DE7424758U - Schaumstoff sitz Anim Dunlopillo GmbH, 6450 Hanau - Google Patents
Schaumstoff sitz Anim Dunlopillo GmbH, 6450 HanauInfo
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- Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)
Description
MANITZ, FINSTERWALD & GRÄMKOW
München, den P/th - D 2023
DüNLOPHiLO GMBH
64-5 Hanau, Postfach 129
64-5 Hanau, Postfach 129
Schaumstoffsitz
Die Erfindung betrifft einen Schaumstoffsitz.
Mit Schaumstoff gepolsterte Sitze für Sitzmöbel, Fahrzeugsitze, Flugzeugsitze oder andere Sitzgelegenheiten sollen
möglichst auch nach längerer Zeit nicht zu einer Ermüdung oder gar zn einer Schädigung des Knochenskelettes "bei einem
Insassen führen. Weiterhin sollte der Sitz auch derart ausgebildet sein, daß der Blutkreislauf nicht behindert oder
gar abgeschnürt wird. Bei reinen Vollpolstern aus Schaumstoff sind diese Anforderungen nur schwierig zu erfüllen.
Es ist bekannt, daß bei Schaumstoffpolstern das Polster sowohl das Gesäß als auch die Oberschenkel meistens in einer
Weise umschließt und sich verhältnismäßig eng an die mit dem Polster in Berührung befindlichen Körperteile anlegt, wobei
der Schaumstoff in unmittelbarer Nähe des Körpers der darauf
β MÖNCHEN 33. ROBE RT-KOCH-STR ASSE I 7 STUTTCART 80 (BAD CANNSTATT) MÖNCHEN. KONTO-NUMMER 7370
• ·
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sitzenden Person so stark zusammengedrückt wird, daß die
Porosität stark verändert wird und damit die Durchlüftung beeinträchtigt wird. Dies führt häufig dazu, daß der Bitzinsasse nach einiger Zeit zu schwitzen beginnt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schaumstoffsitz
zu schaffen, der so auegebildet ist, daß er auch bei sehr langem Sitzen eine körpergerechte Haltung dee Sitzinsassen
und zugleich eine gute Wärmeabführung aus dem Bereich der Sitzfläche gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß in einem im wesentlichen vollständig aus Schaumstoff aufgebauten
Sitzpolster im Bereich unterhalb der Sitzfläche eine starre Einlage vorgesehen ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Aueführungeformen des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der erfindungsgemäße Schaumstoffsitz weist den wesentlichen
Vorteil auf, daß in dem Sitzpolster eine derartige Verteilung des Sitzdruckes erreicht wird, daß einerseits eine angenehme
und körpergerechte Unterstützung der GesaßteiIe und/oder
Oberschenkel gewährleistet ist und daß zugleich ein übermäßiges Komprimieren des Schaumstoffes im Bereich der mit dem Polster
in Berührung stehenden Körperteile- vermieden ist. Dies, führt
zu der vorteilhaften Wirkung, daß bei körpergerechter und angenehmer Abstützung des Skelettes das Körpergewicht in der
Weise abgefangen wird, daß.zwar ein angenehmes Gefühl einer weichen Polsterung zustandekommt, daß jedoch durch eine ausreichende
Porosität zugleich für eine gute Belüftung gesorgt wird, so daß auch bei hoher Außentemperatur- keine unangenehme
Überhitzung auftreten kann.
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Ein weiterer Vorteil gemäß der Erfindung besteht darin, daß
ein zu tiefes Einsinken in das Polster vermieden wird, so daß eine klarer definierte Sitzposition erreichbar wird,
die insbesondere bei Fahrzeugsitzen oder Flugzeugsitzen wesentlich angenehmer ist als eine in Seite&richtung zu
weiche Abstützung des Körpers.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigen:
Fig. 1 einen Aufriß eines erfindungsgemäßen SchaumetoffSitzes
in schematischer Darstellung,
Fig. 2 eine Ausführungeform der starren Einlage gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Aufriß einer Ausführungsform gemäß der Erfindung
in schematischer Darstellung und
Fig. 4- einen Grundriß eines erfindungsgemäßen Schaumstoffsitzes
in schematischer Darstellung·
Fig. 1 zeigt rein schematisch ein Sitzpolster 2, bei
welchem unterhalb der Sitzfläche eine starre Einlage 1 angeordnet ist, die in der Fig. 1 als gestrichelte Linie dargestellt
ist. Die starre Einlage Λ ist seitlich jeweils &n Befestigungen
punkten 5 angebracht. Die Einlage 1 erstreckt eich unterhalb
des Sitzspiegels 7 ebenso wie unterhalb der seitlichen Wülste 6. Im Bereich des Sitzspiegols 7 beträgt der Abstand der
starren Einlage 1 von der Oberfläche des Sitzes etwa zehn bis siebzig Millimeter. Das Schaumetoffpolster selbst kann beispielsweise
aus Polyurethaneohaum oder Latexechaum bestehen,
in welches die starre Einlage 1 eingebettet ist. Die starre Einlage kann aus Metall oder einem Hartplastik bestehen, vorzugsweise
besteht sie aus Stahldraht, der einen Durchmesser
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ein
von etwa /ί bis fünf Millimeter aufweist. Ebenso kann jedoch
auch als starre Einlage 1 ein Lochblech verwendet werden oder ein Vierkantstahl.
