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Vorrichtung zum Einstellen des Röntgenstrahlenkegels vermöge einer
Hilfslampe Es sind bereits NTorrichtungen zum Einstellen des Röntgenstrahlenkegels
von Röntgenröhren z E aui eine bestimmte Körperstelle bekannt, bei denen eine Hilfslampe
zur Anwendung kommt, deren Lichtstrahlen vermöge Spiegelung ader Brechung so gerichtet
werden, daß sie einen Lichtkegel bilden, der mit dem Röntgenstr,ahlenlçegel übereinstimmt
und von indessen Ausgangspunkt auszugehen scheint. Es ist auch bereits bekannt,
bei solchen Einstellvorrichtungen ,die Hilfslampe außerhalb des Röntgenstrahlenkegels
an zu ordnen. Ferner ist es bekannt, die Spiegelung zur Einsparung von Raum durch
zwei V-förmig zueinander stehende Spiegel vorzunehmen, derart, daß jedem der beiden
Spiegel eine Hilfslampe zugeteilt .ist und beide Spiegel in Zusammenarbeit den Lichtkegel
ergeben.
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Diese Einstellvorrichtungen sind in ihrer Verwendung an eine ibestimmte
Röntgenröhre gebunden und nicht ohne weiteres für Röntgenröhren anderer Ausbildung
und GrößenverhäItnisse yerwendbar. Dies trifft auch auf die ferner noch bekannte
Einstellvorrichtung zu, bei der der Hilfslampe ein Kondensator in Form einer Linse
oder eines sonstigen optischen Systems- vorgeschaltet ist, durch welche die Sfrahlung
der Milfslampe in Deckung mit dem biologisch aktiven Strahlenbündel gebracht wind.
Denn auch hierbei ist die Optik für die Erzeugung des Lichtstrahlenkegels für die
Verhältnisse einer bestimmten Röntgenröhre festgelegt.
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Demgegenüber wird mit der Erfindung bezwecks, eine mit einer außerhalb
des Rõntgenstrahlenkegels liegenden Hilfslampe arbeitende Einstellvorrichtung zu
schafen, die an jedes bereits in Gebrauch befindliche bzw. vorhandene Röntgengerät
angeschlossen und auf dessen jeweilige Röntgenröhre ohne Vornahme von Auswechselungen
oder lçonstruktiven Umänderungen eingestellt werden kann, so daß in jedem Falle
mit ein und derselben Einstellvorrichtung die -Erzeugung eines mit dem jeweilig
zur Erzeugung gelangenden Röntgenstrahlenkegel übereinstimmenden Lichtstrahlenkegels
ermöglicht ist.
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?Da eine solche nachträglich an bereits bestehende Geräte ansetzbare
und auf den jeweil gen Röntgenstrahlenkegel einstellbare Einstellvorrichtung notwendigerweise
weiter
vom Röhrenfokus entfernt als sonst zu liegen kommt, so muß,
soll die Aufgabe zufriedenstellen gelöst werden können, auch noch bezwecks werden,
die Vorrichtung so zu gestalten, daß sie trotz der notwendigen Anpaßorgane an den
Röntgenstrahlenkegel, insbesondere in bezug auf die Querschnittsgröße, möglichst
klein und frei von seitlich hervortretenden Blenden- u. dgl. Teilen gehalten werden
kann.
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Die Erfindung bezieht sich auf Einstellvorrichtungen mit außerhalb
des Röntgenstrahlenkegeis liegender Hilfslampe, deren Lichtstrahlen durch Spiegelung
so gerichtet werden, daß sie von dem Brenaptinkt der Röntgenröhre auszugehen scheinen,
der vorstehend angegebenen bekannten Art. Gemäß der Erfindung erfolgt die Ablenkung
der von der Hilfslampe ausgehenden Lichtstrahlen über zwei hintereinanderliegende
und getrennt voneinander verstellbare Spiegel. Beide Spiegel sind unabhängig voneinander
in bezug auf ihren Neigungsgrad verstellbar; der eine Spiegel liegt in bekannter
Weise im Röntgenstrahlenkegel un;d lder andere seitlich des letzteren, mit seiner
spiegelnden Fläche der Hilislampe zugekehrt. Der im Röntgenstrahlenkegel liegende
Spiegel ist vorteilhaft über dies der Höhe nach verstellbar. Der andere, der Hilfslampe
zugekehrte Spiegel ist gegen die Längsachse des Röntgenstrahlenkegds hiin verstellbar,
so daß er der Hilfslampe und dem anderen Spiegel mehr oder weniger genähert werden
kann. Gegebenenfalls kann auch noch die Hilfslampe der Höhe nach verstellbar gelagert
sein. Auch kann sie in ihrer Entfernung von der Längsachse des Röntgenstrahlenkegels
veränderbar gelagert werden. Durch die Verwendung zweier hintereinander geschalteter
und gegeneinander sowie gegen die Hilfslampe verstellbarer Spiegel wird stets eine
genaue Einstellung auf den jeweils in Betracht kommenden Röntgenstrahlenkegel auf
einfache Weise und bei Benötigung nur geringer Querschnittsgrößen des die Hilfslampe
und die Einstellorgane aufnehmenden Anschlußtubus ermöglicht.
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Die notwendige und durch die Spiegelanordnung erzielbare geringe
Ouerschnittsgröße des die Röntgenröhre und die Spiegel aufnehmenden Tubus darf durch
die notwendige Blende nicht wieder dadurch zunichte gemacht werden, daß beim Öffnen
der Blende Teile derselben seitlich aus dem Tubus hervortreten und -damit beim Gebrauch
der Einstellvorrichtung eine arbeitsbehindernde Vergrößerung der Querschnittsfläche
verursachen.
