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DE80610C - - Google Patents

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Publication number
DE80610C
DE80610C DENDAT80610D DE80610DA DE80610C DE 80610 C DE80610 C DE 80610C DE NDAT80610 D DENDAT80610 D DE NDAT80610D DE 80610D A DE80610D A DE 80610DA DE 80610 C DE80610 C DE 80610C
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DE
Germany
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axis
stations
clockwork
distributor
current
Prior art date
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Application number
DENDAT80610D
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English (en)
Publication of DE80610C publication Critical patent/DE80610C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/22Arrangements affording multiple use of the transmission path using time-division multiplexing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
IGNACE BIELSKI in ODESSA.
mehreren Stationen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. April 1894 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein selbstthätiger Stromvertheiler, welcher die Anwendung einer Vielfachübermittelung zwischen zwei und mehr Stationen gestattet, und zwar mit einer einzigen Hauptbatterie.
Der Apparat ist so angeordnet, dafs er eine doppelte Arbeit ausüben kann, nämlich:
ι. wie schon gesagt, die Vielfachübermittelung zu ermöglichen, und
2. als gewöhnlicher Morse - Apparat zu dienen, welcher entweder mit Ruhestrom oder mit Arbeitsstrom arbeiten kann.
Ferner ist der Apparat von einem so einfachen Aufbau, dafs er infolge seines geringen Preises selbst auf den allerkleinsten Stationen benutzt werden kann, um daselbst für gewöhnlich als einfacher Uebermitteler und Empfänger zu dienen, jedoch bei einer Steigerung im telegraphischen Verkehr oder bei einer zufälligen Unterbrechung einer Linie, ohne weitere Schwierigkeiten oder Störungen im Verkehr zu erzeugen, und ohne erhöhte Aufmerksamkeit zu fordern, entweder zur Uebermittelung einer gröfseren Zahl von Telegrammen oder zur Herstellung der Verbindung durch eine andere, wenn auch bereits besetzte Linie benutzt werden zu können'.
Es ist klar, dafs . aufserdem mittelst eines' solchen Apparates die Herstellung eines Telegraphennetzes aufserordentlich vereinfacht werden kann, indem es nämlich genügt, die entferntesten Stationen des zu errichtenden Netzes durch eine einzige Leitung mit einander zu verbinden, während diese Endstationen ihrerseits mit den ihnen näher liegenden anderen Stationen verbunden werden.
Das Wesen der Erfindung besteht in der Verbindung des Uhrwerkes eines Morse-Empfängers mit einer Regulirvorrichtung, welche es ermöglicht, vollkommene Gleichheit in dem Gange zweier gleich grofser, auf verschiedenen Stationen eines Telegraphennetzes befindlicher Apparate herzustellen, sowie in der Verbindung eines Stromvertheilers mit diesem Uhrwerk, derart, dafs derselbe beliebig von dem letzteren abhängig oder unabhängig gemacht werden kann, um so entweder eine gleichmäfsige Vielfachvertheilung oder einen dauernden Stromschlufs herzustellen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine Rückansicht des Apparates.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie A-B in
Fig· 4· Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie C-D-E-F
in Fig. Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie G-H in
Fig· 2· Fig. 6 zeigt schematisch das Getriebe der Kettenräder.
Fig. 7 ist ein Schema der Anordnung des Apparates auf einer Station.
Fig. 8 zeigt schematisch die Verbindung zweier Stationen durch den Apparat, welche beide mit vier H u g h e s - Apparaten arbeiten.
Fig. 9 zeigt ebenso die Verbindung von vier Stationen, von denen die eine mit vier Hughes-Apparaten arbeitet, eine mit zwei und die beiden anderen je mit einem.
Fig. io zeigt das Schema einer Stromübermittelung zwischen fünf Stationen, von denen eine mit drei, eine mit zwei und die drei anderen je mit einem Hughes-Apparat ar-· beiten.
Der Apparat ruht auf einem Tisch A, der eine Oeffhung A1 zum Durchgang für die Kette B besitzt.
