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DE766155C - Verfahren zur Herstellung von Fettsaeure-Metallverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fettsaeure-Metallverbindungen

Info

Publication number
DE766155C
DE766155C DER111181D DER0111181D DE766155C DE 766155 C DE766155 C DE 766155C DE R111181 D DER111181 D DE R111181D DE R0111181 D DER0111181 D DE R0111181D DE 766155 C DE766155 C DE 766155C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrocarbons
aldehydes
metal compounds
mixture
oxygen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER111181D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dr Buechner
Otto Dr Roelen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER111181D priority Critical patent/DE766155C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE766155C publication Critical patent/DE766155C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/005Synthetic soaps

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Fettsäure-Metallverbindungen Es wurde gefunden, daß sich höhermolekulare Aldehyde bei Gegenwart von basischen Metallverbindungen besonders vorteilhaft durch Oxydation in die entsprechenden Fettsäure-Metallverbiridungen überführen lassen, wenn man das Reaktionsgemisch durch Kohlenwasserstoffe verdünnt und mit niedrigen Reaktionstemperaturen arbeitet. Als Oxydationsmittel sind Sauerstoff, Luft oder andere sauerstoffhaltige Gase geeignet, die bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck mit der Reaktionsflüssigkeit in innige Berührung gebracht werden. Zur Beschleunigung der Reaktion kann die Reaktionstemperatur bis auf 1000 erhöht werden.
  • Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Arbeitsweise werden die schädlichen Nebenreaktionen weitgehend unterdrückt, welche bei Aldehydoxydationen zu stark riechenden oder schwer entfernbaren Oxydationsprodukten führen. Das als Verdünnungsmittel zugesetzte Kohlenwasserstoffgemisch vermindert Aldehydverluste, welche bei der Oxydation reiner Aldehyde wegen der großen Flüchtigkeit dieser Verbindungen auftreten. Bei Zumischung von nicht an der Reaktion teilnehmenden Kohlenwasserstoffen lassen sich ohne Schwierigkeit unerwünschte Erhitzungen vermeiden, «-elche zu Oxydationen oder anderen Veränderungen der Reaktionsteilnehmer führen. Störungen durch inhibierend wirkende AIdehydv erunreinigungen unterbleiben. da die Oxydation in Gegenwart basisch wirkender Verbindungen durchgeführt wird, welche imstande sind, die entstehenden Fettsäuren unmittelbar zu neutralisieren. Als geeignete Basen kommen Oxyde, Hydroxyde oder Carbonate der Alkalien, Erdalkalien oder Schwermetalle in Frage. Man bringt sie zweckmäßig in fester, möglichst fein verteilter Form oder auch als -%väßrige Lösungen zur Anwendung.
  • Durch die erfindungsgemäße Verdünnung mit Kohlenwasserstoffen bleibt die Reaktionsmasse auch bei Anwendung von W=asserfreien, feinpulverisierten Alkalicarbonaten genügend dünnflüssig, so daß die entstehende Kohlensäure sich mit Hilfe der durchgeblasenen Oxydationsluft leicht entfernen läßt. -Man kann auf diese Weise eine Carbonatverseifung, die bis jetzt nur bei Siedetemperatur und trotzdem nicht vollständig möglich war, bei sehr niedriger Temperatur durchführen, so daß man besonders wertvolle Seifen gewinnt, die frei von störenden, insbesondere geruchlich unerwünschten Nebenprodukten der Paraffinoxydation sind.
  • Bei der Oxydation von Aldehyden im Luft-oder Sauerstoffstrom ist es bekannt, das Reaktionsgemisch durch Chlorkohlenwasserstoffe zu verdünnen. Bei diesen Verdünnungsmitteln tritt jedoch Bildung von freier Salzsäure auf. «-elche die Reaktion erschwert und zu einer erheblichen Ausbeuteminderung führt. Außerdem erleidet das Verdünnungsmittel ziemlich bedeutende Verdunstungsverluste.
  • Höhere Aldehyde lassen sich demgegenüber in überraschend guter Weise bei Zusatz voll verdünnenden Kohlenwasserstoffei oxydieren. Hierbei ergeben sich folgende Vorteile: Die zur Oxydation kommenden Aldehyde können bei Verdünnung mit Kohlenwasserstoffei erheblich besser aufgearbeitet werden als bei Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen. Es ergibt sich in diesem Fall beispielsweise eine Carbonsäureausbeute von 70/0 gegenüber einer Ausbeute von nur 39°/o, die bei Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff zu beobachten ist. Die auftretenden Verdunstungsverluste sind bei einer Verdünnung mit Kohlenwasserstoffgemischen erheblich geringer als bei Verwendung von Chlorkohlenwasserstofffen. Sie belaufen sich im ersten Fall z. B. auf nur 16 0!o gegenüber 27 % bei Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff. Bei einer Verdünnung mit Kohlen Wasserstoffgemischen erhält man wasserhelle Reaktionsprodukte. während bei Benutzung von Tetrachlorkohlenstoff nur eine hellbraune Farbe erzielbar ist.
