seitliche Deichselschlag verhindert, ohne daß die leichte Lenkbarkeit beim Fahren irgendwie beeinträchtigt wird.
- Die Erfindung besteht darin, daß der Lenkkranz des Vorderachsgestells gegenüber dem Führungskranz des Wagenkastengestells durch Anordnung von Bremsmitteln abbremsbar bzw. blockierbar ist.
- Durch diese Ausbildung einer Drehschemellenkung kann man also den Lenkkranz gegen den Führungskranz einstellen, d. h. gering oder stark abbremsen; man kann aber auch eine völlige Blokkierung der Deichsel beispielsweise bei Stillstand, und zwar sowohl in -Mittellage als auch in Schräglage, bewirken.
- I?in weiteres Erfindungsmerkmal besteht in der besonderen Art der Anbringung einer Bandbremse, der Art ihrer Bedienung und Festlegung des Stellliel>els in Ruhelage oder Bremszustand.
- Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise durchführen. In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den vorderen Teil eines Zugwagens, insbesondere Gespannwagens, mit Drehschemellenkung in Seitenansicht, Abb. 2 einen teilweisen Grundriß zu Abb. i, Abb.3 einen Schnitt nach Linie III-III der :V>b. 2 durch den Schemel im Längsmaßstab, Abb. 4 einen Grundriß der Abb. 3, und zwar im Schnitt nach Linie IV-IV, Abb. 5 eine Ansicht auf die beiden Bandenden, Abb. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. 2, Abb. ; eine Seitenansicht zu Abb. 6, Abb. 8 einen Schnitt nach Linie VIII-VIII der Abb. 2, Abb. 9 eine Seitenansicht zu Abb. B.
- Der insbesondere als Gespannwagen ausgebildete Zugwagen weist Bekannterweise Drehschemellenkung auf und besitzt das Vorderachsgestell i, das Gien Lenkkranz 2 trägt und mit der Zugdeichsel 3 versehen ist. Am Vorderachsgestell sind bekannterweise mittels Federn die Räder 4 gelagert. Der Lenkkranz 2 ist mittels Wälzkörpern, beispielsweise Kugeln 5, gegenüber dem am Wagenkastengestell 6 befestigten Führungskranz 7 abgestützt.
- Erfindungsgemäß sind nun zwischen dem Lenkkranz 2 und dem Führungskranz 7 Bremsmittel vorgesehen, wozu beispielsweise ein Bremsband 8 dient, das auf die Innenfläche 9 des Lenkkranzes einwirkt. 1)ie Längs- und Querträger des Vorderachsgestells i besitzen Laschen io, auf denen der Lenkkranz 2 befestigt ist. Gegen \achuntenabrutschen ist das Bremsband 8 durch Ansätze ioa, die beispielsweise durch Verlängerung der Laschen io gebildet werden können, gesichert.
- Die Bedienung des Bremsbandes 8 geschieht mittels eines Stellhebels ii. Dieser ist um den Bolzen 12 drehbar und steht am Wagenkastengestell nach vorn vor. Er kann beispielsweise in Rasten 13 einer Feststellschiene 13a festgelegt werden. An den Stellhebel i i greift die Zugstange 14 gelenkig an, die finit einem auf dem Bolzen 15 sitzenden Hebel 15a gelenkig verbunden ist. Dieser Bolzen 15 ist durch den Lagerbock 16 des einen Bremsbandendes geführt und trägt den Hebel 17, der an dem anderen Bremsbandende gelenkig angreift.
- Der Stellhebel i i steht unter Federwirkung. Zu diesem Zwecke ist, wie in Abb. 8 und 9 dargestellt, ein unter Federwirkung 18 stehender Bolzen i9 am Stellhebel i i angebracht, der an einer Schiene 20 oberhalb der Rastenschiene 13a gleitend geführt ist. Durch diesen Federstift wird der Stellhebel in die Rasten 13 eingedrückt.
- Ferner ist der Stellhebel i i an seinen Drehbolzen 12 in senkrechter Richtung und in Längsrichtung mit so viel Spiel eingesetzt, daß er leicht aus den Feststellrasten heraushebbar ist.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen, insbesondere Gespannwagen mit Drehschemellenkung, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkkranz (2) des Vorderachsgestells (i) gegenüber dem Führungskranz (7) des Wagenkastengestells (6) durch Anordnung von Bremsmitteln abbremsbar bzw. blockierbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsmittel durch einen am Wagenkastengestell (6) in verschiedenen Stellungen festlegbaren, beispielsweise in Rasten (13) einlegbaren Stellhebel (ii) insbesondere von der Vorderseite des Fahrgestells bedienbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsmittel eine Bandbremse (8) dient, die auf den mit dem Vorderachsgestell (i) verbundenen Lenkkranz (2), insbesondere auf dessen Innenfläche (9) einwirkt, wobei zur Bedienung des Bremsbandes (8) mit dem Stellhebel (ii) verbundene Übertragungshebel (14, i5a) Verwendung finden.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsband (8) auf Ansätzep (ioa) des Vorderachsgestells (i) geführt ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Vorderachsgestell (i) drehbare Lenkkranz (2), der in bekannter Weise gegenüber dem Führungskranz (7) des Wagenkastengestells mittels Wälzkörpern abgestützt ist, an mehreren Stellen seines Umfanges auf Laschen (io) des Vorderachsgestellrahmens ruht und befestigt ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (io) zur Befestigung des Lenkkranzes (2) zugleich als Führungsmittel für das Bremsband (8) dienen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der an einer Querstrebe des Wagenkastengestells (6) drehbar gelagerte Stellhebel (ii) mit einem unter Federwirkung (18) stehenden Bolzen (i9) versehen ist, der an einer Schiene (20) geführt ist und dadurch den Stellhebel (i i) in Rasten (13) einer Feststellschiene (13a) eindrückt. B. Vorrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellhebel (ii) an seinem Drehbolzen (12) in senkrechter Richtung und in Längsrichtung so viel Spiel aufweist, daß er leicht aus den Feststellrasten heraushebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44381A DE807362C (de) | 1949-05-31 | 1949-05-31 | Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP44381A DE807362C (de) | 1949-05-31 | 1949-05-31 | Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE807362C true DE807362C (de) | 1951-06-28 |
Family
ID=7380288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP44381A Expired DE807362C (de) | 1949-05-31 | 1949-05-31 | Vorrichtung an mit Zugdeichsel versehenen Zugwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE807362C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE913023C (de) * | 1952-08-20 | 1954-06-08 | Friedrich Wesemann | Deichselschlagbremse fuer gummibereifte Plattformwagen |
| EP0782949A3 (de) * | 1996-01-05 | 1997-09-03 | Laat Petrus Anthonius Andreus | Kutsche mit einer lenkbaren Achse |
-
1949
- 1949-05-31 DE DEP44381A patent/DE807362C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE913023C (de) * | 1952-08-20 | 1954-06-08 | Friedrich Wesemann | Deichselschlagbremse fuer gummibereifte Plattformwagen |
| EP0782949A3 (de) * | 1996-01-05 | 1997-09-03 | Laat Petrus Anthonius Andreus | Kutsche mit einer lenkbaren Achse |
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