Auf der rechten Seite des Tisches (Fig. i) ist das Rad C für das Papierband P angeordnet. Die Zahnräder abcd, welche durch das Kettenrad x\, Fig. 4, beeinflufst werden, wirken ihrerseits einmal durch das Zahnrad g auf die Triebwelle f der eigentlichen Stromvertheiler η op-p", ferner durch die Achse d1 des Zahnrades d auf die Rolle e1, welche das Papierband abwickelt (Fig. 1).
Auf der Achse f ist eine Scheibe /?, Fig. 3, 4 und 5, gelagert, welche durch eine in der Richtung ihrer Achse verschiebbare Scheibe i auf eine Scheibe k wirkt, die ihrerseits mit dem Centrifugalregulator n, Fig. 4, in Verbindung steht.
Die Reibungsscheibe /? hat an ihrem Umfang eine Aussparung /j5, Fig. 3, in welche das Ende eines Hebels oder einer Feder hl einspringen kann. Letztere wird aufser Eingriff mit der Scheibe h gehalten durch einen Daumen oder ein Excenter h2, welches von aufsen durch die kleine Handkurbel h3, Fig. 1, bewegt wird; die Bewegung derselben ist durch die beiden Anschlagstifte h1 begrenzt.
Die Achse der Scheibe i ruht in einer Zahnstange i1, Fig. 2 und 4, die in geeigneten Führungen geht und an ihrem einen Ende einen Schlitz f1, Fig. 2, hat, durch welchen die Achse f geht. Die Zahnstange z1 wird durch einen in einen Zahnkranz endigenden drehbaren Hebel z2, Fig. 2, durch eine Mikrometerschraube oder durch eine andere passende Vorrichtung beeinflufst. Der Hebel z"2 trägt einen Zeiger (Fig. 1), welcher sich auf einer Scala z'3 bewegt, auf der er die Stellung der Scheibe i bezw. den Grad ihrer Lagenveränderungen anzeigt.
Auf der Triebachse f des Stromvertheilers ist lose eine Muffe n, Fig. 2, 4 und 5, angeordnet, welche durch eine Schraube n1 gehalten wird, deren Spitze in einer ringförmigen, auf der Achse f vorgesehenen Nuth gleitet, wenn die Achse f in Umdrehung versetzt wird, die Muffe η jedoch stillzustehen hat (s. Fig. 4 und 5).
Diese Muffe trägt ferner eine federnde Zunge oder Bürste 0, Fig. 2 und 5, welche auf einer Anzahl (hier fünf) Lamellen ρplp^p3pi schleift. Die Lamellen sind gegen einander isolirt, indem sie in eine Scheibe oder einen Ring g aus Hartgummi versenkt oder sonstwie auf demselben befestigt sind (Fig. 2, 4 und 5). Diese Lamellen sind mit ebenso vielen Leitern 1, 2, 3, 4, 5, Fig. 2, verbunden, welche zu entsprechenden, unter einander isolirten, auf Hartgummiplatte g' befestigten Klemmschrauben gehen, von welchen die Leitungen ix, 2X, 3X, 4X, 5X ausgehen.
Auf der Bürste 0 ist bei r1 drehbar ein Kuppelungskeil r angeordnet, welcher unter dem Einflufs einer kleinen (hier nicht gezeichneten) Feder steht; dieser Keil r verbindet in der in Fig. 2, 4 und 5 gezeigten Stellung die Muffe η fest mit der Achse f, indem er sich mit seinem keilförmigen Ende zwischen das schräg abgeschnittene Ende der Achse f und die Muffe η zwängt; wenn jedoch der Keil in der in Fig. 5 punktirt angedeuteten Stellung herumgeschlagen wird, trifft er in eine Aussparung r2, Fig. 2, die auf dem äufseren Rand der Ortsstromlamelle p3 vorgesehen ist. Die Muffe η wird so wieder unabhängig von der Achse f, bleibt jedoch mit derselben in elektrischer Verbindung, sowie auch mittelst des Keiles r und der Bürste 0 mit der Lamelle p3.
