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DE7504890U - Mischgarn - Google Patents

Mischgarn

Info

Publication number
DE7504890U
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
cotton
mixed yarn
silk
yarn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE7504890U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rudnick J & Co GmbH
Original Assignee
Rudnick J & Co GmbH
Publication date
Publication of DE7504890U publication Critical patent/DE7504890U/de
Expired legal-status Critical Current

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Landscapes

  • Woven Fabrics (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

DH. ING. K. Λ\ΊΤ KSTlJOKK S MC SVMKS !><> I.H.K.V.PKCHMANN sen WSMikhstlassk TKl.KKfIV ((»Hill (jll^iini UK. ING. U. HKHUKVS
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1G-46 086
Beschreibung
zu der Anmeldung
Josef Rudnick, 444 Fheine
Mischgarn
Die Neuerung betrifft ein Mischgarn mit Baumwolle.
Mischgarne aus Baumwolle und Wolle sowie verschiedenen Kunstfasern sind bekannt. Die daraus hergestellten Gewebe haben viele vorteilhafte Eigenschaften. Mischgewebe aus Baumwolle und Polyesterfasern werden für Hemden- und Blusenstoffe vielfach verwendet und vereinigen Vorteile der Bau^wolla und der Fasern in sich. Es ist jedoch sehr schwierig, derartigen Stoffen einen angenehmen, auch nach vielen Waschen nicht stark vergehenden Schimmer, insbes. Seidenschimmer, zu verleihen.
Es sind viele Versuche unternommen worden, Mischgarne und Mischgewebe oder -gestricke herzustellen, bei denen Weiche, Glanz und seidiges Aussehen neben den anderen erforderlichen Trageigenschaften in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Es zeigte sich aber, daß oftmals unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des Fasermaterials auftraten, deren ü arwindung unwirtschaftlich im Vergleich zu anderen Gemischen wäre, so daß man die Versuche abgebrochen hat,oder daß durch die Ungeschicklichkeit
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in der Wahl der Zusammensetzung nach Art und Menge bisher keine optimalen Ergebnisse erzielt werden konnten. So hatman beispielsweise Seidenfasern mit Polyester-oder anderen Kunststoff-Fasern vermischt, um ein seidiges Aussehen zu erzielen. Die aus derartigen Mischgarnen hergestellten Gewebe eigneten sich aber nicht für die Herstellung beispielsweise von Hemden, da die Atmungs- und Schweißaufsaugefähigkeit gegenüber anderen vergleichbaren Hemdenstoffen so stark reduziert war, daß von angenehmen Trageigenschaften nicht mehr gesprochen werden konnte.
Es würde an dieser Stelle zu weit führen, alle Mischgewebe hinsichtlich Art und Menge ihrer Zusammensetzung und ihrer wesentlichen Eigenschaften aufzuführen. Es ist lediglich festzustellen, daß hinreichend wohlfeil herzustellende Garne oder Gewebe mit seidenartigem Glanz, gutem Griff und einer solchen Weichheit, daß sie sich insbes. zur Herstellung von Hemden und Blusen eignen, und die ausreichend saugfähig, luftig und leicht sein können, sowie sich gleichmäßig einfärben lassen, bisher nicht hergestellt verden konnten.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen.
Diese Aufgabe ist neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß das eingangs genannte Mischgarn mit Baumwolle zu 50 bis 80 % aus Baumwollfasern mit einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 35 mm und zu 20 bis 50 % aus Seidenfasern einer mittleren Stapeifasßrlänge von etwa 50 mm besteht. Ein solches Mischgarn und ein daraus hergestelltes Gewebe vereinigt die angenehmen Trageigenschaften seiner Baumwolle und reir.er Seide mit guter Atmungs fähigkeit, Schweißauf Saugfähigkeit, Kühle, Weichheit und gutem Griff, wobei trotz des Seidenanteils das Garn preislich günstig hergestellt werden kann.
Eine Ausgestaltung der Neuerung sieht vor, daß das Mischgarn einen Anteil an Polyesterfasern aufweist. Ein solches Dreikomponenten-Mischgarn besteht zu etwa 55 bis 70% aus Baumwollfasern einer mittleren Stapelfaserlange von etwa 35 mm, zu etwa 15 bis 30 %
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aus Seidenfasern einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 50 mm sowie zu 15 bis 30 % aus Polyesterfasern von etwa 1,2 DEN einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 40 mm. Besonders günstig hat sich ein Mischgarn erwiesen, daß zu etwa 6Q % aus Baumwollfasern, zu etwa 20 % aus Seidenfasern und zu etwa 20 % aus Polyesterfasern besteht. Ein solches Mischgarn zeichnet sich durch hohe Knitterarmut aus.
