DE7419070U - Verpackungsbehälter mit Sicherheitsverschluß - Google Patents
Verpackungsbehälter mit SicherheitsverschlußInfo
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Description
Schmafbach-Lubeca GmbH Braunschweig, den 30.5.1974
t41/Gl/Mü
Verpackungsbehälter mit Sicherheitsverschluß
Die Neuerung bezieht sich auf einen Verpackungsbehälter mit einem vornehmlich zweiteiligen Sicherheitsverschluß/
dessen öffnung durch Drehen eines äußeren Verschlußbauteiles bei gleichzeitiger Drehfixierung eines an sich
drehbaren aber in Axialrichtung fixierten, inneren Verschlußbauteiles erfolgt.
Derartige Verpackungsbehälter sind an sich bekannt.
Die hier in Rede stehenden Sicherheitsverschlüsse haben dabei die Aufgabe, ihre Öffnungsfunktion bzw.-handhabung
so zu komplizieren, daß sie von Kindern nicht unbefugt durchgeführt werden kann. Das Einsatzgebiet derartiger
Verpackungsbehälter liegt daher insbesondere dort, wo Füllgüter verpackt und transportiert werden sollen, die
nur mit aller Sorgfalt und Vorsicht gehandhabt werden dürfen, wie beispielsweise ätzende Stoffe, giftige
Flüssigkeiten o. dgl, und die mit ausreichender Sicherheit dem Zugriff von Kindern entzogen werden sollen,
auch wenn der Verpackungsbehälter wider Erwarten einmal in den Bereich von Kindern kommt.
Unter den mannigfaltigen Systemen der sogenannten "kindersicheren" Verschlüsse ist der eingangs genannte
Verschluß hervorzuheben, der bei relativ einfacher konstruktiver Ausgestaltung eine gute Sicherheit vor
der Betätigung durch Kinder aufweist und dennoch für Erwachsene leicht zu bedienen ist. Wie bereits angedeutet,
dreht es sich bei diesem Verschluß darum, daß dieser aus zwei Bauteilen besteht, von denen einer auf den
Hals oder die Mündung des eigentlichen Verpackungsbehälters axial bewegungsfixiert, jedoch drehbeweglich
angeordnet y und das andere Bauteil mit ersterem verschraubbar
ist und gewissermaßen eine Verschlußkappe bildet. Ein Abnehmen bzw. Aufdrehen der Kappe aus
der Endstellung kann nur erfolgen, wenn das innere Bauteil gleichzeitig festgehalten wird.
Es hat sich nun herausgestellt, daß bei Verwendung bzw. beim Einsatz von elastischen Verpackungsbehältern,
beispielsweise solchen aus Kunststoff, die Sicherheitsfunktion s&r leicht in Frage gestellt werden kann. Es
hat sich nämlich gezeigt, daß die Bedienungsperson bei der Vornahme der Öffnung in der Regel den Behälterkörper
zu fest hält und damit sehr leicht eine Verformung (infolge der Werkstoffelastizität) hervorruft,
die sich in den oberen Bereich des Behälters fortsetzt und hier die Drehbeweglichkeit des in axialer Richtung
fixierten Verschlußbauteiles aufhebt. Das geschieht einmal durch eine Verformung des Verpackungsbehälters
in ovalen Querschnitt, die zu einein Kraftschluß mit dem axial fixierten Verschlußbauteil führt, sowie durch
Pressung von Wandungsbereichen des Verpackungsbehälters infolge elastischer Verformung gegen Kanten besagten
Verschlußbauteiles. Die Folge davon ist, daß auf diese Weise das äußere kappenartige Verschlußbauteil abgenommen
bzw. abgedreht werden kann, ohne daß das andere Bauteil festgehalten werden muß. Damit ergibt sich, daß
das eigentliche Sicherheitssystem aufgehoben ist.
Es wird davon auszugehen sein, daß auch Kinder in der Lage sind, diesen vorgeschilderten Effekt hervorzurufen.
Aufgabe der Neuerung ist es, hier Abhilfe zu schaffen. Es ist anzustreben, einen Verpackungsbehälter der
eingangs charakterisierten Art zu schaffen, der auch bei elastischen Verpackungsbehältern voll Einsatz
findet, ohne daß die beabsichtige Sicherheitsfunktion, also im Falle des vorliegenden Verschlusses die
Drehbarkeit des in axialer Bewegungsrichtung fixierten VerschlußbauteileSj in anderer Weise als durc-h Festhalten
aufgehoben wird.
