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DE806038C - Verfahren zur Herstellung von Press- und Spritzgrussformen fuer Metalle und plastische Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Press- und Spritzgrussformen fuer Metalle und plastische Stoffe

Info

Publication number
DE806038C
DE806038C DEP1088A DEP0001088A DE806038C DE 806038 C DE806038 C DE 806038C DE P1088 A DEP1088 A DE P1088A DE P0001088 A DEP0001088 A DE P0001088A DE 806038 C DE806038 C DE 806038C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shell
sample
metal
metals
nickel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP1088A
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Otto Frankenthal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
London and Scandinavian Metallurgical Co Ltd
Original Assignee
London and Scandinavian Metallurgical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by London and Scandinavian Metallurgical Co Ltd filed Critical London and Scandinavian Metallurgical Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE806038C publication Critical patent/DE806038C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/06Permanent moulds for shaped castings
    • B22C9/061Materials which make up the mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Coating By Spraying Or Casting (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Preß- und Spritzgußformen für Metalle und plastische Stoffe Man hat auf verschiedene Weise versucht, Preß-oder Spritzgußformen auf galvanoplastischem Wege herzustellen, statt sie nach dem früher ausschließlich verwendeten Verfahren aus einem vollen Stahlblock herauszuarbeiten, da dies langwierig und schwierig ist und daher hochwertige Arbeitskräfte erfordert. Durch elektrolytischen Niederschlag einer Metallschicht auf einer Matrize oder einem Musterstück läßt sich ein genaues Negativ der Form dieses Musters anfertigen. Da sich aber der galvanische Niederschlag selbst in befriedigender Weise nur in Gestalt einer verhältnismäßig dünnen Schale anfertigen läßt, ergibt sich die weitere Aufgabe, für diese Schale eine rückwärtige Verstärkung zu schaffen, die den mechanischen Ansprüchen entspricht, die an eine Preß- oder Spritzgußform für Metall oder verformbare Stoffe, wie Kunstharze, Gummi, Leder, Filz u. dgl., zu stellen sind. Zur Lösung dieser Aufgabe hat man unter anderem vorgeschlagen, die elektrolytisch gewonnene dünne Schale rückseitig durch ein Metall mit hohem Schmelzpunkt zu versteifen. Insbesondere ist es bekannt, zu diesem Zweck auf die Rückseite der elektrolytisch gewonnenen Schale Metall in solcher Menge aufzuspritzen, daß sich die gewünschte Dicke ergibt, oder auch geschmolzenes Metall unmittelbar auf die Rückseite der Schale in einem Gießvorgang aufzubringen. Weiter ist vorgeschlagen worden, die z. B. aus Nickel bestehende Schale herzustellen, nachdem das Musterstück zunächst sehr dünn verkupfert worden ist. Die Kupferschicht ist so dünn, daß sie an der fertigen Form unbeachtet bleiben kann. Sie soll nur die Aufbringung des Nickels erleichtern, aus welchem die eigentliche Schicht oder Schale besteht. Beide Lagen werden dabei elektrolytisch oder im Spritzverfahren aufgebracht; dann wird die Nickelschale rückwärtig durkli Aufguß eines Metalls, z. B. Eisen oder Stahl, versteift.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird die die eigentliche Arbeitsfläche bildende elektrolytisch erzeugte Schale zunächst rückwärtig durch eine nach dem Metallspritzverfahren aufgebrachte Schicht aus einem Metall von hohem Schmelzpunkt verstärkt, und danach wird darüber hinaus ein Metall von hohem Schmelzpunkt auf die Rückseite aufm gegossen. Die Verstärkung im Spritzverfahren läßt sich ohne die Gefahr durchführen, daß dabei die elektrolytische Schale schmilzt ;oder beschädigt wird, während die zusätzliche Versteifung im Gießverfahren einen festeren und steiferen Formkörper ergibt, als es sich erreichen ließe, wenn man die Form in ihrer ganzen Stärke ausschließlich durch das Spritzverfahren erzeugen würile.
