DE757038C - Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines SelengleichrichtersInfo
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- DE757038C DE757038C DEN44232D DEN0044232D DE757038C DE 757038 C DE757038 C DE 757038C DE N44232 D DEN44232 D DE N44232D DE N0044232 D DEN0044232 D DE N0044232D DE 757038 C DE757038 C DE 757038C
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- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D48/00—Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
- H10D48/01—Manufacture or treatment
- H10D48/04—Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
- H10D48/042—Preparation of foundation plates
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
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- H10D48/01—Manufacture or treatment
- H10D48/04—Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
- H10D48/043—Preliminary treatment of the selenium or tellurium, its application to foundation plates or the subsequent treatment of the combination
- H10D48/0431—Application of the selenium or tellurium to the foundation plate
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- H10P14/20—
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- H10P14/2923—
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- H10P14/3206—
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- H10P14/3402—
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- H10P14/36—
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- H10P14/3802—
Landscapes
- Physical Vapour Deposition (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
25. JANUAR 1954
25. JANUAR 1954
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 1102
N 44232 VlIIcI 21g
Hans Spieß, Reckenberg b. Pommelsbrunn
ist als Erfinder genannt worden
Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters
(Ges. v. 15. 7.51) Patenterteilung bekanntgemacht am 19. Oktober 19!44
Selentrockengleichrichter bestehen bekanntlich aus einer dünnen Selenschicht, die einerseits
auf eine dicke Metallschicht, die gleichzeitig als Durchlaßelektrode dient, autfgebracht
und auf die andererseits eine Schicht einer leichtscbmelzendeni Metallegierung aufgespritzt
ist. Der Sperreffekt zeigt sich an der letztgenannten Elektrode, so daß sie aiuch als
Sperrelektrodö bezeichnet wird. Es ist bereits bekannt, daß die Trägerelektrode aus Aluminium
gemacht wird. Dabei zeigen sich erhebliche Schwierigkeiten!, weil das Aluminum stets von einer Oxydhaut überzogen ist, die
die Leitfähigkeit sehr verringert. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist man auch dazu
übergegangen, in die Oxydschicht schwere Metallionen' einzuschießen, z. B. Wismut. Das
geschieht meist im Vakuum mittels Kathodenzerstäubung oder ähnlicher Verfahren.
Der Erfindung liegt folgender Gedankengang zugrunde. Eis wird die bisher als Trägerund
zugleich als Durchlaßelektode dienende Metallplatte gewissermaßen in zwei Teile zerlegt.
Der Träger, der an sich mit der Gleich-
richtung nichts zu tun hat, kann aus irgendeinem guten Leiter hergestellt werden. Der
eigentliche Gleichrichter besteht dann nur noch, aus einem dünnen System, nämlich aus
einer hauchdünnen Durchlaßelektrode, dem Selen und der ebenfalls sehr dünnen Sperrelektrode.
Dieses Gebilde wird nun auf der einen oder anderen Seite mit einem tragenden und zwecklich entsprechend stark gewählten
ίο leitenden Organ verbunden.
Als Durchlaßelektrode wird Kohlenstoff gewählt. Kohlenstoff für diesen Zweck bei Selen
zu verwenden, ist bereits bekannt. Ebenso ist bekannt, daß an Stelle des mit einem Nickelüberzug
versehenen Eisenträgers bei Selengleichrichtern ein Überzug aus Kohlenstoff nach ähnlichen Verfahren, wie sie in der
Metallvergütung üblich sind, angebracht wird. Da Kohlenstoff jedoch nicht elastisch ist wie
die Metalle, so sind1 die Verfahren schwierig und kostspielig durchzuführen, und die
Schichten haften nicht gut.
Die Erfindung meistert aber diese Schwierigkeiten und Nachteile. Nach der Erfindung
werden Selengleichrichter mit sehr dünner Graphitschicht als Durchlaßeilektrode zwischen
Selenschicht und Trägermetall so hergestellt, daß amorphes Selen mit der Graphitschicht
und gleichzeitig die Graphitschicht mit dem go Trägermetall durch so starken1 Druck aneinander
befestigt werden, daß auf dem Trägermetall vorher z. B. mittels Sandbestrahlung erzeugte Zacken sich verformen und die Graphitteilchen
festklemmen und daß gleichzeitig eine gegebenenfalls auf dem Trägermetall vorhandene
Oxydhaut durchbrochen wird> worauf in bekannter Weise eine Wärmebehandlung
und die Aufbringung der lockerer als die Durchlaßelektrode haftenden Sperrelektrode
erfolgt.
