DE7411059U - Wärmeisoliertes Leitungsrohr - Google Patents
Wärmeisoliertes LeitungsrohrInfo
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Description
Kabel- und Metallwerk Gutehoffnungshütte AktiengesiIschaft
I-I322
27. März 197*»
Die Neuerung betrifft ein wärmeisoliertes Leitungsrohr aus zwei
koaxialen längsnahtgeschweißten und gewellten Metallrohren, zwischen denen eine wärmeisolierende Schicht angeordnet ist, zum
Transport erwärmter, flüssiger oder gasförmiger Medien.
Es ist ein wärmeisoliertes Leitungsrohr zur Verlegung in Erde oder auch außerhalb der Erde und zur Leitung von vorzugsweise
gegenüber der Umgebung erwärmten Gasen oder Flüssigkeiten bekannt, welches aus zwei im wesentlichen koaxial zueinander verlaufenden
metallischen Rohren mit schrauben- oder balgenförmiger Wellung besteht, von denen das Innenrohr als die eigentliche Leitung
dient und zwischen denen sich eine vorwiegend aus Schaumstoff bestehende thermisch isolierende Schicht befindet. Die besonderen
Vorteile dieses Leitungsrohres sind darin zu sehen, daß es kontinuierlich in großen Längen hergestellt und wie ein elektrisches
Kabel auf Trommeln in abgemessener Länge versandt werden kann. Die thermische Isolierung auf der Baustelle entfällt, ebenso wie
die Verbindungsstellen. Der· für etwaige Kanäle erforderliche Aufwand
wird mindestens stark vermindert. Unter günstigen Umständen kann auf Kanäle ganz verzichtet werden und die bei der Verlegung
von elektrischen Erdkabeln bekannte Technik angewendet werden. Die thermisch bedingten Längenänderungen brauchen weder beim Aufbau
der Leitung in der Schichtenfolge noch bei der Verlegung berücksichtigt
zu werden, weil die Wellung der Rohre diese in sich selbst ausgleicht. Auch ist die Behinderung durch hohen Grundwasserstand
zumindest stark vermindert, weil das Wasser nicht in die Isolierung selbst eindringen kann (DOS 1 525 6^8).
Nachteilig bei dieser Rohrkonstruktion wirkt sich aus, daß die Polyurethanschaumstoffisolierung lediglich Temperaturen bis
maximal 130 aushält.
Der Neuerung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, ein wärmeisoliertes
Leitungsrohr anzugeben, welches geeignet ist, Medien von wesentlich mehr als 13O C zu transportieren.
Diese Aufgabe wird bei einem Leitungsrohr der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß die wärmeisolierende Schicht aus einer
Mineralfaserdrahtnetzmatte besteht Diese Mineralfaserdrahtnetzmatten
halten Temperaturen bis zu 1.0^0 Caus und sind so flexibel,
daß sie um das Innenrohr herumgewickelt bzw. herumgefaltet werden können. Als besonders zweckmäßig hat es sich dabei erwiesen, die
Mineralfaserdrahtnetzmatte längseinlaufend mit sich berührenden
Bandkanten um das Innenrohr herumzulegen und mit einem temperaturbeständigen Band wendelförmig zu umwickeln. Zu einer besonders
günstigen Konstruktion gdangt man, wenn man ein Band aus einem
Metall, vorzugsweise aus Aluminium, verwendet. Dieses Metallband wirkt dann noch als Strahlungsschutz und erhöht dabei die Isolierwirkung.
Will man das wärmeisolierte Leitungsrohr zur Fortleitung von Medien verwenden, die unter einem erhöhten Druck stehen, ist
es zweckmäßig auf das Innenrohr eine Drahtarmierung mit großem Schlag aufzubringen. Diese Drahtarmierung soll verhindern, daß
sich das Wellrohr infolge des erhöhten Innendruckes längt. Infolge der großen Schlaglänge ziehen sich die Drähte nach Art
eines "Nürnberger Strumpfes" fest auf die Oberfläche des Innenrohres,
wenn dieses das Bestreben hat, sich in Richtung seiner Längsachse auszudehnen. Anstelle der Drahtarmierung kann es zweckmäßig
sein, ein Drahtgeflecht zu verwenden. Mit besonderem Vorteil wird man eine Konstruktion verwenden, bei der die wärmeisolierende
Schicht zweischichtig ausgebildet ist und die dem Außenrohr benachbarte Schicht aus einem aufgeschäumten Kunststoff besteht.
