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Zerlegbares Einschalungsgerüst Die Herstellung von Bauten in Stampfbeton,
sei es Leicht- oder Kiesbeton oder sei es Eisenbeton, bedingt das Vorhandensein
von Einschalungen, welche dem jeweiligen einzelnen Bedarfsfall entsprechend hergestellt
werden müssen und nur in ganz beschränktem Umfange wiederholter Benutzung zugänglich
sind. Die großen notwendigen -Mengen an Schalholz, bestehend aus Schalbrettern.
Kanthölzern und Rundltolzstempeln, tnüssen zur Herstellung der Einschalungen durch
geübte Einschaler oder Zimmerleute zugeschnitten und zusammengenagelt werden. In
der Regel ist die Schalung durch das für die mehrmalige Benutzung wiederkehrende
Entnageln und Nageln nach dreitnaligem, höchstens nach sechsmaligem Gebrauch vollkommen
verbraucht. Dies hat zur Folge, daß die Schalung auch bei SerienbauNverken immer
wieder erneuert werden muß, so daß sich neben dem Bedarf an Fachkräften ein erheblicher
Holzaufwand ergibt.
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Der 'Mangel an Fachkräften, wie Zimmerleuten. Maurern usw.. zwingt
aber zur weitgehendsten Sell>stltilfe und zur Heranziehung von Laienkräften beim
Bau, wenn der bestehenden Wohnungsnot auch mir in etwa absehbarer Zeit Rechnung
getragen werden soll. -Außerdem muß der Holzauf-,vand möglichst niedrig gehalten
werden.
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Die Erfindung trägt vorgenannten Umständen hechnung und erzielt nicht
nur eine Einsparung an Fachkräften und Holz bei der Bauherstellung, sonlern
auch
eine wesentliche Beschleunigung und Verbilligung des Bauens, indem durch sie ein
zerlegbares Einschalungsgerüst geschaffen ist, das sich fast unbeschränkt wiederholbar
benutzen läßt, das Arbeiten mit Laienkräften zuläßt, eine Beschleunigung der Arbeit
ergibt sowie schnell und einfach auf- und abzuschlagen ist.
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Gemäß der Erfindung sind bei Verwendung lösbarer Verbindungen in regelmäßigem
Abstand voneinander Bockpaare, deren sie bildende Böcke sich gegenüberstehen und
durch am Bockkopf anzubringende Abstandslaschen in dem für die gewünschte Wandstärke
erforderlichen Abstand voneinander gehalten werden, mit durch Ober- und Unterlängsgurte
sowie bedarfsweiser Diagonalverstrebung auf der Außenseite bewirkter Verbindung
in jeder Bockreihe und innenseitiger Ausfütterung je Bockreihe aus über lösbare
Halter an den Böcken angebrachten Bohlen sowie zwischen der Ausfütterung an den
Bedarfsstellen einzusetzenden Tür-und Fensterrahmen vorgesehen. Das so gebildete
Gerüst läßt sich in bedarfsweisen Längen aufstellen und nach Benutzung, zur Neuaufstellung
und Verwendung an anderer Stelle abschlagen und wieder aufstellen, wobei keine Beschädigungen
des Holzes eintreten können, da sämtliche Verbindungen lösbar sind. Hierbei kann
aus Holzersparnisgründen in der Weise vorgegangen «erden, daß immer nur ein Teil
des Baues eingeschalt und nach dessen Aufstampfung die Einschalung des nächsten
Teiles mit dem gleichen Gerüst vorgenommen wird, wodurch sich eine besonders wirtschaftliche
Ausnutzung des Gerüstes ergibt. Von besonderem Vorteil ist es, daß das Aufstellen
des Gerüstes eine leicht zu erlernende Arbeit ist, die nach einmaligem Vormachen
bei einiger Aufmerksamkeit schon beherrscht wird, so daß Laienkräfte bereits beim
ersten Einschalen zum Einsatz kommen können.