Der Anteil der Baumwolle soll im allgemeinen den Anteil 3er Seide übersteigen. Ein Verhältnis von 4 : 1 kann eingehalten sein. Der Anteil der Naturfasern sollte beim Dreikomponenten-Garn etwa 70 % betragen. Als bevorzugte Baumwollart hat sich ägyptische Baumwolle erwiesen, weil sie besonders langfaserig ist. Aber auch andere langfaserige Baumwolle kann verwendet werden. Die Seidenstapelfasern können aus chinesischer Seide gewonnen werden.
Um ein gleichmäßiges Einfärben des Garns bzw. des daraus hergestellten Gewebes oder Gestricks zu erzielen, ist bei einer weiteren Ausgestaltung des neuerungsgemäßen Mischgarns vorgesehen, daß jede Komponente mit einer auf sie abgestimmten Färbelösung mit reinen (echten) Farbstoffen eingefärbt ist.
Schließlich sieht die Neuerung appretiertes oder ausgerüstetes Garn vor, wie es zu Geweben, insbes. Hemden- und Blusenstoffen, aber auch Stoffen für Kopftücher und Vorhänge oder dergl. verarbeitbar ist, das mit einer Schlichte aus löslicher Stärke (Solubeler-Stärke, Dextrin) Kartoffelstärke, tierischem Fett, insbes. Rindertalg oder anderem für Schlichte verwendbarem Fett, pflanzlichem Fett, insbes. Kokosfett oder dergl., antistatischen Zusätzen (Acrylharze) versehen ist.
Die Verarbeitung der Faserkomponenten zum Mischgarn kann auf konventionellen Vorrichtungen, wie sie insbes. für die Verarbeitung von Baumwollfasern üblich sind, vorgenommen werden, wobei jedoch mit geringeren Geschwindigkeiten zu arbeiten ist. So ist bei der Herstellung des Mischgarns eine Mischung aus Baumwoll und Seidenfasern sowie gegebenenfalls Eolyesterfasern der angegebenen Größen auf einer Baumwollkarde und anschließend auf einer Baumwollspinn-
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maschine bei einer etwa 40 % unter der für reine Baumwolle üblichen Geschwindigkeit zu kardieren und zu verspinnen. Beim Einfärben des Mischgarns werden die einzelnen Faserbestandteile mit auf sie besonders abgestimmten, an sich bekannten Färbelösungen, der Reihe nach eingefärbt, wobei zweckmäßigerweise der Faseranteil, der am leichtesten einfärbbar ist, zunächst eingefärbt wird. Das Garn wird nach dem Verspinnen und insbes. nach dem Färben zu Stoff verarbeitet, insbes. bei einer um bis zu 30 % unter der üblichen Geschwindigkeit für Baumwollgarn verwoben und dabei im Rahmen der Kettbaumherstellung mit einer Schlichte aus löslicher Stärke (Solubeler-Starke, Dextrin) Kartoffelstärke, tierischen Fetten, insbes. Rindertalg, pflanzlichen Fetten, insbes. Kokosfett und antistatischen Zusätzen mit einer etwa 20 % unter der für reine Baumwolle üblichen Geschwindigkeit, insbes. von etwa 50 m/min bei einer Temperatur von 85 bis 95 0C, vorzugsweise ca. 90 0C appretiert. Für die Kettbaumherstellung eignen sich die für das Aufbäumen von Baumwolle üblichen Vorrichtungen und -verfahren. Bevorzugt wird mit einer zylindrischen Appreturmaschine gearbeitet. Die Aufbereitung der Schlichte erfolgt durch etwa 30-minütiges Kochen bei etwa 120 0C.
Die angegebenen Zahlenwerte sind selbstverständlich nicht starre Werte sondern richten sich in üblicher Weise etwas nach der Zusammen setzung des Mischgarns und können vom Durchschnittsfachmann entsprechend eingestellt werden. Die Arbeitsgeschwindigkeit kann auch bis zu 70 % der üblichen Arbeitsgeschwindigkeit für die Verarbeitung von Baumwolle entsprechen. Das zwei- bzw. dreistufige Färben der Mischgarnkomponenten ist sowohl dann anzuwenden, wenn im Rahmen des Spinnens als auch dann, wenn im Rahmen des Webens gefärbt wird.
an sich Das Mischen der Garnkomponenten erfolgt in/konventioneller Weise, worauf sich ein Klopfen und Kämmen bzw. Kardieren anschließt.
Nach dem Spinnen und vor dem Weben oder anderweitigen Verarbeiten erfolgt das Bäumen bzw. die Kettbau^herstellung. Hier ist die Geschwindigkeit gegenüber der üblichen Bauiawollverarbeitungsgeschwindigkeit um etwa 20 % erniedrigt-
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Das neuerungsgemäße Garn und ein daraus hergestellter Stoff sind weich und glänzend und haben ein seidiges Aussehen. Das Einfärben läßt sich außerdordentlich gleichmäßig ausführen. Der Griti. eines Gewebes aus dem neuerungsgemaßen Garn unterscheidet sich angenehm vom Griff vergleichbarer Stoffe. Es läßt sich ein besonders geschmeidiges und glänzendes Gewebe erstellen. Auch sein Aussehen unterscheidet sich angenehm von den bekannten Geweben.
Ein neuerungsgemäßes Mischgarn aus drei Komponenten ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt, in der die Baumwollstapelfasern mit 1, die längeren Seidenstapelfasern mit 2 und die Polyesterstapelfasern mit 3 bezeichnet sind.
Die in den Ansprüchen angegebenen Werte für die mittleren Faserlängen sind bevor~.;gte Werte, die jedoch über oder unterschritten werden können.
Anspräche