Am Innenrohr liegt dann die Mineralfaserdrahtnetzinatte, ddc entsprechend
hochtemperaturbeständig ist, während am Außenrohr die weniger temperaturbeständige, aber wesentlich besser isolierende
Schauinstoffschicht angeordnet ist. Die Schichtdicke der .Iineralfaserdrahtnetzrnatte
sollte so dimensioniert sein, daß eine Temperatur von 130 C an ihrer Außenseite nicht überschritten wird.
Die Neuerung ist anhand eines in der Figur schematisch dargestellten
Ausführungspiels näher erläutert.
Das Innenrohr 1, welches aus einem längseinlaufenden Metallband,
beispielsweise aus Kupfer oder einem rostfreien Stahl,zum Hohr
geformt, längsnahtverschweißt und anschließend gewellt wurde, ist
von einer Drahtarmierung 2 umgeben, die eine Längung des Rohres 1
verhindern soll, wenn dieses mit einem hohen Innendruck beaufschlagt
wird. Die Armierung 2 besteht aus einer Vielzahl von Einzeldrähten 3» die mit großem Schlag auf das Innenrohr 1 entweder
einzeln oder in Fort" eines Geflechtes aufgebracht sind. Auf
diese Armierung 2 wird eine Mineralfaserdrahtnetematte ^! längseinlaufend
oder wendelförmig aufgebracht. Als zweckmäßig hai es sirh
erwiesen, die Mineralfaserdrahtnetzinatte k in einem kontinuierlichen
Verfahren längseinlaufend um das Innenrohr 1 herumzulegen,
so daß die Bandkanten, wie bei 3 dargestellt, eng aneinanrlei 1 i egen.
Die Mineralfaserdrahtnetzinatte k bestellt aus einem Ge riecht
nach Art eines Maschendrahtes, in welches MineralTasern eingewoben
oder eingeflochten sind. Diese Matten sind äußerst flexibel und lassen sich leicht um Rohre heruraforraen. Zur Halterung dieser
Schicht k ist ein Hand 6 vorgesehen, welches wendelförmig aufgebracht
wird. Als besonders vorteilhaft hat sich hier ein Aluminiumband oder ein aluminiumkaschiertes Kunststoffband erwiesen.
Durch das Aluminiumband 6 werden die Strahlungsverluste wesentlich
herabgesetzt. Oberhalb der Bandumwicklung 6 ist eine Isolierung 7
aus aufgeschäumtem Kunststoff, beispielsweise Polyurethan, angeordnet, die beispielsweise in Form eines lärgseinlaufenden Bandes
um das Rohrgebilde herumgeformt wird.
An s i."hl ι oBonil wird das Außenrohr ">
durch Formen eines Metallbandes /.um tiohi , Längsnnh verschweißen und anschließendes Wollen hergestellt.
Auf das Außenrohr 8 kann dann noch ein geeigneter Korrosionsschutz.,
beispiο 1swcise ein bitumenhaltiges Gemisch, aufgebracht
werden, bevor der Außeriman t el 9 aus Polyvinylchlorid oder
l'ol vntliylen aufgebracht wird.