Diese Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, daß der Behälterrumpf im Bereich unterhalb seiner
Verschlußanordnung einen federfähigen, Formänderungen, z.B. infolge Druckbeanspruchungen,aufnehmenden Wandungsteil
aufweist. Dieser Wandungsteil ist in der Lage, einen Kraftfluß in Richtung auf den inneren Verschlußbauteil
zu unterbrechen. Eine Beeinflussung seitens der Behälterwandung, sei es durch Verklemmung infolge
Querschnittsverformung bei Druck auf den Behälter, sei es durch kraftschlüssige Verbindung von Wandungsteilen
mit Kanten des inneren Verschlußbauteiles, kann nicht mehr erfolgen.
Das federfähige Wandungsteil gemäß der Neuerung hat darüber hinaus noch den weiteren Vorteil, daß es in
der Lage ist, auch die Druckbelastungen beim Aufbringen des inneren Verschlußbauteiles aufzufangen und damit
den Verpackungsbehälter in sich widerstandsfähiger zu machen, so daß dieser unter Umständen hinsichtlich
seiner Wandungsstärke noch vermindert werden kann.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Neuerung besteht das federnde Wandungsteil aus einer konzentrischen Sicke.
Dieses Element ist im Rahmen des Heistellungsverfahrens
des Verpackungsbehälters relativ einfach herzustellen.
Ein weiteres Merkmal der Neuerung besteht darin, daß die Sicke parabelförmigen Querschnitt aufweist. Diese
Form ist für das Federungsverhalten besonders vorteilhaft, Zweckmäßigerweise weist die Sicke eine Tiefe auf/ die
etwa ihrer Breite entspricht.
Bei Verpackungsbehältern, deren zu verschließende Mündung am stirnseitigen Ende eines halsartigen Teiles
liegt, der über eine gegebenenfalls schräg abfallende
Schulter in den Behälterrumpf übergeht, hat sich als besonders zweckmäßig herausgestellt, die Sicke im
Ubergangsbereich zwischen Schulter und Rumpf bzw.
unmittelbar unter dieser anzuordnen.
Die Neuerung wird anhand eines Ausführungsbeispieles,
das in der Zeichnung dargestellt ist, im folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 den oberen Teil eines Verpackungsbehälters gemäß der Neuerung mit aufgesetztem Sicherheitsverschluß
Figur 2 in stark vergrößerter und geschnittener Darstellung eine Einzelheit des Verpackungsbehälters
gemäß der Neuerung im unteren Bereich des Sicherheitsverschlusses
Figur 3 in stark vergrößerter und geschnittener Darstellung eine Einzelheit des Verpackungsbehälters
im unteren Bereich des Sicherheitsverschlusses mit bisheriger Ausgestaltung des Behälterrumpfes
Der Behälterhals 1 eines im vorliegenden Ausführungsbeispiel ,vorzugsvi_ise zylindrisch ausgebildeten Verpackungsbehältern
2 aus Kunststoff,weist stirnseitig die zu verschließende Behälteröffnung 3 auf. Im tibergangsbereich
in die Schulter 5 besitzt der Hals 1 eine konzentrische Einschnürung 4. Hals 2 und Schulter
sind im Ausführungsbeispiel konisch bzw. schräg verlaufend gestaltet.
An die Schulter 5 schließt sich im Übergangsbereich in den eigentlichen Behälterkörper 2, wie sich aus
den Figuren 1 und 2 ergibt, ein federfähiges Wandungsteil in Form einer konzentrischen Sicke 6 an. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn besagte Sicke 6 parabelförmigen Querschnitt aufweist und eine Tiefe besitzt, die etwa
ihrer Breite entspricht.
Der Sicherheitsverschluß besteht, wie sich ebenfalls aus
den Figuren der Zeichnung klar entnehmen läßt, aus einem inneren Verschlußbauteil 7, welches vermittels
einer ringförmigen Wulst 8 in die Nut 4 einrastend auf den Behälterhals 1 derart aufgesetzt ist, daß es zwar
drehbeweglich, aber in Axialrichtung fixiert ist. Der in den Bereich der Mündung 3 sich erstreckende Wandungsteil
des inneren Verschlußbauteiles 7 weist auf seiner äußeren Seite ein Gewinde (nicht dargestellt) auf,
welches mit einem Innengewinde (ebenfalls nicht dargestellt) eines äußeren Verschlußbauteiles 9 korrespondiert,
welches kappenförmig ausgebildet ist und die eigentliche Verschlußfunktion übernimmt. Weitere konstruktive Einzelheiten
brauchen hier im Detail nicht angeführt zu werden, da der Verschluß an sich zum einen bekannt ist, zum
anderen die hier vorliegende Beschreibung für die Neuerung ausreichend ist.