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Es empfiehlt sich, die Abstandslaschen zur Verbindung der ein Paar
bildenden Böcke miteinander mit einer 1\Iehrheit von Befestigungslochungen mit Abstand
voneinander auszurüsten. Hierdurch ist es möglich, den Abstand der zu einem Paar
gehörenden Böcke voneinander nach Bedarf einzustellen, wie es die jeweils geforderte
Wandstärke verlangt.
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Auch ist es zweckmäßig, die Befestigungslöcher in den Ober- und Unterlängsgurten
in Bruchteilen der Abstandsgröße, zweckmäßig der halben Abstandsgröße, der Bockpaare
von benachbarten Bockpaaren vorzusehen. Dies bietet den Vorteil, daß das Gerüst
je nach Bedarf um ein Zwischenmaß verlängert oder verkürzt werden kann. Werden hierzu
noch die Befestigungslöcher in den Gurten als Langlöcher ausgebildet, wodurch ein
Auseinanderziehen und Zusammendrücken des Gerüstes möglich ist, dann können praktisch
alle Längenabmessungen beherrscht werden und sich Unstimmigkeiten in den Maßen der
Fundamente nicht nachteilig auswirken. Die Anordnung von Zwischenlochungen zu Befestigungszwecken
hat noch den weiteren Vorteil, daß die Futterbohlen durch Einziehen eines losen
Pfostens mittels der Zwischenlochungen gegen Ausbiegen gesichert werden könneu,
wenn beispielsweise die Bohlenstöße infolge Änderung des Baukörpers nicht auf einem
Bockpfosten enden.
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Entsprechend den Langlöchern in den Gurten sind auch die Befestigungslochungen
in den Längsverbandsstreben mit Ausnahme der Lochung für den Strebenkreuzungspunkt
als Langlöcher ausgebildet, damit sich auch hier Maßabweichungen nicht nachteilig
auswirken können.
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Nach der Erfindung kann die Abstandslasche am Kopf eines jeden Bockpaares
in verschiedenen Höhenlagen anbringbar sein. Auf diese Weise wird der Vorteil erreicht,
daß die Bodenhöhe außerhalb des Baues und die Bodenhöhe im Inneren des Baues voneinander
abweichen können, ohne daß hierdurch die Verwendbarkeit des Gerüstes beeinträchtigt
wird.
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Zwischen die Ausfütterung ist erfindungsgemäß ein Mauerabschlußstück
einsetzbar, welches aus einer mit der Spitze derAufstampfung zugewandten prismatischen
Leiste und einen diese abstützenden Bock aus Senkrechtpfosten, Bodenschwelle und
einer den rechten Winkel zwischen den beiden überquerenden Verstrebung besteht.
Durch dieses 2 auerabschlußstück oder Mauerschlußgerüst ist es ermöglicht,
den jeweils zu betonierenden Abschnitt so zu bemessen, daß er an einem Tag bewältigt
werden kann. Der nächste Abschnitt schließt sich an den fertiggestellten Abschnitt
nach Herausnahme des Mauerabschlußstiickes an. Die im fertiggestellten Abschnitt
entstehende stirnseitige Dreikantnut gewährleistet einen guten Verband mit der Betonmasse
des nächsten Abschnittes. Die dreikantige Form der Abschlußleiste läßt ein gutes
Herauslösen der letzteren aus dem Beton zu. Bei einer vierkantigen Form der Abschlußleiste
ließe sich diese infolge ihres gequollenen Zustandes nur schwer und mit Gewalt aus
dem Beton herauslösen, wobei Beschädigungen an der Einbindenut unausbleiblich sind.