An einem Beispiel sei dies erläutert: Da Graphit nicht ohne weiteres am Trägermetall
haftet, während die Haftung zwischen Selen und Graphit sehr gut ist, werden die zur Verwendung gelangenden Trägermetallplatten mittels Sandbestrahlung mit vielen,
kleinen scharfkantigen Zacken versehen. Darauf wird Graphit in Form feinster Schuppen
aufgespritzt. Als Flüssigkeit dient beispielsweise Alkohol, der durch Erwärmung verdunstet.
Die Graphitschuppen dürfen nur so dicht sein, daß die zackige. Fläche gerade
bedeckt ist und nicht mehr als zwei Schuppen übereinanderliegen. Nur dann ist eine gute
Haftung aller Teile gewährleistet. Auf die so vorbereiteten Platten, auf denen der Kohlenstoff
nur ganz lose und locker aufliegt, wird nun amorphes Selen mit einem Druck von etwa ι bis 6 t/cm2 bei einer Temperatur, die
850 C nicht überschreitet, aufgepreßt. Das
Selen befindet sich dabei stets in amorpher Form und fließt zu einem dünnen Häutchen
aus. Unter dem Druck verbiegen sich die kleinen Zacken und klemmen den Graphit
fest. Gleichzeitig wird durch das Verbiegen die beispielsweise bei Anwendung von Aluminium
vorhandene Oxydhaut zerrissen und, da keine Luft mehr zutreten kann, der elektrische
Kontakt gesichert. Anschließend wird das Selen einer Wärmebehandlung unterzogen,
damit es in eine leitfähige Form übergeht.
Die Sperrelektrode wird nach bekannten Verfahren aufgebracht. Es kanu beispielsweise
Graphit oder auch ein Metall, das bei der Betriebstemperatur des Gleichrichters kein Selenid bildet, verwendet werden. Es
können benutzt werden Zinn, Kadmium, Zink, Aluminium, Eisen, Nickel usw. oder die
Legierungen dieser Metalle, nicht aber Wismut, Kupfer oder die Alkali- und/oder Erdalkalimetalle.
Auch muß die Forderung erhoben werden, daß die Sperrelektrode unter
allen Umständen loser und lockerer haftet als die Durchlaßelektrode.
Die so hergestellten Gleichrichter zeichnen sich dadurch aus, daß die Alterung günstiger
verläuft, da sich an der Durchlaßelektrode keine Selenide bilden können. Durch den geringen
Ausdehnungskoeffizienten des Graph its treten keine Nachteile bei der Erwärmung
auf. Vor allem jedoch ermöglicht es dieses Verfahren, einen Selengleichrichter in
vollkommener Leichtmetallbauweise herzustellen, wodurch er billiger und leichter wird.
Der schädlichen Wärmebildung wird durch die gute Leitfähigkeit der wahlweise zur Verwendung
gelangenden Metalle erfolgreich entgegengetreten.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters mit sehr dünner Graphitschicht als Durchlaßelektrode zwischen Selenschicht und Trägermetall, dadurch gekennzeichnet, daß amorphes Selen mit der Graphitschicht und gleichzeitig die Graphitschicht mit dem Trägermetall no durch so starken Druck aneinander l>efestigt werden, daß auf dem Trägermetall vorher, z. B. mittels Sandbestrahlung erzeugte Zacken sich verformen und die Graphitteilchen festklemmen und daß gleichzeitig eine gegebenenfalls auf dem Trägermetall vorhandene Oxydhaut durchbrochen wird, worauf in bekannter Weise eine Wärmebehandlung und die Aufbringung der lockerer als die Durchlaßelektrode haftenden Sperrelektrode erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgesehene Graphitschicht so dünn geiwählt wird, daß ein und dieselben Graphitteilchen sowohl •im Selen als auch im Trägermetall haften und so das Ganze zusammenhalten.
- 3. Verfahreini nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Aufspritzen des Graphits auf das Trägermetall verwendete Verdünnungsmittel durch Anwendung von Wärme verflüchtigt wird.5702 1.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN44232D DE757038C (de) | 1940-10-09 | 1940-10-10 | Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN0044232 | 1940-10-09 | ||
| DEN44232D DE757038C (de) | 1940-10-09 | 1940-10-10 | Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE757038C true DE757038C (de) | 1954-01-25 |
Family
ID=25989234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN44232D Expired DE757038C (de) | 1940-10-09 | 1940-10-10 | Verfahren zur Herstellung eines Selengleichrichters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE757038C (de) |
-
1940
- 1940-10-10 DE DEN44232D patent/DE757038C/de not_active Expired
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