Claims (6)

9. Juli 1975 SCHÜTZANSPRÜCHE
1. Mischgarn mit Baumwolle, dadurch gekennzeichnet, daß
es zu 50 bis 80 % aus Baumwollfasern (1) einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 35 mm und zu 20 bis 50 % aus Seidenfasern (2) einer mittleren StapeIfaserlange von etwa 50 mm besteht.
2. Mischgarn mit Baumwolle und Polyesterfasern, dadurch gekennzeichnet , daß es zu etwa 55 bis 70 % aus Baumwollfasern (1) einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 35 mm, zu etwa 15 bis 30 % aus Seidenfasern (2) einer mittleren StapeIfaserlänge von etwa 50 mm sowie zu etwa 15 bis 30 % aus PolytiSteLfasern (3) von etwa 1,2 DEN einer mittleren Stapelfaserlänge von etwa 40 mm besteht.
3. Mischgarn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es aus etwa 60 % Baumwollfasern (D1 etwa 20 % Seidenfasern (2) und etwa 20 % Polyesterfasern (3) besteht.
4. Mischgarn nach einem der Absprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß öle verwendeten Baumwoi!fasern (1) ägyptische Baumwolle sind.
5. Mischgarn nach einem der Ansprüche 1 bis 4, zeichnet durch eine homogene Farbe.
g e k e η η -
6. Mischgarn nach einem der Ansprüche 1 bis 5( dadurch gekennzeichnet , daß es geschlichtet und/oder antistatisch
ausgerüstet ist.
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DE7504890U Mischgarn Expired DE7504890U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7504890U true DE7504890U (de) 1975-10-30

Family

ID=1313127

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE7504890U Expired DE7504890U (de) Mischgarn

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE7504890U (de)

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