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Soll das Einschalungsgerüst für mehrgeschossige Bauweisen verwandt
werden, dann sind nach der Erfindung auf die Senkrechtpfosten der Böcke der äußeren
Reihe weitere Senkrechtpfosten aufsetzbar und ist die aus Bodenschwelle sowie den
rechten Winkel zwischen letzterer und dem Senkrechtpfosten überquerenden Brettlaschen
gebildete Seitenabstützung durch tnit Abstand von der Pfostenreihe vorzunehmendes
Einfügen von Senkrechtpfosten mit bedarfsweiser Verstrebung in Längsrichtung und
mit den Senkrechtpfosten der Böcke und von Brettauflagen zu einer durch Aufsetzen
und Verstreben weiterer Senkrechtpfosten aufstockbaren und abgesetzt vorbaubaren
Bühne ergänzbar. Da die zu verwendenden Senkrechtpfosten die gleichen wie die Senkrechtpfosten
der Böcke sind, tritt durch sie keine Vermehrung unterschiedlich zu bemessender
Teile ein. Das gleiche gilt für die zu verwendenden Verstrebungslaschen des Bühnengerfistes.
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Für den Kellerbau sind die Senkrechtpfosten der äußeren Reihe der
Böcke mit einer auf verschiedene Winkellagen einstellbaren Seitenabstützung aus
einer
am I'fosteiifttß an, elenkten Schwelle mit über zum Pfosten führenden Verbindungslaschen
beliebig einstellbarem Ausladungswinkel versehen. Mittels der so geschattenen Seitenabstützung
können alle beim Kellerbau vorkoiiiinendeii Böschungswinkel beherrscht werden. Hierbei
ist es empfehlenswert, die Verbindungslaschen durch Rund- und Langlöcher in verschiedene
Verbindungslängen einzuteilen und den Laschen eine solche Längenbemessung zu geben,
daß Kleinst- und Mittelgröße zusammengesetzt die vorkommende Lätigstgröl.ie ergeben.
So ergibt sich der \-orteil, daß lediglich zwei Größen an Laschen erforderlich sind,
um alle vorkommenden Verbindungslängen zu beherrschen.
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Zur Erleichterung des :Xusschalens der Tür- und Fenstergerüste ist
nach der Erfindung am Sturz und an je einer Höhenseite des Tür- und Fensterrahmens
eine Außenbohle finit begrenztem Spiel über Keile oder Lösehölzer oder andere Abstandshölzer
abdrückbar befestigt. Diese Anordnung ermöglicht es, die Fenster- und Türgerüste
beim Ausschalen ganz, d. 1i. ohne Zerlegen der Gerüste herauszuholen, ohne daß die
Gefahr einer Beschädigung der Leibungskanten der Fenster- und Türöffnungen zu befürchten
ist. Beim Ausschalen werden die Lösungskeile herausgeschlagen, wodurch die abgedrückte
Bohle auf (las Pfosten- bzw. Riegelholz zurückrückt, so daß der ganze Tür- oder
Fensterrahmen ohne Behinderung herausgenommen werden kann. Außerdem können ohne
Schwierigkeit größere Fenster- und Türöffnungen finit dem gleichen Gerüst hergestellt
werden, indene ait Stelle der Lösekeile stärkere @'ierkantliölzer Benutzung finden.
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Eine weitere Vergrößerungsmöglichkeit der Fenster- und Türöffnungen
läßt sich dadurch erreichen, daß auch die beiden anderen Rahmenseiten mit abdrückbaren
Außenbohlen versehen werden, welche durch Keile oder Vierkanthölzer abgedrückt werden.
Hierbei ist lediglich die obere Bohle im Fenster- oder Türsturz je nach der Vergrößerung
durch eine entsprechend längere Bohle zu ersetzen. Die bei den Tür- und Fenstergerüsten
zur Verwendung kommenden Uinkellaschen sind auf eine einheitliche Länge genormt
und wie die übrigen Brettstreben mit Rund- und Langloch versehen, so daß mit den
«"enkellaschen allen Bedarfsfällen gerecht werden kann.
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Das erfindungsgemäße zerlegbare Einschalungsgerüst stellt im zerlegten
Zustand ge"vissermaßen einen Baukasten dar, der sich für alle möglichen Zwecke verwenden
läßt. Es läßt sich nicht nur für den Bau von Behelfsheimen in Linzel- und Doppelausführung,
von Siedlungshäusern, IIeuerlingshäusern und melirstöckigeii Wohnhausbauten, sondern
auch für jeden anderen Bauzweck verwenden. So können mit ihm Feuerlöschteiche, Stütz-
und Deichmauern usw. gebaut werden.