  • Als Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäße Aldeliydoxydation können mit besonderem Vorteil diejenigen Produkte versendet «-erden, die bei der katalytischen Anlagerung von Wassergas an olefinische Kohlenwasserstofte entstehen. In derartigen Reaktionsprodukten sind ausreichende Mengen von Paraffinkohlenwasserstoffen fast immer bereits vorhanden. Andere Aldehydgemische sind vor der Reaktion mit der nötigen Kohlenwasserstoffmenge zu verdünnen. Z«eckm_ißi;@ verwendet man hierzu diejenigen Kohlenwasserstoffanteile, welche von vorhergehenden Ansätzen zurückbleiben oder daraus abgetrennt wurden.
  • Der Gehalt an Kohlenwasserstoffei soll mindestens ioolo. zweckmäßig aber das Dreifache der zur Verarbeitung kommenden Aldehydmenge umfassen. -Man kann jedoch auch :Mischungen verwenden. die noch gri313ere Kohlenwasserstoffmengen enthalten.
  • Nähere Einzelheiten sind aus den nachfolgenden Ausführungbeispielen ersichtlich. Ausführungsbeispiel i In einem Intensivmischer wurden 1701,9 eines rohen Aldehydgemisches. dal3 #goo!o Kohlenwasserstoffe der 1£olekülgröße C11 bis CM enthielt, mit 81,g kalzinierter Soda 6 Stunden lang bei Zimmertemperatur (i18=) unter dauerndem Luftzutritt behandelt. Die in Frage kommenden Aldehyde besaßen eine Molekülgröße von Cl, bis Cl; und «-aren durch katalytische Wassergasanlagerung an olefinhaltige Kohlenwasserstoffgemische gewonnen worden, welche der katalytischen Kohlenoxydhydrierung entstammten. Das zur Verarbeitung kommende Aldehvdgemisch wies eine CO-Zahl von 16 auf. Infolge der Oxydation stieg die Temperatur innerhalb der Reaktionsmasse bis auf etwa 4o=. Nach Verlauf von 6 Stunden konnte in der Reaktionsmasse eine Säurezahl von 30 festgestellt werden. Aldehyde waren nicht mehr nachzuweisen. Ausführungsbeispiel Man verdünnte ;o kg eines Aldehvdgemisches, welches durch katalytische Wassergasanlagerung an im Dieselölbereich siedende Spaltprodukte höherer Kohlenwasserstoffe gewonnen war. mit ioo kg eines Kohlenwasserstoffgemisches, das im wesentlichen aus C1,1.- bis C17-Paraffinen bestand. Das Aldehydgemisch besaß eine mittlere C-Zahl von und eine CO-Zahl von 47. Es wurde mit ; k@ kalzinierter Soda versetzt. worauf durch Behandlung mit Luft bei Zimmertemperatur (i8°) die Oxydation erfolgte. Hierzu wurde 6 Stunden lang mittels eines Mischers Luft in die Reaktionsmasse eingerührt. Nach der Aufarbeitung der Reaktionsmasse erhielt man 23 kg wasserfreie Rohseife, deren Fettsäuren eine Säurezahl von toi und eine Hydroxylzahl von io aufwiesen. Ausführungsbeispiel 3 Durch katalytische Kohlenoxydhydrierung stellte man in an sich bekannter Weise zunächst ein Gemisch von Olefin- und Paraffinkohlenwasserstoffen der Molekülgröße C11 bis C18 her. Hieraus wurde durch katalytische Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff ein rohes Aldehydgemisch mit der Molekülgröße C12 bis C17 gewonnen, welches eine C 0-Zahl von 16 aufwies und 13 % Aldehyde bzw. 87 % Kohlenwasserstoffe enthielt.
  • Von diesem aus Aldehyden und Paraffinkohlenwasserstoffen bestehenden Gemisch versetzte man i 8o kg mit 8 kg feingemahlener kalzinie-rter Soda. Die Mischung wurde 6 Stunden lang bei etwa 2o° intensiv mit Luft behandelt. Hierzu fand ein Intensivmischer Verwendung, der aus einem zylindrischen Gefäß bestand, worin sich mehrere durch Planetengetriebe angetriebene Rührarme mit einer Geschwindigkeit von 3oo Umdrehungen je Minute bewegten. Während der Behandlung stieg die Reaktionstemperatur auf etwa q.0'°. Nach 6 Stunden hatte die Reaktionsmasse eine Säurezahl von 30 angenommen. Sie enthielt etwa 12,3 % Fettsäuren mit der mittleren Molekülgröße C14. Aldehyde _waren nicht mehr nachzuweisen. Ausführungsbeispiel q. Durch thermische Spaltung höherer Kohlenwasserstoffe und nachfolgende katalytische Wassergasanlagerung an die bei der Spaltung entstandenen Olefingemische wurde eine Mischung von Aldehyden und Kohlenwasserstoffen hergestellt, die etwa 40 % Aldehyde und 6o % Paraffinkohlenwasserstoffe enthielt. Die vorhandenen Aldehyde besaßen eine mittlere C-Zahl von 15,8 und eine CO-Zahl von 47.