  • Das Musterstück, das ein Negativ der zu erzeugenden Form darstellt, wird in bekannter Weise aus irgendeinem leicht zu bearbeitenden Werkstoff gefertigt, z. B. aus plastischen Stoffen, Gips oder Holz. Die Oberfläche dieses Musterstücks wird dann in üblicher Weise irgendwie leitend gemacht.
  • Dann wird das in dieser Weise oder sonst irgendwie hergestellte Musterstück erfindungsgernäß plattiert, also als Kathode in ein Elektrolytbad eingebracht, so daß sich auf dem Musterstück elektrolytisch eine Metallschicht niederschlägt, welche eine Schale der gewünschten Form darstellt. Zweckmäßig verwendet man hierfür Metalle mit verhältnismäßig hohem Schmelzpunkt und mög-, lichst großer Härte, wie Nickel oder eine Nickellegierung. Diese Schale wird darin rückseitig durch ein hartes Metall von hohem Schmelzpunkt, z. B. durch Stahl, im Spritzverfahren verstärkt, und die aufgespritzte Verstärkung wird dann mit einem dem der weiteren Verstärkung dienenden Werkstoff vollständig ausgefüllt. Auf diese Weise schafft die Erfindung eine Form, deren Vorderfläche elektrolytisch hergestellt ist und deren Rückseite durch einen dicken Metallkörper versteift ist. Im Bedarfsfall läßt sich die Vorderseite, die z. B. aus Nickel bestehen kann, auf elektrolytischem Wege polieren und verchromen.
  • Bei der praktischen Anwendung der Erfindung verwendet man zur Herstellung des Musterstücks am besten einen plastischen Stoff, wie ein Phenol-Formaldehyd-Kunstharz, das z. B. auf dem Markt unter dem Warenzeichen Bakelit erhältlich ist, oder man verwendet Acetatcellulose hierfür. Dieser Stoff läßt sich leicht bearbeiten, und im Bedarfsfall kann man das Musterstück aus einzelnen Teilen aufbauen, die getrennt gefertigt und dann dadurch vereinigt werden, daß man ihre Päßflächen mit Aceton aufweicht und zusammenklebt. Wird dann das ganze Musterstück mit Aceton überzogen, so erhält es eine Hochglanzpolitur, die sich später auf die elektrolytisch erzeugte Schale überträgt. Soll das fertige Erzeugnis Löcher aufweisen, die sich durch vorstehende Zapfen der Form bilden lassen, so setzt man an den entsprechenden Stellen in das Musterstück Stahlstifte ein, indem man sie ebenso tief eingebettet, wie sie spät& aus der Fläche der fertigen Preßforrn vorspringen sollen. Diese Stifte werden so lang bemessen, daß sie mindestens mit einem Drittel ihrer Länge aus dem Musterstück hervorragen.
  • Das Musterstück wird dann entfettet, z. B. durch Abpinseln mit feuchtem Ätzkalk, und dann durch Aufbringen einer entsprechenden Lösung versilbert. Hierfür kann eine übliche Versilberungslösung verwendet werden. Bevor man nun die Galvanisierung vornimmt, werden diejenigen Flächen der Form, an denen sich kein Nickel niederschlagen soll, mit Salpetersäure gereinigt, um die Silberschicht wieder zu entfernen, oder mit einem Isolierlack bestrichen. Das in dieser Weise hergerichtete Musterstück wird dann in dem Galvanisierungsbad mit Hilfe von vernickelten Kupferdrähten aufgehängt, die man am besten an solchen Punkten des Musterstücks befestigt, die außerhalb der eigentlichen Arbeitsfläche der fertigen Form liegen. Auch diese Kupferdrähte können mit einem Isolierlack überzogen werden, außer an den Stellen, wo sie mit der Silberfläche Kontakt haben. Dann wird das Fornistück am besten während des Galvanisierens langsam gedreht, etwa mit einer Umdrehung je Stunde, was durch Aufhängen des Musters an einem Uhrwerk bewirkt werden kann.
  • Während des Galvanisierens rhuß man darauf achten, daß das Elektrolytbad in demjenigen Zustand erhalten bleibt, der hinsichtlich der Erzielung eines schnellen, harten und ebenen Niederschlages ,ohne Spannungen, Narben oder anderen Fehlern die besten Ergebnisse zeitigt.
  • Das Plattieren erfolgt im allgemeinen bis zu einer Dicke Von 2 bis 4 mm. Die in das Musierstück eingesetzten Stifte sind dann in der nieder-.geschlagenen Nickelschicht fest und untrennbar eingelagert. Dann wird die galvanisch erzeugte Schale irgendwie von dem Musterstück abgenommen. Der Werkstoff des Musters kann je nach seiner Art durch Auflösen, Schmelzen, Verbrennen oder mechanische Bearbeitung entfernt werden.