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Naturgemäß ist es auch möglich, die Holzteile bis auf die Bohlen für
die Ausfütterung durch Eisenteile und Rohre ganz oder teilweise zu ersetzen.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsheispiel der Erfindung.
Abb. i läßt eine Draufsicht und ein im Bau befindliches Kleinhaus teilweise eingeschalt
erkennen; Abb.2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B in Abb. i ; Abb. 3 gibt den Bau
in Abb. i mit umgesetzter \-'erschalung wieder; Abb. 4 verdeutlicht einen Schnitt
nach der Linie (.@-1) in Abb. 3 ; Abb. ist ein Schnitt nach der Linie E-F in ebb.
1 ; Abb. 6 stellt in Draufsicht die Einschaltung der Z""visclietiwand dar; Abb.
7 zeigt einen Schnitt nach der Linie G-H in Abb. 6; @\b). 8 läßt eine am Kopf der
Senkrechtpfosten angebrachte Lasche herausgezeichnet erkennen; Abb. 9 gibt einen
Längsgurt in teilweiser Darstellung herausgezeichnet wieder; Abb. io verdeutlicht
eine Längsverbandsstrebe tierausgezeichnet ; U b. i i zeigt den Halter zum Anbringen
der Bohlen leerausgezeichnet; Abb. 12 bis 14 stellen die Anordnung des 'Iauerabschlußstückes
in Seitenansicht, Stirnansicht und Draufsicht dar; Abb. 15 gibt die Anordnung des
Türrahmens innerhalb des Gerüstes itn Aufriß wieder; Abb. 16 zeigt das Türgerüst
im Aufriß von der Breitseite gesehen; Abb. 17 ist ein Querschnitt durch das Tiergerüst;
Abb. 18 zeigt ein eingesetztes. Fenstergerüst bei senkrecht geschnittenem Einschalungsgerüst;
Abb. 19 stellt die Anordnung des Fenstergerüstes in Draufsicht dar; Abb.2o läßt
die Gerüstanordnung bei Unterschieden der Bodenhöhe im Inneren des Baues gegenüber
der Bodenhöhe außerhalb des Baues erkennen; Abb. 21 verdeutlicht die Gerüstabstützung
beim Bau von Kellern; Abb.22 gibt die Verbindung zweier Verbindungslaschenpaare
wieder; Abb.23 zeigt das Gerüst beim Aufsetzen des Erdgeschosses auf den Keller;
Abb.24 stellt die Gerüstanordnung beim Aufstampfen des ersten Stockwerkes dar; Abb.
25 gibt ein Türgerüst in anderer Ausführungsform im Aufriß wieder; Abb. 26 ist ein
senkrechter Mittelschnitt durch das Türgerüst nach Abb. 25;
Abb. 27 verdeutlicht
das Türgerüst nach Abb. 25 im Grundriß ; Abb. 28 läßt im Senkrechtschnitt das Gerüst
zur Mitbildung von Rolladenkästen erkennen.
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Wie die Zeichnung erkennen läßt, besteht das zerlegbare Einschalungsgerüst
aus einzelnen Bockhaaren, die aus sich gegenüberstehenden Böcken i und 2 gebildet
und mit regelmäßigem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Böcke sind durch einen
Senkrechtpfosten 3, eine Bodenschwelle 4 und ein den rechten Winkel zwischen Senkrechtpfosten
und Bodenschwelle überquerendes Brettstrebenpaar 3 gebildet. Die X`erbindung
aller Teile miteinander
ist lösbar. Um die Böcke am Ausweichen
zu verhindern, sind am äußeren Ende der Schwellen 4 kräftige Rundholzpfähle 2o in
den Boden geschlagen. Letztere sind zweckmäßig in der Länge halbiert und mit der
Schnittfläche gegen die Schwelle gerichtet.