Im Anschlufs an das Uhrwerk befindet sich auf der Platte A der Elektromagnet D, Fig. 1, 2, 3 und 4, dessen Anker D1 in bekannter Weise vermittelst des um D3 schwingenden, am Ende gegabelten Hebels und der in dieser Gabelung liegenden Achse Z)4 des Zahnrades D5 (s. Fig. 3 und 4) auf das Druckrad e, Fig. 1 und 4, einwirkt, welches auf der Achse -D4 befestigt ist. Der Anker wird in bekannter Weise von einer regulirbaren Spiralfeder Dö zurückgezogen und ist in seinen Bewegungen durch die Schraube D1 begrenzt. Der von der Linie kommende Strom kann, nachdem er durch das Galvanoskop gegangen ist, z. B. bei g, Fig. 2, in den von dem Tisch isolirten Apparaten eintreten; er geht durch den Bewegungsmechanismus, um von der Muffe κ, der Bürste 0 und den Lamellen ρ bis p* der Reihe nach zu den Leitern 1 bis 5 oder dauernd durch die Lamelle p3 zu dem durch den dem Apparat selbst zugehörigen Elektromagneten führenden (kurzweg »localen«) Leiter 4 übermittelt zu werden..
Von den Leitern 1, 2, 3, 4, 5 geht er zu den Klemmschrauben anderer Linien oder zu den Leitern anderer Apparate, welche an den Vielfachübermitteler angeschlossen sind; oder aber der Strom geht durch den Leiter 4 dauernd durch den Draht 4X nach dem Elektromagneten D und von da durch die Batterie zur Erde.
Fig. 7 zeigt den örtlichen Stromverlauf in schematischer Weise:
Der Strom tritt aus der Leitung bei der
Klemmschraube L in die Station, geht durch das Galvanoskop A nach dem Stromvertheiler B, welcher denselben entweder durch die Lamellen Pp1P2P* nach den Klemmschrauben i, 2, 3, 4 von vier Hughes-, Morse- oder anderen Apparaten sendet, oder beständig durch die Lamelle p3 nach den Elektromagneten C1 C1 und von da durch den Schlüssel D1, die positive Klemmschraube M der Batterie S, die Batterie selbst, deren negative Klemmschraube Z und schliefslich durch die Klemmschraube T zur Erde gehen läfst.
Der Apparat arbeitet in folgender Weise:
Man hält den Apparat an, indem man der Kurbel h3 die aus Fig. i, 3 und 4 ersichtliche Stellung giebt. Der Hebel hl fafst in dieser Stellung (Fig. 3) in die Aussparung hr> des Rades h und bedingt so die Stellung der Bürste 0, die mit der Achse des Rades h verbunden ist, d. h. die Bürste 0 befindet sich somit auf der Ortsstromlamelle p3, in deren Aussparung r2 man den Keil r hineinschlägt und die Muffe η so von der Achse f aus kuppelt.
Man zieht den Apparat. vermittelst des Schlüssels ^ auf, welcher durch die Welle ^1 auf das Kettenrad χ wirkt.
Auf der Achse ^1 ist das Sperrrad ^2, Fig. 2, angeordnet, in dessen Zähne die federnde Sperrklinke q3 eingreift, um zu verhindern, dafs sich die Achse ^1 wieder zurückdreht. Das auf der hohlen Welle x2 angeordnete Rad χ1 wird beim Aufziehen nicht mitgenommen, aber es steht unter Einwirkung des aufgewundenen Gewichtes (wie aus den Fig. 4 und 6 ersichtlich), um das Zahnrad a, welches auf derselben hohlen ,Achse χ2 angebracht ist, mitzunehmen. Dies Rad α wirkt auf das Rad b1, welches mit dem Rad b auf derselben Achse b2 befestigt ist. Dies Rad b nimmt die anderen Triebräder mit.