Zusammenfassend ist der vorstehend beschriebene, an
sich bekannte Sicherheitsverschluß derart zu charakterisieren, daß er aus zwei Bauteilen besteht, deren
inneres 7 auf dem Behälterhals in Axialrichtung fixiert aber drehbar angeordnet ist und mit einem äußeren
Verschlußbauteil 9 in Form einer Kappe korrespondiert, die nur dann abgenommen werden kann, wenn man das
innere Verschlußbauteil 7 an seiner Drehbewegung hindert, also festhält, was zweckmäßigerweise im
vorliegenden Ausführungsbeispiel an dem Bund 7' erfolgen
wird.
Zum Öffnen des Verpackungsbehälters wird im allgemeinen
der Behälter am Rumpf 2 erfaßt. Die in der Regel sehr dünne Wandung bei Kunststoffbehältern bewirkt hierbei
sehr schnell eine Formänderung des Behälterkörpers, was leicht zur Folge hat, daß das innere Verschlußbauteil 7,
welches axial fixiert,aber drehbar auf dem Behälterhals angeordnet ist, in seiner Drehbewegung gehindert wird
und damit die beabsichtigte, eigentliche Funktion des Sicherheitsverschlusses in Frage stellt. Die durch das
Erfassen des Behälterrumpfes 2 erzeugte Druckbeanspruchung setzt sich in der Regel in eine Änderung des
Querschnittes um, die eine Verklemmung des Ringes 7 am Rumpf mit sich bringt und/oder eine Formänderung des
Körpers an sich bewirkt, wie in der Figur 3 dargestellt ist, bei der die Wandung der Schulter 5 in die gestrichelte
Lage übergeht und dabei gegen die innere Kante des inneren Verschlußbauteiles 7 drückt und dabei deren
Drehmöglichkeit behindert.
Durch die federfähige Sicke 6, wie sie bei der Ausführungsform
gemäß Figur 1 und 2 der Zeichnung gezeigt ist, wird nun die vorerwähnte Druckbeanspruchung aufge-
— I ..
fangen. Es nimmt dabei beispielsweise die Sicke eine Stellung 61 ein, wie sie durch die gestrichelte
Darstellung in Figur 2 wiedergegeben ist. Es zeigt sich in Verbindung damit, daß die Schulter 5 keinerlei
Kontakt zu dem inneren Bauteil 7 im Sinne einer Behinderung iher Drehbewegung findet. Der so gekennzeichnete
Verpackungsbehälter kann also praktisch jeder in der Praxis auftretenden Druckbelastung
ausgesetzt werden, die in jedem Falle durch die Sicke 6 abgefangen wird, indem diese ihre Lage und
Gestalt verändert.
741S07012.9.74
Claims (5)
1. Verpackungsbehälter, insbesondere aus Kunststoff, mit einem vornehmlich zweiteiligen Sicherheitsverschluß, dessen öffnung durch Drehen eines
äußeren Verschlußbauteiles bei gleichzeitiger Drehfixierung eines an sich drehbaren, aber in
Axialrichtung fixierten inneren Verschlußbauteiles erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälterrumpf (2) im Bereich unterhalb seiner Verschlußanordnung einen federfähigen,
Formänderungen, z.B. infolge Druckbeanspruchungen, aufnehmenden Wandungsteil (6) aufweist.
2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennze ichnet, daß das federnde
Wandungsteil (6) aus einer konzentrischen Sicke besteht.
3. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke (6) parabeiförmigen Querschnitt aufweist.
4. Verpackungsbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke (6) eine
Tiefe aufweist, die etwa ihrer Breite entspricht.
5. Verpackungsbehälter, dessen zu verschließende Mündung am stirnseitigen Ende eines halsartigen
Teiles liegt, der über eine gegebenenfalls schräg abfallende Schulter in den Behälterrumpf übergeht,
nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicke (6) im Ubergangsbereich zwischen
Schulter (5) und Rumpf (2) bzw. unmittelbar unt. dieser angeordnet ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7419070U true DE7419070U (de) | 1974-09-12 |
Family
ID=1305798
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7419070U Expired DE7419070U (de) | Verpackungsbehälter mit Sicherheitsverschluß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7419070U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3818475A1 (de) * | 1988-05-31 | 1989-12-21 | Hans Heinlein | Verschluss fuer einen flaschenartigen behaelter, insbesondere fuer operationspuelwasser od. dgl. |
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- DE DE7419070U patent/DE7419070U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3818475A1 (de) * | 1988-05-31 | 1989-12-21 | Hans Heinlein | Verschluss fuer einen flaschenartigen behaelter, insbesondere fuer operationspuelwasser od. dgl. |
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