  • Dann wird die Rückseite dieser Schale mit hochschmelzendem Metall, z. B. Stahl oder Gußeisen, aufgefüllt, um die gewünschte Festigkeit und Starrheit, der fertigen Form zu gewährleisten.
  • Im nachstehenden werden Ausführungsbeispiele des Verfahrens näher erläutert, die sich zum rückwärtigen Verstärken der Schale bei der Herstellung der fertigen Form eignen.
  • i. Auf die Schale wird Stahl im Spritzverfahren aufgesprüht, und auf die aufgesprühte Schicht wird dann Stahl aufgegossen.
  • 2. Man spritzt nur eine dünne Stahlschicht auf die Rückseite der Schale. Unabhängig davon wird ein Rahmen hergestellt, der indessen rückwärtig nicht offen ist, aber eine Nut für die aufgesprühte Schale beläßt, und zwar auf der einen Seite mit einem Zwischenraum von wenigen Millimetern, der dazwischen ringsherum verläuft. Dann kann ein Metall, wie Gußeisen oder Stahl, durch Löcher im Rahmen in die Nut gegossen werden. In diesem Falle entspricht der Rahmen einem Napf, der die Formrückseite bis auf einen schmalen Spalt auf der Vorderseite umgibt und Öffnungen für das Eingießen des Verstärkungsmetalles hat.
  • In jedem Fall ist es empfehlenswert, die Oberflächen vor dem Aufspritzen aufzurauhen. Das kann durch beliebige Verfahren erfolgen, die im Metallspritzverfahren üblich sind.
  • Die auf diese Weise hergestellte Form läßt sich leicht polieren, weil sie keine Bearbeitungsmarkiernngen zeigt. Die mit dem beschriebenen Verfahren elektrolytisch hergestellte Form kann aber auf ihrer Arbeitsfläche auch elektrolytisch poliert werden. In diesem Falle muß man nach dem Entfetten zunächst jedes etwa von der Form übriggelassene Silber entfernen, und zwar durch anodische# Ätzen in einem Cyanidbad. Dieses Verfahren verdient in allen Fällen den Vorzug, in welchen die Form zum Schluß verchromt werden soll. Es hat sich gezeigt, daß der Chromniederschlag außerordentlich gut auf der Oberfläche haftet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Preß- oder Spritzgußformen für Metalle und plastische Massen, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Musterstück zunächst durch Galvanisierung eine Schale erzeugt und diese nach Trennung von dem Musterstück durch Aufspritzen eines Metalls von hohem Schmelzpunkt rückseitig versteift wird, worauf die aufgesprühte Versteifungsschicht eine weitere Verstärkung durch Aufgießen von Metall von hohem Schmelzpunkt erfährt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgesprühte Schale in einen Rahmen eingelegt wird, der die Gestalt einer mit einer Öffnung versehenen Wanne hat, und durch die Öffnung weiterer Werkstoff zur rückwärtigen Verstärkung in den Zwischenraum zwischen Schale und Wanne eingeführt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Musterstück aus einem leicht zu zerstörenden Werkstoff, wie Celluloseacetat, gebildet wird und darin vorspringende Stifte an den Stellen eingebettet werden, an denen der mit Hilfe der Form zu fertigende Gegenstand Löcher haben soll, so daß die Stifte bei Zerstörung des Musterstücks in der Schale verankert bleiben und von dieser vorspringen. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtig verstärkte Schale elektrolytisch mit Hochglanz versehen und dann verchromt wird. 5. Form, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche aus Nickel oder einer Nickellegierung und die Versteifung aus Stahl oder Gußeisen besteht.
DEP1088A 1941-06-10 1948-12-28 Verfahren zur Herstellung von Press- und Spritzgrussformen fuer Metalle und plastische Stoffe Expired DE806038C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB806038X 1941-06-10

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Publication Number Publication Date
DE806038C true DE806038C (de) 1951-06-11

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1088A Expired DE806038C (de) 1941-06-10 1948-12-28 Verfahren zur Herstellung von Press- und Spritzgrussformen fuer Metalle und plastische Stoffe

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