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Die die Bockpaare bildenden Böcke werden durch Abstandslaschen 6 in
dem für die gewünschte \\'andstärke erforderlichen Abstand voneinander gehalten.
Die Abstandslaschen sind mit einer .Mehrheit von Befestigungslochungen 7 versehen,
damit der Abstand der jeweils geforderten Mauerstärke entsprechend gewählt werden
kann. An den Köpfen der Böcke können die Abstandslaschen in verschiedenen Höhenlagen
anbringbar sein, so daß Unterschiede in der Höhe der äußeren Bodenlinie eines Baues
gegenüber der inneren Bodenlinie für die Verwendung des Gerüstes ohne Einfluß sind
(vgl. Abb. 20).
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In der Längsrichtung des Gerüstes sind die Böcke in jeder Reihe durch
Unter- und Obergurte 8 miteinander verbunden. Außerdem sind die Böcke, soweit erforderlich,
noch durch Diagonalverstrebungen 9 miteinander verbunden. Die Befestigungslöcher
io in den Ober- und Unterlängsgurten sind in der halben Abstandsgröße der Bockpaare
von beiiachl)arten Bockpaaren vorgesehen. Außerdem sind die Befestigungslöcher in
den Gurten tnit Ausnahme der Löcher für die Baueckpunkte als Langlöcher ausgebildet
(vgl. Abb. 9). Auch die Befestigungslöcher i i in den Längsverbandsstreben 9 sind
mit Ausnahme der Lochung für den Strebenkreuzungspunkt als Langlöcher ausgebildet.
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Auf ihrer Innenseite sind die Böcke mit einer Ausfütterung aus Bohlen
12 versehen, deren Verbindung mit den Böcken über lösbare Halter bewirkt ist. Die
Halter bestehen aus einer Schraube 13, deren Kopf 14 zu einem Haken abgebogen ist.
Auf die Schrauben, die an den Pfosten vorbeiführen, ist eine einseitig von der Schraube
ausladende Platte 53 aufgeschoben. Durch Anziehen der Mutter 15 preßt sich die Platte
53 gegen den Pfosten.
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Zwischen die Ausfütterung des Gerüstes läßt sich ein Nlauerschlußgerüst
oder Mauerabschlußstück einsetzen, welches aus einer prismatischen Leiste 16, deren
Spitze der Aufstampfung zugewandt ist, einem Senkrechtpfosten 17, einer Bodenschwelle
18 und einer den Winkel zwischen letzteren überquerenden Verstrebung i9 besteht.
Durch seitlich der Fundamente eingeschlagene Pfähle (vgl. Alb. i) und ein Querholz
21 kann das Mauerabschlußstück gegen Abdrücken gesichert sein.
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An den jeweils erforderlichen Stellen ist in die :\usfütterung ein
Rahmenwerk 22 oder 55 für die Türen eingesetzt. Desgleichen sind Rahmenwerke 23
oder 56 für die Fenster eingesetzt.
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Soll das Gerüst zur Herstellung von unterkellerten Bauten oder an
eine Böschung sich anschließende Mauern verwandt werden, dann sind die Senkrechtpfosten
3 der äußeren Reihe der Böcke mit einer auf verschiedene Winkellagen einstellbaren
Seitenabstützung versehen (vgl. Alb. 21). Diese Seitenabstützung besteht aus einer
über ein Paßstück 24 am Pfostenfuß angelenkten Böschungsschwelle 25, die nichts
anderes als ein normaler Senkrechtpfosten ist, mit in regelmäßigem Abstand voneinander
vorgesehenen Befestigungslaschen, die über Verbindungslaschen 26 und 27 in einem
beliebigen Ausladungswinkel am Pfosten festlegbar ist. Die Verbindungslaschen sind
mit lZund- und Langlochungen versehen. Die Laschen 26 haben gleiche Länge. Sie und
die Lasche 27 mittlerer Größe haben eine solche Länge, daß eine Laschenlänge 26
finit der Lasche 27 zusammengesetzt die als möglich zu fordernde Längstgröße ergibt,
so daß sich in Verbindung mit der Lochung mit zwei Laschengrößen alle als möglich
zu fordernden Laschenlängen beherrschen lassen bzw. sich die Böschungsschwelle 25
auf alle praktisch vorkommenden Böschungswinkel einstellen läßt. Die Verbindung
zweier Laschenpaare miteinander zeigt @hh. 22. Die Verbindungsbolzen sind mit 28
und die Abstandshülsen mit 29 bezeichnet. Zwischen die Böschungsschwelle 25 und
die Böschungsfläche sind Bohlen 30 gelegt. Die Böcke der inneren lZeilie
sind hier mittels Verklemmhölzer 31 und Keile 32 gegen Verschieben beim Aufstampfen
gesichert. Die Verklemmhölzer bilden die Randung der durch die Böcke auf der Innenseite
eingeschlossenen Bodenfläche.
