DE8053C - Ventil- und Rundschiebersteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster Expansion - Google Patents
Ventil- und Rundschiebersteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster ExpansionInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/02—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves
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Description
1879.
Klasse 14.
RICHARD LÜDERS m GÖRLITZ.
Expansion.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Mai 1879 ab.
In beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig. 1 bis 5 eine Ventilsteuerung, und zwar ist:
Fig. ι eine Längsansicht mit theilweisem Schnitt durch den Dampfcylinder,
Fig. 2 eine Hinteransicht des Cylinders,
Fig. 3 ein Grundrifs,
Fig. 4 ein geometrisches Schema des Expansionsmechanismus,
Fig. 5 ein Detail der Expansionsvorrichtung am Regulator.
Fig. 6, 7, 8 und 9a, b, c zeigen die Anwendung des Mechanismus auf eine Rundschiebersteuerung
mit zwei ineinander angebrachten cylindrischen Rundschiebern.
Bei der Ventilsteuerung ist der Dampfcylinder A1 Fig. 1, 2 und 3, versehen mit zwei Paar
Doppelsitzventilen, von denen das.obere Paar««
für den Eintritt des Dampfes in den. Cylinder und das untere Paar b b für den Austritt des
Dampfes angeordnet sind. Ventil und Ventilsitz sind aus gleichartigem Material hergestellt,
um beiden die gleiche Ausdehnung durch die Erwärmung zu ermöglichen. Die Ventile selbst
können nach irgend einer der bekannten Constructionen und in jedem geeigneten Material
hergestellt sein.
Die Bewegung beider Paar Ventile erfolgt von der Kurbelwelle R aus durch das Excenter
E und die Excenterzugstange e. Letztere ist an ihrem Ende gabelförmig getheilt und ergreift
und beeinflufst mit ihrem Auge O den Steuerungsmechanismus der Dampfeinlafsventile
aa, während das andere untere Auge O'
an der Hebelvorrichtung zur Oeffhung und
Schliefsung der Dampfauslafsventile b b angreift. Die letztere besteht aus dem Hebel f, an dem
die Excenterstange angreift und dem mit ihm um die gleiche Axe schwingenden Balancierhebel
/', welcher mit seinen Armen· die Ventilspindeln von b b umfafst. Zur sicheren Senkung
der Austrittsventile b b dienen noch die Spiralfedern, rr, welche das- Bestreben, haben,,
die Ventile auf ihren. Sitz zu ziehen.
Der ovale Bolzen, des Hebels / bewegt sich
der Schwingung entsprechend in dem im Auge Ol
der Excenterstange angeordneten Stahlgleitbacken //. Das obere Auge O der Excenterstange
greift an dem in seiner mittleren Stellung vertical herabhängenden Hebel /" an,
welcher um die in dem Lagerbock B geführte horizontale Axe c schwingt. Auf derselben
Axe c sitzt innerhalb des Lagerbocks der Hebel h fest aufgekeilt, so zwar, dafs die Mittellinien
des Hebels /" und h in Fig. 1 sich
decken. Hebel h ist kürzer als /" und trägt auf seinem äufsersten Auge, auf einem Bolzen
frei schwingend, das sogenannte Expansionsdreieck oder Expansionskreuz ds welches die
Stahlbacken /"/" trägt und durch Bolzen /
mit der nach dem Regulator führenden und von diesem beeinflufsten Zugstange k in Verbindung
steht.
Auf derselben Welle c schwingen frei die Winkelhebel i und 2', von denen i mit dem linken
und i' mit dem rechten Einlafsventil in Verbindung steht, und welche die Spindeln des
betreffenden Ventils gabelförmig umgreifen. Die Halsbüchse,, welche von dem Gabelende der
vorgenannten Hebel umfafst wird, ist mittelst Muttern und Gegenmuttern auf der Ventilspindel
genau adjustirbar. Die Ventilspindeln sind in den Führungsbüchsen χ χ und in der Traverse
t correct geführt.
Der Regulator wird durch die konischen Räder 1, 2, 3, 4 in Bewegung gesetzt. Die
Regulatorhülse ist mit einer Schraube η fest verbunden, welche sich sowohl um die Axe des
Regulators dreht, als auch beim Ausschlag der Regulatorkugeln gehoben und gesenkt wird. Die
Schraube greift in das Schneckenrad in auf der
horizontalen Welle c't welche an ihrem anderen
Ende (vergleiche auch Fig. 5) die concentrisch verstellbare Kurbelscheibe m' trägt, die, zugleich
mit radialem Schlitze versehen, gestattet, den Hub der Kurbel zu verändern bezw. zu adjustiren.
An dem Kurbelzapfen k' der Kurbelscheibe m' greift die vorerwähnte mit dem Expansionsdreieck d in Verbindung stehende Zugstange k an. Die Zahnräder ir 2, 3, 4 sind
so gewählt, dafs in normalem Zustande das
Schneckenrad m und mit ihm die Kurbelscheibe
m' und die Kurbelwelle R der Maschine
gleiche Tourenzahl haben, und dafs durch ein Steigen oder Sinken des Regulators die sich
hebende oder senkende Schnecke dem Schneckenrade m noch eine Beschleunigung
oder Verzögerung der Bewegung ertheilt, weil die Schnecke beim Heben und Senken zugleich
zahnstangenartig auf das Schneckenrad m einwirkt.