Nachdem man den Sperrhebel h1 von der Scheibe h entkuppelt oder den Apparat durch irgend eine elektrische Vorrichtung ausgelöst hat, kann derselbe wie jeder gewöhnliche Morse-Apparat arbeiten, d. h. das von dem Rad χ1 beeinflufste Uhrwerk wird, wie gewöhnlich, das Papierband P mittelst der Rolle c herabziehen, indem es gleichzeitig im dauernden Stromschlufs mit der Lamelle p3 steht, während der von der Aufgabestation entsandte oder unterbrochene Strom vermittelst des eigentlichen Empfängers DD1, welcher die Farbenscheibe e bewegt, Zeichen (Striche und Punkte) auf dem Papierband P hervorbringt.
Nimmt man nun an, dafs eine Verkehrshäufung die Unterbrechung einer Linie oder bereits errichteten Anlage für Vielfachübermittelung eine absolut gleichmäfsige und selbstthätige Vielfachvertheilung des Stromes erfordert, so wird derselbe Apparat auch dieser Forderung genügen, und zwar weil derselbe einmal vermöge der besonderen Regulirvorrichtung und der Möglichkeit einer einfachen und sicheren Ueberwachung in wirklich gleichlaufende Bewegung mit einem zweiten Apparat von denselben Abmessungen gebracht werden kann und mit diesem so regulirten Uhrwerk aufserdem zur selbsttätigen Stromvertheilung ein Stromvertheiler verkuppelt werden kann, welcher in der von dem Uhrwerk unabhängigen Stellung zur dauernden Stromschliefsung für gewöhnliche Uebermittelung diente.
Um nun den Apparat zur selbstthätigen Stromvertheilung zu benutzen, hat man nur die Muffe η mit der Achse f zu kuppeln, welches dadurch geschieht, dafs man den drehbaren Kuppelungskeil, r aus der punktirt dargestellten Stellung (Fig. 5) in die voll gezeichnete Stellung (Fig. 2, 4 und 5) bringt. Die Bürste 0 wird jetzt nicht mehr auf der Lamelle pB festgehalten, sondern sie wird von der Achse f abhängig.
Die Gleichzeitigkeit in der Bewegung zweier auf verschiedenen Stationen aufgestellten Apparate erreicht man nun in folgender Weise:
Man setzt den Apparat in Bewegung, indem man den Sperrhebel hl aufser Eingriff mit der Scheibe h bringt, und läfst das Papierband P laufen; die Taste hält man niedergedrückt oder bringt sie aus dem Stromkreis, indem man einem Stromwender eine geeignete Stellung giebt, so dafs also die Bürsten 0 der beiden verschiedenen Apparate bei ihrer Umdrehung jedesmal zum Bedrucken des Papierbandes Stromschlufs geben, wenn und so lange sie auf den Lamellen p3 schleifen.
Entsprechend den auf das Papierband P gedruckten Strichen, oder vielmehr je nach der Regelmäfsigkeit der von der Umdrehungsgeschwindigkeit abhängigen Strichlängen und der dazwischen liegenden Intervalle dreht man den Hebel z"2 und ändert so die Stellung der Scheibe z, damit aber auch das Geschwindigkeitsverhältnifs der Scheiben h und k gegen einander, bis man auf dem Papierband P in regelmäfsigen Abständen entsprechend der gewünschten Geschwindigkeit regelmäfsige Strichlängen erhält.
Die Bewegung der Bürste 0 wird beschleunigt, wenn man den Hebel z"2, Fig. 2, in der Pfeilrichtung bewegt, wobei die Scheibe i sich der Achse f nähert; sie wird verlangsamt bei Drehung des Hebels i2 in entgegengesetztem Sinne, wobei sich die Scheibe i der Achse / nähert.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Bürste ο darf bei fünf Stromabnehmern (wie im vorliegenden Falle) nicht geringer als 300 Umdrehungen in der Minute sein; die Geschwindigkeit der bei der Vielfachübermittelung einge-
schalteten entsprechenden Anzahl von Hugh es Apparaten darf 120 Umdrehungen in der Minute nicht übersteigen. Mann kann natürlich eine beliebige Anzahl von Stromabnehmerlamellen anbringen, es wird sich danach die Minimalgeschwindigkeit des Apparates richten.