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Beim Bilden der Fundamente durch Aufstampfen einer entsprechenden
lietolimenge in einer Ausschachtung wird durch Einlegen eines Vierkantholzes der
Einbindeschlitz 33 gebildet, damit sich eine gute Verbindung; zwischen Fundament
und dem aufstehenden Kellermauer-,verk ergibt. Bevor das Kellereinschalungsgerüst
zur Aufstellung kommt, wird die Isolierschicht 5o zur Sicherung gegen aufsteigende
Feuchtigkeit aufgebracht.
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Beim Aufstampfen des Mauerwerks des Erdgeschosses kann zur Erleichterung
des Einbringens des Betons das Gerüst auf der Außenseite mit einer Bühne versehen
werden. Eine solche Bühne läßt sich dadurch bilden, daß weitere Senkrechtpfosten
34 den Pfosten 3 gegenüberstehend und mit Abstand von letzteren aufgestellt werden,
wobei die Senkrechtpfosten 34 an der verlängerten Bodenschwelle 35 der Pfosten 3
befestigt und durch die Brettstrebe 36 mit abgestützt werden. Außerdem haben die
Pfosten 34 noch eine Verstrebung 37 mit den Pfosten 3 und eine Längsverstrebung
38. Über die Querhölzer 39, die wahlweise aus den Brettlaschen 26 bzw. 27 bestehen,
sind die Bohlen 4o für die Bühne gelegt. Die Schwelle 35 ist mit Bohlen 41, die
als Bodenausgleich und Druckverteilung dienen, unterlegt.
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Für die mehrgeschossige Bauweise sind auf die Senkrechtpfosten 3 der
Böcke der äußeren Reihe weitere Senkrechtpfosten 42, welche mit Bodenschwelle und
Brettstrebe versehen sind und demzufolge gleichfalls Böcke bilden, auf setzbar.