Als besonders vorteilhaft hat es sich bei der Herstellung der-
! -· tiiier Jiohre erwiesen, das mit der Armierung 2, der Schicht 't
S und der iianduinwi ckliing f>
versehene Innenrohr 1 als Seele in eine
ί Rohrher st el 1 ungisvorr i ch t ung einlaufen /u lassen, bei der die
Seele von einem 1 ängseinlauf enden Metallband kontinuierlich umhüllt
wird, welches zum Rohr geformt, längsnahtverschweißt und anschließend uewelLt wird. Uie Seele wird dabei vor dem Einlauj.
f*»n mit einer Ab*tandshalterwendel, die der Einfachkeit halber
' nicht ilnrte itellt ist, versehen und in das noch offene Schlitz-
■ ι ohr, welches den Außenmantel H bildet, wird ein scha'unif ähiges
K uns ts t ο t i'gemi ~<ch r ι nge t rop 1 t , welches nach dem Vellvorgang auf-'
schau·: ■ ·
i) i ο wesentlichen Vorteile rl e r Neuerung sind darin zu sehen, daß
; p«s nunmehr gelungen ist, ο i η Leitungsrohr zu schaffen, das gute
ι Isolierwertc aufweist und darüber hinaus geeignet ist, leriien von
ί sehr hohen Temperaturen fort zu 1 ei t on . Das nouoi-ungsgeiuäße Lei-
tungsrohr läßt sich in nahezu unendlichen L'ingen herstellen und
aufgrund seiner Flexibilität wie elektrische Kabel auf übliche
r Kabeltrommeln aufwickeln und nach Art elektrischer Kabel verlegen.
Anhar. (.1 des Ausführungsbeispiels wurde herausgestellt, daß die !line·
j rnlfaserdrahtnetzmatte k längseinlaufend um das Innenrohr her\i;ngeformt
wird. In diesem Fall ist es unumgänglich, insbesondere dann,
wenn in der Rohrleitung Medien gefördert werden sollen, dip unter einem erhöhten Druck .stellen, nur das Innenrohr 1 die Armierung 2
aufzubringen. Auf diese Armierung 2 kann g,;zt'. verzichtet werden,
wenn man eine oder mehrere Lagen der Mineral l'aserdrnhtnetz'iio tte
wendelförmig unter Vorspannung auf das innenrohr 1 aufwickelt.
Claims (7)
1. Wärmeisoliertes Leitungsrohr aus zwei koaxialen längsnahtgeschweißten
und gewellten Metallrohraviwischen denen eine
wärrneisolierende Schicht angeordnet ist, zum Transport erwärmter, flüssiger oder gasförmiger Medien, dadurch gekennzeichnet . daß die wärmeisolierende Schicht aus einer Mineralfaserdrahtnetzmatte (k) besteht.
wärrneisolierende Schicht angeordnet ist, zum Transport erwärmter, flüssiger oder gasförmiger Medien, dadurch gekennzeichnet . daß die wärmeisolierende Schicht aus einer Mineralfaserdrahtnetzmatte (k) besteht.
2. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mineralfaserdrahtnetzmatte (k) längseinlaufend mit sich berührenden Bandkanten um das Innenrohr (l) herumgelegt
und von einem temperaturbeständigen Band (6) wendelförmig umwickelt ist.
3. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet ,
daß das Band (6) aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium, besteht.
k. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß auf das Innenrohr (l) eine Drahtarmierung (2) mit großem Schlag aufgebracht
ist.
5. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet,
daß die Armierung (2) aus einem Drahtgeflecht besteht
6. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach einem oder mehreren rler
Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die wärineisolierende
Schicht zweischichtig ausgebildet ist und die dem
Außenrohr (8) benachbarte Schicht (7) aus einem aufgeschäumten
Kunststoff besteht.
7. Wärmeisoliertes Leitungsrohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet ,
daß die dem Außenmantel (8) benachbarte Schicht (7) aus Polyurethanschaum besteht.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7411059U true DE7411059U (de) | 1974-06-27 |
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ID=1303619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7411059U Expired DE7411059U (de) | Wärmeisoliertes Leitungsrohr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7411059U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3018781A1 (de) * | 1980-05-16 | 1981-12-03 | Felten & Guilleaume Carlswerk AG, 5000 Köln | Thermisch isoliertes leitungsrohr |
-
0
- DE DE7411059U patent/DE7411059U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3018781A1 (de) * | 1980-05-16 | 1981-12-03 | Felten & Guilleaume Carlswerk AG, 5000 Köln | Thermisch isoliertes leitungsrohr |
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