In der Fig. 2 ist eine abgewandelte Ausführungsform der
starren Einlage Ί dargestellt, die in dieser Ausführungsform aus gewellten Drähten 3 gebildet ist. Die gewellten Drähte 3
bilden gemäß ^ ig. 2 ein Netzwerk. Durch die gewellte-Ausbildung
der Drähte läßt sich die starre Einlage 1 besonders leicht im Schaumstoff verankern. Weiterhin wird durch die gewellten
Drähte 3 der Sitzdruck eines Sitzinsassen auf eine verhältnismäßig große Fläche verteilt. Die starre Einlage 1 liegt zweckmäßigerweise
etwa zehn bis siebzig Millimeter unter der Oberfläche des Sitzes und kann direkt in der Font miteingeschäumt
werden. Es läßt sich auch vor allem bei Zuschnitt-Seilen die Einlage in den Sitz einkleben. Wenn der Sitz durch, einen Insassen
belastet wird, bei welchem sine starre Einlage Λ vorhanden
ist, so gibt die Sitzfläche im wesentliche» geschlossen nach. An den Sitzhöckern, die bei einem Erwachsenen im wesentlichen
unabhängig von seiner Größe und Konstitution etwa 300 mm voneinander entfernt sind, entsteht ein bestimmter spürbarer
Sitzdruck, der einerseits eine definierte Abstützung des Skelettes mit sich bringt und andererseits ein zu tiefes Einsinken
der übrigen Körperteile im Bereich des Gesäßes verhindert. Dadurch entsteht ein angenehmes Sitzgefühl.
Weiterhin ermöglichen die Drähte 3 (siehe Fig. 2) ein einfaches
Abheften des Bezuges 4, wie es in den Fig. -3 und 4- dargestellt
ist. Wie aus der Zeichnung leicht ersichtlich ist, kann nämlich der Bezug 4 an den Drähten 3 angeheftet und an der Befestigungsstelle 5 gemeinsam mit den Drähten der Einlage 1 befestigt
werden.
Wie die Fig. 4 zeigt, in welcher ein ßitz mit einem Wulst 6
dargestellt ist, der um den Sitzspiegel 7 herumgeführt ist,
können bei einer solchen Sitzanordnung die Umfangedrähte β der
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starren Einlage 1 so gelegt sein, daß sie in Einkerbungen entlang den Rändern des Wulstes 6 laufen und an diesen Stellen
das Abheften des Bezuges ermöglichen.
Grundsätzlich kann die starre Einlage 1 auch in der Rückenlehne eines Sitzes eingearbeitet sein, natürlich können auch jegliche
andere Polster mit einer starren Einlage Λ gemäß der Erfindung ausgestattet sein, da die Anwendung dieser Maßnahme nicht auf
die Sitzfläche beschränkt ist.
Durch geeignete Wahl der Abstände zwischen der Oberfläche des Sitzes und der starren Einlage sowie durch entsprechende Ausbildung
und Dimensionierung der erfindungsgemäßen Einlage kann die Druckverteilung im Sitzpolster in der Weise beeinflußt
werden, daß sie den jeweiligen Gewichtsbelastungen angepaßt ist.
Die erfindungsgemäße Einlage dient somit im wesentlichen als eitzdruckverteilendes Element, wobei die Sitzdruckverteilungscharakteristik
den jeweiligen Anwendungebedingungen und den entsprechenden Belastungen leicht anzupassen ist.
- Schutzansprüche -
Claims (12)
1. Schaumstoffsitz, dadurch gekennz eichnet,
daß in einem im wesentlichen vollständig aus Schaumstoff aufgebauten Sitzpolster (2) im Bereich unterhalb der
Sitzfläche eine/starre Einlage Vi) vorgesehen ist.
2. Schaumstoffsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der starren Einlage (1)
dem Umriß der Sitzfläche entsprechend ausgebildet ist.
3. Schaumstoffsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e η η
zeichnet, daß die starre Einlage (1) etwa zehn
bis siebzig Millimeter unter der Sitzfläche angeordnet ist.
4. Schaumstoff sitz nach .einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die starre Einlage (Ί) in due Sitzpolster eingeschäumt ist.
5. Schaumstoffsitζ nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die starre Einlage (1) in das Sitzpolster eingeklebt ist.
6. Schaumstoffsitz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennz eichnet, daß die.starre Einlage (1) aus einem Drahtnetz besteht.
7„ Schaumstoffsitz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß.die Drähte des Drahtnetzes wellenförmig ausgebildet sind»
8. Schaumstoffsitz nach einem der Ansprüche 6 oder 7Ί dadurch
gekennz eichnet, daß das Drahtnetz aus Stahldrähten besteht.
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9. Schaumstoffsitz nach einem der Ansprüche 6 bis β, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drähte einen Abstand von etwa dreißig bis sechzig Millimeter voneinander aufweisen.
10. Schaumstoffsitz nach einem der Ansprüche 6 bis 9» dadurch
gekennz eichnet, daß die Drähte einen Durchmesser von etwa einem bis fünf Millimeter aufweisen.
11. Schaumstoff sitz nach einem der Ansprüche i bie 5» dadurch
gekennzeichnet, daß die starre Einlage (1) aus einem Lochblech besteht.
12. Schaumstoffsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 5« dadurch
gekennz eichnet, daß die starre Einlage (1) aus einem Flastikmaterial besteht.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7424758U true DE7424758U (de) | 1974-12-12 |
Family
ID=1307233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7424758U Expired DE7424758U (de) | Schaumstoff sitz Anim Dunlopillo GmbH, 6450 Hanau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7424758U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19823579A1 (de) * | 1998-05-27 | 1999-12-02 | Georg Sperber | Sitz- und Liegeunterlage |
-
0
- DE DE7424758U patent/DE7424758U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19823579A1 (de) * | 1998-05-27 | 1999-12-02 | Georg Sperber | Sitz- und Liegeunterlage |
| DE19823579C2 (de) * | 1998-05-27 | 2001-01-25 | Georg Sperber | Sitz- oder Liegeunterlage |
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