Zu diesem Zweck sind die Pfosten 3 der Bodenreihe mit Aufstocklaschen 43 gleich
derselben Lasche 26 oder 27 versehen, zwischen welchen die Enden der aufzusetzenden
Pfosten eingefügt werden und eine Verbindung mit den Laschen durch zwei Bolzen 44
erhalten. In die Seitenabstützung der unteren Senk-
| rech tpfosteii :i11(1 Senkrechtpfosten 15 eingefügt, |
| welche mit den Senkrechtpfolsten der unteren Bock- |
| reihe verstrebt sind. Soweit in der unteren Bock- |
| reihe eine Bühnenbildung erforderlich ist, sind den |
| Senkrechtpfosten 45 weitere Senki-cclitl)fosteti 4<, |
| vorgebaut, welche über Querhölzer .17 gleich den |
| Laschen 26 oder 27 die Hühncttbretter .1` tragen. |
| Die obere Bockreihe kann ist gleicher Weise finit |
| einer lühne versehen sein, indcttt auf die Pfosten |
| 45 mittels Aufstocklaschen .13 gleich der' laschen |
| 26 oder 27 Pfosten .19 atlfgestocl<t sind, die über |
| Querhölzer 51 gleich den laschen 26 oder 27 die |
| Bühnenbretter 52 tragen. Die vorgebauten und auf- |
| gestockten Senkrechtpfosten sind auch mit Längs- |
| verstrebungen versehen. |
| Beim Aufstampfen eines Hauses kann tvie in |
| :\b1>. 1 bis 6 gezeigt vorgegangen werden, nach |
| welchen zunächst die sich gegenüberliegenden |
| Wände tnit den t?ckl)unl<teit eingeschalt und auf- |
| gestampft werden. Nach dem Aufstampfen und |
| Abbinden dieses Hausteils wird die Einschalung |
| abgenommen und zum Viiischaleil der Meiden an- |
| deren \\'ätide verwandt 11k1 aiisclilielacld stach er- |
| neuter Abnahme zum I:inschaleii der Zwisclien- |
| wand. Bei nielirsti>ckiget lauten kann gcsclloll- |
| weise in der gleichen Weise v@irgegangen \\erden. |
| Naturgemäß ist <las lauen mit dem er@i@du@gs- |
| gemäßen I:inscilalungs@erüa nicht alt diese Bau- |
| weise gebunden. |
| Bei mehrgeschossigen lauten werden auf den |
| Kopf der aufgestanipftcn Mauern, falls diese aus |
| Leichtbaustoffen, wie :\sclieltctoti mid I@imsl>eton. |
| hergestellt werden, für die Auflage der Decken- |
| balken Druckverteihnigsinassen aufgebracht, so eilt |
| 30 cm hoher Betonstreifen aus Kies oder Splitt. In |
| Abb. 24 ist <Her Streifet> tilit 54 bezeichnet. Dieser |
| Streifen stellt unter deti Deckenauflagern eitlen he- |
| schlossenen Rahmen und zugleich den Abschltiß des |
| Mauerwerks eines jeden Stickwerks bis Unterkante |
| der Decken dar. Der Betonrahmen kann auch durch |
| eine Ziegelsteinschicht ersetzt sein. |
| Bei dein Türgerüst nach Abb. 25 bis 27 ist am |
| Sturz und an der einen Ilölieiiseite des Rahmens |
| eine Außenbohle ;5 mittel: Schrauben 36 abdriick- |
| bar befestigt. Die Abdriicktnig auf den notweiidigcn |
| Abstand erfolgt durch die l.üsekeile oder Abstands- |
| hölzer 57. Beim Ausschalen werdest die Lösekeile |
| herausgeschlagen, so dali die Außenbohle auf den |
| Rahmen zurückrückt und der Rahmen leicht lier- |
| ausgenommen werdest karte. halls eine '\ergri-il.le- |
| rung des Rahmens vorgeiiotiiiiiett \\ erden soll, dann |
| werden in den Lösespalt an Stelle der Löseheile |
| stärkere Vierkanthölzer eingeführt. I>ei dem Vor- |
| sehen einer solchen Möglichkeit werden auch an den |
| beiden anderen Rahmeiiseitcn abdrückbare Außen- |
| bohlen angebracht und zwischen Hohle und Rahmen |
| Keile und Vierkanthölzer eingeklemmt. Hei dieser |
| Rahmenvergrößerung ist lediglich die ollere liolile |
| im Fenster- oder Türsturz je nach der Vergröße- |
| rung durch eine entsprechend längere Bohle ztt er- |
| setzen, während an den Pfosten und Riegeln keine |
| Veränderung vorgenommen wird. Die zur Verwen- |
| dung kommenden Winkellaschen @S weisen wie die |
übrigen Brettstreben des Einschalungsgerüstes Rund- und Langloch auf und sind auf
eine einheitliche Länge genormt.
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Soll der Fenstersturz für Rolladenkästen eingerichtet sein, dann wird
das Fenstergerüst mittel der Vallstiicke 5c9 vergrößert, welche den PaßstüCkCtt
2.1 ist Abb. 21 entsprechen.