  • Von diesem Aldehydgemisch vermischte man So kg mit ioo kg Paraffinkohlenwasserstoffen, die aus früheren Ansätzen der gleichen Art nach der Abtrennung der erhaltenen Seifen gewonnen waren. Danach wurde das gesamte, i So kg umfassende Gemisch mit 5 kg kalzinierter Soda versetzt und in der aus Ausführungsbeispiel 3 ersichtlichen Weise mit Luft oxydiert. Aus dem erhaltenen Reaktionsprodukt konnte man nach Abtrennung der Paraffinkohlenwasserstoffe und Zerlegung der entstandenen Natronseifen freie Fettsäuren gewinnen. Man erhielt 23 kg rohe Fettsäuren, deren Säurezahl sich auf toi belief. Es handelte sich um Säuren der mittleren Molekülgröße C15,8, die in einer Konzentration von 91% vorlagen.
  • Ausführungsbeispiel 5 Durch Spaltung höherer Kohlenwasserstoffe wurde ein olefinhaltiges Dieselöl gewonnen, das nach der katalytischen Wassergasanlagerung ein Gemisch von Aldehyden und Paraffinkohlenwasserstoffen lieferte. Es enthielt etwa 481/o Aldehyde der Molekülgröße C12 bis C19 bei einer mittleren Molekülgröße von C14 und eine C O-Zahl von 63. Von diesem Aldehydgemisch wurden So kg mit ioo kg des erwähnten Spaltdieselöles verdünnt. Dieses Gemisch wurde nach Zusatz von 2,5 kg gebranntem Staubkalk bei Zimmertemperatur unter Lufteinleitung oxydiert. Hierbei stieg die Reaktionstemperatur allmählich bis auf annähernd 9o°. Bei Beendigung, der oxydativen Behandlung war der gesamte Kalk vollständig klar gelöst. Man erhielt ein dickflüssiges O1, das aus in Kohlenwasserstoffen gelösten Kalkseifen bestand. Diese Kohlenwasserstoff - Kalkseifen - Lösung ließ sich leicht mit etwa der drei- bis fünffachen Menge Wasser emulgieren und lieferte auf diese Weise ein vorzügliches Bohröl. Ausführungsbeispiel 6 Es wurden i5o kg des im Beispiel 5 verwendeten Gemisches aus Dieselöl und Spaltdieselölaldehyden nach Zusatz von 2,5 kg gebranntem Staubkalk durch Luftbehandlung oxydiert. Die Reaktionstemperatur wurde hierbei durch entsprechende Kühlung auf etwa q.0° gehalten. Nach Beendigung der oxydativen Behandlung war die C O-Zahl von 21 auf etwa i bis 2 gesunken, während die Neutralisationszahl von o auf 35 anstieg. Das Reaktionsprodukt wurde in seiner Gesamtheit mit 400 kg Aceton verdünnt. Die nachfolgende Filtration lieferte 27 kg trockene Kalkseife. Durch Zerlegung mit Mineralsäuren ergab sich hieraus ein Fettsäuregemisch, dessen Neutralisationszahl sich auf 241 belief. Bei einer mittleren C-Zahl von C14 handelte es sich um 99%ige Fettsäuren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Fettsäure-Metallverbindungen durch Oxydation von Aldehyden mit Sauerstoff oder freien Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von basischen Metallverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man höhermolekulare Aldehyde in Gegenwart von mindestens io%, zweckmäßig aber in Gegenwart von 300/0 oder mehr als 300111o, an bei den Arbeitsbedingungen flüssigen Iiohlenwasserstoffen unter gewöhnlicher oder bis zu ioo° erhöhter Temperatur in der angegebenen Weise zur Umsetzung bringt.
  2. 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dah man in eine IZischung von Aldehyden mit unter den jeweiligen Arbeitsbedingungen flüssigen hohlenwasserstoffen und feinverteilten, insbesondere pulverförmigen. festen basisch wirkenden Metallv erbindungen Luft oder andere sauerstoffhaltige Gase einrührt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vorn Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften NTr. 261 3$9, 29-172-t, 301 274; Liebigs Annalen, Bd. 187, S. 131 und 132; Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, 4.. Aufl., Bd. 1. S. 7 13.
DER111181D 1941-10-09 1941-10-09 Verfahren zur Herstellung von Fettsaeure-Metallverbindungen Expired DE766155C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950007C (de) * 1951-09-26 1956-10-04 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von ª‡-verzweigten gesaettigten Carbonsaeuren

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE261589C (de) *
DE301274C (de) *
DE294724C (de) *

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