Die Wirkung der Steuerung beim Gang der Maschine ist nun folgende:
Erreicht die Maschinenkurbel K den todten Punkt, so treten die Hebel f" in die mittlere
Stellung o, in welchem Moment die Dampfeintrittsventile beiderseits geschlossen sind. Die
Dampfaustrittsventile erhalten jedoch eine Voreilung, so dafs der Dampf, welcher durch das
nunmehr sich öffnende Eintrittsventil zur Wirkung hinter den Kolben tritt, nicht durch das
unten liegende Austrittsventil unbenutzt entweichen kann. Die erwähnte Voreilung entsteht
dadurch, dafs die Mitte zwischen den Hebelaugen O und O' aufserhalb der Mittellinie
der Excenterstange liegt. Das Expansionsdreieck d kommt, wenn der ganze Mechanismus
in der Mittelstellung ο steht, je nach der Stellung des Regulators mit seinen Stahlgleitstücken/"
vor die Stahlbacken p' des Hebels i zu stehen. Passirt nun die Kurbel den todten Punkt in der
Pfeilrichtung, so wird der Hebel h dieselbe Schwingungsrichtung wie f" annehmen und das
Ventil α zur Linken, Fig. ι, durch den Anschlag
des Expansionsdreiecks d an den Hebel i geöffnet werden.
Da nun, wie schon früher erwähnt, durch den Regulator bei wachsender Geschwindigkeit
der Maschine dem Schneckenrad m und der Kurbel m' eine Voreilung und im entgegengesetzten
Falle eine Verzögerung der Geschwindigkeit ertheilt wird, so wird das Expansionsdreieck, da dasselbe zwangläufig um das Hebelauge
von h schwingt, bei Anwachsen der Geschwindigkeit früher und im entgegengesetzten
Falle später unter der Stahlbacke /" in der Pfeilrichtung weggezogen und infolge dessen das
Eintrittsventil früher oder später schliefsen und die Expansion des Dampfes früher oder später
bewirkt werden.
Um die Luft- oder Dampfbuffer zu vermeiden, und dennoch ein rasches und sanftes Schliefsen
der Ventile zu bewirken, gleitet der Stahlbacken p' des Hebels i an der unteren schiefen
Fläche υ des Stahlgleitstücks p" herab.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist der ganze Steuerungsmechanismus in Bezug auf den
Cylinder und die Dampfvertheilung vollkommen symmetrisch.
Fig. 4 zeigt eine Modification des Hebels i und des Expansionsdreiecks d. An Hebel ti1
befindet sich statt des Stahlbackens der Stahlbolzen p', der in dem am Expansionsdreieck d
mit Bolzen befestigten Gabelstück p" gleiten kann. Durch den Anschlag von p" an /' wird
das Eintrittsventil wie vorbeschrieben geöffnet. Tritt die Expansion ein, so bildet beim Rückgang
von d die Gabel p" mit dem geometrischen Hebelarm d' des Dreiecks d ein Knie und der
Bolzen p' gleitet sanft in der Gabel zurück.
Fig. 6 und 7 zeigen die Anwendung des Mechanismus auf eine Rundschiebersteuerung mit nur
zwei Rundschiebern, von denen jeder den Dampfeintritt und Dampfaustritt zugleich bewirkt.
Der Hebel /'' schwingt um den im Bock B gehaltenen Bolzen c. Der Kopf des Hebels/"
ist hammerartig geformt und trägt vorn den Angriffsbolzen für die Excenterstange e und
hinten die Angriffsbolzen q und q' der Grundschieberzugstangen zz, welche die auf der
Axe w der Grundschieber ί ί sitzenden Kurbeln
α α bewegen. Auf dem Hebel /" ist der Schwingungsbolzen des Expansionsdreiecks d
befestigt, welches die gleichfalls um den Bolzen c schwingenden Expansionshebel i und 2'
bewegt. Diese sind durch die Zugstangen z'z' mit den auf den Axen w', Fig. 9, der concentrisch
im Innern der Grundschieber liegenden Expansionsschieber j s aufgekeilten Kurbeln a'
verbunden, welche mit Fallgewicht g versehen sind und auf Buffer P aufschlagen. Das Gewicht
g erhält den Expansionsschieber nach erfolgter Expansion in geschlossener Stellung und
durch den Buffer P wird der Rückgang des Expansionsschiebers begrenzt.
Die Wirkung des Mechanismus ist identisch mit dem bei der Ventilmaschine beschriebenen.
Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den Rundschieber ;
Fig. 9 eine Längenansicht der ineinander gesteckten Schieber;
Fig. 9a die Grundschieberplatte;
Fig. 9b das Grundschiebermitnehmergerippe; Fig. 9 c die Expansionsschieberaxe.
Claims (2)
1. Der durch Beschreibung und Zeichnung nachgewiesene
Mechanismus für Steuerungen mit durch den Regulator beeinfiufster Expansion in seiner ganzen Zusammensetzung, insbesondere:
a) die Erzeugung der Expansion durch das durch Beschreibung und Zeichnung nachgewiesene Expansionsdreieck, beeinflufst
durch die an der Regulatorhülse befestigte und auf der Regulatorspindel sich liebende und senkende Schnecke n,
in Verbindung mit Schneckenrad m, Kurbel η und Zugstange k..
b) die Anordnung der Ventil winkelheb el i i und die Gabelung der Excenterstange e
zum Zweck der Hervorbringung einer Voreilung der Auslafsventile.
2. Die Anwendung des durch Beschreibung und Zeichnung nachgewiesenen Mechanismus auf
Rundschiebersteuerungen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8053C true DE8053C (de) |
Family
ID=285662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8053D Active DE8053C (de) | Ventil- und Rundschiebersteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster Expansion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8053C (de) |
-
0
- DE DENDAT8053D patent/DE8053C/de active Active
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