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Deshalb wird erfindungsgemäß bei der Einstellvorrichtung die am unteren
Ende des Tubus liegende Blende in an sich bekannter Weise durch zwei flach gewölbte
KlJappenpaare gebildet, die beim Öffnen der Blende innerhalb des Tubus seitlich
hochschwingen und durch kerbenartige Ausschnitte an ihren Berührungskanten eine
scharfwirkende Zentriermöglichkeit bieten.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
durch nÅbb. I in einem Vertikalschnitt und in etwas kleinerem Maßstabe durch Abb.
2 in einer Unteransicht dargestellt.
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In einem an die Ummantelung der Röntgenröhre anschließharen Tubus
I, der seitlich angeschlossen die Hilfslampe 2 bzw. das Hilfslampengehäuse 3 trägt,
sind die beiden einstelllbaren Spiegel 4 und 5 angeordnet, welche zur Erzeugung
des mit dem Röntgenstrahlenkegel x, y und z übereinstimmenden Lichtstrahlenkegels
it r', y und z dienen. hierzu werden die von der Hilfslampe 2 ausgehenden Strahlen
iiber den Spiegel 4 nach dem Spiegel 5 gelenkt, der in bekannter Weise schräg zur
Horizontalen gerichtet in dem Röntgenstrahlenkegel x, y, z liegt. Der Spiegel 4
liegt seitlich des Röutgenstrahlenkegels und ist der Hilfslampe 2 zugekehrt.
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Zur Erzielung ihrer Einstellbarkeit sind beide Spiegel 4 und 5 über
je eine Fassung 6 bzw. 7 mit ihren vier Ecken an Laufmuttern 8 bzm. g angeschlossen,
von denen die Laufmuttern 8 auf waagerechten Leitspindeln 10 und die Laufmuttern
9 auf vertikalen Leitspindeln II laufen. Jedem der beiden Spiegel sind sonach vier
Leitspindeln und vier Laufnluttern zugeordnet, von denen aus Abb. r nur je zwei
ersichtlich sind. Die Laufmuttern sind bei der dargestellten Ausführungsform durch
Kugeln gebildet, die in zweckmäßig leicht gebogenen Gabeln oder Zwingen 12 bzw.
13 sitzen. Die letzteren sind an die Spiegelecken angeschlossen. Von den vier Leitspindeln
der beiden Spiegel ist jede Leitspindel für sich unabhängig von den anderen zu betätigen,
Vermöge dieser Leitspindeln kann man den Spiegel 4 in die jeweils notwendige Schräglage
zu der Lichtquelle 2 und dem Spiegel 5 sowie in die notwendige Entfernung von dem
letzteren und der Hilislampe 2 bringen. Ferner kann man durch die Leitspindeln I
I den Spiegel 5 sowohl heben und senken als auch dessen Schräglage verändern. Dies
alles geschieht bei beiden Spiegeln 4 und 5 durch eine entsprechende Bestätigung
aller oder (und) nur einzelner der zugeordneten Leitspindeln Ic bzw; ii.
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Selbstverständlich kann die Form der Laufmuttern 8 und 9 auch eine
ellipsenförmige oder eine sonst geeignete sein. Auch kann die Einstellung der Spiegel
vermöge anderer Einstellorgane erfolgen.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist
das Lampengehäuse
3- auf einem Horizontalschlitten I4 gelagert, damit auch die Hilfslampe gegen den
Spiegel 4 in den Richtungen des Pfeiles 15 verstellbar ist.
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Ferner ist bei der dargestellten Ausführungsform der Horizontalschlitten
14 auf einer -Laufspindel I6 gelagert, so daß die Hilfslampe auch noch der Höhe
nach verstellbar ist.
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Durch diese Verstellbarkeit der Hilfslampe 2 wird die Einstellungsmöglidikeit
weiterhin vergrößert und erleichtert.
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Die innerhalb des - Tubus I unterhalb der Spiegel 4 und 5 liegende
Blende wird durch zwei Blendenklappenpaare I7, I7 und I8, IS gebildet. Jede Klappe
der beiden Klappenpaare ist flach gewölbt und mit beiderends vorgesehenen Atmen
19 bzw.. zo sowie mit Lagerbolzen2t bzw. 22 schwingend in dem Tubus aufgehängt.
Die Betätigung erfolgt durch außerhalb des Tubus angeordnete Handgriffe 23 bzw.
24. Die Klappenpaare 17, I7 schwingen rechtwinklig zu den Klappenpaaren IS, IS.
Die Bewegung sämtlicher vier Illappen beim Öffnen und Schließen der Blende vollzieht
sicli innerhalb des Tubus. In Abb. I ist'dies an der gestrichelt eingezeichneten
Offenstellung der Klappen 19 ersichtlich.
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Alle vier Klappen I7 bzw. I8sind an ihren Berührungsrändern mit kerbenförmigen
Ausschnitten 25 bzw. - 26 versehen, die bei geschlossener Blende eine kleine, z.
B. quadrat tische Lichtdurchlaßöffnung belassen, die aus Abb. 2 ersichtlich ist
und ein Zentrieren auf einfache und-- leichte Weise zuläßt. Diese Zentrierung kann
auch bei Tageslicht vorgenommen werden und bedarf daher keiner Verdunkelung.
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Jede der Klappen 17 und IS ist z.B. in Form einer Federbremse mit
einer Selbstsperrung ausgerüstet, so daß jede Klappe in der ihr gegebenen Lage.selbsttätig
auch bei Erschütterungen verharrt.
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Ferner können noch Anschläge vorhanden seín,Xwelche die in Abb. I
dargestellte VerschluRstellung feststellen.
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Auf der unteren Seite des Tubus I können sich noch Klemmen 27 zum
Anschluß von Lochschablonen befinden.