Mit diesem Stromvertheiler für Vielfachübermittelung kann man alle bekannten telegraphischen Apparate verbinden, mit einziger Ausnahme der Wheats tone-Apparate; am besten eignen sich jedoch die Morse- und Hughes- Apparate.
Sobald einmal die Gleichheit der Bewegung zweier Apparate hergestellt ist, braucht man zur Ueberwachung eines Stromvertheilers nur einen einzigen Beamten, welcher selbst noch den Ortsstrom durch die Lamelle p3 zur Mittheilung durch Morse - Zeichen nach dem anderen Stromvertheiler des Telegraphennetzes benutzen kann, wenn auch gleichzeitig eine beliebige Zahl von Stationen durch seinen Apparat verbunden sind; jedoch wird er vorzugsweise den an die Ortsstromlamelle p3 abgegebenen Strom zur Controlirung des Gleichlaufes oder der gleichzeitigen Bewegung der Stromvertheiler benutzen, indem er nämlich, wie oben beschrieben, seine Taste von Zeit zu Zeit niedergedrückt hält, das Papierband ablaufen läfst, die Strichlängen auf dem Papier, sowie ihre Abstände beobachtet und den Hebel i2 demgemäfs verstellt.
Soll der Apparat nicht mehr zur Vielfachübermittelung dienen, so legt man die Kurbel h3 um; dadurch wird der federnde Sperrhebel h1 von dem Excenter /z2 frei und kann in die Aussparung hs der Scheibe h einspringen. Der Apparat wird alsdann in der aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen Stellung zum Stillstand kommen, so dafs die Bürste 0 auf der Lamelle p3 ruht. Nun schlägt man den drehbaren Kuppelungskeil r hinunter, so dafs er in die Aussparung r'2 der Lamelle p3 eintritt und somit ein Drehen der Bürste verhütet, wenn das Uhrwerk später wieder in Bewegung versetzt wird. Der Apparat wird somit wieder ein einfacher Morse - Apparat, der mit Ruhestrom oder besonderem Arbeitsstrom arbeiten kann.
In Fig. 8 ist schematisch die Verbindung und Anordnung zweier Telegraphenstationen gezeigt, welche jede mit vier Hugh es-Apparaten arbeitet.
ι', i1, 2', 21, 3', 31. 4-',4^ sind die acht Hugh es-Apparate, welche durch die Klemmschrauben i, 2, 3, 4 mit den Lamellen pplp2p* der Stromvertheiler B verbunden sind; der Strom für die Ueberwachung der gleichen Umdrehung der Stromvertheiler B geht durch die Lamelle p3; die punktirt angedeutete Bürste 0 ist auf derselben ruhend gezeichnet.
S T sind zwei Hauptbatterien auf den Stationen A und B. Eine einzige Batterie würde allerdings im vorliegenden Falle genügen, wobei dann die Apparate der anderen Station unmittelbar an die Erde angeschlossen werden. Es ist jedoch aus vielen und bekannten Gründen vorzuziehen, dafs beide Stationen Batterien haben.
Die Telegraphenbeamten werden zunächst in der oben beschriebenen Weise die Gleichheit in der Bewegung beider Apparate herstellen; alsdann können die entsprechend angeschlossenen Hugh es-Apparate oder andere Apparate mit Hülfe des ihnen in regelmäfsigen Perioden durch die Lamellen ρ* ρ ρ1 ρ2 mitgetheilten Stromes correspondiren. Die Beamten werden bald daran gewöhnt sein, die Tasten oder Druckhebel entsprechend der Periodicität, mit welcher der Strom durch den einzelnen Apparat läuft, zu gebrauchen.
Fig. 9 zeigt schematisch die Verbindung zwischen zwei Stationen A und B im wesentlichen ebenso wie Fig. 8; jedoch sind die Verbindungsdrähte der Apparate 31 und 41, wie auch diese selbst auf Station A mit den Klemmschrauben 3 und 4 punktirt gezeichnet. An die Klemmschrauben sind nämlich zwei andere Stationen C und D angeschlossen.
Nimmt man an, dafs die Station B unmittelbar mit den beiden Stationen C und D verbunden war, und dafs die Verbindung durch irgend welche Ursachen unterbrochen sei, so kann die Verbindung über A, welche Station ebenfalls unmittelbar mit C und D verbunden ist, vermöge der Vielfachübermittelung hergestellt werden. Da nun aber bei einer solchen Verbindung die Entfernung B-C und B-D immer gröfser als die von B nach A sein wird, so mufs man notwendigerweise in B der Batterie so viel Elemente hinzufügen, als dem Widerstand der hinzugekommenen Strecken A-C und A-D entspricht. Wenn nöthig, kann man in B den beiden Apparaten 31 und 41J die mit den Stationen C und D verbunden sind, eine oder zwei besondere Batterien geben, ohne dafs dies irgend eine Erschwerung mit sich bringt.
Es geht ferner aus Fig. 9 ganz klar hervor, in welcher Weise man die Linien zwischen Station B und ACD legen würde, wenn B sehr weit, C und D dagegen weniger weit von A entfernt wären.
Das in Fig. 10 gezeigte Schema veranschaulicht eine Station B mit drei Hugh es-Apparaten, eine zweite A mit zwei und drei andere CDE mit je einem Apparat, wobei die Stationen durch die auf den Stationen A und B angeordneten Vielfachübermitteier verbunden sind.
Nimmt man an, dafs eine unmittelbare (nicht gezeichnete) Verbindung zwischen A und E und zwischen B und C bezw. D unterbrochen ist, so läfst sich dieselbe vermöge der in A und B aufgestellten Vielfachübermitteier wieder

Claims (7)

  1. herstellen, indem die von B nach E gehende Linie in B an die Klemme 2, und die von A nach C und D gehenden Linien in A an die Klemmen 3 und 4 angeschlossen werden. Auf beiden Stationen A und B müssen jedoch entsprechend dem durch die Verlängerung der Linien vergröfserten Widerstand neue Elemente hinzugefügt werden. Löst man diese Verbindungen, so können die Stationen A und B wieder mit je vier Apparaten mit einander in Verbindung treten, wie es in Fig. 8 dargestellt ist.
    Das in Fig. 10 dargestellte Schema kann auch zur Erklärung der Einrichtung eines Telegraphennetzes dienen, welches aus einer Hauptstation mit naheliegender Nebenstation und einer zweiten Hauptstation mit zwei nahen Nebenstationen besteht, und in welchem die beiden Hauptstationen mit Reserveapparaten ausgerüstet sind, durch welche sie gegebenenfalls die Nebenstationen mit sich selbst verbinden können, anstatt dieselben mit der anderen Station zu verbinden.
    Es ist klar, dafs man noch viele andere Beispiele von Vielfachübermittelung mittelst des beschriebenen Uebermittelers anführen könnte.
    Pateντ-Anspruche:
    i. Ein telegraphischer Apparat, der sowohl als gewöhnlicher Geber und Empfänger für Morse-Zeichen zwischen zwei Stationen, als auch zur Herstellung einer Vielfachübermittelung durch beliebige Apparate zwischen zwei oder mehreren Stationen dienen kann, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Stromvertheilers mit dem Uhrwerk eines Empfängers Type Morse derart, dafs dieser eigentliche Stromvertheiler durch Kuppelung mit einer von dem Uhrwerk bewegten Triebachse eine Vielfachstromvertheilung, durch Entkuppelung von dieser Achse jedoch einen dauernden Stromschlufs herstellt, je nachdem der ganze Apparat als selbstthätiger Stromvertheiler oder als gewöhnlicher Empfänger dienen soll.
  2. 2.N Bei einem telegraphischen Apparat der unter 1. beschriebenen Art die Verbindung einer Regelvorrichtung mit der Triebachse des eigentlichen Stromvertheilers derart, dafs die gegenseitige Einwirkung der Organe einer zwischen der Triebachse und dem Centrifugal- oder sonstigen Regulator des Uhrwerkes angeordneten Bewegungsübertragung verändert und auf diese Weise die Umdrehungsgeschwindigkeit der Triebachse übereinstimmend mit derjenigen eines in einem zweiten Apparat vorgesehenen Stromvertheilers geregelt werden kann.
  3. 3. Bei einem telegraphischen Apparat der unter 1. beschriebenen Art ein eigentlicher Stromvertheiler, gekennzeichnet durch die Anordnung einer auf einer Achse (f) eines Uhrwerkes lose aufgesetzten, mit einer Bürste (o) auf einer Reihe isolirter Lamellen (pp1. . .pn) schleifenden Muffe (n), welche mittelst eines auf der Bürste (o) drehbar gelagerten Kuppelungskeiles (r) und geeigneten Einschnittes in der Achse (f) mit dieser Achse behufs Vielfachvertheilung festgekuppelt werden kann, während zum Zweck der gewöhnlichen Uebermittelung der Keil (r), abwärts geschwungen, in eine Aussparung (r2) der für den Ortsstromverlauf bestimmten Lamelle fpaj eintritt, wodurch die Verbindung zwischen Muffe (ti) und Achse (J) gelöst und die Muffe (n) verhindert wird, an der Drehung der Achse theilzunehmen, gleichzeitig aber auch dauernder Stromschlufs mit der Lamelle (p3) hergestellt wird.
  4. 4. Bei einem telegraphischen Apparat der unter 1. und 2. beschriebenen Art die Anordnung einer Regelungsvorrichtung zwischen der Triebachse (J) des unter 3. beschriebenen Stromvertheilers und dem Centrifugalregulator (m) des Uhrwerkes, bestehend aus einem Reibungsrad (i), welches parallel zu seiner Achse zwischen einer auf der Achse (f) angeordneten Reibungsscheibe (h) und einer auf der unter Einwirkung des Centrifugalregulators (m) stehenden Achse (I) angeordneten Reibungsscheibe verschoben werden kann, so dafs durch Veränderung der Stellung des Rades (i) die Einwirkung der Reibungsscheiben (h und k) auf einander geändert und infolge dessen die Drehungsgeschwindigkeit des Stromvertheilers geregelt wird.
  5. 5. Eine Ausführungsform der unter 4. beschriebenen Regelungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Achse des Reibungsrades (i) in einer beweglichen Zahnstange (i1) gelagert ist, welche von einem Zahnkranzsector eingestellt wird, der in seinem Griff fT2^ einen auf einer Scala (i3) spielenden Zeiger trägt, zum Zweck, die Einstellung ablesen zu können.
  6. 6. Bei einem telegraphischen Apparat der unter 1. beschriebenen Art eine Ausrück- und Sperrvorrichtung, bestehend aus einem federnden Sperrhebel (h1), der nach Freigabe von einem Excenter (h2)- in eine Aussparung (hh) der Reibungsscheibe (h) einspringt, zum Zweck, das Uhrwerk so zum Stillstand zu bringen, dafs die Bürste (0) sich auf der Lamelle (p3) für den Ortsstromverlauf befindet.
  7. 7. Bei dem telegraphischen Apparat nach Anspruch 1. und 2. die Herstellung der Gleichzeitigkeit in der Bewegung zweier auf verschiedenen Stationen befindlichen Apparate, darin bestehend, dafs man
    während der Umdrehung der Stromvertheiler das Papierband ablaufen läfst und so lange die gegenseitige Einwirkung der Uebertragungsorgane (h und k) des jeweiligen Apparates verändert, bis man auf dem Papierband in regelmäfsigen Abständen regelmäfsige Druckzeichen (je nach der Schnelligkeit kürzere oder längere Strichlängen) erhält, welche durch die Zeiträume des Stromschlusses zwischen den Bürsten (o) und den Lamellen (pz) bedingt werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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